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DE102006059880A1 - Torsionssschwingungsdämpferanordnung - Google Patents

Torsionssschwingungsdämpferanordnung Download PDF

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DE102006059880A1
DE102006059880A1 DE102006059880A DE102006059880A DE102006059880A1 DE 102006059880 A1 DE102006059880 A1 DE 102006059880A1 DE 102006059880 A DE102006059880 A DE 102006059880A DE 102006059880 A DE102006059880 A DE 102006059880A DE 102006059880 A1 DE102006059880 A1 DE 102006059880A1
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DE
Germany
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damper fluid
damper
fluid
arrangement
volume
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102006059880A
Other languages
English (en)
Inventor
Cora Carlson
Andreas Dipl.-Ing. Orlamünder
Thomas Dipl.-Ing. Dögel (FH)
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ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
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Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
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Priority to PCT/EP2007/010506 priority patent/WO2008074397A1/de
Priority to US12/520,360 priority patent/US8075410B2/en
Publication of DE102006059880A1 publication Critical patent/DE102006059880A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F15/00Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
    • F16F15/10Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system
    • F16F15/16Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using a fluid or pasty material
    • F16F15/162Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using a fluid or pasty material with forced fluid circulation
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T74/00Machine element or mechanism
    • Y10T74/21Elements
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    • Y10T74/2122Flywheel, motion smoothing-type with fluid balancing means
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Abstract

Eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung, insbesondere für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs, umfassend eine Primärseite (12) und eine über eine Dämpferfluidanordnung (16) mit der Primärseite (12) zur Drehung um eine Drehachse (A) und zur Relativdre(14), wobei die Dämpferfluidanordnung (16) ein ein Drehmoment zwischen der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14) übertragendes erstes Dämpferfluid mit geringerer Kompressibilität umfasst und ein bei Druckerhöhung des ersten Fluids belastetes zweites Dämpferfluid mit höherer Kompressibilität umfasst, ist dadurch gekennzeichnet, dass ein das zweite Dämpferfluid enthaltendes Volumen (88) außerhalb der Primärseite (12) und außerhalb der Sekundärseite (14) angeordnet ist und nicht mit der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14) um die Drehachse (A) rotiert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung, insbesondere für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs, umfassend eine Primärseite und eine über eine Dämpferfluidanordnung mit der Primärseite zur Drehung um eine Drehachse und zur Relativdrehung bezüglich einander gekoppelte Sekundärseite, wobei die Dämpferfluidanordnung ein ein Drehmoment zwischen der Primärseite und der Sekundärseite übertragendes erstes Dämpferfluid mit geringerer Kompressibilität umfasst und ein bei Druckerhöhung des ersten Fluids belastetes zweites Dämpferfluid mit höherer Kompressibilität umfasst.
  • Aus der DE 10 2005 018 954 A1 ist eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs bekannt, bei welcher ein Drehmoment zwischen einer Primärseite und einer Sekundärseite über ein erstes Dämpferfluid mit geringer bzw. vernachlässigbarer Viskosität, beispielsweise Öl, und ein zweites Dämpferfluid mit vergleichsweise großer Kompressibilität, wie z. B. Luft, übertragen wird. Hierzu weist eine Dämpferfluidanordnung zwei zwischen der Primärseite und der Sekundärseite in Serie geschaltete und durch einen Trennkolben getrennte Fluidkammern auf, von welchen eine mit dem im Wesentlichen nicht kompressiblen Fluid und die andere mit dem kompressiblen Fluid gefüllt ist. Um die Dämpfungscharakteristik beeinflussen zu können, ist diejenige Fluidkammer, in welcher das kompressible Fluid enthalten ist, über eine Drehdurchführung in Verbindung mit einer Quelle für derartiges unter Druck stehendes kompressibles Fluid, also beispielsweise Luft oder ein sonstiges Gas. Problematisch ist hierbei neben der Tatsache, dass für beide Fluide im Bereich der Primärseite und der Sekundärseite jeweilige diese enthaltende Kammern vorgesehen sein müssen, die Drehdurchführung für ein gasförmiges Fluid bzw. deren Abdichtung.
  • Die nachveröffentlichte deutsche Patentanmeldung 10 2005 058 531.0 offenbart eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung, bei welcher ebenfalls die Drehmomentübertragung über seriell geschaltete Fluidkammern erfolgt, von welchen eine ein vergleichsweise stark kompressibles Fluid, wie z. B. Luft, enthält, während die andere ein im Wesentlichen inkompressibles Fluid, wie z. B. Öl, enthält. Demjenigen Volumenbereich bzw. derjenigen Kammer, die mit dem nicht kompressiblen Fluid gefüllt ist, ist über eine Drehdurchführung ein Versorgungssystem zugeordnet, um den Druck dieses im Wesentlichen nicht kompressiblen Fluids zu verändern.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung vorzusehen, welche bei einfachem und kompaktem Aufbau eine Variabilität in der Dämpfungscharakteristik ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Torsionsschwingungsdämpferanordnung, insbesondere für den Antriebsstrang, eines Fahrzeugs, umfassend eine Primärseite und eine über eine Dämpferfluidanordnung mit der Primärseite zur Drehung um eine Drehachse und zur Relativdrehung bezüglich einander gekoppelte Sekundärseite, wobei die Dämpferfluidanordnung ein ein Drehmoment zwischen der Primärseite und der Sekundärseite übertragendes erstes Dämpferfluid mit geringerer Kompressibilität umfasst und ein bei Druckerhöhung des ersten Fluids belastetes zweites Dämpferfluid mit höherer Kompressibilität umfasst.
  • Dabei ist weiter vorgesehen, dass ein das zweite Dämpferfluid enthaltendes Volumen außerhalb der Primärseite und außerhalb der Sekundärseite angeordnet ist und nicht mit der Primärseite und der Sekundärseite um die Drehachse rotiert.
  • Durch das Herausnehmen desjenigen Volumens, das das zweite Dämpferfluid enthält, aus dem unmittelbaren Bereich der rotierenden Baugruppen der Torsionsschwingungsdämpferanordnung werden verschiedene Vorteile erreicht bzw. miteinander kombiniert. Zum einen kann ein Einfluss auf den Druck bzw. die Menge des in dem Volumen des zweiten Dämpferfluid enthaltenen zweiten Dämpferfluids genommen werden, ohne dafür eine Drehdurchführung für dieses stärker kompressible zweite Dämpferfluid vorsehen zu müssen. Dies vereinfacht den Aufbau und vermeidet die Gefahr von durch Fluidleckagen erzeugten Veränderungen in der Dämpfungscharakteristik. Mit dem Herausnehmen des das zweite Dämpferfluid enthaltenden Volumens aus den rotierenden Baugruppen wird gleichzeitig in diesem Bereich, also im Bereich der Primärseite und im Bereich der Sekundärseite, zusätzlicher Bauraum bereitgestellt und zusätzlich die Möglichkeit geschaffen, die rotierenden Baugruppen, also die Primärseite und die Sekundärseite mit kompakterer Bauweise auszugestalten.
