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Die
Erfindung betrifft einen Wärmetauscher mit
einer Rohrbündel-Wärmetauschereinheit
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, der zur thermischen Behandlung eines Stoffes eingesetzt
wird. Bei dem zu behandelnden Stoff kann es sich um ein Fluid, d.
h. ein Gas oder eine Flüssigkeit,
oder um einen fluidisierten oder rieselfähigen Feststoff handeln. Ein Rohrbündel-Wärmetauscher
für Schüttgüter ist
zum Beispiel ein Schachtkühler,
der auch Rückstaukühler oder
Kontaktstaukühler
genannt wird. Neben der Rohrbündel-Wärmetauschereinheit weist ein
Wärmetauscher
Vorrichtungen zur Zufuhr und/oder Abfuhr des Heiz- oder Kühlmittels,
im folgenden Arbeitsmittel genannt, auf.
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Ein
gattungsgemäßer Wärmetauscher,
und zwar ein Schachtkühler,
ist aus der
EP 0 934
498 B bekannt. Die horizontal verlaufenden Rohre seiner Rohrbündel-Wärmetauschereinheit, d. h. seiner
Kühleinheit,
sind in mehreren, übereinander
liegenden Rohrreihen, und zwar in aufeinander folgenden Rohrreihen
versetzt zueinander, angeordnet. Die Rohre fluchten durch die Rohrreihen
hindurch schräg
zur Vertikalen und damit schräg
zu den Rohrreihen selbst. An einem Ende sind die Rohre mit einer
Vorrichtung zur Zufuhr von Arbeitsmittel und am anderen Ende mit
einer Vorrichtung zu dessen Abfuhr versehen. Im Betrieb fließt das Schüttgut entlang
der durch die Rohre gebildeten Kühlflächen von
oben nach unten durch die Wärmetauschereinheit.
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Dabei
sind die Rohre in mehrere übereinander
liegende Rohrbündel
unterteilt, wobei jedes Rohrbündel
an eine Vorrichtung zur Zufuhr und eine Vorrichtung zur Abfuhr von
Arbeitsmittel angeschlossen ist. Wärmetauscher mit einer Anordnung
der Rohre in Rohrbündeln
sind in vielfältigen
industriellen Prozessen einsetzbar.
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Der
Anmelderin ist es bekannt, dass unterschiedliche Anforderungen an
die Leistung eines Wärmetauschers
durch mehrere Baugrößen mit
unterschiedlichen Konstruktionen erfüllt werden. Die Einsetzbarkeit
und die Flexibilität
solcher Wärmetauscher
ist aus folgenden Gründen
begrenzt: Durch die Anzahl und den Querschnitt der Rohre einer spezifischen
Baugröße ist der
Strömungsquerschnitt
für das
Arbeitsmittel festgelegt, und damit seine Strömungsgeschwindigkeit in einem
engen Bereich bestimmt. Zu geringe Strömungsgeschwindigkeiten würden den
Wärmeübergang
verschlechtern. Zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten
erzeugen zu hohe Druckverluste und sind problematisch z. B. hinsichtlich
Schallemissionen.
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In ähnlicher
Weise ist durch die gesamte, freie Anströmfläche einer Rohrreihe, die vom
Querschnitt und der Anzahl ihrer Rohre abhängt, der Bereich des Volumenstroms
des zu behandelnden Stoffes festgelegt. Durch ein Aneinanderfügen mehrerer Rohrbündel lässt sich
die Wärmeübertragungsleistung
erhöhen,
nicht aber gleichzeitig sowohl die Durchsatzleistung des Arbeitsmittels
als auch die Durchsatzleistung des zu behandelnden Stoffes. Beim
Hintereinanderfügen
von Rohrbündeln,
bei dem mehrere Rohrbündel
in Richtung des Arbeitsmittels in Reihe geschaltet werden, lässt sich
die Durchsatzleistung des zu behandelnden Stoffes erhöhen. Die
Durchsatzleistung des Arbeitsmittels ändert sich nicht. Sie ist auf
die Leistung des einfachen Rohrbündels
beschränkt.
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Beim
parallelen Aneinanderfügen
von Rohrbündeln,
bei dem mehrere Rohrbündel
in Richtung des Arbeitsmittels parallel geschaltet werden, lässt sich
die Durchsatzleistung des Arbeitsmittels, nicht jedoch die Durchsatzleistung
des zu behandelnden Stoffes, erhöhen.
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Von
mehreren Rohrbündeln
einige in Richtung des Arbeitsmittels in Reihe und einige parallel
zu schalten, ist aus konstruktiven Gründen bei bekannten Bauarten
herkömmlicher
Rohrbündelwärmetauscher
praktisch ausgeschlossen, da wesentliche Bauteile, wie Außenwände und
Anschlüsse,
ein lückenloses
Zusammenfügen
der Rohrbündel
verhindern. Etwaige Lücken
und/oder Unterbrechungen in der Rohranordnung sowie auch störende Zwischenwände sind
jedoch aus diversen verfahrens- und betriebstechnischen Gründen zu
vermeiden. Sollen beide Durchsatzleistungen erhöht werden, kann nur eine andere
Baugröße eingesetzt
werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Wärmetauscher
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruch 1 zu entwickeln, der einfach an verschiedenste Leistungen
angepasst werden kann.
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Die
Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Eine
Wärmetauschereinheit
eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers
ist mit einem oder mehreren Wärmetauscher-Modulen
mit jeweils einer gleichen Anzahl N von Rohren versehen. Die Vorrichtungen
zur Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel weisen an beiden Enden
der Rohre eines Wärmetauscher-Moduls
jeweils eine Verbindungsvorrichtung mit einer Rohrplatte auf.
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Bei
jeder Verbindungsvorrichtung ist die Rohrplatte an ihrem Rand in
einer Wellenform ausgebildet, die durch die äußeren Rohre vorgegeben ist. Die
Wellenform an den Seitenflächen
eines Wärmetauscher-Moduls
ergibt sich durch die in Rohrreihen versetzt zueinander angeordneten
Rohre. Die Wellenform der Rohrplatte ist derart ausgebildet, dass beim
Aneinanderfügen
zweier Wärmetauscher-Module
zumindest die Rohrplatten der beiden Wärmetauscher-Module zahnförmig ineinandergreifen.
Die Wellenform kann durch eher lineare Anstiege und Abfälle, z.
B. zahnförmig
mit spitzen oder mit abgerundeten Zähnen, und/oder durch eher asymptotische
Anstiege und Abfälle,
z. B. sinusförmig, und/oder
solche mit unterschiedlichen Radien, ausgebildet sein.
