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Die
Erfindung betrifft Staubschutzeinrichtung für ein Melde- und/oder Befehlsgerät, wobei
zumindest ein Adapterelement zur Aufnahme des Melde- und/oder Befehlsgerätes vorgesehen
und wobei das Melde- und/oder Befehlsgerät als Einbaugerät zum Einbau
in eine Wand, die als Montagewand dient oder Bestandteil eines Montagegehäuses ist,
ausgebildet ist.
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Melde-
und/oder Befehlsgeräte
werden häufig
an Stellen eingebaut, an denen ein hohes Staubaufkommen auftreten
kann. Gerade in Produktionshallen, in denen staubintensive Tätigkeiten
durchgeführt
werden, darf jedoch das hohe Staubaufkommen nicht dazu führen, dass
die Melde- und/oder Befehlsgeräte
ausfallen bzw. insbesondere im Notfalle, beispielsweise für den Anwendungsfall
eines Notaustasters, nicht mehr arbeiten, da durch die Staubschicht
der Stromfluss unterbrochen wird.
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Zum
Schutz derartiger Melde- und/oder Befehlsgeräte ist es bekannt, beispielsweise
abgedichtete Gehäuse
für Miniaturschiebeschalter
vorzusehen, wie in der
EP
0 948 008 B1 bzw.
DE
698 28 377 T2 beschrieben. Hierbei ragen Klemmen und Montagezinken
aus dem Gehäuse
heraus und der Schieber liegt in einer Öffnung in einer Oberflächenplatte. Auch
die
DD 273 141 A1 beschreibt
einen Staubschutz für
Bedienelemente in einem Bedientableau. Bei diesem werden die Bedienelemente
durch Lötverbindungen
auf einer parallel zur Frontplatte eines Bedientableaus für elektrische
oder elektronische Geräte
oder Anlagen angeordneten Leiterplatte befestigt, wobei weitere
Abdichtungen das Eindringen von Staub verhindern sollen.
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Des
Weiteren ist im Stand der Technik das Vorsehen von Hauben, die nach
der Montage über die
entsprechenden Kontaktelemente gesteckt werden, bekannt. Dies ist
beispielsweise in der
DE
80 30 264 U1 beschrieben. Das Vorsehen einer weiteren Dichtung
zwischen einem Wellenansatz eines Betätigungshebels und der entsprechenden
Wellenaufnahme des Gehäuses
ist aus der
DE 91 01
081 U1 bekannt. Hierbei soll ein elektrischer Schalter
mit einem Gehäuse
versehen werden, innerhalb dessen ein zur Gehäuseaußenseite abgedichtetes Schaltelement vorgesehen
ist, das von der Gehäuseaußenseite
aus zu betätigen
ist. Der an der Gehäuseaußenseite
vorgesehene Betätigungshebel
zur Betätigung
des Schaltelements ist mit dem bereits genannten Wellenansatz in
einer Wellenaufnahme des Gehäuses drehbar
gelagert und dort abgedichtet.
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Die
genannten Lösungen
des Standes der Technik sind teilweise recht aufwendig ausgebildet und
müssen
an einem jeweiligen Verwendungsort zusammengesetzt und montiert
werden. Hierbei kann es zu einem ungewollten Eintrag von Staub in die
Gehäuse
oder Hauben bereits bei der Montage kommen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Staubschutzeinrichtung
für ein
Melde- und/oder Befehlsgerät
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dahingehend fortzubilden, dass eine
einfache und schnelle Montage der Melde- und/oder Befehlsgeräte an dem
jeweiligen Verwendungsort mit nur einem minimalen Risiko eines Eintrags
von Staub in die Staubschutzeinrichtung vorgesehen wird.
