-
Die
Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Halbleiterbauelemente
und betrifft eine Halbleiteranordnung mit gekoppelten Sperrschicht-Feldeffekttransistoren,
sowie eine diese Halbleiteranordnung enthaltende Schaltungsanordnung.
-
Insbesondere
in leistungselektronischen Schaltungen werden Schalttransistoren
zum Schalten von elektrischen Strömen eingesetzt. Ein solcher Schalttransistor
soll einerseits einen möglichst
niedrigen Durchlasswiderstand ("Einschaltwiderstand") RON haben,
um so die Verlustleistung während
des Betriebs gering zu halten, und andererseits ausreichend spannungsfest
sein, um bei einer anliegenden Sperrspannung einen Spannungsdurchbruch
zu vermeiden.
-
In
Hinblick auf die Spannungsfestigkeit im Sperrfall haben sich in
der leistungselektronischen Anwendung Sperrschicht-Feldeffekttransistoren ("Junction-Feldeffekttransistoren
oder J-FETs") auf Basis
von Siliziumkarbid (SiC) oder einem ähnlichen Halbleitermaterial
mit großem
Bandabstand als vorteilhaft erwiesen. Siliziumkarbid zeichnet sich
insbesondere durch einen relativ geringen flächenspezifischen elektrischen
Widerstand aus, so dass der Durchlasswiderstand eines auf SiC basierenden Schalttransistors
vergleichsweise gering ist.
-
Es
wird nun Bezug auf 1 genommen, worin in einer Schaltungsanordnung
die typische Verwendung eines Sperrschicht-Feldeffekttransistors zum
Schalten von elektrischem Strom durch eine Last in schematischer
Weise dargestellt ist. Demnach ist eine Last 2 in Serie
zu dem zwischen Source-Elektrode S und Drain-Elektrode D befindlichen Lastpfad
(Leistungspfad) eines insgesamt mit der Bezugszahl 1 bezeichneten
J-FETs geschaltet.
-
Der
als Schalttransistor eingesetzte J-FET 1 ist typischerweise
so aufgebaut, dass ein Halbleiterkörper beispielsweise vom n-Leitungstyp
(Elektronenleitung) auf seinen gegenüberliegenden Oberflächen mit
hochdotierten Halbleitergebieten ebenfalls vom n-Leitungstyp versehen
ist, welche von einer Drain-Elektrode D und einer Source-Elektrode
S aus einem geeigneten Material, beispielsweise einem Metall, wie
Aluminium, kontaktiert sind. Zwischen Source- und Drain-Elektrode befindet
sich ein Strompfad, durch welchen bei angelegter Spannung Strom fließen kann.
Weiterhin sind im Strompfad zwischen Source- und Drain-Elektrode
wenigstens zwei Gebiete vom p-Leitungstyp (Löcherleitung) im Abstand voneinander
angeordnet, welche jeweils mit dem n-leitenden Halbleitergebiet
einen pn-Übergang
mit einer Raumladungszone (Verarmungszone) formen. Diese p-dotierten
Gebiete sind an eine äußere Gate-Elektrode
angeschlossen, um hierdurch über die
Ausdehnung der Raumladungszonen den Stromfluss im Strompfad zwischen
Source- und Drain-Elektrode zu steuern.
-
Ein
solcher J-FET ist selbstleitend, das heißt, bei an der Gate-Elektrode
anliegendem Nullpotenzial (UGS = 0 fließt bei Anlegen
einer Lastspannung (UL) an Source- und Drain-Elektrode ein Laststrom
(IL) durch den Strompfad zwischen Source-
und Drain-Elektrode. Liegt eine Spannung (UGS)
zwischen Gate und Source an, deren Betrag eine so genannte Abklemmspannung
("Pinch-Off-Spannung") übersteigt,
das heißt
|UGS| > UGS-Pinch-off, so befindet sich der J-FET 1 im
Sperrzustand und der Laststrom IL über die
Last 2 wird abgeklemmt.
-
In
einer Schaltungsanordnung, wie sie in 1 veranschaulicht
ist, soll die Lastspannung UL möglichst
vollständig
an der Last 2 abfallen, was voraussetzt, dass der J-FET 1 einen
relativ geringen Durchlasswiderstand RON hat.
Kommt es jedoch zum einem Kurzschluss an der Last 2, so
liegt die volle Lastspannung UL am J-FET 1 an,
was zur Folge hat, dass der Strom im Lastpfad zwischen Source- und Drain-Elektrode des J-FETs 1 ansteigt.
Der Strom durch den J-FET steigt jedoch lediglich bis zu einer kritischen
Stromstärke
("Sättigungsstrom
ISat")
an, weil aufgrund der Tatsache, dass mit steigender Stromstärke durch
den J-FET 1 der Durchlassspannungsabfall (Abfall der Lastspannung
UL) zwischen Source- und Drain-Elektrode
ansteigt, die Gate-Elektrode
gegenüber
der Source-Elektrode negativ vorgespannt wird. Die hierdurch bewirkte
Vergrößerung der
Raumladungszonen hat eine Verminderung des Strompfad-Querschnitts und
eine entsprechende Widerstandserhöhung zwischen Source- und Drain-Elektrode
zur Folge. Steigt die Lastspannung UL weiter
an, so steigt auch der Sättigungsstrom
ISat an, so dass ein J-FET im Allgemeinen
durch eine pentodenartige Strom-Spannungs-Kennlinie gekennzeichnet
ist, falls keine besonderen Maßnahmen
getroffen werden. Der Sättigungsstrom
ISat hängt,
neben der Größe der anliegenden
Lastspannung UL, von den geometrischen Abmessungen
des Strompfads und der mit der Dotierungskonzentration festgelegten Ladungsträgerkonzentration
der Halbleitergebiete zwischen Source- und Drain-Elektrode ab.
