DE102009045556A1 - Injektor - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Injektor (1) zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, insbesondere Common-Rail-Injektor, mit einem zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung verstellbaren Ventilelement (22), und mit einem Piezoaktor (30), der über einen mindestens einen Kopplerkolben (32) aufweisenden hydraulischen Koppler das Ventilelement (22) ansteuert, wobei der Koppler einen Kopplerkörper (35) mit wenistens einer Durchlassöffnung aufweist, die mit einem Niederdruckbereich (46) des Injektors (1) verbunden ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Durchlassöffnung als Ablaufdrossel (48; 54) ausgebildet ist.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung betrifft einen Injektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Ein derartiger Injektor ist aus der
DE 10 2007 020 966 A1 bekannt. Mittels des bekannten Injektors lässt sich eine bestimmte Einspritzmenge eines Kraftstoffs in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine einspritzen, wobei über einen Piezoaktor ein Öffnen bzw. Schließen eines Ventilelements eines Steuerventils bewirkt wird. Mittels des Ventilelements lässt sich in bekannter Weise ein Steuerkolben ansteuern, der in dem Injektorkörper ausgebildete Einspritzöffnungen öffnet bzw. verschließt. Hierbei ist es während des Betriebs des Injektors erforderlich, dass über das Ventilelement unter Hochdruck stehender Kraftstoff in einen Niederdruckbereich des insbesondere als Common-Rail-Injektor ausgebildeten Injektors rückströmen kann. Hierzu sind in einem Kopplerkörper beim Stand der Technik Durchlassöffnungen vorgesehen, welche als Durchgangsbohrungen ausgebildet sind. Es hat sich dabei jedoch herausgestellt, dass es beim Betrieb eines derartigen Injektors zu Kavitationserscheinungen kommen kann, insbesondere zu einer akustischen Kavitation im Bereich des Ventilelements und einer das Ventilelement umfassenden Ventilplatte. Ferner kommt es im Niederdruckbereich des Injektors zu relativ großen Druckpulsationen. - Offenbarung der Erfindung
- Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Bereich des Ventilelements und der Ventilplatte auftretenden Kavitationen zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren und darüber hinaus die Druckpulsationen im Niederdruckpfad zu minimieren. Diese Aufgabe wird bei einem Injektor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Erfindung liegt dabei der Gedanke zugrunde, zusätzliche Abströmdrosseln in Richtung des Niederdruckbereichs vorzusehen, die eine Reduzierung der Pulsationen im Niederdruckbereich bewirken. Es hat sich dabei herausgestellt, dass sich dadurch zusätzlich auch die Kavitation am Ventilelement und der Ventilplatte vermeiden lässt. Gegebenenfalls kann dabei sogar auf eine außerhalb des Injektors in einer Rücklaufverschlauchung angeordnete Drossel verzichtet werden.
- Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Injektors sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
- Besonders bevorzugt ist es hierbei vorgesehen, dass mehrere, insbesondere zwei oder vier Ablaufdrosseln vorgesehen sind, die in gleichen Winkelabständen zueinander angeordnet sind. Über die Anzahl der Ablaufdrosseln lässt sich in einfacher Weise die mögliche Rückströmmenge an Kraftstoff in den Niederdruckbereich einstellen. Somit führt eine Erhöhung der Anzahl der Ablaufdrosseln zu einer Erhöhung der maximal möglichen Rücklaufmenge.
- Wirtschaftlich besonders kostengünstig mit zufriedenstellender Wirkung lassen sich die Ablaufdrosseln ausbilden, wenn diese als Durchgangsbohrungen konstanten Durchmessers in einem Wandabschnitt des Kopplerkörpers ausgebildet sind, wobei die Dicke des Wandabschnitts zwischen 0,4 mm und 0,6 mm, insbesondere 0,5 mm aufweist und wobei der Durchmesser der Durchgangsbohrung zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, insbesondere 0,6 mm beträgt.
- Als alternative Variante hierzu ist es auch möglich, dass die wenigstens eine Ablaufdrossel in einem bezüglich der Wanddicke reduzierten Bereich eines Wandabschnitts des Kopplerkörpers angeordnet ist, wobei die Wanddicke zwischen 0,15 mm und 0,35 mm, insbesondere 0,25 mm beträgt.
- Um den in der Wanddicke reduzierten Bereich auszubilden, ist es hierbei bevorzugt, dass der bezüglich der Wanddicke reduzierte Bereich als Wandsteg ausgebildet ist, und dass der Durchmesser der Durchgangsbohrung zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, insbesondere 0,6 mm beträgt.
- Zur Ausbildung des Wandstegs ist es hierbei in einer fertigungstechnisch einfachen und daher vorteilhaften Weise vorgesehen, dass im Bereich der wenigstens einen Ablaufdrossel die Wanddicke des Kopplerkörpers durch wenigstens eine Ringnut reduziert ist.
