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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von strangartigem
Wickelgut, wobei die Vorrichtung eine um eine Drehachse drehbar gelagerte
Wickeltrommel, eine mit einem Kreuzgewinde versehene, zu der Drehachse
beabstandete Führungsachse,
ein auf der Führungsachse
in Längsrichtung
der Führungsachse
hin- und herbewegbares Führungselement
und einen Niederhalter aufweist, der zumindest beim Aufrollen des
Wickelguts auf die Wickeltrommel das Wickelgut auf den Außenumfang
des Führungselements
drückt.
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Aus
der
DE-G 85 26 244 ist
beispielsweise eine Kabeltrommel für ein elektrisches Kabel bekannt,
die eine drehbar gelagerte Wickeltrommel und ein Führungselement
aufweist, das entlang einer Führungsachse
verschiebbar angeordnet ist. Dabei ist die Führungsachse parallel zu der
Drehachse der Wickeltrommel angeordnet. Um eine Führung des Wickelgutes
zu erreichen muss das Führungselement
von Hand entlang der Führungsachse
hin- und herbewegt
werden. Zudem schleift das Wickelgut sowohl beim Auf- als auch beim
Abwickeln über
das U-förmig
ausgestaltete Führungselement
und über einen
die Führungsachse
bildenden Haltegriff. Dadurch tritt ein erhöhter Verschleiß des Wickelgutes auf.
Außerdem
muss das Führungselement
von Hand hin- und herbewegt werden.
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Weiterhin
ist aus der
DE-G 94
01 104 ein Schlauchwagen bekannt, der ein entlang einer
als Gewindestange ausgebildeten Führungsachse hin- und herbewegbares
Führungselement
aufweist. Die Wickeltrommel ist über
eine Handkurbel bewegbar. Über
Getrieberäder
und einen Kraftübertragungsriemen
wird die Führungsachse
in Abhängigkeit
der Wickeltrommel in Drehung versetzt und damit ein Verschieben
des Führungselements
entlang der Führungsachse
bewirkt. Diese Vorrichtung hat den Nachteil einer sehr aufwändigen Konstruktion.
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Eine
Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von strangartigem Wickelgut der
eingangs genannten Art ist aus der
DE 103 00 960 A1 bekannt. Bei der bekannten
Vorrichtung ist der Niederhalter als ein einfacher Stab ausgebildet,
der in einem festen Abstand zu dem Außenumfang des Führungselements angeordnet
ist. Zwar ist in dieser Druckschrift erwähnt, dass der Abstand des Niederhalters
zu der Führungsachse
bzw. zu dem Außenumfang
des Führungselements
einstellbar ist. Dies dient jedoch nur dazu, den Niederhalter an
Wickelgut unterschiedlicher Dicke anzupassen und damit ein Herausspringen
des Wickelgutes optimal zu verhindern. Der Abstand des Niederhalters
wird allenfalls einmalig an die Dicke des Wickelguts angepasst und
verbleibt danach über
die gesamte Nutzungsdauer der Vorrichtung unverändert, da das auf der Wickeltrommel
aufgerollte Wickelgut über
die Nutzungsdauer der Vorrichtung üblicherweise nicht ausgewechselt
wird, insbesondere nicht gegen ein Wickelgut mit veränderter Dicke
ausgetauscht wird. Es ist nicht angedacht, den Niederhalter während der
Nutzungsdauer der Vorrichtung, bspw. zum leichteren Abwickeln des
Wickelguts, zu verstellen. Das wäre
bei der bekannten Vorrichtung auch gar nicht möglich, da dazu erst ein Halteelement
des Niederhalters mittels eines geeigneten Werkzeugs in einer zeitaufwendigen
Prozedur gelöst
werden müsste.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
dahingehend auszugestalten und weiterzubilden, die einerseits das Wickelgut
während
des Aufrollens sicher und zuverlässig
auf dem Außenumfang
des Führungselements hält und andererseits
aber auch das Abwickeln des Wickelguts erleichtert.