-
Handelt
es sich bei der Lastspannung UL um eine
in der Leistungselektronik übliche
Spannung, welche beispielsweise in der Größenordnung von 700–1200 V
liegt, so ist im Allgemeinen auch bei einer limitierten Stromstärke durch
den J-FET im Kurzschlussfall aufgrund der starken Temperaturerhöhung, basierend
auf der Verlustleistung aus dem Produkt von Sättigungsstrom ISat und
Lastspannung UL, mit einer Zerstörung des
J-FETs zu rechnen.
-
Da
die Ladungsträgerbeweglichkeit
im technisch interessanten Temperaturbereich –55°C < T < 400°C abnimmt,
zeigen Feldeffekttransistoren im Allgemeinen den weiteren Effekt,
dass mit ansteigender Temperatur der Sättigungsstrom Isst abnimmt.
In dieser Hinsicht als besonders vorteilhaft haben sich Schalttransistoren
auf Basis von SiC erwiesen, welche einen geringeren flächenspezifischen
Widerstand als Schalttransistoren auf Basis von Silizium (Si) haben
und zudem auch höhere
Temperaturen im Kurzschlussfall aushalten können. Beispielsweise wurde
mit J-FETS auf Basis von SiC nachgewiesen, dass diese Kurzschlussströme limitieren
und über
einen Zeitraum von mehr als 100 μs
ohne Zerstörung tragen
können
(siehe beispielsweise
EP
0 992 069 B1 ).
-
Für die Auslegung
von Schalttransistoren muss jedoch stets ein "Trade-Off" zwischen einem relativ geringen Durchlasswiderstand
(hohe Dotierung des Halbleiterkörpers)
und einem möglichst
niedrigen Sättigungsstrom
(niedrige Dotierung des Halbleiterkörpers) zur Vermeidung einer
thermischen Überlastung
im Kurzschlussfall gefunden werden.
-
Wie
die Praxis zeigt, ist hier erreichbare Reduzierung des Sättigungsstroms
im Allgemeinen in keiner Weise ausreichend, um den J-FET von einer thermischen
Zerstörung
im Kurzschlussfall zu schützen.
-
Bislang
ist deshalb zur Vermeidung einer thermischen Zerstörung des
Schalttransistors im Kurzschlussfall notwendig, den Schalttransistor
mithilfe einer Logikschaltung, welche ein Abschaltsignal generiert,
abzuschalten. Häufig
erfolgt dies in der Weise, dass der Spannungsabfall am Schalttransistor
im Kurzschlussfall ausgewertet wird. So werden beispielsweise bei
einem Sense-Feldeffekttransistor ("SENSFET") oder Sense-IGBT
einzelne Zellen zu einem Zellenfeld zusammengefasst, das als zusätzlicher
Source-Anschluss zur Verfügung
steht. Zwischen diesem und dem eigentlichen Source-Anschluss wird
ein Widerstand geschaltet und der Spannungsabfall an ihm ausgewertet.
Bei einem als "TEMPFET" bezeichneten Schalttransistor
wird in einer chip-on-chip Technologie, also nicht monolithisch integriert,
ein Thyristor zwischen Gate und Source geschaltet, der beim Erreichen
einer bestimmten Temperatur die Eingangsspannung kurzschließt. Bei einem
als "HITFET" bezeichneten Schalttransistor
ist der Thyristor monolithisch integriert.
-
All
die genannten Schalttransistoren beruhen auf einem Abschalten im
Störfall
beziehungsweise einem zwischen zwei Stromwerten oszillierenden Verhalten.
Dies kann jedoch zu Störungen
bei anderen, nicht kurzschlussbehafteten Verbrauchern im selben
Schaltkreis führen.
Insbesondere kann ein Schalttransistor bei Vorliegen von induktiven
Komponenten im Kurzschlusskreis durch ein aktives Abschalten beschädigt werden.
Zur Erzeugung eines Signals zum Abschalten des Schalttransistors
ist eine Logikschaltung notwendig, welche Platz benötigt und
Kosten verursacht. Zudem benötigt
die Generierung eines Abschaltsignals eine relativ lange Zeitspanne,
in welcher die Gefahr einer zwischenzeitlichen thermischen Zerstörung des
Schalttransistors besteht.
-
Das
US-Patent Nr. 6,750,698
B1 und die Veröffentlichung
mit dem Titel "Silicon
Carbide JFET Cascode Switch for Power Conditioning Applications", McNutt el al. in
Proceedings of the IEEE Vehicle Power and Propulsion Conference,
2005, S. 574–581,
zeigen jeweils ein Kaskadenschaltung aus zwei selbstsperrenden JFETs,
bei welcher der Source-Anschluss des einen JFETs mit dem Gate-Anschluss
des anderen JFETs verbunden ist.
-
Demgegenüber liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Halbleiteranordnung
und eine die Halbleiteranordnung verwendende Schaltungsanordnung
zur Verfügung
zu stellen, mit denen die genannten Nachteile vermieden werden können.
-
Diese
Aufgabe wird nach dem Vorschlag der Erfindung durch eine Halbleiteranordnung
mit den Merkmalen von Anspruch 1 sowie durch eine Schaltungsanordnung
mit den Merkmalen von Anspruch 5 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche angegeben.
-
Erfindungsgemäß ist eine
Halbleiteranordnung gezeigt, welche einen selbstleitenden ersten Sperrschicht-Feldeffekttransistor
(im Weiteren "Haupttransistor" genannt) und einen
selbstleitenden zweiten Sperrschicht-Feldeffektransistor (im Weiteren "Hilfstransistor" genannt) umfasst,
die miteinander gekoppelt sind.
