-
Die
Erfindung betrifft ein Kochgerät,
welches zur Erzeugung von Wärme
durch Verbrennung von flüssigen
Brennstoffen ausgebildet ist, und einen Behälter zur Aufnahme des Brennstoffs
sowie einen Brenner zur Verbrennung des Brennstoffs umfasst. Der
Brenner ist mit dem Behälter
durch eine Brennstoffleitung verbunden, durch welcher der Brennstoff mit
Druck beaufschlagt zum Brenner förderbar
ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum
Betreiben eines derartigen Kochgeräts.
-
Druckkocher
für flüssige Brennstoffe,
wie beispielsweise Petroleum oder Pflanzenöl, bestehen aus einem Tank
bzw. einem Behälter
zur Aufnahme des Brennstoffs, einem Kochergestell mit Topfhalter sowie
einem Brenner. In dem Brenner wird der Brennstoff unter Druck in
einem durch die Brennerflamme erhitzten, rohrförmigen Verdampfer in die Gasphase übergeführt. Das
Brennstoff-Luft-Gemisch tritt in einem Freistrahl aus einer Düse aus und
verbrennt nach Vermischung mit Umgebungsluft. Ein Brenner für ein derartiges
Kochgerät
ist aus der
DE 101
61 154 A1 bekannt, welcher einem einstückig ausgebildeten Verdampfer
mit zwei gleichen, rohrförmigen
Abschnitten aufweist. Beide rohrförmige Abschnitte sind in Form
einer Doppelschleife angeordnet, deren offene Enden mit einem Zulaufrohr
für den Brennstoff
verbunden sind. Dieses Zulaufrohr ist an einem druckdichten Behälter angeschlossen,
in welchem ein Überdruck
erzeugt wird. Durch den Druck gelangt der Brennstoff über ein
Regelungsventil über das
Zulaufrohr in den Verdampfer, wo der Brennstoff unter der Wärme der
Brennerflamme verdampft wird. Das Zulaufrohr ist mit einem Gewindeteil
für den
Anschluss der Brennstoffleitung versehen.
-
Die
Regelung des Kochgeräts
erfolgt mit einem Ventil in der Leitung vor Eintritt des flüssigen Brennstoffs
in den Verdampfer. Gerade bei flüssigen Brennstoffen
mit hohen Viskositäten
ist die Regelbarkeit in der Flüssigphase
stark eingeschränkt.
Insbesondere bei relativ kleinen Leistungen ist bei Ventilen häufig kein
ausreichender Durchfluss zu bemerken. Darüber hinaus sind qualitativ
hochwertige Ventile relativ teuer.
-
Bei
bekannten Kerosinkochern erfolgt die Regelung des Brenners durch
Veränderung
des Vordrucks im Tank. Diese Vorgehensweise ist jedoch aufwändig im
Hinblick auf das notwendige Pumpen.
-
Eine
Druckaufbringung in dem Tank bzw. dem Behälter, welcher den flüssigen Brennstoff
aufnimmt, erfolgt häufig über die
Anwendung einer Luftpumpe, mit der Luft in dem Behälter komprimiert
wird und somit den notwendigen Überdruck
von beispielsweise 0,5 bis 3 bar herstellt. Eine derartige Luftpumpe
kann als Hand- oder als Fußpumpe
ausgeführt sein.
-
Eine
direkt im Tank bzw. im Behälter
integrierte Handpumpe ist zwar relativ preiswert, allerdings sehr
kompliziert in der Anwendung, da aufgrund der begrenzten Kraft in
der Hand pro Pumphub nur ein geringes Luftvolumen in den Tank eingebracht
werden kann. Fußpumpen
bringen zwar demgegenüber
mehr Luftvolumen pro Pumphub in den Tank, sind aber technisch aufwändiger und
damit teurer. Darüber
hinaus sind beide Pumpen sehr störanfällig.
-
Daher
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kochgerät sowie
ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Kochgeräts zu schaffen,
bei dem bzw. mit dem eine erhöhte
Druckaufbringung zuverlässig
und aufwandsarm erreicht werden kann.
-
Diese
Aufgabe wird durch ein Kochgerät, welches
die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, und ein Verfahren,
welches die Merkmale nach Patentanspruch 12 aufweist, gelöst.
