DE102006054064A1 - Kraftstoffinjektor - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor mit einem Haltekörper (18), an dem mit Hilfe einer Düsenspannmutter (22) ein Düsenkörper (5) befestigt ist, in dem eine Düsennadel (8) aus einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung hin- und herbewegbar geführt ist, in der mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Um einen Kraftstoffinjektor zu schaffen, der vielseitig einsetzbar und kostengünstig herstellbar ist, weist der Düsenkörper (5) an seinem brennraumfernen Ende eine Düsenkörperverlängerung auf.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor mit einem Haltekörper, an dem mit Hilfe einer Düsenspannmutter ein Düsenkörper befestigt ist, in dem eine Düsennadel aus einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung hin und her bewegbar geführt ist, in der mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt wird.
- Stand der Technik
- Herkömmliche Kraftstoffinjektoren haben einen Außendurchmesser von 19 Millimetern.
- Vorteile der Erfindung
- Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kraftstoffinjektor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, der vielseitig einsetzbar und kostengünstig herstellbar ist.
- Die Aufgabe ist bei einem Kraftstoffinjektor mit einem Haltekörper, an dem mit Hilfe einer Düsenspannmutter ein Düsenkörper befestigt ist, in dem eine Düsennadel aus einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung hin und her bewegbar geführt ist, in der mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt wird, dadurch gelöst, dass der Düsenkörper an seinem brennraumfernen Ende eine Düsenkörperverlängerung aufweist. Die künstliche Düsenkörperverlängerung ermöglicht es, den Kraftstoffinjektor an seinem brennraumnahen Ende, insbesondere auf einen Außendurchmesser von 17 Millimetern, einzuengen. Das liefert den Vorteil, dass der erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor auch in kleineren Motoren eingesetzt werden kann. Darüber hinaus wird durch die künstliche Düsenkörperverlängerung das hydraulische Volumen in dem Düsenkörper vergrößert. Dadurch können im Betrieb des Kraftstoffinjektors auftretende hydraulische Schwingungen reduziert werden.
- Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkörperverlängerung einstückig mit dem Düsenkörper verbunden ist. Der Düsenkörper mit der Düsenkörperverlängerung ist länger als herkömmliche Düsenkörper.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkörperverlängerung eine Verlängerungshülse umfasst, die eine brennraumnahe Stirnfläche aufweist, die an einer brennraumfernen Stirnfläche des Düsenkörpers anliegt. Bei der Verlängerungshülse handelt es sich um ein zusätzliches Bauteil.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungshülse die Gestalt eines geraden Kreiszylindermantels aufweist. Vorzugsweise ist die Gestalt der Verlängerungshülse an die Gestalt des brennraumfernen Endes des Düsenkörpers angepasst.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungshülse den gleiche Innendurchmesser und/oder den gleichen Außendurchmesser wie der Düsenkörper aufweist. Vorzugsweise ist die Dicke der Verlängerungshülse an die Dicke des brennraumfernen Endes des Düsenkörpers angepasst.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Verlängerungshülse eine Steuerraumbegrenzungshülse angeordnet ist, in der das brennraumferne Ende der Düsennadel einen Steuerraum begrenzt. Vorzugsweise weist die Steuerraumbegrenzungshülse an ihrem brennraumfernen Ende eine Beißkante auf.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verlängerung des Düsenkörpers und dem Haltekörper eine Drosselplatte und/oder eine Ventilplatte angeordnet sind/ist. Die Ventilplatte und/oder die Drosselplatte sind/ist Teil einer Steuerventileinrichtung, die in den Kraftstoffinjektor integriert ist.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Düsennadel eine Düsennadelverlängerung aufweist. Vorzugsweise ist die Düsennadelverlängerung genauso groß wie die Düsenkörperverlängerung.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffinjektors ist dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenspannmutter, zumindest an ihrem brennraumfernen Ende, einen Außendurchmesser von 17 Millimetern aufweist. Damit hat der erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor, insbesondere an seinem brennraumfernen Ende, einen um zwei Millimeter geringeren Außendurchmesser als herkömmliche Kraftstoffinjektoren.
- Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Baukasten für einen vorab beschriebenen Kraftstoffinjektor, mit Düsennadeln, Düsenkörpern und Düsenspannmuttern, die unterschiedlich lang sind und/oder unterschiedlich große Außendurchmesser aufweisen. Die Düsenkörper können einteilig oder mehrteilig, das heißt mit mindestens einer Verlängerungshülse, ausgeführt sein. Der erfindungsgemäße Baukasten ermöglicht mit nur drei neuen Bauteilen eine Ausführung des Kraftstoffinjektors mit einem Außendurchmesser von 17 Millimetern im unteren Bereich des Kraftstoffinjektors.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist.