  • Um eine Verbindung zwischen demjenigen Volumenbereich, welcher das erste Dämpferfluid enthält und zur Drehmomentübertragung zwischen der Primärseite und der Sekundärseite dient, und dem Volumen des zweiten Dämpferfluids herstellen zu können, wird vorgeschlagen, dass eine Drehdurchführung für das erste Dämpferfluid vorgesehen ist, wobei über die Drehdurchführung ein im Bereich der Primärseite und der Sekundärseite gebildetes Arbeitsvolumen des ersten Dämpferfluids in Verbindung bringbar ist mit einem durch Kompression/Dekompression des zweiten Dämpferfluids in seinem Volumen veränderbaren Ausgleichsraum für das erste Dämpferfluid.
  • Dabei kann für eine zuverlässige Trennung der beiden Fluide voneinander dadurch gesorgt werden, dass eine Druckausgleichszylinderanordnung vorgesehen ist, die den Ausgleichsraum für das erste Dämpferfluid und einen Arbeitsraum für das zweite Dämpferfluid bereitstellt, wobei der Ausgleichsraum und der Arbeitsraum durch eine variable Trennanordnung im Wesentlichen fluiddicht voneinander getrennt sind. Beispielsweise kann die variable Trennanordnung einen Trennkolben oder eine Trennmembran umfassen.
  • Ein wesentlicher Einfluss auf die Dämpfungscharakteristik der erfindungsgemäßen Torsionsschwingungsdämpferanordnung kann dadurch genommen werden, dass die in dem Volumen des zweiten Dämpferfluids enthaltene Menge des zweiten Dämpferfluids variierbar ist.
  • Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass dem Volumen des zweiten Dämpferfluids eine Zuführeinrichtung zum Erhöhen der Menge des zweiten Dämpferfluids zugeordnet ist. Beispielsweise kann die Zuführeinrichtung einen Kompressor vorzugsweise mit Druckspeicher umfassen.
  • Weiter kann zur Beeinflussung der Menge des zweiten Dämpferfluids dem diese enthaltenden Volumen eine Abgabeeinrichtung zum Verringeren der Menge des zweiten Dämpferfluids zugeordnet sein. Diese Abgabeeinrichtung kann eine erste Ventilanordnung umfassen, und durch diese erste Ventilanordnung kann das Volumen des zweiten Dämpferfluids wahlweise absperrbar sein, in Verbindung mit der Zuführeinrichtung für zweites Dämpferfluid bringbar sein oder in Verbindung mit einer Abgabeöffnung bringbar sein.
  • Um auch die Menge bzw. den Druck des ersten Dämpferfluids beeinflussen zu können, wird vorgeschlagen, dass eine Zuführ/Abgabeanordnung für erstes Dämpferfluid zum Verändern des Drucks des ersten Dämpferfluids vorgesehen ist.
  • Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Zuführ/Abgabeanordnung eine zweite Ventilanordnung umfasst, durch welche das Arbeitsvolumen des ersten Dämpferfluids über die Drehdurchführung wahlweise absperrbar ist, in Verbindung mit einer Zuführeinrichtung für erstes Dämpferfluid bringbar ist oder in Verbindung mit einem im Wesentlichen drucklosen Speicher für erstes Dämpferfluid bringbar ist.
  • Die Zuführeinrichtung für das erste Dämpferfluid kann eine Pumpe, vorzugsweise mit Druckspeicher umfassen.
  • Um Drehmomente zwischen der Primärseite und der Sekundärseite über das erste Dämpferfluid unter Ausnutzung der Dämpfungswirkung des stärker kompressiblen zweiten Dämpferfluids übertragen zu können, wird vorgeschlagen, dass das Arbeitsvolumen des ersten Dämpferfluids wenigstens einen durch die Primärseite und die Sekundärseite begrenzten ersten Arbeitsraum für das erste Dämpferfluid umfasst, wobei das Volumen des wenigstens einen ersten Arbeitsraums bei Relativdrehung der Primärseite bezüglich der Sekundärseite in einer ersten Relativdrehrichtung abnimmt und bei Relativdrehung in einer zweiten Relativdrehrichtung zunimmt.
  • Um bei Relativdrehung einen Druck- bzw. Volumenausgleich zu ermöglichen und somit Unterdruckeffekte, welche der Dämpfung entgegenwirken, zu vermeiden, wird vorgeschlagen, dass das Arbeitsvolumen des ersten Dämpferfluids in Zuordnung zu jedem ersten Arbeitsraum einen zweiten Arbeitsraum umfasst, dessen Volumen bei Relativdrehung in der ersten Relativdrehrichtung zunimmt und bei Relativdrehung in der zweiten Relativdrehrichtung abnimmt.
  • Der wenigstens eine erste Arbeitsraum ist vorzugsweise über die Drehdurchführung in Verbindung mit dem Ausgleichsraum.
  • Zur Vermeidung eines Unterdruckeffekts wird vorgeschlagen, dass der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum zugeordnete zweite Arbeitsraum über eine Druckentlastungsöffnungsanordnung im Wesentlichen drucklos gehalten ist. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum zugeordnete zweite Arbeitsraum kein erstes Dämpferfluid enthält.
  • Bei einer alternativen Ausgestaltungsform wird vorgeschlagen, dass eine dritte Ventilanordnung vorgesehen ist, über welche in einer ersten Ventilstellung der wenigstens eine erste Arbeitsraum in Verbindung mit dem Ausgleichsraum bringbar ist und der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum zugeordnete zweite Arbeitsraum in Verbindung mit einem im Wesentlichen drucklosen Speicher für erstes Dämpferfluid bringbar ist, und in einer zweiten Ventilstellung der wenigstens eine erste Arbeitsraum in Verbindung mit dem im Wesentlichen drucklosen Speicher für erstes Dämpferfluid bringbar ist und der diesem zugeordnete zweite Arbeitsraum in Verbindung mit dem Ausgleichsraum bringbar ist.
  • Um in Anpassung an verschiedene Betriebszustände über die dritte Ventilanordnung die Arbeits- und somit auch die Dämpfungscharakteristik beeinflussen zu können, wird vorgeschlagen, dass eine Lastrichtungserfassungsanordnung vorgesehen ist zur Erfassung der Belastungsrichtung der Primärseite und der Sekundärseite, und dass die dritte Ventilanordnung in Abhängigkeit von der Belastungsrichtung in ihre erste Ventilstellung oder in ihre zweite Ventilstellung bringbar ist.
