-
Yttrium-Eisen-Granat-Filter
(YIG-Filter; YIG = Ytrium Iron Garnett) sind abstimmbare Bandpassfilter,
die in einer Vielfalt von Test- u Messsystemen enthalten sind. Beispielsweise
sind YIG-Filter bei Mikrowellensignalquellen enthalten, um erzeugte
Signale zu filtern, um die Quellen mit spektral reinen Ausgangssignalen
zu versehen. YIG-Filter
sind ferner bei den Front-End-Abschnitten von Mikrowellenspektrumanalysatoren
als ein Vorauswähler
für angelegte
Eingangssignale enthalten. YIG-Filter weisen die Vorteile einer
hohen Frequenzselektivität
und von breiten Frequenzabstimmbereichen auf. YIG-Filter weisen
jedoch auch die Nachteile einer Frequenzdrift, einer Abstimmhysterese
und anderer Anomalien auf, die es schwierig machen, die Mittenfrequenz des
Filterdurchlassbands des YIG-Filters bei einer interessierenden
Frequenz genau zu setzen und beizubehalten.
-
Wenn
die Mittenfrequenz des YIG-Filters bei einer Mikrowellensignalquelle
nicht genau gesetzt oder beibehalten wird, kann die maximale Leistung des
Ausgangssignals, das durch die Quelle geliefert wird, reduziert
werden und kann die spektrale Reinheit des Ausgangssignals beeinträchtigt werden. Wenn
die Mittenfrequenz eines YIG-Filters bei einem Mikrowellenspektrumanalysator
nicht genau gesetzt oder beibehalten wird, können Amplitudenfehler bei dem
Ansprechen des Analysators resultieren.
-
Gegenwärtig verfügbare Test-
und Messsysteme umfassen typischerweise Filterausrichtungsalgorithmen,
die entweder manuell oder automatisch Abstimmfehler bei einem Setzen
oder Beibehalten der Mittenfrequenz der YIG-Filter korrigieren.
Eine Fabrikkalibrierung des YIG-Filters liefert typischerweise eine
vorläufige
oder grobe Abstimmung, während
die Filterausrichtungsalgorithmen eine präzise Ausrichtung der Mittenfrequenz
des YIG-Filters mit einer interessierenden Frequenz liefern.
-
Herkömmliche
Filterausrichtungsalgorithmen legen CW-Signale (CW = Continuous-Wave)
an das YIG-Filter bei einer oder mehreren Frequenzen an, die der
interessierenden Frequenz zugeordnet sind, um die Frequenzabstimmung
des YIG-Filters zu bewerten und um die Frequenzabstimmung des YIG-Filters
relativ zu der vorläufigen
Abstimmung einzustellen, die durch die Fabrikkalibrierung geliefert
wird. Der Filterausrichtungsalgorithmus wird periodisch oder basierend
auf den Betriebszuständen des
Test- und Messungssystems aufgerufen, um Drifts bei der Mittenfrequenz
des YIG-Filters aufzunehmen, die thermisch bedingt sind, durch Veränderungen
bei Betriebszuständen
bedingt sind oder durch Drifts bei einer Treiberschaltungsanordnung bedingt
sind, die verwendet wird, um die Mittenfrequenz des YIG-Filters
abzustimmen.
-
Die
CW-Signale, die innerhalb des Filterausrichtungsalgorithmus angelegt
werden, können
in ungewollten Ausgangssignalen bei einer Mikrowellensignalquelle
resultieren. Bei einem Mikrowellenspektrumanalysator sind die CW-Signale,
auf die sich innerhalb des Filterausrichtungsalgorithmus gestützt wird,
typischerweise nicht innerhalb des Analysators verfügbar. Die
CW-Signale zu dem Mikrowellenspektrumanalysator von einer externen
Signalquelle aus zu liefern, kann teuer und unzweckmäßig sein,
da die externe Signalquelle typischerweise mit dem Mikrowellenspektrumanalysator
gekoppelt sein muss, während
der Filterausrichtungsalgorithmus aufgerufen wird, und von dem Mikrowellenspektrumanalysator
nach einer Ausrichtung der Mittenfrequenz des YIG-Filters entkoppelt
werden muss.
