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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Airbagsystem und insbesondere
ein Airbagkissen mit einem darin einstückig ausgebildeten unterstützten Kanal.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Airbagsysteme
in Kraftfahrzeugen umfassen allgemein ein Airbagkissen, das entworfen
ist, um sich in einer Passagierkabine des Kraftfahrzeugs zu entfalten,
wenn es durch ein Sensorsignal ausgelöst wird. Airbagsysteme können beispielsweise
bei einem plötzlichen
Verzögern
eines Fahrzeugs oder bei einem Aufprall des Fahrzeugs auf ein anderes
Objekt entfaltet werden. In der Technik wird weiterhin nach Verbesserungen
für Airbagsysteme
geforscht.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung schafft ein Airbagsystem, das einen Gasgenerator,
der dazu dient, ein Aufblasfluid freizusetzen, und ein aufblasbares
Kissen mit einem unteren Bereich umfasst, welches bei einer Freisetzung
eines Aufblasfluids durch den Gasgenerator aufblasbar ist, wobei
das Kissen in seinem unteren Bereich einen Kanal definiert. Der
Kanal weist vorzugsweise einen U-förmigen oder einen V-förmigen Querschnitt
auf und kann eingerichtet sein, um sich von der Vorder- zu der Rückseite
des aufblasbaren Kissens zu erstrecken. Während eines Aufblasens des
Kis sens kann mindestens ein Halteseil den Kanal unterstützen. Das
Halteseil ist vorzugsweise an dem aufblasbaren Kissen befestigt,
um eine Bauchbildung während
dessen Aufblasens zu begrenzen. Der Kanal kann in dem unteren Bereich durch
Nähen ausgebildet
sein. Das Airbagsystem kann ein Messhalteseil umfassen, das dazu
dient, eine Freisetzung von Aufblasfluid zu modifizieren, wenn während des
Aufblasens ein Hindernis den Kanal störend beeinflusst. Das Messhalteseil
selbst kann den Kanal ferner während
des Aufblasens unterstützen.
Ein Gewebeelement kann den Kanal zumindest teilweise abdecken, um
eine Kanalendwand zu definieren. Bei einem Aspekt der Erfindung
löst ein Aufblasen
des Kissens über
eine vorbestimmte Tiefe hinaus das Gewebeelement zumindest teilweise
von dem Kissen ab. Bei einem anderen Aspekt der Erfindung ist das
Gewebeelement zwischen einer ersten Stellung, in der die Kanalendwand
eine erste Fläche aufweist,
und einer zweiten Stellung beweglich, in der die Kanalendwand eine
zweite Fläche
aufweist, wobei die zweite Fläche
größer als
die erste Fläche
ist. Ein Rückhalteelement
kann das Gewebeelement in der ersten Stellung zurückhalten.
Das Rückhalteelement
kann zerbrechlich sein, so dass ein Aufblasen des Kissens über eine
vorbestimmte Tiefe hinaus das Rückhalteelement
zerbricht, wodurch ein Bewegen des Gewebeelements in die zweite
Stellung veranlasst wird.
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Die
vorliegende Erfindung schafft auch ein Airbagsystem, das einen Gasgenerator
und ein aufblasbares Kissen mit einem unteren Bereich umfasst, welches
bei einer Freisetzung eines Aufblasfluids durch den Gasgenerator
aufblasbar ist, wobei das Kissen einen Kanal in dem unteren Bereich
definiert. Der Kanal umfasst erste und zweite Kanalwände, die eine
Gestalt des Kanals schaffen, und wird ausreichend unterstützt, um
die Kanalgestalt im Wesentlichen beizubehalten, wenn ein Aufblasfluid
das aufblasbare Kissen füllt.
Das Airbagsystem kann mindestens ein Halteseil umfassen, das den
Kanal ausreichend unterstützt,
um die Ge stalt des Kanals beizubehalten. Ein Gewebeelement kann
den Kanal zumindest teilweise abdecken, um eine Kanalendwand zu
definieren. Das Halteseil kann an mindestens vier Befestigungspunkten
an dem Kanal und an dem aufblasbaren Kissen befestigt sein, um den
Kanal ausreichend zu unterstützen.
