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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Mikrophonanordnung und ein Verfahren
zum Herstellen einer Mikrophonanordnung.
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Mikrophonanordnungen
werden in Geräten der
Mobilfunkkommunikation und der Festnetzkommunikation eingesetzt.
Darüber
hinaus werden sie beispielsweise bei Diktiergeräten, Sicherheitseinrichtungen
und photoakustischen Gasanalysatoren verwendet. Mikrophonanordnungen
können
als Mikrosystemtechnik-Bauelemente,
englisch micro-electro-mechanical systems, mittels Mikrotechniken
hergestellt werden.
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Dokument
US 5,490,220 beschreibt
ein Festkörpermikrophon
mit einem Kondensator aus einer festen Elektrode und einer beweglichen
Platte.
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Dokument
WO 03/038449 A1 befasst
sich mit einem Mikrosensor mit einem Sensorelement und einem integrierten
Schaltkreis, auf dem das Sensorelement angeordnet ist.
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Dokument
DE 102004058879 A1 zeigt
ein Mikrophon, das auf einem Bauelement mit einer integrierte Schaltung
befestigt wird.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Mikrophonanordnung und ein
Verfahren zur Herstellung einer Mikrophonanordnung bereitzustellen,
die einen kompakten Aufbau und eine kosteneffiziente Herstellung
ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 sowie dem Verfahren
gemäß Patentanspruch
10 gelöst.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
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Erfindungsgemäß umfasst
eine Mikrophonanordnung eine Stapelanordnung. Die Stapelanordnung
weist einen ersten und einen zweiten Halbleiterkörper auf. Der erste Halbleiterkörper umfasst
eine Mikrophonstruktur. Der zweite Halbleiterkörper weist eine erste und eine
zweite Hauptfläche
auf. Die erste Hauptfläche
des zweiten Halbleiterkörpers
umfasst eine integrierte Schaltung. Die zweite Hauptfläche des
zweiten Halbleiterkörpers
ist mit dem ersten Halbleiterkörper
verbunden.
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Es
ist ein Vorteil der vorgeschlagenen Stapelanordnung, dass die Mikrophonstruktur
und die integrierte Schaltung jeweils mit eigenen und für die Herstellung
optimierten Herstellungsverfahren produziert werden können. Somit
werden eine hohe Ausbeute und damit eine sehr gute Kosteneffizienz
erzielt. Es ist ein weiterer Vorteil der Stapelanordnung, dass mit ihr
eine Mikrophonanordnung mit einer geringen Grundfläche realisiert
werden kann. Dies ermöglicht einen
einfachen Einbau der Mikrophonanordnung. Mit Vorteil kann mit der
Stapelanordnung aus zwei Halbleiterkörpern ein steifer Aufbau realisiert
werden, so dass ein Einfluss von Verspannungen auf die Mikrophonstruktur
gering gehalten werden kann, wie sie beispielsweise durch Temperaturänderungen
hervorgerufen werden können.
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Die
Mikrophonstruktur kann als MEMS-Bauelement mittels Mikrotechniken
hergestellt werden. Die integrierte Schaltung kann mittels einer
Bipolar-Integrationstechnik hergestellt werden. Alternativ kann
die integrierte Schaltung mittels einer complementary metal-Oxide-semiconductor
Integrationstechnik, abgekürzt
CMOS-Integrationstechnik, hergestellt werden.
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Der
erste Halbleiterkörper
weist in einer Ausführungsform
eine erste und eine zweite Hauptfläche auf. Bevorzugt ist die
erste Hauptfläche
des ersten Halbleiterkörpers
parallel zu der zweiten Hauptfläche des
ersten Halbleiterkörpers
angeordnet. Ebenfalls ist bevorzugt die erste Hauptfläche des
zweiten Halbleiterkörpers
parallel zu der zweiten Hauptfläche
des zweiten Halbleiterkörpers
angeordnet. Bevorzugt sind die beiden Hauptflächen des ersten Halbleiterkörpers parallel
zu den beiden Hauptflächen
des zweiten Halbleiterkörpers
angeordnet.
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Der
erste und der zweite Halbleiterkörper sind
miteinander fest verbunden. Dies kann bedeuten, dass die erste Hauptfläche des
ersten Halbleiterkörpers
und die zweite Hauptfläche
des zweiten Halbleiterkörpers
unmittelbar oder über
Zwischenschichten fest miteinander verbunden sind. Alternativ kann
dies bedeuten, dass die erste Hauptfläche des ersten Halbleiterkörpers und
die zweite Hauptfläche des
zweiten Halbleiterkörpers
mittels weiterer Körper beabstandet
fest miteinander verbunden sind.
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In
einer Ausführungsform
umfasst der erste Halbleiterkörper
eine Ausnehmung, die zwischen der ersten und der zweiten Hauptfläche des
ersten Halbleiterkörpers
angeordnet ist. Die Mikrophonstruktur umfasst mechanische Strukturen
und die Ausnehmung.
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In
einer Ausführungsform
ist die Mikrophonstruktur an der ersten Hauptfläche des ersten Halbleiterkörpers angeordnet.
