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Die Erfindung richtet sich auf eine Spielfläche für ein Miniatur-Wettkampf-Ballspiel, in Form eines Tisches mit einem Gestell und einer darauf angeordneten, ebenen, horizontal ausgerichteten Spielplatte von kreisrundem Umfang, sowie mit einer hohlzylindrisch gewölbten Rückprallwand mit einem Wölbungsradius, welcher dem halben Durchmesser der Spielplatte entspricht.
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Das bekannteste Spiel dieser Art ist wohl Tischtennis. Es handelt sich hierbei um eine Tischplatte mit einer rechteckigen Grundfläche und einem quer gespannten Netz in der Mitte nach Art eines miniaturisierten Tennisplatzes. Ein solcher Tisch ist sehr groß und kann daher nur im Freien oder in großen, geschlossenen Räumen verwendet werden, auch weil an beiden Stirnseiten des rechteckigen Tisches zusätzlich je ein freier Platz für je einen Spieler benötigt wird. Häufig steht jedoch ein solch großer Raum nicht zur Verfügung, sondern - bspw. in einer Mietwohnung - nur ein Kinderzimmer üblicher Größe, wo eine Tischtennisplatte nicht aufgestellt werden kann.
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Die
DE 81 00 539 U1 offenbart eine Spielvorrichtung mit einer vorzugsweise runden Spielfläche und einem zumindest teilweise über die Spielfläche spannbaren Netz, sowie mit einer an der Spielfläche montierbaren, über die Spielfläche ragenden Wand als Reflektor, die mit der Spielplatte lückenlos abschließt, so dass im Bereich der dortigen Hohlkante auftreffende Bälle auf nicht vorhersehbare. Weise reflektiert werden, so dass diese Spielvorrichtung einen geordneten Spielbetrieb nicht zulässt.
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In der
GB 473 665 A wird ein Spielgerät mit einer Rückprallwand beschrieben, die mittels eines Ständers an der Rückseite eines viereckigen Tischs befestigt werden kann. Zwar kann die Neigung der Rückprallwand eingestelt werden, um die Bahn und die Geschwindigkeit des zurück fliegenden Balls, nachem dieser auf die Rückprallwand getroffen ist, zu variieren. Jedoch ist weder die Tischplatte kreisförmig ausgestaltet noch hat die Rückprllwand eine entsprechend starke Wölbung.
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Die
US 4 824 108 A offenbart eine Vorrichtung für ein Ballspiel mit Rückprallvorrichtung, umfassend eine kreisförmige Spielfläche, die horizontal ausgerichtet ist, und ein Ablenkelement mit einer vorderen sphärisch konkaven Rückprallfläche. Ein Abschnitt des Spielfelds erstreckt sich vor dem Ablenkelement und mindestens ein wesentlicher Abschnitt des Ablenkelements erstreckt sich von dem Spielfeld nach oben. Beide gehen entlang einer gemeinsamen Kante ineinander über, und von dort reflektierte Bälle können daher nicht vorausberechnet und kaum gespielt werden.
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Eine ähnliche Konstruktion beschreibt die
DE 34 13 247 A1 . Auch dort ist eine doppelt konkav gewölbte Rückprallwand offenbart, und außerdem hat dort die Tischplatte eine rechteckige Form. Entsprechend ist auch die vertikale Querwölbung stärker ausgeprägt als die horizontale Querwölbung.
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Die
US 2 066 159 A beschreibt eine rechteckige Tischtennisplatte mit einer rückwärtigen, kaum gewölbten Rückprallwand. Infolge der fast ebenen Rückprallwand werden leicht schief geschlagene Bälle weit nach außen reflektiert und treffen meist nicht mehr auf die Spielplatte, so dass damit ein längerdauerndes Spiel kaum möglich ist.
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Ähnliches gilt für den in der
US 3 062 544 A beschriebenen, zusammenklappbaren Spieltisch, der eine rechteckige Tischplatte umfasst sowie eine rückwärtige Rückprallwand, die jedoch nur in ihrem vertikalen Verlauf einer konkaven Wölbung unterliegt, in horizontaler Richtung jedoch nicht gekrümmt ist. Hier werden zwar zu hoch geschlagene Bälle nach unten abgelenkt, aber mit einer seitlichen Bewegungskomponente gespielte Bälle verfehlen beim Zurückprallen meistens die Tischplatte und sind dann nicht mehr spielbar.