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Ausgehend
von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe
dadurch gelöst,
dass der Niederhalter zwischen zwei Stellungen verschwenkbar ausgebildet
ist, nämlich
einer ersten Stellung, in der der Niederhalter das Wickelgut auf den
Außenumfang
des Führungselements
drückt und
einer zweiten Stellung, in der der Niederhalter einen größeren Abstand
zum Außenumfang
des Führungselements
aufweist als in der ersten Stellung.
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Vorteile der Erfindung
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Die
Erfindung ermöglicht
es, während
des Aufwickelns des Wickelguts den Niederhalter in die ersten Stellung
zu bringen und das Wickelgut auf das Führungselement zu drücken, so
dass dieses sicher und zuverlässig
in eine Drehbewegung gebracht und auf der Führungsachse hin- und herbewegt
wird. Dabei wird das Wickelgut gleichmäßig auf die Wickeltrommel verteilt
aufgerollt. Zum Abwickeln des Wickelguts wird der Niederhalter einfach
in die zweite Stellung gebracht, das heißt der Abstand zwischen Niederhalter
und Außenumfangsfläche des
Führungselements
vergrößert. Dadurch
kann das Wickelgut wesentlich einfacher und schneller von der Wickeltrommel
abgewickelt werden, insbesondere wenn zum Abwickeln einfach an dem
abgewickelten Ende des Wickelguts gezogen wird. Zum Abwickeln kann
das Wickelgut ganz aus dem Führungselement entnommen
und am Ende des Abwickelns einfach wieder in das Führungselement
eingesetzt werden, wobei der vergrößerte Abstand zwischen Niederhalter
und Führungselement
das Herausnehmen des Wickelguts aus und Einsetzen in das Führungselement
deutlich vereinfacht. Alternativ kann das Wickelgut einfach in dem
Führungselement
belassen werden, wobei der größere Abstand
zwischen Niederhalter und Führungselement
ein leichteres und schnelleres Abwickeln des Wickelguts ermöglicht. Das
wird insbesondere dadurch erzielt, dass das Wickelgut in der zweiten
Stellung des Niederhalters nicht an dem Niederhalter und/oder der
Umfangsfläche
des Führungselements
entlang reibt, sondern nahezu widerstandslos abgewickelt werden
kann.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
der Niederhalter als eine Abdeckung ausgebildet ist, welche einen oberen
Umfangsbereich des Führungselements überdeckt.
Dadurch wird der Bereich der Führungsachse
und/oder der Führungsrolle
gegen Schmutz und Feuchtigkeit von oben geschützt. Das stellt stets ein leichtgängiges Hin-
und Herbewegen des Führungselements
auf der Führungsachse
sicher. Diese Weiterbildung ist insbesondere beim Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in schmutz- und feuchtigkeitsgefährdeten
Bereichen, bspw. auf einer Baustelle oder im Außenbereich von Bedeutung.
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Vorteilhafterweise überdeckt
die Abdeckung von oben betrachtet zumindest die Führungsachse vollständig. Sinnvollerweise
sollten zumindest die Bereiche der Führungsachse überdeckt
sein, die das Führungselement
während
seiner Hin- und Herbewegung überstreicht.
Diese Ausführungsform
betrifft also insbesondere die Breite der vorgeschlagenen Abdeckung.
Vorzugsweise überdeckt
die Abdeckung von oben betrachtet zumindest das Führungselement
vollständig.
Diese Ausführungsform
betrifft also insbesondere die Tiefe der vorgeschlagenen Abdeckung.
Vorzugsweise ist die Abdeckung nach Art eines Zylindermantelabschnitts
gewölbt
ausgebildet, wobei die imaginäre
Längsachse
des Zylindermantels parallel zu der Führungsachse verläuft.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform wird
vorgeschlagen, dass der Niederhalter zwischen der ersten und der
zweiten Stellung um eine Schwenkachse verschwenkbar ist, die im
wesentlichen parallel zu der Führungsachse
verläuft.