-
Der
Haupttransistor umfasst einen Halbleiterkörper des einen Leitungstyps,
beispielsweise n-Leitungstyp (Elektronenleitung), welcher von einer Source-Elektrode
und einer von dieser mit Abstand angeordneten Drain-Elektrode kontaktiert
ist, so dass zwischen der Source-Elektrode und der Drain-Elektrode
des Haupttransistors ein Strompfad im Halbleiterkörper gebildet
ist. Er umfasst im Halbleiterkörper im
Bereich des Strompfads weiterhin Dotiergebiete des anderen, zum
einen Leitungstyp entgegengesetzten Leitungstyps, beispielsweise
p-Leitungstyp (Löcherleitung),
die im Halbleiterkörper
den Strompfad steuernde Raumladungszonen (Verarmungszonen) aufbauen.
Die Dotiergebiete des anderen Leitungstyps sind von einer Gate-Elektrode zur Steuerung
der Ausdehnung der Raumladungszonen kontaktiert.
-
Gleichermaßen umfasst
der Hilfstransistor einen Halbleiterkörper des einen Leitungstyps,
beispielsweise n-Leitungstyp
(Elektronenleitung), welcher auf seiner Oberfläche von einer Source-Elektrode
und einer von dieser beabstandeten Drain-Elektrode kontaktiert ist,
so dass zwischen der Source-Elektrode und der Drain-Elektrode im
Halbleiterkörper
ein von dem Strompfad des Haupttransistors elektrisch isolierter
Strompfad des Hilfstransistors gebildet ist. Er umfasst im Halbleiterkörper im
Bereich des Strompfads weiterhin Dotiergebiete des anderen, zum
einen Leitungstyp entgegengesetzten Leitungstyps, beispielsweise
p-Leitungstyp, die
im Halbleiterkörper
den Strompfad des Hilfstransistors steuernde Raumladungszonen aufbauen.
Die Dotiergebiete sind von einer Gate-Elektrode zur Steuerung der
Ausdehnung der Raumladungszonen des Hilfstransistors kontaktiert.
-
Vorteilhaft,
jedoch nicht zwingend, sind in der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung die
Drain- und Source-Elektroden
von Haupt- und Hilfstransistor jeweils auf gegenüberliegenden Oberflächen des Halbleiterkörpers angeordnet,
so dass vertikale Sperrschicht-Feldeffekttransistoren
geformt werden.
-
In
der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
sind die Drain-Elektrode
des Haupttransistors und die Drain-Elektrode des Hilfstransistors
elektrisch kurzgeschlossen. Vorteilhaft werden die Drain-Elektroden
von Haupt- und Hilfstransistor als eine gemeinsame Drain-Elektrode
geformt. Zudem ist die Source-Elektrode des Haupttransistors mit
den im Halbleiterkörper
des Hilfstransistors vorgesehenen, jeweils Raumladungszonen aufbauenden
Dotiergebieten kurzgeschlossen. Zu diesem Zweck ist die Source-Elektrode
des Haupttransistors mit der Gate-Elektrode des Hilfstransistors
verbunden. Vorteilhaft, jedoch nicht zwingend, ist die Source-Elektrode
des Haupttransistors mit einem Masseanschluss verbunden, so dass
die Raumladungszonen aufbauenden Dotiergebiete des Hilfstransistors
auf Nullpotenzial gelegt sind.
-
Gemäß einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
sind der Haupttransistor und der Hilfstransistor in einem selben
Halbleiterkörper
monolithisch integriert ausgebildet. In diesem Fall sind wenigstens
die Raumladungszonen aufbauenden Gebiete von Haupt- und Hilfstransistor
mittels einer Isolationseinrichtung voneinander elektrisch isolierbar
bzw. isoliert. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise ein im Wesentlichen
gleiches Temperaturverhalten von Haupt- und Hilfstransistor erreicht
werden.
-
Die
Erfindung erstreckt sich ferner auf eine Schaltungsanordnung mit
einer wie oben beschriebenen Halbleiteranordnung, welche ein von
dem Potenzial der Source-Elektrode
des Hilfstransistors gesteuertes Schaltelement umfasst, durch welches Gate-
und Source-Elektrode des Haupttransistors mit einer die Raumladungszonen
des Haupttransistors vergrößernden
Potenzialdifferenz verbunden werden können. Zu diesem Zweck ist ein
Steueranschluss des Schaltelements mit der Source-Elektrode des Hilfstransistors
elektrisch leitend verbunden.
-
Bei
dem Schaltelement kann es beispielsweise um ein mittels Feldeffekt
steuerbares Schaltelement, wie ein MOSFET (Metal Oxid Field Effect Transistor),
handeln. In diesem Fall ist die Source-Elektrode des Hilfstransistors
mit der Gate-Elektrode
des mittels Feldeffekt steuerbaren Transistors verbunden.
-
In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Schaltungsanordnung ist beispielsweise
ein Steuerkreis mit einer Strom-/Spannungsversorgung und einem seriell
mit dem Schaltelement verschalteten Widerstand vorgesehen, wobei
Gate- und Source-Elektrode des Haupttransistors über Abgriffe (Abzweige) die
am Widerstand abfallende Spannung abgreifen.
-
In
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
kann die Gate-Elektrode
des Haupttransistors durch das von dem Source-Potenzial des Hilfstransistors gesteuerte
Schaltelement mit einem die Raumladungszonen vergrößernden
Potenzial verbunden werden. Insofern wird die Gate-Elektrode des
Haupttransistors gegenüber
der Source-Elektrode des Haupttransistors mit einer Spannung geeigneten
Vorzeichens vorgespannt, beispielsweise wird sie negativ vorgespannt,
wenn die Raumladungszonen aufbauenden Halbleitergebiete des Haupttransistors
vom p-Leitungstyp
(Löcherleitung)
sind.