-
Ein
erfindungsgemäßes Kochgerät ist zur
Erzeugung von Wärme
durch Verbrennung von flüssigen
Brennstoffen ausgebildet. Das Kochgerät umfasst einen Behälter zur
Aufnahme des Brennstoffs und einen Brenner zur Verbrennung des Brennstoffs, welcher
mit dem Behälter
durch eine Brennstoffleitung verbunden ist, durch welche der Brennstoff
mit Druck beaufschlagt zum Brenner förderbar ist. Das Kochgerät umfasst
des Weiteren einen Stößel, welcher
relativ bewegbar in dem Behälter
angeordnet ist und abhängig
von dieser relativen Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter der
Brennstoff mit Druck beaufschlagbar ist und zum Brenner förderbar
ist. Durch diese Ausgestaltung kann eine mechanisch stabile Anordnung
und eine zuverlässige Druckerzeugung
ermöglicht
werden, welche insbesondere im Vergleich zur Ausgestaltung mit einer Hand-
oder Luftpumpe eine aufwandsärmere
Ausgestaltung ermöglicht
und dennoch eine größere und gleichmäßigere Druckerzeugung
gewährleistet.
Die Kraft, welche auf zumindest eine der Komponenten zur Erzeugung
der relativen Bewegung zwischen den beiden Komponenten einwirkt,
ist so groß,
dass diese relative Bewegung erzeugbar ist und dadurch die Druckbeaufschlagung
des Brennstoffs erfolgt.
-
Bevorzugt
ist die relative Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter durch
zumindest ein separates Gewichtselement erzeugbar. Durch diese Ausführung kann
die relative Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter einfach
und kostengünstig
realisiert werden. Abhängig
davon, ob der Stößel oder
Behälter
bewegt werden soll, kann das Gewichtselement entsprechend angebracht
werden. Durch die sehr einfache Ausgestaltung mit einem Gewichtselement
kann darüber
hinaus auch eine gegenüber
einer Funktionsstörung
sehr unanfällige
Ausgestaltung bereitgestellt werden. Nicht zuletzt ist diese Ausführung mit
einem Gewichtselement auch wenig verschleißbehaftet und kann auch in
unterschiedlichsten klimatischen Umgebungen ohne Funktionsbeeinträchtigung
verwendet werden.
-
Es
kann auch vorgesehen sein, dass das die relative Bewegung des Stößels zum
Behälter
durch das Eigengewicht des Stößels erzeugbar
ist und kein zusätzliches
separates Gewichtselement erforderlich ist. Insbesondere bei einer
geeigneten Positionierung, bevorzugt bei einer Anordnung bei der
die Gewichtskraft des Stößels zu
einer Bewegung führt,
ist dies vorteilhaft. Bevorzugt ist der Stößel im Wesentlichen vertikal
angeordnet und bewegt sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung
relativ zum Behälter.
-
Bevorzugt
ist das Gewichtselement an einer Stößelstange angeordnet und die
Druckbeaufschlagung des Brennstoffs ist durch die Bewegung des Stößels erzeugbar.
Indem der Behälter
praktisch stillsteht und der Stößel bewegt
wird, kann die relative Bewegung zwischen diesen beiden Komponenten sehr
einfach und aufwandsarm erzeugt werden. Da der Stößel im Allgemeinen
einfach zu bewegen ist und die Bewegung auch des Stößels einfacher
zu kontrollieren ist, ist diese Ausgestaltung vorteilhaft gegenüber einer
Realisierung, bei der der Behälter gegenüber einem
stillstehenden Stößel bewegt
wird. Bevorzugt ist der Stößel im Inneren
des Behälters
geführt.
Dadurch kann auch die Bewegung zielgerichtet und stabilisiert erfolgen.
-
Bevorzugt
ist das zumindest eine Gewichtselement an einem Gestell des Kochgeräts angeordnet,
insbesondere daran befestigt. Die Anordnung der Gewichtselemente
kann dadurch relativ sicher ermöglicht
werden und eine Verletzungsgefahr deutlich reduziert werden. Plattenartige
Gewichtselemente können
auch praktisch verstaut und aufgeräumt werden. Des Weiteren kann
eine zuverlässige
Halterung der Gewichte gewährleistet
werden.