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Um
sicherzustellen, dass der Niederhalter das Wickelgut sicher und
zuverlässig
auf die Außenumfangsfläche der
Führungsrolle
drückt,
wird vorgeschlagen, dass der Niederhalter zumindest in der ersten
Stellung lösbar
gehalten ist. Vorteilhafterweise ist der Niederhalter zumindest
in der ersten Stellung mittels einer Rast- oder Schnappverbindung
lösbar
gehalten. Vorzugsweise weist die Vorrichtung mindestens ein Trag-
oder Halteelement auf, an dem die Führungsachse befestigt ist und
an dem der Niederhalter zumindest in der ersten Stellung lösbar gehalten
ist. Es wird vorgeschlagen, dass an dem Trag- oder Halteelement mindestens ein nachgiebiger
Vorsprung ausgebildet ist, der zumindest in der ersten Stellung
des Niederhalters mit einer entsprechenden, an dem Niederhalter
ausgebildeten Vertiefung in Eingriff tritt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst
der nachgiebige Vorsprung eine in dem Trag- oder Halteelement ausgebildete
Bohrung und eine in der Bohrung unter Federbelastung gehaltene Kugel.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass das Außengewinde
als Kreuzgewinde ausgestaltet ist und das Kreuzgewinde ein Linksgewinde
mit einem ersten Steigungswinkel und ein Rechtsgewinde mit einem
zweiten Steigungswinkel umfasst.
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Vorteilhafterweise
ist das Führungselement als
eine Führungsrolle
ausgebildet, die das Wickelgut beim Auf- und Abwickeln führt, wobei
das Wickelgut beim Auf- und Abwickeln mittels Reibschluß mit der Führungsrolle
in Eingriff tritt und diese in eine Drehbewegung um die Führungsachse
versetzt.
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Die
Vorrichtung erlaubt es, beispielsweise ein Kabel besonders gleichmäßig dadurch
auf- und abzuwickeln, dass das Führungselement
automatisch während
des Auf- beziehungsweise Abwickelns des Kabels über die Breite der Wickeltrommel
hin- und hergeführt wird.
Beim Aufwickeln wird das Wickelgut gleichmäßig auf der Wickeltrommel verteilt. Damit
wird einerseits der auf der Wickeltrommel zur Verfügung stehende
sogenannte Wickelraum optimal genutzt. Andererseits wird dadurch
verhindert, dass auf der Wickeltrommel Verschlingungen derart entstehen,
dass beim Abwickeln des Wickelgutes eine Wicklung von einer nachfolgenden
derart überlagert wird,
dass das Abwickeln an dieser Stelle erschwert wird.
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Das
Führungselement
ist vorzugsweise als eine Führungsrolle
ausgestaltet. Außerdem
weist die Führungsrolle
an dem Innenumfang einen Läufer
auf, der um eine senkrecht zu der Führungsachse ausgerichtete Drehachse
drehbar ist. Dabei ist auf der zu der Führungsachse gerichteten Oberfläche des
Läufers
ein Innengewindeabschnitt ausgebildet. Der auf dem Läufer ausgebildete
Innengewindeabschnitt ermöglicht
es, dass die Führungsrolle
auf der Führungsachse
entlang der Führungsachse
besonders einfach dadurch hin- und herbewegt werden kann, dass die
Führungsrolle
in eine Drehbewegung um ihre Drehachse versetzt wird.
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Der
Läufer
kann den ersten Steigungswinkel und den zweiten Steigungswinkel
durch Drehung um eine Drehachse annehmen. Erreicht der Läufer und damit
die Führungsrolle
eine äußere Begrenzung
des Kreuzgewindes, so wird der Läufer
durch einen sich dort ändernden
Steigungswinkel des Außengewindes
der Führungsrolle
entlang seiner Drehachse derart gedreht, dass der Läufer – und damit
auch die Führungsrolle – ein das
erste Gewinde kreuzendes zweites Gewinde in die nun entgegengesetzte
Richtung hin zu dem entgegengesetzten Ende der Führungsachse folgt. Dies ermöglicht auf
besonders einfache Weise eine automatische Hin- und Herbewegung
der Führungsrolle
beim Auf- und Abwickeln
des Wickelguts.
