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DE102006059564B4 - Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von Pressgutmatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von Pressgutmatten Download PDF

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DE102006059564B4
DE102006059564B4 DE102006059564A DE102006059564A DE102006059564B4 DE 102006059564 B4 DE102006059564 B4 DE 102006059564B4 DE 102006059564 A DE102006059564 A DE 102006059564A DE 102006059564 A DE102006059564 A DE 102006059564A DE 102006059564 B4 DE102006059564 B4 DE 102006059564B4
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Klaus Dipl.-Ing. Schürmann
Lothar Dipl.-Ing. Sebastian
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Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau GmbH and Co KG
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Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau GmbH and Co KG
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    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Abstract

Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen Presse,
wobei die kontinuierliche Presse obere und untere Heizplatten, einlaufseitig vorkragende obere und untere Einlaufplatten unter Bildung eines Einlaufmauls mit einem Einlaufspalt sowie im Pressenoberteil und Pressenunterteil endlos umlaufende Stahlpressbänder aufweist, welche unter Zwischenschaltung von Rollstäben an den Einlaufplatten und den Heizplatten abgestützt sind,
wobei die Höhe h0 des Einlaufspaltes sowie ggf. die Einlaufkontur des Einlaufmauls eingestellt werden,
und wobei eine in einer der Presse vorgeordneten Streustation erzeugte und gegebenenfalls vorbehandelte Pressgutmatte in die kontinuierliche Presse eingeführt und verpresst wird,
wobei die Pressgutmatte in der Streustation unter Berücksichtigung eines Soll-Flächengewichtes (Fsoll) mit einem Ist-Flächengewicht (Fist) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass das Ist-Flächengewicht (Fist) vor dem Einlaufmaul kontinuierlich gemessen wird und dass die Einlaufspalthöhe (h0) in Abhängigkeit von diesen gemessenen Werten eingestellt oder geregelt wird,
oder
dass die Einlaufspalthöhe...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen Presse, wobei die kontinuierliche Presse obere und untere Heizplatten, einlaufseitig vorkragende obere und untere Einlaufplatten unter Bildung eines Einlaufmauls mit Einlaufspalt sowie im Pressenoberteil und Pressenunterteil endlos umlaufende Stahlpressbänder aufweist, welche unter Zwischenschaltung von Rollstäben an den Einlaufplatten und den Heizplatten abgestützt sind, wobei die Einlaufspalthöhe des Einlaufspaltes sowie ggf. die Einlaufkontur der Einlaufplatten eingestellt werden und wobei eine in einer der Presse vorgeordneten Streustation erzeugte und gegebenenfalls vorbehandelte Pressgutmatte mit einer bestimmten Mattenhöhe und einer bestimmten Mattendichte bzw. bestimmtem Flächengewicht in die kontinuierliche Presse eingeführt und verpresst wird, wobei die Pressgutmatte in der Streustation unter Berücksichtigung eines Soll-Flächengewichts mit einem Ist-Flächengewicht erzeugt wird. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Pressgutmatte im Einlaufmaul in einer den Einlaufplatten vorgeordneten Vorkompressionszone bis auf eine Einlaufspalthöhe h0 vorkomprimiert und anschließend im Bereich der Einlaufplatten und schließlich der Heizplatten verpresst wird. Einlaufspalthöhe meint im Rahmen der Erfindung die Höhe des Pressspaltes bzw. des Einlaufspaltes im Bereich der Vorderkante der oberen und/oder unteren Einlaufplatte oder im Bereich der Achse oder Welle des oberen und/oder unteren Einführungsrades für die Rollstangen. – Holzwerkstoffplatten meint im Rahmen der Erfindung insbesondere Faserplatten, (z. B. MDF-Platten), Spanplatten oder auch OSB-Platten (Oriented Strand Board). Die Einlaufplatten sind vorzugsweise als beheizbare Einlaufheizplatten ausgebildet. Ferner handelt es sich vorzugsweise um hochbiegeelastische Einlaufplatten, wobei die obere Einlaufplatte und/oder die untere Einlaufplatte zur Einstellung der Einlaufkontur mittels einer Mehrzahl von Zylinderkolbenanordnungen beaufschlagt ist.
  • Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten in kontinuierlichen Pressen sind in unterschiedlichsten Ausführungsformen bekannt. Stets besteht das Bedürfnis, Holzwerkstoffplatten mit einwandfreier Qualität möglichst wirtschaftlich zu fertigen. Aus diesem Grund wird bei einem bekannten Verfahren bzw. einer bekannten Presse der eingangs beschriebenen Art die Pressgutmatte bereits vor den Einlaufplatten in einer Vorkompressionszone vorkomprimiert, so dass die beheizten Einlaufplatten dann über ihre gesamte Plattenlänge für den Temperatur-Druckaufbau in den Pressgutmatten zur Verfügung stehen, da bereits in der Vorkompressionszone überschüssige Luft ausgeblasen wird. Die Vorkompressionszone wird dabei von einem Bereich der Stahlpressbänder gebildet, welche an den Einlaufplatten vorgeordneten Laufrollen bzw. Bandunterstützungsrollen abgestützt sind, die hier die Funktion von Pressrollen übernehmen können (vgl. DE 102 14 322 A1 ). Die insoweit bekannten Maßnahmen haben sich grundsätzlich bewährt.
  • Um eine Beschädigung der Presse während des Betriebes zu vermeiden, muss gewährleistet sein, dass sich im Bereich einer eventuellen Vorkompression die Verdichtung in Grenzen hält. Aus diesem Grunde ist in der Praxis darauf geachtet worden, dass die Einlaufspalthöhe einen bestimmten Minimalwert nicht unterschreitet, wobei dieser Minimalwert unter Berücksichtigung der Mattenhöhe der einlaufenden Streugutmatte (z. B. 75% der Mattenhöhe) vorgewählt wurde.
  • Außerdem kennt man eine Anlage zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten, bei welcher die obere beheizbare Einlaufplatte unter Bildung von Gelenken in Plattenabschnitte unterteilt ist, so dass die Einlaufkontur des Einlaufmauls in den Gelenkbereichen Knickstellen aufweist. Dem Einlaufsystem ist ein Wegmesssystem vorgeschaltet, welches die Span-/Fasermattenhöhe mit einem Wegsensor misst und an einen Rechner weitergibt. Der Messwert ist die Stellgröße für die hydraulischen Stellglieder für die oberen Einlaufplattenabschnitte (vgl. DE 43 01 594 A1 ).
  • Die DE 198 29 741 C1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen Presse mit einem Einlaufmaul mit hochbiegeelastischen Einlaufplatten, wobei die Einlaufkontur in Abhängigkeit von zumindest den jeweiligen Pressguteigenschaften, der jeweiligen Mattenhöhe, der jeweiligen Streudichte (des Pressgutes), ggf. einer Vorpresseinstellung und der jeweils zu erzeugenden Plattenstärke vorgewählt und mittels zumindest einer Verformung der oberen und/oder unteren Einlaufplatte erfassender und an die Steuer-/Regeleinrichtung angeschlossener Platten-Verformungsmesseinrichtung gesteuert oder geregelt oder überwacht wird.
  • Schließlich kennt man eine Sicherheitseinrichtung für kontinuierlich arbeitende Pressen mit mehreren Druckerfassungselementen, welche mittels eines Alarmsignals eine Sicherheitsschaltung auslösen, wenn Dichtefehler oder Inhomogenitäten in der Pressgutmatte auftreten. Die jeweils in einem kurzen Abschnitt der Pressenbreite vorgesehenen Druckerfassungselemente sind als Druck- oder Kraftaufnehmer ausgebildet, welche die partiellen Gegendruckkräfte der Pressgutmatte in Messsignale auflösen und einem Auswertprogramm Werte zuführen (vgl. DE 1 428 652 A2 ).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten in einer kontinuierlichen Presse der eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden, dass bereits im Einlaufmaul mit hohen Verdichtungen gearbeitet werden kann, ohne dass Beschädigungen oder Störungen zu befürchten sind.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen Presse,
    dass das Ist-Flächengewicht vor dem Einlaufmaul kontinuierlich gemessen wird und dass die Einlaufspalthöhe in Abhängigkeit von diesen gemessenen Werten eingestellt oder geregelt wird,
    oder
    dass die Einlaufspalthöhe mit der Maßgabe eingestellt oder gesteuert wird, dass sich die Einlaufspalthöhe aus dem Quotienten aus einerseits dem Soll-Flächengewicht und andererseits der maximal zulässigen Mattendichte im Bereich des Einlaufspaltes ergibt.
  • Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass es zweckmäßig ist, wenn die Einlaufspalthöhe, z. B. im Bereich der Einführwellen, nicht mehr in Abhängigkeit von der Mattenhöhe der gestreuten Matte, sondern in Abhängigkeit von der Dichte bzw. dem Flächengewicht der Matte eingestellt wird. Es wird folglich eine "dichtegeführte" Fahrweise vorgeschlagen. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, die beschriebene Einstellung bzw. Regelung auf der Grundlage der tatsächlich eingestellten Flächengewichte durchzuführen. Denn im Zuge des Streuens der Streugutmatte wird von dem Bedienpersonal üblicherweise bei vorgegebener Formstraßengeschwindigkeit ein Sollwert für das Flächengewicht eingegeben, wobei das tatsächliche Flächengewicht genutzt wird, um die Streumaschine zu regeln bzw. zu steuern. Die erfindungsgemäße Einstellung der gewünschten Einstellhöhe h0 kann dann auf der Basis dieses vorgegebenen Sollwertes des Flächengewichtes der Streugutmatte erfolgen, da dieser Sollwert als reiner Vorgabewert zumindest über einen gewissen Zeitraum konstant ist. Sollgewicht bzw. Sollflächengewicht meint im Rahmen der Erfindung insbesondere das so genannte "geschobene" Sollflächengewicht, wobei der Zusatz "geschoben" deutlich macht, dass z. B. die Bandwaage zur Bestimmung des Soll-Flächengewichtes dem Einlaufspalt mit vorgegebenem Abstand vorgeordnet ist. Es wird also bei der Überprüfung bzw. Einstellung die Zeitverzögerung zwischen dem Zeitpunkt der Einstellung des Sollgewichtes und dem Zeitpunkt berücksichtigt, zu dem der betreffende Mattenabschnitt in den Einlaufspalt einläuft. Die Einstellung auf der Grundlage des Sollwertes hat den Vorteil, dass nicht auf jede Gewichtsschwankung reagiert werden muss.
  • Die Erfindung umfasst jedoch in abgewandelter Ausführungsform auch solche Verfahrensvarianten, bei welchen die Einlaufspalthöhe in Abhängigkeit von dem tatsächlich eingestellten Ist-Flächengewicht überprüft, eingestellt und/oder geregelt wird. Dazu schlägt die Erfindung vor, dass die Dichte und/oder das Flächengewicht der Matte (unmittelbar) vor dem Einlaufmaul gemessen wird. Vorzugsweise wird das Flächengewicht der Matte (unmittelbar) vor dem Einlaufmaul kontinuierlich gemessen und die Einlaufspalthöhe wird dann in Abhängigkeit von diesen gemessenen Werten (kontinuierlich) geregelt. Unmittelbar vor dem Einlaufmaul meint im Rahmen der Erfindung einen Bereich vor dem Einlaufmaul, welchem keine weitere Bearbeitung der Matte und insbesondere keine weitere Kompression mehr folgt, bevor diese dann ins Einlaufmaul der Presse einläuft.
  • Die Erfindung schlägt folglich eine "dichtegeführte Fahrweise" vor, d. h. die Einlaufspalthöhe, bzw. deren zulässiger Minimalwert, wird nicht mehr (ausschließlich) unter Berücksichtigung der Mattenhöhe der einlaufenden Pressgutmatte überprüft und ggf. eingestellt, sondern es erfolgt eine Einstellung unter Berücksichtigung des Soll- oder Ist-Flächengewichts der einlaufenden Pressgutmatte. Dabei geht die Erfindung zunächst einmal von der Erkenntnis aus, dass sich der Pressvorgang sehr effektiv führen lässt, wenn bereits im Einlaufmaul und ggf. sogar im Bereich einer Vorkompressionszone vor den Einlaufplatten eine starke Kompression erfolgt. Werden nun beispielsweise Streugutmatten mit verhältnismäßig geringer Dichte verpresst, so kann – da die Einlaufspalthöhe nun in Abhängigkeit von der Dichte eingestellt wird – im Rahmen der Erfindung eine verhältnismäßig starke Vorkompression erfolgen, welche bei lediglich einer Auswertung der Mattenhöhe bisher unterbunden worden wäre. Stets kann eine einwandfreie Anpassung der Einlaufspalthöhe an die Eigenschaften der Pressgutmatte erfolgen, wobei die Erfindung insgesamt von der Erkenntnis ausgeht, dass unter Berücksichtigung der Dichte bzw. des Flächengewichts eine exaktere Anpassung der Einlaufspalthöhe möglich wird. Sollten demgegenüber Pressgutmatten mit verhältnismäßig hoher Dichte und geringer Mattenhöhe verpresst werden, die beispielsweise in einer starken (separaten) Vorpresse vorbehandelt wurden, so besteht dann im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die Einlaufspalthöhe so gewählt wird, dass auf eine weitere Vorkompression in der Vorkompressionszone vollständig verzichtet wird. Das erfindungsgemäße Verfahren funktioniert folglich unabhängig davon, ob mit nicht vorgepressten oder nur wenig vorgepressten Matten oder mit stark vorgepressten Pressgutmatten gearbeitet wird.
