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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeuggetriebe gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
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Die
EP 1 085 237 A2 beschreibt
ein Kraftfahrzeuggetriebe für
die Längsbauweise
in ein Kraftfahrzeug. Hierbei sind zwei Eingangswellen vorgesehen,
die über
eine Kupplung mit einer Antriebswelle verbunden werden können. Weiterhin
kämen Festräder, die
auf den Eingangswellen angeordnet und unterschiedlichen Gangstufen
zugeordnet sind, mit Losrädern,
die auf einer Abtriebswelle angeordnet sind.
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Dieses
im Stand der Technik bekannte Getriebe ist als Doppelkupplungsgetriebe
ausgeführt und
weist zwei konzentrisch zueinander angeordnete Eingangswellen auf.
Die erste und die zweite Eingangswelle sind jeweils über eine
erste und eine zweite Kupplung mit einer Antriebswelle verbindbar. Die
erste Eingangswelle ist zumindest über ein erstes Zahnradpaar,
das eines der Festräder
und eines der Losräder
umfasst, ebenfalls mit der Abtriebswelle wirksam verbindbar, und
die zweite Eingangswelle ist zumindest über ein zweites Zahnradpaar,
das ein anderes der Festräder
und ein anderes der Losräder umfasst,
mit der Abtriebswelle wirksam verbindbar. Die erste und die zweite
Eingangswelle und die Abtriebswelle sind im Wesentlichen parallel
zur Fahrzeuglängsrichtung
angeordnet. Zur Realisierung eines Rückwärtsganges ist eine separate
Nebenwelle vorgesehen, die parallel zur Abtriebswelle angeordnet
ist. Auf der Nebenwelle sind zwei als Festräder ausgebildete Rückwärtsgangräder angeordnet,
von denen das erste Rückwärtsgangrad
mit dem Losrad, das der ersten Gangstufe zugeordnet ist, und das zweite
Rückwärtsgangrad
mit einem dritten Rückwärtsgangrad
kämmt,
das als Losrad auf der Abtriebswelle angeordnet ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte
Kraftfahrzeuggetriebe derart auszugestalten und weiterzubilden,
dass insbesondere bei dem Längseinbau
des Kraftfahrzeuggetriebes in einem Kraftfahrzeug ein kompakter Getriebeaufbau
realisiert ist.
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Die
zuvor aufgezeigte Aufgabe wird nun durch die Merkmale des Kennzeichnungsteiles
des Patentanspruches 1 gelöst.
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Da
bei diesem so ausgebildeten Kraftfahrzeuggetriebe sind die Losräder der
Gangstufen auf zwei Abtriebswellen verteilt sind, kann eine Bauweise erzielt
werden, die kürzer
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) ist als insbesondere die Bauweise des aus der
EP 1 085 237 A2 bekannten Kraftfahrzeuggetriebes,
das nur eine Abtriebswelle aufweist. Dadurch, dass der Abtrieb nun
durch zwei Abtriebswellen, nämlich
eine erste und zweite Abtriebswelle realisiert ist und funktional
zwischen der ersten und zweiten Abtriebswelle und einem Differential
vzw. eine Ritzelwelle vorgesehen ist, kann das gesamte Kraftfahrzeuggetriebe
sehr kompakt gebaut werden. So kann aufgrund der Verteilung der
Gangstufen auf zwei Abtriebswellen, insbesondere auch bei Frontantrieben
die Ritzelwelle sehr kurz ausgeführt
werden. Da nun das Rückwärtsgangrad
auf einer der beiden Abtriebswellen angeordnet ist, kann auf eine
separate Rückwärtsgang-Nebenwelle
verzichtet werden, die bei dem aus der
EP 1 085 237 A2 bekannten
Kraftfahrzeuggetriebe vorgesehen ist. Das Kraftfahrzeuggetriebe
gemäß der Erfindung kann
als manuelles Getriebe oder Handschaltgetriebe und als Automatikgetriebe,
bevorzugt Doppelkupplungsgetriebe, realisiert sein, ist auch für einen Allradantrieb
geeignet und kann auch bei Einsatz eines Hybridantriebs verwendet
werden.
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Es
gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten das
erfindungsgemäße Kraftfahrzeuggetriebe
in vorteilhafter Art und Weise auszugestalten und weiterzubilden.
