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DE102006054570B4 - Maschine zum Überziehen - Google Patents

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DE102006054570B4 DE200610054570 DE102006054570A DE102006054570B4 DE 102006054570 B4 DE102006054570 B4 DE 102006054570B4 DE 200610054570 DE200610054570 DE 200610054570 DE 102006054570 A DE102006054570 A DE 102006054570A DE 102006054570 B4 DE102006054570 B4 DE 102006054570B4
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Abstract

Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche, mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett- oder zuckerhaltigen Massen, wobei die Maschine aus drei voneinander trennbaren Einheiten besteht, nämlich einer Hauptstation (A) mit einer Überziehstation (10) und einem Untergestell (12), einer Gitterstation (B), die in die Hauptstation (A) einschiebbar ist, und einer Temperierstation (C) mit einer Massewanne und einer hierin eingebauten Temperiereinrichtung, die in die Gitterstation (B) einschiebbar ist, wobei die Einheiten (B, C) auf Rädern fahrbar gestaltet sind und wenigstens ein Zentrierstift (14) am Untergestell (12) mit wenigstens einer Zentrierbuchse an der Gitterstation (B) so zusammenwirken, dass die Überziehstation (10) oberhalb der Gitterstation (B) angeordnet ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche, mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett oder zuckerhaltigen Massen.
  • Diese Maschine ist ausgestattet mit einer Massewanne mit eingebauter Temperierstation und einer oberhalb angeordneten Überziehstation, wobei durch die Überziehstation ein Transportband, beispielsweise ein gitterartiges Transportband, zum kontinuierlichen Durchlauf der zu überziehenden Produkte geführt ist. Unterhalb dieses gitterartigen Transportbandes ist eine Auffangwanne zum Auffangen und Weiterleiten der überschüssigen Überzugmasse zur Temperierstation angeordnet. In der Temperierstation wird die Überzugmasse auf die optimale Verarbeitungstemperatur erwärmt dem sog. Schleierkasten zugeführt. Um sicher zu stellen, dass die zu überziehenden Teile vollständig mit der Überzugmasse überzogen sind, muss mit einem bestimmten Überschuss an Überzugmasse gearbeitet werden. Die überschüssige Masse wird nach dem Rücklauf in die Temperierstation mit der hierin befindlichen Masse vermischt und wieder auf die erforderliche Temperatur gebracht. Um evtl. vorhandene Verunreinigungen oder Krümel der zu überziehenden Produkte nicht in die Rücklaufmasse gelangen zu lassen, ist es aus dem Stand der Technik – DE 30 44 655 C2 und DE 196 18 001 C1 – bekannt, in den Rücklauf oder unter dem Transportband ein Sieb vorzusehen. Hierdurch wird gewährleistet, dass in der Masse keine größeren Teile vorhanden sind, die den Fluss der Überzugmasse stören können.
  • Ansonsten werden in diesen Vorveröffentlichungen Temperier- und Überziehmaschinen beschrieben wie sie z. B. auch aus der DE 12 73 312 A vorbekannt sind. Bei diesen Maschinen sind Temperierstation, Überziehstation und Transporteinrichtung für die zu überziehenden Teile zu einer Einheit zusammen gebaut. Dies hat den Nachteil, dass bei einem Wechsel der Überzugsmasse – z. B. von bitterer Schokolade zu Vollmilchschokolade – die gesamte Maschine gereinigt werden muss.
  • Aus der DE 11 89 369 A ist eine Maschine zum Überziehen von Produkten der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei der Hauptstation und Temperiereinheit trennbar miteinander verbunden sind. Auch bei dieser Anlage muss bei einem Massewechsel die gesamte Maschine gereinigt werden, was sehr zeitaufwendig ist.
  • Außerdem sind noch die DE 10 2004 033 713 B3 und DE 4 209 966 C1 bekannt. In diesen älteren Patentschriften werden Temperier- und Überziehmaschinen beschrieben, deren Konstruktion einen einfachen und schnellen Wechsel der Überzugsmasse nicht zulassen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überziehmaschine zu schaffen, die einen einfachen Aufbau und einen schnellen Wechsel des Überzugmaterials ermöglicht.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unter ansprüchen genannt.
  • Die beschriebene Lösung hat den wesentlichen Vorteil, dass für das Überziehen einer größeren Produktpalette mit unterschiedlichen Überzugsmassen nicht mehr pro Überzugsmasse eine komplette Maschine erforderlich ist, sondern man nur noch ein Hauptstation mit darin angeordneter Überziehstation, wie z. B. dem Schleierkasten, und der Transporteinrichtung für das zu überziehende Gut zur evtl. Weiterleitung in und durch einen bekannten Kühlkanal.