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Für eine Staubschutzeinrichtung
für ein
Melde- und/oder Befehlsgerät
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die
Staubschutzeinrichtung zumindest ein zumindest einen Teil des Adapterelements
aufnehmendes Staubschutzgehäuse
umfasst, wobei das Adapterelement mit Kontakt- und/oder Leuchtelementen
und Verdrahtung für
das Melde- und/oder Befehlsgerät vorkonfektionierbar
oder vorkonfektioniert und zumindest der Kontakt- und/oder Leuchtelemente
und Verdrahtung enthaltende Teil des Adapterelements in das Staubschutzgehäuse einfügbar oder
eingefügt ist.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Dadurch
wird eine Staubschutzeinrichtung für ein Melde- und/oder Befehlsgerät geschaffen,
die es nicht nur ermöglicht,
eine Vorkonfektionierung für die
kritischen Komponenten der Kontakt- und/oder Leuchtelemente und
der Verdrahtung bzw. Verkabelung vorzunehmen, sondern auch aufgrund
des Vorsehens eines Staubschutzgehäuses, auf das das Adapterelement
aufgefügt
wird, einen bestmöglichen Staubschutz
für die
Kontakt- und/oder Leuchtelemente und Verdrahtung ermöglicht.
An dem Adapterelement werden Kontakt- und/oder Leuchtelemente und
Verdrahtung befestigt und in das Staubschutzgehäuse eingefügt. Das so vorkonfektionierte
Staubschutzgehäuse
mit Adapterelement wird dann nachfolgend am Einbauort für das Melde-
und/oder Befehlsgerät
lediglich durch Aufstecken des jeweiligen Melde- und/oder Befehlsgerätes komplettiert.
Dies ist nicht nur zeitsparend, sondern auch eine besonders sichere
Methode, einen Staubeintrag im montierten Zustand der Melde- und/oder
Befehlsgeräte
zu vermeiden. Die aus dem Staubschutzgehäuse herausragenden Verdrahtungen
können
direkt ohne weitere Montagemaßnahmen
an eine Stromversorgung etc. angeschlossen werden. Ferner können in
das Adapterelement verschiedene Melde- und/oder Befehlsgeräte eingefügt werden,
so dass ebenfalls ein leichter Austausch eines Melde- und/oder Befehlsgeräts gegen
ein anderes bei montierter Staubschutzeinrichtung auch noch nach
Jahren erfolgen kann.
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Als
besonders vorteilhaft erweist sich dabei das Versehen des Adapterelements
mit zumindest einer Verriegelungseinrichtung zum Ver- und Entriegeln
des Melde- und/oder
Befehlsgerätes
in seiner in das Adapterelement eingefügten Position. Die Verriegelungseinrichtung
kann vorteilhaft zumindest einen Verriegelungshebel und über diesen
betätigbare
Ver- und Entriegelungseinrichtungen umfassen. Besonders bevorzugt
sind die Ver- und Entriegelungseinrichtungen Federelemente, die
eine Öffnung
in dem Adapterelement zum Einfügen
des Melde- und/oder Befehlsgeräts
zumindest teilweise umschließen.
Somit ist es möglich,
dass die Melde- und/oder Befehlsgeräte erst am Verwendungsort in
den bereits vorkonfektionierten Aufbau von Staubschutzgehäuse und
Adapterelement eingefügt
und durch Verschwenken des Verriegelungshebels gegen eine Entnahme
verriegelt werden. Zum Austausch von Melde- und/oder Befehlsgeräten wird
der Verriegelungshebel in eine entsprechende Öffnungsposition verschwenkt,
so dass das jeweilige Melde- und/oder Befehlsgerät auf einfache Art und Weise
wieder entnommen und gegen ein anderes ausgetauscht werden kann.
Das Vorsehen von Federelementen als Entriegelungseinrichtungen erweist
sich hierbei als einfache und sichere Maßnahme, da über den Verriegelungshebel
diese Federelemente zur Entnahme der Melde- und/oder Befehlsgeräte entspannt
und zum Verriegeln angespannt werden können, so dass das Melde- und/oder
Befehlsgerät
zwischen den Federelementen klemmend gehalten wird.
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Die
Ver- und Entriegelungseinrichtung ist vorteilhaft mit zumindest
einem an dem Verriegelungshebel angreifenden oder angreifbaren oder
in diesen eingreifenden oder eingreifbaren Element zur Betätigung durch
diesen verbunden. Vorzugsweise greift das Element in eine Führungskulisse
des Verriegelungshebels ein. Das Element ist vorteilhaft ein Stift
oder Zapfen, der in die Führungskulisse
eingreifen kann.