- Zeichnung
- Die beiliegende Figur zeigt eine Teildarstellung eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors im Längsschnitt.
- Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- Die beiliegende Figur zeigt einen Kraftstoffinjektor, der auch als Kraftstoffeinspritzventil bezeichnet wird, und zum Einbau in eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist. Der Kraftstoffinjektor ist als Common-Rail-Injektor zur Einspritzung von vorzugsweise Dieselkraftstoff ausgebildet.
- Der Kraftstoffinjektor umfasst ein Injektorgehäuse
1 mit einem Düsenmodul2 und einem Ventilsteuermodul3 . Das Düsenmodul2 umfasst eine in einem Düsenkörper5 angeordnete und geführte Düsennadel8 . Die Düsennadel8 weist an einem Ende eine Düsennadelspitze9 auf, die in dem freien Ende des Düsenkörpers5 vorgesehene Spritzlöcher11 ,12 verschließt. Wenn die Düsennadelspritze9 von einem zugehörigen Dichtsitz abhebt, dann wird mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff durch die Spritzlöcher11 ,12 in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt. Daher wird die Düsennadelspitze9 auch als brennraumnahes Ende der Düsennadel8 bezeichnet. Analog wird das Ende des Düsenkörpers5 mit den Spritzlöchern11 ,12 als brennraumnahes Ende des Düsenkörpers5 bezeichnet. - Das Ventilsteuermodul
3 umfasst eine Drosselplatte15 und eine Ventilplatte16 . Die Drosselplatte15 und die Ventilplatte16 sind unter Zwischenschaltung einer Verlängerungshülse20 mit Hilfe einer Düsenspannmutter22 gegen einen Haltekörper18 verspannt. Die Verlängerungshülse20 ist in Verlängerung des Düsenkörpers in axialer Richtung zwischen dem Düsenkörper5 und der Drosselplatte15 angeordnet. Die Ventilplatte16 ist in axialer Richtung zwischen der Drosselplatte15 und dem Haltekörper18 angeordnet. Der Haltekörper18 ist mit einem Außengewinde23 , insbesondere einem metrischen Außengewinde M15, versehen, auf das ein komplementär ausgebildetes Innengewinde der Düsenspannmutter22 aufgeschraubt ist. - Der Düsenkörper
5 hat an seinem brennraumfernen Ende die Gestalt eines geraden Kreiszylindermantels. Die Verlängerungshülse20 hat ebenfalls die Gestalt eines geraden Kreiszylindermantels, dessen Gestalt an die Gestalt des brennraumfernen Endes des Düsenkörpers5 angepasst ist. Das brennraumferne Ende des Düsenkörpers5 und die Verlängerungshülse20 begrenzen radial innen ein im Wesentlichen kreiszylinderförmiges hydraulisches Volumen24 , das über einen Kraftstoffzulauf26 mit mit Hochdruck beaufschlagtem Kraftstoff gefüllt ist. - Das hydraulische Volumen
24 steht über einen Verbindungskanal, der zwischen einer Abflachung31 und dem Düsenkörper5 ausgespart ist, mit einem Druckraum32 in Verbindung. Der Hochdruckkanal30 umfasst einen ersten Hochdruckkanalabschnitt27 , der durch die Drosselplatte15 verläuft, einen zweiten Hochdruckkanalabschnitt28 , der durch die Ventilplatte16 verläuft, und einen dritten Hochdruckkanalabschnitt29 , der durch den Haltekörper18 verlauft. - Das der Düsennadelspitze
9 entgegengesetzte Ende der Düsennadel8 wird auch als brennraumfernes Ende der Düsennadel8 bezeichnet und begrenzt in axialer Richtung einen Steuerraum34 , der in radialer Richtung von einer Steuerraumbegrenzungshülse36 begrenzt wird. Die Steuerraumbegrenzungshülse36 weist an ihrem brennraumfernen Ende eine Beißkante auf, die sich in die Drosselplatte15 eingräbt. - Zwischen dem brennraumnahen Ende der Steuerraumbegrenzungshülse
36 und einem Federteller39 ist eine Düsenfeder38 eingespannt. Der Federteller39 ist an einem Absatz40 abgestützt, der an der Düsennadel8 vorgesehen ist. Durch die Vorspannkraft der Düsenfeder38 wird einerseits die Steuerraumbegrenzungshülse36 mit ihrer Beißkante in Anlage an der Drosselplatte15 gehalten. Andererseits wird die Düsennadelspitze9 der Düsennadel8 durch die Vorspannkraft der Düsenfeder38 in Anlage an ihrem zugehörigen Dichtsitz gehalten. - Der Steuerraum
