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DE102006046949A1 - Aktuator - Google Patents

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DE102006046949A1
DE102006046949A1 DE102006046949A DE102006046949A DE102006046949A1 DE 102006046949 A1 DE102006046949 A1 DE 102006046949A1 DE 102006046949 A DE102006046949 A DE 102006046949A DE 102006046949 A DE102006046949 A DE 102006046949A DE 102006046949 A1 DE102006046949 A1 DE 102006046949A1
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Germany
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eccentric shaft
ring gears
actuator
bearings
eccentricity
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DE102006046949A
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English (en)
Inventor
Sandor PALVÖLGYI
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Magna Powertrain GmbH and Co KG
Original Assignee
Magna Powertrain GmbH and Co KG
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/74Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive
    • B60T13/746Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive and mechanical transmission of the braking action
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H1/00Toothed gearings for conveying rotary motion
    • F16H1/28Toothed gearings for conveying rotary motion with gears having orbital motion
    • F16H1/32Toothed gearings for conveying rotary motion with gears having orbital motion in which the central axis of the gearing lies inside the periphery of an orbital gear
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Retarders (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aktuator zur Betätigung zweier Organe mittels Zugkräften, welcher eine antreibbare Exzenterwelle sowie zwei um die Exzenterwelle drehbar angeordnete Hohlräder unterschiedlicher Größe aufweist, an denen sich geeignete Zugmittel zur Betätigung der beiden Organe anbringen lassen. Darüber hinaus weist der Aktuator ein auf der Exzentrizität der Exzenterwelle drehbar gelagertes Zahnelement auf, welches zwei verzahnte Zonen unterschiedlicher Größe besitzt und welche jeweils mit einem der beiden Hohlräder kämmen. Die genannten Aktuatorkomponenten sind in einem Gehäuse eingehaust. Um eine akustische Entkopplung der Exzenterwelle gegenüber dem Gehäuse zu erzielen, ist das Zahnelement auf der Exzentrizität der Exzenterwelle über zumindest zwei Schrägwälzlager so gelagert, dass sich die radialen Ebenen der Schrägwälzlager schneiden.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aktuator, mit welchem sich zwei Organe, wie beispielsweise die Bremshebel zweier Parkbremsen eines Kraftfahrzeugs so betätigen lassen, dass ein Ausgleich der zur Betätigung der Organe erforderlichen Zugkräfte geschaffen werden kann, so dass beide Parkbremsen mit jeweils der gleichen Kraft beaufschlagt werden.
  • Derartige Aktuatoren sind grundsätzlich bekannt, weshalb exemplarisch und zur weiteren Erläuterung derartiger Aktuatoren auf die WO 2006/066295 A1 verwiesen wird. Grundsätzlich weisen derartige Aktuatoren eine antreibbare Exzenterwelle mit einer zugehörigen Exzentrizität auf. Dabei sind um die Exzenterwelle zumindest zwei drehbare Hohlräder angeordnet, welche eine unterschiedliche Größe aufweisen und an denen geeignete Zugmittel, wie beispielsweise Drahtseile eines Bowdenzugs oder auch ein Gestänge zur Betätigung der zu betätigenden Organe anbringbar sind. Darüber hinaus weisen derartige Aktuatoren zumindest ein Zahnelement auf, welches auf der Exzentrizität der Exzenterwelle drehbar gelagert ist. In aller Regel besitzen diese Zahnelemente zwei verzahnte Zonen ebenfalls unterschiedlicher Größe, die jeweils mit einem der beiden Hohlräder kämmen. Kurzum handelt es sich bei derartigen Aktuatoren um so genannte sonnenradlose Planetengetriebe, bei denen das bzw. die Planetenräder in Form der zweizonigen Zahnelemente nicht etwa durch ein Sonnenrad, sondern direkt über die Exzenterwelle angetrieben werden, um sich entlang der Innenverzahnung der beiden Hohlräder abzuwälzen. Bezüglich weiterer Details wird auf die bereits genannte WO 2006/066295 A1 verwiesen, deren gesamte Offenbarung infolge der Be zugnahme auf diese Druckschrift hiermit in die vorliegende Anmeldung mit aufgenommen wird.
