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DE102006054942B3 - Elektromagnet zur Betätigung von Ventilen - Google Patents

Elektromagnet zur Betätigung von Ventilen Download PDF

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DE102006054942B3
DE102006054942B3 DE200610054942 DE102006054942A DE102006054942B3 DE 102006054942 B3 DE102006054942 B3 DE 102006054942B3 DE 200610054942 DE200610054942 DE 200610054942 DE 102006054942 A DE102006054942 A DE 102006054942A DE 102006054942 B3 DE102006054942 B3 DE 102006054942B3
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Thomas Magnete GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Elektromagnet zur Betätigung eines Ventils (2) mit einem zylinderförmigen hohlen und einem Fluid des Ventils (2) gefüllten Magnetkörper, der einen Konus (12) und einen axial bewegten Hubankerkolben (7) mit einer in Betätigungsrichtung herausragenden Betätigungsstange (6) für das Ventil (2) aufweist, wobei der Konus (12) eine zentrische Bohrung (15) aufweist, die von der Betätigungsstange (6) durchgriffen wird, und an seiner der Stirnfläche an der dem Ankerkolben (7) zugewandten Seite eine Antiklebscheibe aufweist, und mindestens eine Druckausgleichsöffnung (23) vorgesehen ist, die einen Druckausgleich zwischen dem Inneren des Magnetkörpers und dem Ventil schafft. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Antiklebscheibe als Buchse (17) ausgestaltet ist, wobei die Buchse (17) einen in radialer Richtung weisenden Kragen (21) mit umfangmäßig radial zur Achse gerichteten Ausnehmungen (22) aufweist, der Kragen sich radial an der zum Ankerkolben (7) gerichteten Stirnwand des Konusses (12) anpresst, die Druckausgleichsöffnung im Bereich der Ausnehmungen (22) mündet und radial möglichst nahe im Bereich der zentrischen Bohrung (15) des Konusses (12) angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Elektromagnet zur Betätigung von Ventilen, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Stand der Technik
  • Im Bereich von fluidtechnischen Anwendungen wird ein Ventil, das von einem Elektromagneten betätigt wird, von einem Fluid in Form von Hydrauliköl, Gas, Luft, Bremsflüssigkeit oder anderen Fluiden durchströmt oder ist mit einem solchen Medium gefüllt. Um die Wirkung eines Zuström- bzw. Abströmdruck nutzen zu können, ist ein Druckausgleich notwendig, der über Bohrungen oder Öffnungen nicht nur innerhalb des Ventils erfolgt, sondern auch zwischen dem Ventil und dem Elektromagneten erfolgt. Daher sind beide über Druckausgleichsöffnungen miteinander verbunden.
  • Zur Vermeidung des hyperbolischen Anstiegs der Magnetkraft im Endhubbereich des Magneten, sind Antiklebscheiben vorgesehen, die an der radialen Aufprallfläche des Konusses des Elektromagneten mittels Presssitz angeordnet sind. Der Presssitz der Antiklebscheibe erstreckt sich meist über den gesamte radiale Fläche des Konuses. Die Antiklebscheibe besteht aus einem robusten, nichtmagnetischen Material.
  • Zur Herstellung einer kompakten Bauweise ist das Stellorgan des Ventils, z. B. in Form eines Ventilschiebers oder Kegel, mit einem Hubankerkolben des Magneten über eine Betätigungsstange verbunden, die durch eine zentrische Bohrung im Konus von dem Ankerkolben abragt.
  • Neben der Anordnung der Antiklebscheibe am Konus ist alternativ auch deren Anordnung direkt an der Betätigungsstange vorge sehen, wie dies beispielsweise aus der DE 199 34 846 A1 ersichtlich ist.
  • Für den Druckausgleich zwischen dem Hubankerraum des Magneten und dem Ventil sind die Ausgleichsöffnungen als achsparallele Bohrung im Konus ausgeführt. Durch die Anordnung der Antiklebscheibe an der Innenstirnwand des Konusses werden diese Ausgleichsöffnungen an den radialen äußeren Rand verlegt. Damit wird die für die Magnetkraft wirksame Fläche des Konusses reduziert, was zu einer Schwächung der Magnetkraft führt. Angestrebt wird daher insbesondere diesen Bereich des Konusses möglichst als Vollmaterial zu erhalten.
