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DE102006043051A1 - Protektor oder Abriebschutzelement für eine Schutzbekleidung, sowie Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Protektor oder Abriebschutzelement für eine Schutzbekleidung, sowie Verfahren zur Herstellung desselben Download PDF

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DE102006043051A1
DE102006043051A1 DE102006043051A DE102006043051A DE102006043051A1 DE 102006043051 A1 DE102006043051 A1 DE 102006043051A1 DE 102006043051 A DE102006043051 A DE 102006043051A DE 102006043051 A DE102006043051 A DE 102006043051A DE 102006043051 A1 DE102006043051 A1 DE 102006043051A1
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protector
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shock
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DE102006043051A
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Inventor
Rainer Arndt
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LEIDEL U KRACHT SCHAUMSTOFF TE
LEIDEL U KRACHT SCHAUMSTOFF-TECHNIK GmbH
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LEIDEL U KRACHT SCHAUMSTOFF TE
LEIDEL U KRACHT SCHAUMSTOFF-TECHNIK GmbH
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur Herstellung eines Protektors (1) oder eines Abriebschutzelementes für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden bzw. gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil (2) und einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials (3) aufweist. Um ein solches Verfahren anzugeben, mittels welchem ein Protektor oder Schutzelement mit vorteilhaften Eigenschaften hergestellt werden kann, wird vorgeschlagen, dass ein Anteil von Volumenmaterial (4) eingebunden wird, wobei das Volumenmaterial (4) zunächst in die Naturmaterialanteile (3) eingebunden und hiernach zusammen mit einem der Kunststoffmatrix entsprechenden Kunststoffgranulatanteil in den Formhohlraum eines entsprechenden Formgebungswerkzeuges extrudiert wird. Gegenständlich betrifft die Erfindung einen Protektor (1) oder ein Abriebschutzelement für eine Schutzbekleidung, wie insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden oder gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil (2) aufweist. Um einen solchen Protektor oder ein Schutzelement hinsichtlich der Feuchteregulierung weiter zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass der Werkstoff einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials (3) aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur Herstellung eines Protektors oder Abriebschutzelements für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden bzw. gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil und einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials aufweist.
  • Zum Schutz vor beispielsweise aus Stoßkräften resultierenden Verletzungen ist es bekannt, Körperteile, so weiter insbesondere exponierte Gelenkzonen, darüber hinaus auch weniger geschützte Knochenpartien wie Elle oder Schienbein durch Protektoren zu schützen, die einen Großteil der einwirkenden Energie aufnehmen können. Schlagschutzelemente finden bspw. Anwendung als Rücken-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektoren, darüber hinaus bspw. auch für Stiefel, Handschuhe oder Helme. Gegen übermäßigen Abrieb schützende Elemente dienen ebenfalls bevorzugt zur Anordnung in oder an Sport- oder Motorradbekleidung, so weiter bspw. in Jacken, Hosen, Handschuhen, Stiefel oder Schuhe. In der Anwendung von Protektoren kann durchaus auch die Abriebfestigkeit von Bedeutung sein, wie bei der Anwendung von Abriebschutzelementen entsprechend auch ein Schutz gegen Stoßbeanspruchung. Protektoren bzw. Abriebschutzelemente sollen bei ausreichender stoßabsorbierender bzw. abriebhemmender Einstellung zugleich feuchtigkeitsregulierend wirken und darüber hinaus, da sie entweder Bestandteil von Kleidungsstücken sind oder beispielsweise über Bänder oder dergleichen körpernah getragen werden, ein geringes Gewicht aufweisen.
  • Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Technik wird eine technische Problematik der Erfindung darin gesehen, ein Verfahren der in Rede ste henden Art anzugeben, mittels welchem ein Protektor oder ein Abriebschutzelement mit den zuvor erwähnten vorteilhaften Eigenschaften hergestellt werden kann.