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Vorzugsweise
hat der erste Steigungswinkel den gleichen Betrag wie der zweite
Steigungswinkel. Damit kann das Wickelgut besonders gleichmäßig auf
der Kabeltrommel auf- und abgewickelt werden. Es ist aber auch denkbar,
dass die Steigungswinkel unterschiedlich sind, so dass das Wickelgut
je nach Bewegungsrichtung des Führungselements
auf der Führungsachse
unterschiedlich schnell, d. h. unterschiedlich dicht nebeneinander
liegend auf die Wickeltrommel aufgewickelt wird.
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Vorzugsweise
ist der Außenumfang
der Führungsrolle
mit dem Wickelgut derartig reibungsschlüssig verbindbar, dass die Führungsrolle
durch das bei dem Aufwickeln einlaufende Wickelgut in eine Drehbewegung
um die Führungsachse
gebracht wird. Dadurch ist es auf besonders einfache, robuste und
kostengünstige
Weise möglich,
die Führungsrolle
automatisch mit dem Auf- und Abrollen des Wickelgutes in eine Drehbewegung
um die Führungsachse und
damit in eine Hin- und Herbewegung längs der Führungsachse zu versetzen.
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Vorteilhafterweise
ist der Abstand des Niederhalters zu der Führungsachse in den verschiedenen
Stellungen einstellbar. Durch diese Einstellmöglichkeit wird der Niederhalter
gewissermaßen
in eine erste und/oder zweite Grundstellung gebracht. Selbstverständlich kann
auch ein derart einstellbarer Niederhalter zwischen den beiden Grundstellungen bewegt
werden. Durch die Einstellung des Abstands zwischen Niederhalter
und Außenumfangsfläche des Führungselements
in der ersten Stellung kann der Niederhalter an Wickelgut unterschiedlicher
Dicke angepasst werden, so dass stets ein Herausspringen des Wickelgutes
optimal verhindert werden kann. Das Einstellen der Grundstellung
des Niederhalters ist aber wesentlich aufwendiger als das nahezu
automatische Bewegen des Niederhalters zwischen den verschiedenen
Stellungen. Deshalb wird der Niederhalter einmal zu Beginn der Nutzungsdauer
eingestellt und an die Dicke des Wickelguts angepasst. Danach bleibt
die Einstellung über
die gesamte Nutzungsdauer der erfindungsgemäße Vorrichtung. Im Gegensatz
dazu wird der Niederhalter bei jedem Wechsel zwischen Aufwickeln
und Abwickeln des Wickelguts zwischen den Stellungen umgeschaltet,
vorzugsweise zum Aufwickeln in die erste Stellung und zum Abwickeln
in die zweite Stellung.
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Zeichnungen
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Weitere
Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden
alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination
den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von der Zusammenfassung
und den Patentansprüchen
oder deren Rückbeziehung,
sowie unabhängig von
ihrer Formulierung beziehungsweise Darstellung in der Beschreibung
beziehungsweise in der Zeichnung.
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In
der Zeichnung zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Niederhalter
für das
Wickelgut in einer ersten Stellung;
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1a eine
Detailansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
aus 1 mit dem Niederhalter in einer zweiten Stellung;
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2 eine
Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
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3 einen
Längsschnitt
durch die Führungsachse
und die Führungsrolle
eines Ausführungsbeispiels;
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4 einen
Querschnitt durch die Querachse und die Führungsrolle;
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5a ein
Detail V aus 2 mit einer Schnapp- oder Rastverbindung
zum Halten des Niederhalters in der ersten Stellung gemäß einer
ersten Ausführungsform
in einer Seitenansicht;
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5b ein
Detail V aus 2 mit einer Schnapp- oder Rastverbindung
zum Halten des Niederhalters in der ersten Stellung gemäß einer
zweiten Ausführungsform
in einer Seitenansicht;
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6 eine
Draufsicht von vorne auf den Niederhalter in einer bevorzugten Ausführungsform
mit Kabelreiniger.