  • Das Gittersystem mit der zugehörigen Bodenstation wird als eigenständige Einheit auf Rädern gestaltet, so dass es in eine entsprechende Öffnung der Hauptstation eingeschoben werden kann. Damit alle Verbindungen zwischen Hauptstation und Gittersystem exakt zu einander passen, sind am Gittersystem Zentrierstifte und an der Hauptstation entspr. Aufnahmebuchsen für diese Zentrierstifte vorgesehen.
  • In das Gestell des Gittersystems kann dann die ebenfalls auf Rädern gelagerte Temperiereinrichtung hinein geschoben werden. Damit die Rohrleitungsverbindung zwischen Temperiereinrichtung und dem Mehrwegeventil am Gittersystem sauber fluchtet, sind auch an dem Gestell der Temperiereinrichtung justierbare Zentrierstifte vorgesehen, die in entspr. Buchsen des Gittersystemgestells eingreifen.
  • Werden bei einem Hersteller von mit einer Überzugmasse überzogenen Produkten unterschiedliche Überzugmassen wie z. B. Vollmilchschokolade, zartbittere oder bittere Schokolade o. a. eingesetzt, so benötigt dieser nur ein Hauptstation und entsprechend der Zahl der verschiedenen Überzugmassen ein oder mehrere Gittersysteme und Temperiereinrichtungen.
  • Durch die erfindungsgemäße konstruktive Lösung wird insbesondere bei kleineren Losgrößen eine spürbare Erhöhung der Effektivleistung erreicht, wobei gleichzeitig die Investitionssumme für Maschinen und Vorrichtungen erheblich reduziert wird.
  • Die Erfindung soll nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter erläutert und beschrieben werden. Es zeigt:
  • 1 eine schematische Seitenansicht der Überziehmaschine mit herausgefahrenen Einheiten;
  • 2 eine Draufsicht auf die Maschine aus 1.
  • Wie aus 1 zu ersehen, besteht die Überzieheinrichtung aus der Hauptstation (A), dem Gittersystem/der Gitterstation (B) und der Temperiereinrichtung/-station (C). Die Hauptstation (A) besteht aus dem Untergestell (12), welches die Überziehstation (10), einen Antriebsmotor (11), die Schaltanlage/der Schaltkasten (7) und die Versorgungsleitungen aufnimmt. Die Versorgungsleitungen enden an den Anschlüssen (2). An den Scharnieren (1) sind Klappen (3, 3') angeordnet, die mittels Gasdruckfedern (4, 4') in der Offenstellung gehalten werden. Die geöffneten Klappen (3, 3') ermöglichen den problemlosen Zugang zu den elektrischen Schaltern, Relais, Sicherungen etc. Der unterhalb des Schaltkastens (7) vorgesehene Raum dient zur Aufnahme der Überziehstation (10). Diese Überziehstation (10) wird in zusammengeschobenem Zustand aller drei Bausteine durch das dann mittig über der Überziehstation (10) befindliche Vorsorgungsrohr (30) mit der in der Temperierstation (C) erwärmten Überzugmasse versorgt. In der Überzugstation sind in bekannter Weise Verteilwalzen vorgesehen, die auch zur Kontrolle mittels der Drehgriffe (20) gedreht werden können. Damit man ungehindert an die Überzugstation gelangen kann, sind die Kontrollklappen (5, 6, 6') vorgesehen, die mittels Gasdruckfedern in der Offenposition gehalten werden. Zum besseren Verständnis ist die Kontrollklappe (6) in geschlossenem und die Kontrollklappe (6') in geöffnetem Zustand gezeichnet. Hierbei befindet sich die Gasfeder (9) im geschlossenen und die Gasfeder (9') im geöffneten Zustand. Die Gasfeder (8) hält die Kontrollklappe (5) offen.
  • In Bodennähe des Untergestells (12) ist wenigstens ein Zentrierstift (14) vorgesehen, der in die Zentrierbuchse (15) des Gestells (17) des Gittersystems (B) eingreift. Die Hauptstation (A) wird über einzeln verstellbare Füße (13) so ausgerichtet, dass die Baueinheiten Gittersystem (B) und Temperiereinrichtung (C) sauber fluchtend in diese Hauptstation (A) hinein geschoben werden können.
  • Das Gittersystem (B) arbeitet funktionell direkt mit der Temperiereinrichtung (C) zusammen. Damit die Temperiereinrichtung (C) in das Gestell (17) des Gittersystems (B) hinein geschoben werden kann, ist am Gittersystem (B) wenigstens eine Tür (19) vorgesehen, die das Gehäuse nach dem Einschieben der Temperiereinheit/-station (C) dichtend abschließt.
  • Das Gittersystem (B) nimmt auch die Wanne (22) auf, in der sich die überschüssige Überzugmasse sammelt. Über eine hier nicht gezeigte Versorgungsleitung fließt die überschüssige Überzugmasse wieder in den Behälter der Temperiereinheit (C) und hier mit Hilfe einer (hier nicht dargestellten) Schneckenwelle mit Frischmasse vermischt. Das Gittersystem (B) steht auf lenkbaren Rädern (18) zum problemlosen Zusammenschieben der Einheiten. Durch die mit der Klappe (16) verschlossenen Kontrollöffnung kann die eingeschobene Temperierstation (C) kontrolliert werden.