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Aus den Nachteilen des beschriebenen Standes der Technik resultiert das die Erfindung initiierende Problem, eine Spielfläche für ein Miniatur-Wettkampf-Ballspiel derart auszubilden, dass das betreffende Spiel auch unter beengten Raumverhältnissen betrieben werden kann.
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Die Lösung dieses Problems gelingt bei einer gattungsgemäßen Spielfläche durch folgende Merkmale:
- a) die Rückprallwand erstreckt sich entlang eines Teils des Umfangs der Spielplatte über einen Zentrumswinkel von mehr als 90°;
- b) zwischen einer Unterkante der Rückprallwand und dem Umfang der Spielplatte ist ein Spalt vorhanden, der größer ist als ein Zehntel der Höhe der Rückprallwand, und darin ist eine Vorrichtung zum Auffangen von Spielbällen angeordnet mit einem den Spalt überdeckenden Fangnetz und einer Auffangrinne;
- c) die Vorderseite der Rückprallwand ist aus einer biegsamen Sperrholzplatte gebildet, wobei an der Rückseite der biegsamen Sperrholzplatte zu deren Versteifung eine Reihe vertikaler Leisten befestigt sind, insbesondere angeleimt;
- d) an den rückwärtigen Seiten der angesetzten Versteifungsleisten erstreckt sich in etwa horizontaler Richtung ein Führungselement, beispielsweise ist dort eine zweite Sperrholzplatte befestigt, insbesondere angeschraubt.
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Ein kreisrunder Umfang der Spielplatte mit einem konstanten Rundungsradius bzw. mit einem in jeder Richtung gleich großen Tischdurchmesser hat den Vorteil, dass der Platzbedarf in der Richtung, wo sich die Spieler aufhalten, nicht größer ist als in einer Richtung quer dazu.
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Die sich entlang eines Teils des Umfangs der Spielplatte erstreckende Rückprallwand gibt den Spielern die Möglichkeit, nicht direkt gegeneinander spielen zu müssen, sondern dies indirekt über die Rückprallwand tun zu können. Dabei stehen beide Spieler nebeneinander der Rückprallwand gegenüber und schlagen den Ball abwechselnd gegen die Rückprallwand. Dies hat den Vorteil, dass hinter der Rückprallwand überhaupt kein zusätzlicher Platz benötigt wird und die Spielplatte mit der Rückprallwand ganz an eine Zimmerwand herangeschoben werden kann.
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Indem sich die Rückprallwand entlang eines Zentrumswinkels von 90° oder mehr erstreckt, ist eine ausreichende Breite gegeben, damit auch ungeübte Spieler selbst aus einem flachen Winkel die Rückprallwand treffen können.
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Die . Rückprallwand weist eine hohlzylindrisch gewölbte Gestalt auf mit einem Wölbungsradius, der dem halben Durchmesser der Spielplatte entspricht, so dass die Rückprallwand nur in horizontaler Richtung gewölbt ist, nicht dagegen in vertikaler Richtung. Damit sind die Rückpralleigenschaften in vertikaler Richtung konstant und beeinflussen die Flugbahn eines zurückspringenden Balls nicht unvorhersehbar.
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Die Rückprallwand muss einen Abstand zu der horizontalen Spielfläche aufweisen, weil ansonsten genau in die Kante gespielte Bälle eine zu geringe Rückprallkraft hätten. Der Spalt zwischen der Unterkante der Rückprallwand einerseits und der horizontalen Spielfläche andererseits muß mindestens dem Durchmesser eines Spielballs entsprechen, damit dieser hindurchpaßt; ein geeignetes Maß für die Höhe eines solchen Spaltes ist ein Zehntel der Höhe der Rückprallwand oder größer.
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Damit auch schnelle Bälle nicht durch den Spalt zwischen Rückprallwand und Spielfläche hindurch fliegen und sodann in weiter Ferne gesucht werden müssen, sieht die Erfindung vor, dass in dem Spalt zwischen der Unterkante der Rückprallwand und dem Umfang der Spielplatte eine Vorrichtung zum Auffangen von Spielbällen angeordnet ist. Diese nimmt den dort hindurch fliegenden Bällen ihren Schwung und lenkt sie zum Fußboden oder gar zu einer Auffangrinne hin ab. Als Vorrichtung zum Auffangen von Spielbällen dient ein Netz, welches sich in dem Spalt zwischen Rückprallwand und Spielfläche befindet und diesen Spalt überdeckt.