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Bei
einer besonders dichten Anordnung der Rohre ragen die Rohre benachbarter
Rohrreihen in die Zwischenräume
der Rohrreihen. In diesem Fall greifen beim Aneinanderfügen zweier
Wärmetauscher-Module
auch die äußeren Rohre
zahnförmig ineinander.
Diese besonders dichte Anordnung der Rohre verbessert den intensiven
Wärmeaustausch und
führt zu
einer noch kompakteren Bauweise.
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Das
Ineinandergreifen der Rohrplatten aneinander gefügter Wärmetauscher-Module ermöglicht eine
lückenlose
Anordnung der Wärmetauscher-Module über- und
nebeneinander, bei der die Anordnung der Rohre von einem Wärmetauscher-Modul
zum nächsten
ohne Zwischenraum fortgesetzt ist. Eine aus mehreren Wärmetauscher-Modulen
zusammengesetzte Wärmetauschereinheit
weist daher eine sich über
die Wärmetauscher-Module gleichförmig erstreckenden
Anordnung der Rohre auf. D.h. sowohl die Anordnung der Rohre in
aufeinander folgenden Rohrreihen versetzt zueinander als auch das Fluchten
der Rohre durch die Rohrreihen hindurch schräg zu den Rohrreihen setzt sich
von einem Wärmetauscher-Modul
zum nächsten
fort. Es werden keine Gassen im Stoffstrom aufgrund unterschiedlicher
Rohrabstände
gebildet. Am Übergang
zwischen den Wärmetauscher-Modulen werden keine
festen Wände
benötigt.
Dies ermöglicht
auch einen Einsatz bei hohen Temperaturen, der mit solchen Wänden aufgrund
von Wärmespannungen
und/oder Haltbarkeit praktisch verfügbarer Werkstoffe nicht oder
nur mit großem
Aufwand möglich
wäre. Die
gemeinsamen Fluchtlinien ermöglichen
eine einfache Reinigung der Rohre. Mögliche Reinigungsrichtungen
sind durch die Pfeile D in 1 angedeutet.
Die Wärmetauscher-Module
können über ihre
Verbindungsvorrichtungen auch hintereinander angeschlossen sein.
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Die
Verbindungsvorrichtungen können
Umlenkungen für
das Arbeitsmittel bilden, so dass die Wärmetauscher-Module je nach
Anzahl der Umlenkungen mit einer unterschiedlichen Menge an Arbeitsmittel
durchströmt
werden können.
Durch derartige Umlenkungen in den Verbindungsvorrichtungen sowie
durch die Möglichkeit
einer lückenlosen
Anordnung von Wärmetauscher-Modulen
in alle Richtungen aneinander kann eine erfindungsgemäße Wärmetauschereinheit
aus erfindungsgemäßen Wärmetauscher-Modulen
auf einfache Weise an verschiedenste Leistungen angepasst werden.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers
sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
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Die
Verbindungsvorrichtungen können
gemäß Anspruch
2 kastenförmig
ausgebildet sein und jeweils zusätzlich
zur Rohrplatte einen Rahmen und ggf. einen Deckel aufweisen. Ein
Deckel kann mit einem oder mehreren Stutzen zur Zufuhr und/oder
Abfuhr von Arbeitsmittel versehen sein. Verbindungsvorrichtungen
an äußeren Seiten
einer Wärmetauschereinheit
können
Deckel aufweisen. Hintereinander angeschlossene Verbindungsvorrichtungen
können
ohne Deckel über
ihre Rahmen verbunden sein. Ein Rahmen kann zumindest in einem an
die Rohrplatte anschließenden
Bereich wellenförmig
ausgebildet sein.
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Dazu
kann der Rahmen gemäß Anspruch
3 in einen an die Rohrplatte anschließenden wellenförmigen Rahmen
und einen Flanschrahmen mit einer geringen Querschnittsfläche und
mit glatten Wänden unterteilt
sein. Zur Verbindung des wellenförmigen Rahmens
und des Flanschrahmens mit unterschiedlichen Querschnitten kann
ein Querrahmen vorgesehen sein, an dessen äußeren Rand der wellenförmige Rahmen
und an dessen innerem Rand der Flanschrahmen befestigt sein kann.
Die Querschnittsverringerung des Rahmens im Bereich des Flanschrahmens
hat den Vorteil, dass für
den Flanschrahmen selbst und einen Deckel gerade Seitenkanten vorgesehen
werden können.
Außerdem
bietet die Querschnittsverringerung Platz für Befestigungsvorrichtungen
zum Verbinden der Wärmetauscher-Module. Zur
Befestigung des Deckels kann der Flanschrahmen einen am oberen Rand
verlaufenden, die geraden Seitenkanten bildenden Deckelflansch aufweisen,
an dem der Deckel befestigt werden kann. Bei einer Anordnung von
Wärmetauscher-Modulen hintereinander,
können
diese ohne Deckel an den Deckelflanschen ihrer Verbindungsvorrichtungen
miteinander verbunden sein. Der wellenförmige Rahmen kann z.B. als
Wellblechrahmen ausgebildet sein. Dies ist ein einfaches Bauteil
zur Erzeugung der gewünschten
Wellenform.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
können
die Verbindungsvorrichtungen gemäß Anspruch 4
Rohrkrümmer
und ggf. Rohrstutzen aufweisen. Dabei sind die Rohrkrümmer und
die Rohrstutzen so an den Rohrplatten befestigt, dass die Rohre
in die Rohrkrümmer
und in die Rohrstutzen münden.
Bevorzugt sind äußere, ggf.
auch mittlere, Rohre mit Rohrstutzen verbunden. Es können alle
Rohre einer der Verbindungsvorrichtungen eines Wärmetauscher-Moduls durch Rohrkrümmer verbunden
sein.
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Eine
Verbindungsvorrichtung kann gemäß Anspruch
5 mindestens ein zwischen zwei Rohrreihen verlaufendes, wellenförmiges Schottblech
aufweisen. Durch die Anordnung derartiger Schottbleche können in
den Verbindungsvorrichtungen Kammern gebildet und die Rohre eines
Wärmetauscher-Moduls
unterschiedlich mit Arbeitsmittel versorgt werden. D. h. durch die
Schottbleche können mehrfache
interne Umlenkungen des Arbeitsmittels im Wärmetauscher-Modul gebildet
werden und dadurch die Strömungsgeschwindigkeit
des Arbeitsmittels angepasst werden.