Hierfür
darf zunächst
auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche sowie auf
die entsprechende Zeichnung und die nun folgende Beschreibung näher verwiesen
werden. In der Zeichnung zeigt
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1a eine
schematische Darstellung des Antriebsstranges eines Kraftfahrzeuges
mit Vorderradantrieb und ein 6-Gang-Handschaltgetriebe in Front-Längseinbauweise, also das Kraftfahrzeuggetriebe
in einer ersten Ausführungsform,
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1b die
schematische Darstellung der Positionierung der einzelnen Wellen
zueinander, bei dem in 1a dargestellten Kraftfahrzeuggetriebe,
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2a eine
schematische Darstellung des Antriebsstranges eines Kraftfahrzeuges
mit Allradantrieb und 6-Gang-Handschaltgetriebe in Front-Längseinbauweise,
also das Kraftfahrzeuggetriebe in einer zweiten Ausführungsform,
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2b die
schematische Darstellung der Positionierung der einzelnen Wellen
zueinander, bei dem in 2a dargestellten Kraftfahrzeuggetriebe,
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3a eine
schematische Darstellung des Antriebsstranges eines Kraftfahrzeuges
mit Vorderradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Front-Längseinbauweise, also das Kraftfahrzeuggetriebe
in einer dritten Ausführungsform,
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3b die
schematische Darstellung der Positionierung der einzelnen Wellen
zueinander, bei dem in 3a dargestellten Kraftfahrzeuggetriebe, und
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4a eine
schematische Darstellung des Antriebsstranges eines Kraftfahrzeuges
mit Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Front-Längseinbauweise,
also das Kraftfahrzeuggetriebe in einer vierten Ausführungsform,
sowie
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4b die
schematische Darstellung der Positionierung der einzelnen Wellen
zueinander, bei dem in 4a dargestellten Kraftfahrzeuggetriebe.
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Die 1a zeigt
den Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges mit Vorderradantrieb und
ein 6-Gang-Handschaltgetriebe
in Front-Längseinbauweise.
Der Antriebsstrang weist eine Antriebswelle 10, ein Zweimassenschwungrad 11 und
eine Kupplung (nicht dargestellt) auf.
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Das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist mit einem Differential 13 und
mit Vorderachsen 14 wirksam verbunden. Die Antriebswelle 10 wird
von einem Motor (nicht dargestellt) angetrieben und ist an ihrem
hinteren (bezogen auf die in den 1a bis 4a nach rechts
weisenden) Ende mit dem Zweimassenschwungrad 11 verbunden.
Die Kupplung ist hier nicht im Einzelnen dargestellt und kann das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 mit der Antriebswelle 10 wirksam verbinden
und von dieser trennen. Das Kraftfahrzeuggetriebe 12 treibt
das Differential 13 an, das seinerseits die beiden Vorderachsen 14 antreibt.
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Das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist hier in 1a in
einer ersten Ausführungsform
dargestellt, gemäß der es
als Handschaltgetriebe mit 6 Gangstufen (1.–6.) und einem Rückwärtsgang
(R) ausgebildet ist. In dieser ersten Ausführungsform weist das Kraftfahrzeuggetriebe 12 eine
Eingangswelle 15, zwei Abtriebswellen 16, 17,
fünf Festräder 18, 19, 20, 21, 22,
sechs Losräder 23, 24, 25, 26, 27, 28,
ein Rückwärtsgangrad 29 und
eine Ritzelwelle 30 auf. Die Eingangswelle 15 und
die beiden Abtriebswellen 16, 17 sind im Wesentlichen
parallel zur Längsachse des
Kraftfahrzeugs angeordnet.
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Die
Festräder 18–22 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) auf der Eingangswelle 15 angeordnet.
Die Losräder 23–28 sind
auf den Abtriebswellen 16, 17 verteilt angeordnet
und kämmen mit
den Festrädern 18–22.
Die Losräder 23, 24, 27, 28 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) auf der ersten Abtriebswelle 16 angeordnet,
und die Losräder 25, 26 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne auf der zweiten Abtriebswelle 17 angeordnet.
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Das
Rückwärtsgangrad 29 ist
auf der zweiten Abtriebswelle 17 hinter (bezogen auf die
Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem hintersten Losrad 25 angeordnet
und kämmt
mit dem Losrad 23.