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Für die Rückprallwand wird Sperrholz verwendet, welches zwar biegsamen, aber dennoch steif ist. Zur Verbesserung der Rückpralleigenschaften kann die Oberflächenhärte der verwendeten Materialien durch Überzug mit einem harten Lack od. dgl. noch gesteigert werden, insbesondere bei Verwendung von Holz.
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Zur Versteifung der eigentlichen Rückprallfläche ist an deren Rückseite eine Reihe vertikaler Leisten befestigt, insbesondere angeleimt, so dass zwischen je zwei Leisten eine Biegekante verbleibt.
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Entlang den rückwärtigen Seiten der angesetzten Versteifungsleisten erstreckt sich in etwa horizontaler Richtung ein Führungselement, um einen konstanten Wölbungsradius der Rückprallfläche sicherzustellen.
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Die Rückprallwand ersetzt außerdem ein die Spielfläche in zwei Bereiche oder Hälften unterteilendes Netz od. dgl., so dass die horizontale Spielfläche nicht durch erhabene Barrieren wie Netze od. dgl. unterteilt wird, sondern allenfalls durch aufgemalte Linien und/oder durch Klappscharniere, um die Platte im unbenutzten Zustand platzsparend aufbewahren zu können. Dadurch kann die Spielfläche insgesamt noch weiter reduziert werden - im Grenzfall auf etwa die Hälfte der Fläche einer Tischtennisplatte oder noch weniger - um den Platzbedarf nochmals zu senken.
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Es hat sich bewährt, dass sich die Rückprallwand entlang eines Zentrumswinkels von 180° oder weniger erstreckt, vorzugsweise entlang eines Zentrumswinkels von 165° oder weniger, insbesondere entlang eines Zentrumswinkels von 150° oder weniger. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein zurückprallender Ball von selbst abermals auf die Rückprallwand trifft, äußerst gering, und die Spieler haben genügend Bewegungsfreiheit, um auch zu kräftigen Schmetterbällen ausholen zu können.
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Wenn die Rückprallwand eine Höhe hat, welche einem Zehntel ihrer entlang des Tischplattenumfangs gemessenen Breite entspricht oder größer ist, vorzugsweise einem Achtel ihrer Breite oder größer, insbesondere einem Sechstel ihrer Breite oder größer, so ist eine ausreichende Treffsicherheit auch für ungeübte Spieler gewährleistet. Die Höhe der Rückprallwand ist nicht von der Oberfläche der Spielfläche bzw. Tischplatte ab zu messen, sondern ab der tatsächlichen Unterkante der Rückprallwand, falls diese sich oberhalb der Tischplattenebene befindet.
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Andererseits sollte die Rückprallwand eine Höhe haben, welche gleich oder kleiner ist als die Hälfte ihrer entlang des Tischplattenumfangs gemessenen Breite, vorzugsweise gleich oder kleiner einem Drittel ihrer Breite, insbesondere gleich oder kleiner einem Viertel ihrer Breite. Eine solche Bemessung soll gewährleisten, dass ein zu hoch geschlagener Ball nicht mehr zurückprallt, sondern über die Rückprallwand ins Spielaus geht. Ansonsten könnte es passieren, dass der zurückprallende Ball überhaupt nicht mehr auf der Spielfläche aufspringt, sondern über dieselbe nach vorne fliegt.
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Ferner sollte der Abstand zwischen der Rückprallwand und der horizontalen Spielfläche kleiner sein als die Höhe der Rückprallwand, vorzugsweise kleiner als zwei Drittel ihrer Höhe, insbesondere kleiner als die Hälfte ihrer Höhe, damit die von der Rückprallwand zurückprallenden Bälle - auch wenn sie scharf gespielt wurden - nicht über die horizontale Spielfläche hinüberfliegen, sondern auf dieser aufspringen.