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Die
Rohre können
gemäß Anspruch
6 derart angeordnet sein, das sie durch die Rohrreihen hindurch
in einem Winkel von 45° zu
den Rohrreihen, fluchten. Ein Wärmetauscher-Modul
kann bei dieser Anordnung der Rohre auch um 90° gekippt mit weiteren Wärmetauscher-Modulen verbunden
werden. Dies erhöht
die Vielseitigkeit des Wärmetauschers.
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Die
Wärmetauscher-Module
können
gemäß Anspruch
7 ein Seitenverhältnis
von 1:2 aufweisen. Dies ermöglicht
einen Wärmetauscher
z. B. mit drei Wärmetauscher-Modulen
vorzusehen, wobei zwei an ihren längeren Seiten des Querschnitts
aneinander gefügt
sind und das dritte, um 90° gekippt
an die kürzeren
Seiten des Querschnitts der ersten beiden Wärmetauscher-Module gefügt ist.
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Ein
erfindungsgemäßer Wärmetauscher kann
gemäß Anspruch
8 zusätzlich
ein Wärmetauscher-Modul
mit einer Anzahl N/2 von Rohren und/oder ein Wärmetauscher-Modul mit einer Anzahl N/4 von Rohren
aufweisen. Das Wärmetauscher-Modul
mit N Rohren kann dabei als ein quaderförmiges Standardmodul vorgesehen
sein, das in zwei, um 90° zueinander
gedrehte Richtungen ausgerichtet sein kann. Dabei ist gemäß Anspruch
7 bevorzugt die kurze Seite des Querschnitts halb so lang wie die
längere
Seite des Querschnitts. Ein oder mehrere Standardmodule, die in
einer Wärmetauschereinheit
in beliebiger Ausrichtung nebeneinander, übereinander und/oder hintereinander
angeordnet sein können, können durch
solche Sondermodule mit N/2 Rohren und/oder N/4 Rohren ergänzt sein.
Die Anzahl N der Rohre kann zum Beispiel 50 bis 1000 Rohre betragen.
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Die
Wärmetauscher-Module
können
gemäß Anspruch
9 alternativ ein Seitenverhältnis
von 1:3 aufweisen. Bei z. B. vier Wärmetauscher-Modulen können dabei
drei an ihren längeren
Seiten aneinander gefügt
sein und das vierte, um 90° gekippt,
an die kürzeren
Seiten der drei Wärmetauscher-Module
gefügt
sein.
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Ein
Wärmetauscher
mit Wärmetauscher-Modulen
mit einem Seitenverhältnis
von 1:3, gemäß Anspruch
9 kann gemäß Anspruch
10 zusätzlich
mindestens ein Wärmetauscher-Modul mit einer Anzahl von
2/3N und/oder mindestens ein Wärmetauscher-Modul
mit einer Anzahl von N/3 Rohren aufweisen.
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Die
Wärmetauscher-Module
können
auch als Standardmodule mit anderen Seitenverhältnissen, z.B. von 1:2,5, ausgebildet
sein und ggf. mit entsprechenden Sondermodulen zu einer Wärmetauschereinheit
zusammengesetzt sein.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Wärmetauscher
können
die Rohre der Wärmetauscher-Module gemäß Anspruch
11 horizontal verlaufen. Diese Wärmetauscher
sind zur Wärmebehandlung
von Schüttgut
einsetzbar. Der Querschnitt der Rohre kann beliebig gestaltet sein,
z.B. rund, polygonförmig,
oval oder rechteckig, wobei ggf. vorhandene horizontal verlaufenden
Rundungen oder Kanten nach oben ausgerichtet sind.
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Zur
Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel können die entsprechenden Vorrichtungen
neben den Verbindungsvorrichtungen gemäß Anspruch 12 eine oder mehrere äußere Rohranordnungen
aufweisen. Die äußeren Rohranordnungen
können
als Rohrsäulen
ausgebildet sind, wobei die Rohrsäulen an die Verbindungsvorrichtungen
angeschlossene Rohrelemente und Kompensatoren aufweisen. Die Rohrelemente
können
z.B. als T-Stücke
ausgebildet sein. Bevorzugt sind die Rohrsäulen jeweils als Ganzes über je einen
Kompensator an ihren Enden abgestützt.
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Die
Erfindung wird anhand von sieben in der Zeichnung schematisch dargestellter
Beispiele weiter erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
Wärmetauschereinheit
des ersten Beispiels mit drei Wärmetauscher-Modulen;
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2 ein
Wärmetauscher-Modul
dieser Wärmetauschereinheit;
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3 eine
Wärmetauschereinheit
des zweiten Beispiels mit drei Wärmetauscher-Modulen
mit Schottblechen;
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4 eine
Wärmetauschereinheit
des dritten Beispiels mit einem Wärmetauscher-Modul und ohne
Deckel der Verbindungsvorrichtung;
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5 das
Wärmetauscher-Modul
der 4 mit Deckel;
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6 ein
Wärmetauscher-Modul
des vierten Beispiels mit Rohr-Krümmern;
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7 eine
Wärmetauschereinheit
des fünften
Beispiels mit fünf
Rohrmodulen;
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8 eine
Wärmetauschereinheit
des sechsten Beispiels mit fünf
Rohrmodulen und
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9 eine
Wärmetauschereinheit
des siebten Beispiels mit fünf
Rohrmodulen.
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Beispiel 1 (1 und 2)
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Ein
erfindungsgemäßer Wärmetauscher
eines ersten Beispiels ist als Wärmetauscher
für Schüttgut ausgebildet.
Er weist eine Rohrbündel-Wärmetauschereinheit
auf, deren Rohre 2 in drei Wärmetauscher-Modulen 1 angeordnet
sind. Zwei der Wärmetauscher-Module 1 sind
vertikal ausgerichtet, d.h. die längeren Seiten ihres Querschnitts verlaufen
vertikal, und nebeneinander angeordnet. Das dritte horizontal ausgerichtete
Wärmetauscher-Modul 1 ist
quer oberhalb der beiden anderen angeordnet. Seine längeren Seiten
verlaufen horizontal.
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Jedes
Wärmetauscher-Modul 1 weist
eine bestimmte Anzahl N horizontal verlaufender Rohre 2 auf.
Der Querschnitt der Rohre 2 ist rund. Die Rohre 2 sind
in mehreren, übereinander
liegenden Rohrreihen 3, und zwar in aufeinander folgenden
Rohrreihen 3 versetzt zueinander, angeordnet. Sie sind
durch die Rohrreihen 3 hindurch schräg zur Vertikalen fluchtend
angeordnet. In diesem Beispiel sind die Rohre so dicht angeordnet,
dass die Rohre 2 benachbarter Rohrreihen 3 in
die Zwischenräume
der Rohrreihen 3 ragen.