Die erste Hauptfläche des
ersten Halbleiterkörpers
ist dem zweiten Halbleiterkörper
zugewandt. Dies hat den Vorteil, dass ein Medium von der zweiten
Hauptfläche
aus in Kontakt mit der Mikrophonstruktur zum Bestimmen einer Schallwelle
treten kann.
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In
einer Ausführungsform
weist der zweite Halbleiterkörper
eine elektrisch leitende Durchkontaktierung zwischen der ersten
Hauptfläche
und der zweiten Hauptfläche
auf. Die Durchkontaktierung kann einen Anschluss auf der ersten
Hauptfläche
des zweiten Halbleiterkörpers
mit einem Anschluss der Mikrophonstruktur verbinden. In einer Weiterbildung umfasst
die Durchkontaktierung eine elektrisch leitende Schicht, die gegenüber einem
Substrat des ersten und des zweiten Halbleiterkörpers isoliert ist. Sie ist
auch gegenüber
einer Oberfläche
des ersten und des zweiten Halbleiterkörpers außer an Anschlussstellen isoliert.
Der zweite Halbleiterkörper kann
mindestens eine weitere Durchkontaktierung umfassen. Die Durchkontaktierungen
können
näherungsweise
dieselbe Länge
aufweisen. Alternativ können
die Durchkontaktierungen mindestens zwei unterschiedliche Längen aufweisen.
Somit können mit
Vorteil Leiterbahnen, die in unterschiedlichen Schichten der Mikrophonstruktur
angeordnet sind, mit der ersten Hauptfläche des zweiten Halbleiterkörpers und
damit mit der integrierten Schaltung verbunden werden.
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In
einer Ausführungsform
weist die Stapelanordnung einen Träger auf. Der zweite Halbleiterkörper kann
auf dem Träger
angeordnet sein. Bevorzugt ist die erste Hauptfläche des zweiten Halbleiterkörpers mit
dem Träger
verbunden. Auf der ersten Hauptfläche des zweiten Halbleiterkörpers können Anschlüsse und
weitere Mittel vorgesehen sein, die zur elektrischen Verbindung
von Anschlüssen
auf der ersten Hauptfläche
des zweiten Halbleiterkörpers
mit Anschlüssen
auf dem Träger
dienen. Die weiteren Mittel können
Bondkugeln umfassen. Der zweite Halbleiterkörper kann somit mittels einer
Flip-Chip Technik gehäust
werden. Die Bondkugeln, englisch bond balls, können auch als Lötkugeln
oder Metallerhebungen, englisch bumps, bezeichnet werden. Der Träger kann
eine Leiterplatte, englisch printed circuit board, sein. Zur mechanischen
Stabilisierung kann ein Kleber, englische Bezeichnung underfiller,
in den Zwischenraum zwischen dem zweiten Halbleiterkörper und
dem Träger
eingebracht werden.
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Die
Mikrophonstruktur kann eine kapazitive Struktur zur Schalldetektion
aufweisen. In einer Ausführungsform
umfasst die kapazitive Struktur zwei Elektroden. In einer Ausführungsform
ist eine der Elektroden als Platte ausgeführt und nur am Rand mittels
Verbindungen von der Platte zu der Mikrophonstruktur beziehungsweise
zu dem ersten Halbleiterkörper
gehalten. In einer Ausführungsform
ist die erste Elektrode als steife und steif aufgehängte Elektrode
und die zweite Elektrode als frei positionierte, flexible Elektrode
realisiert. Die zweite Elektrode kann schwingungsfähig sein.
Die zweite Elektrode ist auf beiden Seiten frei schwingend in einem
freien Volumen angeordnet. In einer Weiterbildung weist die zweite
Elektrode eine geringere Dicke als die erste Elektrode auf. Ein
Messresultat hängt
vor allem aus der Größe der Platten
und dem Abstand der beiden Elektroden, welcher von dem Schalldruck
beeinflusst wird, ab.
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In
einer Ausführungsform
umfasst die steife Elektrode Ausnehmungen, durch die ein Medium, das
von dem Schalldruck beeinflusst wird, fließen kann. Die Ausnehmungen
der steifen Elektrode können
als Schalleintrittsöffnungen
vorgesehen sein. Da sich die steife Elektrode in einer festen Position
gegenüber
dem ersten Halbleiterkörper
und sich die flexible Elektrode in einer in Abhängigkeit von dem Schalldruck ändernden
Posi tion zu dem ersten Halbleiterkörper befindet, kann aus dem
Abstand zwischen der festen und der flexiblen Elektrode eine Schallinformation
gewonnen werden.
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In
einer Ausführungsform
kann die Mikrophonstruktur einen Abstandshalter oder einen Anschlag
umfassen, der zwischen den beiden Elektroden angeordnet ist. Der
Anschlag umfasst mit Vorteil ein nichtleitendes Material. In einer
Ausführungsform ist
der Abstandshalter oder der Anschlag fest mit beiden Elektroden
verbunden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Anschlag
mit nur einer der beiden Elektroden fest verbunden, sodass die weitere
der beiden Elektroden eine Bewegung relativ zu dem Anschlag ausführen kann.