  • DE 197 17 445 C2 zeigt einen Elektromagneten, insbesondere zum Betätigen von Ventilen, mit einem Hubankerkolben und einer davon abragenden Betätigungstange, die durch eine zentrische Bohrung des Konusses mit einem Stellelement des Ventils verbunden ist. Zwischen dem Ankerkolben und der zugehörigen Aufprallwand des Konusses ist eine kreisrunde Antiklebscheibe mit einer zentrischen Öffnung zum Durchlass für die Betätigungsstange vorgesehen. Der Druckausgleich zwischen dem Inneren des Elektromagneten und dem Ventil erfolgt über die zentrische Bohrung des Konusses, die dazu einen vergrößerten Durchmesser aufweist, so dass zwischen dem Stangendurchmesser und dem Bohrungsdurchmesser ein Spalt entsteht.
  • DE 90 05 411 U1 , das als gattungsbildend angesehen wird, zeigt einen weiteren Elektromagneten zur Betätigung eines Ventils, bei der die Betätigungsstange in einer Gleitbuchse geführt ist, die gleichzeitig Lagerfunktion für die Stange ausübt. Die Antiklebscheibe ist im Presssitz auf der Betätigungsstange aufgebracht. Der erforderliche Druckausgleich zwischen Magnet und Ventil erfolgt über achsparallele Bohrungen im Konus des Magneten. Der Abstand der Aus gleichsbohrung zu der zentrischen Bohrung wird durch den Durchmesser der Antiklebscheibe festgelegt; so dass diese vorwiegend im Außenbereich des Konuses angeordnet sind. Dies wiederum führt zu einer Schwächung des magnetischen Flusses in diesem Bereich.
  • DE 10 2004 028 871 A1 zeigt einen weiteren gattungsgemäßen Elektromagneten mit einer buchsenförmigen Antiklebscheibe, die mit einem radialen Abstand ein stangenförmiges Betätigungsteil des Magnetankers umfasst. Die Buchse ist mit ihrem radialen Bereich an der radialen Aufprallwand des Konusse für den Anker angeordnet. Ihr axialer Bereich erstreckt sich in eine Öffnungsbohrung des Konusses für die Betätigungsstange. Zwischen dem Durchmesser der Stange und dem der Öffnungsbohrung des Konusses sind Druckausgleichsöffnungen vorgesehen.
  • DE 42 15 237 A1 zeigt einen weiteren gattungsgemäßen Elektromagneten mit einer buchsenförmigen Antiklebscheibe, die jedoch an einer radialen Aufprallwand des Magnetankers mit dem Konus angeordnet ist, und nicht an der des Konusses. Der Anker weist an der Aufprallwand eine axiale Sacklochbohrung zur Aufnahme einer Rückstellfeder auf, die im radialen Abstand von der Buchse umgeben ist. Der axiale Bereich der Buchse ist in der Sacklochbohrung angeordnet. Der radiale Bereich der Buchse erstreckt sich bis nahezu zum äußeren radialen Rand des Ankerkolbens, in dem achsparallele Druckausgleichsbohrung angeordnet sind.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Druckausgleichsöffnungen im Konus möglichst achsennah anzuordnen, wobei jedoch die Funktion „Reduktion der Resthaltekraft" des Ankerkolbens durch die Antiklebscheibe an der Aufprallwand nicht beeinträchtigt werden soll. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß in Verbindung mit dem Oberbegriff durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
  • Die Erfindung verwendet eine druckausgleichende Einpressbuchse als Antiklebscheibe. Das Bauteil erfüllt die Funktionalität einer Antiklebscheibe, verhindert aber den Druckausgleich im Magneten nicht. Die Buchse weist einen radial zur Achse gerichteten Kragen mit Ausnehmungen auf, der sich radial an der zum Ankerkolben gerichteten Stirnwand des Konusses anpresst und somit den Ankerkolben und den Konus auf Abstand hält.
  • Durch die in radialer Richtung angeordneten Ausnehmungen im Kragen der Buchse können jetzt die Druckausgleichsöffnungen näher in Richtung der Achse des Magneten angeordnet werden. Der achsaxiale Abstand wird lediglich durch den Durchmesser der zentrischen Bohrung für die Betätigungsstange begrenzt. In einer weiter unten noch ausführlicher beschriebenen Ausführungsform der Erfindung können die Druckausgleichsöffnungen sogar direkt in der zentrischen Bohrung für die Betätigungsstange angeordnet werden.