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Die
Anzahl N der Rohre 2 jedes Wärmetauscher-Moduls 1 ist
144. Diese 144 Rohre 2 sind parallel zur längeren Seite
des Querschnitts des Wärmetauscher-Moduls 1 auf
zwölf übereinander
liegende Rohrreihen 3 mit je zwölf Rohren 2 aufgeteilt.
Gleichzeitig sind die Rohre 2 parallel zur kürzeren Seite
in vierundzwanzig Rohrreihen 3 mit je sechs Rohren 2 unterteilt.
Der Abstand der Rohrreihen 3 ist so gewählt, dass die Rohre 2 durch
die Rohrreihen 3 hindurch in einem Winkel von 45° zur Horizontalen
und auch zur Vertikalen fluchten. Sie sind in übereinander liegenden, vertikal
verlaufenden Rohrreihen 3 in gleicher Weise versetzt zueinander
angeordnet wie in übereinander
liegenden, horizontal verlaufenden Rohrreihen 3. D.h. die
Abstände
zwischen den nächsten
Rohren 2 verschiedener Rohrreihen 3 sind in alle
Richtungen gleich.
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Durch
diese Anordnung der Rohre 2 in den Rohrreihen 3 können die
Wärmetauscher-Module 1 beliebig
vertikal und horizontal angeordnet werden, wobei sich das Fluchten
der Rohre 2 von einem Wärmetauscher-Modul 1 zum
nächsten
fortsetzt. Die gleiche Anordnung der Rohre 2 und die beschriebene Aufteilung
der Rohre 2 auf die Rohrreihen 3 führt dazu,
dass die kürzere
Seite des Querschnitts halb so lang ist wie die längere Seite.
D.h. das Seitenverhältnis
ist 1:2. Dadurch passt ein horizontal angeordnetes Wärmetauscher-Modul 1,
wie in 1 zu sehen, genau auf zwei vertikal angeordnete
Wärmetauscher-Module 1.
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Vorrichtungen
der Wärmetauschereinheit
zur Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel weisen Verbindungsvorrichtungen 4 auf,
die jeweils an beiden Enden der Wärmetauscher-Module 1 angeordnet sind. Die
Verbindungsvorrichtungen 4 sind in diesem Beispiel kastenförmig, insbesondere
quaderförmig, ausgebildet.
Jede Verbindungsvorrichtung 4 weist eine Rohrplatte 5,
einen Rahmen und einen Deckel 6 auf. Die Rohrplatte 5 ist
mit Öffnungen 5a für die Rohre 2 versehen.
Es sind die Rohrplatte 5 an ihrem Rand und zumindest ein
sich an die Rohrplatte 5 anschließender, wellenförmiger Rahmen 7 in
einer durch die äußeren Rohre 2 vorgegebenen
Wellenform ausgebildet. Die Wellenform ist derart, dass beim Aneinanderfügen zweier
Wärmetauscher-Module 1 die äußeren Rohre 2,
die Rohrplatte 5 und der wellenförmige Rahmen 7 der
beiden Wärmetauscher-Module 1 zahnförmig ineinandergreifen.
In diesem Beispiel ist die Wellenform durch einen gemeinsamen zick-zack-förmigen Verlauf
des Randes der Rohrplatte 5 und des wellenförmigen Rahmens 7 gebildet.
Dabei befinden sich nach außen
ragende Zacken an den Enden der äußeren Rohre 2,
die damit den zick-zack-förmigen
Verlauf vorgeben.
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Der
Rahmen ist in den wellenförmigen
Rahmen 7 und einen Flanschrahmen 8 mit einer geringeren
Querschnittsfläche
unterteilt. Der wellenförmige Rahmen 7 ist
mit dem Flanschrahmen 8 über einen den Querschnitt verringernden
Querrahmen 9 verbunden, wobei der wellenförmige Rahmen 7 außen und
der Flanschrahmen 8 innen am Querrahmen 9 befestigt
sind. Der wellenförmige
Rahmen 7 ist als ein Rahmen mit zick-zack-förmigen Wänden und
der Flanschrahmen 8 als ein Rahmen mit glatten Wänden ausgebildet.
Der Flanschrahmen 8 weist einen an seinem oberen Rand umlaufenden
Außenflansch 10 auf,
an dem der Deckel 6 befestigt ist. Der Deckel 6 weist
zwei Stutzen 11 zur Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel
auf, die entlang einer Mittellinie parallel zur längeren Seite
des Deckels 6 mittig in der jeweiligen Hälfte angeordnet
sind.
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An
den beiden Außenseiten,
die sich parallel zu den Rohren 2 erstrecken, weist die
Wärmetauschereinheit
jeweils eine Außenwand 12 auf,
die zumindest im Bereich der Rohrplatten 5 passend zu deren
Wellenform ausgebildet ist. Die Wellenform ist derart, dass die
Außenwand 12 zahnförmig in
die Rohrplatten 5 greift.
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Die
Außenwände 12 dieses
Beispiels sind insgesamt, d. h. im Bereich der Rohrplatten 5 und
im Bereich der äußeren Rohre 2,
wellenförmig
ausgebildet. Alternativ können
die Außenwände 12 im
Bereich der Rohrplatten 5 einen wellenförmigen Abschnitt, z. B. in
Form eines Kragens, und im Bereich der äußeren Rohre 2 einen
ebenen Abschnitt, z. B. ein glattes Blech, aufweisen.
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Die
Außenwände 12 können als
Doppelwände
mit einer isolierenden Schicht zwischen den beiden Wänden der
Doppelwand ausgebildet sein. Sie können mit Scharnieren versehen
sein und aufklappbar sein. Sie können
auch Türen
aufweisen.
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In
einer alternativen Ausführungsform
können
die Rohre einen quadratischen Querschnitt aufweisen und mit ihren
Kanten nach oben ausgerichtet sein. Eine Anordnung von Rohren mit
nach oben ausgerichteten Kanten ist in der bereits zitierten
EP 0 934 498 B1 beschrieben.
Es können,
beispielsweise in diesen Fällen,
alternativ zu den Außenwänden
12 die
seitlichen äußeren Rohre
2 der
Wärmetauscher-Module
1 mit
abnehmbaren Seitenblechen versehen sein. Derartige Seitenbleche
sind ebenfalls in der
EP
0 934 498 B1 beschrieben. Die Seitenbleche sind auf den
oberen Rundungen oder Kanten oder äußeren seitlichen Flächen angeordnet
und verlaufen über
die gesamte Länge
der Rohre
2 zwischen den Verbindungsvorrichtungen
4.