-
Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
umfasst diese eine mit der Source-Elektrode des Hilfstransistors
verbundene Spannungsteilerschaltung, beispielsweise eine Serienschaltung
von Widerständen,
welche mit einem Spannungsabgriff (Abzweig) versehen ist, der mit
einem Steueranschluss des Schaltelements elektrisch leitend verbunden
ist. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, wenn der Hilfstransistor
so ausgebildet ist, dass er anstelle einer herkömmlichen pentodenartige Strom-Spannungs-Kennlinie
eine triodenartige Strom-Spannungs-Kennlinie aufweist.
-
Die
Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, wobei
Bezug auf die beigefügten
Figuren genommen wird. Gleiche oder gleich wirkende Elemente sind
in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
-
1 zeigt
eine Schaltungsanordnung eines herkömmlichen J-FETs mit einer mit
dem Leistungspfad des J-FETs seriell verbundenen Last;
-
2 zeigt
ein Schaltdiagramm der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung mit
Haupt- und Hilfstransistor;
-
3 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
zur Steuerung des Haupttransistors der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung;
-
4 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
zur Steuerung des Haupttransistors der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung;
-
5 zeigt
in einer schematischen Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung;
-
6 zeigt
ein Ersatzschaltbild der Halbleiteranordnung von 5;
-
7 zeigt
in einer schematischen Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung.
-
Die 1 wurde
bereits in der Beschreibungseinleitung erläutert, so dass sich hier eine
weitere Beschreibung erübrigt.
-
Es
wird nun Bezug auf 2 und 3 genommen,
worin ein Schaltdiagramm der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung mit
Haupt- und Hilfstransistor und ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
zur Steuerung des Haupttransistors der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
gezeigt ist.
-
Sei
zunächst 2 betrachtet.
Demnach umfasst die erfindungsgemäße Halbleiteranordnung, welche
insgesamt mit der Bezugszahl 101 bezeichnet ist, zwei J-FETs,
nämlich
einen Haupttransistor, dessen Lastpfad (Leistungspfad) sich zwischen Drain-Anschluss
(Drain-Elektrode) D und Source-Anschluss
(Source-Elektrode) S1 erstreckt, und welcher von dem Gate-Anschluss
(Gate-Elektrode) G1 gesteuert ist, und einen Hilfstransistor, dessen
Lastpfad (Leistungspfad) sich zwischen Drain-Anschluss (Drain-Elektrode)
D und Source-Anschluss
(Source-Elektrode) S2 erstreckt, und welcher von dem Gate-Anschluss
(Gate-Elektrode) G2 gesteuert ist.
-
Die
Drain-Anschlüsse
von Haupt- und Hilfstransistor sind kurzgeschlossen und formen so
einen gemeinsanen Drain-Anschluss
D. Zudem ist die Gate-Elektrode G2 des Hilfstransistors mit der
Source-Elektrode S1 des Haupttransistors kurzgeschlossen. Die Source-Elektrode
S1 des Haupttransistors ist vorzugsweise mit einem Masseanschluss
verbunden, was in 2 nicht näher dargestellt ist. Die Source-Elektrode
S2 des Hilfstransistors ist als "floatende" Elektrode mit keinem äußeren Potenzialanschluss
verbunden.
-
In 3 ist
ein Ausführungsbeispiel
für eine Schaltungsanordnung
mit der Halbleiteranordnung 101 von 2 schematisch
dargestellt. In der Schaltungsanordnung von 3 ist eine
Last 102 über eine
elektrische Leitung 107 seriell mit dem sich zwischen Drain-Elektrode
D und Source-Elektrode
S1 erstreckenden Leistungspfad des Haupttransistors verbunden. Zudem
ist in der Schaltungsanordnung ein Schaltkreis 109 angeordnet,
welcher eine Serienschaltung eines mittels Feldeffekt steuerbaren
Transistors 104 als Schaltelement zum Öffnen und Schließen des
Steuerkreises 109, eine Strom-/Spannungsversorgung 105,
sowie einen Widerstand 106 umfasst. Über jeweilige Abgriffe (Abzweige) 108, 113 greifen
Gate-Elektrode G1 und Source-Elektrode S1 des Haupttransistors die über den
Widerstand 106 abfallende Spannung ab, wodurch, bei durch
das Schaltelement 104 geschlossenen Steuerkreis 109 die
Gate-Elektrode G1 negativ gegenüber
der Source-Elektrode vorgespannt wird. Zudem ist die Source-Elektrode
S2 des Hilfstransistors über
eine elektrische Leitung 103 mit dem Steueranschluss (Gate) des
Feldeffekt-Transistors 104 verbunden, wodurch der Feldeffekt- Transistor geschaltet
werden kann, um hierdurch den Steuerkreis 109 zu öffnen oder
zu schließen.
-
Die
Funktionsweise der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
von 2 und der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung von 3 ist
wie folgt:
Ist der Steuerkreis 109 offen, befindet
sich der Haupttransistor im selbstleitenden Zustand, so dass bei
angelegter Lastspannung UL ein Laststrom
IL durch die Last 102 und den zwischen
Drain-Elektrode D und Source-Elektrode S1 befindlichen Lastpfad
des Haupttransistors fließt,
wie in 3 durch den Pfeil angedeutet ist. Da der Haupttransistor
gewöhnlich
so ausgelegt ist, dass er einen möglichst kleinen Durchlasswiderstand
hat, fällt
praktisch die gesamte Lastspannung UL bereits
an der Last 102 ab.
