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Stand der Technik
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Die
Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Es
ist bereits eine Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung mit
einer Schlagwerkanordnung bekannt.
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Vorteile der Erfindung
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Es
wird eine Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung mit einer Schlagwerkanordnung
vorgeschlagen, mit zumindest einer Einheit, die dazu vorgesehen
ist, eine Gegenkraft zu einer aus der Schlagwerkanordnung resultierenden
Kraft zu erzeugen. Hierdurch kann eine vorteilhafte Reduzierung
von Schwingungen an einem Gehäuse
einer Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung,
die durch die Generierung eines Schlagimpulses der Schlagwerkanordnung
hervorgerufen werden, erreicht werden. Die erzeugte Gegenkraft und
die aus der Schlagwerkanordnung resultierende Kraft sind vor zugsweise
in entgegengesetzte Richtungen ausgerichtet, so dass eine vorteilhafte
und zumindest teilweise Aufhebung der Kräfte bei einer Schwingungsreduzierung
erzielt werden kann und somit besonders vorteilhaft eine nahezu
vibrationsfreie Führung
für einen
Bediener der Handwerkzeugmaschine erreicht werden kann. Zweckmäßigerweise
ist die Einheit dazu vorgesehen, die Gegenkraft innerhalb eines
großen
Drehzahlbereichs einer Antriebseinheit bzw. über einen hohen Schlagfrequenzbereich
der Schlagwerkanordnung zu erzeugen, so dass die erzeugte Gegenkraft
dabei in Richtung und Zeit auf eine Kompressionskraft der Schlagwerkanordnung
vorteilhaft abgestimmt und eine maximale Schwingungsreduzierung
erreicht werden kann. Die Einheit kann als eine mechanische, eine
elektrische und/oder eine magnetische und/oder eine pneumatische
Einheit und/oder als weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Einheit ausgebildet sein und dabei eine mechanische, eine elektrische
und/oder eine magnetische usw. Gegenkraft zur resultierenden Kraft
der Schlagwerkanordnung erzeugen.
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Des
Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Einheit von einer Massenschwingungseinheit
gebildet ist, wodurch konstruktiv einfach mittels einer mechanischen
Anregung, insbesondere wenn die von der Massenschwingungseinheit
gebildete Einheit eine Gegenschwingungsmasse aufweist, eine durch eine
Gegenschwingung erzeugte Gegenkraft zur Kompressionskraft der Schlagwerkanordnung
erzielt werden kann.
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Es
wird ferner vorgeschlagen, dass die Einheit zumindest ein Federmittel
aufweist, das die Gegenschwingungsmasse abstützt, wodurch nach einer Anregung
der Gegenschwingungsmasse eine vorteilhafte Rückführung der Gegenschwingungsmasse
in die Ru heposition bzw. Ausgangsposition erreicht werden kann und
somit eine erneute und insbesondere periodische Anregung der Gegenschwingungsmasse
erreicht werden kann. Zudem wirkt durch das Federmittel bzw. durch
eine Federkraft des Federmittels eine zusätzliche Kraft auf die Gegenschwingungsmasse
entgegen einer Beschleunigungsrichtung der Gegenschwingungsmasse,
so dass die Gegenkraft der Einheit vorteilhaft erhöht werden
kann. Vorzugsweise stützt
das Federmittel die Gegenschwingungsmasse an einem Gehäuse der
Handwerkzeugmaschine ab.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Einheit zumindest ein Anregungsmittel aufweist, welches
mittels eines Antriebsmittels der Schlagwerkanordnung antreibbar ist,
wodurch eine konstruktiv einfache Anpassung bzw. eine Kopplung der
erzeugten Gegenschwingung bzw. der erzeugten Gegenkraft an eine
Drehzahl der Antriebseinheit bzw. an eine Schlagfrequenz der Schlagwerkanordnung
erreicht werden kann. Das Anregungsmittel kann dabei von einem elektrischen,
einem magnetischen und/oder einem mechanischen Anregungsmittel und/oder
weiteren, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Anregungsmitteln
gebildet sein.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass die Gegenschwingungsmasse mittels des Anregungsmittels entgegen
einer Antriebsrichtung der Schlagwerkanordnung anregbar ist, wodurch
eine vorteilhafte Aufhebung der Gegenkraft und der resultierenden
Kraft der Schlagwerkanordnung erreicht werden kann.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass das Anregungsmittel von einem Exzenterrad
gebildet ist, so dass insbesondere eine periodische Anregung der Gegenschwingungsmasse
erreicht werden kann, wobei das Exzenterrad vorzugsweise an eine
Schlagfrequenz der Schlagwerkanordnung bzw. eine Drehzahl der Antriebseinheit
gekoppelt ist.