Die Seitenbleche verlängern
die Fluchtlinien nach außen
oder verlaufen parallel zu ihnen. Sie weisen eine Höhe auf,
die das 1,2 bis 5-fache, insbesondere das 1,5 bis 4-fache, der mittleren
Distanz der Rohre entlang der Fluchtlinien beträgt.
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Bei
der Verwendung von Außenwänden 12 mit
ebenen Abschnitten im Bereich der äußeren Rohre 2 können alternativ
diese Seitenbleche zusätzlich eingesetzt
werden.
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Alternativ
können
Wärmetauscher-Module 1 hintereinander
angeordnet sein. Beispielsweise können drei weitere Wärmetauscher-Module 1 hinter
denen dieses Beispiels angeschlossen sein, indem die Deckelflansche 10 der
entsprechenden Verbindungsvorrichtungen 4 miteinander verbunden
sind. Dabei werden für
diese Verbindungsvorrichtungen 4 die Deckel 6 weggelassen.
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Bei
einer weiteren alternativen Ausführungsform
kann der Wärmetauscher
zusätzlich
zu mehreren der im Beispiel 1 eingesetzten Wärmetauscher-Module 1,
ein Wärmetauscher-Modul 1 mit
einer Anzahl von N/2 Rohren umfassen. Beispielsweise wird zur Erweiterung
des Wärmetauschers
des Beispiels 1 um ein weiteres vertikal angeordnetes Wärmetauscher-Moduls 1 neben
den beiden unteren Wärmetauscher-Modulen 1 zusätzlich zu
den oberen Wärmetauscher-Modulen 1 ein
halbes oberes Wärmetauscher-Modul,
d. h. ein Wärmetauscher-Modul mit
einer Anzahl von N/2, d. h. 72, Rohren 2 benötigt. In ähnlicher
Weise könnte
ein Wärmetauscher-Modul mit
einer Anzahl von N/4, d. h. 36, Rohren 2 eingesetzt werden.
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Die
Zufuhr eines zu behandelnden Stoffes von oben und die Abfuhr des
behandelten Stoffes nach unten sind durch Pfeile A und B gekennzeichnet.
Als Arbeitsmittel kann z. B. Wasser, Wasserdampf oder Thermoöl eingesetzt
werden. Die Zufuhr und ggf. die Abfuhr von Arbeitsmittel sind durch
Pfeile C gekennzeichnet.
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Im Übrigen kann
ein erfindungsgemäßer Wärmetauscher
wie der in der
EP 0
934 498 B1 beschriebene Schachtkühler mit einer Zufuhreinheit und
einer Abzugseinheit aufgebaut sein. Auf diesen Schachtkühler wird
hiermit ausdrücklich
Bezug genommen.
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Beispiel 2 (3)
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Das
Beispiel 2 entspricht dem Beispiel 1 bis auf die folgenden Merkmale:
In
den Verbindungsvorrichtungen 4 sind wellenförmige, jeweils
zwischen zwei Rohrreihen 3 verlaufende Schottbleche 13 vorgesehen.
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3 zeigt
mögliche
Anordnungen von Schottblechen 13 in vorderen und/oder hinteren
Verbindungsvorrichtungen 4. In den Verbindungsvorrichtungen 4 des
oberen, horizontal angeordneten Wärmetauscher-Moduls 1 können Schottbleche 13 angeordnet
sein, die sich in der Mitte parallel zur längeren Seite des Querschnitts
und damit horizontal erstrecken. In den Verbindungsvorrichtungen 4 der
unteren, vertikal angeordneten Wärmetauscher-Module 1 können z.
B. drei Schottbleche 13 angeordnet sein, die sich parallel
zu den kürzeren
Seiten des Querschnitts, und damit ebenfalls horizontal erstrecken.
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Die
Schottbleche 13 erstrecken sich jeweils von der Rohrplatte 5 zum
Deckel 6 der Verbindungsvorrichtung 4 und schließen an den
Seiten mit dem Rahmen ab. Dazu weisen die Seiten eine Stufe am Übergang
vom wellenförmigen
Rahmen 7 zum Flanschrahmen 8 auf. Die Schottbleche 13 verlaufen
wellenförmig
zwischen den Öffnungen 5a,
in die die Rohre 2 zweier benachbarter Rohrreihen 3 münden, d.
h. ihre Wellenform ist durch die Rohre 2 dieser Rohrreihen 3 vorgegeben.
Durch die Schottbleche 13 sind die Verbindungsvorrichtungen 4 in
Kammern 14 unterteilt und dadurch Umlenkungen für das Arbeitsmittel
gebildet.
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Beispiel 3 (4 und 5)
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Das
Beispiel 3 entspricht dem Beispiel 2 bis auf die folgenden Merkmale:
Die
Wärmetauschereinheit
umfasst ein Wärmetauscher-Modul 1 für einen
Betrieb, bei dem das Arbeitmittel dreifach umgelenkt wird. In der
vorderen Verbindungsvorrichtung 4 sind dazu zwei Schottbleche 13a und
in der hinteren Verbindungsvorrichtung 4 ein Schottblech 13b angeordnet.
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Die
vordere Verbindungsvorrichtung 4 ist durch die beiden Schottbleche 13a in
eine Kammer 14 im untere Viertel, eine mittlere Kammer 14 und
in eine Kammer 14 im oberen Viertel der Verbindungsvorrichtung 4 unterteilt.
Die hintere Verbindungsvorrichtung 4 ist durch das Schottblech 13b in
eine untere und eine gleich große
obere Kammer 14 unterteilt.
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Ein
in 5 zu sehender Deckel 6 der vorderen Verbindungsvorrichtung 4 dieses
Wärmetauscher-Moduls 1 ist
mit zwei Stutzen 11 zur Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel
versehen, die jeweils in den äußeren Vierteln
des Deckels 6 angeordnet sind. Ein hinterer Deckel 6 ist
als Deckel 6 ohne Stutzen 11 ausgebildet. Alternativ
können
Stutzen 11 eines hinteren Deckels 6 mit Blindflanschen
versehen sein.