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Die
obigen Merkmale und Vorteile und andere Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden genauen Beschreibung
der besten Arten zur Ausführung
der Erfindung leicht offensichtlich, wenn sie zusammen mit den begleitenden
Zeichnungen gelesen wird.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Draufsichtsdarstellung eines an einem Fahrzeug
angebrachten Airbagsystems;
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2 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines aufblasbaren Kissens
des Airbagsystems von 1, das einen Kanal zeigt, der
in dem unteren Bereich des Kissens definiert ist;
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3 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht des Kissens von 2,
die ein erstes Halteseil zeigt, das den Kanal unterstützt;
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4 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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5 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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6 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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7 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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8 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer sechsten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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9 ist
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer siebten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens;
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10 ist
eine schematische perspektivische Ansicht einer achten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens, das ein Gewebeelement umfasst, welches einen Kanal zumindest
teilweise abdeckt;
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11A ist eine schematische perspektivische Ansicht
einer neunten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens, das ein Gewebeelement in einer ersten Stellung umfasst;
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11B ist eine schematische perspektivische Ansicht
des Kissens von 11A, wobei sich das Gewebeelement
in einer zweiten Stellung befindet; und
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12 ist
eine schematische perspektivische Ansicht einer zehnten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen aufblasbaren
Kissens, die ein Messhalteseil zeigt, das verwendet wird, um ein
Hindernis zu erkennen, welches einen Kanal während eines Aufblasens störend beeinflusst.
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BESCHREIBUNG
BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Auf
die Zeichnungen Bezug nehmend, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche
Komponenten bezeichnen, zeigt 1 ein Fahrzeug 10 mit
einer Fahrzeugkarosserie 12. In der gesamten Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
sind Richtungsangaben, wie z.B. vorwärts und rückwärts oder vorne und hinten,
allgemein mit Bezug auf das Fahrzeug 10 definiert. Ein
Airbagsystem 14 ist an dem Fahrzeug 10 angebracht.
Das Airbagsystem umfasst ein aufblasbares Kissen 16, das
mit einem Airbaggehäuse 18 verbunden
ist. Ein Gasgenerator 20 ist in dem Gehäuse 18 angebracht.
Das Gehäuse 18 ist
in einer Instrumententafel 22 angebracht gezeigt, obwohl
es im Rahmen der Erfindung anderswo an dem Fahrzeug 10 angebracht
sein kann, beispielsweise in einer Sitzrückenlehne, einer Fahrzeugsäulenstruktur, oder
einer Fahrzeugseitentür.
Bei einer Freisetzung eines Aufblasgases durch den Gasgenerator 20 ist das
aufblasbare Kissen 16 selektiv in einen Innenraum 24 in
Richtung eines Insassen 26 entfaltbar. An dem Fahrzeug 10 angebrachte
(nicht gezeigte) Sensoren können
in Signalverbindung mit dem Gasgenerator 20 verbunden sein, wie
Fachleuten bekannt ist. Unter gewissen gemessenen Bedingungen signalisieren
die Sensoren dem Gasgenerator 20, ein Aufblasfluid freizusetzen,
wodurch das aufblasbare Kissen 16 aufgeblasen wird.