  • Dabei kann der Aufbau derart sein, dass dann, wenn die Lastrichtungserfassungsvorrichtung eine Belastung in einer ersten Belastungsrichtung erfasst, die dritte Ventilanordnung in ihrer ersten Ventilstellung ist oder in diese gebracht wird, und dann, wenn eine Belastung in einer zweiten Belastungsrichtung erfasst, die dritte Ventilanordnung in ihrer zweiten Ventilstellung ist oder in diese gebracht wird, wobei bei Belastung in der ersten Belastungsrichtung ein Drehmoment von der Primärseite auf die Sekundärseite zu übertragen ist und bei Belastung in der zweiten Belastungsrichtung ein Drehmoment von der Sekundärseite auf die Primärseite zu übertragen ist. Es wird somit möglich, beispielsweise zwischen einem Schubzustand, in welchem in einem Fahrzeug ein Drehmoment von einem Antriebsaggregat über die Torsionsschwingungsdämpferanordnung auf angetriebene Räder zu übertragen ist, und einem Schubzustand, in welchem der Drehmomentenfluss in entgegengesetzter Richtung läuft und beispielsweise ein Motorbremseffekt genutzt werden soll, zu differenzieren bzw. in beiden Betriebszuständen die Dämpfungscharakteristik der Torsionsschwingungsdämpferanordnung zu nutzen.
  • Das erste Dämpferfluid, also das weniger bzw. im Wesentlichen nicht kompressible Fluid, kann eine Flüssigkeit sein, und das zweite Dämpferfluid, dessen Kompressibilität im Wesentlichen zur Erzeugung der Dämpfungswirkung beiträgt, ist vorzugsweise ein Gas. Dabei ist es selbstverständlich, dass die bei Relativdrehung und mithin Verdrängung des ersten, weniger bzw. nicht kompressiblen Dämpferfluids generierten Strömungswiderstände bzw. Drosseleffekte selbstverständlich auch zu einer Energieabfuhr und mithin einer Dämpfungswirkung führen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigt:
  • 1 eine schaltbildartige Darstellung einer Torsionsschwingungsdämpferanordnung gemäß einer ersten Ausgestaltungsform;
  • 2 ein Diagramm, welches verschiedene Kennlinien der Torsionsschwingungsdämpferanordnung der 1 darstellt;
  • 3 eine Längsschnittansicht eines wesentlichen Teils der in 1 dargestellten Torsionsschwingungsdämpferanordnung;
  • 4 eine weitere schaltbildartige Darstellung eines alternativen Aufbaus einer Torsionsschwingungsdämpferanordnung;
  • 5 eine weitere schaltbildartige Darstellung eines alternativen Aufbaus einer Torsionsschwingungsdämpferanordnung.
  • In 1 ist eine erfindungsgemäß aufgebaute Torsionsschwingungsdämpferanordnung allgemein mit 10 bezeichnet. Diese Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 umfasst als zentrale Funktionsbaugruppen eine beispielsweise mit einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine drehfest zu koppelnde Primärseite 12 sowie eine Sekundärseite 14. Diese ist über eine nachfolgend noch erläuterte Dämpferfluidanordnung 16 mit der Primärseite 12 zur gemeinsamen Drehung um eine zur Zeichenebene der 1 orthogonal stehende Drehachse A gekoppelt, kann sich jedoch bei Auftreten von Drehmomenten oder Drehmomentschwingungen bezüglich der Primärseite 12 drehen.
  • Die Primärseite 12 begrenzt zusammen mit der Sekundärseite 14 ein Arbeitsvolumen 18 für ein erstes Dämpferfluid, das im Wesentlichen nicht kompressibel ist. Dieses erste Dämpferfluid kann eine Flüssigkeit, wie z. B. Öl oder dergleichen, sein. Dieses Arbeitsvolumen 18 umfasst im dargestellten Beispiel zwei erste Arbeitsräume 20, 22 sowie zwei zweite Arbeitsräume 24, 26. Diese ersten und zweiten Arbeitsräume 20, 22, 24, 26 sind in Umfangsrichtung begrenzt durch jeweilige Begrenzungswandungen 28, 30 der Primärseite 12, die durch Dichtungen 32, 34 bezüglich der Sekundärseite fluiddicht abgeschlossen sind, sowie zwei Begrenzungswandungen 36, 38 der Sekundärseite 14, die durch jeweilige Dichtungen 40, 43 bezüglich der Primärseite 12 fluiddicht abgeschlossen sind.
  • Eine Drehdurchführung 44 verbindet einen beispielsweise in der Sekundärseite 14 ausgebildeten Leitungsstrang 46 mit Leitungen 48, 50 zum Arbeitsraum 20 bzw. zum Arbeitsraum 22 mit einer außerhalb der Primärseite 12 und außerhalb der Sekundärseite 14 liegenden und mithin nicht mit diesen rotierenden Leitung 53. In entsprechender Weise verbindet die Drehdurchführung 44 einen Leitungsstrang 52 mit Leitungen 54, 56 für die zweiten Arbeitsräume 24, 26 mit einer wieder außerhalb der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 liegenden Leitung 58.
  • Den beiden Leitungen 52, 58 ist eine Ventilanordnung 60 zugeordnet. Diese kann, wie in der 1 erkennbar, in zwei Ventilstellungen gebracht werden. Eine erste und in 1 dargestellte Ventilstellung stellt eine Verbindung der Leitung 53, die zu den ersten Arbeitsräumen 20, 22 führt, mit einer Leitung 62 her, die zu einem nachfolgend noch beschriebenen Ausgleichsraum 64 für das erste Dämpferfluid führt. Eine Leitung 66 ist in dieser ersten Ventilstellung in Verbindung mit der zu den zweiten Arbeitsräumen 24, 26 füh renden Leitung 58. Diese Leitung 66 führt zu einem im Wesentlichen drucklosen Reservoir 68 für das erste Dämpferfluid. In einer zweiten Ventilstellung der Ventilanordnung 60 ist die Zuordnung der Leitungen 53, 58 zu den Leitungen 62, 66 vertauscht. D. h., die zu den ersten Arbeitsräumen 20, 22 führende Leitung 53 ist in Verbindung mit der Leitung 66 und mithin dem Reservoir 68, während die zu den zweiten Arbeitsräumen 24, 26 führende Leitung 58 in Verbindung mit der Leitung 62 und somit dem Ausgleichsraum 64 ist.