-
Tritt
aber ein Kurzschluss in der Last 102 auf, so fällt praktisch
die gesamte Lastspannung UL an der Halbleiteranordnung 101 ab,
mit der Folge eines starken Anstiegs der Stromstärke des durch den zwischen
Drain-Elektrode
D und Source-Elektrode S1 befindlichen Leistungspfad des Haupttransistors
fließenden
Stroms. Wie bereits eingangs erläutert
wurde, steigt die Stromstärke
im Leistungspfad des Haupttransistors bis zur Sättigungsstromstärke an, jedoch
mit der Gefahr einer thermischen Zerstörung der Halbleiteranordnung
aufgrund einer hohen elektrischen Verlustleistung, wie sie etwa
in leistungselektronischen Anwendungen auftritt.
-
Im
Kurzschlussfall führt
das ansteigende Potenzial an der Drain-Elektrode D aber auch dazu, dass
das Potenzial der Source-Elektrode S2 des Hilfstransistors ansteigt,
quasi mit dem ansteigenden Potenzial der Drain-Elektrode D "mitgezogen" wird. Dies gilt
nicht für
das Potenzial der Gate-Elektrode G2 des Hilfstransistors, welches über die
leitende Verbindung zur Source-Elektrode S1 des Haupttransistors
auf einen bestimmten Potenzialwert, beispielsweise Nullpotenzial, festgeklemmt
ist. Bei einem ansteigenden Drain-Potenzial kann das Potenzial der
Source-Elektrode S2 somit nur bis zu einem kritischen Potenzialwert
ansteigen, nämlich
nur solange bis die Abklemmspannung zwischen Gate- und Source-Elektrode
(UGS-Pinch-off) des Hilfstransistors erreicht
ist. In diesem Fall ist die Gate-Elektrode des Hilfstransistors
so stark gegenüber
seiner Source-Elektrode (negativ) vorgespannt, dass sich die Raumladungszonen
der pn-Übergänge berühren und den
Strompfad abklemmen. Der erreichte kritische Potenzialwert der Source-Elektrode S2 des
Hilfstransistors kann somit im Kurzschlussfall in vorteilhafter Weise
als Schwellwert zum Schalten eines Schaltelements eingesetzt werden.
-
Da
die Source-Elektrode S2 des Hilfstransistors über die elektrische Leitung 103 mit
dem Steueranschluss des (selbstsperrenden) Feldeffekt-Transistors 104 verbunden
ist, liegt das bis zur Abklemmspannung ansteigende Potenzial der
Source-Elektrode S2 auch dem Steueranschluss des Feldeffekt-Transistors an. Hierbei
ist der Feldeffekt-Transistor 104 so ausgelegt, dass er
bei Anlegen einer bestimmten Schwellspannung an seinen Steueranschluss,
welche höchstens
der Abklemmspannung des Hilfstransistors entspricht, in den leitenden
Zustand übergeht,
den Steuerkreis 109 schließt, so dass über die
Abgriffe 108, 113 die Gate-Elektrode G1 des Haupttransistors
gegenüber
der Source-Elektrode S1 des Haupttransistors negativ vorgespannt
wird. Dies hat zur Folge, dass der Sättigungsstrom durch den Haupttransistor
im Kurzschlussfall in seiner Stromstärke verringert wird, wobei
die Sättigungsstromstärke auf
einen solchen Wert vermindert werden kann, dass die am Haupttransistor
aufgrund der elektrischen Verlustleistung auftretende thermische
Belastung so weit abgesenkt wird, dass eine Zerstörung des
Haupttransistors verhindert werden kann.
-
In 4 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
zur Steuerung des Haupttransistors der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
gezeigt. Um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, werden die lediglich die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel
von 3 erläutert
und ansonsten wird auf die zu 3 gemachten
Ausführungen
Bezug genommen.
-
Das
Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
von 4 unterscheidet sich von der Schaltungsanordnung
von 3 dahin gehend, dass eine mit der Source-Elektrode
S2 des Hilfstransistors verbundene Spannungsteilerschaltung, hier
in Form einer Serienschaltung von Widerständen 111, 112,
vorgesehen ist. Die Spannungsteilerschaltung ist mit einem zwischen
die Widerstände 111, 112 greifenden
Spannungsabgriff (Abzweig) 110 versehen, welcher über eine
elektrische Leitung 114 mit dem Steueranschluss des Feldeffekttransistors 104 verbunden
ist. Insbesondere für den
Fall, dass der Hilfstransistors so ausgebildet ist, dass er eine
triodenförmige
Strom-Spannungs-Kennlinie
hat, kann durch die Spannungsteilerschaltung eine Verminderung der
Pinch-Off-Spannung auf einen für
die Steuerung des Feldeffekttransistors 104 geeigneten
Spannungswert erreicht werden. Somit können mittels geeigneter Spannungsteilung Schwellwerte
genau definiert und Arbeitspunkte frei wählbar eingestellt werden.
-
Es
wird nun Bezug auf 5 genommen, worin in einer schematischen
Schnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
gezeigt ist.
-
Der
in 5 gezeigte Halbleiteraufbau umfasst einen ersten
vertikalen J-FET (Haupttransistor), welcher in 5 auf
der linken Seite dargestellt ist, und einen zweiten vertikalen J-FET
(Hilfstransistor), welcher in 5 auf der
rechten Seite dargestellt ist. Haupt- und Hilfstransistor sind in
einem Halbleiterkörper
monolithisch integriert geformt, jedoch wenigstens im Bereich ihrer
Raumladungszonen erzeugenden Gebiete durch eine Isolationseinrichtung
elektrisch voneinander getrennt bzw. trennbar. Der Aufbau von Haupttransistor,
Hilfstransistor und Isolationseinrichtung wird nun im Detail erläutert.