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2 präsentiert
eine schematische Ansicht des aufblasbaren Kissens 16,
wenn es mit Aufblasgas gefüllt
ist. Das aufblasbare Kissen 16 ist aus mindestens einer
Gewebebahn gebildet, wie in der Technik bekannt ist, und umfasst
sechs Bereiche: einen unteren Bereich 30, einen zweiten
Bereich 28, der dem unteren Bereich 30 im Wesentlichen
gegenüberliegt,
einen dritten Bereich 32, einen vierten Bereich 34,
der dem dritten Bereich 32 im Wesentlichen gegenüberliegt,
einen fünften
Bereich 36 und einen sechsten Bereich 38, der
dem fünften
Bereich 36 im Wesentlichen gegenüberliegt. Wie in den Zeichnungen
gezeigt und hier beschrieben ist, liegt der untere Bereich 30 an
einer Unterseite des aufblasbaren Kissens 16 in Bezug auf
das Fahrzeug 10. Auf ähnliche Weise
liegen die dritten und vierten Bereiche 32, 34 im
Wesentlichen nach vorne bzw. nach hinten in Bezug auf das Fahrzeug 10,
so dass der dritte Bereich 32 eine Vorderseite des aufblasbaren
Kissens 16 darstellt und der vierte Bereich eine Hinterseite
des aufblasbaren Kissens 16 darstellt. Gleichermaßen erstrecken
sich die fünften
und sechsten Bereiche 36, 38 zwischen den dritten
und vierten Bereichen 32, 34 im Wesentlichen links
bzw. rechts in Bezug auf das Fahrzeug 10, so dass der fünfte Bereich 36 eine erste
Seite des aufblasbaren Kissens 16 darstellt und der sechste
Bereich 38 eine zweite Seite des aufblasbaren Kissens 16 darstellt.
Jeder Bereich kann aus mehr als einem Gewebestück gebildet sein, d.h. der untere
Bereich 30 kann zwei Gewebestücke umfassen. Umgekehrt kann
mehr als ein Bereich aus einem einzigen Gewebestück gebildet sein, d.h. der
zweite Bereich 28, der untere Bereich 30 und der
dritte Bereich 32 können
aus einem einzigen Gewebestück bestehen.
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Wie
in 2 gezeigt ist, definiert das aufblasbare Kissen 16 einen
Kanal 40 in dem unteren Bereich 30. Insbesondere
definiert das aufblasbare Kissen 16 erste und zweite Kanalwände 42, 44 in dem
unteren Bereich 30, so dass der Kanal 40 im Wesentlichen
V-förmig
ist. Der Kanal 40 ist ausreichend unterstützt, um
die V-Form während
eines Aufblasens des aufblasbaren Kissens 16 beizubehalten. Der
Kanal 40 kann direkt in das aufblasbare Kissen 16 genäht oder
gesteppt sein, wie in der Technik bekannt ist, und ausreichend verstärkt sein,
um die V-Form beizubehalten. Wie in 3 gezeigt
ist, kann ein erstes Halteseil 48 in Verbindung mit dem
eingesteppten Kanal 40 verwendet werden, um den Kanal 40 während eines
Aufblasens des aufblasbaren Kissens 16 weiter zu unterstützen. Alternativ
kann das erste Halteseil 48 verwendet werden, um den Kanal 40 während eines
Aufblasens zu schaffen; das heißt der
Kanal 40 kann nicht direkt in das aufblasbare Kissen 16 gesteppt
sein.
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3 zeigt
eine fragmentarische Ansicht des aufblasbaren Kissens 16 von 2,
wobei das erste Halteseil 48 den Kanal 40 unterstützt. Insbesondere
ist das erste Halteseil 48 an den ersten und zweiten Kanalwänden 42, 44 und
den fünften
und sechsten Bereichen 36, 38 des aufblasbaren
Kissens 16 befestigt, wobei jede Befestigung einen Befestigungspunkt
definiert. Es soll angemerkt sein, dass das erste Halteseil 48 an
den dritten und vierten Bereichen 32, 34 des aufblasbaren
Kissens 16 (wie in 2 gezeigt
ist) anstelle der fünften
und sechsten Bereiche 36, 38 befestigt sein kann,
ohne das erfinderische Konzept zu verändern. Das erste Halteseil 48 ist
vorzugsweise an die verschiedenen Abschnitte des aufblasbaren Kissens 16 gesteppt,
an denen es befestigt ist. Bei dieser Ausführungsform und bei allen anderen
hier beschriebenen Ausführungsformen kann
das aufblasbare Kissen 16 jedoch eine Falte definieren,
durch welche das erste Halteseil 48 gelegt ist, oder das
aufblasbare Kissen 16 kann eine Falte oder einen gewebten
Saum definieren, an welche bzw. welchen das erste Halteseil 48 genäht ist,
wie in der Technik bekannt ist. Verstärkungsflicken können an
den Befestigungspunkten verwendet werden, um die strukturelle Unversehrtheit
des aufblasbaren Kissens 16 zu erhöhen.