-
Folglich
besteht ein Bedarf nach einem YIG-Filterabstimmsystem, das zum Ausrichten
der Mittenfrequenz eines YIG-Filters mit einer interessierenden
Frequenz geeignet ist und das sich nicht auf ein Anlegen eines CW-Signals an das YIG-Filter stützt.
-
Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein YIG-Filterabstimmsystem
und ein YIG-Filterabstimmverfahren mit verbesserten Charakteristika
zu schaffen.
-
Diese
Aufgabe wird durch ein System gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren
gemäß Anspruch
11 gelöst.
-
Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
-
1 ein
YIG-Filterabstimmsystem gemäß Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung;
-
2 ein
Beispiel eines herkömmlichen Spektrumanalysators,
der zum Umfassen des YIG-Filterabstimmsystems gemäß den Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung geeignet ist;
-
3 ein
Beispiel eines Filterdurchlassbands eines YIG-Filters, das bei dem
YIG-Filterabstimmsystem gemäß Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung enthalten ist;
-
4 eine
detaillierte Ansicht des YIG-Filterabstimmsystems gemäß Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung;
-
5A bis 5B Reihen
von Messungen, die unter Verwendung des YIG-Filterabstimmsystems
gemäß alternativen
Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung erfasst wurden;
-
6 ein
Flussdiagramm eines Beispiels zum Verarbeiten der erfassten Reihe
von Messungen durch ein YIG- Filterabstimmsystem
gemäß Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung; und
-
7A bis 7D eine
Reihe von Graphen, die dem Flussdiagramm von 6 zugeordnet
sind.
-
1 zeigt
ein YIG-Filterabstimmsystem 10 gemäß Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung. Das YIG-Filterabstimmsystem 10 umfasst ein
YIG-Filter 12, eine Rauschquelle 14, die selektiv mit
dem Eingang 13 des YIG-Filters 12 gekoppelt
ist, und einen Empfänger 16,
der mit dem Ausgang 15 des YIG-Filters 12 gekoppelt
ist. Elemente des YIG-Filterabstimmsystems 10 sind typischerweise bei
Test- und Messsystemen vorhanden, oder bei Kommunikationssystemen,
die bei den HF-, Mikrowellen- oder Millimeterwellenfrequenzen wirksam sind.
Zu Darstellungszwecken sind Elemente des YIG-Filterabstimmsystems 10 innerhalb
eines herkömmlichen
Spektrumanalysators 20, wie in 2 gezeigt
ist, enthalten gezeigt und ein Betrieb des YIG-Filterabstimmsystems 10 ist
in dem Kontext des Spektrumanalysators 20 beschrieben.
-
Das
YIG-Filter 12 ist innerhalb des Vorauswählers 22 des Spektrumanalysators 20 enthalten und
der Empfänger 16 ist
innerhalb des Mischer-/LO-Abschnitts 25 und des IF-Filter-/Detektorabschnitts 24 des
Spektrumanalysators 20 implementiert. Das YIG-Filter 12 ist
typischerweise eine Zwei-Tor-Vorrichtung, die ein Bandpassfiltern
von Signalen 11 liefert, die an den Eingang 13 angelegt sind.
Bei einem Beispiel des Spektrumanalysators 20 liefert das
YIG-Filter 12 innerhalb des Vorauswählers 22 ein Bandpassfiltern
für Signale 11 in
dem Frequenzbereich von 3,5–27
GHz, die zu dem Eingang 13 des YIG-Filters 12 geliefert
und mit Signalen gemischt werden, die durch einen Lokaloszillator
LO geliefert werden.
-
Das
YIG-Filter 12 weist ein Filterdurchlassband 17 (in 3 gezeigt)
mit einer zugeordneten Filterbandbreite BWf auf.