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Um
beim Bewegen des Elements entlang der Führungskulisse beim Verschwenken
des Verriegelungshebels eine Betätigung
des Federelements vornehmen zu können,
ist vorteilhaft der Stift oder Zapfen mit dem Federelement einteilig
ausgebildet. Zwischen Stift oder Zapfen und Federelement ist dabei vorteilhaft
ein Verbindungselement vorgesehen, um die zumeist etwa senkrecht
zu dem Zapfen oder Stift angeordneten Federelemente mit ersteren
stabil zu verbinden.
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Um
das Element in einer Verrastungsposition der Ver- und Entriegelungseinrichtung
zu verrasten, weist die Führungskulisse
vorteilhaft zumindest einen Verrastungsabschnitt auf. Dieser wird
vorzugsweise durch zumindest einen Verrastungsnocken von den übrigen Abschnitten
der Führungskulisse abgetrennt.
Das Element kann dadurch in einen definierten Bereich eingefahren
und in diesem durch den Verrastungsnocken gehalten werden. Der Verrastungsnocken
ist vorzugsweise federnd ausgebildet, um ein leichtes Einschwenken
des Elements in den Verrastungsabschnitt zu ermöglichen, jedoch nach dem Vorbeitritt
des Elements an dem Verrastungsnocken diesen wieder in eine ausgefederte
Position zu bringen, in der ein Heraustritt des Elements aus dem Verrastungsabschnitt
verhindert wird.
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Die
federnde Wirkung des Verrastungsnockens kann vorteilhaft dadurch
gebildet werden, dass dieser eine Lochung und eine Wandung mit unterschiedlicher
Wandstärke
aufweist. Die Wandstärke kann
hierbei in einem Bereich am geringsten sein, so dass ein Bewegen
der Wandung in die dahinter angeordnete Lochung möglich ist.
Selbstverständlich
sind auch andere Ausführungsformen
hier möglich.
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Vorteilhaft
weist die Führungskulisse
eine solche Formgebung auf, dass eine Zwangspositionierung des in
den Verriegelungshebel eingreifenden oder an diesem angreifenden
Elements in einer entspannten Ausgangsposition der Ver- und Entriegelungseinrichtung
vorgesehen ist. Durch entsprechende Formgebung der Führungskulisse
kann die Ver- und Entriegelungseinrichtung in Form eines Federelements
entspannt oder angespannt werden. Die Ausbildung der Führungskulisse
ist vorteilhaft so gewählt,
dass eine Zwangspositionierung in einer Ausgangsposition, jedoch
keine Selbsthemmung vorgesehen ist. Hierdurch wird bei einem Lösen aus
der Verrastungsposition durch den Verriegelungshebel stets die Ausgangsposition
eingenommen.
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Aus
dieser kann der Verriegelungshebel weiter in eine Entnahmeposition
für das
Melde- und/oder Befehlsgerät
verschwenkt werden, in der das Melde- und/oder Befehlsgerät problemlos
aus dem Adapterelement und der Staubschutzeinrichtung entnommen werden
kann. Die Führungskulisse
weist hierzu vorzugsweise zumindest einen Öffnungsabschnitt zum Entriegeln
der Ver- und Entriegelungseinrichtung
auf. Durch Einfahren des Elements in den Öffnungsabschnitt wird dieses
durch die Formgebung der Führungskulisse
so bewegt, dass die Ver- bzw. Entriegelungseinrichtungen, insbesondere
die Federelemente, nach außen
von dem Melde- und/oder Befehlsgerät weggezogen werden, so dass
eine problemlose Entnahme von diesem möglich ist.
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Vorteilhaft
weist das Staubschutzgehäuse fünf im Wesentlichen
geschlossene Wandungen auf. In die verbleibende Öffnung der sechsten Seite wird das
Adapterelement eingefügt,
so dass diese durch das Adapterelement und das nachfolgend einzufügende Melde-
und/oder Befehlsgerät
geschlossen wird. Um eine gute Verbindung mit dem Adapterelement
vorsehen zu können,
wobei dieses in das Staubschutzgehäuse zu einem Teil eingefügt wird, sind
zwei einander gegenüberliegende
Wandungen des Staubschutzgehäuses
zum Verbinden mit dem Adapterelement laschenartig höher als
die benachbarten Wandungen ausgebildet. Die beiden höher ausgebildeten
Wandungen sind vorteilhaft mit zumindest einer Öffnung zum Eingreifen einer
Verastungseinrichtung an dem Adapterelement versehen. Die Verrastungseinrichtung
kann somit in die Öffnung
in der jeweiligen Wandung eingreifen und dort verrasten, um eine
gute und einfache Verbindung zwischen Adapterelement und Staubschutzgehäuse zu schaffen.