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Die
Festräder 18–22 und
die Losräder 23–28 sind
gemäß einer
ersten Variante wie folgt den sechs unterschiedlichen Gangstufen
zugeordnet: Die 1. Gangstufe wird durch die Zahnräder 18 und 23 gebildet;
die 2. Gangstufe wird durch die Zahnräder 19 und 24 gebildet;
die 3. Gangstufe wird durch die Zahnräder 20 und 25 gebildet;
die 4. Gangstufe wird durch die Zahnräder 21 und 26 gebildet;
die 5. Gangstufe wird durch die Zahnräder 20 und 27 gebildet; und
die 6. Gangstufe wird durch die Zahnräder 22 und 28 gebildet.
Das Festrad 20 wird also gemeinsam für die 3. und die 5. Gangstufe
verwendet. Der Rückwärtsgang
wird durch die Zahnräder 18, 23 und 29 gebildet.
Das Festrad 18 und das Losrad 23 werden also gemeinsam
für die
1. Gangstufe und den Rückwärtsgang
verwendet.
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Zum
Schalten der Gänge
weist das Kraftfahrzeuggetriebe 12 mehrere Schaltmuffen
auf, mit deren Hilfe für
jedes der Losräder 23–29 nach
Bedarf eine drehfeste Verbindung mit seiner entsprechenden Abtriebswelle 16, 17 hergestellt
und diese Verbindung auch wieder gelöst werden kann. In dieser ersten Ausführungsform
ist für
die benachbarten Losräder 23, 24 der
1. und 2. Gangstufe, die benachbarten Losräder 25, 26 der
3. und 4. Gangstufe und die benachbarten Losräder 27, 28 der
5. und 6. Gangstufe jeweils eine gemeinsame Schaltmuffe vorgesehen, wodurch
eine besonders kompakte Bauweise erzielt werden kann. Für das Losrad 29 des
Rückwärtsganges
ist eine eigene Schaltmuffe vorgesehen.
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Die
Festräder 18–22 und
die Losräder 23–28 können auch
gemäß einer
zweiten Variante wie folgt den sechs unterschiedlichen Gangstufen
zugeordnet: Die 1. Gangstufe wird durch die Zahnräder 18 und 23 gebildet;
die 2. Gangstufe wird durch die Zahnräder 19 und 24 gebildet;
die 4. Gangstufe wird durch die Zahnräder 20 und 25 gebildet;
die 3. Gangstufe wird durch die Zahnräder 21 und 26 gebildet; die
6. Gangstufe wird durch die Zahnräder 20 und 27 gebildet;
und die 5. Gangstufe wird durch die Zahnräder 22 und 28 gebildet.
Das Festrad 20 wird also bei dieser Alternative gemeinsam
für die
4. und die 6. Gangstufe verwendet.
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Die
Ritzelwelle 30 ist mit den beiden Abtriebswellen 16, 17 jeweils über eine
Stirnradstufe verbunden. Die eine Stirnradstufe wird durch ein Antriebsrad 31,
das als Festrad am hinteren (bezogen auf die Längsachse des Kraftfahrzeugs)
Ende der Ritzelwelle 30 angeordnet ist, und ein Abtriebsrad 32 gebildet,
das auf der ersten Abtriebswelle 16 vor (bezogen auf die
Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 28 dieser Abtriebswelle 16 befestigt
ist. Die andere Stirnradstufe wird durch das Antriebsrad 31 und
ein Abtriebsrad 33 gebildet, das auf der zweiten Abtriebswelle 17 vor
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 26 dieser Abtriebswelle 17 befestigt
ist. Da in dieser ersten Ausführungsform
die beiden Abtriebsräder 32, 33 vor
den Losrädern 23–29 der
entsprechenden Abtriebswellen 16, 17 angeordnet
sind, ist bei Frontantrieb die Ausbildung einer extrem kurzen Ritzelwelle 30 möglich.
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Das
Antriebsrad 31 kann auch mit einer Beveloidverzahnung versehen
sein. Dadurch ist die Anordnung der Ritzelwelle 30 im räumlichen
Winkel oder schräg
zur Längsachse
des Kraftfahrzeugs und somit auch zu der Eingangswelle 15 und
den Abtriebswellen 16, 17 möglich.
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Die
Ritzelwelle 30 ist mit dem Differential 13 über eine Übersetzungsstufe
verbunden. Die Übersetzungsstufe
wird durch ein Ritzel 34, das als Kegelrad am vorderen
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) Ende der Ritzelwelle 30 angeordnet ist,
und einen Antriebszahnkranz 35 gebildet, der die Eingangsseite
des Differentials 13 darstellt. Die Ausgangsseite des Differentials 13 ist
mit den beiden Vorderachsen 14 verbunden.