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Zudem
kann eine vorteilhafte Anregung zu einem Zeitpunkt einer maximalen
Kompression bzw. einer maximalen Kompressionskraft der Schlagwerkanordnung
erreicht werden, wenn das Anregungsmittel von einem Pneumatikmittel
gebildet ist. Vorzugsweise ist das von einem Pneumatikmittel gebildete
Anregungsmittel an eine pneumatische Einheit der Schlagwerkanordnung
gekoppelt und damit an eine Schlagfrequenz der Schlagwerkanordnung
gekoppelt.
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Es
wird weiterhin vorgeschlagen, dass die Gegenschwingungsmasse im
Bereich eines Hammerrohrs angeordnet ist, wodurch eine vorteilhafte Schwingungsreduzierung
an einem Ort der Schwingungserzeugung durch die Schlagwerkanordnung erreicht
werden kann. Insbesondere kann eine schnelle Aufhebung der aus der
Schlagwerkanordnung resultierenden Schwingungskraft mittels der Gegenkraft
erzielt werden und ein langer Kraftübertragungsweg mit einer damit
einhergehenden Schwingungsausbreitung vermieden werden. In diesem
Zusammenhang soll unter einem „Bereich
eines Hammerrohrs" ein
Bereich innerhalb der Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung verstanden
werden, der zumindest teilweise in Umfangsrichtung um das Hammerrohr
angeordnet ist und/oder vor und/oder hinter dem Hammerrohr entlang
einer Antriebsrichtung der Schlagwerkanordnung angeordnet ist und/oder
besonders vorteilhaft zumindest teilweise von dem Hammerrohr direkt
gebildet ist. Zudem können
bei einer zumindest teilweisen Ausbildung der Gegenschwingungsmasse
als Hammerrohr weitere Bauteile, Bauraum, Montageaufwand, Kosten
und insbesondere ein Gewicht der Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung
vorteilhaft eingespart werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die Einheit eine Arretiereinheit aufweist, die zu einer Sicherung
der Gegenschwingungsmasse in einer Leerlaufposition vorgesehen ist.
Hierdurch kann eine unerwünschte
Erzeugung von großen
Gegenkräften
bei einem Stillstand bzw. einem Verweilen eines Schlägers der Schlagwerkanordnung
in einer Ruheposition vorteilhaft vermieden werden. Zudem kann somit
ein unerwünschter
Verschleiß der
Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung vorteilhaft vermieden
werden, und eine hohe Lebensdauer einzelner Bauteile bzw. Einheiten
der Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung kann erzielt werden.
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Es
wird zudem eine Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung
vorgeschlagen, und somit wird ein vorteilhafter Bedienkomfort mit
einer geringen und/oder besonders vorteilhaft mit einer nahezu verschwindenden
resultierenden Schwingung des Handwerkzeugmaschinengehäuses für einen
Bediener der Handwerkzeugmaschine erreicht.
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Zeichnung
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Weitere
Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die
Ansprüche
enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch
einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Es
zeigen:
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1 eine
Handwerkzeugmaschine mit einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung
in einer schematischen Seitendarstellung,
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2 die
erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung
in einer schematischen Seitendarstellung,
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3 ein
Exzenterrad der Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung,
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4 eine
zu 2 alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung
in einer schematischen Ansicht von oben,
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5 die
Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung aus 2 mit
einem Anschlagmittel in einer schematischen Ansicht von oben,
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6 die
Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung aus 2 mit
einem weiteren Federmittel in einer schematischen Ansicht von oben,
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7 eine
weitere alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung mit einer
Arretiereinheit in einer schematischen Seitenansicht,
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8 die
Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung aus 7 mit
einer direkten Anordnung der Arretiereinheit an einem Hammerrohr
in einer schematischen Seitenansicht,
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9 eine
weitere alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung in einer
schematischen Seitenansicht,
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10 die
Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung aus 9 mit
einer alternativen Anregung in einer schematischen Ansicht von oben,
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11 eine
weitere alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung mit einer
von einem Hammerrohr gebildeten Gegenschwingungsmasse in einer schematischen
Seitenansicht und
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12 eine
weitere alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung mit einem
Pneumatikmittel als Anregungsmittel in einer schematischen Seitenansicht.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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In 1 ist
eine Handwerkzeugmaschine 36a dargestellt mit einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10a.