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Die
Naht ist vorzugsweise in dem aufblasbaren Kissen 16 angeordnet,
wodurch raue Oberflächen
in dem Kanal 40 minimiert werden. Ein separates Gewebestück kann
eine Außenseite
des Kanals 40 säumen,
um abschürfende
Oberflächen
darin weiter zu verhindern. Wenn ein Aufblasfluid das aufblasbare
Kissen 16 füllt,
wird das erste Halteseil 48 straff gezogen, wodurch es
den Kanal 40 beim Beibehalten der V-Form unterstützt. Da
das erste Halteseil 48 auch an den fünften und sechsten Bereichen 36, 38 befestigt
ist, kann das erste Halteseil 48 auch ein Ausbeulen der
fünften
und sechsten Bereiche 36, 38 während eines Aufblasens begrenzen,
wodurch es als ein seitliches Halteseil wirkt. Zusätzlich ist
der Kanal 40 vorzugsweise direkt in das aufblasbare Kissen 16 genäht, wodurch
die Beibehaltung der V-Form verbessert wird.
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Wie
in 3 gezeigt ist, umfasst das erste Halteseil 48 Schleifen 50,
wobei Reißnähte die Schleifen 50 bilden,
wodurch es dem aufblasbaren Kissen 16 ermöglicht wird,
in eine von zwei Stellungen entfaltet zu werden, wobei der Kanal 40 in
jeder Stellung richtig unterstützt
wird. Wenn beispielsweise ein Entfalten des aufblasbaren Kissens 16 störend beeinflusst
wird, werden die Schleifen 50 nicht an der Reißnaht aufreißen, und
dadurch kann das erste Halteseil 48 "vollständig gestrafft" sein, während die Schleifen 50 intakt
bleiben. Wenn ein Entfalten des aufblasbaren Kissens 16 jedoch
nicht blockiert wird, reißt
das erste Halteseil 48 an der Reißnaht auf, wenn ein Aufblasfluid
das aufblasbare Kissen 16 füllt, wodurch das erste Halteseil 48 um
die Länge
der Schleifen 50 verlängert
wird. Da das erste Halteseil 48 länger ist, wenn ein Entfalten
des aufblasbaren Kissens 16 nicht blockiert wird, wird
der Kanal 40 von dem zweiten Be reich 28 weiter
entfernt sein, als wenn die Schleifen 50 nicht reißen. Mehrere
Schleifen 50 können
an einem beliebigen Abschnitt des ersten Halteseils 48 verwendet
werden, so dass das erste Halteseil 48 den Kanal 40 an
mehreren verschiedenen Tiefen des aufblasbaren Kissens 16 unterstützen wird.
Daraus ist ersichtlich, dass das erste Halteseil 48 im
Rahmen der vorliegenden Erfindung eine feste Länge oder eine variable Länge aufweisen kann.