  • Bei derartigen Aktuatoren gestaltet sich jedoch häufig die Lagerung der einzelnen Elemente aufgrund der Vielzahl der sich relativ zueinander drehenden Bauteile schwierig, was zu einer Beeinträchtigung der Laufruhe führen kann.
  • Darüber hinaus lassen sich mit derartigen Aktuatoren verhältnismäßig hohe Untersetzungen erzielen, was jedoch zu entsprechend hohen Lagerkräften führen kann. Diese erhöhten Lagerkräfte können wiederum die Laufruhe ungünstig beeinflussen und darüber hinaus zu einer unerwünscht großen Dimensionierung des gesamten Aktuators infolge der entsprechend widerstandsfähig und daher groß bauenden Lagerkörper führen.
  • Ausgehend von den den bekannten Aktuatoren anhaftenden Problemen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Lagerung der einzelnen Aktuatorbauteile dahingehend weiter zu entwickeln, so dass sich die Laufruhe verbessern und die Baugröße der Aktuatoren verringern lässt.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit einem Aktuator gelöst, welcher die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Der erfindungsgemäße Aktuator umfasst eine von einer Drehmomentquelle antreibbare Exzenterwelle, welche eine Exzentrizität wie beispielsweise einen exzentrisch angeordneten Wellenabschnitt aufweist. Ferner umfasst der Aktuator zwei Hohlräder, welche um die Exzenterwelle herum drehbar angeordnet sind. Zur Betätigung der Organe können an den Hohlrädern geeignete Zugmittel wie beispielsweise Drahtseile oder Gestänge angebracht werden. Die beiden Hohlräder werden über wenigstens ein Zahnelement angetrie ben, welches zwei verzahnte Zonen aufweist und welches auf der Exzentrizität der Exzenterwelle drehbar gelagert ist. Um die Hohlräder anzutreiben, wird das Zahnelement seinerseits durch die Exzentrizität der rotierenden Exzenterwelle entlang einer Planetenbahn angetrieben, woraufhin sich das Zahnelement an den entsprechenden Innenverzahnungen der beiden Hohlräder abwälzt. Die erwünschte Getriebeuntersetzung wird dadurch bewirkt, dass die Verhältnisse der Zähnezahlen der jeweiligen Innenverzahnung des betreffenden Hohlrads und der zugehörigen verzahnten Zone des Zahnelements verschieden sind.
  • Um den Aktuator gegen äußere Einflüsse zu schützen, sind sämtliche der genannten Elemente des Aktuators in einem Gehäuse eingehaust, welches eine Öffnung aufweist, durch welche sich die Exzenterwelle nach außen in Richtung der Drehmomentkraftquelle hindurch erstreckt. Die beiden Hohlräder können sich zum Ausgleich der Wege bzw. Kräfte der beiden Zugmittel gleichsinnig – wenn auch mit verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten infolge der Kopplung durch das als Planetenrad dienende Zahnelement – verdrehen; so werden die beiden Hohlräder infolge der unterschiedlichen Größenverhältnisse gegenüber den verzahnten Zonen des Zahnelements letztlich gegensinnig verdreht, wenn das Zahnelement über die Exzenterwelle in Umlauf gebracht wird.