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Die 1b zeigt
die Lage der Wellen 15, 16, 17 und 30 zueinander
im Raum in einer schematischen Darstellung.
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Die 2a zeigt
den Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges mit Allradantrieb und 6-Gang-Handschaltgetriebe
in Front-Längseinbauweise.
Dieser Antriebsstrang gleicht weitgehend dem Antriebsstrang, der
in der 1a gezeigt ist. Aus diesem Grunde
darf hier zur Vermeidung von Wiederholungen insbesondere auf die
Unterschiede näher
eingegangen werden, bzgl. der Bezugszeichen darf bei gleichen Bauteilen
auf die 1a verwiesen werden.
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Das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist hier in einer zweiten Ausführungsform
dargestellt, die weitgehend der ersten Ausführungsform gleicht. In dieser
zweiten Ausführungsform
ist – im
Unterschied zu der ersten Ausführungsform – die Ritzelwelle 30 nach
hinten (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) verlängert
und das Antriebsrad 31 als Losrad ausgebildet. Das hintere
Ende der Ritzelwelle 30 und das Antriebsrad 31 sind über eine
Haldex-Kupplung 36 (die auch durch ein Torsen-Differential
ersetzt sein kann) verbunden, die ihrerseits mit dem vorderen Ende
einer weiter nach hinten laufenden Verlängerungswelle 37 verbunden
ist. Ein Abtriebsrad 38 ist am hinteren Ende der Verlängerungswelle 37 befestigt
und kann mit einem Antriebsrad 39, kämmen. Die Hinterrad-Antriebswelle
ist hier vzw. koaxial zur zweiten Abtriebswelle 17 hinter
dieser angeordnet und treibt einen Hinterachsenantrieb HA (nicht
dargestellt) an.
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Die 2b zeigt
in schematischer Darstellung die Lage bzw. Positionierung der entsprechenden
Wellen zueinander im Raum.
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Die 3a zeigt
den Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges mit Vorderradantrieb und
ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
in Front-Längseinbauweise.
Der Antriebsstrang weist eine Antriebswelle 10, ein Zweimassenschwungrad 11 und
eine Doppelkupplung 40 auf. Das Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist
mit einem Differential 13 und mit zwei Vorderachsen 14 verbunden.
Die Antriebswelle 10 wird von einem Motor (nicht dargestellt)
angetrieben und ist an ihrem hinteren (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) Ende mit dem Zweimassenschwungrad 11 verbunden.
Die Doppelkupplung 40 ist hinter dem Zweimassenschwungrad 11 angeordnet
und kann das Kraftfahrzeuggetriebe 12 mit der Antriebswelle 10 verbinden
und von dieser trennen. Das Kraftfahrzeuggetriebe 12 treibt
das Differential 13 an, das seinerseits die beiden Vorderachsen 14 antreibt.
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Das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist hier in einer dritten Ausführungsform
dargestellt, gemäß der es als
Doppelkupplungsgetriebe mit 7 Gangstufen und einem Rückwärtsgang
ausgebildet ist. In dieser dritten Ausführungsform weist das Kraftfahrzeuggetriebe 12 zwei
Eingangswellen 41, 42, zwei Abtriebswellen 16, 17,
sechs Festräder 18, 19, 20, 21, 22, 43,
sieben Losräder 23, 24, 25, 26, 27, 28, 44,
zwei Rückwärtsgangräder 29, 45 und
eine Ritzelwelle 30 auf. Die beiden Eingangswellen 41, 42 und
die beiden Abtriebswellen 16, 17 sind im Wesentlichen
parallel zur Längsachse
des Kraftfahrzeugs angeordnet.
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Die
beiden Eingangswellen 41, 42 sind konzentrisch
oder koaxial zueinander angeordnet. Dies wird hier bevorzugt dadurch
realisiert, dass die zweite Eingangswelle 42 als Hohlwelle
ausgebildet ist, und dass die erste Eingangswelle 41 wenigstens
teilweise – genauer
gesagt mit ihrem vorderen (bezogen auf die Längsachse des Kraftfahrzeugs)
Abschnitt – innerhalb
der zweiten Eingangswelle 42 angeordnet ist. Der hintere
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) Abschnitt der ersten Eingangswelle 41 ragt
nach hinten aus der zweiten Eingangswelle 42 heraus.