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Das
Staubschutzgehäuse
weist vorteilhaft in einer seiner Wandungen zumindest einen Ausbrechspiegel
für eine
Kabeldurchführung
auf. Diese können
gezielt in passender Größe aus den
Wandungen herausgebrochen werden, um dort eine Kabeldurchführung vorzusehen.
Diese ist dann staubgeschützt möglich, wobei
zusätzlich
Muffen oder dergleichen zur Abdichtung der herausgebrochenen Öffnung das Kabel
ummantelnd vorgesehen werden können.
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Das
Staubschutzgehäuse
kann zumindest einen Steg in seinem Innern zum Abstützen von
einzufügenden
oder eingefügten
Kontakt- und/oder Leuchtelementen des Melde- und/oder Befehlsgerätes aufweisen.
Der zumindest eine Steg kann insbesondere etwa senkrecht zur Bodenfläche des
Staubschutzgehäuses
auf dieser angeordnet sein. Hierdurch ist eine sehr gute Abstützung der
Kontakt- und/oder Leuchtelemente innerhalb des Staubschutzgehäuses und
somit eine sichere Positionierung von diesen möglich, wobei bei einem Auftreffen einer
Kraft auf das Adapterelement und somit einer Weiterleitung der Kraft
auf die Kontakt- und/oder Leuchtelemente diese Kraft durch den Boden
des Staubschutzgehäuses
abgestützt
und eine Beschädigung
der Kontakt- und/oder Leuchtelemente, des Adapterelements und des
Staubschutzgehäuses
sicher vermieden wird. Eine solche erhöhte Krafteinwirkung kann beispielsweise
beim Betätigen
eines Notaustasters auftreten.
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Um
eine solche erhöhte
Krafteinwirkung noch besser auffangen zu können, ist vorteilhaft zumindest
eine verstärkende
Montageplatte zum Einfügen
zwischen Adapterelement und Melde- und/oder Befehlsgerät vorgesehen.
Die Montageplatte und das Staubschutzgehäuse können an jeweils zwei einander
etwa gegenüberliegenden
Stellen mit Verbindungseinrichtungen zum Verbinden von Montageplatte
und Staubschutzgehäuse
miteinander versehen sein.
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Hierdurch
wird eine stabile Einheit von Montageplatte und Staubschutzgehäuse mit
aufgefügtem Adapterelement
geschaffen.
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Zur
näheren
Erläuterung
der Erfindung wird im Folgenden ein Ausführungsbeispiel näher anhand der
Zeichnungen beschrieben. Diese zeigen in:
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1 eine
perspektivische Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Staubschutzeinrichtung
mit Melde- und/oder Befehlsgerät,
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2 eine
perspektivische Ansicht der zusammengefügten Staubschutzeinrichtung
mit Melde- und/oder Befehlsgerät
gemäß 1,
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3 eine
perspektivische Ansicht der Staubschutzeinrichtung gemäß
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1 bzw. 2 ohne
Montageplatte und ohne Melde- und/oder Befehlsgerät,
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4 eine
perspektivische Ansicht schräg von
oben auf ein erfindungsgemäßes Adapterelement
gemäß 1,
und
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5 eine
perspektivische Ansicht des Adapterelements gemäß 4 von unten.