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Im
Betrieb kann, wie anhand der in 4 eingezeichneten
Pfeile zu sehen, Arbeitsmittel durch den unteren Stutzen 11 in
die vordere, untere Kammer 14 eingeführt werden, durch die Rohre 2 des
unteren Viertels aller Rohre 2 strömen, in der hinteren, unteren
Kammer 14 umgelenkt werden, durch das nächst höhere Viertel der Rohre 2 zurückströmen, in der
vorderen, mittleren Kammer 14 umgelenkt werden, durch das
nächst
höhere
Viertel strömen,
in der hinteren, oberen Kammer 14 umgelenkt werden, durch
das obere Viertel der Rohre 2 zurückströmen und durch den oberen Stutzen 11 aus
der vorderen, oberen Kammer 14 abgeführt werden.
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Beispiel 4 (6)
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Diese
erfindungsgemäße Wärmetauschereinheit
entspricht der des Beispiels 1 bis auf die folgenden Merkmale:
Die Wärmetauscher-Module 1 sind
mit Verbindungsvorrichtungen 4 versehen, die neben den
Rohrplatten 5 Rohrkrümmer 15 und
Rohrstutzen 16 aufweisen. Die Rohrkrümmer 15 und die Rohrstutzen 16 sind
an den etwas aus den Rohrplatten 5 ragenden Rohren 2 befestigt,
und zwar verschweißt,
so dass die Rohre 2 durch die Öffnungen 5a in die
Rohrkrümmer 15 und
in die Rohrstutzen 16 münden.
Wie bei dem in 6 dargestellten Wärmetauscher-Modul 1 zu
sehen, sind in der vorderen Verbindungsvorrichtung 4 von
den vierundzwanzig übereinander
angeordneten Rohrreihen 3 aus sechs Rohren 2 die
unterste, zwei mittlere und die oberste Rohrreihe 3 mit
Rohrstutzen 16 versehen. Die sechs Rohre 2 der übrigen Rohrreihen 3 sind
jeweils über
Rohrkrümmer 15 mit
denen einer nächstliegenden
Reihe 3 verbunden. In diesem Beispiel sind in der hinteren Verbindungsvorrichtung 4 alle
Rohre 2 reihenweise durch Rohrkrümmer 15 verbunden.
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Im
Betrieb kann z. B. Arbeitsmittel durch die Rohrstutzen 16 der
untersten und der oberen der beiden mittleren Rohrreihen 3 zugeführt und
durch die Rohrstutzen 16 der unteren der mittleren und
der obersten Rohrreihe 3 abgeführt werden. Jeweils eine Hälfte des
Arbeitsmittels, d. h. die Hälfte
des Volumen-Stroms des Arbeitsmittels, durchströmt den unteren und den oberen
Teil des Wärmetauscher-Moduls 1,
wobei das Arbeitsmittel zick-zack-förmig durch
die Rohrreihe 3 von unten nach oben geführt ist.
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Bei
einer Alternative können
die Rohrstutzen 16 der unteren der beiden mittleren Rohrreihen 3 mit denen
der oberen der mittleren Rohrreihen 3 verbunden sein. Im
Betrieb kann das Arbeitsmittel das gesamte Wärmetauscher-Modul 1 reihenweise
durchströmen,
wobei im Vergleich zur o. g. Alternative die Hälfte des Arbeitsmittels eingesetzt
wird.
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Beispiel 5 (7)
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Die
Wärmetauschereinheit
des Beispiels 5 entspricht der des Beispiels 1 bis auf die folgenden Merkmale:
Sie weist fünf
Wärmetauscher-Module 1 auf,
wobei je zwei vertikal ausgerichtete Wärmetauscher-Module 1 nebeneinander,
die Paare übereinander
und das fünfte
Wärmetauscher-Modul 1 horizontal
ausgerichtet darüber
angeordnet sind.
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Die
Vorrichtungen zur Zufuhr und/oder Abfuhr von Arbeitsmittel weisen,
neben den den Wärmetauscher-Modulen 1 zugeordneten
Verbindungsvorrichtungen 4, äußere Rohranordnungen auf, die als
jeweils zwei sich auf beiden Seiten der Wärmetauscher-Module 1 erstreckende Rohrsäulen ausgebildet
sind. Die Rohrsäulen
umfassen an die Verbindungsvorrichtungen 4 angeschlossene
Rohrelemente und Kompensatoren 17. Die Rohrelemente sind als
Doppel-T-Stücke 18 und
zweifaches T-Stück 19 ausgebildet,
wobei die beiden Anschlüsse
der Doppel-T-Stücke 18 in
Reihe hintereinander und die beiden Anschlüsse des zweifachen T-Stücks 19 parallel zueinander
angeordnet sind. Die Rohrsäulen
weisen an ihrem unteren und an ihrem oberen Ende sowie im Bereich
zwischen den Wärmetauscher-Modulen 1 Kompensatoren 17 auf.
Die Rohrsäulen
sind jeweils als Ganzes über
je einen Kompensator 17 an ihren Enden abgestützt. Diese
Anordnung der Rohrsäulen mit
Kompensatoren 17 entlasten die Stutzen 11 von Querkräften, die
durch den Innendruck des Arbeitsmittels erzeugt werden.
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Die
in der 7, und zwar in der Vorderansicht, linke Rohrsäule umfasst
von unten nach oben aneinander angeschlossen einen Kompensator 17 und
ein Doppel-T-Stück 18 vor
dem unteren, linken Wärmetauscher-Modul 1,
einen Kompensator 17 und ein Doppel-T-Stück 18 mit
einem weiteren Anschluss 18a vor dem mittleren, linken
Wärmetauscher-Modul 1,
einen Kompensator 17, eine Hälfte eines zweifachen T-Stückes 19 vor
dem oberen Wärmetauscher-Modul 1 sowie
einen Kompensator 17. Die Doppel-T-Stücke 18 und das zweifache
T-Stück 19 sind
an die Stutzen 11 der Deckel 6 der entsprechenden
Wärmetauscher-Module 1 angeschlossen.
Am unteren Ende des zweiten Doppel-T-Stücks 18 ist eine Schottplatte 20 eingebaut,
die den Strömungsweg
des Arbeitsmittels, ggf. bis auf eine kleine Öffnung zur Entlüftung, absperrt.
Am oberen Ende der Rohrsäule
ist ebenfalls eine Schottplatte 20 eingebaut. Eine weitere
Schottplatte 20 ist am linken unteren Ende des zweifachen
T-Stücks 19 eingebaut.
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Die
rechte vordere Rohrsäule
ist gleich aufgebaut, außer
dass sie ein zweites Doppel-T-Stück 18 ohne
weiteren Anschluss 18a aufweist und das zweifache T-Stück 19 keine
Schottplatte 20 an seinem rechten unteren Ende hat.