Die Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10a (2)
umfasst eine Schlagwerkanordnung 12a und eine Einheit 14a,
die von einer Massenschwingungseinheit gebildet ist. Die Schlagwerkanordnung 12a ist
zur Generierung eines Schlagimpulses für ein Werkzeug 40a,
das sich in einer Werkzeugaufnahme 42a der Handwerkzeugmaschine 36a befindet
(1), vorgesehen und weist hierzu einen Kolben 44a,
ein Pneumatikelement 46a, einen Schläger 48a und einen
nicht näher
dargestellten Schlagbolzen auf. Zudem umfasst die Schlagwerkanordnung 12a ein
Hammerrohr 32a, in dem der Kolben 44a und der
Schläger 48a entlang
einer Antriebsrichtung 26a der Schlag werkanordnung 12a axial
bewegbar gelagert sind. Zwischen dem Kolben 44a und dem
Schläger 48a ist
das von einem Luftpolster gebildete Pneumatikelement 46a angeordnet
(2).
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Zu
einem Antrieb der Schlagwerkanordnung 12a wird von einer
hier nicht näher
dargestellten und von einem Elektromotor gebildeten Antriebseinheit der
Handwerkzeugmaschine 36a ein Antriebsmoment erzeugt. Die
Antriebseinheit überträgt ein Antriebsmoment
auf ein von einer Antriebswelle gebildetes Antriebsmittel 38a,
das senkrecht zur Antriebsrichtung 26a der Schlagwerkanordnung 12a ausgerichtet
ist (2). An einem der Schlagwerkanordnung 12a zugewandten
Ende 50a der Antriebswelle weist diese eine Exzenterantriebseinheit 52a mit
einem drehfest mit der Antriebswelle verbundenen Exzenterrad 54a und
einem bolzenförmigen
Exzenterstift 56a auf. Der Exzenterstift 56a ist
senkrecht zu einer Haupterstreckungsfläche 58a des Exzenterrads 54a und
senkrecht zur Antriebsrichtung 26a der Schlagwerkanordnung 12a ausgerichtet
und in einem Bereich des Exzenterrads 54a angeordnet, der außerhalb
einer von einer Drehachse gebildeten Antriebsachse 60a des
Exzenterrads 54a angeordnet ist. Der Exzenterstift 56a ist über eine
Antriebsstange 62a der Schlagwerkanordnung 12a mit
dem Kolben 44a verbunden. Mittels der Exzenterantriebseinheit 52a und
der Antriebsstange 62a der Schlagwerkanordnung 12a wird
im Betrieb der Handwerkzeugmaschine 36a aus einer drehenden
Bewegung mit einem Drehmoment der Antriebswelle eine axiale Linearbewegung
des Kolbens 44a entlang der Antriebsrichtung 26a der
Schlagwerkanordnung 12a erzielt (2).
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Die
Massenschwingungseinheit ist in einem Bereich der Handwerkzeugmaschine 36a angeordnet,
der, von der Antriebswelle aus betrachtet, der Antriebsrichtung 26a der
Schlagwerkanordnung 12a entgegengerichtet ist. Zudem weist
die Massenschwingungseinheit eine Gegenschwingungsmasse 20a,
ein Federmittel 22a und ein von einem Exzenterrad 28a gebildetes
Anregungsmittel 24a auf. Das Exzenterrad 28a wird über die
Antriebswelle der Antriebseinheit, die zum Antrieb der Schlagwerkanordnung 12a vorgesehen
ist, angetrieben und ist mit diesem verdrehfest verbunden. Das Exzenterrad 28a weist
eine nockenförmige,
asymmetrische Form einer Haupterstreckungsfläche 64a auf, die,
bezogen auf eine kreisförmige
Form, in einer Mitte eine Ausnehmung 66a zur drehfesten
Befestigung mit der Antriebswelle aufweist (3). Das
Exzenterrad 28a bzw. ein Antriebsnocken 68a der
Massenschwingungseinheit und das Exzenterrad 54a bzw. der
Exzenterstift 56a der Schlagwerkanordnung 12a laufen in
Drehrichtung 72a mit einer Phasenverschiebung um 180° um die Antriebswelle,
so dass sich der Antriebsnocken 68a des Exzenterrads 28a der
Massenschwingungseinheit in einer der Antriebsrichtung 26a entgegengerichteten
Endstellung befindet, wenn sich der Exzenterstift 56a des
Exzenterrads 54a der Schlagwerkanordnung 12a in
einer in Antriebsrichtung 26a weisenden Endstellung befindet
(2).