-
Bevorzugt
sind die Druckstufen abhängig von
der Anzahl der Gewichtselemente einstellbar. Durch das Aufbringen
und Abnehmen von Gewichten kann die Druckbeaufschlagung einfach
geregelt werden. Die dadurch diskret einstellbaren Vordrucke ermöglichen
dadurch diskrete Einstellungen der Leistung des Kochgeräts, da diese
Leistung direkt abhängig
vom Vordruck ist. Eine Regelbarkeit in mehreren Druckstufen, beispielsweise
drei bis fünf
Druckstufen, ist im Allgemeinen für einen Kochvorgang ausreichend.
Die Druckstufen sind somit bevorzugt abhängig von der Anzahl der Gewichtselemente
einstellbar.
-
Das
Verhältnis
zwischen dem Durchmesser des Behälters
und der Anzahl der Gewichte ist bevorzugt so einstellbar, dass Drücke bis
zu 4 bar, insbesondere etwa 3 bar, einstellbar sind. Prinzipiell
können
jedoch auch höhere
Drücke
eingestellt werden, wobei dann die Anzahl der Gewichte zu erhöhen ist. Diese
Drücke
sind für
die Betriebsweise des Kochgeräts
besonders vorteilhaft. Es können
jedoch auch höhere
Drücke
erzeugt werden.
-
In
der Brennstoffleitung ist bevorzugt ein ersten Absperrelement, insbesondere
ein Hauptventil, angeordnet. Dieses erste Absperrelement dient zur Sicherheit
beim Betrieb des Kochgeräts,
welches zum Starten des Kochgeräts
und insbesondere des Brenners zunächst geöffnet werden muss und bevorzugt
vor diesem Öffnen
des ersten Absperrelements die Druckbeaufschlagung des Brennstoffs
erfolgt.
-
Bevorzugt
ist in der Brennstoffleitung zumindest ein zweites Absperrelement,
insbesondere ein Rückschlagventil,
angeordnet. Darüber
hinaus ist es vorteilhaft, dass ein Zusatzbehälter zur Aufnahme von Brennstoff über eine
Zusatzleitung mit dem Behälter
verbunden ist. Dadurch kann ein Nachfüllen des Behälters zur
Aufnahme des Brennstoffs während
des Kochvorgangs durchgeführt
werden und der Behälter
kann somit grundsätzlich
kleiner ausgelegt werden. Dieser Zusatzbehälter und insbesondere der darin
vorhandene Brennstoff zum Nachfüllen ist
bevorzugt ohne Druckbeaufschlagung in diesem Vorratsbehälter eingebracht.
Die Brennstoffversorgung beim Kochvorgang kann dann verbessert werden
und die einzelnen Komponenten des Kochgeräts können im Hinblick auf ihre Maße und dadurch
ihre Transportfähigkeit
verkleinert werden.
-
Bevorzugt
ist in der Zusatzleitung ein drittes Absperrelement, insbesondere
ein Rückschlagventil, angeordnet.
Durch diese beiden Rückschlagventile in
der Brennstoffleitung einerseits und der Zusatzleitung andererseits
ist ermöglicht,
dass beispielsweise durch einfaches Hochheben des Stößels im
Behälter das
dritte Absperrelement in der Zusatzleitung geöffnet wird und Brennstoff von
dem Zusatzbehälter
in den eigentlichen Behälter
fließt.
Damit ein Absaugen des Brennstoffs aus dem Brenner vermieden werden kann,
ist das zweite Absperrelement in der Brennstoffleitung so eingebaut,
dass während
dieses Nachfüllvorgangs
und somit während
des Hochhebens des Stößels dieses
Rückschlagventil
schließt. Ein
relativ einfacher und dennoch zuverlässiger Mechanismus ermöglicht den
Kochvorgang unverändert fortzusetzen,
wenn während
dieses Kochvorgangs ein Nachfüllen
mit Brennstoff in den Behälter
erforderlich ist.
-
Darüber hinaus
kann durch dieses zweite Absperrelement, welches in der Brennstoffleitung
angeordnet ist, auch ein kontinuierliches Verbrennen des Brennstoffs
erreicht werden. Ohne ein derartiges zweites Absperrelement, insbesondere
ein Rückschlagventil,
würde eine
pulsierende Verdampfung stattfinden.
-
Bevorzugt
ist der Stößel in dem
Behälter
abdichtend geführt.