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Die
hinteren Rohrsäulen,
die in 7 in der Seitenansicht rechts zu sehen sind, entsprechen
der rechten, vorderen Rohrsäule
bis auf die Anordnung der Schottplatten 20, die sich an
einem oberen Ende und an den beiden unteren Enden des zweifachen T-Stücks 19 und
an den unteren Enden der unteren Doppel-T-Stücke 18 befinden.
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Die
beiden vorderen Rohrsäulen
sind an ihren unteren Enden offen, so dass an diese Zuführungen
für Arbeitsmittel
angeschlossen werden können. Sie
sind nach oben verschlossen. Die hinteren Rohrsäulen sind an ihren unteren
Enden durch die Schottplatten 20 verschlossen. Eine der
hinteren Rohrsäulen
ist an ihrem oben Ende offen, so dass außer an den Anschluss 18a auch
an eine hintere Rohrsäule eine
Abführung
für Arbeitsmittel
angeschlossen werden kann.
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Im
Betrieb wird das Arbeitsmittel von unten durch die vorderen Rohrsäulen zugeführt und über die
unteren Doppel-T-Stücke 18 der
vorderen Rohrsäulen
zu den Stutzen 11 und über
die Verbindungsvorrichtungen 4 von vorne durch die Rohre 2 der
unteren beiden Wärmetauscher-Module 1 geführt. Hinten,
in der Seitenansicht auf der rechten Seite, wird das Arbeitsmittel
aus den Rohren 2 über
die Verbindungsvorrichtungen 4 in die hinteren Rohrsäulen geführt. In
den hinteren Rohrsäulen
wird das Arbeitsmittel über
die ersten und zweiten Doppel-T-Stücke 18 umgelenkt und über die
hinteren Verbindungsvorrichtungen 4 durch die beiden mittleren
Wärmetauscher-Module 1 und
deren vorderen Verbindungsvorrichtungen 4 in die vorderen
Rohrsäulen
geführt.
Ein Teilstrom des Arbeitsmittels wird durch den Anschluss 18a des
Doppel-T-Stücks 18 der
rechten vorderen Rohrsäule
abgeführt.
Der andere Teilstrom wird durch das obere Wärmetauscher-Modul 1 und seine
Verbindungsvorrichtungen 4 geführt und durch das offene obere
Ende des zweifachen T-Stücks 19 der
hinteren Rohrsäulen
abgeführt.
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Bei
diesem Beispiel wird im Betrieb das Arbeitsmittel ohne interne Umlenkung
insgesamt durch die Wärmetauscher-Module 1 geführt, wobei
je zwei parallel geschaltete Wärmetauscher-Module 1 hintereinander
angeschlossen sind. Die Hälfte
des Arbeitsmittels wird danach aus der Wärmetauschereinheit herausgeführt, die
andere Hälfte
des Arbeitsmittels wird durch das obere, quer liegende Wärmetauscher-Modul 1 geführt.
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Beispiel 6 (8)
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Die
Wärmetauschereinheit
des Beispiels 6 entspricht der des Beispiels 5 bis auf die folgenden Merkmale:
Sie ist für
die Hälfte
des im Beispiel 5 einsetzbaren Arbeitsmittels ausgelegt. Dazu sind
einmalige interne Umlenkungen für
das Arbeitsmittel beim Durchströmen
der unteren und mittleren Wärmetauscher-Module 1 vorgesehen.
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Die
Wärmetauschereinheit
weist zwei gleichartig aufgebaute vordere Rohrsäulen auf. Die Rohrsäulen sind
jeweils mit zwei übereinander
angeordneten Doppel-T-Stücken 18,
die jeweils durch eine Schottplatte 20 unterteilt sind,
sowie je einem einfachen T-Stück 21 an
den oberen Enden der beiden Rohrsäulen versehen. Die Anordnung
des Kompensatoren 17 entspricht der des Beispiels 5.
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Die
vorderen Verbindungsvorrichtungen 4 der unteren vier Wärmetauscher-Module 1 umfassen mittig
angeordnete, horizontal verlaufende Schottbleche 13. Die
entsprechenden hinteren Verbindungsvorrichtungen 4 sind
mit Deckeln 6 ohne Stutzen 11 versehen. Die hintere
Verbindungsvorrichtung 4 des oberen, quer liegenden Wärmetauscher-Moduls 1 weist,
wie die des Beispiels 5, einen Deckeln 6 mit zwei Stutzen 11 auf.
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Im
Betrieb wird je eine Hälfte
des Arbeitmittels mit jeweils einer Umlenkung durch die parallel geschalteten,
unteren und mittleren Wärmetauscher-Module 1 und
anschließend
durch eine Hälfte des
oberen Wärmetauscher-Moduls 1 geführt.
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Beispiel 7 (9)
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Die
Wärmetauschereinheit
des Beispiels 7 entspricht der des Beispiels 6 bis auf die folgenden Merkmale:
Sie ist für
ein Viertel des im Beispiel 5 einsetzbaren Arbeitsmittels ausgelegt.
Dazu sind dreimalige interne Umlenkungen für das Arbeitsmittel beim Durchströmen der
unteren und mittleren Wärmetauscher-Module 1 vorgesehen.
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Die
Wärmetauschereinheit
weist zwei vordere Rohrsäulen
auf, deren Rohrelemente und Kompensatoren 17 kleinere Durchmesser
als die der Beispiele 5 und 6 haben.
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Die
vorderen Rohrsäulen
haben von unten nach oben jeweils ein Doppel-T-Stück 22,
ein Doppel-T-Stück 22 mit
Kreuzungsanschlüssen 22a für eine horizontale
Verbindung der beiden Rohrsäulen und
ein einfaches T-Stück 23.
Die Doppel-T-Stücke 22 sind
jeweils zwischen den T-Anschlüssen
durch eine Schottplatte 20 unterteilt, wobei die Schottplatten 20 der
oberen Doppel-T-Stücke 22 unterhalb
der Kreuzungsanschlüsse 22a angeordnet
sind. Eine weitere Schottplatte 20 verschließt die Verbindung zwischen
dem Doppel-T-Stück 22 und
dem einfachen T-Stück 23 der
linken Rohrsäule.
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Zusätzlich zu
den Kompensatoren 17, deren Anordnung der des Beispiels
5 entspricht, sind weiteren Kompensatoren 24 zur Kompensation
von Kräften
in horizontaler Richtung an der horizontalen Verbindung der beiden
Rohrsäulen
vorgesehen. Ein Kompensator 24 ist als Verbindung zwischen
den Kreuzungsanschlüssen 22a der
Doppel-T-Stücke 22 der
beiden Rohrsäulen
und zwei weitere an den freien Kreuzungsanschlüssen 22a, d. h. an
abgestützten Enden
der horizontalen Verbindung, angeordnet.