-
Die
Filterbandbreite BWf des YIG-Filters 12 variiert typischerweise
mit der Mittenfrequenz fc, auf die das Filterdurchlassband 17 abgestimmt
ist. Bei dem einen Beispiel, das in 3 gezeigt
ist, weist das YIG-Filter 12 eine Filterbandbreite BWf
von näherungsweise
100 MHz auf, wie es durch Halbleistungspunkte bezeichnet ist.
-
Die
Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 kann über einen
breiten Frequenzbereich ansprechend auf einen Treiberstrom Id abgestimmt werden,
der an eines oder mehrere Frequenzsteuertore des YIG-Filters 12 angelegt
ist. Während
der Frequenzbereich, über
den das Filterdurchlassband 17 abgestimmt wird, sich in
dem Spektrumanalysator 20 von 3,5 GHz bis 27 GHz erstreckt,
kann das Filterdurchlassband 17 bei alternativen Beispielen
des YIG-Filters 12 über
einen Frequenzbereich abgestimmt werden, der sich über den
Frequenzbereich von 2 GHz bis 30 GHz hinaus oder innerhalb desselben
oder innerhalb irgendeines anderen geeigneten Frequenzbereichs erstreckt.
-
Wenn
der Spektrumanalysator 20 Spektralmessungen eines angelegten
Eingangssignals 17 erfasst, ist das YIG-Filter 12 entweder
durch entsprechende Einstellungen des Treiberstroms Id auf eine oder
mehrere bezeichnete interessierende Frequenzen fi gesetzt oder der
Treiberstrom Id ist rampenförmig
eingestellt oder gewobbelt, um eine Wobbelfrequenzspektralmessung
des angelegten Eingangssignals 19 zu erreichen. Wenn der
Treiberstrom Id die Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 bei der
einen oder den mehreren bezeichneten Messfrequenzen nicht genau
setzt und beibehält,
kommt es zu Amplitudenfehlern bei den Festfrequenzspektralmessungen,
die durch den Spektrumanalysator 20 durchgeführt werden.
Wenn das YIG-Filter 12 während einer Wobbelfrequenzspektralmessung
des angelegten Eingangssignals 19 fehlausgerichtet ist, kommt
es zu Amplitudenfehlern bei der Wobbelfrequenzspektralmessung des
angelegten Eingangssignals 19.
-
Bei
den Beispielen des YIG-Filterabstimmsystems 10, die in 1–2 bereitgestellt
sind, ist das YIG-Filter 12 als eine Zwei-Tor-Vorrichtung
gezeigt, die von anderen Elementen innerhalb des YIG-Filterabstimmsystems 10 getrennt
ist. Bei alternativen Beispielen ist das YIG-Filter 12 innerhalb
eines Systems oder Teilsystems enthalten, wobei das YIG-Filter 12 mit
einem YIG-abgestimmten Oszillator oder einem YIG-Multiplizierer
integriert oder mit anderen Vorrichtungen, Elementen oder Systemen
integriert ist.
-
Die
Rauschquelle 14, die bei dem YIG-Filterabstimmsystem 10 enthalten
ist, ist selektiv mit dem Eingang 13 des YIG-Filters 12 gekoppelt.
Bei dem Beispiel des YIG-Filterabstimmsystems 10, das in 1 gezeigt
ist, ist die selektive Kopplung durch einen Schalter S1 geliefert,
der zwischen die Rauschquelle 14 und das YIG-Filter 12 eingefügt ist.
Bei einem anderen Beispiel (in 4 gezeigt)
ist die selektive Kopplung mit einem Signalkombinierer S2 versehen,
wobei die Rauschquelle 14 durch ein Steuersignal STRG freigegeben
und gesperrt wird. Bei einem anderen Beispiel (in 2 gezeigt)
ist die Rauschquelle 14 unter Verwendung eines Vorverstärkers A mit
hoher Verstärkung
implementiert, der innerhalb des Eingangssignalwegs des Vorauswählers 22 des Spektrumanalysators 20 vorhanden
ist. Bei diesem Beispiel ist ein selektives Koppeln der Rauschquelle 14 mit
dem YIG-Filter 12 durch ein Liefern einer Vorspannung zu
dem Vorverstärker
A vorgesehen, ohne dass das angelegte Eingangssignal 19 an
den Eingang des Vorverstärkers
A angelegt ist. Bei diesem Beispiel weist der Vorverstärker A eine
Verstärkung von
30 dB auf und liefert ein Rauschsignal über einem Frequenzbereich,
der sich von jenseits von 3,5 GHz bis 27 GHz erstreckt.