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Ein innerhalb des Spaltes zwischen Spielplatte und Rückprallwand angeordnetes Netz kann mit seiner Oberkante an der Rückseite und/oder Unterkante der Rückprallwand befestigt sein und von dort unter der Einwirkung seines eigenen Gewichts lose herabhängen.
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Die Befestigung zwischen Netz, Vorhang oder sonstigem Stoffzuschnitt einerseits und der Rückseite und/oder Unterkante der Rückprallwand andererseits läßt sich mittels Klettverschlüssen realisieren, so dass Netz, Vorhang oder Stoffzuschnitt abgenommen und bspw. gewaschen werden können.
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Andererseits sollte das Netz, der Vorhang oder sonstige Stoffzuschnitt lose über die Kante der Spielplatte herabhängen, damit ein aufgefangener Ball nicht wieder auf die Spielfläche rollt, sondern über die hintere Kante der Spielfläche herabfällt. Dort kann sich entlang der Spielflächenkante eine Rinne erstrecken, welche die aufgefangenen Bälle aufnimmt und bspw. einem Ballspeicher zuleitet. Dieser kann bspw. durch eine im Bereich der Vorderkante der Spielfläche befindliche, unterseitige Greiföffnung gebildet sein, die über eine Verbindungsrinne mit der Auffangrinne kommuniziert. Eine solche Verbindungsrinne verläuft unterhalb der Spielplatte - entweder entlang eines Abschnitts des Plattenumfangs oder geradewegs durch die Plattenmitte. Eine ständige Neigung von der rückwärtigen Auffangrinne zu dem vorderseitigen Ballspeicher gewährleistet, dass ein Ball komplett bis zu einer vorderen Greiföffnung rollt. Auch die rückwärtige Auffangrinne sollte zu dem rückwärtigen Ende der Verbindungsrinne hin ein gewisses Gefälle aufweisen.
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Die Rückprallwand soll möglichst inelastisch, d.h., vergleichsweise hart bzw. steif sein, damit einem daran aufprallenden Ball keinerlei Energie entzogen wird und dieser seine ursprüngliche Energie vor dem Auftreffen möglichst vollständig behält, so dass sich eine gut kalkulierbare Flugbahn ergibt. Geeignete Materialien sind Hölzer, insbesondere harte und/oder oberflächlich behandelte Hölzer, ferner Metall, Beton, Stein od. dgl., evtl. auch Kunststoff oder gehärtetes Glas.
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Ein gewisses Problem besteht darin, das vergleichsweise harte bzw. steife Material in die hohlzylindrisch gewölbte Form zu bringen. Zu diesem Zweck kann die eigentliche Rückprallwfläche vergleichsweise dünn sein, bspw. nur 1 oder 2 mm stark, und an einer rückwärtigen Haltekönstruktion befestigt sein.
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Es kann sich hierbei einerseits um einen steifen Bügel handeln, bspw. aus Metall, woran die Rückprallfläche samt ihrer Versteifungleisten festlegbar ist. Zur Verbindung zwischen Rückprallfläche oder Versteifungsleisten einerseits und einem solchen Bügel andererseits können Hakenelemente dienen, die an der/den Rückseite(n) der Rückprallfläche bzw. der (aller) Versteifungsleisten angeordnet sind und nach unten gerichtete Hakennasen aufweisen, die über den Metallbügel gehängt und dort eingehakt werden können.
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Andererseits kann ein rückwärtiges Führungselement auch als eine zweite, ebenfalls biegsame Sperrholzplatte ausgebildet sein, die mit Bohrungen für Befestigungsschrauben versehen ist, welche in die rückwärtigen Versteifungsleisten der eigentlichen Rückprallfläche eingeschraubt werden. Durch einen größeren Abstand zwischen den Mittelachsen zwei solchen Bohrungen im Verhältnis zum Abstand zweier gleichsinniger Kanten einer Versteifungsleiste (bspw. jeweils der rechten Kanten) kann ebenfalls eine Wölbung erreicht und stabilisiert werden. Dieses Befestigungsprinzip mittels Schrauben eignet sich auch bei Verwendung eines steifen Bügels, bspw. aus Metall.
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Die Rückprallwand sollte außerdem mittels zweier oder mehrerer Bügel an der Unterseite der Spielplatte oder an einem diese tragenden Gestell festgelegt sein. Vorzugsweise werden diese Bügel mit einem rückwärtigen Führungselement für die eigentliche Rückprallwand verbunden, bspw. mittels Befestigungsschrauben daran festgeschraubt.
