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DE102006054810A1 - Kochgerät und Verfahren zum Betreiben eines Kochgeräts - Google Patents

Kochgerät und Verfahren zum Betreiben eines Kochgeräts Download PDF

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DE102006054810A1
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DE
Germany
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container
cooking appliance
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burner
plunger
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DE102006054810A
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English (en)
Inventor
Martin Kratzeisen
Emmanuel Dr. Mastio
Elmar Dr. Stumpf
Heiko Thielen
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BSH Hausgeraete GmbH
Original Assignee
BSH Bosch und Siemens Hausgeraete GmbH
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    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24CDOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
    • F24C5/00Stoves or ranges for liquid fuels
    • F24C5/18Liquid-fuel supply arrangements forming parts of stoves or ranges
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K5/00Feeding or distributing other fuel to combustion apparatus
    • F23K5/02Liquid fuel
    • F23K5/14Details thereof
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K2300/00Pretreatment and supply of liquid fuel
    • F23K2300/20Supply line arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Kochgerät, welches zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von flüssigen Brennstoffen (14) ausgebildet ist, mit einem Behälter (2) zur Aufnahme des mit dem Behälter (2) durch eine Brennstoffleitung (3) verbunden ist, wobei ein Stößel (10) relativ bewegbar in dem Behälter (2) angeordnet ist und abhängig von der relativen Bewegung zwischen dem Stößel (10) und dem Behälter (2) der Brennstoff (14) mit Druck beaufschlagbar und zum Brenner (4) förderbar ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Kochgeräts.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Kochgerät, welches zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von flüssigen Brennstoffen ausgebildet ist, und einen Behälter zur Aufnahme des Brennstoffs sowie einen Brenner zur Verbrennung des Brennstoffs umfasst. Der Brenner ist mit dem Behälter durch eine Brennstoffleitung verbunden, durch welcher der Brennstoff mit Druck beaufschlagt zum Brenner förderbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Kochgeräts.
  • Druckkocher für flüssige Brennstoffe, wie beispielsweise Petroleum oder Pflanzenöl, bestehen aus einem Tank bzw. einem Behälter zur Aufnahme des Brennstoffs, einem Kochergestell mit Topfhalter sowie einem Brenner. In dem Brenner wird der Brennstoff unter Druck in einem durch die Brennerflamme erhitzten, rohrförmigen Verdampfer in die Gasphase übergeführt. Das Brennstoff-Luft-Gemisch tritt in einem Freistrahl aus einer Düse aus und verbrennt nach Vermischung mit Umgebungsluft. Ein Brenner für ein derartiges Kochgerät ist aus der DE 101 61 154 A1 bekannt, welcher einem einstückig ausgebildeten Verdampfer mit zwei gleichen, rohrförmigen Abschnitten aufweist. Beide rohrförmige Abschnitte sind in Form einer Doppelschleife angeordnet, deren offene Enden mit einem Zulaufrohr für den Brennstoff verbunden sind. Dieses Zulaufrohr ist an einem druckdichten Behälter angeschlossen, in welchem ein Überdruck erzeugt wird. Durch den Druck gelangt der Brennstoff über ein Regelungsventil über das Zulaufrohr in den Verdampfer, wo der Brennstoff unter der Wärme der Brennerflamme verdampft wird. Das Zulaufrohr ist mit einem Gewindeteil für den Anschluss der Brennstoffleitung versehen.
  • Die Regelung des Kochgeräts erfolgt mit einem Ventil in der Leitung vor Eintritt des flüssigen Brennstoffs in den Verdampfer. Gerade bei flüssigen Brennstoffen mit hohen Viskositäten ist die Regelbarkeit in der Flüssigphase stark eingeschränkt. Insbesondere bei relativ kleinen Leistungen ist bei Ventilen häufig kein ausreichender Durchfluss zu bemerken. Darüber hinaus sind qualitativ hochwertige Ventile relativ teuer.
  • Bei bekannten Kerosinkochern erfolgt die Regelung des Brenners durch Veränderung des Vordrucks im Tank. Diese Vorgehensweise ist jedoch aufwändig im Hinblick auf das notwendige Pumpen.