-
Wenn
dieselbe mit dem Eingang 13 des YIG-Filters 12 gekoppelt
ist, liefert die Rauschquelle 14 ein Rauschsignal 21 zu
dem YIG-Filter 12. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
des YIG-Filterabstimmsystems 10 weist das Rauschsignal 21 ein
Rauschspektrum auf, das ausreichend breit ist, um den Frequenzbereich
abzudecken, über
den das YIG-Filter 12 abgestimmt ist. Innerhalb des Filterdurchlassbands 17 des
YIG-Filters 12 weist das Rauschspektrum ein flaches oder
ebenes Frequenzprofil verglichen mit den Frequenzvariationen des
Filterdurchlassbands 17 auf. Bei einem Beispiel gleicht
das Rauschsignal 21 weißem Rauschen, wenn innerhalb der
Bandbreite des Filterdurchlassbands 17 beobachtet. 3 zeigt
ein Beispiel des Rauschspektrums des Rauschsignals 21,
das durch die Rauschquelle 14 geliefert wird, relativ zu
dem Filterdurchlassband 17 des YIG-Filters 12.
-
Die
Rauschquelle 14, die das Rauschsignal 21 liefert,
umfasst typischerweise einen Vorverstärker A oder einen anderen Verstärker, der
innerhalb des Spektrumanalysators 20 verfügbar ist,
oder die Rauschquelle 14 umfasst eine Rauschdiode oder
irgendeinen anderen Typ eines Rauschgenerators, der das Rauschspektrum
liefern kann. Alternativ umfasst die Rauschquelle 24 einen
Pseudozufallssequenzgenerator oder einen anderen Typ einer Digitalsignalquelle,
die das Rauschsignal 21 mit einem breitfrequenten, rauschähnlichen
Spektrum liefert. Alternativ umfasst die Rauschquelle 14 einen
Impulsgenerator oder einen anderen Typ einer Pulssignalquelle, die
das Rauschsignal 21 mit einem breitfrequenten, rauschähnlichen
Spektrum liefert.
-
Der
Empfänger 16,
der innerhalb des YIG-Filterabstimmsystems 10 enthalten
ist, weist ein Messdurchlassband 27 (in 5A–5B gezeigt) auf,
das eine zugeordnete Messbandbreite BWm aufweist, die schmaler als
die Filterbandbreite BWf des YIG-Filters 12 ist. Bei dem
Spektrumanalysator 20 ist das Messdurchlassband 27 des
Empfängers 16 typischerweise
durch ein IF-Filter innerhalb des IF-Filter-/Detektorabschnitts 24 definiert,
der die Auflösungsbandbreite
des Spektrumanalysators 20 einrichtet.
-
Das
YIG-Filterabstimmsystem 10 ist zum Liefern einer Frequenzausrichtung
der Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 mit einer
oder mehreren bezeichneten interessie renden Frequenzen fi geeignet,
wie beispielsweise ausgewählten Messfrequenzen
des Spektrumanalysators 20. Infolge einer Frequenzausrichtung
durch das YIG-Filterabstimmsystem 10 sind Amplitudenfehler,
die aus einer Fehlausrichtung der Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 resultieren,
reduziert.
-
Eine
Frequenzausrichtung unter Verwendung des YIG-Filterabstimmsystems 10 wird
typischerweise manuell durch einen Benutzer des Spektrumanalysators 20 beispielsweise über benutzereingegebene
Tastenanschläge
an dem Bedienfeld des Spektrumanalysators 20 aufgerufen.
Alternativ wird eine Frequenzausrichtung unter Verwendung des YIG-Filterabstimmsystems 10 automatisch
basierend auf dem Betriebszustand des Spektrumanalysators 20, Übergängen zwischen
Betriebszuständen
oder durch andere bezeichnete Kriterien aufgerufen. Typischerweise
wird die Frequenzausrichtung unter der Steuerung eines Prozessors 28 aufgerufen
und durchgeführt,
wie beispielsweise einem Computer, einer zentralen Verarbeitungseinheit
(CPU = Central Processing Unit) oder einem anderen Typ einer Steuerung,
die bei dem Instrument oder System enthalten ist, innerhalb dessen
das YIG-Filterabstimmsystem 10 enthalten
ist.