-
Der
Halbleiteraufbau umfasst als Halbleiterkörper ein schwach dotiertes
erstes Halbleitergebiet 116 vom n-Leitungstyp ("Driftzone"), an dessen planaren,
in 5 unteren Oberfläche 141 sich ein stark dotiertes
zweites Halbleitergebiet 115 vom n-Leitungstyp ("Drain-Anschlusszone") befindet. Die Drain-Anschlusszone
ist ihrerseits an ihrer der Oberfläche 141 abgewandten
Oberfläche 136 von
einer den beiden Transistoren gemeinsamen Drain-Elektrode (D) 134 kontaktiert,
wobei die Drain-Anschlusszone 115 dazu dient, die Drain-Elektrode 134 an
die Driftzone 116 ohm'sch
anzuschließen.
Die Drain-Elektrode 134 ist beispielsweise aus einem metallischen
Material, wie Aluminium, gefertigt.
-
In
der Driftzone 116 sind an ihrer der Oberfläche 141 gegenüber liegenden,
in 5 oberen Oberfläche 137 dritte Halbleitergebiete 117, 139, 140, 124 vom
p-Leitungstyp geformt, welche jeweils eine 5 nach oben
offene wannenförmige
Vertiefung aufweisen. Hierbei gehören die dritten Halbleitergebiete 117, 139 zum
Haupttransistor, während
die dritten Halbleitergebiete 124, 140 zum Hilfstransistor
gehören.
-
Innerhalb
einer jeden wannenförmigen
Vertiefung der dritten Halbleitergebiete 117, 139 des Haupttransistors
sind stark dotierte vierte Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp
und stark dotierte fünfte
Halbleitergebiete 119 vom p-Leitungstyp in lateraler Richtung
(d. h. parallel zur Oberfläche 137 der Driftzone 116)
nebeneinander angeordnet. Hierbei sind in dem dritten Halbleitergebiet 117 des
Haupttransistors zwei vierte Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp
angeordnet, welche ein einzelnes fünftes Halbleitergebiet 119 vom
p-Leitungstyp umgeben. In dem dritten Halbleitergebiet 139 des
Haupttransistors sind ein einzelnes viertes Halbleitergebiet 118 vom
n-Leitungstyp und ein einzelnes fünftes Halbleitergebiet 119 vom
p-Leitungstyp angeordnet, wobei sich das vierte Halbleitergebiet 118 auf
der dem dritten Halbleitergebiet 117 zugewandten Seite befindet.
Die innerhalb einer wannenförmigen
Vertiefung eines dritten Halbleitergebiets 117, 139 des Haupttransistors
befindlichen vierten Halbleitergebiete 118 und fünften Halbleitergebiete 119 grenzen
jeweils an die Oberfläche 137 der
Driftzone 116 an.
-
Gleichermaßen sind
innerhalb einer jeden wannenförmigen
Vertiefung der dritten Halbleitergebiete 140, 124 des
Hilfstransistors stark dotierte vierte Halbleitergebiete 126 vom
n-Leitungstyp und stark dotierte fünfte Halbleitergebiete 125 vom
p-Leitungstyp in lateraler Richtung (d. h. parallel zur Oberfläche 137 der
Driftzone 116) nebeneinander angeordnet. Hierbei sind in
dem dritten Halbleitergebiet 124 des Hilfstransistors zwei
vierte Halbleitergebiete 126 vom n-Leitungstyp angeordnet,
welche ein einzelnes fünftes
Halbleitergebiet 125 vom p-Leitungstyp umgeben. In dem
dritten Halbleitergebiet 140 des Hilfstransistors sind
ein einzelnes viertes Halbleitergebiet 126 vom n-Leitungstyp
und ein einzelnes fünftes
Halbleitergebiet 125 vom p-Leitungstyp angeordnet, wobei
sich das vierte Halbleitergebiet 126 auf der dem dritten
Halbleitergebiet 124 zugewandten Seite befindet. Die innerhalb
einer wannenförmigen
Vertiefung eines dritten Halbleitergebiets 124, 140 des
Hilfstransistors befindlichen vierten Halbleitergebiete 126 und
fünften
Halbleitergebiete 125 grenzen jeweils an die Oberfläche 137 der
Driftzone 116 an.
-
Die
innerhalb einer selben wannenförmigen Vertiefung
eines dritten Halbleitergebiets 117, 139 des Haupttransistors
befindlichen vierten Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp
und fünften
Halbleitergebiete 119 vom p-Leitungstyp werden jeweils
von einer selben Source-Elektrode (S1) 120 des Haupttransistors
kontaktiert, welche beispielsweise aus einem metallischen Material,
wie Aluminium, gefertigt ist. Um die Bildung eines parasitären Bipolartransistors
zu vermeiden, sind die sich innerhalb einer selben wannenförmigen Vertiefung
eines dritten Halbleitergebiets 117, 139 des Haupttransistors
befindlichen vierten Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp
und fünften
Halbleitergebiete 119 vom p-Leitungstyp von der Source-Elektrode 120 kurzgeschlossen.
Durch die starke Dotierung der vierten Halbleitergebiete 118 vom
n-Leitungstyp und fünften
Halbleitergebiete 119 vom p-Leitungstyp wird ein ohm'scher Anschluss ("Source-Anschlusszone") für die Source-Elektrode 120 des
Haupttransistors geschaffen, wobei durch die fünften Halbleitergebiete 119 die
Source-Elektrode 120 ohm'sch an die dritten Halbleitergebiete 117, 139 angeschlossen
ist. Vorzugsweise ist die Source-Elektrode 120 des Haupttransistors
mit einem elektrischen Masseanschluss verbunden, das heißt auf "Masse" (Nullpotenzial)
gelegt.