- Eine sichere und definierte Positionierung des die wenigstens eine Abströmdrossel aufweisenden Kopplerkörpers lässt sich erzielen, wenn die Druckfeder eine auf dem Kopplerkolben axial fixierte Hülse umfasst, die auf der dem Piezoaktor abgewandten Seite einen Bund aufweist, gegen den sich die Druckfeder abstützt.
- Eine strömungstechnisch für das Abströmen des Kraftstoffs in Richtung des Niederdruckbereichs vorteilhafte Ausbildung sieht vor, dass die Druckfeder eine auf dem Kopplerkolben axial fixierte Hülse umfasst, die auf der dem Piezoaktor abgewandten Seite einen Bund aufweist, gegen den sich die Druckfeder abstützt.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
- Diese zeigen in:
-
1 eine geschnittene, schematische Teilansicht eines Injektors, -
2 einen Kopplerkörper im Bereich einer Ablaufdrossel in einer geschnittenen Teilansicht und -
3 einen Kopplerkörper im Bereich einer gegenüber der2 modifizierten Ablaufdrossel, ebenfalls in einer geschnittenen Teilansicht. - In der
1 ist ein Teil eines Injektors1 dargestellt, der zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine dient. Insbesondere handelt es sich dabei um einen Injektor1 , welcher in einem sogenannten Common-Rail-System eingesetzt wird. Der Injektor1 weist in dem dargestellten Teilbereich ein hülsenförmiges Gehäuseteil11 auf, in dessen oberen Endabschnitt ein Haltekörper12 eingesetzt ist. Im unteren Bereich des Gehäuseteils11 erkennt man noch einen Teil eines Steuerraums13 , in dem ein Steuerkolben14 angeordnet ist. Der Steuerraum13 ist von einer Drosselplatte15 begrenzt, in der eine Zulaufbohrung16 für unter hohem Druck stehenden Kraftstoff ausgebildet ist. - Die Zulaufbohrung
16 mündet über eine Stichbohrung in einen Ventilraum19 . In dem innerhalb einer Ventilplatte20 ausgebildeten Ventilraum19 ist ein Ventilelement in Form eines Ventilbolzens22 angeordnet. Der Ventilbolzen22 ist von einer Dichthülse23 umfasst, auf deren Oberseite sich eine Druckfeder25 abstützt. Die Druckfeder25 wirkt mit ihrem der Dichthülse23 gegenüberliegenden Ende mit einem an dem Ventilbolzen22 ausgebildeten Bund27 zusammen. Die Druckfeder25 drückt den Ventilbolzen22 infolge der Federkraft der Druckfeder25 gegen einen in der Ventilplatte20 ausgebildeten Sitz28 . - Innerhalb des Haltekörpers
12 ist ein Piezoaktor30 angeordnet. Der Piezoaktor30 wirkt über einen Kopplerkolben32 und einen am Kopplerkolben32 angeformten Fortsatz33 mit dem Ventilbolzen22 zusammen, indem bei einem Hub des Piezoaktors30 bzw. des Kopplerkolbens32 der Ventilbolzen22 von seinem Sitz28 in Richtung des Steuerkolbens14 abgehoben wird. - Der Kopplerkolben
32 und der Piezoaktor30 sind von einem Kopplerkörper35 radial umfasst, der hülsenförmig ausgebildet ist und an seinem dem Ventilbolzen22 zugewandten Ende einen am Außenumfang umlaufenden Bund36 aufweist. Der Bund36 liegt mit einer axialen Stirnseite an der Oberseite der Ventilplatte20 an und wird mittels einer Federhülse38 in Richtung der Ventilplatte20 gedrückt. - Der Kopplerkolben
32 ist auf der dem Fortsatz33 zugewandten Seite von einer Hülse39 umfasst. Die Hülse39 ist hierbei axial auf dem Außenumfang des Kopplerkolbens32 fixiert und weist auf der dem Fortsatz33 zugewandten Seite einen umlaufenden Bund41 auf. Zwischen dem Bund41 und einem Absatz42 in dem Kopplerkörper35 stützt sich eine Druckfeder43 ab. Innerhalb des Kopplerkörpers35 ist im Bereich der Druckfeder43 ein ringförmiger Abströmraum45 ausgebildet. Der Abströmraum45 ist einerseits mit dem Sitz28 und andererseits mit einem die Federhülse38 umfassenden Niederdruckbereich46 des Injektors1 verbunden. - Um die Verbindung zwischen dem Abströmraum
45 in Richtung des Niederdruckbereichs46 durch den Kopplerkörper35 auszubilden dienen erfindungsgemäß mehrere, insbesondere zwei oder vier, in gleichmäßigen Winkelabständen zueinander angeordnete Abströmdrosseln48 . Wie man am besten anhand einer Zusammenschau der1 und2 erkennt, befinden sich die Abströmdrosseln48 hierbei in einem in der Wanddicke reduzierten Bereich49 des Kopplerkörpers35 , in dem auch der Abströmbereich46 angeordnet ist. - Bei dem insbesondere anhand der
2 erkennbaren ersten Ausführungsbei spiel ist die Abströmdrossel48 als Durchgangsbohrung mit konstantem Durchmesser ausgebildet. Hierbei beträgt der Durchmesser der Durchgangsbohrung51 zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, besonders bevorzugt 0,6 mm. Gleichzeitig beträgt die Wanddicke d im Bereich49 ca. 0,5 mm. - Bei dem in der