  • Eine Zuführ/Abgabeanordnung 70 für das erste Dämpferfluid umfasst eine Pumpe 72, die über eine Leitung 74 das erste Dämpferfluid aus dem Reservoir 68 aufnimmt und in eine mit einem Rückschlagventil 76 versehene Leitung 78 fördert. In Strömungsrichtung folgend auf das Rückschlagventil 76 ist die Leitung 78 in Verbindung mit einem Druckspeicher 80 für das erste Dämpferfluid. Durch eine in drei Ventilstellungen bringbare Ventilanordnung 82 sind verschiedene Betriebszustände der Zuführ/Abgabeanordnung 70 einstellbar. In einer ersten und in 1 dargestellten dieser Betriebsstellungen ist die Leitung 78 in Verbindung mit einer zur Leitung 62 führenden Leitung 84. In einer zweiten Ventilstellung der Ventilanordnung 82 ist die Leitung 78 abgeschlossen, ebenso wie eine vom Reservoir 68 zur Ventilanordnung 82 führende Leitung 86. In einer dritten Ventilstellung der Ventilanordnung 82 ist die Leitung 78 ebenfalls abgeschlossen, während die Leitung 84 und mithin die Leitung 62 in Verbindung mit der Leitung 86 und somit dem im Wesentlichen drucklosen Reservoir 68 für das erste Dämpferfluid ist.
  • Die Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 umfasst weiterhin ein Volumen 88 für ein zweites Dämpferfluid. Dieses zweite Dämpferfluid ist im Vergleich zum ersten Dämpferfluid vergleichsweise stark kompressibel und kann beispielsweise ein Gas, wie z. B. Luft, sein. In einer Druckausgleichszylinderanordnung 90 ist ein Arbeitsraum 92 für das zweite Dämpferfluid vorgesehen. Dieser Arbeitsraum 92 ist durch eine variable Trennanordnung 94 vom Ausgleichsraum 64 getrennt. Diese variable Trennanordnung 94 kann beispielsweise einen in seiner Lage entsprechend der Druckdifferenz zwischen den beiden Räumen 64 und 92 verschiebbaren Trennkolben oder eine entsprechend verformbare Trennmembran umfassen. In den Arbeitsraum 92 mündet eine Leitung 96 ein, die zu einer in drei Ventilstellungen bringbaren Ventilanordnung 98 führt. Von dieser Ventilanordnung 98 führt weiterhin eine Leitung 100 weg, die zu einer zur Umgebung hin offenen Abgabeöffnung 102 führt.
  • Auch für das zweite Dämpferfluid ist eine Zuführeinrichtung 104 vorgesehen, die einen Kompressor 106 umfasst. Dieser fördert über eine mit einem Rückschlagventil 108 ausgestattete Leitung 110 das zweite Dämpferfluid unter Druck zur Ventilanordnung 98 bzw. einem Druckspeicher 112 für das zweite Dämpferfluid.
  • Man erkennt in 1, dass bei einer in der 1 dargestellten ersten Ventilstellung der Ventilanordnung 98 die Leitung 110 von der Zuführeinrichtung 104 in Verbindung mit der Leitung 96 und somit dem Arbeitsraum 92 für das zweite Dämpferfluid ist. Die zur Abgabeöffnung 102 führende Leitung 100 ist abgeschlossen. In dieser ersten Ventilstellung kann also durch die Zuführeinrichtung 104 zweites Dämpferfluid in das Volumen 88 gefördert werden und mithin die darin enthaltene Menge des zweiten Dämpferfluids erhöht werden. In einer zweiten Ventilstellung sind die Leitungen 110, 100 und 96 abgeschlossen, was dazu führt, dass die Menge des im Volumen 88 enthaltenen zweiten Dämpferfluids invariabel ist. In einer dritten Ventilstellung ist die Leitung 110 abgeschlossen, während die Leitungen 96 und 100 in Verbindung sind und somit der Arbeitsraum 92 zur Abgabeöffnung 102, also beispielsweise zur Umgebung hin, offen ist. Da im Allgemeinen der Druck des zweiten Dämpferfluids in dem Arbeitsraum 92 höher sein wird, als der Umgebungsdruck, wird in dieser dritten Ventilstellung aus dem Volumen 88 zweites Dämpferfluid abgegeben und mithin dessen Menge im Volumen 88 verringert.
  • Um die drei dargestellten Ventilanordnungen 96, 82 und 98 in ihren ver schiedenen möglichen Ventilstellungen zu positionieren bzw. zwischen den Ventilstellungen umschalten zu können, ist eine Ansteuervorrichtung 114 vorgesehen. Diese steht über jeweilige Verbindungsleitungen 116, 118 und 120 in Verbindung mit diesen Ventilanordnungen. Selbstverständlich kann die Ansteuervorrichtung 114 auch die Pumpe 72 bzw. den Kompressor 106 aktivieren, um zur Zufuhr von erstem Dämpferfluid bzw. zweitem Dämpferfluid bzw. zur Bereitstellung von entsprechendem Dämpferfluid unter erhöhtem Druck in dem jeweiligen Druckspeicher 80 bzw. 112 die Druckverhältnisse beeinflussen zu können. Hierzu kann es beispielsweise vorteilhaft sein, Drucksensoren vorzusehen, die anzeigen, wann die Pumpe 72 bzw. der Kompressor 106 zu betreiben sind, um für ausreichend unter Druck stehendes erstes Dämpferfluid bzw. zweites Dämpferfluid zu sorgen.
  • Weiterhin ist ein Lastrichtungssensor 122 vorgesehen. Dieser liefert Information, die die Richtung wiedergibt, in welcher zwischen der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 ein Drehmoment zu übertragen ist. Eine erste Belastungsrichtung kann beispielsweise einem normalen Zugzustand entsprechen, in welchem beispielsweise die Primärseite 12 ein Drehmoment von einem Antriebsaggregat aufnimmt und dieses über das erste Dämpferfluid auf die Sekundärseite 14 überträgt. In einem zweiten Belastungszustand, beispielsweise ein einem Motorbremszustand entsprechender Schubzustand, überträgt die Sekundärseite 14 ein Drehmoment über das erste Dämpferfluid auf die Primärseite 12. Der Lastrichtungserfassungssensor 122 kann beispielsweise eine Information liefern, die die Relativdrehrichtung der Primärseite 12 bezüglich der Sekundärseite 14, ausgehend von einer unbelasteten Neutralstellung, angibt. Diese Information kann erforderlichenfalls noch kombiniert werden mit einer Information über die in den verschiedenen Arbeitsräumen 20, 22 bzw. 24, 26 vorherrschenden Drücke. Unter Berücksichtigung dieser Informationen steuert die Ansteuervorrichtung 114 insbesondere die verschiedenen Ventilanordnungen 60, 82, 98, um eine gewünschte Dämpfungscharakteristik einzustellen. Das wird nachfolgend auch mit Bezug auf die 2 beschrieben.