  • Diese Problematik ist zunächst und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass ein Anteil von Volumenmaterial eingebunden wird, wobei das Volumenmaterial zunächst in die Naturmaterialanteile eingebunden und hiernach zusammen mit einem der Kunststoffmatrix entsprechenden Kunststoffgranulatanteil in den Formhohlraum eines entsprechenden Formgebungswerkzeuges extrudiert wird. Das Volumenmaterial ist hierbei bevorzugt in vorteilhafter Weise ein Material mit einem gegenüber dem Naturmaterial geringeren spezifischen Gewicht. Dieses Volumenmaterial dient in erster Linie als partieller Ersatzstoff für das Naturmaterial, welch Letzteres dennoch in einer Menge eingebracht wird, die die feuchtabsorbierende Eigenschaft des herzustellenden Schutzelements weiter bietet. Als Volumenmaterial kommen insbesondere Glaskugeln, wie weiter Hohlglas- oder Vollglas-Mikrokugeln zum Einsatz, weiter auch Keramik-Mikrokugeln oder dergleichen, welche jeweils einen Durchmesser im 100stel Millimeterbereich aufweisen, so etwa einen Durchmesser von 0,01 bis 0,1mm, bevorzugt 0,02 bis 0,03mm. Da solche Formen von Volumenmaterial ein flüssigkeitsähnliches Verhalten in Extrudern aufweisen, wird dieses zunächst in die Naturmaterialanteile eingebunden, so weiter beispielsweise in granulatähnliche Naturmaterialanteile eingeknetet. Erst diese mit Volumenmaterial versetzten Naturmaterialanteile werden zusammen mit den Kunststoffgranulatanteilen in den Extruder eingebracht. Durch den Einsatz von Volumenmaterial lässt sich mit Bezug auf den Naturmaterialanteil eine Gewichtsreduzierung von 5 bis 50 Gewichtsprozent, insbesondere 10 bis 20 Gewichtsprozent erreichen, wobei weiter der Naturmaterialanteil in der zu extrudierenden Gesamtmasse zwischen 10 und 80 Gewichtsprozent, bevorzugt zwischen 40 und 60 Gewichtsprozent basiert.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Protektor oder ein Abriebschutzelement für eine Schutzbekleidung insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden oder gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil aufweist.
  • Derartige Schutzelemente sind bereits in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt geworden. Es wird beispielsweise auf die WO 2006/075026 A2 zum Stand der Technik verwiesen. Schlagschutzelemente finden bspw. Anwendung als Rücken-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektoren, darüber hinaus bspw. auch für Stiefel, Handschuhe oder Helme. Gegen übermäßigen Abrieb schützende Elemente dienen ebenfalls bevorzugt zur Anordnung in oder an Sport- oder Motorradbekleidung, so weiter bspw. in Jacken, Hosen, Handschuhen, Stiefel oder Schuhe. In der Anwendung von Protektoren kann durchaus auch die Abriebfestigkeit von Bedeutung sein, wie bei der Anwendung von Abriebschutzelementen entsprechend auch ein Schutz gegen Stoßbeanspruchung. Protektoren oder Abriebschutzelemente sind in der Regel mit Durchtrittsöffnungen versehen. Diese bilden in Dickenrichtung des Schutzelements Öffnungswege aus, zur Ermöglichung des Durchtritts und Abzugs von Feuchtigkeit sowie zur Ermöglichung der Belüftung der durch die Schutzelemente zu schützenden Zonen.
  • Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Technik wird eine technische Problematik der Erfindung darin gesehen, einen Protektor bzw. ein Abriebschutzelement der in Rede stehenden Art bei zumindest gegenüber dem bekannten Stand der Technik gleichbleibenden stoßabsorbierenden bzw. abriebhemmenden Eigenschaften hinsichtlich der Feuchteregulierung weiter zu verbessern.
  • Diese Problematik ist zunächst und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruchs 2 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass der Werkstoff einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials aufweist. Zufolge dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist ein Protektor bzw. Abriebschutzelement der in Rede stehenden Art angegeben, welcher bzw. welches hinsichtlich einer gewünschten Feuchteregulierung verbessert ist. Dies ist erreicht durch in dem Schutzelement, das heißt in dem das Schutzelement formenden Werkstoff eingebundene Anteile entsprechender speicherfähig eingestellter Naturmaterialzonen. Mittels dieser ist eine Feuchtigkeitsaufnahme und eine hiernach gegebenenfalls zeitversetzt einsetzende Feuchtigkeitsabgabe erreicht. Das Naturmaterial ist in dem Werkstoff eingebettet; liegt entsprechend nicht als gesonderte Lage o. ä. vor.
  • Im Weiteren sind Merkmale beschrieben, die bevorzugt in Kombination mit den Merkmalen des Anspruches 2 Bedeutung haben, aber grundsätzlich auch mit nur einigen Merkmalen des Anspruches 2 oder alleine Bedeutung haben können.