  • Die vorgeschlagene Lösung hat das Potential, sehr kostengünstig zu sein. Denn zusätzlich erforderliche Nuten oder Bohrungen können auf eine Mindestanzahl reduziert werden, so dass bauraum sparend konstruiert werden kann. Die Buchse selbst kann kostengünstig als umgeformtes Bauteil hergestellt werden.
  • In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Buchse im Presssitz mit ihrem axialen Bereich in der zentrischen Bohrung des Konusses eingepresst, durch die die von dem Ankerkolben abragende Betätigungsstange gleitend geführt ist.
  • Die Buchse liegt nicht mit ihrem gesamten axialen Umfang am Durchmesser der zentrischen Bohrung an, sondern vorteilhaft nur an speziell hierzu vorhanden radial nach außen gerichteten Ausbuchtungen. Diese Ausbuchtungen sind so ausgelegt, dass über ihre elastische bzw. plastische Verformung der Presssitz sichergestellt wird.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann die druckausgleichende Buchse in ihrem sich axial erstreckenden Bereich zusätzlich als Führungs- oder Gleitlager für die Betätigungsstange in der zentrischen Bohrung im Konus verwendet werden, wodurch sich zusätzliche Lager- und Führungsstellen der Stange in der Konusbohrung erübrigen. Die Buchse weist hierzu an ihrem dem Konus abgewandten axialen Ende eine radial nach innen auf den Stangendurchmesser gerichtete Umlenkung ihrer Aussenwandung auf. Die Umlenkung können auch als DU Gleitlager ausgeführt sein.
  • Die Lagerung der Einpressbuchse erfolgt vorteilhaft in einem radial vergrößerten Hohlraum der zentrischen Bohrung, die somit in Richtung des Ankerkolbens radial nach außen abgesetzt ist. Der axiale Bereich kann somit mit einen vergrößertem Durchmesser gefertigt werden, wodurch die Ausbuchtungen für die Klemmung im Konus fertigungstechnisch besser herstellbar werden. Dies betrifft insbesondere auch die oben erwähnten Lager- und Führungseigenschaften für die Stange.
  • In einer ersten vorteilhaften Variante der Erfindung sind die Druckausgleichsöffnungen als separate, achsparallele und durchgehende Bohrungen im Konus angeordnet, wobei diese in dem Bereich der Ausnehmungen der Buchse münden. Durch die Ausnehmungen ist es möglich, die zusätzlichen Druckausgleichsbohrungen mit minimalem achsparalllem Abstand zur zentrischen Bohrung anzuordnen. Der minimale radiale Abstand zur Achse des Konusses wird durch den Durchmesser der zentrischen Bohrung oder des Hohlraumes in der zentrischen Bohrung bestimmt.
  • In einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, die Druckausgleichsöffnungen in der zentrischen Bohrung des Konusses anzuordnen, wobei zwischen dem Stangendurchmesser und dem Bohrungsdurchmesser ein axial sich erstreckender Spalt vorgesehen ist, durch den das Fluid zum Druckausgleich strömt.
  • Die Ausbuchtungen des Presssitzes der Buchse werden dabei so ausgelegt, dass über ihre Verformung zwar ihr Presssitz sichergestellt wird, aber zugleich zwischen den Ausbuchtungen ein weiterer Spalt entsteht, durch den das Fluid zum Druckausgleich strömen kann. Im Bereich des Hohlraumes mündet der Spalt vorteilhaft in dem Bereich der Ausnehmungen am Kragen der Buchse.
  • In der oben beschriebenen Ausführung ist es weiter vorteilhaft, dass die Betätigungsstange auf ihrer axialen Länge Laufflächen in Form von Abflachungen oder eines Polygonprofil aufweist. Die Spaltenbildung erfolgt hier zwischen den axialen Abflachungen der Stange und dem zentrischen Bohrungsdurchmesser. Die erhebenden Laufflächen am Stangenumfang können zusätzlich als zusätzliche Führungs- oder Gleitlager der Stange im Konusbereich verwendet werden.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgend beschriebenen Zeichnung.
  • Ausführungsbeispiel
  • 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einen Elektromagnet mit aufgeflanschtem Ventil.
  • 2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Einpressbuchse.
  • 3 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Variante der Erfindung.