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In 1 ist
mit dem Bezugszeichen 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Auf- und Abwickeln strangartigen Wickelguts, beispielsweise
von Kabeln oder Schläuchen,
dargestellt. Diese umfasst eine auch als Kabeltrommel bezeichnete
Wickeltrommel 10, die auf einer an einem Profilrohr 50 drehbar gelagerten
Drehachse 12 angebracht ist und mittels einer Kurbel 14 in
Drehbewegung versetzt werden kann. Selbstverständlich kann die Wickeltrommel 10 auch
elektrisch, pneumatisch, hydraulisch oder auf andere Weise in Drehbewegung
versetzt werden. An den äußeren Enden
der Kabeltrommel 10 sind Seitenwangen 11a, 11b angeordnet,
die ein seitliches Herabrutschen des Wickelgutes verhindern.
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An
dem der Kabeltrommel 10 entgegengesetzten Ende des Profilrohrs 50 ist
eine mit einem Gewinde 23 versehene Führungsachse 22 angeordnet,
auf der eine um die Längsachse
der Führungsachse 22 drehbare
Führungsrolle 20 angebracht
ist. Die Führungsrolle 20 weist
an dem Außenumfang eine
Führungsrinne 24 auf.
Außerdem
ist ein Niederhalter 40 dargestellt, der als eine Abdeckung
in Form eines Zylindermantelabschnitts ausgebildet ist. Die Abdeckung 40 ist
an einer Schwenkachse 90 um diese verschwenkbar an dem
Profilrohr 50 befestigt.
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In 1 ist
die Abdeckung 40 in ihrer ersten Stellung dargestellt,
in der sie das Wickelgut 30 auf die Außenumfangsfläche der
Führungsrolle 20 drückt. Dadurch
versetzt das Wickelgut 30 beim Aufwickeln die Rolle 20 in
einen Drehbewegung um die Führungsachse 22 und
aufgrund des Gewindes 23 in eine Hin- und Herbewegung entlang
der Führungsachse 22.
In 1a ist die Abdeckung 40 in ihrer zweiten
Stellung gezeigt, in der sie nach oben verschenkt ist, so dass der
Abstand zwischen der Abdeckung 40 und dem Außenumfang
der Führungsrolle 20 größer als
in der ersten Stellung ist. Genauer gesagt ist die der Schwenkachse 90 gegenüberliegende
Seite der Abdeckung 40 in einem größeren Abstand zu dem Außenumfang
der Führungsrolle 20 Seite
der Abdeckung 40 Die Abdeckung 40 kann die zweite
Stellung bspw. beim Abwickeln des Wickelguts 30 von der
Kabeltrommel 10 einnehmen, insbesondere wenn zum Abwickeln
des Wickelguts 30 einfach an dem bereits abgewickelten
Wickelgut 30 gezogen und die Wickeltrommel 10 dadurch
in eine Drehbewegung versetzt wird.
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Streng
genommen dient die der Schwenkachse 90 gegenüberliegende
Seite der Abdeckung 40 als eigentlicher Niederhalter für das Wickelgut 30. Der
restliche Teil der Abdeckung 40 dient hauptsächlich zum
Schutz der Führungsachse 22 und
der Führungsrolle 20 vor
Schmutz (z. B. Mörtelresten,
Sägespänen, Sand,
etc.) und Feuchtigkeit (Regentropfen, Spritzwasser, etc.). Um das
Aufrollen des Wickelguts 30 zu erleichtern, ist es denkbar,
dass die gesamte der Schwenkachse 90 gegenüberliegende
Seite der Abdeckung 40 um eine Drehachse 46 (vgl. 5) drehbar ausgebildet ist, wobei die
Drehachse 46 vorzugsweise parallel zu der Drehachse 90 bzw.
zu der Führungsachse 22 und/oder
der Drehachse 12 der Wickeltrommel 10 verläuft. Zu
diesem Zweck kann bspw. eine um die Drehachse 46 drehbare
Walze 48 in die der Schwenkachse 90 gegenüberliegende
Seite der Abdeckung 40 integriert werden.