  • Im Rahmen der Erfindung besteht zunächst einmal die Möglichkeit, dass "lediglich" eine Überprüfung stattfindet, ob die eingestellte Einlaufhöhe unter Berücksichtigung des ermittelten Flächengewichtes zulässig ist oder nicht. Dabei kann der kontinuierlichen Presse in an sich bekannter Weise eine steuerbare Fehlschüttungseinrichtung vorgeordnet sein. Erfindungsgemäß wird diese Fehlschüttungseinrichtung mit Abhängigkeit von der Mattendichte und/oder des Flächengewichtes und/oder der Einlaufspalthöhe gesteuert. Eine solche Fehlschüttungseinrichtung besteht üblicherweise aus einem unterhalb des Mattentransportes angeordneten Fehlschüttungstrichter und einem darüber angeordneten verstellbaren Bandabschnitt, so dass die erzeugte Streugutmatte bei "geöffnetem" Trichter in den Trichter abgeworfen wird und lediglich bei "geschlossenem" Trichter der Presse zugeführt wird. Wird mit dem Streubetrieb begonnen, so besteht dann im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass die Fehlschüttungseinrichtung erst geschlossen wird, wenn die eingestellte Einlaufspalthöhe in der vorgegebenen Weise mit der Dichte bzw. dem Flächengewicht korrespondiert. Nach bevorzugter Weiterbildung erfolgt nicht nur eine einfache Überprüfung, sondern eine Steuerung der Einlaufspalthöhe, d. h. die Einlaufspalthöhe wird unter Berücksichtigung des (ermittelten) Flächengewichtes eingestellt, und zwar ggf. mehrfach bzw. quasi kontinuierlich oder in vorgegebenen Zeitabständen oder kontinuierlich. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass eine "echte" Regelung der Einlaufspalthöhe in Abhängigkeit von der Mattendichte bzw. dem Flächengewicht erfolgt. Dazu ist es dann zweckmäßig, dass die Einlaufspalthöhe mit einer geeigneten Messvorrichtung ermittelt und in den Regelprozess eingespeist wird.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist dann vorgesehen, dass die Einlaufspalthöhe bei einem Soll- oder Ist-Flächengewicht mit der Maßgabe eingestellt bzw. geregelt wird, dass die Nenn-Dichte ρ0 der Matte im Bereich des Einlaufspaltes einen maximal vorgegebenen Grenzwert ρmax nicht überschreitet.
  • Bei der Überprüfung bzw. Einstellung oder Regelung ist – wie erläutert – nicht die Berücksichtigung der tatsächlich ermittelten Dichte erforderlich. Wird z. B. mittels einer Bandwaage das Flächengewicht (in kg/m2) sowie mit einer Höhenmessvorrichtung die Mattenhöhe ermittelt werden, so kann aus diesen Daten die Dichte bestimmt werden kann. Erfindungsgemäß kann jedoch auf eine Höhenmessung zu diesem Zweck verzichtet werden, so dass die Einlaufspalthöhe lediglich in Abhängigkeit von dem Soll- oder Ist-Flächengewicht (in kg/m2) eingestellt bzw. geregelt wird. Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass im Bereich des Einlaufspaltes eine bestimmte Maximaldichte nicht überschritten werden darf. Aus dem Quotienten des Flächengewichtes einerseits und der Einlaufspalthöhe andererseits ergibt sich direkt die damit erzeugte Dichte der Matte im Bereich des Einlaufspaltes. Mit anderen Worten ergibt sich die Einlaufspalthöhe aus dem Quotienten aus einerseits (Soll-)Flächengewicht und andererseits maximaler Mattendichte ρmax. Damit kann auf eine echte Dichtemessung der Matte vor dem Einlauf in die Presse verzichtet werden. Im Betrieb wird folglich die Einlaufspalthöhe bei einem bestimmten Soll-Flächengewicht unter Berücksichtigung der in eine Steuerung eingegebenen maximalen Nenndichte automatisch eingestellt. Wird das Soll-Flächengewicht geändert, so erfolgt eine automatische Anpassung der Einlaufspalthöhe.