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Um die horizontale Spielplatte etwa auf Hüfthöhe eines Spielers abzustützen, sollte sie oder ein tragendes Gestell einen oder mehrere Standfüße aufweisen.
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Bei einem massiven Material, bspw. Beton oder Stein, genügt hierzu ein einziger, zentraler Sockel, auf dem die Tischplatte sodann lose aufgelegt werden kann, wenn sie ebenfalls aus Beton oder Stein besteht und evtl. an ihrer Unterseite mittels ineinandergreifender Zapfen bzw. Vertiefungen mit der Oberseite des Sockels verbunden wird und daher nicht verschoben werden kann.
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Sofern der Tisch und/oder ein denselben tragendes Gestell aus einem weniger massiven Material besteht, bspw. aus Holz oder Kunststoff, so empfiehlt die Erfindung, statt eines einzigen, zentralen Sockels drei oder vier, in der Nähe des Plattenumfangs angeordnete Standfüße zu verwenden. Diese können entweder jeweils an der Tischplattenunterseite festgelegt sein und/oder miteinander nach Art eines echten Gestells miteinander verbunden sein.
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Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, dass die Spielplatte aus Holz, Stein oder Beton besteht. Während Holz mit einer Beschichtung versehen sein sollte, einerseits zum Schutz vor einer Verwitterung, vor Feuchtigkeit, Schädlingen, etc., andererseits zur Verbesserung guter und gleichförmiger Rücksprungeigenschaften, könnten Materialien wie Stein oder Beton unbehandelt bleiben, wenn sie hinreichend glatt geschliffen bzw. poliert sind.
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Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung weniger bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung. Hierbei zeigt:
- 1 einen zur Verwendung in geschlossenen Räumen geeigneten Spieltisch für ein Miniatur-Wettkampf-Ballspiel in einer perspektivischen Ansicht von vorne;
- 2 einen Schnitt durch die 1 entlang der Linie I - I, teilweise abgebrochen;
- 3 einen Befestigungswinkel zur Verbindung der Rückprallwand mit der Tischplatte;
- 4 eine Draufsicht auf die obere Kante der Rückprallwand;
- 5 das Detail V aus 4;
- 6 eine Draufsicht auf die Tischplatte einer anderen, zur Verwendung im Freien geeigneten Ausführungsform der Erfindung;
- 7 einen Vertikalschnitt durch die 6 entlang der Linie VII - VII.
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In 1 ist ein Spieltisch 1 als Bestandteil eines Miniatur-Wettkampf-Ballspiels wiedergegeben. Zu dem Spiel gehören außerdem noch wenigstens ein Spielball, wobei sich handelsübliche Tischtennisbälle am besten eignen, sowie zwei Schläger nach Art von Tischtennisschlägern für insgesamt zwei Spieler.
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Der Spieltisch 1 bietet den Spielern insgesamt zwei Spielflächen an: Einerseits eine kreisrunde, horizontale Spielfläche 2 als eigentliches Spielfeld, sowie andererseits eine Rückprallwand 3, die sich entlang eines Teils des Umfangs 4 der horizontalen Spielfläche 2 erstreckt.
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Das ebene Spielfeld 2 besteht vorzugsweise aus einer Sperrholz- oder Preßspanplatte, die an ihrer Oberseite 5 mit einem harten Lack, Folie od. dgl. überzogen ist, bspw. von der Art wie er/sie auch zur Herstellung von Tischtennisplatten Verwendung findet. Darauf können ein oder mehrere Markierungslinien 6 aufgemalt sein, um das Spielfeld 5 in verschiedene Bereiche zu untergliedern. Die Spielfeld-Platte 2 ruht auf mehreren, bei der dargestellten Ausführungsform auf vier Standbeinen 7. Diese können nach Art eines Tischgestells miteinander verbunden sein, bspw. durch eine rundumlaufende Zarge, und/oder sie sind durch eine direkte Verbindung, bspw. Verschraubung, mit der Unterseite der Spielfeld-Platte 2 indirekt miteinander verbunden, wobei dann die Spielfeld-Platte 2 selbst zu einem Bestandteil des Gestells wird. Die Spielfeld-Platte 2 könnte auch geteilt ausgeführt sein, damit sie zur Aufbewahrung zusammengelegt werden kann, bspw. über ein Klavierband, Scharnier od. dgl., und die Standbeine 7 können aus dem selben Grund lösbar an der Platte 2 oder an einem dieselbe tragenden Gestell befestigt sein.