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1 zeigt
eine perspektivische Explosionsansicht einer Staubschutzeinrichtung 1,
die ein Staubschutzgehäuse 10 und
ein auf dieses auffügbares
Adapterelement 20 umfasst. Das Adapterelement ist auf seiner
Oberseite mit einem Verriegelungshebel 30 versehen, der
zum Verriegeln eines Melde- und/oder Befehlsgerätes 2, das in die
Staubschutzeinrichtung 1 eingefügt und darin befestigt wird,
dient. Das in 1 dargestellte Melde- und/oder
Befehlsgerät
ist als Vierfachpositionstaster ausgebildet. Es kann hier jedoch
auch jede andere Art eines Melde- und/oder Befehlsgerätes mit
einer solchen Staubschutzeinrichtung versehen werden. Zu nennen
wären hier
beispielsweise Notaustaster, Leuchtmelder, Schlüsseltaster, Wahltaster, Drucktaster,
Joy-Sticks sowie weitere Taster. Diese weisen an ihrem unteren Ende,
das zu der Staubschutzeinrichtung gerichtet ist, einen Betätigungsabschnitt 3 auf,
mit dem sie in das Adapterelement 20 eingreifen. Um hier
eine elektrische Verbindung zur Ansteuerung des jeweiligen Melde-
und/oder Befehlsgerätes
vornehmen zu können,
ist das Adapterelement 20 mit einem oder mehreren, in der
Darstellung in 1 und 4 gezeigten
Kontakt- und/oder Leuchtelementen 4 versehen. Die Kontakt-
und/oder Leuchtelemente 4 werden jeweils noch mit einer
Verkabelung bzw. Verdrahtung versehen, die jedoch in 1 nicht
gezeigt ist.
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Um
die staubempfindlichen Kontakt- und/oder Leuchtelemente bzw. die
staubempfindliche elektrische Anbindung der Melde- und/oder Befehlsgeräte gegen
ein Verstauben zu schützen,
werden die Kontakt- und/oder Leuchtelemente in Anordnung an dem
Adapterelement 20 in das Staubschutzgehäuse 10 eingefügt. Das
Staubschutzgehäuse weist
vier hier geschlossene Wandungen 11, 12, 13, 14,
die in der Ausführungsform
gemäß 1 jeweils einen
Ausbrechspiegel 15 aufweisen, um hier eine Kabeldurchführung vorsehen
zu können,
sowie einen geschlossenen Boden 16 auf. Die beiden einander gegenüberliegenden
Wandungen 12 und 14 sind weniger hoch ausgebildet
als die beiden einander gegenüberliegenden
Wandungen 11 und 13. Die letztgenannten sind an
ihrem oberen Ende als Laschen mit einer inneren Öffnung 17 ausgebildet.
Randseitig weisen sie Materialverdickungen als Verstärkungen 18 auf,
um die Anbindung der als Laschen ausgebildeten oberen Enden der
beiden Wandungen 11, 13 an den restlichen Korpus
des Staubschutzgehäuses zu
stabilisieren, da die Laschen zum außenseitigen Angreifen an dem
Adapterelement 20 und Verrasten von diesem am Staubschutzgehäuse 10 vorgesehen sind.
Im oberen Bereich der Laschen ist eine jeweilige Öse 19 und
im unteren Bereich ein auskragendes Gegenlager 119 vorgesehen.
Das Adapterelement 20 weist an seinen beiden Außenwandungen 21, 22 jeweils
auskragende Rastelemente 23 auf, die in der jeweiligen
inneren Öffnung 17 der
beiden als Laschen ausgebildeten oberen Enden der Wandungen 11, 13 des
Staubschutzgehäuses
an diesen Laschen einrasten. Zum Entfernen des Staubschutzgehäuses kann
mit einem geeigneten Werkzeug, beispielsweise mit einem Schraubendreher,
in die Öse 19 eingegriffen
werden und über
Druckausübung
gegen das Gegenlager 119 eine Entriegelung erfolgen. Die verriegelte
bzw. verrastete Position ergibt sich aus dem fertig zusammengebauten
Zustand der Staubschutzeinrichtung in 2.
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Um
einerseits eine noch festere Verbindung der einzelnen Komponenten
der Staubschutzeinrichtung untereinander zu ermöglichen und um andererseits
eine größere Stabilität der Oberseite
des Staubschutzeinrichtung vorzusehen, beispielsweise, wenn dort
als Melde- und/oder Befehlsgerät
ein Notaustaster angeordnet wird, auf den eine hohe Kraft bei der Betätigung ausgeübt werden
kann, ist eine Montageplatte 40 zwischen Melde- und/oder
Befehlsgerät 2 und
der Staubschutzeinrichtung 1 eingefügt. Da diese Melde- und/oder
Befehlsgeräte
zur Anordnung an einer Wand und nicht in einem Aufbaugehäuse vorgesehen
sind, wird die Montageplatte auf der Rückseite dieser Wand angeordnet.