Der Anschlag dient zur Festlegung eines Mindestabstands d zwischen den
beiden Elektroden. Mit Vorteil kann somit ein Kurzschluss zwischen
den beiden Elektroden vermieden werden. Es können mehrere Anschläge vorgesehen
sein.
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Die
feste und/oder die freie Elektrode können aus einem monokristallinen
Material hergestellt werden. Bevorzugt sind die feste und die flexible
Elektrode aus einem polykristallinen Material hergestellt. Der erste
und/oder der zweite Halbleiterkörper
können
Silizium als Grundmaterial aufweisen. Das kristalline Material kann
Silizium sein. Das polykristalline Material kann bevorzugt Polysilizium
sein.
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Erfindungsgemäß sieht
ein Verfahren zur Herstellung einer Mikrophonanordnung folgende Schritte
vor: Zur Herstellung einer Mikrophonstruktur wird ein erster Halbleiterkörper verwendet.
Eine integrierte Schaltung wird an einer ersten Hauptfläche eines
zweiten Halbleiterkörpers
hergestellt. Der erste und der zweite Halbleiterkörper werden
miteinander verbunden. Es wird eine Stapelanordnung aus dem ersten
und dem zweiten Halbleiterkörper
gebildet, derart, dass eine zweite Hauptfläche des zweiten Halbleiterkörpers dem
ersten Halbleiterkörper
zugewandt ist.
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Mit
Vorteil kann somit eine Herstellungstechnik zur Herstellung der
Mikrophonstruktur verwendet werden, die für einen derartigen Herstellungsprozess optimiert
ist. Beispielsweise können
Mikrotechniken zur Herstellung einer MEMS-Mikrophonstruktur vorgesehen
werden.
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Die
Mikrophonstruktur kann mittels einer Dünnfilmtechnik hergestellt werden.
Dazu kann der erste Halbleiterkörper
als Träger
vorgesehen werden. Eine erste und eine zweite Elektrode einer kapazitiven
Mikrophonstruktur können
in einem Dünnschichtaufbau
hergestellt werden. Dabei können
in dem Dünnschichtaufbau
weitere Schichten auf beiden Seiten der ersten Elektrode und auf
beiden Seiten der zweiten Elektrode und somit auch zwischen der
ersten und der zweiten Elektrode angeordnet werden. Durch ein Entfernen
der weiteren Schichten werden die beiden Elektroden freigelegt.
Derartige Schichten werden als Opferschichten, englisch sacrificial
layer, bezeichnet.
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In
einer Weiterbildung wird das Freilegen der ersten und der zweiten
Elektrode der Mikrophonstruktur in einem Verfahrensschritt durchgeführt. In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Freilegen der beiden Elektroden mittels eines ersten und
eines zweiten Verfahrensschrittes durchgeführt. Ein Teil der zweiten Elektrode
wird in dem ersten Verfahrensschritt freigelegt, der vor dem Verbinden
des ersten und zweiten Halbleiterkörpers vorgesehen ist. Der zweite
Verfahrensschritt zum Freilegen ist nach dem Verbinden des ersten
und des zweiten Halbleiterkörpers
vorgesehen.
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In
einer Ausführungsform
wird die Mikrophonstruktur im Wafermaßstab auf dem ersten Halbleiterkörper und
die integrierte Schaltung im Wafermaßstab auf dem zweiten Halbleiterkörper realisiert und
anschließend
der erste und der zweite Halbleiterkörper als Wafer miteinander
zu der Stapelanordnung verbunden. In einer Ausführungsform weist die erste
und die zweite Hauptfläche
des ersten Halbleiterkörpers
den gleichen Wert wie die erste und die zweite Hauptfläche des
zweiten Halbleiterkörpers auf.
In einer Ausführungsform
haben die beiden Hauptflächen
des ersten Halbleiterkörpers
den gleichen Wert für
eine Länge
und den gleichen Wert für eine
Breite wie die beiden Hauptflächen
des zweiten Halbleiterkörpers.
Eine derartige Mikrophonanordnung kann beispielsweise mittels Wafersägen aus
einer Stapelanordnung, die einen Wafer mit dem ersten Halbleiterkörper und
einen Wafer mit dem zweiten Halbleiterkörper umfasst, hergestellt werden.
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In
einer Ausführungsform
werden nach dem Herstellen der Stapelanordnung auf dem ersten und dem
zweiten Halbleiterkörper
einzelne Mikrophonanordnungen mittels eines Sägeschrittes hergestellt. In einer
Ausführungsform
wird die so vereinzelte Mikrophonanordnung mit einem Träger verbunden.
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Die
Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen anhand der
Figuren näher
erläutert.
Funktions- beziehungsweise wirkungsgleiche Gebiete und Strukturen
tragen gleiche Bezugszeichen. Insoweit sich die Gebiete oder Strukturen
in ihrer Funktion entsprechen, wird deren Beschreibung nicht in
jeder der folgenden Figuren wiederholt.
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1A und 1B zeigen
beispielhafte Ausführungsformen
von Mikrophonanordnungen nach dem vorgeschlagenen Prinzip und
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2A bis 2O zeigen
ein beispielhaftes Verfahren zum Herstellen einer Mikrophonanordnung nach
dem vorgeschlagenen Prinzip.