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Mittels
des nockenförmigen
Exzenterrads 28a wird die Gegenschwingungsmasse 20a entgegen
einer Antriebsrichtung 26a der Schlagwerkanordnung 12a bewegt.
Die Gegenschwingungsmasse 20a wird dabei entgegen einer
Federkraft eines Federmittels 22a bewegt, wobei das Federmittel 22a die Gegenschwingungsmasse 20a an
einem Gehäuse 70a der
Handwerkzeugmaschine 36a abstützt. Zu einem Zeitpunkt der
in Antriebsrichtung 26a weisenden Endstellung des Exzenterstifts 56a der
Exzenterantriebseinheit 52a wirkt eine maximale von einer
Kompressi onskraft gebildete Kraft 18a der Schlagwerkanordnung 12a entgegen
der Antriebsrichtung 26a der Schlagwerkanordnung 12a.
Durch eine Anregung der Gegenschwingungsmasse 20a mittels
des nockenförmigen
Exzenterrads 28a wird eine Gegenkraft 16a erzeugt,
die ein Maximum, bedingt durch die Anordnung der Massenschwingungseinheit,
nahezu zeitgleich zur maximalen resultierenden Kraft 18a der
Schlagwerkanordnung 12a erreicht. Die Gegenkraft 16a der
Massenschwingungseinheit ist dabei der resultierenden Kraft 18a der
Schlagwerkanordnung 12a entgegengerichtet, so dass sich
die resultierende Kraft 18a der Schlagwerkanordnung 12a und
die Gegenkraft 16a im Bereich der Antriebswelle möglichst
aufheben und resultierende Schwingungen der Handwerkzeugmaschine 36a zumindest
reduziert und/oder vermieden werden (2).
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Das
Federmittel 22a der Massenschwingungseinheit bewirkt dabei
eine automatische Rückführung der
Gegenschwingungsmasse 20a in die Ausgangssituation, um
die Gegenschwingungsmasse 20a nach einem periodischen Umlauf
um die Drehachse der Antriebswelle des nockenförmigen Exzenterrads 28a erneut
entgegen der Federkraft des Federmittels 22a und entgegen
der Antriebsrichtung 26a der Schlagwerkanordnung 12a zu
bewegen. Mittels des von der Antriebswelle angetriebenen nockenförmigen Exzenterrads 28a ist
die Gegenkraft 16a der Massenschwingungseinheit an eine
momentane Schlagfrequenz der Schlagwerkanordnung 12a bzw.
an eine Richtung und Zeit der aus der Schlagwerkanordnung 12a resultierenden
Kraft 18a angepasst. Zudem bewirkt das Federmittel 22a eine
erhöhte
Trägheit
bei einem Beschleunigen der Gegenschwingungsmasse 20a und
die Gegenkraft 16a wirkt somit über einen längeren Zeitraum entgegen der
resultierenden Kraft 18a der Schlagwerkanordnung 12a.
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In
den 4 bis 12 sind alternative Ausführungsbeispiele
dargestellt. Im Wesentlichen gleich bleibende Bauteile, Merkmale
und Funktionen sind grundsätzlich
mit den gleichen Bezugszeichen beziffert. Zur Unterscheidung der
Ausführungsbeispiele
sind jedoch den Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele die Buchstaben
a bis f hinzugefügt. Die
nachfolgende Beschreibung beschränkt
sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel
in den 1 bis 3, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile,
Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels in
den 1 bis 3 verwiesen werden kann.
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Die 4 bis 6 zeigen
eine alternative Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10b.
Ein Exzenterrad 28b zur Anregung einer Gegenschwingungsmasse 20b ist
zugleich für
einen Antrieb einer Schlagwerkanordnung 12b vorgesehen. Hierzu
weist das Exzenterrad 28b zwei Exzenterstifte 56b, 74b auf,
die an einander gegenüberliegenden Randbereichen 76b, 78b des
Exzenterrads 28b angeordnet sind. Zudem erstreckt sich
der Exzenterstift 74b zur Anregung der Gegenschwingungsmasse 20b an
einer dem Exzenterstift 56b zum Antrieb der Schlagwerkanordnung 12b abgewandten
Seite des Exzenterrads 28b senkrecht zu einer Haupterstreckungsfläche 64b des
Exzenterrads 28b.
