DE102006057668A1 - Rolloartige Laderaumabdeckung eines Fahrzeuges - Google Patents
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Abstract
Eine Abdeckung in Form eines Rollos für einen hinter einer Sitzanordnung im Fahrgastraum eines mit einer Heckklappe (2) versehenen Fahrzeugs gelegenen Laderaumes, bei der eine, die Rollbahn (3) tragende Wickelwelle (4) in der Heckklappe (2) oder in einem der Sitzanordnung (1) eng benachbarten Bodenbereich des Laderaumes angeordnet ist, während das freie Rolloende im Bereich der Sitzanordnung (1) beziehungsweise in der Heckklappe (2) lösbar befestigt ist, soll bezüglich ihrer Wirkung auf Ladegut sowie insbesondere ihrer Handhabung gegenüber bisher bekannten Ausführungen verbessert werden. Zu diesem Zweck soll eine solche Abdeckung alternativ folgende Merkmale aufweisen a) bei einer Anordnung der Wickelwelle (4) im Bodenbereich des Laderaumes ist oberhalb dieses Bereiches eine höhenverschiebbar gelagerte Rollo-Umlenkvorrichtung (7) vorgesehen, in der die Rollobahn (3) in ihrem Verlauf zwischen Wickelwelle (4) und lösbar befestigbarem freien Ende eine Richtungsumlenkung erfährt, b) bei einer Anordnung der Wickelwelle (4) in der Heckklappe (2) ist ein im Bereich der Sitzanordnung (1) vorgesehenes Befestigungslager (5') zur lösbaren Befestigung des freien Endes der Rollobahn (3) höhenverschiebbar gelagert.
Description
- Die Erfindung betrifft eine rolloartige Laderaumabdeckung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Solche Laderaumabdeckungen sind aus
DE 195 33 806 A1 bezüglich einer Anordnung der Wickelwelle in der Heckklappe und bei einer Anordnung der Wickelwelle im Laderaumboden im Bereich der Sitzanordnung ausDE 41 23 655 A1 bekannt. - Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine gattungsgemäße Rolloanordnung dahingehend zu verbessern, dass einerseits bei geöffneter Heckklappe ein möglichst großer, von dem Rollo unbeeinträchtigter Freiraum zum Laden gegeben ist und dass andererseits bei geschlossener Heckklappe sich eine den Ladeverhältnissen angepasste Höhenlage des Rollos einstellen kann.
- Gelöst wird dieses Problem durch die kennzeichnenden, alternativen Merkmalen des Patentanspruchs 1.
- Die Erfindung beruht zunächst einmal auf dem allgemeinen Gedanken, die Wickelrolle außerhalb des tatsächlich nutzbaren Laderaumes entweder innerhalb der Heckklappe oder im Boden des Laderaumes im Bereich der Sitzanordnung vorzusehen. Ausgehend von dieser Grundidee wird insbesondere für den Fall einer Anordnung der Wickelrolle im Boden des Laderaumes im Bereich der Sitzanordnung dafür gesorgt, dass die Rollbahn in einem Abstand oberhalb des Laderaumbodens gespannt werden kann. Hierzu dient eine im Bereich der Sitzanordnung höhenverschiebbare Einrichtung. Diese Einrichtung ist je nach dem, ob die Wickelwelle im Laderaumboden oder in der Heckklappe angeordnet ist, unterschiedlich gestaltet. Bei einer Rolloanordnung mit einer Wickelwelle in der Heckklappe dient die höhenverstellbare Einrichtung dazu, das freie Ende des Rollos lösbar zu befestigen. Bei einer Anordnung der Wickelwelle im Sitz nahen Bodenbereich des Laderaumes besteht die Funktion der höhenverschiebbaren Einrichtung darin, die Rollobahn in ihrem Bereich zwischen der lösbaren Befestigungsstelle an der Heckklappe und der Wickelwelle im Laderaumboden umzulenken. Die Umlenkung erfolgt dabei derart, dass die Rollobahn im gespannten Zustand von der Wickelwelle aus zunächst über eine bestimmte Höhe direkt an der heckseitigen Kontur der Sitzanordnung nach oben geführt wird. Die jeweilige Höhe einer solchen richtungsumlenkenden Anordnung wird von dem Spannzustand der Rollobahn selbst bestimmt. Bei einer freien Verschiebbarkeit der Umlenk-Einrichtung stellt sich bei fehlendem Ladegut bei geschlossener Heckklappe eine Höhe ein, die mit derjenigen der Befestigungsstelle in der Heckklappe übereinstimmt. Bei einem Öffnen der Heckklappe wird die verschiebbare Einrichtung nach oben verschoben und zwar im Extremfall bis zur oberen Begrenzung des Laderaumes.
- Bei einer Anordnung der Wickelwelle in der Heckklappe variiert bei einer gespannten Rollobahn die Höhe der verschiebbaren Einrichtung zwischen einer unteren, von der Höhe der Wickelwelle in der geschlossenen Heckklappe bestimmten Position bis zu einer Position an der oberen Begrenzung des Laderaumes.