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1A zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Mikrophonanordnung nach dem vorgeschlagenen Prinzip, welche
eine Stapelanordnung 1 aus einem ersten Halbleiterkörper 10 und
einem zweiten Halbleiterkörper 80 umfasst.
Der erste Halbleiterkörper 10 weist
eine erste Hauptfläche 11,
die dem zweiten Halbleiterkörper 80 zugewandt
ist, und eine zweite Hauptfläche 12 auf.
Der erste Halbleiterkörper 10 umfasst
eine Mikrophonstruktur 13, die in einer Ausnehmung 14 angeordnet
ist. Der erste Halbleiterkörper 10 weist
ein Substrat 20 auf, welche die Ausnehmung 14 zeigt.
Das Substrat 20 ist als monokristallines Silizium realisiert.
Auf dem Substrat 20 ist eine erste Isolatorschicht 21 abgeschieden.
Die erste Isolatorschicht ist als undotiertes Siliziumdioxid mit einer
Dicke von näherungsweise
einem Mikrometer hergestellt. Auf der ersten Isolatorschicht 21 ist
eine zweite Isolatorschicht 22 abgeschieden. Die zweite Isolatorschicht 22 kann
Siliziumnitrid aufweisen und eine Dicke von 0,5 Mikrometer zeigen. Über der
zweiten Isolatorschicht ist eine erste leitende Schicht 23 abgeschieden.
Die erste leitende Schicht 23 ist als Polysiliziumschicht
realisiert. Sie befindet sich auf der zweiten Isolatorschicht im
Bereich der Mikrophonstruktur innerhalb der Ausnehmung 14 und
ist mit einer Stelle unter einer Durchkontaktierung 84 verbunden.
Die erste leitende Schicht 23 und die zweite Isolatorschicht 22 weisen Öffnungen 16 auf.
In einem Abstand d ist eine zweite leitende Schicht 24 abgeschie den.
Diese ist ebenfalls als Polysiliziumschicht realisiert. Die zweite
leitende Schicht 24 bildet eine zweite Elektrode der kapazitiven
Struktur der Mikrophonstruktur 13. Eine erste Elektrode 15 umfasst die
erste leitende Schicht 23. Zwischen der ersten Elektrode 15 und
der zweiten Elektrode 17 ist ein Anschlag 18 vorgesehen.
Der Anschlag 18 umfasst eine dritte und eine vierte Isolatorschicht 25, 27 als
Material. Die beiden Isolatorschichten 25, 27 werden
auch als Opferschichten bezeichnet und umfassen P-dotiertes Siliziumdioxid.
Die erste Elektrode 15 ist am Rahmen 26 aufgehängt. Die
zweite Elektrode 17 ist ebenfalls mit dem Rahmen 26 an
Stellen verbunden, welche nicht in 1A gezeigt
sind. Im Bereich des Rahmens 26 befindet sich auf der zweiten
Isolatorschicht 22 die dritte, fünfte und sechste Isolatorschicht 25, 28, 29.
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Der
zweite Halbleiterkörper 80 umfasst
eine erste Hauptfläche 81 und
eine zweite Hauptfläche 82. Die
zweite Hauptfläche 82 ist
unmittelbar auf der ersten Hauptfläche 11 des ersten
Halbleiterkörpers 10 angeordnet.
Der zweite Halbleiterkörper 80 umfasst ein
Substrat 89, das sich bis zu der zweiten Hauptfläche 82 erstreckt.
Das Substrat 89 ist als monokristallines Silizium ausgebildet.
Der Halbleiterkörper 80 umfasst
darüber
hinaus eine aktive Schicht 90, in der eine integrierte
Schaltung 83 realisiert ist. Die integrierte Schaltung 83 wertet
die von dem Schalldruck abhängigen
Kapazitätswerte
der kapazitiven Struktur der Mikrophonstruktur 13 aus,
welche die erste und die zweite Elektrode 15, 17 umfasst.
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Die
aktive Schicht 90 ist von einer Passivierungsschicht 91 bedeckt
und somit geschützt.
In der Passivierungsschicht 91 sind Öffnungen vorgesehen, die einen
Kontakt zu Anschlüssen 87 ermöglichen.
An den Anschlüssen 87 sind
Bondballs 86 angeordnet. Der zweite Halbleiterkörper 80 weist
die erste Durch kontaktierung 84 und eine zweite Durchkontaktierung 85 auf.
Zur Realisierung der beiden Durchkontaktierungen 84, 85 sind
Ausnehmungen in dem zweiten Halbleiterkörper 80 vorgesehen.
Die Ausnehmungen erstrecken sich von der ersten Hauptfläche 81 bis
zur zweiten Hauptfläche 82 des zweiten
Halbleiterkörpers 80.
Das Substrat im Bereich der Ausnehmungen ist von einer Isolationsschicht 92 bedeckt. Über der
Isolationsschicht 92 befindet sich eine Metallisierungsschicht 93.