  • 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht einen Elektromagneten 1 in der Bauart eines zylinderförmigen Hubmagneten, der ein Ventil 2 ansteuert. Bei dem Ventil 2 handelt es sich um eine 2/2 Wegesitzventil, das in einer fluidischen Strömung angeordnet ist, wobei das Fluid einen Zu- bzw. Abfluss 3 durchströmt. Der hydraulische Zu- und Abfluss 3 wird durch einen Sitzkörper 4 in Form eines stumpfen Kegels (siehe 3) in einem Ventilsitz 5 gesteuert. Der Sitzkörper 4 kontaktiert in axialer Richtung eine Betätigungsstange 6, die ihrerseits an die Stirnseite eines Hubankerkolbens 7 des Elektromagneten 1 stößt. Der Sitzkörper 4 wird mittels einer radial angeordneten Flachfeder 18 nach Betätigung durch den Elektromagneten 1 wieder in seinen Sitz 5 gedrückt. Dargestellt ist die stromlos geschlossene Ausführungsform des Ventils 2.
  • Der Hubankerkolben 7 ist in einer Lagerhülse 8 angeordnet, die in einem Spulenkörper angeordnet ist, der aus einer stromdurchflossenen Zylinderspule 9, dem Joch 10 und einer rückwärtigen Abdeckung 19 mit einem Stecker 11 für den Stromanschluss besteht. Der Elektromagnet 1 wird nach außen durch einen Mantel 13 abdeckt. Im vorderen Bereich des Elektromagneten 1 in Richtung des Ventils 2 ist ein Konus 12 vorgesehen, der Teil der Ventilhülse 14 des Ventils 2 ist.
  • Bei Bestromung de Zylinderspule 9 wird der Hubankerkolben 7 durch Magnetkraft zum Konus hin gezogen. Der Ventilsitzkörper 4 wird von seinem Sitz 5 angehoben und verbindet somit Zu- und Abfluss 3 miteinander.
  • Der Konus 12 bzw. die Ventilhülse 14 weist eine durchgehende axiale zentrische Bohrung 15 auf, durch die die Betätigungsstange 6 hindurchragt. In der Ausführung nach 1 ist vorgesehen, dass die Stange 6 einen kreisrunden Querschnitt aufweist. Die Bohrung 15 öffnet sich an ihrem zum Hubankerkolben 7 gerichteten Ende zu einen zylinderförmigen Hohlraum 16, an dessen axialer Wandung eine Buchse 17 im Presssitz festgeklemmt ist.
  • Einer der beiden Zu- bzw. Abflüsse 3 ist axial an der Stirnseite des Ventils 2 angeordnet, das dazu korrespondierende Teil verläuft radial und mündet in die zentrische Bohrung 15 des Konusses 12 oder der Ventilhülse 14. In diesem Bereich weist die kreisrunde Betätigungsstange 6 einen verringerten Querschnitt auf, um einen ausreichenden Durchfluss des Fluid zu gewährleisten und den Kegel in den Sitz zu zentrieren.
  • Die Buchse 17, die separat in 2 in perspektivischer Darstellung dargestellt ist, weist einen zylinderförmigen axialen Bereich auf, an dessen Umfangswandung radial nach außen gerichtete Ausbuchtungen 20 angeordnet sind, die einen sicheren Presssitz in der Wandung des Hohlraumes 16 gewährleisten. Die Buchse 17 weist zusätzlich einen in radialer Richtung herausragenden Kragen 21 auf, an dessen Umfang radial nach innen gerichtete Ausnehmungen 22 vorgesehen sind. Im Einbau (siehe 1 und 3) ist der Kragen 21 mit seinen Ausnehmungen 22 an der radialen Stirnwand des Konusses 12 angeordnet, und dient auf diese Weise als Hubbegren zung des Ankerkolbens 7. Sie erfüllt damit in dieser Position die Funktion einer Antiklebscheibe zur Vermeidung des hyperbolischen Anstiegs der Magnetkraft im Endhubbereich des Ankerkolbens 7 am Konus 12 des Magneten 1.
  • Der axiale Bereich der Buchse 17 weist an seinem dem Kragen 21 abgewandten Ende eine radial nach innen zur Betätigungsstange 6 gerichtete Umlenkung 24 (siehe 1) seiner Umfangswandung auf, die als Führungs- bzw. Gleitlager für die Stange 6 dient. Ansonsten wird die Stange über die zentrische Bohrung 15 geführt.