- Die Führungsbahn, auf der sich die verschiebbare Anordnung bewegen kann, kann geradlinig oder als Kurve ausgebildet verlaufen.
- Die Führungsbahn für die höhenverschiebbare Anordnung kann vorteilhafter Weise in fahrzeugseitigen Seitenholmen vorgesehen sein.
- Um gegebenenfalls auch definierte Höhenlagen der verschiebbaren Einrichtung vorgeben zu können, ist diese mit von Hand oder motorisch betätigbaren Arretiermitteln versehen.
- Vorteilhafte, nachstehend näher erläuterte Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt.
- In dieser zeigen in jeweils schematischer Form
-
1 ein Laderaumrollo mit einer Anordnung der Wickelwelle in dem Laderaumboden im Bereich der Sitzanordnung bei geöffneter Heckklappe im Bereich (a) und bei geschlossener Heckklappe im Bereich (b), -
2 ein Laderaumrollo mit einer Anordnung der Wickelwelle innerhalb einer Heckklappe bei geöffneter Heckklappe im Bereich (a) und bei geschlossener Heckklappe im Bereich (b). - Von einem Fahrzeug ist in den
1 und2 der Zeichnung jeweils ein heckseitiger Laderaum hinter einem angedeuteten Sitz1 schematisch dargestellt. Der Laderaum ist verschließbar mit einer nach oben zu öffnenden Heckklappe2 . - In den verschiedenen Rolloanordnungen nach den beiden Figuren ist jeweils eine Rollobahn gespannt zwischen einer Wickelwel le und einem Lager für eine lösbare Befestigung des Rolloendes.
- Nachfolgend wird auf die beiden unterschiedlichen Ausführungsformen im einzelnen eingegangen.
- Ausführungsbeispiel nach
1 - Eine Rollobahn
3 eines aufwickelbaren Rollos ist auf einer Wickelwelle4 aufrollbar. Das Aufrollen kann federkraftbedingt oder motorisch erfolgen. Die Wickelwelle4 ist in einem direkt hinter dem Sitz1 liegenden Bereich des Bodens des Laderaumes angeordnet. Zur lösbaren Befestigung der Rollobahn3 ist ein Befestigungslager5 in der Heckklappe vorgesehen. Oberhalb der Wickelwelle4 ist eine Führungsbahn6 in beispielsweise seitlichen Holmen des Laderaumes vorgesehen, die sich vom Laderaumboden bis zur oberen Begrenzung des Laderaumes erstreckt. In dieser Führungsbahn6 ist frei verschieblich gelagert eine Umlenkeinrichtung7 für die Rollobahn3 . Diese Umlenkeinrichtung7 kann beispielsweise aus einem Rollenpaar bestehen, durch das die Rollobahn3 geführt ist. - Die Führungsbahn
6 kann geradlinig verlaufen oder auch als Kurvenbahn ausgebildet sein. - Diese Rolloanordnung funktioniert wie folgt.
- In einem Fall, in dem kein Bereich des Laderaumes von der Rollobahn
3 der Rolloanordnung abgedeckt sein soll, ist die Rollobahn3 vollständig auf die Wickelwelle4 aufgewickelt. Hierbei gleitet die Umlenkeinrichtung7 in ihre untere, direkt an der Wickelwelle4 liegende Position. - Wird das freie Ende der Rollobahn
3 in das Befestigungslager5 der Heckklappe2 eingespannt, so verschiebt sich die Umlenkeinrichtung7 automatisch aus ihrer unteren Ablageposition in eine, innerhalb der Führungsbahn6 höher gelegene Position. Bei einer vollständig geöffneten Heckklappe2 liegt diese Position der Umlenkeinrichtung7 im oberen Bereich des Laderaumes. Die Umlenkeinrichtung7 kann in einer geradlinig verlaufenden oder auch in einer als Kurvenbahn ausgebildeten Führungsbahn6 verschiebbar gelagert sein. Die Führungsrollen umfassende Umlenkeinrichtung7 ist derart ausgeführt und derart verschiebbar in einer Führungsbahn6 gelagert und zwar bei einer entsprechenden Ausrichtung der Führungsbahn6 , dass ein selbstständiges Verschieben durch ausschließlich ein Betätigen, das heißt Spannen beziehungsweise Entspannen der Rollobahn3 möglich ist. - Unabhängig von dieser zwangsweise mit der Bewegung der Rollobahn
3 verbundenen Verschiebbarkeit der Umlenkeinrichtung7 können Arretiermittel vorgesehen sein, die von Hand oder über einen Stellmotor Arretierstellungen der Umlenkeinrichtung7 in beliebig vorgebbaren Höhenpositionen ermöglichen. - Ausführungsbeispiel nach
2 - Die Rolloanordnung nach