  • In dem Gittersystem (B) ist außerdem ein Mehrwegeventil (21) vorgesehen, mit dem der Fluss der Überzugmasse gesteuert werden kann.
  • Nach dem Einschieben der Temperiereinheit (C) in das Gittersystem (B) wird das Anschlussrohr der Temperiereinheit (C) mit dem Anschlussstutzen (23) des Gittersystems (B) verbunden. In der Temperiereinheit (C) ist eine – hier nicht dargestellte – Pumpe untergebracht, die die Überzugmasse durch das Mehrwegeventil (21) dorthin pumpt, wo die Überzugmasse benötigt wird, z. B. – bei entsprechender Stellung des Mehrwegeventils – durch das Versorgungsrohr (30) zu der Überziehstation (10).
  • An dem Rahmen (28) der Temperiereinheit (C) sind die vorzugsweise lenkbaren Räder (26) befestigt. Ferner ist am Gestell (31) noch eine Tür (25) angebracht, die einen leichten Zugang zu Heizung (29), Pumpe und den übrigen Bauteilen ermöglicht.
  • Die elektrische Versorgung der einzelnen Bauteile kann durch Steckverbindungen der Kabel leicht und schnell getrennt werden.
  • Aus der schematischen Darstellung der Draufsicht auf die Überziehmaschine wird deutlich, wo das Gittersystem (B) in die Hauptstation (A) und die Temperiereinheit (C) in das Gittersystem (B) hinein geschoben wird. Es ist zu ersehen, dass – nach dem Zusammenschieben – das Anschlussrohr (24) unter dem Anschlussstutzen (23) zu liegen kommt und die Ausflussöffnung des Versorgungsrohres (30) dann mittig über der Überziehstation (10) positioniert wird.
  • A
    Hauptstation
    B
    Gittersystem/-station
    C
    Temperiereinrichtung/-station/-einheit
    1
    Scharniere
    2
    Anschlüsse für Versorgungsleitungen
    3, 3'
    Klappen
    4', 4'
    Gasdruckfedern
    5
    Kontrollklappe
    6
    Kontrollklappe – geschlossen –
    6'
    Kontrollklappe – offen –
    7
    Schaltkasten/-anlage
    8
    Gasfeder
    9
    Gasfeder – geschlossen –
    9'
    Gasfeder – offen –
    10
    Überziehstation
    11
    Antriebsmotor
    12
    (Unter-)Gestell
    13
    Fuß
    14
    Zentrierstift
    15
    Zentrierbuchse
    16
    Klappe
    17
    Gestell
    18
    Räder
    19
    Tür
    20
    Drehgriffe
    21
    Mehrwegeventil
    22
    Wanne
    23
    Anschlussstutzen
    24
    Anschlussrohr
    25
    Tür
    26
    Räder
    28
    Rahmen
    29
    Heizung
    30
    Versorgungsrohr
    31
    Gestell

Claims (4)

  1. Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche, mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett- oder zuckerhaltigen Massen, wobei die Maschine aus drei voneinander trennbaren Einheiten besteht, nämlich einer Hauptstation (A) mit einer Überziehstation (10) und einem Untergestell (12), einer Gitterstation (B), die in die Hauptstation (A) einschiebbar ist, und einer Temperierstation (C) mit einer Massewanne und einer hierin eingebauten Temperiereinrichtung, die in die Gitterstation (B) einschiebbar ist, wobei die Einheiten (B, C) auf Rädern fahrbar gestaltet sind und wenigstens ein Zentrierstift (14) am Untergestell (12) mit wenigstens einer Zentrierbuchse an der Gitterstation (B) so zusammenwirken, dass die Überziehstation (10) oberhalb der Gitterstation (B) angeordnet ist.
  2. Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett- oder zuckerhaltigen Massen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstation (B) ein Gestell auf weist und am Gestell wenigstens ein Zentrierstift vorgesehen ist, der mit einer entsprechenden Zentrierbuchse der Temperierstation (C) zusammenwirkt.
  3. Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche, mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett- oder zuckerhaltigen Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstation (B) ein Gehäuse auf weist und im Gehäuse ein Mehrwegeventil (21) zur Verteilung des Flusses der Masse vorgesehen ist.
  4. Maschine zum Überziehen von Produkten aus der Nahrungsmittel-, insbesondere aus der Schokoladen- und Süßwarenbranche, mit einem Überzug aus kakaobutter-, fett- oder zuckerhaltigen Massen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Anschlussstutzen (23) des Mehrwegeventils (21) und einem Anschlussrohr der Temperierstation (C) als Schnellkupplung ausgeführt ist.
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