Eine feste Verbindung mit dem Staubschutzgehäuse 10 erfolgt über an der Montageplatte
vorgesehene Schraubhülsen 41, Schrauben 42 sowie
an dem Staubschutzgehäuse 10 auskragende
Aufnahmen 43. Die Schraubhülsen 41 sind, ebenso
wie die Montageplatte selbst, vorzugsweise aus Metall ausgebildet,
um eine ausreichende Stabilität
vorzusehen. Sie sind insbesondere fest, beispielsweise durch eine
nietartige Verbindung, mit der Montageplatte 40 verbunden.
Die Aufnahmen 43 an dem Staubschutzgehäuse sind demgegenüber vorteilhaft
einteilig mit dem Staubschutzgehäuse ausgebildet
und bestehen vorzugsweise, ebenso wie das Staubschutzgehäuse, aus
einem Kunststoffmaterial.
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Die
Montageplatte weist in dem Bereich, in dem das Melde- und/oder Befehlsgerät durch
diese hindurchgesteckt wird, eine innere Öffnung 44 sowie eine
diese umgebende Verprägung 45 auf.
Die innere Öffnung 44 kann,
wie in 1 gezeigt, unregelmäßig entsprechend der Formgebung
des Abschnitts 5 des Melde- und/oder Befehlsgerätes 2 ausgebildet
sein, der durch diese Öffnung
hindurchgesteckt wird. In der Ausführungsform gemäß 1 ist
die Öffnung 44 an
einer Stelle zusätzlich
ausgeklinkt, da dort eine Auskragung am Melde- und/oder Befehlsgerät eingreift, um hier z.B. eine
Verdrehsicherung für
das Melde- und/oder Befehlsgerät
vorzusehen. Grundsätzlich
kann auch eine andere Art einer Verdrehsicherung vorgesehen werden.
Ein Sicherungsring 6, wie er üblicherweise zur Befestigung
der Melde- und/oder Befehlsgeräte
an einer Wand vorgesehen ist, wird auf der anderen Seite der Montageplatte,
in dem Verriegelungshebel bzw. Adapterelement liegend vorgesehen.
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Wie
der 2 entnommen werden kann, besteht nach der fertigen
Montage der Staubschutzeinrichtung, hier mit Montageplatte, und
dem Einfügen des
Melde- und/oder
Befehlsgerätes
in diese, eine hermetische Abriegelung der in dem Staubschutzgehäuse angeordneten
staubgefährdeten
Kontakt- und/oder Leuchtelemente und Verkabelungen des Melde- und/oder
Befehlsgerätes
gegen ein Eindringen von Staub von außen.
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Der
weitere besondere Vorteil dieser Art einer Staubschutzeinrichtung
ist besser aus der 3 sowie den 4 und 5 zu
entnehmen. Das Adapterelement kann nämlich bereits mit den Kontakt- und/oder
Leuchtelementen und einer Verdrahtung vorkonfektioniert werden,
ohne dass bereits ein Melde- und/oder Befehlsgerät in das Adapterelement eingefügt ist.
Die entsprechenden Verkabelungen können durch zumindest teilweises
Ausbrechen der Ausbrechspiegel 15 aus dem Staubschutzgehäuse herausgeführt und
am Anbauort schnell und einfach direkt angeschlossen werden. Es
kann somit eine bereits vollständig
vorbereitete bzw. vorkonfektionierte Einheit in Form der Staubschutzeinrichtung,
wie sie in 3 dargestellt ist, an einem
Anbauort für
das Melde- und/oder Befehlsgerät
angeliefert und dort direkt positioniert und befestigt werden. Eine
weitere Verkabelung oder ein Einfügen von Kontakt- und/oder Leuchtelementen
ist hingegen nicht mehr erforderlich, so dass der Zeitaufwand einerseits
für die
Montage der Melde- und/oder Befehlsgeräte deutlich vermindert werden
kann und andererseits auch nicht die Gefahr besteht, dass während der Montage
Staub an die Kontakt- und/oder Leuchtelemente bzw. Verdrahtung gelangt.