  • Wie bereits vorangehend dargelegt, ist in dem in 1 dargestellten Zustand dafür gesorgt, dass die beiden ersten Arbeitsräume 20, 22 über die Ventilanordnung 60 in Verbindung mit dem Ausgleichsraum 64 sind. D. h., der im Arbeitsraum 92 vorhandene Druck des zweiten Dämpferfluids liefert die Gegenkraft bzw. den Gegendruck zu dem in den ersten Arbeitsräumen 20, 22 vorhandenen Druck des ersten Dämpferfluids. Es sei hierzu zunächst angenommen, dass die Ventilanordnung 98 in ihrer mittleren Ventilstellung ist, in welcher das Volumen 88 des zweiten Dämpferfluids abgeschlossen ist. In diesem Zustand, in welchem also ein Drehmoment zwischen der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 über das in den ersten Arbeitsräumen 20, 22 vorhandene erste Dämpferfluid übertragen wird, sei weiter angenommen, dass die in 2 mit dicker durchgezogener Linie erkennbare Kennlinie K1 eingestellt ist. Die Kompressibilität des zweiten Dämpferfluids im Volumen 88, insbesondere im Arbeitsraum 92, ermöglicht eine zunächst vergleichsweise starke Relativdrehung zwischen der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 ausgehend von einem Relativdrehwinkel α = 0 ohne wesentlichen Drehmomentenanstieg. Bei Erreichen eines gewissen Grenzwinkels knickt diese Kennlinie K1 relativ stark ab, was zu einer vergleichsweise starken bzw. steifen Kopplung zwischen der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 führt. Es sei weiter noch erwähnt, dass in diesem Zustand, der also einem Zugzustand entspricht, die beiden zweiten Arbeitsräume 24, 26 durch die Verbindung mit dem Reservoir 68 im Wesentlichen drucklos gehalten sind und zu einer Dämpfungswirkung lediglich insofern beitragen, als bei beispielsweise durch Drehmomentschwingungen oszillierender Volumenänderung entsprechende Volumenströme in den verschiedenen Leitungssträngen bzw. Leitungen selbstverständlich auch zu Drosseleffekten und somit einer Energiedissipierung führen.
  • Wird ausgehend von dem vorangehend beschriebenen Zustand beispielsweise die Ventilanordnung 98 in die in 1 erkennbare Ventilstellung gebracht, in welcher der Arbeitsraum 92 in Verbindung mit der Zuführeinrichtung 104 ist, wird der Druck- bzw. auch die Menge des zweiten Dämpferfluids im Volumen 88 und insbesondere auch im Arbeitsraum 92 erhöht. Je nach Erhöhung dieser Menge des zweiten Fluids bedeutet dies eine Verschiebung zu einer Kennlinie K2 bzw. bei noch weiterer Mengenerhöhung zu einer Kennlinie K3 in 2. Man erkennt, dass eine Erhöhung der Menge des zweiten Dämpferfluids dazu führt, dass der bei der Kennlinie K1 noch vergleichsweise deutlich vorhandene Knick in einen allmählichen Übergang und einen entsprechend allmählichen Drehmomentenanstieg bei zunehmendem Relativdrehwinkel führt. Dies bedeutet, dass durch Erhöhung der Menge des zweiten Dämpferfluids vor allem bei größeren Drehmomenten die Härte bzw. Steifigkeit der Dämpfung gemindert werden kann, wobei diese Steifigkeit definiert sein kann durch den Gradienten der jeweiligen Kennlinie bei einem Vergleichsdrehmoment. Dieses ist in der 2 beispielsweise bei einem Wert von 700 Nm angenommen und mit der Linie V gekennzeichnet. Man erkennt deutlich, dass der Gradient und mithin die Steifigkeit des jeweiligen Dämpfungssystems mit zunehmender Menge des zweiten Dämpferfluids abnimmt. Diese Beeinflussung der Menge des zweiten Dämpferfluids, erreichbar durch das Bringen der Ventilanordnung 98 in seine verschiedenen möglichen Ventilstellungen, gestattet es also, insbesondere auch bei großen zu übertragenden Drehmomenten eine vergleichsweise starke Entkopplung zwischen der Primärseite und der Sekundärseite vorzugeben bzw. in Abhängigkeit von einem zu übertragenden Drehmoment die gewünschte Steifigkeit einzustellen.
  • Zusätzlich zu dieser Einstellbarkeit wird es durch Umschalten der Ventilanordnung 82 möglich, den Arbeitspunkt auf einer jeweiligen Kennlinie zu verschieben. Eine Druckerhöhung in der Leitung 62 hat die gleiche Wirkung, wie eine Erhöhung des Drehmoments und mithin eine stärkere Kompression des ersten Dämpferfluids in den ersten Arbeitsräumen 20, 22. Auch somit kann also durch Gleichhalten des Drucks im Leitungsstrang 62, durch Erhöhen desselben oder durch Absenken dieses Drucks ein zusätzlicher Einfluss auf das Dämpfungsverhalten genommen werden.
  • Durch Umschalten der Ventilanordnung 60 zwischen ihren beiden Ventilstellungen wird es möglich, ein derartiges Dämpfungsverhalten nicht nur zu nutzen, wenn das Antriebssystem in einem Zugzustand ist, also ein Drehmoment von der Primärseite 12 auf die Sekundärseite 14 geleitet werden soll und mithin das in den ersten Arbeitsräumen 20, 22 enthaltene erste Dämpferfluid komprimiert wird. Wird nämlich die Ventilanordnung 60 in die in 1 nicht dargestellte Ventilstellung gebracht, in welcher die Leitung 53 in Verbindung mit der Leitung 66 und somit dem Reservoir 68 ist, während die Leitung 58 und mit dieser die zweiten Arbeitsräume 24, 26 in Verbindung mit der Leitung 62 und somit dem Ausgleichsraum 64 sind, kann unter Kompression des in den zweiten Arbeitsräumen 24, 26 enthaltenen ersten Dämpferfluids ein Drehmoment von der Sekundärseite 14 auf die Primärseite 12 übertragen werden und somit beispielsweise das Bremsmoment einer im Leerlauf drehenden Brennkraftmaschine zum Abbremsen eines Fahrzeugs genutzt werden. Auch in diesem Zustand kann dann durch Verstellen der Ventile 98 bzw. 82 der gleiche Einfluss auf die Dämpfungscharakteristik genommen werden, wie vorangehend beschrieben, wobei selbstverständlich insbesondere auch in der Veränderung der Menge des zweiten Dämpferfluids in dem Arbeitsraum 92 differenziert werden kann zwischen einem Schubbetrieb und einem Zugbetrieb.