  • Zur Feuchtigkeitsspeicherung können Naturmaterialien Verwendung finden, die auf tierischen Eiweißen basieren, so weiter beispielsweise Seide oder Tierhaare. Tierische Eiweißfasern können bis zu 1/3 ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit speichern, ohne sich hierbei nass anzufühlen. Weiter sind auch pflanzliche Fasern (Zellulose) denkbar, so bspw. Hanf, Nessel, Kokos, Flachs, Leinen, Jute, Sisal, Manila, Holz, Stroh, Ramie, Kapok oder Baumwolle. Bevorzugt wird eine Ausgestaltung, bei welcher das Naturmaterial Leder ist. Dieses kann bis zu 10% des Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnehmen und bietet darüber hinaus noch Vorteile hinsichtlich einer erhöhten Schlagabsorption gegenüber Protektoren, die nur aus dem in vorliegender Erfindung mit dem Naturmaterial vermischten Kunststoffanteil bestehen. Durch die letztlich erreichte Lederfaserverstärkung wird zudem das so genannte Zweitschlagverhalten verbessert. Bei bekannten Protektoren wird der Stoßabsorptionswert bei einem Zweitschlag, d.h. einem Schlag auf die selbe Stelle wie zuvor, wesentlich schlechter. Beobachtet wird in der Regel eine Zunahme des Schlagwertes (entsprechend eine Abnahme des Absorptionswertes) von bis zu 10KN. Der wie vorgeschlagen mit Lederbestandteilen verstärkte Protektor hingegen weist bei einer 25%igen Beimengung von Lederanteilen nur eine Schlagwertverschlechterung von 1 bis 2 KN auf. Weiter führen im Gegensatz zu bekannten Protektoren auch Dritt- und Viertschläge auf die selbe Stelle zu keiner weiteren Verschlechterung des Wertes. Weiter ist auch eine erhöhte Abriebfestigkeit durch den Lederanteil erreicht. Das Leder besteht hauptsächlich aus Bestandteilen von Rindleder. Dieses wird zermahlen und zu kleinen Kugeln (Pellets) geformt, die einen Durchmesser aufweisen zwischen 1 und 8mm, bevorzugt 3 bis 5mm. Zur Formung der Leder-Pellets werden bevorzugt Bindemittel, weiter bevorzugt auf Kunststoffbasis verwendet.
  • Der Kunststoffanteil besteht zur Gänze oder teilweise aus einem thermoplastischen Kunststoff, so beispielsweise basierend auf Polyethylen oder Polypropylen, weiter alternativ auch aus PUR oder PVC. Auch Silikonschäume sind denkbar. Auch kann der Kunststoff ein thermoplastisches Elastomer (TPE) sein oder darüber hinaus auf Basis von LDPE (Low Density Poly-Ethylen). In einer weiteren Ausgestaltung kann der Kunststoff auch aus einer Mischung verschiedener Kunststoffarten bestehen oder zudem ein aufgeschäumter Kunststoff sein, wie beispielsweise ein Polyurethan-Schaumstoff oder ein Polyethylen-Schaumstoff.
  • Der Lederanteil des Schutzelements basiert zwischen 10 und 80 Gewichtsprozent, bevorzugt zwischen 25 und 50 Gewichtsprozent. So wird weiter bei einem Lederanteil von etwa 50 Gewichtsprozent im fertigen Produkt ein Schlagabsorptionswert nach DIN 1621 von bis zu 25 KN, bevorzugt bis zu 20 KN erreicht. Gemäß vorzitierter DIN müssen Werte von weniger als 35 KN bei Protektoren erreicht werden.
  • Zur Gewichtseinsparung enthält der Werkstoff einen Anteil an Volumenmaterial wie Glaskugeln oder Keramikteile, so weiter insbesondere Hohlglas- oder Vollglas-Mikrokugeln, Polymer- oder Keramik-Mikrokugeln. Diese Mikrohohlkugeln dienen als Füllstoff und sind im Zuge der Herstellung zunächst eingebunden in aus Lederanteilen gebildeten Pellets, die dem Kunststoffgranulat zur Extrusion in den Formkörper zugemischt werden. Infolge dessen liegt zunächst eine Anhäufung von solchen Glaskugeln oder Keramikteilen insbesondere im Bereich der inselartigen Lederpellets innerhalb des extrudierten Formkörpers vor. Bedingt durch die im Zuge der Extrusion auf die Anteile so auch auf die Lederpellets einwirkenden relativ hohen Drücke können die Glaskugeln bzw. Keramikteile auch zu geringen Teilen aus den Lederpellets ausgedrückt werden, zur Untermischung in den Kunststoffanteil, woraus eine inhomogene Verteilung der Glaskugeln bzw. Keramikteile in dem Gesamtwerkstoff erreicht wird. Bevorzugt ist in Abhängigkeit mit dem im Zuge der Extrusion einwirkenden Druck auch eine vollständige Auspressung der Glaskugeln bzw. Keramikteile aus den Lederpellets erreicht, mit damit einhergehendem vergleichmäßigtem Anteil von Glaskugeln bzw. Keramikteilen innerhalb der durch das Kunststoffmaterial gebildeten Zonen bis hin zu einer annähernd homogenen Verteilung dieses Volumenmaterials in dem Gesamt-Werkstoff. Auch die Lederpellets zerfallen bevorzugt im Zuge der Extrusion vollständig zu Lederfasern, deren Länge etwa 1 bis 5mm beträgt. So werden die Glaskugeln freigegeben und in die Kunststoffschmelze eingeschwemmt, unter insgesamt zumindest annähernd homogener Verteilung von Lederfasern und Glaskugeln in dem Kunststoff.