  • Eine Druckaufbringung in dem Tank bzw. dem Behälter, welcher den flüssigen Brennstoff aufnimmt, erfolgt häufig über die Anwendung einer Luftpumpe, mit der Luft in dem Behälter komprimiert wird und somit den notwendigen Überdruck von beispielsweise 0,5 bis 3 bar herstellt. Eine derartige Luftpumpe kann als Hand- oder als Fußpumpe ausgeführt sein.
  • Eine direkt im Tank bzw. im Behälter integrierte Handpumpe ist zwar relativ preiswert, allerdings sehr kompliziert in der Anwendung, da aufgrund der begrenzten Kraft in der Hand pro Pumphub nur ein geringes Luftvolumen in den Tank eingebracht werden kann. Fußpumpen bringen zwar demgegenüber mehr Luftvolumen pro Pumphub in den Tank, sind aber technisch aufwändiger und damit teurer. Darüber hinaus sind beide Pumpen sehr störanfällig.
  • Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kochgerät sowie ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Kochgeräts zu schaffen, bei dem bzw. mit dem eine erhöhte Druckaufbringung zuverlässig und aufwandsarm erreicht werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Kochgerät, welches die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, und ein Verfahren, welches die Merkmale nach Patentanspruch 12 aufweist, gelöst.
  • Ein erfindungsgemäßes Kochgerät ist zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von flüssigen Brennstoffen ausgebildet. Das Kochgerät umfasst einen Behälter zur Aufnahme des Brennstoffs und einen Brenner zur Verbrennung des Brennstoffs, welcher mit dem Behälter durch eine Brennstoffleitung verbunden ist, durch welche der Brennstoff mit Druck beaufschlagt zum Brenner förderbar ist. Das Kochgerät umfasst des Weiteren einen Stößel, welcher relativ bewegbar in dem Behälter angeordnet ist und abhängig von dieser relativen Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter der Brennstoff mit Druck beaufschlagbar ist und zum Brenner förderbar ist. Durch diese Ausgestaltung kann eine mechanisch stabile Anordnung und eine zuverlässige Druckerzeugung ermöglicht werden, welche insbesondere im Vergleich zur Ausgestaltung mit einer Hand- oder Luftpumpe eine aufwandsärmere Ausgestaltung ermöglicht und dennoch eine größere und gleichmäßigere Druckerzeugung gewährleistet. Die Kraft, welche auf zumindest eine der Komponenten zur Erzeugung der relativen Bewegung zwischen den beiden Komponenten einwirkt, ist so groß, dass diese relative Bewegung erzeugbar ist und dadurch die Druckbeaufschlagung des Brennstoffs erfolgt.
  • Bevorzugt ist die relative Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter durch zumindest ein separates Gewichtselement erzeugbar. Durch diese Ausführung kann die relative Bewegung zwischen dem Stößel und dem Behälter einfach und kostengünstig realisiert werden. Abhängig davon, ob der Stößel oder Behälter bewegt werden soll, kann das Gewichtselement entsprechend angebracht werden. Durch die sehr einfache Ausgestaltung mit einem Gewichtselement kann darüber hinaus auch eine gegenüber einer Funktionsstörung sehr unanfällige Ausgestaltung bereitgestellt werden. Nicht zuletzt ist diese Ausführung mit einem Gewichtselement auch wenig verschleißbehaftet und kann auch in unterschiedlichsten klimatischen Umgebungen ohne Funktionsbeeinträchtigung verwendet werden.
  • Es kann auch vorgesehen sein, dass das die relative Bewegung des Stößels zum Behälter durch das Eigengewicht des Stößels erzeugbar ist und kein zusätzliches separates Gewichtselement erforderlich ist. Insbesondere bei einer geeigneten Positionierung, bevorzugt bei einer Anordnung bei der die Gewichtskraft des Stößels zu einer Bewegung führt, ist dies vorteilhaft. Bevorzugt ist der Stößel im Wesentlichen vertikal angeordnet und bewegt sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung relativ zum Behälter.
  • Bevorzugt ist das Gewichtselement an einer Stößelstange angeordnet und die Druckbeaufschlagung des Brennstoffs ist durch die Bewegung des Stößels erzeugbar. Indem der Behälter praktisch stillsteht und der Stößel bewegt wird, kann die relative Bewegung zwischen diesen beiden Komponenten sehr einfach und aufwandsarm erzeugt werden. Da der Stößel im Allgemeinen einfach zu bewegen ist und die Bewegung auch des Stößels einfacher zu kontrollieren ist, ist diese Ausgestaltung vorteilhaft gegenüber einer Realisierung, bei der der Behälter gegenüber einem stillstehenden Stößel bewegt wird. Bevorzugt ist der Stößel im Inneren des Behälters geführt. Dadurch kann auch die Bewegung zielgerichtet und stabilisiert erfolgen.