  • Dabei schlägt die Erfindung vor, dass im Zuge der Herstellung von OSB-Platten die maximal zulässige Mattendichte im Bereich des Einlaufspaltes 100 bis 200 kg/m3, vorzugsweise 150 bis 200 kg/m3, z. B. etwa 160 kg/m3 beträgt. Es wird folglich ein gewünschter Wert für die Mattendichte im Bereich des Einlaufspaltes vorgegeben und dann unter Berücksichtigung des jeweiligen Flächengewichtes (z. B. Soll-Flächengewichtes) die Einlaufspalthöhe eingestellt.
  • Im Zuge der Herstellung von MDF-Platten beträgt die maximale Mattendichte im Bereich des Einlaufspaltes z. B. 100 bis 200 kg/m3, vorzugsweise 150 bis 200 kg/m3, z. B. 190 kg/m3.
  • Im Zuge der Herstellung von Spanplatten beträgt die maximale Mattendichte im Bereich des Einlaufspaltes vorzugsweise 200 bis 350 kg/m3, z. B. 250 bis 300 kg/m3.
  • Ergänzend besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, die Einlaufkontur der oberen und/oder unteren Einlaufplatte in Abhängigkeit von dem Flächengewicht der Matte einzustellen und/oder zu regeln. Das bedeutet, dass die vorgeordnete Dichtemessung bzw. Messung des Flächengewichts nicht nur die Einstellung der Einlaufspalthöhe, sondern auch die Einstellung der Verformung der Einlaufplatten beeinflussen kann. Ferner besteht die Möglichkeit, die Einlaufspalthöhe und/oder die Einlaufkontur in Abhängigkeit von der Dichte und der Dicke der fertig gepressten Holzwerkstoffplatte einzustellen und/oder zu regeln.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich bevorzugt ausführen mit einer Vorrichtung zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten. Diese Vorrichtung weist eine kontinuierliche Presse mit Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpressbändern und mit einem Einlaufmaul auf, wobei im Pressenunterteil und im Pressenoberteil jeweils eine beheizbare Pressplatte bzw. Heizplatte angeordnet ist und sich an die Heizplatten einlaufseitig vorkragende beheizbare Einlaufplatten unter Bildung des Einlaufmauls anschließen und wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten und Einlaufplatten unter Zwischenschaltung von Rollstäben abgestützt sind. Im Einlaufmaul kann den Einlaufplatten evtl. eine Vorkompressionszone vorgeordnet sein, in welcher die Matte gegebenenfalls auf die Einlaufspalthöhe vorkomprimierbar ist. Ferner ist eine Vorrichtung zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls sowie der Einlaufspalthöhe vorgesehen. Bei einer solchen Vorrichtung schlägt die Erfindung vor, dass der kontinuierlichen Presse zumindest eine Matten-Messvorrichtung zur Bestimmung des Flächengewichtes der Streugutmatte vorgeordnet ist. Außerdem kann eine Einlaufspalt-Messvorrichtung zur Bestimmung der Höhe des Einlaufspaltes vorgesehen sein. Vorzugsweise dient die Matten-Messvorrichtung lediglich der Bestimmung des Flächengewichts, so dass eine Bandwaage ohne weitere Höhenmessvorrichtungen ausreicht.
  • Nach besonders bevorzugter Ausführungsform ist ferner eine Steuer/Regeleinrichtung vorgesehen, welche mit der Matten-Messvorrichtung und/oder mit der Einlaufspalt-Messvorrichtung und mit der Vorrichtung zur Einstellung der Einlaufspalthöhe und gegebenenfalls der Vorrichtung zur Einstellung der Einlaufkontur verbunden ist.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten mit einer kontinuierlichen Presse,
  • 2 einen Ausschnitt aus der Vorrichtung nach 1 und
  • 3 eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach 1.