  • Aus der vorangehenden Beschreibung erkennt man, dass mit dem erfindungsgemäßen Aufbau einer Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 eine große Variabilität in der Betriebscharakteristik erlangt werden kann, ohne im Bereich der rotierenden Systembereiche, also im Bereich der Primärseite 12 und im Bereich der Sekundärseite 14, übermäßig viel Bauraum bereitstellen zu müssen. Da das Drehmoment lediglich über das erste Dämpferfluid übertragen wird, kann der gesamte das zweite Dämpferfluid enthaltene Systembereich vollständig außerhalb dieser rotierenden Baugruppen angeordnet werden. Dies verringert nicht nur den erforderlichen Bauraum der Primärseite 12 bzw. Sekundärseite 14, sondern vermeidet gleichzeitig noch Leckageprobleme einer Drehdurchführung für ein gasförmiges zweites Dämpferfluid. Weiterhin ist es nicht erforderlich, die verschie denen Fluidvolumina bereits im Stadium der Konstruktion festzulegen und mithin auch die Dämpfungscharakteristik entsprechend festzulegen. Durch das Herausnehmen des Volumens 88 des zweiten Dämpferfluids und aller diesem zugeordneten Systembereiche, insbesondere der Ventilanordnung 98 und der Zuführeinrichtung 104, aus dem rotierenden Systembereich wird es möglich, diese Baugruppen an beliebiger Position in einem Fahrzeug anzuordnen. Sie müssen insbesondere nicht mehr innerhalb einer Getriebeglocke angeordnet werden, sondern können durch entsprechende Leitungsverbindung angeschlossen werden.
  • Ein weiterer Vorteil des vorangehend beschriebenen Systems ist, dass durch das Bereitstellen der Druckspeicher 80, 112 eine jeweilige Druckerhöhung bzw. Mengenerhöhung möglich wird, ohne dazu spontan die jeweiligen Pumpen bzw. Kompressoren in Betrieb setzen zu müssen bzw. diese permanent arbeiten zu lassen.
  • Die Einstellung der verschiedenen Ventilstellungen zur Beeinflussung der Dämpfungscharakteristik kann selbstverständlich auch unter Berücksichtigung weiterer Größen, wie beispielsweise des in einen Antriebsstrang von einem Antriebsaggregat eingeleiteten Drehmoments, erfolgen, um somit nicht nur die Drehmomentenflussrichtung erkennen zu können und erforderlichenfalls zwischen Schub- und Zugzustand unterscheiden zu können, sondern auch insbesondere im Zugzustand rechtzeitig eine Drehmomentenvariation erkennen zu können und mithin eine Anpassung der Dämpfungscharakteristik an die Größe des zu erwartenden, über die Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 zu übertragenden Drehmoment vornehmen zu können.
  • In 3 ist eine konstruktive Ausführung der wesentlichen Systembereiche der Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 im Längsschnitt, also einem eine Drehachse A enthaltenden Schnitt, dargestellt. Man erkennt die Primärseite 12, die hier ausgebildet ist mit zwei Scheibenteilen 130, 132. Das Scheibenteil 130 ist radial innen durch Schraubbolzen 134 an eine Antriebs welle, also beispielsweise eine Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine, drehfest anzubinden. Das Scheibenteil 132 begrenzt zusammen mit dem Scheibenteil 130 nach radial außen hin und in axialer Richtung die ersten und zweiten Arbeitsräume 20, 22, 24, 26 für das erste Arbeitsfluid. Man erkennt weiterhin die Sekundärseite 14 mit einem ringartigen radial inneren Bereich 136, der die beiden mit einem Winkelabstand von 180° sich davon weg erstreckenden Begrenzungswandungen 36, 38 mit den daran vorgesehenen Dichtungen 42, 43 trägt. Die Arbeitsräume 20, 22, 24 und 26 sind in axialer Richtung fluiddicht abgeschlossen durch zwei Dichtungsringe 138, 140 zwischen dem ringartigen Bereich 136 und den beiden Scheibenteilen 130, 132.
  • Man erkennt weiterhin schematisch angedeutet die Leitungsstränge 46 und 52, die von der Drehdurchführung 44 innerhalb der Sekundärseite 14 zu den ersten Arbeitsräumen 20, 22 bzw. den zweiten Arbeitsräumen 24, 26 des ersten Dämpferfluids führen. Die Drehdurchführung 44 ist, wie in 3 auch erkennbar, mit mehreren die verschiedenen Leitungsstränge voneinander trennenden Dichtungselementen 142, 144, 146 ausgebildet, die zwischen einem achsartigen Fortsatz 148 der Sekundärseite 14 und einem nicht rotierenden Hülsenbauteil 150 wirken. Ferner sind noch weiter axial entfernt liegende Leckagesicherungsdichtungen 152, 154 vorgesehen, welche beidseits der Dichtungen 142, 144, 146 Druckräume begrenzen, die durch eine Leckageleitung 156 in Verbindung mit dem Reservoir 68 sind. Somit kann eine Leckage des ersten Dämpferfluids aus dem Bereich der Drehdurchführung 44 heraus vermieden werden.
  • Der bereits angesprochene achsartige Fortsatz 148 der Sekundärseite 14 kann beispielsweise mit dem Eingangsbereich einer Reibungskupplung 158 verbunden sein, die im Drehmomentenfluss auf die Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 folgt.
  • Man erkennt in 3, dass der die verschiedenen nicht rotierenden Leitungen enthaltende Bereich, in welchem auch die Ventilanordnung 60 aufgenommen ist, so aufgebaut sein kann, dass er die Drehdurchführung 44, also insbesondere auch das hülsenartige Bauteil 150 derselben, vollständig umgibt. Selbstverständlich ist es auch möglich, lediglich an einem Umfangsbereich dieses nicht rotierenden hülsenartigen Bauteils 150 einen Ansatz vorzusehen, der dann die entsprechenden Leitungsbereiche enthält. Weiterhin ist es selbstverständlich, dass, wie in 3 angedeutet, an mehreren Umfangsbereichen oder beispielsweise auch ringartig umlaufend die Druckausgleichszylinderanordnung 90 vorgesehen ist, oder, dass diese ebenfalls nur an einer Umfangsposition vorhanden ist. Die in der 3 offen dargestellten Leitungen 62, 66 und 96 schließen dann selbstverständlich an die in der 1 bereits erkennbaren Leitungen bzw. Ventilanordnungen an.