  • Um den Rollwiderstand zu verringern und um die Lager der Exzentergetriebeeinheit nicht unnötig stark durch die darin wirkenden Zahnkräfte zu belasten, ist das Zahnelement auf der Exzentrizität der Exzenterwelle über zumindest zwei Schrägwälzlager, wie beispielsweise zwei Schrägkugellager gelagert. Die beiden Schrägwälzlager sind dabei gegensinnig zueinander versetzt angeordnet, so dass sich die Radialebenen der Schrägwälzlager schneiden. Da sich das zuvor genannte Zahnelement an seinem Außenumfang an der Innenverzahnung der beiden Hohlräder abstützt bzw. mit diesen kämmt, welche ihrerseits wiederum über entsprechende Lager in dem Gehäuse drehbar gelagert sind, bedarf es keiner weiteren Lagerung der Exzenterwelle im bzw. am Gehäuse, da durch die gegensinnige Anordnung der beiden Schrägwälzlager eine Radialbewegung als auch eine Kippbewegung der Exzenterwelle ausgeschlossen ist. Die erfindungsgemäße Lagerung unter Verwendung von zwei gegensinnig angeordneten Schrägwälzlagern erweist sich fernerhin dahingehend als vorteilhaft, dass dadurch die radialen Abmessungen des erfindungsgemäßen Aktuators reduziert werden können, da die radiale Ausdehnung der Schrägwälzlager infolge der Schrägstellung geringer ausfällt als die eines Radiallagers.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind auch die beiden Hohlräder umfangsseitig über zumindest zwei Schrägwölzlager wie beispielsweise zwei Schrägkugellager gegenüber dem Gehäuse gelagert, wobei auch hier die Radialebenen der Schrägwälzlager sich schneiden. Hierdurch wird eine geschlossene Lagerung der Exzentergetriebeeinheit im Gehäuse bewirkt, wodurch Radial- und Axialkräfte bzw. Kippmomente über die beiden Schrägwälzlager vom Gehäuse aufgenommen werden und die Lager innerhalb der Exzentergetriebeeinheit nicht durch die Zahnkräfte belastet werden. Da die bekannten Aktuatoren im Gehäuse über zwei Paar Radiallager als auch über zwei Paar Axiallager gelagert werden, kann somit auf zwei Lagerungen im Gehäuse verzichtet werden, was sich wiederum positiv auf die Laufruhe des gesamten Aktuators auswirkt. Darüber hinaus lassen sich auch durch die Ausgestaltung der Lager als Schrägwälzlager die radialen Ausmessungen des Aktuators reduzieren.
  • Um die Laufruhe der Exzenterwelle noch weiter zu verbessern, kann diese gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sowohl in axialer als auch in radialer Richtung mittelbar gegenüber den Hohlrädern über geeignete Wälzlager gelagert sein. Sofern hier von einer mittelbaren Lagerung an den Hohlrädern die Rede ist, so bedeutet dies, dass sich die genannten Wälzlager nicht direkt an den Hohlrädern abstützen, sondern an sich radial in Richtung der Exzenterwelle erstreckenden Scheiben, welche ihrerseits kraft- und/oder formschlüssig mit den Hohlrädern verbunden oder hieran integral ausgebildet sind. Durch diese Lagerung der Exzenterwelle an den Hohlrädern wird eine unerwünschte axiale Bewegung oder eine Kippbewegung der Hohlräder relativ zu der Exzenterwelle vermieden. Insbesondere können diese Lager als Axiallager und Radiallager ausgebildet sein.
  • Zum Ausgleich von Toleranzen kann im Falle einer Axiallagerung zwischen der Exzenterwelle und den beiden Hohlrädern zusätzlich ein jeweiliges Federelement im Wirkpfad der Axiallagerung zwischengeschaltet werden, wodurch auch axiale Belastungen gedämpft und mittensymmetrisch ausgeglichen werden.
  • Wie aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, lässt sich die Exzenterwelle in axialer Richtung über axiale Wälzlager und in radialer Richtung über Radialwälzlager mittelbar gegenüber den beiden Hohlrädern lagern. Alternativ dazu kann die Exzenterwelle gegenüber den beiden Hohlrädern über lediglich zwei Schrägwälzlager gelagert werden, was wiederum den zusätzlichen Vorteil einer Größenreduzierung des Aktuators mit sich bringt.
  • Es lässt sich somit infolge der erfindungsgemäßen Schrägwälzlagerung erreichen, dass die Exzenterwelle nicht direkt am Gehäuse gelagert ist, so dass durch die Vermeidung unnötiger Rollreibungsverluste eine Verbesserung hinsichtlich der Laufruhe des gesamten Aktuators erzielt werden kann.
  • Im Folgenden wird der erfindungsgemäße Aktuator unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren im Detail erläutert. Hierbei sei betont, dass die Figuren lediglich zum besseren Verständnis der Erfindung dienen und insbesondere nicht als den Schutzbereich einschränkend aufgefasst werden dürfen, wobei:
  • 1 eine schematische Darstellung einer Fahrzeugachse mit dem erfindungsgemäßen Aktuator zeigt;
  • 2 eine schematische Darstellung eines bekannten Aktuators zeigt; und
  • 3 eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Aktuators zeigt.