  • Die durch die Durchströmung des Ventils 2 bedingten Druckwirkungen müssen von der Ventilseite auch in das Innere des Elektromagneten 1 geführt werden können. Aus diesem Grunde weist die Anordnung nach 1 eine zusätzliche achsparallele Bohrung im Konus 12 als Drucksausgleichsöffnung 23 auf. Die Druckausgleichsbohrung 23 ist durchgehend und erstreckt sich vom Bereich des Ventilsitzes 5 bis zur radialen Stirnwand des Konusses 12, an dem der Kragen 21 der Buchse 17 anliegt. Die Druckausgleichsbohrung 23 mündet im Hubbereich des Ankerkolbens 7 im Bereich der Ausnehmungen 22 des Kragens 21 der Buchse 17. Die Bohrung 23 kann jetzt möglichst nahe zur zentrischen Bohrung 15 angeordnet werden.
  • In der weiteren Figurenbeschreibung sind gleiche Funktionsteile mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • 3 zeigt in einer perspektivischen Längsschnittdarstellung eine Variante der Erfindung, bei der die Druckausgleichsöffnungen 23 in der zentrischen Bohrung 15 angeordnet sind, also auf eine zusätzliche Bohrung für den Druckausgleich verzichtet wird. Dargestellt ist die Ausführungsform, bei der die Betätigungsstange 6 im Bereich des Lagerung der Buchse 17 keinen gleichmäßigen runden Querschnitt aufweist, sondern einen in axialer Richtung sich erstre ckenden tangentiale Abflachungen 28 oder ein Polygonquerschnitt aufweist. Der sich in Richtung des Ventilsitzes 5 erstreckende weitere Bereich der Stange 6 besitzt weiterhin einen kreisrunden Querschnitt.
  • Im Abflachungs- oder Profilbereich der Stange 6 entsteht somit zwischen dem Stangendurchmesser und dem Durchmesser der zentrischen Bohrung ein Spalt 25, über den eine Verbindung vom Ventil 2 zum Inneren des Elektromagneten 1 erfolgen kann. Der Spalt 25 geht im Hohlraum 16, im Lagerbereich der Buchse 17, in einen weiteren Spalt 27 über, der zwischen den Ausbuchtungen 20 der Buchse 17 entsteht. Der sich durch die gesamte zentrische Bohrung 15 erstreckende Spalt 25 mündet, was aus 3 nicht ersichtlich ist, in den Bereich der radialen Ausnehmungen 22 des Kragens 21 der Buchse 17.
  • Aus 3 ist ferner ersichtlich, dass der profilierte Bereich der Stange an seinem äußeren Randbereich Laufflächen 26 in Form von Abflachungen, Rundungen oder Fasen aufweist. Diese erfüllen die Führungs- oder Gleitfunktion für die Stange 6 in der zentrischen Bohrung 15 des Konusses 12 oder der Ventilhülse 14.
  • Ein ausreichender Druckausgleich in der zentrischen Bohrung kann, in Abwandlung der Darstellung der 3, auch bei kreisrundem Stangenquerschnitt erfolgen. Es muss hierzu nur sichergestellt werden, dass das Fluid in dem Spalt 25 nach der Abdichtung durch den Ventilssitz 5 in das Innere des Elektromagneten 1 strömen kann und somit den Druckausgleich erzeugt. Der Durchmesser der zentrischen Bohrung 15 ist für die Spaltbildung dementsprechend zu vergrößern. Für die Führungs- und Gleitfunktion der Stange 6 sind im axialen Abstand zueinander zusätzlich radial sich ersteckende Halteelemente in Form von Gleitlager mit einem axialen Durchlass für die Fluidströmung vorzusehen.