-
Bei
einem Liefern einer Frequenzausrichtung der Mittenfrequenz fc des
Filterdurchlassbands 17 mit einer oder mehreren bezeichneten
interessierenden Frequenzen fi erfasst der Empfänger 16 eine Reihe
von Messungen {M1...MN}
innerhalb des Messdurchlassbands 27 des Empfängers 16.
Die Reihe von Messungen {M1...MN}
wird an dem Ausgang 15 des YIG-Filters 12 erfasst,
wobei die Rauschquelle 14 mit dem Eingang 13 des
YIG-Filters 12 gekoppelt ist. Die Reihe von Messungen {M1...MN} umfasst typischerweise
Messungen einer Rauschleistung innerhalb der Messbandbreite BWm
des Empfängers 16, die
erfasst werden, wobei das Messdurchlassband 27 innerhalb
des Filterdurchlassbands 17 des YIG-Filters 12 positioniert
ist. Bei einem Beispiel erstreckt sich das Filterdurchlassband 17,
innerhalb dessen die Reihe von Messungen {M1...MN} erfasst wird, über zweieinhalb Mal die Frequenzbreite
der Filterbandbreite BWf des Filterdurchlassbands 17, die
durch die Halbleistungspunkte des Filterdurchlassbands 17 definiert
ist. Bei alternativen Beispielen wird die Reihe von Messungen {M1...MN} über anderen
ausreichend breiten Frequenzbereichen des Filterdurchlassbands 17 erfasst,
um die Fehlausrichtungen der Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 mit
einer interessierenden Frequenz fi aufzunehmen.
-
Bei
einem Beispiel (in 5A gezeigt) wird die Reihe von
Messungen {M1...MN}
erfasst, wobei der Treiberstrom Id, der zu dem YIG-Filter 12 geliefert wird,
auf einen bezeichneten Wert gesetzt ist, was die Mittenfrequenz
fc des Filterdurchlassbands 17 auf eine vorbezeichnete
Mittenfrequenz fc setzt. Aufgrund einer Fehlausrichtung bei der
Frequenzabstimmung des Filterdurchlassbands 17 ist die
Mittenfrequenz fc typischerweise von der interessierenden Frequenz
fi versetzt. Jede der Messungen in der Reihe von Messungen {M1...MN} wird dann
erfasst, wobei das Messdurchlassband 27 des Empfängers 16 auf eine
entsprechende Frequenz innerhalb einer Reihe von Messfrequenzen
{f1...fN} eingestellt
ist. Bei diesem Beispiel ist jede Messung in der Reihe von Messungen
{M1...MN} eine Funktion
einer entsprechenden Frequenz innerhalb einer Reihe von unterschiedlichen
Frequenzen {f1...fN},
auf die der Empfänger 16 abgestimmt
ist.
-
Bei
einem alternativen Beispiel (in 5B gezeigt)
wird das Messdurchlassband 27 des Empfängers 16 auf eine
vorbezeichnete Messfrequenz fmess eingestellt. Jede der Messungen
in der Reihe von Messungen {M1...MN} wird dann erfasst, wobei die Mittenfrequenz
des Filterdurchlassbands 17 des YIG-Filters 12 auf
eine entsprechende Frequenz innerhalb einer Reihe von Filtermittenfrequenzen {fC1...fCN} eingestellt
ist. Bei diesem Beispiel ist jede Messung in der Reihe von Messungen
{M1...MN} eine Funktion
einer entsprechenden Mittenfrequenz innerhalb einer Reihe von unter schiedlichen
Mittenfrequenzen {fC1...fCN},
auf die das Filterdurchlassband 17 abgestimmt ist.
-
Gemäß alternativen
Ausführungsbeispielen des
YIG-Filterabstimmsystems 10 wird die erfasste Reihe von
Messungen {M1...MN}
auf alternative Weisen verarbeitet, um den Fehler oder die Fehlausrichtung
der Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 relativ
zu der bezeichneten interessierenden Frequenz fi einzurichten. Typischerweise
wird die Mittenfrequenz fc durch ein Bestimmen des Treiberstroms Id,
der der Abstimmposition des Filterdurchlassbands 17 entspricht,
die resultiert, wobei die Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 mit
der interessierenden Frequenz fi ausgerichtet ist, mit der interessierenden
Frequenz fi ausgerichtet.