  • In allen Figuren hinweg sind gleiche oder einander entsprechende Komponenten mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet.
  • In der 1 ist die Achse eines Kraftfahrzeugs angedeutet und mit 21 bezeichnet, ihr linkes Rad mit 22, ihr rechtes Rad mit 23. An der Achse 21 ist ein erfindungsgemäßer Aktuator 36 angeordnet, der von einer Kraftquelle 25 angetrieben wird. Von dem Aktuator 36 führen Zugmittel (Drahtseile oder Bowdenzüge) 26, 27 zu den zu betätigenden Organen, welche hier Bremshebel 28, 29 sind, mit denen hier nicht dargestellte Radbremsen möglichst gleichzeitig und mit derselben Kraft betätigt werden sollen.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung sowie zur Erläuterung der den bekannten Aktuatoren anhaftenden Probleme wird im Folgenden zunächst ein bekannter Aktuator unter Bezugnahme auf die 2 kurz beschrieben. In der 2 schließt an die Kraftquelle 25, welche hier ein Elektromotor ist, unmittelbar eine Exzenterwelle 2 an, die als Planetenträger fungiert. Die Exzenterwelle 2 ist bezüglich eines nicht drehbaren Gehäuses 1 in den Lager 32, 33 gelagert, was sich infolge der damit verbundenen Rollreibungsverluste negativ auf die Laufruhe des gesamten Aktuators auswirkt. Ihre Achse und somit die Hauptachse des Aktuators 36 ist mit 2' bezeichnet, deren exzentrische Achse mit 2''. Auf dieser exzentrischen Achse 2'' ist ein Zahnelement 35 drehbar gelagert. Es besteht hier aus einem ersten Zahnrad 3 und einem zweiten Zahnrad 4, welche drehfest miteinander verbunden sind. Allgemeiner ausgedrückt besteht das Zahnelement 35 aus einer ersten verzahnten Zone 3 und einer zweiten verzahnten Zone 4, wovon die erste Zone 3 mit einem ersten Hohlrad 5 mit Innenverzahnung 5' und die zweite Zone 4 mit einem zweiten Hohlrad 6 mit Innenverzahnung 6' kämmt. Die Hohlräder 5, 6 sind jeweils über eine Scheibe 43, 44 und Lager 45, 46 an der Exzenterwelle 2 gelagert. Somit bildet der Aktuator 36 ein sonnenradloses Planetengetriebe bestehend aus einem Planetenträger 2, einem oder mehreren umfänglich verteilten Doppelplanetenrädern 3, 4 und zwei Hohlrädern 5, 6.
  • Wie aus der voranstehenden Beschreibung entnommen werden kann, ist die Exzenterwelle 2 an dem Gehäuse 1 direkt mittels der Lager 32 und 33 gelagert, was sich bedingt durch die mit der Lagerung einhergehenden Rollreibungsverluste negativ auf die Laufruhe auswirkt. Darüber hinaus ist auch die Scheibe 44 des Hohlrads 6 über das Lager 33 an dem Gehäuse 1 gelagert, so dass an dieser Stelle entsprechende Rollreibungsverluste entstehen, welche sich negativ auf die Laufruhe auswirken können.
  • Zur Verbesserung der durch derartige Rollreibungsverluste beeinträchtigten Laufruhe schlägt die vorliegende Erfindung nun einen Aktuator vor, wie er in der 3 dargestellt ist. Die Kinematik des erfindungsgemäßen in der 3 dargestellten Aktuators entspricht dabei bis auf die Lagerungen dem bekannten in der 2 dargestellten Aktuator, so dass insofern auf die Ausführungen zur 2 verwiesen werden kann. Nichtsdestotrotz sei im Folgenden der Aufbau und die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Aktuators kurz unter Bezugnahme auf die 3 beschrieben.