  • Bevorzugt besteht das Volumenmaterial aus Glaskugeln, weiter aus Mikro-Hohlglaskugeln mit einem Durchmesser von 0,01 bis 0,1mm, bevorzugt 0,02 bis 0,03mm, so beispielsweise 0,025mm. Der Einsatz von Glas in Protektoren steht zunächst in Widerspruch zu der eigentlichen Funktion eines solchen Protektors. Durch die gewählten Durchmesser dieser Glaskugeln im 100stel Millimeterbe reich sind diese jedoch gefahrlos als Volumenmaterial in einem auf Kunststoffbasis hergestellten Protektor einsetzbar. Diese Glaskugeln weisen hierbei weiter eine Dichte von 0,05 bis 0,5 t/m3, bevorzugt 0,1 bis 0,25t/m3 auf, was bei einem weiter bevorzugten Anteil des Volumenmaterials in dem Werkstoff von 2 bis 20 Gewichtsprozent, bevorzugt 5 bis 10 Gewichtsprozent eine Gewichtsreduzierung des gesamten Protektors erreichen lässt. So wird hinsichtlich der Lederanteils durch die Zugabe des Volumenmaterials eine Gewichtshalbierung erreicht.
  • Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Protektors;
  • 2 einen stark vergrößerten, schematisch dargestellten Querschnitt durch den Protektor.
  • Dargestellt und beschrieben ist mit Bezug zu 1 ein Schutzelement in Form eines Protektors 1, wie er etwa in Motorradkleidung Verwendung findet. Ein solcher Protektor 1 dient in erster Linie der Stoßabsorption, kann aber durchaus auch eine ausreichende Abriebfestigkeit aufweisen.
  • Dieser Protektor 1 gemäß der dargestellten Ausführungsform ist bei sphärischer Gestalt einstückig, einlagig auf Basis eines stoßabsorbierenden Werkstoffes gebildet.
  • Wie aus der in 2 in übertriebener Weise dargestellten Schnittdarstellung zu erkennen, besteht der den Protektor 1 formende Werkstoff im Wesentlichen aus einem Kunststoffanteil 2, der wiederum in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem thermoplastischen Kunststoff wie Polypropylen besteht. Weiter ist in dem den Protektor 1 bildenden Werkstoff gleichmäßig in den Kunststoffanteil 2 verteilt ein Naturmaterial 3 eingebunden. Hierbei handelt es sich um Lederfasern, insbesondere um zerfallene Pellets, die aus Ledermahlgut geformt sind. Dieses Naturmaterial 3 wird zusammen mit dem Kunststoffgranulatanteil im Zuge der Extrusion vermengt und in den Formhohlraum eines entsprechenden Formgebungswerkzeuges extrudiert. Hierbei ergibt sich eine homogene Verteilung des Naturmaterials – hier Leder – innerhalb des Kunststoffanteiles 2, was neben einer erhöhten Schlagabsorption auch zu einer Verbesserung hinsichtlich der Abriebfestigkeit des Protektors 1 Vorteile erbringt. Zudem wird durch die Im-plementierung von Naturmaterialanteilen der Protektor 1 zur Wasseraufnahme eingestellt. Hierbei weist Leder eine Eigenschaft auf, bis zu 10% des Eigengewichts an Flüssigkeit aufzunehmen.
  • Selbstverständlich werden die Naturmaterialanteile 3 im Zuge der Extrudierung und Formung der Protektors 1 auch oberflächenseitig des Protektors 1 angesiedelt, was zu der erwähnten Erhöhung der Abriebfestigkeit führt.