  • In 1 ist ausschnittsweise eine Vorrichtung zum Verpressen von Pressgutmatten zu Holzwerkstoffplatten dargestellt. Kern einer solchen Anlage ist eine kontinuierliche Presse 1. Diese weist in ihrem grundsätzlichen Aufbau ein Pressenunterteil 2 und ein Pressenoberteil 3, im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos umlaufende Stahlpressbänder 4, 5 und ein Einlaufmaul 6 auf, wobei im Pressenunterteil 2 und im Pressenoberteil 3 jeweils eine beheizbare Pressplatte bzw. Heizplatte 7, 8 angeordnet ist und sich an die Heizplatten 7, 8 einlaufseitig vorkragende beheizbare Einlaufplatten 9, 10 unter Bildung des Einlaufmauls 6 anschließen. Die Stahlpressbänder 4, 5 sind an den Pressplatten 7, 8 und Einlaufplatten 9, 10 unter Zwischenschaltung von Rollstäben 11 abgestützt. Im Bereich des Einlaufmauls 6 sind die Rollstangen 11 über Rollstangeneinführungsräder 12, 13 geführt. Ferner ist eine Vorrichtung 14 zur Einstellung des Einlaufmauls bzw. zur Einstellung der Einlaufspalthöhe h0 vorgesehen. Außerdem ist eine Vorrichtung 15 zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls 6 bzw. zur Einstellung der Einlaufkontur der Einlaufplatten 9, 10 vorgesehen. Diese Vorrichtung 15 zur Einstellung der Einlaufkontur weist eine Vielzahl in vorgegebener Verteilung an die Einlaufplatten angeschlossener Zylinderkolbenanordnungen 16 auf, welche vorzugsweise als doppelt wirkende Differenzialzylinderkolbenanordnungen ausgebildet sind, mit denen sich sowohl Zugkräfte als auch Druckkräfte auf die hochbiegeelastischen Einlaufplatten 9, 10 übertragen lassen.
  • Einlaufspalthöhe h0 meint im Rahmen der Erfindung entweder die Einlaufspalthöhe im Bereich der Vorderkante der oberen und/oder unteren Einlaufplatte 9, 10 oder (bevorzugt) die Einlaufspalthöhe im Bereich der Achsen A der oberen und/oder unteren Einführungszahnräder 12, 13 für die Rollstangen 11. In der Praxis liegen diese beiden Punkte sehr dicht beieinander.
  • In den Figuren ist ferner angedeutet, dass den Einlaufplatten 9, 10 im Einlaufmaul 6 eine Vorkompressionszone V vorgeordnet sein kann, in welcher die Pressgutmatte M von ihrer Ausgangsmattenhöhe hM auf das Maß der Einlaufspalthöhe h0 vorkomprimiert wird. Diese Vorkompressionszone V wird im Ausführungsbeispiel von einem Bereich der Stahlpressbänder 4, 5 gebildet, welche im Bereich des Einlaufmauls 6 von Laufrollen bzw. Bandunterstützungsrollen 17 abgestützt werden. Bestandteil einer Anlage zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten ist üblicherweise eine oder mehrere Streustationen zur Erzeugung der Streugutmatte. Eine solche Streugutmatte kann dann vorbehandelt, z. B. in einer Vorpresse vorkomprimiert werden. Diese Komponenten sind in den Figuren nicht dargestellt.
  • Gemäß 1 und 2 ist nun der kontinuierlichen Presse 1 eine Matten-Messvorrichtung 18 zur Bestimmung des Flächengewichtes FM der Streugutmatte M vorgeordnet. Flächengewicht FM der Streugutmatte M meint hier das Flächengewicht der Streugutmatte unmittelbar vor Eintritt in die kontinuierliche Presse 1, d. h. das Flächengewicht einer gestreuten und gegebenenfalls in einer (nicht dargestellten) Vorpresse vorgepressten Streugutmatte. Im Ausführungsbeispiel ist die Messvorrichtung 18 als Bandwaage ausgebildet. Ferner ist in den Figuren eine Steuer- bzw. Regeleinrichtung 19 angedeutet, welche einerseits mit den beschriebenen Messvorrichtungen 18 und andererseits mit der Vorrichtung 14 zur Einstellung der Einlaufspalthöhe h0 und gegebenenfalls mit der Vorrichtung 15 zur Einstellung der Einlaufkontur des Einlaufmauls verbunden ist. Diese Steuer/Regeleinrichtung kann als Rechner ausgebildet sein.
  • Im Übrigen weist die erfindungsgemäße Vorrichtung üblicherweise eine nicht dargestellte Fehlschüttungseinrichtung auf, welche einen unterhalb des Bandlaufes angeordneten Fehlschüttungstrichter oder dergleichen aufweist, welcher zum Abwerfen der Matte geöffnet und für einen Transport der Matte in Richtung der Presse geschlossen werden kann. Dann besteht die Möglichkeit, dass diese steuerbare Fehlschüttungseinrichtung ebenfalls mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung 19 verbunden ist.