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An
der Gegenschwingungsmasse 20b ist ein weiteres Federmittel 80b an
einer in eine Antriebsrichtung 26b weisenden Seite angeordnet.
Das Federmittel 80b ermöglicht
ein gedämpftes
Koppeln des Exzenterstifts 74b an die Gegenschwingungsmasse 20b,
wobei der Exzenterstift 74b eine Bewegungsrichtung in eine
Drehrichtung 72b des Exzenterrads 28b bzw. einer
Antriebswelle aufweist. Der Exzenterstift 74b koppelt dabei
zu einem Zeitpunkt an das Federelement 80b, in welchem
in der Schlagwerkanordnung 12b eine Kompressionskraft aufgebaut
wird. Bei weiterem Umdrehen des Exzenterrads 28b nimmt
eine Kompressionskraft bzw. eine resultierende Kraft 18b entgegen
der Antriebsrichtung 26b in der Schlagwerkanordnung 12b zu
und gleichzeitig wird auch die Gegenschwingungsmasse 20b entgegen
der Antriebsrichtung 26b gedrückt und damit eine Gegenkraft 16b durch
eine Beschleunigung der Gegenschwingungsmasse 20b erzeugt.
Befindet sich der Exzenterstift 56b zum Antrieb der Schlagwerkanordnung 12b in
einer der Schlagwerkanordnung 12b zugewandten Endstellung
bzw. befindet sich der Exzenterstift 74b zur Anregung der
Gegenschwingungsmasse 20b in einer der Gegenschwingungsmasse 20b zugewandten
Endstellung, resultiert aus der Schlagwerkanordnung 12b eine
maximale Kraft 18b entgegen der Antriebsrichtung 26b und
aus der Massenschwingungseinheit resultiert eine maximale Gegenkraft 16b in
Richtung der Antriebsrichtung 26b, wobei sich die Kraft 18b und
die Gegenkraft 16b zumindest teilweise gegenseitig aufheben.
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Im
Unterschied zur Anordnung in 4 weist in
den 5 und 6 die Massenschwingungseinheit
ein Anschlagmittel 82b auf, das in Antriebsrichtung 26b der
Schlagwerkanordnung 12b nach dem weiteren Federmittel 80b angeordnet
ist. Das Anschlagmittel 82b verhindert eine zu große Rückbewegung
der Gegenschwingungsmasse 20b mittels eines Federmittels 22b und
positioniert die Gegenschwingungsmasse 20b in einer Ausgangsposition für eine erneute
Anregung mittels des Exzenterrads 28b.
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In 6 ist
das Anschlagmittel 82b zusätzlich mit einem Federelement 84b an
die Gegenschwingungsmasse 20b gekoppelt, um ein unerwünschtes
Anstoßen
des Federmittels 80b und/oder der Gegenschwingungsmasse 20b an
dem Anschlagmittel 82b zu verhindern. Zudem wird die Gegenschwingungsmasse 20b mittels
des Federmittels 22b zur Abstützung an dem Gehäuse 70b der
Handwerkzeugmaschine und des Federelements 84b in eine
Ausgangsposition für
eine neue Anregung positioniert.
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In
den 7 und 8 ist eine erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10c mit
einer Arretiereinheit 34c dargestellt, die zu einer Sicherung
einer Gegenschwingungsmasse 20c in einer Leerlaufposition
vorgesehen ist. In 7 weist die Arretiereinheit 34c hierzu
ein Federelement 86c, ein Arretierelement 88c,
ein Fixierelement 90c und einen an einem Hammerrohr 32c angeordneten
Haltering 92c auf. Das Federelement 86c stützt das
Arretierelement 88c an einem Gehäuse 70c einer Handwerkzeugmaschine
ab und ist in einem Meißelbetrieb
in einer vorgespannten Position angeordnet. Das Fixierelement 90c ist
mit einem in eine Antriebsrichtung 26c weisenden Ende 94c fest mit
dem Haltering 92c verbunden und mit dem anderen Ende 96c innerhalb
des Arretierelements 88c bewegbar angeordnet. Hierzu weist
das Arretierelement 88c eine sich in eine Richtung, die
sich entgegen der Antriebsrichtung 26c erstreckt, verjüngende Ausnehmung 98c auf,
in der das Fixierelement 90c axial bewegbar angeordnet
ist. Mittels eines Verschiebens des Fixierelements 90c in
eine axiale Richtung 100c des Fixierelements 90c wird
das Arretierelement 88c, bedingt durch die sich verjüngende Ausnehmung 98c,
senkrecht zur axialen Richtung 100c des Fixierelements 90c bewegt.