Die Metallisierungsschicht 93 der ersten Durchkontaktierung 84 verbindet
die erste leitende Schicht 23 der ersten Elektrode 15 mit
der aktiven Schicht 90. In analoger Weise verbindet die
Metallisierungsschicht 93 der zweiten Durchkontaktierung 85 die
zweite leitende Schicht 24 der zweiten Elektrode 17 ebenfalls
mit der aktiven Schicht 90. Die integrierte Schaltung 83 wird mittels
den Anschlüssen 87 und
den Bondballs 86 mit elektrischer Energie versorgt und
gibt über
diese Anschlüsse 87 und
Bondballs 86 Signale ab, welche eine Information über den
Schalldruck umfassen. Der zweite Halbleiterkörper 80 weist eine
Ausnehmung 88 auf, die im Bereich der Mikrophonstruktur 13 des ersten
Halbleiterkörpers 10 angeordnet
ist. Die Ausnehmung 88 ermöglicht eine Bewegung der flexiblen Elektrode 17 in
Richtung des zweiten Halbleiterkörpers 80.
Die Ausnehmung 88 dient auch als Reservoir zum Druckausgleich.
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Das
Medium, in dem der Schalldruck gemessen werden soll, hat Zugang
zu der Ausnehmung 14 in dem ersten Halbleiterkörper 10 und
somit zur Mikrophonstruktur 13. Da die erste Elektrode 15 aus zwei
Schichten, nämlich
der zweiten Isolatorschicht 22 und der ersten leitenden
Schicht 23 ausgebildet ist und an allen ihren Seiten über Verbindungen
zu dem Rahmen 26 eingespannt ist, ist sie als starre Elektrode
vorgesehen. Durch die Ausnehmung 14 kann das Medium in
die Ausnehmung 88 des zweiten Halbleiterkörpers 80 hinein
und hinaus fließen.
Durch die Ausnehmungen 16 wird erzielt, dass der Druck
auf den beiden Seiten der ersten Elektrode 15 näherungsweise
gleich ist, so dass sich die erste Elektrode 15 nicht bewegt,
sondern eine feste Position gegenüber dem Rahmen 26 des
ersten Halbleiterkörpers 10 aufweist.
Die zweite Elektrode 17 ist ausschließlich aus einer Schicht, nämlich der
zweiten leitenden Schicht 24 ausgebildet und flexibler
als die erste Elektrode 15. Die zweite Elektrode 17 weist
keine Ausnehmung auf, so dass zumindest zeitweise ein Druckunterschied
auf den beiden Seiten der zweiten Elektrode 17 auftritt,
der zu einer Bewegung der zweiten Elektrode 17 in Richtung
der ersten Elektrode 15 oder in entgegengesetzte Richtung
führt.
Aus dem Abstand d zwischen der ersten und der zweiten Elektrode 15, 17 lässt sich
somit eine Information über
den Schalldruck gewinnen. Das Medium kann die zweite Elektrode 17 umströmen und
in die Ausnehmung 88 des zweiten Halbleiterkörpers 80 gelangen.
Da dies jedoch nur in den Bereichen der Öffnungen durchgeführt werden
kann, die zwischen der zweiten Elektrode 17 und dem Rahmen 26 vorgesehen
sind, geschieht dieser Druckausgleich nur langsam, so dass schnelle
Druckänderungen
wie etwa der Schalldruck zu einer Auslenkung der zweiten Elektrode 17 führen. Die
beiden Elektroden 15, 17 bilden einen Kondensator
und sind über
die beiden Durchkontaktierungen 84, 85 mit der
integrierten Schaltung 83 mit der aktiven Schicht 90 verbunden. In
der integrierten Schaltung 83 wird der mittels der beiden
Elektroden 15, 17 bereitgestellte Kapazitätswert in
ein Strom- oder Spannungssignal umgewandelt. Alternativ wird der
Kapazitätswert
in ein Digitalsignal umgewandelt. Mit Vorteil ist der zweite Halbleiterkörper 80 gedünnt, so
dass die Länge
der Durchkontaktierung klein und somit die Streukapazität zwischen
der Metallisierungsschicht 93 der beiden Durchkontaktierungen 84, 85 und
dem Substrat 89 des zweiten Halbleiterkörpers 80 gering sind.
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In
einer alternativen, nicht gezeigten Ausführungsform umfasst der zweite
Halbleiterkörper 80 mindestens
eine weitere Durchkontaktierung.
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1B zeigt
eine beispielhafte Mikrophonanordnung mit einer Stapelanordnung 1,
welche eine Weiterbildung der in 1A gezeigten
Mikrophonanordnung ist. Die Stapelanordnung 1 gemäß 1B umfasst
den ersten und den zweiten Halbleiterkörper 10, 80 sowie
einen Träger 100.
Der Träger 100 weist Anschlüsse 101 auf.
Die Anschlüsse 101 sind über den
Bondballs 86 angeordnet. Somit werden die Anschlüsse 87 der
integrierten Schaltung 81 über die Bondballs 86 mit
den Anschlüssen 101 auf
dem Träger 100 verbunden.
Zwischen dem Träger 100 und der
ersten Hauptfläche 81 des
zweiten Halbleiterkörpers 80 ist
ein isolierendes Material 102 vorgesehen. Das isolierende
Material 102, auch als Underfiller bezeichnet, dient zur
mechanischen Stabilisierung der Verbindung zwischen dem Träger 100 und
dem zweiten Halbleiterkörper 80.