  • 1
    Elektromagnet
    2
    Ventil
    3
    Zu- bzw. Abfluss
    4
    Sitzkörper
    5
    Ventilsitz
    6
    Betätigungsstange
    7
    Hubankerkolben
    8
    Lagerhülse
    9
    Zylinderspule
    10
    Joch
    11
    Stecker
    12
    Konus
    13
    Mantel
    14
    Ventilhülse
    15
    Zentrische Bohrung
    16
    Hohlraum
    17
    Buchse
    18
    Flachfeder
    19
    rückwärtige Abdeckung
    20
    Ausbuchtung
    21
    Kragen
    22
    Ausnehmung
    23
    Druckausgleichsöffnung (Bohrung)
    24
    Umlenkung
    25
    Spalt
    26
    Lauffläche
    27
    Spalt
    28
    Abflachungen

Claims (14)

  1. Elektromagnet zur Betätigung eines Ventils (2) mit einem zylinderförmigen hohlen und einem Fluid des Ventils (2) gefüllten Magnetkörper, der einen Konus (12) und einen axial bewegten Hubankerkolben (7) mit einer in Betätigungsrichtung herausragenden Betätigungsstange (6) für das Ventil (2) aufweist, – wobei der Konus (12) eine zentrische Bohrung (15) aufweist, die von der Betätigungsstange (6) durchgriffen wird, und an seiner der Stirnfläche an der dem Ankerkolben (7) zugewandten Seite eine Antiklebscheibe aufweist, und mindestens eine Druckausgleichsöffnung (23) vorgesehen ist, die einen Druckausgleich zwischen dem Inneren des Magnetkörpers und dem Ventil schafft, dadurch gekennzeichnet, dass die Antiklebscheibe als Buchse (17) ausgestaltet ist, – wobei die Buchse (17) einen in radialer Richtung weisenden Kragen (21) mit umfangmäßig radial zur Achse gerichteten Ausnehmungen (22) aufweist, – der Kragen sich radial an der zum Ankerkolben (7) gerichteten Stirnwand des Konuses (12) anpresst, – die Druckausgleichsöffnung im Bereich der Ausnehmungen (22) mündet und radial möglichst nahe im Bereich der zentrischen Bohrung (15) des Konusses (12) angeordnet ist.
  2. Elektromagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (17) im Presssitz in der zentrischen Bohrung (15) des Konusses (12) gelagert ist.
  3. Elektromagnet nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (17) in ihrem axialem Abschnitt umfangmäßig verteilte und radial nach außen gerichtete Ausbuchtungen (20) aufweist.
  4. Elektromagnet nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (17) als Führungs- bzw. Gleitlager für die Betätigungsstange (6) vorgesehen ist.
  5. Elektromagnet nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (17) in einem radial vergrößertem zylindrischem Hohlraum (16) der zentrischen Bohrung (15) angeordnet ist.
  6. Elektromagnet nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsöffnung (23) mindestens eine separate, achsparallele und durchgehende Bohrung (23) umfasst.
  7. Elektromagnet nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsöffnung (23) in der zentrischen Bohrung (15) des Konusses (12) angeordnet ist, wobei zwischen dem Stangendurchmesser und dem Bohrungsdurchmesser ein axial sich erstreckender Spalt (25) vorgesehen ist, durch den das Fluid in das Innere des Elektromagneten (1) strömt.
  8. Elektromagnet nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ausbuchtungen ein weiterer Spalt (27) vorgesehen ist, durch den das Fluid für den Druckausgleich strömen kann.
  9. Elektromagnet nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (25) in der zentrischen Bohrung (15) in den Spalt (27) zwischen den Ausbuchtungen (20) übergeht.
  10. Elektromagnet nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsstange (6) mindestens auf einem Teil ihrer axialen Länge Strukturen enthält, die Laufflächen (26) mit Abflachungen (28) oder ein Polygonprofilen bilden.
  11. Elektromagnet nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der abgeflachte oder polygone Längsquerschnittsabschnitt (28) im Bereich der zentrischen Bohrung (15) angeordnet ist.
  12. Elektromagnet nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckausgleichspalt (25, 27) im Bereich der Ausnehmungen (22) der Buchse (17) mündet.
  13. Elektromagnet nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsstange (6) einen kreisrunden Querschnitt aufweist und in einer vergrößerten zentrischen Bohrung (15) im Konus (12) geführt ist, wobei der durch den Stangendurchmesser und Bohrungsdurchmesser entstandene Spalt (25) als Druckausgleichsöffnung verwendet wird.
  14. Elektromagnet nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der vergrößerten zentrischen Bohrung (15) radial sich erstreckende zusätzliche Führungs- und Gleitlager für die Betätigungsstange (6) mit einem axialen Durchlass für das Fluid vorgesehen sind.
DE200610054942 2006-11-22 2006-11-22 Elektromagnet zur Betätigung von Ventilen Expired - Fee Related DE102006054942B3 (de)

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