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Die
Doppelkupplung 40 weist eine erste Kupplung 40a (in
der 3 links), über welche die erste Eingangswelle 41 mit
der Antriebswelle 10 verbunden und von dieser getrennt
werden kann, und eine zweite Kupplung 40b (in der 3 rechts) auf, über welche die zweite Eingangswelle 42 mit
der Antriebswelle 10 verbunden und von dieser getrennt werden
kann.
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Die
Festräder 18–21 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) auf der ersten Eingangswelle 41 angeordnet,
und die Festräder 22, 43 sind aufeinander
folgend von hinten nach vorne (bezogen auf die Längsachse des Kraftfahrzeugs)
auf der zweiten Eingangswelle 42 angeordnet. Die Losräder 23–28, 44 sind
auf den Abtriebswellen 16, 17 verteilt angeordnet
und kämmen
mit den Festrädern 18–22, 43.
Die Losräder 23, 25, 26 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne (bezogen auf die Längsachse des
Kraftfahrzeugs) auf der ersten Abtriebswelle 16 angeordnet,
und die Losräder 44, 27, 28, 24 sind
aufeinander folgend von hinten nach vorne auf der zweiten Abtriebswelle 17 angeordnet.
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Das
erste Rückwärtsgangrad 29 ist
auf der zweiten Abtriebswelle 17 vor (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 24 angeordnet,
und das zweite Rückwärtsgangrad 45 ist als
Losrad auf der ersten Abtriebswelle 16 vor (bezogen auf
die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 26 angeordnet.
Die beiden Rückwärtsgangräder 29, 45 kämmen miteinander.
Das erste Rückwärtsgangrad 29 ist
als ein Zwischenrad ausgebildet, das fest mit dem Losrad 24 verbunden ist.
Dadurch ist die Realisierung einer nahezu frei wählbaren Rückwärtsgangübersetzung (beispielsweise
nahe der 1. Gangstufe) möglich,
ohne eine zusätzliche
Zwischenwelle vorsehen zu müssen.
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Die
Festräder 18–22, 43 und
die Losräder 23–28, 44 sind
wie folgt den sieben unterschiedlichen Gangstufen zugeordnet: Die
1. Gangstufe wird durch die Zahnräder 19 und 23 gebildet;
die 2. Gangstufe wird durch die Zahnräder 43 und 24 gebildet;
die 3. Gangstufe wird durch die Zahnräder 21 und 25 gebildet;
die 4. Gangstufe wird durch die Zahnräder 22 und 26 gebildet;
die 5. Gangstufe wird durch die Zahnräder 20 und 27 gebildet;
die 6. Gangstufe wird durch die Zahnräder 22 und 28 gebildet;
und die 7. Gangstufe wird durch die Zahnräder 18 und 44 gebildet.
Das Festrad 22 wird also gemeinsam für die 4. und die 6. Gangstufe
verwendet. Der Rückwärtsgang wird
durch die Zahnräder 43, 24, 29 und 45 gebildet. Das
Festrad 43 und das Losrad 24 werden also gemeinsam
für die
2. Gangstufe und auch für
die Realisierung des Rückwärtsganges
verwendet.
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Zum
Schalten der Gänge
weist das Kraftfahrzeuggetriebe 12 mehrere Schaltmuffen
auf, mit deren Hilfe für
jedes der Losräder 23–28, 44, 45 nach
Bedarf eine drehfeste Verbindung mit seiner entsprechenden Abtriebswelle 16, 17 hergestellt
und diese Verbindung auch wieder gelöst werden kann. In dieser dritten
Ausführungsform
ist für
die benachbarten Losräder 23, 25 der
1. und 3. Gangstufe, die benachbarten Losräder 26, 45 der
4. Gangstufe und des Rückwärtsganges,
die benachbarten Losräder 27, 44 der
5. und 7. Gangstufe und die benachbarten Losräder 24 (einschließlich erstes
Rückwärtsgangrad/Zwischenrad 29), 28 der
2. Gangstufe (einschließlich Rückwärtsgang)
und 6. Gangstufe jeweils eine gemeinsame Schaltmuffe vorgesehen,
wodurch eine besonders kompakte Bauweise erzielt werden kann.