  • Der erfindungsgemäße Aktuator besteht im Wesentlichen aus einer Exzenterwelle 2, auf der eine Exzenterscheibe 2a drehfest angeordnet ist. Die Exzenterscheibe 2a erstreckt sich mit ihrer radialen Ausdehnung innerhalb zweier Hohlräder 5, 6, welche eine unterschiedliche Größe, d.h. eine unterschiedliche Zähnezahl aufweisen. Auf der Exzenterscheibe 2a ist ein Zahnelement 35 gelagert, welches sich aus zwei starr gekoppelten Planetenrädern 3, 4 zusammensetzt. Hierbei sind auch die Planetenräder 3, 4 entsprechend den Größenabweichungen der beiden Hohlräder 5, 6 von unterschiedlicher Größe (Zähnezahl), wobei das die Planetenräder 3, 4 bei einer Drehung der Exzenterwelle mit den Innenverzahnungen der jeweiligen Hohlräder 5, 6 kämmen. Auf diese Weise sind die beiden Hohlräder 5, 6 kinematisch miteinander gekoppelt und werden relativ zueinander verdreht, wenn das Zahnelement 35 in Umlauf gebracht wird.
  • Es sei noch erwähnt, dass sich auch bei der hier gezeigten erfindungsgemäßen Ausführungsform Scheiben 43, 44 von den beiden Hohlrädern 5, 6 in Richtung der Exzenterwelle 2 erstrecken, wobei auf kragenartigen Fortsätzen der Scheiben 43, 44 Abtriebsräder 17, 18 zur Betätigung zweier Organe drehfest angeordnet sind, welche es mit dem erfindungsgemäßen Aktuator mit gleichzeitigen Zugkräften zu beaufschlagen gilt. Die mit den Abtriebsrädern 17, 18 gekoppelten Zugmittel und die hierfür erforderlichen Durchlässe des Gehäuses 1 sind in 3 nicht gezeigt.
  • Im Folgenden wird nun die erfindungsgemäße Lagerung der einzelnen Aktuatorkomponenten beschrieben. Wie der 3 entnommen werden kann, ist das Zahnelement 35 bestehend aus den beiden Planetenrädern 3, 4 auf der Exzenterwelle 2 bzw. dessen Exzentrizität 2a über zwei Schrägwälzlager 9, 10 gelagert, welche derart schräg zueinander angeordnet sind, dass sich ihre Radialebenen schneiden. Die beiden Schrägwälzlager 9, 10 stützen sich seitens der Exzentrizität 2a an einem jeweiligen Umfangsabschnitt desselben sowie an einem gemeinsamen zentralen Stützring 2b ab, der an der Exzentrizität 2a in einer Achsnormalebene der Exzenterwelle 2 integral ausgebildet ist. Da das Zahnelement 35 an der Innenverzahnung 5', 6' der beiden Hohlräder 5, 6 abwälzt, welche ihrerseits wiederum über noch genauer zu beschreibende Lager 7, 8 am bzw. im Gehäuse 1 gelagert sind, ist die Exzenterwelle 2 im Gehäuse 1 gegen axiale und radiale Verschiebungen wie auch gegen Kippmomente unanfällig gelagert. Dennoch ist eine Entkopplung der Exzenterwelle 2 vom Gehäuse 1 dahingehend bewerkstelligt, dass Rollreibungsverluste vermieden werden, welche sich negativ auf die Laufruhe auswirken können.
  • Darüber hinaus sind auch die beiden Hohlräder 5, 6 über die am Außenumfang der Hohlräder 5, 6 befindlichen Schrägwälzlager 7, 8 im Gehäuse 1 gelagert. Auch die Schrägwälzlager 7, 8 sind dabei so angewinkelt, dass sich ihre Radialebenen schneiden. Beispielsweise können sowohl die Schrägwälzlager 7, 8 als auch die Schrägwälzlager 9, 10 unter einem Druckwinkel von ca. 35° bis 55° angeordnet werden.
  • Um axiale Verschiebungen der Exzenterwelle 2 noch besser zu vermeiden, ist diese fernerhin in axialer Richtung gegenüber den an den Hohlrädern 5, 6 angebrachten Radialscheiben 43, 44 über zwei Axialwälzlager 12, 14 und zwischengeschaltete Federelemente 15, 16 gelagert. Die Federelemente 15, 16 sind dabei aus Gründen des Toleranzausgleichs eingesetzt und tragen dazu bei, dass die Axialwälzlager 12, 14 bei der Montage nicht zu stark durch Klemmkräfte beaufschlagt werden.