Die Mikrophonanordnung ist somit in Flip-Chip Technik aufbringbar.
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2A bis 20 zeigen eine beispielhafte Ausführungsform
eines Verfahrens zur Herstellung der Mikrophonanordnung. 2A zeigt
das Substrat 20 des ersten Halbleiterkörpers 10 mit der ersten
und der zweiten Hauptfläche 11, 12.
Das Substrat 20 ist als Siliziumwafer ausgebildet.
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2B zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 mit
einer ersten Isolatorschicht 21 auf der ersten Hauptfläche 11.
Die erste Isolatorschicht 21 wird auf dem Substrat 20 abgeschieden.
Sie ist eine nichtdotierte Siliziumdioxidschicht mit einer Dicke
von näherungsweise
1 μm. Alternativ
wird die erste Isolatorschicht 21 mittels thermischer Oxidation
hergestellt.
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2C zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 mit
einer zweiten Isolatorschicht 22, welche auf der ersten
Isolatorschicht 21 abgeschieden wird, sowie einer ersten
leitenden Schicht 23, die auf der zweiten Isolatorschicht 22 abgeschieden
wird. Die zweite Isolatorschicht 22 ist als Nitridschicht
ausgebildet. Diese ist eine stöchiometrische
Nitridschicht mit einer Dicke von näherungsweise 0,5 μm. Die erste
leitende Schicht 23 ist als Polysiliziumschicht realisiert.
Mittels einer Fototechnik wird in einem ersten Schritt die erste
leitende Schicht 23 strukturiert, so dass sie in den Bereichen
entfernt wird, die nicht zur ersten Elektrode 15 und zu
dem Anschluss der ersten Elektrode 15 im Bereich der ersten
Durchkontaktierung 84 gehören. Mittels einer weiteren
Fototechnik werden in einem zweiten Schritt die Ausnehmungen 16 in
der ersten leitenden Schicht 23 und in der zweiten Isolatorschicht 22 erzeugt.
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2D zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10, bei
dem eine dritte Isolatorschicht 25 auf der ersten Hauptfläche 11 abgeschieden
ist. Die dritte Isolatorschicht 25 wird als Opferschicht
bezeichnet. Sie ist als P-dotierte Siliziumdioxidschicht realisiert.
Die Dicke der dritten Isolatorschicht 25 ist größer als
die Summe der Dicken der ersten und der zweiten Isolatorschicht 21, 22.
Somit werden die Ausnehmungen 16 von der dritten Isolatorschicht 25 gefüllt. Nach dem
Abscheiden der dritten Isolatorschicht 25 erfolgt ein Planarisierungsschritt.
Dieser wird mittels eines chemisch-mechanischen Polierschrittes,
englisch chemical-mechanical polishing, abgekürzt CMP, durchgeführt.
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In
einer alternativen Ausführungsform
kann die dritte Isolatorschicht 25 eine undotierte Siliziumdioxidschicht
sein.
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2E zeigt
zwei Anschläge 18,
welche auch als Ankerstrukturen bezeichnet werden. Zur Herstellung
der Anschläge 18 werden
zuerst mittels einer Maskentechnik Ausnehmungen in die dritte Isolatorschicht 25 geätzt. Anschließend werden
die Ausnehmungen mittels einer vierten Isolatorschicht 27 ausgefüllt. Die
vierte Isolatorschicht 27 ist als Nitridschicht ausgebildet.
Die vierte Isolatorschicht 27 wird in einem weiteren fototechnischen
Schritt derart strukturiert, dass sie ausschließlich im Bereich der beiden
Anschläge 18 auftritt
und ansonsten auf der ersten Hauptfläche 11 entfernt ist.
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2F zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 nach
einem Aufbringen einer fünften
Isolatorschicht 28 und einem Planarisierungsschritt. Dieser
wird mittels eines CMP-Verfahrens durchgeführt. Die fünfte Isolatorschicht 28 ist
als Siliziumoxidschicht realisiert. Da die Isolatorschicht 28 somit
dieselbe Zusammensetzung wie die dritte Isolatorschicht 23 aufweist, ist
sie in 2F und folgend nicht als eigene
Schicht, sondern als eine Schicht zusammen mit der dritten Isolatorschicht 25 eingezeichnet.
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2G zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 nach
einem Ätzen
von Ausnehmungen in der dritten beziehungsweise fünften Isolatorschicht 25, 28.
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2H zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 nach
einem Abscheiden einer zweiten leitenden Schicht 24. Die
zweite leitende Schicht 24 ist als Polysiliziumschicht
realisiert. Gemäß 2H ist
die zweite leitende Schicht 24 in Bereichen weggeätzt, die
nicht zu der zweiten Elektrode und zu einer Struktur, welche den
Rahmen 26 begrenzt, gehört.
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2I zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 nach
dem Abscheiden einer sechsten Isolatorschicht 29 und einem
Planarisierungsschritt. Dieser wird mittels eines CMP-Verfahrens
durchgeführt.
Die sechste Isolatorschicht 29 ist als Siliziumoxidschicht
ausgebildet und weist dieselbe Zusammensetzung wie die dritte sowie
die fünfte
Isolatorschicht 25, 28 auf. Sie ist somit nicht
getrennt von diesen beiden anderen Isolatorschichten 25, 28 gezeichnet.