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Die Vorderseite 8 der Rückprallwand 3 ist vorzugsweise mit dem selben Lack, Folie od. dgl. beschichtet wie das ebene Spielfeld 2, evtl. auch in der selben Farbe; sie kann aus optischen Gründen auch in einer anderen Farbe gehalten sein. Im Gegensatz zu dem ebenen Spielfeld 2 ist sie jedoch konkav gewölbt und daher in der Lage, in ihrem Verlauf einem Abschnitt des Umfangs 4 des Spielfeldes 2 zu folgen. Diese Wölbung ist dadurch möglich, weil ihre Vorderseite 8 nur aus einer dünnen Sperrholzschicht besteht, bspw. mit einer Stärke von 5 mm oder weniger, vorzugsweise 4 mm oder weniger, insbesondere 3 mm oder weniger, so dass sie sich ohne große Mühe und auch ohne zu Knicken oder zu Brechen manuell biegen läßt.
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Die Vorderseite 8 der Rückprallwand 3 wird dabei aus einem rechteckigen Zuschnitt gebogen, dessen Kantenverhältnis h : b (Höhe zu Breite) etwa zwischen 1 : 6 und 1 : 3 liegt. Um diese Rückprallfläche 8 mit einem konstanten Biege- oder Wölbungsradius in horizontaler Richtung zu stabilisieren, sind an der Rückseite der Sperrholzplatte 8 viele vertikale, zueinander parallele Leisten 9 befestigt, bspw. angeleimt oder mit (versenkten und durch den oberseitigen Lack verdeckten) Metallklammern angeheftet, wie 4 und 5 zu entnehmen ist. Zwischen je zwei benachbarten Leisten 9 verbleibt daher eine potentielle Biegelinie. Damit sich die Vorderplatte 8 nicht nur an diesen potentiellen Biegelinien verformen kann, läßt sich zwischen den Leisten 9 und der Sperrholzplatte 8 ein elastisches Futtermaterial 10 anordnen, bspw. in Form einer dünnen Schicht eines geschäumten Materials.
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Zur Befestigung und Stabilisierung der Rückprallwand 3 sind in den Rückseiten 11 der Leisten 9 nicht dargestellte Sacklochbohrungen vorgesehen, etwa lotrecht zu der Vorderseite 8 der Rückprallwand 3. Die darin eingreifenden Schrauben werden durch je ein Loch 12 in einem gebogenen Führungsbügel 13, vorzugsweise aus Metall, gesteckt, der horizontal an den Rückseiten 11 der Leisten 9 entlangläuft.
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Mittels dieser Schrauben wird der Rückprallfläche
8 die Wölbung dieses Führungsbügels
13 aufgezwungen. Der Wölbungsradius r des Führungsbügels
13 entspricht etwa dem halben Durchmesser d des ebenen Spielfeldes
2:
während seine Länge I etwa identisch mit der Breite b der Rückprallfläche
8 ist:
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Der Führungsbügel 13 kann einfach aus einem Flacheisen gebogen sein. Er weist eine Anzahl von Löchern 12 auf, welche vorzugsweise der Anzahl der Leisten 9 entspricht, damit jede Leiste 9 an dem Führungsbügel 13 gehalten wird.
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Der Führungsbügel 13 ist mit mehreren, vorzugsweise zwei oder drei Tragbügeln 14 verbunden, vorzugsweise verschweißt oder verschraubt. Diese Tragbügel 14 bestehen vorzugsweise ebenfalls aus je einem gebogenen Flacheisen und haben etwa eine L-förmige Gestalt mit je einem oberen, vertikalen Schenkel 15 und einem unteren, horizontalen Schenkel 16. Während der Führungsbügel 13 an dem oberen, vertikalen Schenkel 15 festgelegt, vorzugsweise angeschweißt ist, verfügt der untere, horizontale Schenkel 16 über Löcher 17 zur Befestigung an der Unterseite der Spielfeld-Platte 2 oder an einem dieselbe tragenden Gestell.