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Um
die Vorrichtung zum Auf- oder Abwickeln von Wickelgut zu benutzen,
wird die Vorrichtung mittels des Halteelements 60 gehalten.
Alternativ ist es auch vorstellbar, die Vorrichtung in einem dafür vorgesehenen
Gestell standfest zu befestigen.
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Um
beispielsweise ein Kabel aufzuwickeln, wird das Kabel 30 in
die Führungsrinne 24 der
Führungsrolle 20 eingelegt.
Der Niederhalter 40 wird in die erste Stellung gebracht,
damit er ein Herausrutschen des Kabels 30 aus der Führungsrinne 24 wirkungsvoll
verhindert.
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Wird
nun beispielsweise die Kabeltrommel 10 mittels der Kurbel 14 in
eine Drehbewegung versetzt, die geeignet ist, das Kabel 30 aufzuwickeln,
so wird mittels des Kabels 30 und der zwischen dem Kabel 30 und
der Führungsrinne 24 vorhandenen
Haftreibung die Führungsrolle 20 in
eine Drehbewegung versetzt.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
ist gut erkennbar, dass eine Person mit einer Hand die Kabeltrommel
halten kann, während
sie mit der anderen Hand die Kurbel bedient. Dadurch kann beispielsweise
ein Verlängerungskabel,
das mit einem Stecker versehen ist, der sich noch in einer Steckdose
befindet, bereits auf dem Weg zu der Steckdose gleichmäßig aufgewickelt
werden. Dies bedeutet eine Komfortsteigerung und eine Arbeitserleichterung,
da nicht mehr erst zu der Steckdose gegangen werden muss, um den
Stecker dort zu entnehmen und anschließend die Kabeltrommel beispielsweise
auf dem Boden gehalten werden muss, damit mit einer Hand die Kabeltrommel
in Bewegung versetzt werden kann während mit der anderen Hand
das Kabel geführt wird.
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Die
in 2 dargestellte Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung
verdeutlicht das Entstehen einer Bewegung entlang der Längsachse
der Führungsachse 22 durch
die oben beschriebene Drehbewegung der Führungsrolle 20:
Die
Führungsrolle 20 ist
in einem Längsschnitt
dargestellt, so dass ein Läufer 70 sichtbar
ist, der einen Innengewindeabschnitt 71 aufweist und mittels
eines mit einem Außengewinde 84 versehenen
Bolzen 80 justierbar ist. Die Führungsachse 22 verfügt über ein Kreuzgewinde 23,
das ein Rechtsgewinde 23R und ein sich mit diesem kreuzendes
Linksgewinde 23L aufweist. An den beiden Enden der Führungsachse 22 ändern sich
die Steigungen des Linksgewindes 23L und des Rechtsgewindes 23R derart,
die Profile dieser Gewinde ineinander übergehen.
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Die
Führungsrolle 20 ist
derart auf der Führungsachse 22 angeordnet,
dass der Innengewindeabschnitt 71 des Läufers 70 in einer
Nut des Kreuzgewindes 23 geführt wird. Dadurch bewirkt eine Drehbewegung
der Führungsrolle 20 eine
Verschiebung der Führungsrolle 20 entlang
der Längsachse der
Führungsachse 22.
Erreicht die Führungsrolle
ein Ende der Führungsachse 22 und
folgte der Läufer bisher
beispielsweise dem Rechtsgewinde 23R, so bewirkt dort die Änderung
des Steigungswinkels des Außengewindes
der Führungsachse,
dass sich der Läufer 70 um
seine Drehachse 86 ebenfalls um diesen Betrag dreht, bis
er schließlich
den Steigungswinkel des Linksgewindes 23L angenommen hat
und von dem Linksgewinde 23L zurück zu dem anderen Ende der
Führungsachse 22 geführt wird.