  • Bevorzugt ist das zumindest eine Gewichtselement an einem Gestell des Kochgeräts angeordnet, insbesondere daran befestigt. Die Anordnung der Gewichtselemente kann dadurch relativ sicher ermöglicht werden und eine Verletzungsgefahr deutlich reduziert werden. Plattenartige Gewichtselemente können auch praktisch verstaut und aufgeräumt werden. Des Weiteren kann eine zuverlässige Halterung der Gewichte gewährleistet werden.
  • Bevorzugt sind die Druckstufen abhängig von der Anzahl der Gewichtselemente einstellbar. Durch das Aufbringen und Abnehmen von Gewichten kann die Druckbeaufschlagung einfach geregelt werden. Die dadurch diskret einstellbaren Vordrucke ermöglichen dadurch diskrete Einstellungen der Leistung des Kochgeräts, da diese Leistung direkt abhängig vom Vordruck ist. Eine Regelbarkeit in mehreren Druckstufen, beispielsweise drei bis fünf Druckstufen, ist im Allgemeinen für einen Kochvorgang ausreichend. Die Druckstufen sind somit bevorzugt abhängig von der Anzahl der Gewichtselemente einstellbar.
  • Das Verhältnis zwischen dem Durchmesser des Behälters und der Anzahl der Gewichte ist bevorzugt so einstellbar, dass Drücke bis zu 4 bar, insbesondere etwa 3 bar, einstellbar sind. Prinzipiell können jedoch auch höhere Drücke eingestellt werden, wobei dann die Anzahl der Gewichte zu erhöhen ist. Diese Drücke sind für die Betriebsweise des Kochgeräts besonders vorteilhaft. Es können jedoch auch höhere Drücke erzeugt werden.
  • In der Brennstoffleitung ist bevorzugt ein ersten Absperrelement, insbesondere ein Hauptventil, angeordnet. Dieses erste Absperrelement dient zur Sicherheit beim Betrieb des Kochgeräts, welches zum Starten des Kochgeräts und insbesondere des Brenners zunächst geöffnet werden muss und bevorzugt vor diesem Öffnen des ersten Absperrelements die Druckbeaufschlagung des Brennstoffs erfolgt.
  • Bevorzugt ist in der Brennstoffleitung zumindest ein zweites Absperrelement, insbesondere ein Rückschlagventil, angeordnet. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, dass ein Zusatzbehälter zur Aufnahme von Brennstoff über eine Zusatzleitung mit dem Behälter verbunden ist. Dadurch kann ein Nachfüllen des Behälters zur Aufnahme des Brennstoffs während des Kochvorgangs durchgeführt werden und der Behälter kann somit grundsätzlich kleiner ausgelegt werden. Dieser Zusatzbehälter und insbesondere der darin vorhandene Brennstoff zum Nachfüllen ist bevorzugt ohne Druckbeaufschlagung in diesem Vorratsbehälter eingebracht. Die Brennstoffversorgung beim Kochvorgang kann dann verbessert werden und die einzelnen Komponenten des Kochgeräts können im Hinblick auf ihre Maße und dadurch ihre Transportfähigkeit verkleinert werden.
  • Bevorzugt ist in der Zusatzleitung ein drittes Absperrelement, insbesondere ein Rückschlagventil, angeordnet. Durch diese beiden Rückschlagventile in der Brennstoffleitung einerseits und der Zusatzleitung andererseits ist ermöglicht, dass beispielsweise durch einfaches Hochheben des Stößels im Behälter das dritte Absperrelement in der Zusatzleitung geöffnet wird und Brennstoff von dem Zusatzbehälter in den eigentlichen Behälter fließt. Damit ein Absaugen des Brennstoffs aus dem Brenner vermieden werden kann, ist das zweite Absperrelement in der Brennstoffleitung so eingebaut, dass während dieses Nachfüllvorgangs und somit während des Hochhebens des Stößels dieses Rückschlagventil schließt. Ein relativ einfacher und dennoch zuverlässiger Mechanismus ermöglicht den Kochvorgang unverändert fortzusetzen, wenn während dieses Kochvorgangs ein Nachfüllen mit Brennstoff in den Behälter erforderlich ist.