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Als
eine andere Alternative kann das erste Halteseil 48 an
mindestens einem der Befestigungspunkte unter Verwendung einer Reißnaht befestigt sein,
so dass das erste Halteseil 48 an dem mindestens einen
Befestigungspunkt von dem aufblasbaren Kissen 16 abreißt, wenn
ein Entfalten des aufblasbaren Kissens 16 nicht blockiert
wird. Wenn das erste Halteseil 48 von dem aufblasbaren
Kissen 16 abreißt, wird
der Kanal 40 zumindest teilweise zusammenfallen, wenn das
erste Halteseil 48 die einzige Weise zur Unterstützung des
Kanals 40 ist (d.h. Nähen
nicht als Mittel zur Unterstützung
des Kanals 40 verwendet wird). Es soll angemerkt sein,
dass der Begriff "Befestigungspunkt" in diesem Kontext
rein beschreibend ist. Das erste Halteseil 48 kann auf
viele verschiedene Weisen an dem aufblasbaren Kissen 16 befestigt
werden, ohne das erfinderische Konzept zu verändern. Beispielsweise kann
das erste Halteseil 48 an den fünften und sechsten Bereichen 36, 38 an deren
gesamten Länge
hinunter befestigt sein, um dem Kanal 40 zusätzliche
Stabilität
beim Aufblasen zu verschaffen. Zusätzlich kann das erste Halteseil 48 ein
flaches Gewebestück
umfassen, wie in den Zeichnungen allgemein abgebildet ist, oder
es kann verstärkt,
gefaltet, verdreht, aus mehreren Gewebeelementen hergestellt oder
im Rahmen der vorliegenden Erfindung anderweitig aufgebaut sein.
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4 zeigt
eine zweite Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 116, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Ein erstes Halteseil 148 unter stützt zumindest
teilweise einen im Wesentlichen V-förmigen Kanal 140,
der durch ein aufblasbares Kissen 116 definiert ist. Insbesondere
ist der Kanal 140 in einem unteren Bereich 130 des
aufblasbaren Kissens 116 angeordnet. Das erste Halteseil 148 ist an
dem Kanal 140 an ersten und zweiten Kanalwänden 142, 144 und
an dem aufblasbaren Kissen 116 an fünften und sechsten Bereichen 136, 138 und
einem zweiten Bereich 128 befestigt. Das erste Halteseil 148 umfasst
Schleifen 150, wobei Reißnähte die Schleifen 150 bilden,
um eine Unterstützung
des Kanals 140 durch das erste Halteseil 148 zu
ermöglichen,
wenn das aufblasbare Kissen 116 unterschiedliche Tiefen
erreicht.
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5 zeigt
eine dritte Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 216, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Ein erstes Halteseil 248 unterstützt zumindest
teilweise einen Kanal 240, der durch ein aufblasbares Kissen 216 definiert
ist und in einem unteren Bereich 230 des aufblasbaren Kissens 216 angeordnet
ist. Insbesondere definiert das aufblasbare Kissen 216 erste,
zweite und dritte Kanalwände 242, 244, 246 in
dem unteren Bereich 230, so dass der Kanal 240 im
Wesentlichen U-förmig
ist. Bei dieser Ausführungsform
ist das erste Halteseil 248 an dem aufblasbaren Kissen 216 an
fünf Befestigungspunkten
befestigt: dem unteren Bereich 230 an einer Unterseite
sowohl der ersten als auch der zweiten Kanalwand 242, 244,
einem fünften
Bereich 236, einem sechsten Bereich 238 und der
dritten Kanalwand 246.
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6 zeigt
eine vierte Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 316, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Ein erstes Halteseil 348 unterstützt zumindest
teilweise einen Kanal 340, der durch ein aufblasbares Kissen 316 und
in einem unteren Bereich 330 des aufblasbaren Kissens 316 definiert ist.
Das aufblasbare Kissen 316 definiert erste, zweite und
dritte Kanalwände 342, 344, 346 in
dem unteren Bereich 330, wodurch dem Kanal 340 eine U-Form
verliehen wird. Das erste Halteseil 348 ist an den ersten,
zweiten und dritten Kanalwänden 342, 344, 346,
den fünften
und sechsten Bereichen 336, 338 und einem zweiten
Bereich 328 befestigt. Das erste Halteseil 348 umfasst
Schleifen 350, wobei Reißnähte die Schleifen 350 bilden,
um es dem ersten Halteseil 348 zu ermöglichen, den Kanal 340 zu unterstützen, wenn
das aufblasbare Kissen 316 verschiedene Tiefen erreicht,
wie mit Bezug auf vorherige Ausführungsformen
beschrieben ist.