2 unterscheidet sich von derjenigen nach1 dadurch, dass die Wickelrolle4 in der Heckklappe2 angeordnet ist und das Lager5' zur Befestigung des freien Endes der Rollobahn sich im rückwärtigen Bereich der Sitzanordnung1 befindet. Während die Wickelrolle4 den gleichen Aufbau wie diejenige bei der Ausführung nach1 besitzen kann, unterscheidet sich das Befestigungslager5' in seiner Funktion und Ausführung prinzipiell. Das Befestigungslager5' ist hier in einer Führungsbahn6' höhenverschiebbar angeordnet. Das Befestigungslager5' übt praktisch die gleiche Funktion mit Bezug auf die Rollobahn3 aus wie die Umlenkeinrichtung7 nach der Ausführung gemäß1 . Die Höhenlage des Befestigungslagers5' richtet sich bei gespanntem Rollo nach der Lage der Heckklappe2 . Die Rollobahn3 verläuft bei geschlossener Heckklappe2 bei einem Laderaum ohne Ladegut zwangsweise in einer von der Position der Wickelwelle4 bestimmten Höhe. Dadurch befindet sich das Befestigungslager5' hierzu in gleicher Höhe. Bei geöffneter Heckklappe2 wandert das Befestigungslager5' in dessen obere Endposition. Die Lagerung des Befestigungslagers5' in der Führungsbahn6' sowie die Ausrichtung der Führungsbahn6' müssen auch bei diesem Ausführungsbeispiel derart sein, dass eine freie Verschiebbarkeit des Befestigungslagers5' allein unter dem Einfluss der von der Lage der Heckklappe2 bestimmten Position einwandfrei möglich ist. Auch bei dieser Ausführungsform mit einer in der Heckklappe2 gelagerten Wickelwelle4 können Mittel zu einer manuellen oder motorischen Arretierung des höhenverschiebbaren Befestigungslagers5' vorgesehen sein. - Alle in der Beschreibung und in den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Form miteinander kombiniert erfindungswesentlich sein.
Claims (3)
- Abdeckung in Form eines Rollos für einen hinter einer Sitzanordnung im Fahrgastraum eines mit einer Heckklappe (
2 ) versehenen Fahrzeugs gelegenen Laderaumes, bei der eine, die Rollbahn (3 ) tragende Wickelwelle (4 ) in der Heckklappe (2 ) oder in einem, der Sitzanordnung (1 ) eng benachbarten Bodenbereich des Laderaumes angeordnet ist, während das freie Rolloende im Bereich der Sitzanordnung (1 ) beziehungsweise in der Heckklappe (2 ) lösbar befestigbar ist, gekennzeichnet durch die alternativen Merkmale, a) bei einer Anordnung der Wickelwelle (4 ) im Bodenbereich des Laderaumes ist oberhalb dieses Bereiches eine höhenverschiebbar gelagerte Rollo-Umlenkvorrichtung (7 ) vorgesehen, in der die Rollobahn (3 ) in ihrem Verlauf zwischen Wickelwelle (4 ) und lösbar befestigbarem freien Ende eine Richtungsumlenkung erfährt, b) bei einer Anordnung der Wickelwelle (4 ) in der Heckklappe (2 ) ist ein im Bereich der Sitzanordnung (1 ) vorgesehenes Befestigungslager (5' ) zur lösbaren Befestigung des freien Ende der Rollobahn (3 ) höhenverschiebbar gelagert. - Rolloabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils höhenverstellbare Einrichtung, nämlich die Umlenkeinrichtung (
7 ) beziehungsweise das Befestigungslager (5' ) zur lösbaren Befestigung des freien Rolloendes frei verschiebbar gelagert ist, um in Abhängigkeit der Spannverhältnisse der Rollobahn (3 ) unterschiedliche Höhenpositionen einnehmen zu können. - Rolloabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die höhenverschiebbare Einrichtung (
7 ,5' ) in unterschiedlichen Höhenpositionen temporär arretierbar ist, wobei hierfür ein Stellmotor vorgesehen sein kann.
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|---|---|---|---|
| DE200610057668 DE102006057668A1 (de) | 2006-12-07 | 2006-12-07 | Rolloartige Laderaumabdeckung eines Fahrzeuges |
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|---|---|---|---|
| DE200610057668 DE102006057668A1 (de) | 2006-12-07 | 2006-12-07 | Rolloartige Laderaumabdeckung eines Fahrzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102006057668A1 true DE102006057668A1 (de) | 2008-06-12 |
Family
ID=39363105
Family Applications (1)
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| DE200610057668 Withdrawn DE102006057668A1 (de) | 2006-12-07 | 2006-12-07 | Rolloartige Laderaumabdeckung eines Fahrzeuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (5)
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|---|---|---|---|---|
| DE102008060002A1 (de) * | 2008-12-02 | 2010-06-10 | GM Global Technology Operations, Inc., Detroit | Sicherheitsvorrichtung |
| WO2012132364A1 (en) * | 2011-03-30 | 2012-10-04 | Kabushiki Kaisha Tokai Rika Denki Seisakusho | Tonneau cover device |
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-
2006
- 2006-12-07 DE DE200610057668 patent/DE102006057668A1/de not_active Withdrawn
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