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Der
Niederhalter 40 ist in 2 in seiner
ersten Stellung gestrichelt dargestellt, um eine freie Sicht auf
die darunter liegenden Bauteile zu ermöglichen. In den in 2 mit
V bezeichneten Bereichen ist eine Schnapp- oder Rastverbindung vorgesehen, um
die Abdeckung 40 sicher und zuverlässig in der ersten Stellung
zu halten. Die Schnapp- oder Rastverbindung wird nachfolgend anhand
der 5a und 5b näher erläutert. Die
Schnapp- oder Rastverbindung ist vorzugsweise derart ausgestaltet,
dass die Abdeckung 40 beim Abwickeln des Kabels 30 einfach
durch Ziehen an dem bereits abgewickelten Kabelende automatisch
nach oben in die zweite Stellung (vgl. 1a) gebracht
wird. Nach dem Abwickeln wird die Abdeckung durch sanften Druck
von oben wieder in die erste Stellung gebracht und steht für ein Aufwickeln
des Kabels 30 bereit.
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In 3 ist
der in 2 dargestellte Schnitt durch die Führungsrolle 20 vergrößert dargestellt. Ein
an der Spitze des Innengewindeabschnitts 71 des Läufers 70 liegender
Winkel 72 beträgt
hier circa 90°,
was eine besonders gute Führung
des Innengewindeabschnitts 71 in dem Gewinde 23 erlaubt.
Mit dem Bezugszeichen 81 ist eine Feder bezeichnet, die in
Zusammenwirken mit einer an dem Bolzen 80 befestigten Druckfläche 82 eine
durch drehen des Bolzens 80 einstellbare Federkraft auf
den Läufer 70 ausübt. Dadurch
wird ein Mindestanpressdruck des Innengewindeabschnitts 71 an
das Außengewinde 23 der
Führungsachse 22 gewährleistet.
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In 4 ist
ein Querschnitt durch die Führungsachse 22 und
die Führungsrolle 20 dargestellt. Ein
in 4 nicht dargestelltes Kabel 30 wird in
der Führungsrinne 24 geführt. Ein
Winkel 73 von circa 100° bezeichnet
die Größe eines
durch den Läufer 70 dargestellten
Kreissegments. Der Bolzen 80, der zur Justierung und als
Drehachse 86 für
eine Drehbewegung des Läufers 70 um
einen als Vertiefung ausgebildeten Drehpunkt 85 dient,
ist von der Feder 81 umgeben.
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In 5a ist
das distale Ende des Profilrohrs 50 dargestellt. Die Abdeckung 40 ist
in ihrer ersten Stellung gezeigt. In der Unterseite des Profilrohrs 50 ist
eine Bohrung 92 eingebracht, in der eine Kugel 94 federbelastet
gehalten ist. Die Feder ist mit dem Bezugszeichen 96 bezeichnet.
Der Durchmesser der Öffnung
der Bohrung 92 ist nach dem Einsetzen der Kugel 94 zumindest
teilweise derart verringert worden, dass die Kugel 94 in
der Bohrung 92 gehalten ist. Durch Druck auf die Kugel 94 von
außerhalb
(in dem Ausführungsbeispiel
von unten) wird die Kugel 94 entgegen der Federkraft in
die Bohrung 92 gedrückt.
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Die
Abdeckung 40 weist eine Verlängerung 42 auf, welche
nach unten und seitlich bis unter das distale Ende des Profilrohrs 50 geführt ist.
In dem waagrechten Bereich der Verlängerung 42 ist eine
in Richtung des Profilrohrs 50 gerichtete Vertiefung 44 ausgebildet.
Die Vertiefung 44 ist derart positioniert, dass sie sich
genau gegenüber
der Kugel 94 befindet, wenn die Abdeckung 40 in
der ersten Stellung ist.
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Wenn
die Abdeckung 40 in die erste Stellung gebracht wird, wird
die Kugel 94 zunächst
durch den waagrechten Teil der Verlängerung 42 in die
Bohrung 92 gedrückt.