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7 zeigt
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 416, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Ein erstes Halteseil 448 unterstützt zumindest
teilweise einen Kanal 440, der durch ein aufblasbares Kissen 416 definiert
und in einem unteren Bereich 430 des aufblasbaren Kissens 416 angeordnet
ist. Bei dieser Ausführungsform
verläuft
der Kanal 440 nicht über
die gesamte Länge
des aufblasbaren Kissens 416. Statt dessen definiert der
untere Bereich 430 erste, zweite und dritte Kanalwände 442, 444, 446,
wobei die dritte Kanalwand 446 geneigt ist, so dass der
Kanal 440 einen im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt
in einer Richtung aufweist, während
er in einer rechtwinkligen Richtung einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt
beibehält.
Der Kanal 440 öffnet
sich vorzugsweise bei einem vierten Bereich 434 des aufblasbaren
Kissens 416 und erstreckt sich nach vorne, bis die dritte
Kanalwand 446 auf den unteren Bereich 430 trifft.
Der Kanal 440 könnte
sich jedoch bei einem dritten Bereich 432 des aufblasbaren
Kissens 416 öffnen
und nach hinten erstrecken, oder er könnte sich bei einem fünften Bereich 436 oder
einem sechsten Bereich 438 öffnen (d.h. so, dass der Kanal 440 bezüglich des
Fahrzeugs 10 von 1 von links
nach rechts anstatt von vorne nach hinten verläuft), ohne das erfinderische Konzept
zu verändern.
Wie gezeigt ist das erste Halteseil 448 an den ersten,
zweiten und dritten Kanalwänden 442, 444, 446 und an
den fünften
und sechsten Bereichen 436, 438 befestigt, um
den Kanal 440 während
eines Aufblasens des aufblasbaren Kissens 416 zu unterstützen. Wenn
sich der Kanal 414 jedoch bei einem anderen Bereich öffnet, würde das
erste Halteseil 448 an jeweils verschiedenen Bereichen befestigt
werden, um den Kanal 440 zumindest teilweise zu unterstützen. Zusätzlich kann
das erste Halteseil 448 an das aufblasbare Kissen 416 angenäht werden,
um im Gegensatz zu einer dreieckigen Gestalt eine viereckige Gestalt
zu bilden, ohne das erfinderische Konzept zu verändern.
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8 zeigt
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer sechsten Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 516, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Erste und zweite Halteseile 548, 554 unterstützen zumindest
teilweise einen Kanal 540, der durch ein aufblasbares Kissen 516 definiert
und in einem unteren Bereich 530 des aufblasbaren Kissens 516 angeordnet
ist. Insbesondere definiert der untere Bereich 530 erste,
zweite, dritte und vierte Kanalwände 542, 544, 546, 552,
so dass der Kanal 540 einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt
aufweist und sich nicht von einem dritten Bereich 532 zu
einem vierten Bereich 534 des aufblasbaren Kissens 516 erstreckt.
Der Kanal 540 öffnet sich
bei dem vierten Bereich 534 und erstreckt sich, wie gezeigt
ist, vorwärts
zu der vierten Kanalwand 552. Somit ist das erste Halteseil 548 an
fünften
und sechsten Bereichen 536, 538 und an den ersten, zweiten
und dritten Kanalwänden 542, 544, 546 befestigt,
während
das zweite Halteseil 554 an der vierten Kanalwand 552 und
dem dritten Bereich 532 des aufblasbaren Kissens 516 befestigt
ist.