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Die
vorderen Verbindungsvorrichtungen 4 der unteren und mittleren
Wärmetauscher-Module 1 sind
mit jeweils zwei horizontal verlaufenden Schottblechen 13 und
Deckeln 6 mit zwei Stutzen 11 versehen. Die hinteren
Verbindungsvorrichtungen 4 sind mit einem horizontal verlaufenden
Schottblech 13 und mit Deckeln 6 ohne Stutzen 11 versehen.
Die Schottbleche 13 der vorderen Verbindungsvorrichtungen 4 erstrecken
sich im wellenförmigen
Rahmen 7 und gehen innerhalb der Verbindungsvorrichtung 4 am Übergang
zum Flanschrahmen 8 in rechtwinklige, an die Decken 6 stoßende Verteilbleche 25 über. Sie bilden
mit diesen eine stufenförmige
Führung
des Arbeitsmittels von den Stutzen 11 zu den Rohren 2 oder von
den Rohren 2 zu den Stutzen 11, so dass nur das entsprechende
Viertel der Rohre 2 an den Stutzen 11 angeschlossen
ist. Diese Anordnung mit Verteilblechen 25 ermöglicht eine
Anordnung der Stutzen 11 in der Mitte der jeweiligen oberen
oder unteren Hälfte der
Wärmetauscher-Module 1.
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Die
vordere Verbindungsvorrichtung 4 des oberen, fünften Wärmetauscher-Moduls 1 weist
ein mittig angeordnetes, horizontal verlaufendes Schottblech 13,
ein Verteilblech 26 und einen Deckel mit zwei Stutzen 27 größeren Durchmessers
auf. Die beiden Stutzen 27 sind jeweils ebenfalls in der
Mitte der jeweiligen Hälfte
des Wärmetauscher-Moduls 1 angeordnet
und an die rechte und die linke Rohrsäule angeschlossen.
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Das
Verteilblech 26 weist einen sich horizontal im Flanschrahmen 8 erstreckenden
und diagonal verlaufenden Abschnitt auf, der an die Decke 6 stößt. An diesen
Abschnitt schließen
sich zwei vertikal verlaufende dreieckige Abdeckabschnitte an. Diese
Abdeckabschnitte verbinden den horizontalen Abschnitt mit dem Schottblech 13,
das sich im wellenförmigen Rahmen 7 erstreckt.
Die Abdeckabschnitte stoßen an
den Querrahmen 9. Das Verteilblech 26 und das Schottblech 13 bilden
eine Führung
des Arbeitsmittels zu oder aus den Rohren 2 der entsprechenden Hälfte des
oberen Wärmetauscher-Moduls 1.
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Die
Anordnung der Verteilbleche 25, 26 ermöglicht den
Einsatz ausreichend großer
Stutzen 11, insbesondere größere Stutzen 27, sowie
eine fluchtende Anordnung der Stutzen 11, 27 für die beiden Rohrsäulen.
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Im
Betrieb wird je eine Hälfte
des Arbeitmittels mit jeweils drei Umlenkungen durch die parallel geschalteten,
unteren und mittleren Wärmetauscher-Module 1 geführt. Die
beiden Hälften
des Arbeitsmittels werden zusammengeführt, in dem das Arbeitsmittel
aus der linken Rohrsäule über die
Verbindung zwischen den beiden Rohrsäulen, d. h. über die
Kreuzungsanschlüsse 22b und
den Kompensator 24, in die rechte Rohrsäule geführt wird. Das gesamte Arbeitsmittel
wird dem oberen Wärmetauscher-Modul 1 durch
den entsprechend dickeren, rechten Stutzen 27 zugeführt und
durch das Verteilblech 26 in die untere durch das Schottblech 13 gebildete
Kammer 14 geleitet. Das Arbeitsmittel durchströmt die Rohre 2 der
unteren Hälfte
wird in der hinteren Verbindungsvorrichtung 4 umgelenkt,
durchströmt
die Rohre 2 der oberen Hälfte, wird durch das Schottblech 13 und
das Verteilblech 26 in der vorderen Verbindungsvorrichtung 4 zum
Stutzen 27 geleitet und verlässt das obere Wärmetauscher-Modul 1.
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In
einer Alternative kann das Verteilblech 26 einen horizontalen
Abschnitt aufweisen, der sich stufenförmig durch den Flanschrahmen 8 erstreckt
und der an die Decke 6 stößt. Dieser horizontale Abschnitt
besteht aus zwei Seitenteilen und einem Mittelteil. Das Mittelteil
erstreckt sich parallel zu den kürzeren
Seiten des Querschnitts durch die Mitte. An das Mittelteil schließen sich
die beiden Seitenteile an, die entlang der längeren Seiten des Querschnitts
verlaufen. Dabei erstreckt sich ein, bezogen auf 9, linke
Darstellung, unteres Seitenteil über
die untere Hälfte
bis zum Mittelteil und ein oberes Seitenteil vom Mittelteil aus über die
obere Hälfte.
Die Seitenteile können
durch den Flanschrahmen 8 gebildet sein. An den horizontalen
Abschnitt schließen
sich zwei vertikal verlaufende quadratische Abdeckabschnitte an.
-
- 1
- Wärmetauscher-Modul
- 2
- Rohr
- 3
- Rohrreihe
- 4
- Verbindungsvorrichtung
- 5
- Rohrplatte
- 5a
- Öffnungen
- 6
- Deckel
- 7
- Wellenförmiger Rahmen
- 8
- Flanschrahmen
- 9
- Querrahmen
- 10
- Deckelflansch
- 11
- Stutzen
- 12
- Außenwand
- 13
- Schottblech
- 13a
- Schottblech
- 13b
- Schottblech
- 14
- Kammer
- 15
- Rohrkrümmer
- 16
- Rohrstutzen
- 17
- Kompensatoren
- 18
- Doppel-T-Stück
- 18a
- Anschluss
- 19
- Zweifaches
T-Stück
- 20
- Schottplatte
- 21
- Einfaches
T-Stück
- 22
- Doppel-T-Stück
- 22a
- Kreuzungsanschluss
- 23
- T-Stück
- 24
- Kompensator
- 25
- Verteilblech
- 26
- Verteilblech
- 27
- Stutzen
- A
- Produktzufuhr
- B
- Produktabfuhr
- C
- Arbeitmittelströmung
- D
- Fluchtlinie,
Reinigungsrichtung