Sobald die Abdeckung 40 die erste Stellung erreicht hat,
wird die Kugel 94 durch die Feder 96 wieder nach
außen
gedrückt
und wird teilweise von der Vertiefung 44 aufgenommen. Die
Kugel 94 und die Vertiefung 44 sind bezüglich Form
und/oder Oberflächenbeschaffenheit
derart beschaffen, dass die Abdeckung 40 sicher in der
ersten Stellung gehalten wird.
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Bei
der Ausführungsform
aus 5b ist die Bohrung 92 an der Stirnseite
des distalen Endes des Profilrohrs 50 ausgebildet. Dementsprechend
weist die Verlängerung 42 lediglich
ein vertikales Teil auf und ist die Vertiefung 44 in Richtung
des Profilrohrs in dem vertikalen Teil der Verlängerung 42 ausgebildet.
Auch hier ist die Vertiefung 44 derart positioniert, dass
sie sich genau gegenüber
der Kugel 94 befindet, wenn die Abdeckung 40 in
der ersten Stellung ist.
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Des
weiteren wird vorgeschlagen, dass an der Abdeckung 40 ein
Kabelreiniger 100 angeordnet ist, welcher das Wickelgut 30 zumindest
beim Aufwickeln (d.h. wenn sich die Abdeckung 40 in der
ersten Stellung befindet) zumindest teilweise umgibt. Der Kabelreiniger 100 ist
an der Abdeckung 40 derart geführt, dass er der Hin- und Herbewegung
der Führungsrolle 20 auf
der Führungsachse 22 folgt.
Es wird vorgeschlagen, dass an der Unterseite der Abdeckung 40 eine
Führungsschiene 102 angeordnet
ist, an welcher der Kabelreiniger 100 hin- und herbewegbar
geführt
ist. Der Kabelreiniger 100 wird zusammen mit der Abdeckung 40 nach
oben in die zweite Stellung verschwenkt. Dabei tritt das Wickelgut 30 vorzugsweise
aus dem Reinigungsbereich des Kabelreinigers 100 heraus,
so dass das Wickelgut 30 dann frei von der Wickeltrommel 10 abwickelt
werden kann.
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Als
ein mögliches
konkretes Ausführungsbeispiel
wird ein Kabelreiniger 100 vorgeschlagen, der eine ringförmige Trage- oder Stützstruktur
(bspw. in Form einer Drahtschlaufe) 104 aufweist, welche mit
Reinigungsmitteln (bspw. in Form von Reinigungsborsten) 106 besetzt
ist. Die Trage- oder Stützstruktur 104 weist
eine Durchlassöffnung 108 auf, durch
die das Wickelgut 30 in das innere des Rings bzw. der Schlaufe
ein- und austreten kann. In 6 ist deutlich
zu erkennen, dass das Kabel 30 nahezu über seinen gesamten Umfang
von den Reinigungsborsten 106 des Kabelreinigers 100 umgeben
ist. In der Durchlassöffnung 108 sind
ebenfalls Borsten 106 angeordnet, um ein unbeabsichtigtes
Herausrutschen des Kabels 30 zu verhindern.
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Die
Hin- und Herbewegung des Kabelreinigers 100 kann mechanisch
an die Führungsrolle 20 gekoppelt
sein. Dazu verfügt
der Kabelreiniger 100 über
mechanische Greifelemente, welche die Führungsrolle 20 beidseitig
umgreifen. Auf diese Weise wird eine Bewegung der Führungsrolle 20 über die Greifelemente
auf den Kabelreiniger 100 übertragen. Alternativ ist es
auch denkbar, dass die Hin- und Herbewegung des Kabelreinigers 100 allein
durch das darin geführte
Kabel bewirkt wird. Das Kabel 30 wird beim Aufrollen durch
die Führungsrolle 20 in
eine Hin- und Herbewegung versetzt. Diese kann bei einer entsprechenden
Lagerung des Kabelreinigers 100 in der Führungsschiene 102 ein
Hin- und Herbewegen des Kabelreinigers 100 mit dem Kabel 30 bewirken.