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2J zeigt
den ersten Halbleiterköper 10 während einer
Durchführung
eines weiteren fototechnischen Schrittes. Auf der ersten Hauptfläche 11 wird ein
Fotolack 30 abgeschieden, der im Bereich der Mikrophonstruktur 13 in
Folge des Belichtungs- und Entwicklungsschrittes des fototechnischen
Schrittes entfernt ist. Der Fotolack 30 dient als Ätzmaske
bei dem Schritt des Entfernens der sechsten Isolatorschicht 29 oberhalb
der zweiten Elektrode 17. Dieser Ätzvorgang kann mittels eines
Trockenätzprozess oder
nasschemisch erfolgen. Somit wird ein erster Verfahrensschritt durchgeführt, bei
dem ein Teil der Opferschichten entfernt wird.
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Auch
in weiteren Prozessschritten werden Fotolackschichten eingesetzt
und fototechnische Schritte durchgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind diese
Fotolackschichten jedoch nicht eingezeichnet.
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2K zeigt
den ersten Halbleiterkörper 10 nach
einem Entfernen des Fotolacks 30 sowie den zweiten Halbleiterkörper 80.
Der zweite Halbleiterkörper 80 umfasst
die erste Hauptfläche 81 und
die zweite Hauptfläche 82.
an der ersten Hauptfläch3 81 des
zweiten Halbleiterkörpers 80 ist
in nicht gezeigten Verfahrensschritten die aktiven Schicht 90 realisiert,
die die integrierte Schaltung 83 aufweist. 2K zeigt
den zweiten Halbleiterkörper 80 bereits im
gedünnten
Zustand. Im Bereich der Mikrophonstruktur 13 ist eine Ausnehmung 88 in
den zweiten Halbleiterkörper 80 geätzt, die
sich von der zweiten Hauptfläche 82 in
das Substrat 89 erstreckt. Die Ausnehmung 88 wird
in einem Trockenätzprozess hergestellt.
Alternativ kann die Ausnehmung 88 auch in einem nasschemischen Ätzprozess
mittels anisotropen Ätzen
hergestellt werden, bei dem anstelle der 90 Grad Winkel der Ausnehmung 88 die
aus der Mikromechanik bekannten Winkel auftreten.
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2L zeigt
die Stapelanordnung 1, in der die erste Hauptfläche 11 des
ersten Halbleiterkörpers 10 mit
der zweiten Hauptfläche 82 des
zweiten Halbleiterkörpers 80 verbunden
ist. Zum Verbinden wird ein Waferbondprozess eingesetzt. Der Waferbondprozess
entspricht einem Fusion-Bonding-Prozess und wird bei niedrigen Temperaturen
durchgeführt. Zur
Vorbereitung des Waferbondens werden die beiden Oberflächen, welche
aufeinander gebracht werden sollen, mittels eines Plasmas aktiviert.
Der Verbindungsprozess erfolgt somit kleberfrei und vermeidet mögliche Langzeitprobleme
wie ein Ausgasen von Klebern oder ein Quellen von Klebern in feuchter Atmosphäre.
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In
einer Ausführungsform
wird nicht nur, wie in 2K gezeigt, der erste und der
zweite Halbleiterkörper 10, 80 verbunden,
sondern ein erster Wafer, der mehrere erste Halbleiterkörper (10)
umfasst, und ein zweiter Wafer, der mehrere zweite Halbleiterkörper (80)
umfasst. Ergebnis ist dann eine Stapelanordnung (1), welche
eine Mehrzahl von Mikrophonanordnungen umfasst.
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Alternativ
kann als Waferbondprozess ein Bondprozess mit einer Hilfsschicht,
englisch adhesive bonding, eingesetzt werden. Dabei kann eine Polymerschicht
als Hilfsschicht einge setzt werden. In einer alternativen Ausführungsform
wird ein eutektisches Bondverfahren verwendet.
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2M zeigt
die Stapelanordnung 1 nach einem Durchführen der Prozesse zur Herstellung
der Durchkontaktierungen 84, 85. Zur Realisierung
der beiden Durchkontaktierungen 84, 85 werden
Ausnehmungen in den zweiten Halbleiterkörper 80 und durch
einzelne Schichten des ersten Halbleiterkörpers 10 bis zu der
ersten und der zweiten leitenden Schicht 23, 24 durchgeführt. Nach
dem Ätzvorgang erfolgt
ein Abscheiden einer Isolatorschicht 92 an den Wänden der
Durchkontaktierung 84, 85. Die Isolatorschicht 92 wird
an dem Boden der Durchkontaktierungen 84, 85 entfernt. Über der
Isolatorschicht 92 wird eine Metallisierungsschicht 93 abgeschieden. Die
Metallisierungsschicht 93 der ersten Durchkontaktierung 84 hat
am Boden dieser Durchkontaktierung einen elektrischen Kontakt zu
der ersten leitenden Schicht 23. Damit wird ein guter ohmscher
Kontakt zwischen der ersten Elektrode 15 und der Metallisierungsschicht 93 realisiert.