-
Gleichermaßen werden
die innerhalb einer selben wannenförmigen Vertiefung eines dritten Halbleitergebiets 124, 140 des
Hilfstransistors befindlichen vierten Halbleitergebiete 126 vom
n-Leitungstyp und fünften
Halbleitergebiete 125 vom p-Leitungstyp jeweils von einer
selben Source-Elektrode (S2) 130 des Hilfstransistors kontaktiert,
welche beispielsweise aus Polysilizium oder einem metallischen Material,
wie Aluminium, gefertigt ist. Um die Bildung eines parasitären Bipolartransistors
zu vermeiden, sind die sich innerhalb einer selben wannenförmigen Vertiefung
eines dritten Halbleitergebiets 124, 140 des Hilfstransistors
befindlichen vierten Halbleitergebiete 126 vom n-Leitungstyp
und fünften
Halbleitergebiete 125 vom p-Leitungstyp von der Source-Elektrode 130 kurzgeschlossen.
Durch die starke Dotierung der vierten Halbleitergebiete 126 vom
n-Leitungstyp und fünften
Halbleitergebiete 125 vom p-Leitungstyp wird ein ohm'scher Anschluss ("Source-Anschlusszone") für die Source-Elektrode 130 des
Hilfstransistors geschaffen, wobei durch die fünften Halbleitergebiete 119 die
Source-Elektrode 130 ohm'sch an die dritten Halbleitergebiete 124, 140 angeschlossen
ist.
-
Weiterhin
sind auf der Oberfläche 137 der Driftzone 116 sechste
Halbleitergebiete 121, 137, 127 vom n-Leitungstyp angeordnet.
Hierbei gehören die
sechsten Halbeitergebiete mit der Bezugszahl 121 zum Haupttransistor,
die sechsten Halbleitergebiete mit der Bezugszahl 127 gehören zum
Hilfstransistor und das sechste Halbleitergebiet mit der Bezugszahl 131 gehört zur Isolationseinrichtung.
-
Die
sechsten Halbeitergebiete 121 vom n-Leitungstyp des Haupttransistors
und die dritten Halbleitergebiete 117, 139 des
Haupttransistors sind relativ zueinander so angeordnet, dass ein
jedes der sechsten Halbleitergebiete 121 des Haupttransistors die
vierten Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp von zwei benachbarten dritten
Halbleitergebiete 117, 139 kontaktiert, um so
einen elektrischen Anschluss zwischen diesen zu schaffen. Gleichermaßen sind die
sechsten Halbeitergebiete 127 vom n-Leitungstyp des Hilfstransistors
und die dritten Halbleitergebiete 124, 140 des
Hilfstransistors relativ zueinander so angeordnet, dass ein jedes
der sechsten Halbleitergebiete 127 des Hilfstransistors
die vierten Halbleitergebiete 126 vom n-Leitungstyp von
zwei benachbarten dritten Halbleitergebiete 124, 140 kontaktiert, um
so einen elektrischen Anschluss zwischen diesen zu schaffen. Das
sechste Halbleitergebiet 131 vom n-Leitungstyp der Isolationseinrichtung
und die angrenzenden dritten Halbleitergebiete 139, 140 von Haupt-
und Hilfstransistor sind relativ zueinander so angeordnet, dass
das sechste Halbleitergebiet 131 der Isolationseinrichtung
die benachbarten dritten Halbleitergebiete 117, 139 kontaktiert,
wobei die innerhalb der wannenförmigen
Vertiefungen der dritten Halbleitergebiete 117, 139 befindlichen
vierten Halbleitergebiete 118, 126 und fünften Halbleitergebiete 119, 125 nicht
kontaktiert sind.
-
Auf
einer der Oberfläche 137 der
Driftzone 116 abgewandten Oberfläche der sechsten Halbleitergebiete 121, 131, 127 vom
n-Leitungstyp sind jeweils siebte Halbleitergebiete 122, 132, 128 vom p-Leitungstyp
angeordnet. Hierbei gehören
die siebten Halbeitergebiete mit der Bezugszahl 122 zum Haupttransistor,
während
die siebten Halbleitergebiete mit der Bezugszahl 128 zum
Hilfstransistor gehören.
Das siebte Halbleitergebiet mit der Bezugszahl 132 gehört zur Isolationseinrichtung.
-
Die
der Oberfläche 137 der
Driftzone 116 abgewandte Oberfläche eines jeden der zum Haupttransistor
gehörenden
siebten Halbleitergebiete 122 vom p-Leitungstyp ist von
einer Gate-Elektrode (G1) 123 kontaktiert. Gleichermaßen ist
die der Oberfläche 137 der
Driftzone 116 abgewandte Oberfläche eines jeden der zum Hilfstransistor
gehörenden
siebten Halbleitergebiete 128 vom p-Leitungstyp von einer
Gate-Elektrode 129 kontaktiert.
In entsprechender Weise ist die der Oberfläche 137 der Driftzone 116 abgewandte
Oberfläche
des zur Isolationseinrichtung gehörenden siebten Halbleitergebiets 132 vom
p-Leitungstyp von einer weiteren Elektrode 133 kontaktiert.
Die Elektroden können
beispielsweise aus einem metallischen Material, wie Aluminium, gefertigt
sein.