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9 zeigt
eine fragmentarische perspektivische Ansicht einer siebten Ausführungsform
eines aufblasbaren Kissens 616, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet. Erste und zweite Halteseile 648, 654 unterstützen zumindest
teilweise einen Kanal 640, der durch ein aufblasbares Kissen 616 in
einem unteren Bereich 630 des aufblasbaren Kissens 616 definiert
ist. Insbesondere definiert der untere Bereich 630 erste,
zweite, dritte, vierte und fünfte
Kanalwände 642, 644, 646, 652, 656,
so dass der Kanal 630 vollständig in dem unteren Bereich 630 ausgebildet ist.
Das erste Halteseil 648 ist an fünften und sechsten Bereichen 636, 638 und
an den ersten und zweiten Kanalwänden 642, 644 befestigt.
Das zweite Halteseil 654 erstreckt sich zwischen dritten
und vierten Bereichen 632, 634 des aufblasbaren
Kissens 616 und ist auch an der dritten Kanalwand 646 befestigt. Wie
bei vorherigen Ausführungsformen
kann die Ausrichtung des Kanals 640 in dem unteren Bereich 630 abweichen,
wobei die ersten und zweiten Halteseile 648, 654 dann
an jeweils anderen Bereichen des aufblasbaren Kissens 616 befestigt
sind.
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10 zeigt
ein Gewebeelement 758, das an einem aufblasbaren Kissen 716 befestigt
ist. Das Gewebeelement 758 deckt einen Kanal 740,
der durch das aufblasbare Kissen 716 in einem unteren Bereich 730 davon
definiert ist, zumindest teilweise so ab, dass das Gewebeelement 758 eine
Kanalendwand 760 definiert. Obwohl nicht gezeigt, können zwei
Gewebeelemente verwendet werden, wodurch zwei Kanalendwände definiert
werden. Das Gewebeelement 758 kann einstückig mit
dem aufblasbaren Kissen 716 sein, oder es kann ein separates
Gewebestück
sein, das unter Verwendung einer Naht 759 daran angenäht ist.
Das Gewebeelement 758 kann unter Verwendung einer Permanentnaht
oder unter Verwendung eines temporären Befestigungsmerkmals, wie
z.B. einer Reißnaht,
an dem aufblasbaren Kissen 716 befestigt sein. Wenn ein
temporäres
Befestigungsmerkmal verwendet wird, kann sich zumindest ein Abschnitt
des Gewebeelements 758 von dem aufblasbaren Kissen 716 ablösen, wenn
das Gewebeelement 758 während
eines Entfaltens des aufblasbaren Kissens 716 auf ein Hindernis
stößt, wodurch
die Fläche
der Kanalendwand 760 verringert wird, so dass das Gewebeelement 758 weniger von
dem Kanal 740 abdeckt. Zusätzlich kann das Gewebeelement 758 so
an das aufblasbare Kissen 716 angenäht sein, dass die Naht nicht
die gesamte Länge
des Gewebeelementes 748 umspannt, wodurch ermöglicht wird,
dass sich zumindest ein Abschnitt des Gewebeelements 758 in
Ansprechen auf einen Kontakt mit einem Hindernis während des
Entfaltens bewegt. Auf diese Weise wird sich, wenn das Gewebeelement 758 auf
ein Hindernis stößt, die
Fläche
der Kanalendwand 760 verringern, so dass das Gewebeelement 758 weniger
von dem Kanal 740 abdeckt. Das Gewebeelement 758 kann
eine (nicht gezeigte) Erweiterung umfassen, die vor der Installation
in dem Airbaggehäuse 18 von 1 um
das aufblasbare Kissen 716 herum gefaltet werden kann.