  • Mit Hilfe der Bandwaage 18 lässt sich, z. B. bei zunächst geöffneter Fehlschüttungseinrichtung das Flächengewicht FM der Streugutmatte im Zuge des Anlaufens der Anlage bestimmen. Es besteht nun die Möglichkeit, die Einlaufspalthöhe h0 unter Berücksichtigung dieses ermittelten Flächengewichtes derart einzustellen, dass die Dichte ρ0 der Matte im Bereich des Einlaufspaltes einen bestimmten Grenzwert von z. B. 150 kg/m3 nicht überschreitet. Im Sinne einer verhältnismäßig einfachen Überprüfung kann folglich gewährleistet werden, dass die Fehlschüttungseinrichtung erst geschlossen wird, wenn Flächengewicht FM einerseits und Einlaufspalthöhe h0 andererseits in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Vorzugsweise wird im Rahmen der Erfindung die Einlaufspalthöhe h0 jedoch kontinuierlich bzw. quasi kontinuierlich in Abhängigkeit von der ermittelten Dichte ρM bzw. dem ermittelten Flächengewicht FM eingestellt. Sofern die Einlaufspalthöhe h0 messtechnisch erfasst wird, kann auch ein echter Regelprozess durchgeführt werden.
  • Stets ist gewährleistet, dass die Einlaufspalthöhen optimal an die ermittelten Mattendichten angepasst werden, so dass die Anlage unter einwandfreien Bedingungen betrieben werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Anlage beschädigt wird.
  • Eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung soll anhand von 3 erläutert werden. Diese zeigt schematisch eine Anlage zur Herstellung von dünnen Holzwerkstoffplatten, z. B. dünnen MDF-Platten oder dünnen Spanplatten. Die Streustation ist nicht dargestellt. Nach der Streustation kann eine erste Höhenmessung H1 sowie eine Messung des Flächengewichtes mit der Bandwaage 18 erfolgen. Diese Bandwaage 18 ist nun nicht unmittelbar vor dem Presseneinlauf angeordnet, sondern im Anschluss an die Streustation. Diese Bandwaage dient in erster Linie der Steuerung bzw. Regelung der Streustation. Daran schließt sich eine erste Vorpresse V1 an, welche die Matte auf eine Höhe h2 komprimiert. Anschließend erfolgt eine weitere Vorpressung im Bereich der Vorpresse V2 auf eine Mattenhöhe h3. Unmittelbar vor dem Einlauf in die kontinuierliche Presse 1 kann mit Hilfe einer Höhenmessvorrichtung 20 eine Bestimmung der Mattenhöhe hM erfolgen. Die Mattenhöhe h0 im Bereich des Einlaufspaltes ist ebenfalls angedeutet. Wie bereits erläutert, kann im Rahmen der Erfindung die Einlaufspalthöhe h0 unter Berücksichtigung der Sollwertvorgabe für das Mattengewicht Fsoll sowie unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Maximalwertes ρmax für die Nenn-Dichte ρ0 der Matte im Bereich des Einlaufspaltes erfolgen. Dieser Maximalwert wird in der Steuerung 19 als Wert X hinterlegt, so dass die Einlaufspalthöhe h0 als Quotient von Fsoll einerseits und X andererseits eingestellt wird. Den unterschiedlichen Anlagenbedingungen kann durch Hinterlegung von unterschiedlichen Werten X Rechnung getragen werden. Wird dann während des Betriebes ein bestimmtes Soll-Flächengewicht eingestellt oder das Soll-Flächengewicht geändert, so erfolgt dann eine automatische Anpassung der Höhe h0, so dass stets ein einwandfreier Betrieb gewährleistet ist. Die Steuerung 19 ist in 3 nicht dargestellt.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten in einer kontinuierlichen Presse, wobei die kontinuierliche Presse obere und untere Heizplatten, einlaufseitig vorkragende obere und untere Einlaufplatten unter Bildung eines Einlaufmauls mit einem Einlaufspalt sowie im Pressenoberteil und Pressenunterteil endlos umlaufende Stahlpressbänder aufweist, welche unter Zwischenschaltung von Rollstäben an den Einlaufplatten und den Heizplatten abgestützt sind, wobei die Höhe h0 des Einlaufspaltes sowie ggf. die Einlaufkontur des Einlaufmauls eingestellt werden, und wobei eine in einer der Presse vorgeordneten Streustation erzeugte und gegebenenfalls vorbehandelte Pressgutmatte in die kontinuierliche Presse eingeführt und verpresst wird, wobei die Pressgutmatte in der Streustation unter Berücksichtigung eines Soll-Flächengewichtes (Fsoll) mit einem Ist-Flächengewicht (Fist) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Ist-Flächengewicht (Fist) vor dem Einlaufmaul kontinuierlich gemessen wird und dass die Einlaufspalthöhe (h0) in Abhängigkeit von diesen gemessenen Werten eingestellt oder geregelt wird, oder dass die Einlaufspalthöhe (h0) mit der Maßgabe eingestellt oder gesteuert wird, dass sich die Einlaufspalthöhe (h0) aus dem Quotienten aus einerseits dem Soll- Flächengewicht (Fsoll) und andererseits der maximal zulässigen Mattendichte (ρmax) im Bereich des Einlaufspaltes ergibt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Einlaufspalthöhe (h0) die Höhe des Pressspaltes im Bereich der Vorderkante der oberen und/oder unteren Einlaufplatte oder im Bereich der Achse oder Welle des oberen und/oder unteren Einführungsrades für die Rollstangen ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Pressgutmatte im Einlaufmaul in einer den Einlaufplatten vorgeordneten Vorkompressionszone bis auf die Einlaufspalthöhe (h0) vorkomprimiert wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ist-Flächengewicht (Fist) der Pressgutmatte unmittelbar vor dem Einlaufmaul gemessen wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der kontinuierlichen Presse eine steuerbare Fehlschüttungseinrichtung vorgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Fehlschüttungseinrichtung in Abhängigkeit von dem Flächengewicht (Fist oder Fsoll) und/oder der Einlaufspalthöhe (h0) gesteuert wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die maximal zulässige Mattendichte (ρmax) im Bereich des Einlaufspaltes bei der Herstellung von OSB-Platten 100 bis 200 kg/m3, vorzugsweise 150 bis 200 kg/m3 beträgt.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die maximal zulässige Mattendichte (ρmax) im Bereich des Einlaufspaltes bei der Herstellung von MDF-Platten 100 bis 200 kg/m3, vorzugsweise 150 bis 200 kg/m3 beträgt.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die maximal zulässige Mattendichte (ρmax) im Bereich des Einlaufspaltes bei der Herstellung von Spanplatten etwa 200 bis 350 kg/m3, vorzugsweise 250 bis 300 kg/m3 beträgt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufkontur der oberen und/oder unteren Einlaufplatte in Abhängigkeit von dem Flächengewicht der Matte eingestellt und/oder geregelt wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufspalthöhe und/oder die Einlaufkontur in Abhängigkeit von der Platten-Dichte ρp bzw. dem Platten-Flächengewicht Fp und/oder der Höhe hp der fertig gepressten Holzwerkstoffplatte eingestellt und/oder geregelt werden.
  11. Anlage zum Verpressen von Pressgutmatten im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 10, mit einer kontinuierlichen Presse mit Pressenunterteil und Pressenoberteil, im Pressenunterteil und Pressenoberteil endlos umlaufenden Stahlpressbändern und mit einem Einlaufmaul, wobei im Pressenunterteil und im Pressenoberteil jeweils eine beheizbare Pressenplatte angeordnet ist und sich an die Pressplatten einlaufseitig vorkragende beheizbare Einlaufplatten unter Bildung des Einlaufmauls anschließen und wobei die Stahlpressbänder an den Pressplatten und Einlaufplatten unter Zwischenschaltung von Rollstäben abgestützt sind und mit einer Vorrichtung zur Einstellung der Einlaufspalthöhe und/oder der Einlaufkontur des Einlaufmauls, wobei der kontinuierlichen Presse zumindest eine Matten-Messvorrichtung zur Bestimmung des Flächengewichtes der Streugutmatte vorgeordnet ist, gekennzeichnet durch eine Einlaufspalt-Messvorrichtung zur Bestimmung der Einlaufspalthöhe h0 und durch eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, welche mit der Matten-Messvorrichtung und/oder mit der Einlaufspalt-Messvorrichtung und/oder mit der Einrichtung zur Einstellung der Einlaufspalthöhe und/oder der Einlaufkontur verbunden ist.
  12. Anlage nach Anspruch 11, wobei der kontinuierlichen Presse eine steuerbare Fehlschüttungseinrichtung vorgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung mit der Fehlschüttungseinrichtung verbunden ist.
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