-
6 zeigt
ein Flussdiagramm 40 einer exemplarischen Verarbeitung
der Reihe von Messungen {M1...MN},
um eine Frequenzausrichtung der Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 mit
der interessierenden Frequenz fi zu liefern. Bei diesem Beispiel
umfasst die Reihe von Messungen {M1...MN} eine Reihe von Rauschleistungsmessungen,
die über
einem Frequenzbereich des Filterdurchlassbands 17 erfasst
werden, der zweieinhalb Mal so breit wie die Filterbandbreite BWf
ist. Die Rauschleistungsmessungen werden innerhalb der Messbandbreite
BWm des Empfängers 16 erfasst,
wobei das Messdurchlassband 27 des Empfängers 16 auf eine entsprechende
Reihe von Messfrequenzen {f1...fN} gesetzt ist, wie es in 5A und 7A gezeigt
ist.
-
Ein
Schritt 42 des Flussdiagramms 40 umfasst ein Bilden
eines Histogramms 32 der Reihe von Messungen {M1...MN}. Bei diesem
Beispiel wird das Histogramm 32 durch ein Sortieren der
Messungen in der Reihe von Messungen {M1...MN} in Bereiche von Rauschleistungen ΔP innerhalb
eines Rauschleistungsbereichs eingerichtet, der sich zwischen der
minimalen Rauschleistungsmessung Pmin und einer maximalen Rauschleistungsmessung
Pmax in der Reihe von Messungen {M1...MN} erstreckt. 7B zeigt
ein exemplarisches Histogramm 32 der Reihe von Messungen
{M1...MN}.
-
Ein
Schritt 44 umfasst ein Bezeichnen einer Leistungsschwelle
PTH, die durch einen bezeichneten Prozentsatz
der Elemente des Histogramms 32 überschritten wird. 7A, 7B zeigen
ein Beispiel, bei dem die Leistungsschwelle PTH durch
vierzig Prozent der Anzahl von Elementen in dem Histogramm 32 überschritten
wird.
-
Bei
einem Schritt 46 werden die Messungen innerhalb der Reihe
von Messungen {M1...MN}
basierend auf einem Vergleich der Messungen mit der Leistungsschwelle
PTH in zwei Gruppen G1, G2 sortiert. Die
eine Gruppe G1 umfasst Messungen in der Reihe von Messungen {M1...MN}, die über der
Leistungsschwelle PTH liegen, und die andere
Gruppe G2 umfasst Messungen in der Reihe von Messungen {M1...MN}, die unter
der Leistungsschwelle PTH liegen. Die Reihe
von Messungen, die in die zwei Gruppen G1, G2 sortiert sind, wie
es in 7C gezeigt ist, werden gemäß den entsprechenden
Frequenzen {f1...fN}
geordnet, bei denen die Reihe von Messungen {M1...MN} erfasst werden.
-
Die
sortierte Reihe von Messungen, die in 7C gezeigt
ist, wird dann integriert, um bei einem Schritt 48 eine
kumulative Auftragung 34 einzurichten, wie es in 7D gezeigt
ist. Die Mittenfrequenz fc des Filterdurchlassbands 17 wird
dann aus der kumulativen Auftragung 34 bei diesem Beispiel
als die Frequenz eingerichtet, die dem Halbamplitudenpunkt der kumulativen
Auftragung 34 entspricht.
-
Bei
einem Schritt 50 wird ein Frequenzabstimmfehler fe, der
dem Filterdurchlassband 17 zugeordnet ist, als die Differenz
zwischen der Mittenfrequenz fc und der interessierenden Frequenz
fi bestimmt. Der Frequenzabstimmfehler fe wird bei einem Schritt 52 durch
ein Einstellen des Treiberstroms Id zu dem YIG-Filter 12 minimiert,
was darin resultiert, dass die Mittenfrequenz fc mit der interessierenden
Frequenz fi ausgerichtet ist.
-
Während die
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben wurden, sollte
klar sein, dass Modifikationen und Adaptionen an diesen Ausführungsbeispielen
einem Fachmann auf dem Gebiet einfallen können, ohne von dem Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung abzuweichen, wie derselbe in den folgenden
Ansprüchen
dargelegt ist.