Dadurch kann der Druckaufbau verbessert erfolgen und ein unerwünschter
Austritt des flüssigen
Brennstoffs nach oben und somit Verunreinigungen verhindert werden.
-
Bei
einem erfindungsgemäßen Verfahren zum
Betreiben eines Kochgeräts
wird durch Verbrennung von flüssigen
Brennstoffen Wärme
erzeugt. Dies erfolgt dadurch, indem der in einem Behälter befindliche
Brennstoff über
eine Brennstoffleitung mit Druck beaufschlagt zu einem Brenner gefördert wird und
dort verbrannt wird. Die Druckbeaufschlagung wird durch eine relative
Bewegung zwischen dem Behälter
und einem in dem Behälter
geführten
Stößel erzeugt.
Durch diese Vorgehensweise kann eine stets zuverlässige Druckbeaufschlagung
durch eine aufwandsarme Vorgehensweise ermöglicht werden. Der Betrieb
des Kochgeräts
kann somit verbessert werden und effizienter und effektiver durchgeführt werden.
-
Bevorzugt
wird der Stößel oder
der Behälter durch
Anbringen von zumindest einem Gewichtselement bewegt, welches Gewichtselement
bevorzugt von oben auf die entsprechende Komponente aufgesetzt wird.
Durch ein relativ einfaches mechanisches Element, dem Gewichtselement,
kann die Bewegung stets zuverlässig
gewährleistet
werden. Auch unter unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen, insbesondere
klimatischen Umgebungsbedingungen, kann dadurch die Funktionsweise
unbeeinträchtigt erfolgen.
Indem das Gewichtselement von oben auf die entsprechende Komponente
aufgesetzt wird, kann allein durch die Gewichtskraft die Bewegung bewirkt
werden.
-
Bevorzugt
wird zum Starten des Kochgeräts das
zumindest eine Gewichtselement auf den Stößel aufgesetzt und nachfolgend
ein Hauptventil in der Brennstoffleitung geöffnet. Der Druckaufbau erfolgt somit
bereits vor der eigentlichen Förderung
des Brennstoffs zum Brenner.
-
Bevorzugt
wird der Druck des in den Brenner einlaufenden Brennstoffs während des
Betriebs des Kochgeräts
durch das Abnehmen oder Zugeben von Gewichtselementen eingestellt.
Die Druckregelung kann dadurch sehr aufwandsarm erfolgen und dennoch über einen
längeren
Zeitraum im Wesentlichen konstant aufrechterhalten werden. Dies
ist im Vergleich zu Pumpen, welche nur beim Pumphub eine entsprechende
Druckerzeugung ermöglichen,
ein wesentlicher Vorteil. Druckschwankungen können dadurch verhindert werden.
-
Der
Brenner wird durch das Abnehmen des zumindest einen Gewichtselement
ausgeschaltet. Dadurch kann ein Automatismus eingestellt werden, welcher
das einfache Betätigen
des Kochgeräts
ermöglichen
und darüber
hinaus eine sichere Betriebsweise gewährleisten. Insbesondere bei
Kochgeräten, bei
denen der flüssige
Brennstoff Pflanzenöl
ist, kann dadurch eine verbesserte Regelbarkeit des Brenners ermöglicht werden.
Insbesondere bei kleinen Brennstoffdurchflüssen ist ein kontinuierliches
Brennen gewährleistet.
-
Bei
Abnahme der Gewichtselemente zum Ausschalten des Brenners ist unmittelbar
ein Zurückgehen
der Verbrennung gewährleistet.
Dadurch kann auch ein Nachverdampfen des Brennstoffs in der Leitung,
welches beispielsweise bei Pflanzenölkochgeräten ansonsten auftreten kann,
verhindert werden.
-
Der
Behälter
kann bevorzugt zumindest während
des Betriebs des Kochgeräts
mit Brennstoff automatisch nachbefüllt werden, indem zusätzlicher Brennstoff
in einem Zusatzbehälter
eingebracht ist, welcher Zusatzbehälter mit dem primären Behälter über eine
Zusatzleitung verbunden ist. Durch diese Ausgestaltung können die
einzelnen Komponenten des Kochgeräts kleiner ausgelegt werden
und dennoch ausreichend Brennstoff für zumindest einen Kochvorgang
bereitgestellt werden. Bevorzugt wird der Brennstoff in dem Zusatzbehälter ohne
Druckbeaufschlagung dort eingelagert.