  • Um auch Kippmomente noch wirkungsvoller aufnehmen zu können, ist die Exzenterwelle 2 fernerhin in radialer Richtung gegenüber den kragenartigen Fortsätzen der Radialscheiben 43, 44 über zwei Radialwälzlager 11, 13 gelagert.
  • Die vorliegende Erfindung stellt somit einen Aktuator zur Betätigung zweier Organe mittels Zugkräften und zum Ausgleich dieser Zugkräfte zur Verfügung, bei dem infolge der Lagerung der einzelnen Aktuatorkomponenten eine weitestgehende Entkopplung der Exzenterwelle gegenüber dem Aktuatorgehäuse stattfindet.
  • 1
    Gehäuse
    2
    Exzenterwelle
    2a
    Exzentrizität
    2b
    Stützring
    2'
    Hauptachse
    2''
    exzentrische Achse
    3, 4
    Planetenrad
    5, 6
    Hohlrad
    5', 6'
    Innenverzahnung
    7, 8, 9, 10
    Schrägwälzlager
    11, 13
    Radialwälzlager
    12, 14
    Axialwälzlager
    15, 16
    Federelement
    17, 18
    Abtriebsrad
    21
    Achse
    22
    Rad links
    23
    Rad rechts
    25
    Kraftquelle
    26, 27
    Zugmittel
    28, 29
    Bremshebel
    32, 33
    Lager
    35
    Zahnelement
    36
    Aktuator
    43, 44
    Radialscheibe
    45, 46
    Lager

Claims (9)

  1. Aktuator zur Betätigung zweier Organe mittels Zugkräften, mit einer antreibbaren Exzenterwelle (2) mit einer Exzentrizität (2a); – zwei um die Exzenterwelle (2) drehbar angeordneten Hohlrädern (5, 6) mit jeweiliger Innenverzahnung, an denen Zugmittel zur Betätigung der beiden Organe anbringbar sind; – zumindest einem auf der Exzentrizität (2a) der Exzenterwelle (2) drehbar gelagerten Zahnelement (35) mit zwei verzahnten Zonen (3, 4), welche jeweils mit einem der beiden Hohlräder (5, 6) kämmen, wobei die Verhältnisse der Zähnezahlen der jeweiligen Innenverzahnung und der zugehörigen verzahnten Zone verschieden sind; und – einem Gehäuse (1) zur Einhausung des Aktuators; dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnelement (35) auf der Exzentrizität (2a) der Exzenterwelle (2) über zumindest zwei Schrägwälzlager (9, 10) so gelagert ist, dass sich die Radialebenen der Schrägwälzlager (9, 10) schneiden.
  2. Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schrägwälzlager (9, 10) einerseits an einem Innenumfang des Zahnelements (35) und andererseits an einem Stützring (2b) angeordnet sind, der an der Exzentrizität (2a) in einer Achsnormalebene der Exzenterwelle (2) ausgebildet ist.
  3. Aktuator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hohlräder (5, 6) außenumfänglich über zumindest zwei weitere Schrägwälzlager (7, 8) gegenüber dem Gehäuse (1) so gelagert sind, dass sich die Radialebenen der weiteren Schrägwälzlager (7, 8) schneiden.
  4. Aktuator nach zumindest einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) sowohl in axialer als auch in radialer Richtung gegenüber den beiden Hohlrädern (5, 6) über geeignete Wälzlager (11, 12, 13, 14) gelagert ist.
  5. Aktuator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) gegenüber den beiden Hohlrädern über zwei Axialwälzlager (12, 14) gelagert ist.
  6. Aktuator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) in axialer Richtung federnd gegenüber den beiden Hohlrädern (5, 6) gelagert ist.
  7. Aktuator nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) gegenüber den beiden Hohlrädern (5, 6) über zwei Radialwälzlager (11, 13) gelagert ist.
  8. Aktuator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) gegenüber den beiden Hohlrädern (5, 6) über zwei zusätzliche Schrägwälzlager gelagert ist.
  9. Aktuator nach zumindest einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (2) in dem Gehäuse (1) ohne Lagerung bezüglich des Gehäuses angeordnet ist.
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