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Die
Ritzelwelle 30 ist mit den beiden Abtriebswellen 16, 17 jeweils über eine
Stirnradstufe verbunden. Die eine Stirnradstufe wird durch ein Antriebsrad 31,
das als Festrad am hinteren (bezogen auf die Längsachse des Kraftfahrzeugs)
Ende der Ritzelwelle 30 angeordnet ist, und ein Abtriebsrad 32 gebildet,
das auf der ersten Abtriebswelle 16 vor (bezogen auf die
Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 24 dieser Abtriebswelle 16 befestigt
ist. Die andere Stirnradstufe wird durch das Antriebsrad 31 und
ein Abtriebsrad 33 gebildet, das auf der zweiten Abtriebswelle 17 vor
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) dem vordersten Losrad 45 dieser Abtriebswelle 17 befestigt
ist. Da in dieser dritten Ausführungsform
die beiden Abtriebsräder 32, 33 vor
den Losrädern 23–29, 44, 45 der
entsprechenden Abtriebswellen 16, 17 angeordnet
sind, ist bei Frontantrieb eine extrem kurze Ritzelwelle 30 möglich.
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In
dieser dritten Ausführungsform
sind die beiden Abtriebsräder 32, 33 für die Stirnradstufe
axial in etwa in Höhe
von wenigstens einer Ölzuführungsleitung
(nicht im Einzelnen dargestellt) für Betätigungseinrichtungen (nicht
im Einzelnen dargestellt) der Doppelkupplung 40 gelegen.
Dies hat insbesondere den Vorteil, dass hier dann gemeinsam entsprechende
Schmierungen/Kühlungen über eine
gemeinsame Ölzuführungsleitung
realisiert werden können, wodurch
Kosteneinsparungen möglich
sind.
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Das
Antriebsrad 31 kann mit einer Beveloidverzahnung versehen
sein. Dadurch ist die Anordnung der Ritzelwelle 30 im räumlichen
Winkel oder schräg
zur Längsachse
des Kraftfahrzeugs und somit auch zu den Eingangswellen 41, 42 und
den Abtriebswellen 16, 17 möglich.
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Die
Ritzelwelle 30 ist mit dem Differential 13 über eine Übersetzungsstufe
verbunden. Die Übersetzungsstufe
wird durch ein Ritzel 34, das als Kegelrad am vorderen
(bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) Ende der Ritzelwelle 30 angeordnet ist,
und einen Antriebszahnkranz 35 gebildet, der die Eingangsseite
des Differentials 13 darstellt. Die Ausgangsseite des Differentials 13 ist
mit den beiden Vorderachsen 14 verbunden. Bezüglich der
hier genannten Bezugszeichen darf auch auf die vorgenannten 1 und 2 verwiesen
werden, da gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind.
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Die 4a zeigen
den Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges mit Allradantrieb und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
in Front-Längseinbauweise.
Dieser Antriebsstrang gleicht weitgehend dem Antriebsstrang, der
in der 3a gezeigt ist. Die Unterschiede
werden im Folgenden beschrieben. 4b zeigt
die entsprechende Anordnung der einzelnen Wellen im Raum und deren
Positionierung zueinander in schematischer Darstellung. Zur Benennung
von Bezugszeichen darf auch hier auf die 1a bis 3a für gleiche
Bauteile verwiesen werden.
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Das
Kraftfahrzeuggetriebe 12 ist hier in einer vierten Ausführungsform
dargestellt, die weitgehend der dritten Ausführungsform gleicht. In dieser
vierten Ausführungsform
ist – im
Unterschied zu der dritten Ausführungsform – die Ritzelwelle 30 nach
hinten (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) verlängert
und das Antriebsrad 31 als Losrad ausgebildet. Das hintere
Ende der Ritzelwelle 30 und das Antriebsrad 31 sind über eine
Haldex-Kupplung 36 (die auch durch ein Torsen-Differential
ersetzt sein kann) verbunden, die ihrerseits mit dem vorderen Ende
einer weiter nach hinten laufenden Verlängerungswelle 37 verbunden
ist. Ein Abtriebsrad 38 ist am hinteren Ende der Verlängerungswelle 37 befestigt
und kämmt
mit einem Antriebsrad 39, das auf einer Hinterrad-Antriebswelle 46 angeordnet
ist. Die Hinterrad-Antriebswelle 46 ist hier koaxial zur
ersten Abtriebswelle 16 hinter dieser angeordnet und treibt einen
Hinterachsenantrieb HA (nicht dargestellt) an.
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Schließlich zeigt
die 4b die Anordnung der Wellen im Raum zueinander
in einer schematischer Darstellung.