  • Darüber hinaus kann durch dieses zweite Absperrelement, welches in der Brennstoffleitung angeordnet ist, auch ein kontinuierliches Verbrennen des Brennstoffs erreicht werden. Ohne ein derartiges zweites Absperrelement, insbesondere ein Rückschlagventil, würde eine pulsierende Verdampfung stattfinden.
  • Bevorzugt ist der Stößel in dem Behälter abdichtend geführt. Dadurch kann der Druckaufbau verbessert erfolgen und ein unerwünschter Austritt des flüssigen Brennstoffs nach oben und somit Verunreinigungen verhindert werden.
  • Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Kochgeräts wird durch Verbrennung von flüssigen Brennstoffen Wärme erzeugt. Dies erfolgt dadurch, indem der in einem Behälter befindliche Brennstoff über eine Brennstoffleitung mit Druck beaufschlagt zu einem Brenner gefördert wird und dort verbrannt wird. Die Druckbeaufschlagung wird durch eine relative Bewegung zwischen dem Behälter und einem in dem Behälter geführten Stößel erzeugt. Durch diese Vorgehensweise kann eine stets zuverlässige Druckbeaufschlagung durch eine aufwandsarme Vorgehensweise ermöglicht werden. Der Betrieb des Kochgeräts kann somit verbessert werden und effizienter und effektiver durchgeführt werden.
  • Bevorzugt wird der Stößel oder der Behälter durch Anbringen von zumindest einem Gewichtselement bewegt, welches Gewichtselement bevorzugt von oben auf die entsprechende Komponente aufgesetzt wird. Durch ein relativ einfaches mechanisches Element, dem Gewichtselement, kann die Bewegung stets zuverlässig gewährleistet werden. Auch unter unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen, insbesondere klimatischen Umgebungsbedingungen, kann dadurch die Funktionsweise unbeeinträchtigt erfolgen. Indem das Gewichtselement von oben auf die entsprechende Komponente aufgesetzt wird, kann allein durch die Gewichtskraft die Bewegung bewirkt werden.
  • Bevorzugt wird zum Starten des Kochgeräts das zumindest eine Gewichtselement auf den Stößel aufgesetzt und nachfolgend ein Hauptventil in der Brennstoffleitung geöffnet. Der Druckaufbau erfolgt somit bereits vor der eigentlichen Förderung des Brennstoffs zum Brenner.
  • Bevorzugt wird der Druck des in den Brenner einlaufenden Brennstoffs während des Betriebs des Kochgeräts durch das Abnehmen oder Zugeben von Gewichtselementen eingestellt. Die Druckregelung kann dadurch sehr aufwandsarm erfolgen und dennoch über einen längeren Zeitraum im Wesentlichen konstant aufrechterhalten werden. Dies ist im Vergleich zu Pumpen, welche nur beim Pumphub eine entsprechende Druckerzeugung ermöglichen, ein wesentlicher Vorteil. Druckschwankungen können dadurch verhindert werden.
  • Der Brenner wird durch das Abnehmen des zumindest einen Gewichtselement ausgeschaltet. Dadurch kann ein Automatismus eingestellt werden, welcher das einfache Betätigen des Kochgeräts ermöglichen und darüber hinaus eine sichere Betriebsweise gewährleisten. Insbesondere bei Kochgeräten, bei denen der flüssige Brennstoff Pflanzenöl ist, kann dadurch eine verbesserte Regelbarkeit des Brenners ermöglicht werden. Insbesondere bei kleinen Brennstoffdurchflüssen ist ein kontinuierliches Brennen gewährleistet.
  • Bei Abnahme der Gewichtselemente zum Ausschalten des Brenners ist unmittelbar ein Zurückgehen der Verbrennung gewährleistet. Dadurch kann auch ein Nachverdampfen des Brennstoffs in der Leitung, welches beispielsweise bei Pflanzenölkochgeräten ansonsten auftreten kann, verhindert werden.