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Der obere, vertikale Schenkel 15 der Tragbügel 14 ist außerdem in seinem unteren Bereich abgekröpft, dh., er ist etwa auf Höhe der Unterkante der Rückprallfläche 8, oder etwas oberhalb dieser Kante, doppelt umgebogen, zunächst um eine erste Biegekante 18 etwa rechtwinklig nach vorne, in eine Richtung parallel zu dem unteren, horizontalen Schenkel 16, und sodann um eine zweite Biegekante 19 nach wenigen Zentimetern, bspw. 3 bis 5 Zentimetern, wieder rechtwinklig nach oben. Dadurch tritt der Bereich 20 unterhalb der ersten Biegekante 18 gegenüber dem Bereich 21 oberhalb der zweiten Biegekante 19 zurück.
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Die Länge des unteren Bereichs 20 entspricht mindestens der Stärke der Spielfeld-Platte 2 zzgl. dem einfachen Durchmesser eines Spielballes, vorzugsweise dem anderthalbfachen, insbesondere dem doppelten dieses Balldurchmessers. Dadurch entsteht zwischen der Unterkante 22 der Rückprallfläche 8 und dem Umfang 4 des Spielfeldes 2 ein Spalt, dessen Breite bzw. Höhe dem einfachen Durchmesser eines Spielballes, vorzugsweise dem anderthalbfachen, insbesondere dem doppelten dieses Balldurchmessers entspricht und ein Ball zwischen diesen beiden Spielflächen 2, 8 hindurchfliegen kann. Damit ein solcher Ball nicht weit davonfliegen kann, wird dieser Spalt durch ein flexibles Fangnetz 23 überdeckt, das im Bereich der Unterkante 22 der Rückprallfläche 8 festgelegt ist, bspw. mittels eines Klettverschlusses.
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Ein Ball wird also von diesem Netz 23 abgebremst und fällt dann hinter dem Umfang 4 des Spielfeldes 2 herab, bspw. in eine darunter entlang laufende, in der Zeichnung nicht dargestellte Auffangrinne, und gelangt von dort - ggf. über eine unter dem Spielfeld 2 entlang laufende Verbindungsrinne - in ein Balldepot an der Vorderseite des Spielfeldes 2.
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In den 6 und 7 ist eine anderer Spieltisch 1' dargestellt, der für die Verwendung auf Spielplätzen, etc. gedacht und aus diesem Grunde sehr massiv ausgebildet ist. Hierbei besteht die Spielfeld-Platte 2' aus einer Platte aus Stein oder Beton oder einem sonstigen Material, bspw. auch Kunststoff, welche auf einem massiven, zentralen Sockel 24 aus dem selben Material ruht. Mittels ineinandergreifender Zapfen 25 und Vertiefungen 26 in der Unterseite 27 der Spielfeld-Platte 2' einerseits und der Oberseite des Sockels 24 andererseits ist ein Verschieben der Platte 2' gegenüber dem Sockel 24 unmöglich; ggf. kann in der Verbindungsfuge außerdem noch Klebstoff oder Mörtel vorgesehen sein, um eine maximal feste Vebindung zwischen diesen Teilen 2', 24 zu erreichen.
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Die Oberseite 5' der Steinplatte 2' ist poliert. Linienförmige Spielmarkierungen 6' können hierbei als in die Oberseite 5' eingelassene, bspw. eingeklebte Metallprofile 28 realisiert sein. Außerdem kann ein Kantenschutz in Form eines ebenfalls eingelassenen, rundumlaufenden Metallprofils 29 vorgesehen sein. Während mittige Spielmarkierungen 6' vorzugsweise aus T-Profilen 28 gebildet sind, wird als Kantenschutz ein L-Profil 29 empfohlen.
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Im Rahmen einer solchen, witterungsbeständigen Ausführungsform 1' empfiehlt die Erfindung, eine Rückprallwand 3' aus einem bruchsicheren, gebogenen Glas, bspw. Milchglas, zu verwenden. Es handelt sich hierbei um ein formschönes Material, das mit einem geeigneten Wölbungsradius hergestellt werden kann und mit Tragbügeln 14' aus rostfreiem Edelstahl an der Spielplatte 2' fixiert werden kann.