Diese sind sicher geschützt
innerhalb des Staubschutzgehäuses
angeordnet. Es muss lediglich noch das Melde- und/oder Befehlsgerät in die
hierfür
vorgesehene Öffnung
in der Montageplatte bzw. in dem Verriegelungshebel und dem Adapterelement
eingefügt
und dort verrastet werden.
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Für die Verrastung
bzw. Befestigung des Melde- und/oder Befehlsgerätes in dem Adapterelement ist
der Verriegelungshebel 30 in Verbindung mit weiteren Elementen
vorgesehen, die im Folgenden näher
unter Bezug auf die 3 bis 5 beschrieben
werden sollen. An dem Verriegelungshebel 30, der über die
seitliche Erstreckung des Adapterelements und des Staubschutzgehäuses hinausragt, kann
dort auch bei geschlossener Staubschutzeinrichtung angegriffen und
eine Ver- und Entrieglung des Melde- und/oder Befehlsgeräts vorgenommen werden.
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Für die Verriegelung
sind neben dem Verriegelungshebel 30 in dem Adapterelement
zwei Federelemente 24 vorgesehen. Die beiden Federelemente 24 greifen
seitlich an den Betätigungsabschnitt 3 bzw.
gegebenenfalls auch an dem Abschnitt 5 des Melde- und/oder
Befehlsgerätes
an. Die beiden gegenüberliegenden
Federelemente 24, die in 5 sehr gut
zu erkennen sind, sind mit einem flachen, breiten Steg 25 einstückig, der
auf seiner nach oben zu dem Verriegelungshebel 30 gerichteten
Oberseite mit jeweils einem Stift bzw. Zapfen 26 versehen
ist, der in 4 als aus dem Verriegelungshebel
herausragendes Element zu erkennen ist. Dieser Zapfen greift in
eine Führungskulisse 31 des
Verriegelungshebels 30 ein. Diese Führungskulisse ist ungleichmäßig geformt
ausgebildet, um eine mittlere Ausgangsposition als Zwangsposition
vorzusehen, in der der Verriegelungshebel bei nicht erfolgender
Betätigung selbstständig verweilt.
Die genaue Formgebung der Führungskulisse 31 geht
auch sehr gut bereits aus 1 hervor.
Darin ist klar ersichtlich, dass die Führungskulisse einen Verrastungsabschnitt 32 aufweist, der
sich an einem Ende der Kulisse befindet. Der Verrastungsabschnitt
ist schmaler als die übrige
Führungskulisse
ausgebildet und wird von einem Verrastungsnocken 33 begrenzt.
Der Verrastungsnocken ist nicht als Vollelement ausgebildet, sondern
weist lediglich eine in einem Bereich eine dünnere Wandstärke aufweisende
Wandung 34 und dahinter eine Lochung 35 auf. Dieser
Aufbau ermöglicht
es, dass der Verrastungsnocken 33 federnd ausgebildet ist,
also beim Vorbeigleiten des Zapfens 26 etwas zurückgedrückt werden
kann, nach dem Vorbeitritt des Zapfens wieder in seine Ausgangsposition
zurückfedert und
den Zapfen an einem ungewollten Herausgleiten aus dem Verrastungsabschnitt 32 hindert.
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Wird
der Zapfen durch Verschwenken des Verriegelungshebels 30 in
den Verrastungsabschnitt 32 eingeschoben, drückt er aufgrund
der Formgebung der Führungskulisse
und des Verrastungsabschnitts die beiden Federelemente 24 über die
beiden Stege 25 in Richtung aufeinander zu. Ist ein Betätigungsabschnitt 3 bzw.
Abschnitt 5 des Melde- und/oder Befehlsgerätes 2 zwischen
den Federelementen eingefügt,
halten diese das Melde- und/oder Befehlsgerät sicher in der Öffnung des
Adapterelementes fest.
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In
der mittleren Ausgangsposition, in der sich in den 1 bis 5 der
Verriegelungshebel befindet, befinden sich die beiden Federelemente 24 in
einer entspannten Position, so dass grundsätzlich ein Einfügen eines
Melde- und/oder Befehlsgerätes 2 möglich ist.