  • Der Behälter kann bevorzugt zumindest während des Betriebs des Kochgeräts mit Brennstoff automatisch nachbefüllt werden, indem zusätzlicher Brennstoff in einem Zusatzbehälter eingebracht ist, welcher Zusatzbehälter mit dem primären Behälter über eine Zusatzleitung verbunden ist. Durch diese Ausgestaltung können die einzelnen Komponenten des Kochgeräts kleiner ausgelegt werden und dennoch ausreichend Brennstoff für zumindest einen Kochvorgang bereitgestellt werden. Bevorzugt wird der Brennstoff in dem Zusatzbehälter ohne Druckbeaufschlagung dort eingelagert.
  • Bevorzugt wird zum Nachbefüllen des Behälters mit Brennstoff aus dem Zusatzbehälter der Stößel angehoben und dadurch ein Rückschlagventil in der Zuatzleitung geöffnet. Der Brennstoff aus dem Zusatzbehälter fließt dann in den eigentlichen Behälter. Bevorzugt wird während des Nachbefüllens die Brennstoffleitung zwischen dem Brenner und dem Behälter abgesperrt, insbesondere automatisch, abgesperrt. Durch das Anheben des Stößels wird vorteilhafterweise ein Rückschlagventil in der Brennstoffleitung geschlossen. In automatischer Weise kann dadurch einerseits ein Nachbefüllen ermöglicht werden und dennoch der Verbrennungsvorgang aufrechterhalten werden. Dieser wird somit durch Nachbefüllen nicht beeinflusst. Der Kochvorgang kann dadurch unverändert fortgesetzt werden.
  • Der Brenner wird im Betrieb des Kochgeräts automatisch abgeschaltet, wenn sich der Behälter im Wesentlichen geleert hat und somit im Wesentlichen kein Brennstoff mehr in dem Behälter vorhanden ist. Bei einem leeren Tank bzw. Behälter nimmt somit der Druck darin ab und dadurch erfolgt ein automatisches Ausschalten des Kochgeräts. Dies ist ein erheblicher Sicherheitsaspekt bei der Benutzung des Kochgeräts. Denn bei einem Drucktank mit Luft, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist, kann es bei leer laufendem Behälter zu Stichflammen beim Brenner kommen, da Luft in die Brennstoffleitung eintritt und der flüssige Brennstoff beschleunigt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Kochgeräts.
  • In der Figur sind lediglich die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Komponenten des Kochgeräts 1 schematisch gezeigt. Das Kochgerät 1 ist im Ausführungsbeispiel zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von Pflanzenöl 14 ausgebildet.
  • Das Kochgerät 1 umfasst einen Behälter 2, welcher zur Aufnahme des flüssigen Brennstoffs und somit des Pflanzenöls 14 ausgebildet ist. Dieser Behälter 2 ist über eine Brennstoffleitung 3 mit einem Brenner 4 verbunden. Der Brenner 4 kann gemäß der Ausführung in der DE 101 61 154 A1 ausgebildet sein. Der Brenner 4 umfasst einen nicht dargestellten Verdampfer.
  • In der Brennstoffleitung 3 ist ein Rückschlagventil 5 und ein Hauptventil 6 angeordnet.
  • Das Kochgerät 1 umfasst des Weiteren einen Zusatzbehälter 7, welcher zur Aufnahme von flüssigem Brennstoff, insbesondere Pflanzenöl, ausgebildet ist und welcher über eine Zusatzleitung 8 mit dem Behälter 2 verbunden ist. Dieser Zusatzbehälter 7 dient somit als Vorratsbehälter zum Nachfüllen von Pflanzenöl 14 in den Behälter 2. In der Zusatzleitung 8 ist ebenfalls ein Rückschlagventil 9 angeordnet.
  • In dem Behälter 2 ist ein Stößel 10 angeordnet, welcher kolbenartig ausgebildet ist. Der Stößel 10 umfasst eine Stößelstange 10a, an dessen Vorderseite ein Stößelkopf 10b angeordnet ist. Der Stößel 10 ist relativ bewegbar zu dem Behälter 2 angeordnet. Der Stößelkopf 10b ist abgedichtet zur Innenwand des Behälters 2 angeordnet und in dem Behälter 2 geführt. Zur abdichtenden Führung des Stößels 10 und insbesondere des Stößelkopfes 10b in dem Behälter 2 kann eine Manschette am Stößelkopf 10b vorgesehen sein.