-
Bevorzugt
wird zum Nachbefüllen
des Behälters
mit Brennstoff aus dem Zusatzbehälter
der Stößel angehoben
und dadurch ein Rückschlagventil
in der Zuatzleitung geöffnet.
Der Brennstoff aus dem Zusatzbehälter
fließt
dann in den eigentlichen Behälter.
Bevorzugt wird während
des Nachbefüllens
die Brennstoffleitung zwischen dem Brenner und dem Behälter abgesperrt,
insbesondere automatisch, abgesperrt. Durch das Anheben des Stößels wird
vorteilhafterweise ein Rückschlagventil
in der Brennstoffleitung geschlossen. In automatischer Weise kann
dadurch einerseits ein Nachbefüllen
ermöglicht werden
und dennoch der Verbrennungsvorgang aufrechterhalten werden. Dieser
wird somit durch Nachbefüllen
nicht beeinflusst. Der Kochvorgang kann dadurch unverändert fortgesetzt
werden.
-
Der
Brenner wird im Betrieb des Kochgeräts automatisch abgeschaltet,
wenn sich der Behälter
im Wesentlichen geleert hat und somit im Wesentlichen kein Brennstoff
mehr in dem Behälter
vorhanden ist. Bei einem leeren Tank bzw. Behälter nimmt somit der Druck
darin ab und dadurch erfolgt ein automatisches Ausschalten des Kochgeräts. Dies
ist ein erheblicher Sicherheitsaspekt bei der Benutzung des Kochgeräts. Denn
bei einem Drucktank mit Luft, wie es aus dem Stand der Technik bekannt
ist, kann es bei leer laufendem Behälter zu Stichflammen beim Brenner kommen,
da Luft in die Brennstoffleitung eintritt und der flüssige Brennstoff
beschleunigt wird.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Die
einzige Figur zeigt eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Kochgeräts.
-
In
der Figur sind lediglich die für
das Verständnis
der Erfindung wesentlichen Komponenten des Kochgeräts 1 schematisch
gezeigt. Das Kochgerät 1 ist
im Ausführungsbeispiel
zur Erzeugung von Wärme
durch Verbrennung von Pflanzenöl 14 ausgebildet.
-
Das
Kochgerät
1 umfasst
einen Behälter
2, welcher
zur Aufnahme des flüssigen
Brennstoffs und somit des Pflanzenöls
14 ausgebildet
ist. Dieser Behälter
2 ist über eine
Brennstoffleitung
3 mit einem Brenner
4 verbunden.
Der Brenner
4 kann gemäß der Ausführung in
der
DE 101 61 154
A1 ausgebildet sein. Der Brenner
4 umfasst einen
nicht dargestellten Verdampfer.
-
In
der Brennstoffleitung 3 ist ein Rückschlagventil 5 und
ein Hauptventil 6 angeordnet.
-
Das
Kochgerät 1 umfasst
des Weiteren einen Zusatzbehälter 7,
welcher zur Aufnahme von flüssigem
Brennstoff, insbesondere Pflanzenöl, ausgebildet ist und welcher über eine
Zusatzleitung 8 mit dem Behälter 2 verbunden ist.
Dieser Zusatzbehälter 7 dient
somit als Vorratsbehälter
zum Nachfüllen
von Pflanzenöl 14 in
den Behälter 2.
In der Zusatzleitung 8 ist ebenfalls ein Rückschlagventil 9 angeordnet.
-
In
dem Behälter 2 ist
ein Stößel 10 angeordnet,
welcher kolbenartig ausgebildet ist. Der Stößel 10 umfasst eine
Stößelstange 10a,
an dessen Vorderseite ein Stößelkopf 10b angeordnet
ist. Der Stößel 10 ist
relativ bewegbar zu dem Behälter 2 angeordnet.
Der Stößelkopf 10b ist
abgedichtet zur Innenwand des Behälters 2 angeordnet
und in dem Behälter 2 geführt. Zur
abdichtenden Führung
des Stößels 10 und
insbesondere des Stößelkopfes 10b in
dem Behälter 2 kann
eine Manschette am Stößelkopf 10b vorgesehen
sein.
-
An
dem gegenüberliegenden
Ende der Stößelstange 10a ist
zumindest ein plattenartiges Gewichtselement 11 angebracht.