Das Federelement 86c bewirkt bei einem Verschieben des
Fixierelements 90c in Antriebsrichtung 26c bzw.
einem Verschieben aus der sich verjüngenden Ausnehmung 98c heraus
ein Bewegen des Arretierelements 88c nach oben bzw. ein
Bewegen des Arretierelements 88c, das von dem Gehäuse 70c der
Handwerkzeugmaschine weg gerichtet ist. Sobald die Gegenschwingungsmasse 20c maximal
beschleunigt wird und sich in einer kontaktlosen Position mit einem
Exzenterrad 28c befindet, bewegt sich das Arretierelement 88c in
eine Arretierausnehmung 102c, die innerhalb der Gegenschwingungsmasse 20c angeordnet
ist, so dass die Gegenschwingungsmasse 20c in axialer Richtung 100c gesichert
ist. Die Leerlaufposition ist dabei an eine Leerlaufposition einer
Schlagwerkanordnung 12c gekoppelt. In Leerlaufposition der
Schlagwerkanordnung 12c wird das Hammerrohr 32c zusammen
mit dem Haltering 92c in eine Antriebsrichtung 26c verschoben
und so das Fixierelement 90c in axialer Richtung 100c aus
der sich verjüngenden
Ausnehmung 98c des Arretierelements 88c bewegt
(7).
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Wird
die Leerlaufposition der Schlagwerkanordnung 12c aufgehoben,
so wird das Hammerrohr 32c zusammen mit dem Haltering 92c in
eine normale Meißelbetriebsposition
geschoben und das Fixierelement 90c wird in die sich verjüngende Ausnehmung 98c des
Arretierelements 88c entgegen der Antriebsrichtung 26c gedrückt. Hierdurch
wird das Arretierelement 88c entgegen der Federkraft des
Federelements 86c aus der Arretierausnehmung 102c der
Gegenschwingungsmasse 20c gedrückt und die Gegenschwingungsmasse 20c mittels
des Federmittels 22c in eine Ausgangsposition für eine erneute Anregung
durch das Exzenterrad 28c gebracht (7).
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Die
Arretiereinheit 34c in 8 unterscheidet
sich von der Arretiereinheit 34c in 7 durch eine
direkte Anordnung des Fixierelements 90c an dem Hammerrohr 32c,
das hierfür
ein Halteelement 104c aufweist.
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In
den 9 und 10 ist eine Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10d mit
einer Gegenschwingungsmasse 20d dargestellt, die zylinderartig
um ein Hammerrohr 32d einer Schlagwerkanordnung 12d angeordnet
ist. Die Gegenschwingungsmasse 20d wird dabei entgegen
einer Antriebsrichtung 26d der Schlagwerkanordnung 12d zu
einer Gegenschwingung angeregt, die eine Gegenkraft 16d zu
einer resultierenden Kraft 18d der Schlagwerkanordnung 12d erzeugt.
Die Gegenschwingungsmasse 20d wird über ein Federmittel 22d an
einem Gehäuse 70d einer
Handwerkzeugmaschine abgestützt,
wobei das Federmittel 22d an einem der Antriebsrichtung 26d der
Schlagwerkanordnung 12d entgegengerichteten Ende 124d der
Gegenschwingungsmasse 20d angeordnet ist. In Antriebsrichtung 26d ist
nach der Gegenschwingungsmasse 20d ein Anschlagmittel 126d an
dem Gehäuse 70d einer
Handwerkzeugmaschine angeordnet, das die Gegenschwingungsmasse 20d bei
einem Zurückschwingen
in eine Ausgangsposition für
eine erneute Anregung stoppt und ein unerwünschtes Weiterbewegen der Gegenschwingungsmasse 20d in Richtung
der Antriebsrichtung 26d verhindert.