3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung findet eine modifizierte Abströmdrossel54 Verwendung. Die Abströmdrossel54 ist ebenfalls im Bereich49 angeordnet, jedoch in einem in der Dicke gegenüber dem Bereich49 nochmals reduzierten Stegbereich56 . Hierbei beträgt die Dicke S des Stegbereichs ca. 0,25 mm. Der Durchmesser der ebenfalls als Durchgangsbohrung55 ausgebildeten Abströmdrossel54 beträgt zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, besonders bevorzugt 0,6 mm. Zur Ausbildung des Stegbereichs56 sind in dem Bereich49 von beiden Seiten umlaufende Ringnuten57 und58 ausgebildet. - Ergänzend wird erwähnt, dass der soweit beschriebene Injektor
1 in vielfältiger Art und Weise abgewandelt bzw. modifiziert werden kann. So ist insbesondere die Ausbildung des Sitzes28 bzw. des Ventilbolzens22 nicht auf den in der1 dargestellten Kegelsitz beschränkt. Auch kann der Injektor1 im Bereich der Drosselplatte15 sowie seines unteren, in der1 lediglich angedeuteten Bereichs andersartig ausgebildet sein. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102007020966 A1 [0002]
Claims (10)
- Injektor (
1 ) zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, insbesondere Common-Rail-Injektor, mit einem zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung verstellbaren Ventilelement (22 ), und mit einem Piezoaktor (30 ), der über einen mindestens einen Kopplerkolben (32 ) aufweisenden hydraulischen Koppler das Ventilelement (22 ) ansteuert, wobei der Koppler einen Kopplerkörper (35 ) mit wenigstens einer Durchlassöffnung aufweist, die mit einem Niederdruckbereich (46 ) des Injektors (1 ) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Durchlassöffnung als Ablaufdrossel (48 ;54 ) ausgebildet ist. - Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ablaufdrosseln (
48 ;54 ), insbesondere zwei oder vier Ablaufdrosseln (48 ;54 ) vorgesehen sind, die in gleichen Winkelabständen zueinander angeordnet sind. - Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ablaufdrossel (
48 ) als Durchgangsbohrung (51 ) konstanten Durchmessers in einem Wandabschnitt (49 ) des Kopplerkörpers (35 ) ausgebildet ist, wobei die Dicke (d) des Wandabschnitts (49 ) zwischen 0,4 mm und 0,6 mm, insbesondere 0,5 mm aufweist und wobei der Durchmesser der Durchgangsbohrung (51 ) zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, insbesondere 0,6 mm beträgt. - Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ablaufdrossel (
54 ) in einem bezüglich der Wanddicke reduzierten Bereich eines Wandabschnitts (49 ) des Kopplerkörpers (35 ) angeordnet ist, wobei die Wanddicke (S) zwischen 0,15 mm und 0,35 mm, insbesondere 0,25 mm beträgt. - Injektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der bezüglich der Wanddicke reduzierte Bereich als Steg (
56 ) ausgebildet ist und, dass die wenigstens eine Ablaufdrossel (54 ) als Durchgangsbohrung ausgebildet ist und einen Durchmesser zwischen 0,5 mm und 0,7 mm, insbesondere 0,6 mm aufweist. - Injektor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der wenigstens einen Ablaufdrossel (
54 ) die Wanddicke des Koppelkörpers (35 ) durch wenigstens eine Ringnut (57 ,58 ) reduziert ist. - Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (
22 ) mit einer Ventilplatte (20 ) zusammenwirkt, in der ein Sitz (28 ) ausbildet und, dass der Kopplerkolben (32 ) einen Fortsatz (33 ) aufweist, der mit dem Ventilelement (22 ) zusammenwirkt. - Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kopplerkolben (
32 ) eine Druckfeder (43 ) angreift, mit der der Kopplerkolben (32 ) zusammen mit dem Ventilelement (22 ) in Richtung des Piezoaktors (30 ) kraftbeaufschlagt ist. - Injektor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (
43 ) eine auf dem Kopplerkolben (32 ) axial fixierte Hülse (39 ) umfasst, die auf der dem Piezoaktor (30 ) abgewandten Seite einen Bund (41 ) aufweist, gegen den sich die Druckfeder (43 ) abstützt. - Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplerkörper (
35 ) von einer Federhülse (38 ) umfasst ist, die sich axial gegen einen Bund (36 ) am Kopplerkörper (35 ) abstützt und diesen axial in Richtung des Ventilelements (22 ) kraftbeaufschlagt.
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP2602475A1 (de) * | 2011-10-18 | 2013-06-12 | Robert Bosch Gmbh | Einspritzventil mit neuer Getriebegruppe |
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| DE102007020966A1 (de) | 2007-05-04 | 2008-11-06 | Robert Bosch Gmbh | Piezo-Injektor |
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2009
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