Die Metallisierungsschicht 93 der zweiten Durchkontaktierung 85 hat eine
elektrisch leitende Verbindung zu der zweiten Elektrode 17.
Dazu ist eine leitende Verbindung von der zweiten leitenden Schicht 24 zu
der Metallisierungsschicht 93 durchgeführt. Das Ätzen der Ausnehmung zur Herstellung
der Durchkontaktierung 84, 85 stoppt somit auf
der ersten und auf der zweiten leitenden Schicht 23, 24.
Elektrische Anschlüsse 87 werden
in der aktiven Schicht 90 vorgesehen. Eine Passivierungsschicht 91 wird
auf der ersten Hauptfläche 81 des
zweiten Halbleiterkörpers 80 abgeschieden,
die auch die Wände
der Durchkontaktierungen 84, 85 abdeckt.
-
2N zeigt
die Stapelanordnung nach einem Ätzen
des ersten Halbleiterkörpers 10 ausgehend
von der zweiten Hauptflä che 12.
In diesem Ätzprozess
wird das Substrat 20 bis zu der ersten Isolatorschicht 21 entfernt.
Die Ausnehmung 32 kann mittels eines Trockenätzprozesses
hergestellt werden. Alternativ kann zuerst der erste Halbleiterkörper 10 gedünnt werden,
so dass ein Teil des Substrates 20 entfernt wird. In den
gedünnten
ersten Halbleiterkörper 10 kann
anschließend
mittels eines Trockenätzprozesses
die Ausnehmung 32 hergestellt werden. Alternativ kann das Ätzen der
Ausnehmung 32 mittels eines nasschemischen Ätzprozesses
erfolgen. Zu diesem nasschemischen Ätzprozess kann ein anisotroper Ätzvorgang
eingesetzt werden, welcher beispielsweise KOH als Ätzmittel
einsetzt. Ein exakter Stopp des Ätzvorganges
an der Grenze von dem Substrat 20 zu der ersten Isolatorschicht 21 ist
nicht notwendig, da die erste Isolatorschicht 21 in einem folgenden
Prozessschritt entfernt wird.
-
2O zeigt
die Stapelanordnung 1, nachdem metallische Bondballs 86 auf
den Anschlüssen 87 an
der ersten Hauptfläche 81 des
zweiten Halbleiterkörpers 80 abgeschieden
wurden. Danach erfolgt ein Entfernen der dritten, fünften und
sechsten Isolatorschicht 25, 28, 29,
so dass sich die Ausnehmung 14 von der ersten zu der zweiten
Hauptfläche 11, 12 des
ersten Halbleiterkörpers 10 erstreckt.
Als Ätzmittel
wird Ammoniumfluorid, abgekürzt
HF, als Flüssigkeit
eingesetzt. Alternativ kann HF in dampfförmiger Form eingesetzt werden.
Mit Vorteil sind die dritte, fünfte
und sechste Isolatorschichten 25, 28, 29 aus Siliziumdioxid
realisiert, weil Ammoniumfluorid sehr gut Siliziumdioxid, jedoch
nur in geringem Umfang die zweite und die vierte Isolatorschicht 22, 27,
welche Siliziumnitrid aufweisen, und die erste und die zweite leitende
Schicht 23, 24, welche Polysilizium aufweisen,
angreift. Die Struktur nach dem Entfernen der Opferschichten ist
in 1A gezeigt. Zwischen dem Stand gemäß 2O und
dem Stand gemäß 1A wird
somit der zweite Verfahrensschritt durchgeführt, bei dem Opferschichten
entfernt werden, um die beiden Elektroden 15, 17 freizulegen. 1A zeigt
das Ergebnis dieses Herstellungsverfahrens.
-
- 1
- Stapelanordnung
- 10
- erster
Halbleiterkörper
- 11
- erste
Hauptfläche
- 12
- zweite
Hauptfläche
- 13
- Mikrophonstruktur
- 14
- Ausnehmung
- 15
- erste
Elektrode
- 16
- Ausnehmung
- 17
- zweite
Elektrode
- 18
- Anschlag
- 20
- Substrat
- 21
- erste
Isolatorschicht
- 22
- zweite
Isolatorschicht
- 23
- erste
leitende Schicht
- 24
- zweite
leitende Schicht
- 25
- dritte
Isolatorschicht
- 26
- Rahmen
- 27
- vierte
Isolatorschicht
- 28
- fünfte Isolatorschicht
- 29
- sechste
Isolatorschicht
- 30
- Fotolack
- 31
- begrenzende
Struktur
- 32
- Ausnehmung
- 80
- zweiter
Halbleiterkörper
- 81
- erste
Hauptfläche
- 82
- zweite
Hauptfläche
- 83
- integrierte
Schaltung
- 84
- erste
Durchkontaktierung
- 85
- zweite
Durchkontaktierung
- 86
- Bondball
- 87
- Anschluss
- 88
- Ausnehmung
- 89
- Substrat
- 90
- aktive
Schicht
- 91
- Passivierung
- 92
- Isolationsschicht
- 93
- Metallisierungsschicht
- 100
- Träger
- 101
- Anschluss
- 102
- isolierendes
Material