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In 9 wird
die um das Hammerrohr 32d angeordnete Gegenschwingungsmasse 20d über ein von
einem Exzenterrad 54d für
einen Antrieb der Schlagwerkanordnung 12d verschiedenes
Exzenterrad 28d zu Gegenschwingungen angeregt. Die Gegenschwingungsmasse 20d wird
dabei über
eine Anregungsstange 128d, die über das Exzenterrad 28d in
eine axiale Bewegung versetzt wird, angeregt.
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In 10 wird
die um das Hammerrohr 32d angeordnete Gegenschwingungsmasse 20d über das
Exzenterrad 28d zum Antrieb der Schlagwerkanordnung 12d angetrieben.
Zusätzlich
weist die Anregungsstange 128d zur Anregung der Gegenschwingungsmasse 20d eine
in Antriebsrichtung 26d ausgerichtete axiale Führung 130d auf.
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11 zeigt
eine Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10e mit
einer von einem Hammerrohr 32e gebildeten Gegenschwingungsmasse 20e einer
Massenschwingungseinheit. Eine Funktionsweise und eine Anregung
der Gegenschwingungsmasse 20e entsprechen dabei der Ausführung in 9.
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12 zeigt
eine Handwerkzeugmaschinenschlagwerkvorrichtung 10f mit
einem von einem Pneumatikmittel 30f gebildeten Anregungsmittel 24f. Hierzu
befindet sich eine Gegenschwingungsmasse 20f einer Massenschwingungseinheit
in einem Gehäuse 110f der
Massenschwingungseinheit. Das Gehäuse 110f der Massenschwingungseinheit
weist eine zylinderförmige
Form mit zwei Ventilen 132f, 134f auf. In dem
Gehäuse 110f wird
die Gegenschwingungsmasse 20f, die scheibenförmig ausgebildet
ist, zu Gegenschwingungen einer Schlagwerkanordnung 12f angeregt,
so dass die Gegenschwingungsmasse 20f eine Gegenkraft 16f zu
einer resultierenden Kraft 18f der Schlagwerkanordnung 12f erzeugt.
Die Gegenschwingungsmasse 20f ist hierzu an dem Gehäuse 110f über ein
Federmittel 22f an diesem abgestützt. Die beiden Ventile 132f, 134f sind an
gegenüberliegenden
Gehäusewandungen 136f, 138f des
Gehäuses 110f angeordnet,
wobei eines der beiden Ventile 132f zum Zuführen von
Luft vorgesehen ist und das andere der beiden Ventile 134f zum
Abführen
von Luft vorgesehen ist. Das Ventil 132f zum Zuführen von Luft
ist mit einem Pneumatikelement 46f der Schlagwerkanordnung 12f über eine Luftleitung 140f verbunden. Über die
Luftleitung 140f bzw. das Ventil 132f wird Luft
mittels eines Überdrucks
in dem Pneumatikelement 46f der Schlagwerkanordnung 12f in
das Gehäuse 110f der
Massenschwingungseinheit geleitet und in der Massenschwingungseinheit
ein Überdruck
erzeugt. Der Luftüberdruck
in dem Gehäuse 110f der
Massenschwingungseinheit drückt
die Gegenschwingungsmasse 20f entgegen einer Antriebsrichtung 26f der Schlagwerkanordnung 12f gegen
eine Federkraft des Federmittels 22f an das Gehäuse 110f,
so dass eine zur Schlagwerkanordnung 12f erzeugte Gegenkraft 16f hervorgerufen
wird. Befindet sich die Gegenschwingungsmasse 20f mittels
des Überdrucks in
einer der Antriebsrichtung 26f entgegengerichteten Endposition
mit einem minimalen Abstand zum Gehäuse 110f der Massenschwingungseinheit
bzw. befindet sich das Ventil 134f zum Abführen von
Luft von der Gegenschwingungsmasse 20f unverdeckt innerhalb
eines Bereichs 142f des Gehäuses 110f mit dem Überdruck,
kann Luft in die Handwerkzeugmaschine abgeführt werden. Dies bedingt ein
Zurückbewegen
der Gegenschwingungsmasse 20f in Antriebsrichtung 26f,
wobei das Ventil 134f zum Abführen von Luft in einer für eine erneute
Anregung vorgesehenen Ausgangsposition von der Gegenschwingungsmasse 20f verdeckt
ist, so dass ein Abführen
der Luft vor Erreichen einer maximalen Gegenkraft 16f zur
Schlagwerkanordnung 12f vermieden wird.