  • An dem gegenüberliegenden Ende der Stößelstange 10a ist zumindest ein plattenartiges Gewichtselement 11 angebracht. Dieses symbolhaft dargestellte Gewichtselement können auch mehrere Gewichtselemente 11 sein, die separat aufgebracht oder abgenommen werden können. Bevorzugt ist das Gewichtselement 11 mit einem nicht gezeigten Gestell des Kochgeräts verbunden bzw. an dem gehalten. Zum Hochheben und Absenken des zumindest einen Gewichtselements 11 ist dieses über ein Seil 12 über eine Umlenkvorrichtung 13 betätigbar.
  • Im Ausführungsbeispiel sitzt das Gewichtselement 11 auf der Stößelstange 10a, so dass der Stößel 10 im Behälter 2 nach unten gedrückt wird. Der im Behälter 2 befindliche Brennstoff bzw. das Pflanzenöl 14 wird dadurch mit Druck beaufschlagt in die Brennstoffleitung 3 gefördert.
  • Zum Starten des Brenners 4 ist zunächst das Hauptventil 6 geschlossen und abhängig davon, mit welchem Druck das Pflenzenöl 14 beaufschlagt werden soll, werden entsprechend Gewichtselemente 11 angebracht. Nachdem eine derartige Druckbeaufschlagung eingestellt ist, wird das Hauptventil 6 geöffnet und das Pflanzenöl 14 wird über das Rückschlagventil 15, welches sich durch den Druck des Pflanzenöls 14 öffnet, zum Brenner 4 gefördert. Dort erfolgt dann eine Verbrennung des Pflanzenöls 14. Dies kann beispielsweise analog zur Ausgestaltung in der DE 101 61 154 A1 erfolgen.
  • Auch während des Kochvorgangs und somit auch während des Verbrennens des Pflanzenöls 14 im Brenner 4 kann der Druck verändert werden, indem Gewichtselemente 11 hinzugefügt oder abgenommen werden.
  • Darüber hinaus kann auch ein Nachbefüllen des Behälters 2 mit Pflanzenöl 14 erfolgen. Dazu wird das zumindest eine Gewichtselement 11 über Ziehen an dem Seil 12 angehoben, wodurch auch der Stößel 10 angehoben und somit nach oben geführt wird. Durch diese Bewegung wird einerseits das Rückschlagventil 5 geschlossen und andererseits das Rückschlagventil 9 in der Zusatzleitung 8 geöffnet. Dadurch kann Pflanzenöl aus dem Zusatzbehälter 7 in den Behälter 2 nachfließen. Gleichzeitig wird durch das Sperren des Rückschlagventils 5 in der Brennstoffleitung 3 verhindert, dass in der Brennstoffleitung 3 befindliches Pflanzenöl 14 aus dem Brenner 4 abgezogen wird und dadurch der Brennvorgang gelöscht wird.
  • Im Ausführungsbeispiel ist der Zusatzbehälter 7 niveaumäßig über dem Behälter 2 angeordnet. Dadurch kann beim Nachbefüllen des Behälters 2 das Pflanzenöl 14 aus dem Zusatzbehälter 7 ohne Druckbeaufschlagung einströmen. Dies ist jedoch lediglich beispielhaft. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Zusatzbehälter 7 niveaumäßig neben oder sogar unterhalb des Behälters 2 angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel befindet sich der Zusatzbehälter 7 etwa 1,5 m über dem Niveau des Behälters 2, aus dem die beiden Leitungen 3 und 9 austreten. Das Niveau wird somit durch den unteren Rand und somit den Boden des Behälters 2 definiert.
  • Der Druck des Pflanzenöls 14 wird somit durch die Anzahl der angebrachten Gewichtselemente 11 diskret eingestellt. Abhängig von der jeweiligen Anzahl können dadurch verschiedene Druckstufen eingestellt werden. Das Verhältnis zwischen dem Durchmesser des Behälters 2 und der Anzahl der Gewichtselemente 11 ist im Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass Drücke bis 4 bar, insbesondere etwa 3 bar, einstellbar sind. Der Brenner 4 wird durch Abnehmen aller Gewichtselemente 11 ausgeschaltet.