Eine Herausnahme von diesen wird jedoch nicht unbedingt unterstützt, kann
allerdings ggf. möglich
sein. Um das Melde- und/oder Befehlsgerät 2 besonders gut
aus dem Adapterelement entnehmen zu können, wird der Zapfen 26 in
eine Öffnungsposition
durch Verschwenken des Verriegelungshebels in eine dem Verrastungsabschnitt
gegenüberliegende
Position gebracht. Er liegt dann in einem Öffnungsabschnitt 36 der
Führungskulisse,
wodurch die Federelemente 24 aufgrund der Formgebung der Führungskulisse
voneinander weg gezogen werden. Hierdurch wird zwischen diesen eine
große Öffnung zur
Entnahme und zum Einfügen
des Melde- und/oder Befehlsgerätes
geschaffen.
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Um
zu verhindern, dass sich der Verriegelungshebel beim Verschwenken
verkantet, läuft
dieser mit einer unteren Nut 37 auf einem Führungssteg 28 auf
der Oberseite des Adapterelementes 20. Ferner sind am Ringabschnitt 38 des
Verriegelungshebels 30 angreifende Verrastungselemente 29 des
Adapterelementes 20 vorgesehen, die diesen ebenfalls in
seiner Position halten. Ferner sind Sicherungsscheiben 39 auf
die Zapfen 26 von der Oberseite des Verriegelungshebels
her aufgefügt
und stützen
sich auf dessen Oberseite ab, um zu vermeiden, dass sich der Verriegelungshebel
von dem Adapterelement nach oben hin ablöst und um zugleich einen optimalen
Eingriff der Zapfen 26 in der Führungskulisse 31 sicherzustellen.
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Neben
den im vorstehend beschriebenen und in den Figuren dargestellten
Ausführungen
von Staubschutzeinrichtungen zum Schutz von Kontakt- und/oder Leuchtelementen
und Verdrahtungen bzw. Verkabelungen von Melde- und/oder Befehlsgeräten können noch
zahlreiche weitere gebildet werden, bei denen ebenfalls eine Vorkonfektionierung
eines Adapterelementes mit elektrischen Zuleitungen und Kontakt-
und/oder Leuchtelementen vorgesehen ist und ein Melde- und/oder
Befehlsgerät
nachfolgend lediglich nur noch in eine hierfür vorgesehene Öffnung eingefügt und verriegelt
zu werden braucht. Ferner können
ebenfalls noch andere als die vorstehend genannten Arten von Verriegelungseinrichtungen
an dem Adapterelement vorgesehen sein, die sicherstellen, dass ein
Melde- und/oder Befehlsgerät
in diesem sicher verriegelt und zur einfachen Entnahme wieder zu
entriegelt werden kann.
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- 1
- Staubschutzeinrichtung
- 2
- Melde-
und/oder Befehlsgerät
- 3
- Betätigungsabschnitt
- 4
- Kontakt-
und/oder Leuchtelement
- 5
- Abschnitt
- 6
- Sicherungsring
- 10
- Staubschutzgehäuse
- 11
- Wandung
- 12
- Wandung
- 13
- Wandung
- 14
- Wandung
- 15
- Ausbrechspiegel
- 16
- Boden
- 17
- Innere Öffnung
- 18
- Verstärkung
- 19
- Öse
- 20
- Adapterelement
- 21
- Außenwandung
- 22
- Außenwandung
- 23
- Rastelement
- 24
- Federelement
- 25
- Steg
- 26
- Zapfen
- 27
- Führungskulisse
- 28
- Führungssteg
- 29
- Verrastungselement
- 30
- Verriegelungshebel
- 31
- Führungskulisse
- 32
- Verrastungsabschnitt
- 33
- Verrastungsnocken
- 34
- Wandung
- 35
- Lochung
- 36
- Öffnungsabschnitt
- 37
- Führungsnut
- 38
- Ringabschnitt
- 39
- Sicherungsscheibe
- 40
- Montageplatte
- 41
- Schraubhülse
- 42
- Schraube
- 43
- Aufnahme
- 44
- innere Öffnung
- 45
- Verprägung
- 119
- Gegenlager