Dieses symbolhaft dargestellte Gewichtselement können auch mehrere Gewichtselemente 11 sein,
die separat aufgebracht oder abgenommen werden können. Bevorzugt ist das Gewichtselement 11 mit
einem nicht gezeigten Gestell des Kochgeräts verbunden bzw. an dem gehalten.
Zum Hochheben und Absenken des zumindest einen Gewichtselements 11 ist
dieses über
ein Seil 12 über
eine Umlenkvorrichtung 13 betätigbar.
-
Im
Ausführungsbeispiel
sitzt das Gewichtselement 11 auf der Stößelstange 10a, so
dass der Stößel 10 im
Behälter 2 nach
unten gedrückt
wird. Der im Behälter 2 befindliche
Brennstoff bzw. das Pflanzenöl 14 wird
dadurch mit Druck beaufschlagt in die Brennstoffleitung 3 gefördert.
-
Zum
Starten des Brenners
4 ist zunächst das Hauptventil
6 geschlossen
und abhängig
davon, mit welchem Druck das Pflenzenöl
14 beaufschlagt
werden soll, werden entsprechend Gewichtselemente
11 angebracht.
Nachdem eine derartige Druckbeaufschlagung eingestellt ist, wird
das Hauptventil
6 geöffnet
und das Pflanzenöl
14 wird über das
Rückschlagventil
15,
welches sich durch den Druck des Pflanzenöls
14 öffnet, zum
Brenner
4 gefördert.
Dort erfolgt dann eine Verbrennung des Pflanzenöls
14. Dies kann beispielsweise
analog zur Ausgestaltung in der
DE 101 61 154 A1 erfolgen.
-
Auch
während
des Kochvorgangs und somit auch während des Verbrennens des Pflanzenöls 14 im
Brenner 4 kann der Druck verändert werden, indem Gewichtselemente 11 hinzugefügt oder
abgenommen werden.
-
Darüber hinaus
kann auch ein Nachbefüllen des
Behälters 2 mit
Pflanzenöl 14 erfolgen.
Dazu wird das zumindest eine Gewichtselement 11 über Ziehen an
dem Seil 12 angehoben, wodurch auch der Stößel 10 angehoben
und somit nach oben geführt
wird. Durch diese Bewegung wird einerseits das Rückschlagventil 5 geschlossen
und andererseits das Rückschlagventil 9 in
der Zusatzleitung 8 geöffnet. Dadurch
kann Pflanzenöl
aus dem Zusatzbehälter 7 in
den Behälter 2 nachfließen. Gleichzeitig
wird durch das Sperren des Rückschlagventils 5 in
der Brennstoffleitung 3 verhindert, dass in der Brennstoffleitung 3 befindliches
Pflanzenöl 14 aus
dem Brenner 4 abgezogen wird und dadurch der Brennvorgang
gelöscht
wird.
-
Im
Ausführungsbeispiel
ist der Zusatzbehälter 7 niveaumäßig über dem
Behälter 2 angeordnet. Dadurch
kann beim Nachbefüllen
des Behälters 2 das
Pflanzenöl 14 aus dem
Zusatzbehälter 7 ohne Druckbeaufschlagung
einströmen.
Dies ist jedoch lediglich beispielhaft. Es kann auch vorgesehen
sein, dass der Zusatzbehälter 7 niveaumäßig neben
oder sogar unterhalb des Behälters 2 angeordnet
ist. Im Ausführungsbeispiel
befindet sich der Zusatzbehälter 7 etwa
1,5 m über
dem Niveau des Behälters 2,
aus dem die beiden Leitungen 3 und 9 austreten.
Das Niveau wird somit durch den unteren Rand und somit den Boden
des Behälters 2 definiert.
-
Der
Druck des Pflanzenöls 14 wird
somit durch die Anzahl der angebrachten Gewichtselemente 11 diskret
eingestellt. Abhängig
von der jeweiligen Anzahl können
dadurch verschiedene Druckstufen eingestellt werden. Das Verhältnis zwischen
dem Durchmesser des Behälters 2 und
der Anzahl der Gewichtselemente 11 ist im Ausführungsbeispiel
so ausgebildet, dass Drücke
bis 4 bar, insbesondere etwa 3 bar, einstellbar sind. Der Brenner 4 wird
durch Abnehmen aller Gewichtselemente 11 ausgeschaltet.