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Aus
den 1a, 1b bis 4a, 4b ist
ein Kraftfahrzeuggetriebe 12 beschrieben worden, dass für den Längseinbau
in einem Kraftfahrzeug geeignet ist und eine kompakte Bauform aufweisen kann.
Das Kraftfahrzeuggetriebe 12 kann als Handschaltgetriebe
oder auch als Doppelkupplungsgetriebe ausgeführt sein, wie oben beschrieben.
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Bei
einem Doppelkupplungsgetriebe können die
Festräder
der ersten Eingangswelle den ungraden Gangstufen (1., 3., 5., 7.)
zugeordnet sein, wobei die Festräder
der zweiten Eingangswelle den geraden Gangstufen (2., 4., 6.) zugeordnet
sein können, sowie
den Abtriebswellen in gemischter Anordnung Losräder sowohl der geraden als
auch der ungeraden Gangstufen zugeordnet sind.
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Es
ist auch denkbar, dass das Rückwärtsgangrad
als Losrad auf der zweiten Abtriebswelle angeordnet ist, und mit
einem Losrad kämmt,
das auf der ersten Abtriebswelle angeordnet ist. Weiterhin kann
vorgesehen sein, dass auf der zweiten Abtriebswelle das Rückwärtsgangrad
koaxial zu den Losrädern,
der diese Abtriebswelle zugeordneten Gangstufen angeordnet ist.
Es kann aber auch sein, dass das Rückwärtsgangrad – wie oben bspw. bei 3 beschrieben – als Zwischenrad ausgebildet
ist, das fest mit dem Losrad einer Gangstufe verbunden ist bspw.
also dass das Losrad des zweiten Ganges mit diesem Zwischenrad den
Rückwärtsgang
realisiert. Hierdurch ist die Realisierung einer nahezu frei wählbaren
Rückwärtsgangübersetzung
(bspw. nahe der ersten Gangstufe) möglich, insbesondere ohne eine
zusätzliche
Zwischenwelle anordnen zu müssen.
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Eine
besonders kompakte Bauweise ist auch dadurch erzielbar, dass die
auf den Abtriebswellen angeordneten Festräder für Übersetzungsstufen zu einer
mit einem Differential kuppelbaren Ritzelwelle räumlich vor, (bezogen auf die
Längsachse
des Kraftfahrzeuges) den Losrädern
angeordnet sind. Dadurch ist bei Frontantrieb eine extrem kurze
Ritzelwelle möglich.
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Insbesondere
können
auch dadurch Kosten eingespart werden, dass wenigstens eines der
Festräder
für die Übersetzungsstufe
axial (bezogen auf die Längsachse
des Kraftfahrzeugs) in etwa in Höhe von
wenigstens einer Ölzuführungsleitung
für eine der
Betätigungseinrichtungen
der Kupplungen gelegen ist.
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Im
Ergebnis sind entscheidende Vorteile erzielt und die im Stand der
Technik bestehenden Nachteile vermieden.
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- 10
- Antriebswelle
- 11
- Zweimassenschwungrad
- 12
- Kraftfahrzeuggetriebe
- 13
- Differential
- 14
- Vorderachsen
- 15
- Eingangswelle
- 16
- erste
Abtriebswelle
- 17
- zweite
Abtriebswelle
- 18
- Festrad
- 19
- Festrad
- 20
- Festrad
- 21
- Festrad
- 22
- Festrad
- 23
- Losrad
- 24
- Losrad
- 25
- Losrad
- 26
- Losrad
- 27
- Losrad
- 28
- Losrad
- 29
- (erstes)
Rückwärtsgangrad/Zwischenrad
- 30
- Ritzelwelle
- 31
- Antriebsrad
- 32
- Abtriebsrad
- 33
- Abtriebsrad
- 34
- Ritzel
- 35
- Antriebszahnkranz
- 36
- Haldex-Kupplung/Torsen-Differential
- 37
- Verlängerungswelle
- 38
- Abtriebsrad
- 39
- Antriebsrad
- 40
- Kupplung
- 40a
- erste
Kupplung
- 40b
- zweite
Kupplung
- 41
- erste
Eingangswelle
- 42
- zweite
Eingangswelle
- 43
- Festrad
- 44
- Losrad
7. Gangstufe
- 45
- zweites
Rückwärtsgangrad
- 46
- Hinterrad-Antriebswelle