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11A und 11B zeigen
eine alternative Ausführungsform
eines Gewebeelements 858, das an einem aufblasbaren Kissen 816 befestigt
ist. Das Gewebeelement 858 deckt einen Kanal 840, welcher
durch das aufblasbare Kissen 816 in einem unteren Bereich 830 des
aufblasbaren Kissens 816 definiert ist, zumindest teilweise
ab, wodurch es eine Kanalendwand 860 definiert. Wie in 11A gezeigt ist, wird an zumindest einem Befestigungspunkt 866 ein
Rückhalteelement,
wie z.B. eine Reißnaht,
verwendet, um das Gewebeelement 858 anfänglich in einer erhöhten Stellung
zu halten, so dass der Kanal 840 im Wesentlichen offen
bleibt. Wenn das aufblasbare Kissen 816 während eines
Entfaltens auf ein Hindernis trifft, wird sich das Kissen 816 nicht
genug aufblasen, um die Reißnaht
aufzureißen,
und damit wird der Kanal 840 im Wesentlichen offen bleiben. Wenn
sich das aufblasbare Kissen 816 jedoch über eine vorbestimmte Tiefe
hinaus aufbläst,
wird die Reißnaht
an den Befestigungspunkten 866 durch den Fluiddruck in
dem aufblasbaren Kissen 816 aufreißen, wodurch die Fläche der
Kanalendwand 860 erhöht
wird und es dem Gewebeelement 858 ermöglicht wird, den Kanal 840 im
Wesentlichen abzudecken, wie in 11B gezeigt
ist. Es wird darauf hingewiesen, dass ein von einer Reißnaht verschiedenes
Rückhalteelement
im Rahmen der Erfindung verwendet werden kann. Ein Paar von Gewebebändern 862 erstreckt
sich unter Bandführungselementen 864 zwischen
dem Gewebeelement 858 und einem Abschnitt des aufblasbaren
Kissens 816. Wenn sich das aufblasbare Kissen 816 über eine
vorbestimmte Tiefe hinaus füllt,
spannt ein Fluiddruck in dem aufblasbaren Kissen 816 die
Gewebebänder 862,
während sich
das aufblasbare Kissen 816 ausdehnt, wodurch das Gewebeelement 858 nach
unten gezogen wird, um die Fläche
der Kanalendwand 860 zu vergrößern, wodurch es dem Gewebeelement 858 ermöglicht wird,
den Kanal 840 im Wesentlichen abzudecken, wie in 11B gezeigt ist.
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12 zeigt
ein Messhalteseil 968 zur Verwendung mit einem Kanal 940,
der in einem unteren Bereich 930 eines erfindungsgemäßen aufblasbaren Kissens 916 definiert
ist. Das Messhalteseil 968 ist vorzugsweise an einen Airbagentfaltungsmechanismus
in dem aufblasbaren Kissen 916 oder dem Airbaggehäuse 18 von 1 gekoppelt,
um ein Entfalten des aufblasbaren Kissens 916 dynamisch
zu modifizieren. Um zu detektieren, ob während eines Entfaltens des
aufblasbaren Kissens 916 ein Hindernis das aufblasbare
Kissen 916 um den Kanal 940 herum oder in dem
Kanal 940 störend
beeinflusst, ist das Messhalteseil 968 an dem unteren Bereich 930 des aufblasbaren
Kissens 916 an jeder Seite des Kanals 940 befestigt.
Das Messhalteseil 968 kann zusätzlich zu dem Halteseil oder
den Halteseilen verwendet werden, die den Kanal 940 erzeugen,
wie mit Bezug auf vorherige Ausführungsformen
beschrieben ist, oder die ersten und/oder zweiten Halteseile können als
Messhalteseile wirken, um ein Entfalten des aufblasbaren Kissens 916 zu
modifizieren.
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Obwohl
die besten Arten zur Ausführung
der Erfindung genau beschrieben wurden, sollte es verstanden sein,
dass die verwendete Terminologie in der Natur von Worten und einer
Beschreibung und nicht einer Begren zung beabsichtigt ist. Fachleute, die
diese Erfindung betrifft, werden erkennen, dass im Licht der obigen
Lehren viele Veränderungen
der vorliegenden Erfindung möglich
sind. Es sollte daher verstanden sein, dass die Erfindung im Rahmen
der beigefügten
Ansprüche
auf eine im Wesentlichen äquivalente
Weise, anders als hier speziell beschrieben, ausgeführt werden
kann.