Claims (21)

  1. Kochgerät, welches zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung von flüssigen Brennstoffen (14) ausgebildet ist, mit einem Behälter (2) zur Aufnahme des mit dem Behälter (2) durch eine Brennstoffleitung (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stößel (10) relativ bewegbar in dem Behälter (2) angeordnet ist und abhängig von der relativen Bewegung zwischen dem Stößel (10) und dem Behälter (2) der Brennstoff (14) mit Druck beaufschlagbar und zum Brenner (4) förderbar ist.
  2. Kochgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Bewegung zwischen dem Stößel (10) und dem Behälter (2) durch zumindest ein Gewichtselement (11) erzeugbar ist.
  3. Kochgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Gewichtselement (11) an einer Stößelstange (10a) angeordnet ist und die Druckbeaufschlagung des Brennstoffs (14) durch die Bewegung des Stößels (10) erzeugbar ist.
  4. Kochgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Gewichtselement (11) an einem Gestell des Kochgeräts (1) angeordnet, insbesondere gehalten ist.
  5. Kochgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Druckstufen abhängig von der Anzahl der Gewichtselemente (11) einstellbar sind.
  6. Kochgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem Durchmesser des Behälters (2) und der Anzahl der Gewichtselemente (11) so vorgebbar ist, dass Drücke bis zu 4 bar, insbesondere etwa 3 bar, einstellbar sind.
  7. Kochgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Brennstoffleitung (3) ein erstes Absperrelement, insbesondere ein Hauptventil (6), angeordnet ist.
  8. Kochgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Brennstoffleitung (3) ein zweites Absperrelement, insbesondere ein Rückschlagventil (5), angeordnet ist.
  9. Kochgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzbehälter (7) zur Aufnahme von Brennstoff (14) über eine Zusatzleitung (8) mit dem Behälter (2) verbunden ist.
  10. Kochgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zusatzleitung (8) ein drittes Absperrelement, insbesondere ein Rückschlagventil (9), angeordnet ist.
  11. Kochgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (10) in dem Behälter (2) abdichtend geführt ist.
  12. Verfahren zum Betreiben eines Kochgeräts (1), mit welchem Wärme durch Verbrennen von flüssigen Brennstoffen (14) erzeugt wird, indem der in einem Behälter (2) befindliche Brennstoff (14) über ein Brennstoffleitung (3) mit Druck beaufschlagt zu einem Brenner (4) gefördert und dort verbrannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbeaufschlagung durch eine relative Bewegung zwischen dem Behälter (2) und einem in dem Behälter (2) geführten Stößel (10) erzeugt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (10) oder der Behälter (2) durch Anbringen von zumindest einem Gewichtselement (11) bewegt wird, welches Gewichtselement (11) von oben auf die entsprechende Komponente (2; 10) aufgesetzt wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zum Starten des Kochgeräts (1) das zumindest eine Gewichtselement (11) auf den Stößel (10) aufgesetzt wird und nachfolgend ein Hauptventil (6) in der Brennstoffleitung (3) geöffnet wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des in den Brenner (4) einlaufenden Brennstoffs (14) während des Betriebs des Kochgeräts (1) durch das Abnehmen oder Zugeben von Gewichtselementen (11) eingestellt wird.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner (4) durch das Abnehmen des zumindest einen Gewichtselements (11) ausgeschaltet wird.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2) zumindest während des Betriebs des Kochgeräts (1) über Brennstoff (14) in einem Zusatzbehälter (7), welcher mit dem Behälter (2) über eine Zusatzleitung (8) verbunden ist, automatisch nachbefüllt wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (10) angehoben und dadurch ein Rückschlagventil (9) in der Zusatzleitung (8) geöffnet wird und Brennstoff (14) aus dem Zusatzbehälter (7) in den Behälter (2) fließt.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass während des Nachbefüllens die Brennstoffleitung (3) abgesperrt, insbesondere automatisch, wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Anheben des Stößels (10) ein Rückschlagventil (5) in der Brennstoffleitung (3) geschlossen wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner (4) im Betrieb des Kochgeräts (1) automatisch abgeschaltet wird, wenn sich der Behälter (2) im Wesentlichen geleert hat.
DE102006054810A 2006-09-01 2006-11-21 Kochgerät und Verfahren zum Betreiben eines Kochgeräts Withdrawn DE102006054810A1 (de)

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