  • Weiter sei noch erwähnt, dass die Primärseite 12 beispielsweise einen Anlasserzahnkranz 160 tragen kann, über welchen ohne die Zwischenschaltung irgendwelcher Elastizitäten eine Brennkraftmaschine gestartet werden kann.
  • Eine abgewandelte Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäß aufgebauten Torsionsschwingungsdämpferanordnung 10 ist in 4 gezeigt. Hier bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Baugruppen. Im Folgenden wird lediglich auf die zur Ausgestaltungsform der 1 bestehenden Unterschiede eingegangen.
  • Man erkennt bei der in 4 gezeigten Ausgestaltungsform, dass das Volumen 88 des zweiten Dämpferfluids im Wesentlichen nur den Arbeitsraum 92 in der Druckausgleichszylinderanordnung 90 umfasst. Dieser Arbeitsraum 92 ist in seinem Volumen zwar durch die Verschiebung der variablen Trennanordnung 94 veränderbar. Nicht verändert werden kann jedoch bei dieser Ausgestaltungsform die Menge des im Volumen 88 enthaltenen zweiten Dämpferfluids. Dies bedeutet, dass durch die Vorgabe dieser Menge des zweiten Dämpferfluids eine Kennlinie mit vorgegebener Steifigkeit, also vorgegebenem Gradienten, insbesondere im Bereich höherer Drehmomente, ausgewählt wird. Diese Kennlinie kann dann nicht mehr verändert werden. Lediglich der Arbeitspunkt auf der Kennlinie kann durch Veränderung des Drucks des ersten Dämpferfluids beeinflusst werden. Dadurch wird es insbesondere möglich, beispielsweise bei vergleichsweise großen zu übertragenden Drehmomenten eine Rückstellung der Primärseite 12 bezüglich der Sekundärseite 14 in einen Relativdrehwinkelbereich zu erlangen, der dem in der 4 und selbstverständlich in der 1 dargestellten bzw. unbelasteten Zustand entspricht, so dass auch in dieser Phase vergleichsweise starke Drehmomentschwankungen, die zu entsprechend starken Auslenkungen der Primärseite 12 bezüglich der Sekundärseite 14 führen, in geeigneter Weise abgefangen werden können.
  • Trotz der Tatsache, dass bei der in 4 gezeigten Ausgestaltungsform die Menge des zweiten Dämpferfluids nicht veränderbar ist, wird es auf Grund des Umstands, dass keine elementare Bauraumbeschränkung für das Volumen 88 besteht, möglich, beispielsweise eine der Kennlinie K3 in 2 entsprechende Kennlinie einzustellen, nämlich dadurch, dass das Volumen 88 entsprechend groß gewählt wird. Dies verbindet den Vorteil einer vergleichsweise weniger steifen Kennlinie des Dämpfersystems mit einer deutlich vereinfachten konstruktiven Ausführung, da auf die in 1 erkennbare Ventilanordnung 98 sowie die Zuführeinrichtung 104 vollständig verzichtet werden kann.
  • Eine weitere abgewandelte Ausgestaltungsform ist in 5 gezeigt. Auch hier bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile.
  • Man erkennt bei der in 5 gezeigten Ausgestaltungsform, dass die Ventilanordnung 60 der Ausgestaltungsformen der 1 und 4 hier nicht vorhanden ist. Dies bedeutet, dass die Drehdurchführung 44 lediglich eine Verbindung zwischen dem Leitungsstrang 46 und der Leitung 53, also der Druckausgleichszylinderanordnung 90 und den zu den ersten Arbeitsräumen 20 und 22 führenden Leitungen 48 und 50, herstellen muss. Dies ermöglicht eine deutlich einfachere und kompaktere Ausgestaltung der Drehdurchführung 44. Die zweiten Arbeitsräume 24, 26 dienen in dieser Ausgestaltungs variante lediglich als Ausgleichsvolumina, um bei Relativdrehung zwischen der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 eine entsprechende Verringerung bzw. Vergrößerung der Volumina der ersten Arbeitsräume 20, 22 zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass der Leitungsstrang 52 mit den Leitungen 54 und 56, ebenso wie die zweiten Arbeitsräume 24 und 26 kein erstes Dämpferfluid, sondern beispielsweise Luft enthalten und über eine Ausgleichsöffnung 150 zur Umgebung hin offen sind. Dies hat zur Folge, dass bei dieser Ausgestaltungsform die Dämpfungswirkung, welche primär durch die Kompressibilität des zweiten Dämpferfluids in dem Arbeitsraum 92 erzeugt wird, nur dann erhaltbar ist, wenn die ersten Arbeisträume 20, 22 auf Druck belastetet werden, also beispielsweise ein Antriebssystem im Zugzustand ist. Eine Variation der Dämpfungscharakteristik kann beispielsweise durch Verändern des Drucks des ersten Dämpferfluids vermittels der Verstellung der Ventilanordnung 82 erlangt werden.
  • Es sei darauf hingewiesen, dass selbstverständlich auch eine Ausgestaltungsform möglich ist, bei welcher, so wie in 1 erkennbar, keine Ventilanordnung 60 vorhanden ist und somit die Drehdurchführung 44 nur zu den ersten Arbeitsräumen 20, 22 führt, und bei welcher weiterhin, so wie in 4 erkennbar, die Druckausgleichszylinderanordnung 90 bzw. der Arbeitsraum 92 nicht an eine Ventilanordnung 98 angeschlossen ist.
  • Es sei darauf hingewiesen, dass die in 3 gezeigte konstruktive Ausführung für alle in den 1, 4 und 5 gezeigten Ausgestaltungsvarianten einsetzbar ist. Bei der in 4 gezeigten Variante müsste lediglich der Arbeitsraum 92, also die von diesem weg führende Leitung 96, dicht abgeschlossen werden. Bei der in 5 gezeigten Variante würde der außerhalb der Drehdurchführung 44 angeordnete Teil lediglich die Leitung 53 bzw. damit fest verbunden die Leitung 62 enthalten, nicht mehr jedoch die Leitung 58 und die Leitung 66.

Claims (22)

  1. Torsionsschwingungsdämpferanordnung, insbesondere für den Antriebsstrang eines Fahrzeugs, umfassend eine Primärseite (12) und eine über eine Dämpferfluidanordnung (16) mit der Primärseite (12) zur Drehung um eine Drehachse (A) und zur Relativdrehung bezüglich einander gekoppelte Sekundärseite (14), wobei die Dämpferfluidanordnung (16) ein ein Drehmoment zwischen der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14) übertragendes erstes Dämpferfluid mit geringerer Kompressibilität umfasst und ein bei Druckerhöhung des ersten Fluids belastetes zweites Dämpferfluid mit höherer Kompressibilität umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass ein das zweite Dämpferfluid enthaltendes Volumen (88) außerhalb der Primärseite (12) und außerhalb der Sekundärseite (14) angeordnet ist und nicht mit der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14) um die Drehachse (A) rotiert.