34 wird über einen mit einer Zulaufdrossel41 ausgestatteten Zulaufkanal42 aus dem Kraftstoffzulauf26 mit mit Hochdruck beaufschlagtem Kraftstoff gefüllt. Über einen mit einer Ablaufdrossel44 ausgestatteten Ablaufkanal45 steht der Steuerraum34 mit einem Ventilraum48 in Verbindung. In dem Ventilraum48 ist ein Steuerventilkörper50 angeordnet. Der Steuerventilkörper50 ist unter Zwischenschaltung eines Übersetzerkolbens52 durch einen (nicht dargestellten) Aktor, insbesondere einen Piezoaktor, betätigbar. - Wenn der Steuerventilkörper
50 über den Aktor betätigt wird, dann gibt er eine Druckentlastungsverbindung zwischen dem Ventilraum48 und einem Druckentlastungsraum frei. Daraufhin wird der Druck in dem Steuerraum34 über den Ablaufkanal45 abgebaut, so dass die Düsennadel8 mit ihrer Spitze9 von dem zugehörigen Dichtsitz abhebt. Der Ventilraum48 steht über einen Verbindungskanal54 mit dem hydraulischen Volumen24 in Verbindung. Der Verbindungskanal54 ist durch den Steuerventilkörper50 verschließbar, wenn dieser betätigt wird. - Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung ist der Düsenkörper
5 durch die Verlängerungshülse20 verlängert. Der Außendurchmesser der Verlängerungshülse20 ist genau so groß wie der Außendurchmesser des brennraumfernen Endes des Düsenkörpers5 . Die Düsennadel8 ist um die gleiche Länge verlängert, um welche der Düsenkörper5 durch die Verlängerungshülse20 verlängert ist. Des Weiteren ist die Düsenspannmutter22 um die Länge der Verlängerungshülse20 verlängert. - Somit wird auf einfache Art und Weise ein Baukasten geschaffen, der mit drei neuen Bauteilen, und zwar mit der Verlängerungshülse
20 , der verlängerten Düsennadel8 und der verlängerten Düsenspannmutter22 die Schaffung eines Kraftstoffinjektors mit einem Außendurchmesser60 von 17 Millimetern im unteren Bereich des Injektors, das heißt am brennraumfernen Ende der Düsenspannmutter22 , ermöglicht.
Claims (10)
- Kraftstoffinjektor mit einem Haltekörper (
18 ), an dem mit Hilfe einer Düsenspannmutter (22 ) ein Düsenkörper (5 ) befestigt ist, in dem eine Düsennadel (8 ) aus einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung hin und her bewegbar geführt ist, in der mit Hochdruck beaufschlagter Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (5 ) an seinem brennraumfernen Ende eine Düsenkörperverlängerung aufweist. - Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkörperverlängerung einstückig mit dem Düsenkörper verbunden ist.
- Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenkörperverlängerung eine Verlängerungshülse (
20 ) umfasst, die eine brennraumnahe Stirnfläche aufweist, die an einer brennraumfernen Stirnfläche des Düsenkörpers (5 ) anliegt. - Kraftstoffinjektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungshülse (
20 ) die Gestalt eines geraden Kreiszylindermantels aufweist. - Kraftstoffinjektor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungshülse (
20 ) den gleichen Innendurchmesser und/oder den gleichen Außendurchmesser wie der Düsenkörper (5 ) aufweist. - Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verlängerungshülse (
20 ) eine Steuerraumbegrenzungshülse (36 ) angeordnet ist, in der das brennraumferne Ende der Düsennadel (8 ) einen Steuerraum (34 ) begrenzt. - Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Verlängerung des Düsenkörpers (
5 ) und dem Haltekörper (18 ) eine Drosselplatte (15 ) und/oder eine Ventilplatte (16 ) angeordnet sind/ist. - Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsennadel (
8 ) eine Düsennadelverlängerung aufweist. - Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenspannmutter (
22 ), zumindest an ihrem brennraumfernen Ende, einen Außendurchmesser von 17 Millimetern aufweist. - Baukasten für einen Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit Düsennadeln, Düsenkörpern und Düsenspannmuttern, die unterschiedlich lang sind und/oder unterschiedlich große Außendurchmesser aufweisen.
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