  • Bei einer durchschnittlichen Materialstärke des Protektors 1 von 2 bis 12mm weisen die vorgefertigten Lederpellets zur Zugabe zu dem Kunststoffgranulat Größen im Bereich mehrerer Millimeter auf, so beispielsweise 5 × 3mm. Im fertigen Produkt, dem Protektor 1, beträgt der Lederanteil etwa 50 Gewichtsprozent.
  • Zur Gewichtsreduzierung ist in den Werkstoff zudem ein Volumenmaterial 4 eingebunden. Hierbei handelt es sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel um Mikro-Hohlglaskugeln mit einem Durchmesser von etwa 0,025mm und einer Dichte von etwa 0,1 bis 0,25t/m3. Diese Glaskugeln werden im Zuge der Herstellung den Lederpellets beigemengt und in diese Lederpellets eingearbeitet, wobei bei einer bevorzugten Zumischung solcher Glaskugeln in das Leder von 10 bis 20 Gewichtsprozent eine Gewichtshalbierung der Lederpellets er reicht wird, so weiter entsprechend eine Gewichtsreduzierung des fertigen Produkts – Protektor 1 – von bis zu 25%.
  • Das Volumenmaterial 4 – hier Mikro-Hohlglaskugeln – kann inhomogen in dem Werkstoff des fertigen Protektors 1 verteilt vorliegen, so weiter insbesondere mit einer Anhäufung solcher Glaskugeln im Bereich der Naturmaterialanteile 3. Bevorzugt erfolgt eine Ausschwemmung der in den im Zuge der Extrusion zu Fasern zerfallenden Lederpellets ursprünglich eingelagerten Glaskugeln. In Abhängigkeit von dem eingebrachten Druck, der Dauer und Intensität der Verknetung von Kunststoffgranulat und mit dem Volumenmaterial versetzten Lederpellets wird eine Ausbringung der Glaskugeln und ein Zerfall der Lederpellets erreicht, was zu einer annähernd gleichmäßigen Verteilung der Glaskugeln und Lederfasern innerhalb des Gesamtwerkstoffes führt. Insgesamt kann hierdurch weiter eine annähernd homogene Beschaffenheit des aus Kunststoff-, Leder- und Volumenmaterialanteilen bestehenden Werkstoffes erreicht werden (vgl. 2).
  • Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.

Claims (12)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Protektors (1) oder eines Abriebschutzelementes für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden bzw. gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil (2) und einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anteil von Volumenmaterial (4) eingebunden wird, wobei das Volumenmaterial (4) zunächst in die Naturmaterialanteile (3) eingebunden und hiernach zusammen mit einem der Kunststoffmatrix entsprechenden Kunststoffgranulatanteil in den Formhohlraum eines entsprechenden Formgebungswerkzeuges extrudiert wird.
  2. Protektor (1) oder Abriebschutzelement für eine Schutzbekleidung, wie insbesondere Sport- oder Motorradkleidung, gebildet auf Basis eines stoßabsorbierenden oder gegen Abrieb unempfindlichen Werkstoffes, wobei der Werkstoff einen Kunststoffanteil (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff einen darin gleichmäßig verteilten Anteil eines Feuchtigkeit speichernden Naturmaterials (3) aufweist.
  3. Protektor nach Anspruch 2 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Naturmaterial (3) Leder ist.
  4. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 3 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffanteil (2) zur Gänze oder teilweise aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht.
  5. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein thermoplas tisches Elastomer ist.
  6. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Low Density Poly-Ethylen ist.
  7. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein aufgeschäumter Kunststoff ist, wie beispielsweise ein Polyurethan-Schaumstoff oder ein Polyethylen-Schaumstoff.
  8. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Lederanteil zwischen 10 und 80 Gewichtsprozent basiert, bevorzugt 25 bis 50 Gewichtsprozent.
  9. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff einen Anteil an Volumenmaterial (4) wie Glaskugeln oder Keramikteile enthält.
  10. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 9 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumenmaterial (4) aus Glaskugeln mit einem Durchmesser von 0,01 bis 0,1mm, bevorzugt 0,02 bis 0,03mm besteht.
  11. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 10 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumenmaterial (4) aus Glaskugeln mit einer Dichte von 0,05 bis 0,5t/m3, bevorzugt 0,1 bis 0,25t/m3 besteht.
  12. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 11 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff einen Anteil von 2 bis 20 Gewichtsprozent, bevorzugt 5 bis 10 Gewichtsprozent an Volumenmaterial (4) aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE202015008816U1 (de) 2015-12-24 2016-01-28 Nico Bachmann Ellenbogenslider zur Anwendung für Kraftradfahrer

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