  2. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehdurchführung (44) für das erste Dämpferfluid vorgesehen ist, wobei über die Drehdurchführung (44) ein im Bereich der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14) gebildetes Arbeitsvolumen (18) des ersten Dämpferfluids in Verbindung bringbar ist mit einem durch Kompression/Dekompression des zweiten Dämpferfluids in seinem Volumen veränderbaren Ausgleichsraum (64) für das erste Dämpferfluid.
  3. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckausgleichszylinderanordnung (96) vorgesehen ist, die den Ausgleichsraum (64) für das erste Dämpferfluid und einen Arbeitsraum (92) für das zweite Dämpferfluid bereitstellt, wobei der Ausgleichsraum (64) und der Arbeitsraum (92) durch eine variable Trennanordnung (94) im Wesentlichen fluiddicht voneinander getrennt sind.
  4. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die variable Trennanordnung (94) einen Trennkolben oder eine Trennmembran umfasst.
  5. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Volumen (88) des zweiten Dämpferfluids enthaltene Menge des zweiten Dämpferfluids variierbar ist.
  6. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Volumen (88) des zweiten Dämpferfluids eine Zuführeinrichtung (104) zum Erhöhen der Menge des zweiten Dämpferfluids zugeordnet ist.
  7. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (104) einen Kompressor (106) vorzugsweise mit Druckspeicher (112) umfasst.
  8. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Volumen (88) des zweiten Dämpferfluids eine Abgabeeinrichtung (98) zum Verringern der Menge des zweiten Dämpferfluids zugeordnet ist.
  9. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtung (98) eine erste Ventilanordnung (98) umfasst.
  10. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 6 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch die erste Ventilanordnung (98) das Volumen des zweiten Dämpferfluids wahlweise absperrbar ist, in Verbindung mit der Zuführeinrichtung (104) für zweites Dämpferfluid bringbar ist oder in Verbindung mit einer Abgabeöffnung (102) bringbar ist.
  11. Torsionsschwingungsdämpferanordnung einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuführ/Abgabeanordnung (70) für erstes Dämpferfluid zum Verändern des Drucks des ersten Dämpferfluids vorgesehen ist.
  12. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 2 und Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ/Abgabeanordnung (70) eine zweite Ventilanordnung (82) umfasst, durch welche das Arbeitsvolumen (18) des ersten Dämpferfluids über die Drehdurchführung (44) wahlweise absperrbar ist, in Verbindung mit einer Zuführeinrichtung (72, 80) für erstes Dämpferfluid bringbar ist oder in Verbindung mit einem im Wesentlichen drucklosen Speicher (68) für erstes Dämpferfluid bringbar ist.
  13. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (72, 80) für erstes Fluid eine Pumpe (72) vorzugsweise mit Druckspeicher (80) umfasst.
  14. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 13, sofern auf Anspruch 2 rückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsvolumen (18) des ersten Dämpferfluids wenigstens einen durch die Primärseite (12) und die Sekundärseite (14) begrenzten ersten Arbeitsraum (20, 22) für das erste Dämpferfluid umfasst, wobei das Volumen des wenigstens einen ersten Arbeitsraums (20, 22) bei Relativdrehung der Primärseite (12) bezüglich der Sekundärseite (14) in einer ersten Relativdrehrichtung abnimmt und bei Relativdrehung in einer zweiten Relativdrehrichtung zunimmt.
  15. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsvolumen (18) des ersten Dämpferfluids in Zuordnung zu jedem ersten Arbeitsraum (20, 22) einen zweiten Arbeitsraum (24, 26) umfasst, dessen Volumen bei Relativdrehung in der ersten Relativdrehrichtung zunimmt und bei Relativdrehung in der zweiten Relativdrehrichtung abnimmt.
  16. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine erste Arbeitsraum (20, 22) über die Drehdurchführung (44) in Verbindung mit dem Ausgleichsraum (64) ist.
  17. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum (20, 22) zugeordnete zweite Arbeitsraum (24, 26) über eine Druckentlastungsöffnungsanordnung (150) im Wesentlichen drucklos gehalten ist.
  18. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum (20, 22) zugeordnete zweite Arbeitsraum (24, 26) kein erstes Dämpferfluid enthält.
  19. Torsionsschwingungsdämpferanordnung Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Ventilanordnung (60) vorgesehen ist, über welche in einer ersten Ventilstellung der wenigstens eine erste Arbeitsraum (20, 22) in Verbindung mit dem Ausgleichsraum (64) bringbar ist und der dem wenigstens einen ersten Arbeitsraum (20, 22) zugeordnete zweite Arbeitsraum (24, 26) in Verbindung mit einem im Wesentlichen drucklosen Speicher (68) für erstes Dämpferfluid bringbar ist, und in einer zweiten Ventilstellung der wenigstens eine erste Arbeitsraum (20, 22) in Verbindung mit dem im Wesentlichen drucklosen Speicher (68) für erstes Dämpferfluid bringbar ist und der diesem zugeordnete zweite Arbeitsraum (24, 26) in Verbindung mit dem Ausgleichsraum (64) bringbar ist.
  20. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lastrichtungserfassungsanordnung (122) vorgesehen ist zur Erfassung der Belastungsrichtung der Primärseite (12) und der Sekundärseite (14), und dass die dritte Ventilanordnung (60) in Abhängigkeit von der Belastungsrichtung in ihre erste Ventilstellung oder in ihre zweite Ventilstellung bringbar ist.
  21. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die Lastrichtungserfassungsvorrichtung (122) eine Belastungsdrehung in einer ersten Belastungsrichtung erfasst, die dritte Ventilanordnung (60) in ihrer ersten Ventilstellung ist oder in diese gebracht wird, und dann, wenn eine Belastung in einer zweiten Belastungsrichtung erfasst wird, die dritte Ventilanordnung (60) in ihrer zweiten Ventilstellung ist oder in diese gebracht wird, wobei bei Belastung in der ersten Belastungsrichtung ein Drehmoment von der Primärseite (12) auf die Sekundärseite (14) zu übertragen ist und bei Belastung in der zweiten Belastungsrichtung ein Drehmoment von der Sekundärseite (14) auf die Primärseite (12) zu übertragen ist.
  22. Torsionsschwingungsdämpferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dämpferfluid eine Flüssigkeit ist und das zweite Dämpferfluid ein Gas ist.
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