-
Die
Gate-Elektrode 123, das siebte Halbleitergebiet 122 vom
p-Leitungstyp und das sechste Halbleitergebiet 121 vom
n-Leitungstyp, welche
zum Haupttransistor gehören,
die Gate-Elektrode 129, das
siebte Halbleitergebiet 128 vom p-Leitungstyp und das sechste Halbleitergebiet 127 vom
n-Leitungstyp, welche
zum Hilfstransistor gehören,
sowie die Elektrode 133, das siebte Halbleitergebiet 132 vom
p-Leitungstyp und
das sechste Halbleitergebiet 131 vom n-Leitungstyp, welche
zur Isolationseinrichtung gehören,
sind jeweils stapelförmig übereinander angeordnet.
-
Während die
Gate-Elektrode (G1) 120 des Haupttransistors separat ansteuerbar
ist, sind die Gate-Elektrode 129 des Hilfstransistors und
die Elektrode 132 der Isolationseinrichtung über eine
elektrische Verbindung 138 mit der Source-Elektrode (S1) 120 des
Haupttransistors kurzgeschlossen.
-
Der
in 5 gezeigte Halbleiteraufbau ist Teil eines Zellenfelds,
in dem viele Zellen einen Haupttransistor und nur wenige (bis eine)
Zellen den Hilfstransistor enthalte, wobei Haupt- und Hilfstransistor
durch eine Isolationseinrichtung voneinander elektrisch getrennt
sind. Zum Aufbau des Zellenfelds ist der in 5 gezeigte
Teil des Zellenfelds des Haupttransistors in entsprechender Weise
periodisch fortzusetzen. Haupt- und Hilfstransistor(en) sind somit
in einem selben Halbleiterkörper
(bzw. Halbleiteraufbau) monolithisch integriert. Dies hat den Vorteil einer
wesentlich schnelleren Ansprechzeit im Fall eines Kurzschlusses
einer seriell mit der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung verbundenen
Last im Vergleich zu im Stand der Technik bekannten Maßnahmen,
die auf der Auswertung des Drain-Potenzials beruhen und durch eine
Logikschaltung erst ein Abschaltsignal generieren.
-
Durch
die vierten Halbleitergebiete 118 vom n-Leitungstyp, die
sechsten Halbleitergebiete 121 vom n-Leitungstyp, die Driftzone 116 und
die Drain-Anschlusszone 115 wird für den Haupttransistor ein selbstleitender
Strompfad (Elektronenleitung) zwischen Source-Elektrode 120 und
Drain-Elektrode 134 geschaffen.
Gleichermaßen
wird durch die vierten Halbleitergebiete 126 vom n-Leitungstyp,
die sechsten Halbleitergebiete 127 vom n-Leitungstyp, die
Driftzone 116 vom n-Leitungstyp und die Drain-Anschlusszone 115 vom
n-Leitungstyp für den Hilfstransistor
ein selbstleitender Strompfad (Elektronenleitung) zwischen Source-Elektrode 130 und Drain-Elektrode 134 geschaffen.
-
Durch
die (pn-)Übergänge der
dritten Halbleitergebiete 117, 139, 140, 124 vom
p-Leitungstyp zur n-leitenden Driftzone 116, sowie zu den
sechsten Halbleitergebieten 121, 131, 127 vom
n-Leitungstyp, werden jeweils Raumladungszonen (Verarmungszonen)
gebildet. Gleichermaßen
werden durch die (pn-)Übergänge der
siebten Halbleitergebiete 122, 132, 128 vom
p-Leitungstyp zu den sechsten Halbleitergebieten 121, 131, 127 vom
n-Leitungstyp jeweils Raumladungszonen (Verarmungszonen) erzeugt. Die
Ausdehnungen der Raumladungszone bestimmen sich hierbei durch die
nach Maßgabe der
Dotierungskonzentration der Halbleitergebiete vorliegenden Ladungsträgerkonzentrationen
und den an den Übergängen anliegenden
Potenzialdifferenzen. So können
die Strompfade zwischen Source- und Drain-Elektroden von Haupt- und Hilfstransistor durch
negatives Vorspannen der jeweiligen Gate-Elektroden 123, 129 und
einer damit einher gehenden Vergrößerung der Raumladungszonen
verengt beziehungsweise "abgeklemmt" werden. In dem in 5 dargestellten
Halbleiteraufbau können
die Strompfade besonders effektiv in Halbleiterbereichen der sechsten
Halbleitergebiete 121, 131, 127 abgeklemmt
werden, in denen sich, betrachtet in einer Projektionsrichtung senkrecht
zur Oberfläche 137 der
Driftzone 116, die dritten Halbleitergebiete 117, 139, 140, 124,
und die siebten Halbleitergebiete 122, 132, 128,
welche alle vom p-Leitungstyp sind, überlappen.
-
In
entsprechender Weise können
Haupt- und Hilfstransistor durch negatives Vorspannen der Elektrode 133 der
Isolationseinrichtung und einer damit einher gehenden Vergrößerung der
zugehörigen Raumladungszonen
voneinander elektrisch isoliert werden.
-
Es
wird nun Bezug auf 6 genommen, worin ein Ersatzschaltbild
des Halbleiteraufbaus von 5 im Sperrfall
dargestellt ist. Bei negativer Vorspannung der Gate-Elektrode G1
wird ein Stromfluss durch den zwischen Source-Elektrode S1 und Drain-Elektrode
D befindlichen Lastpfad des Haupttransistors gesperrt, was durch
die Diode 143 veranschaulicht ist. Gleichermaßen wird
im Sperrfall der zwischen Source-Elektrode S2 und Drain-Elektrode D
befindliche Lastpfad des Hilfstransistors gesperrt, was durch die
Diode 142 veranschaulicht ist. In diesem Fall sind die
Source-Gebiete von Haupt- und Hilfstransistor durch die Isolationseinrichtung
voneinander elektrisch isoliert, was durch die beiden antiseriell
geschalteten Dioden 144, 145 veranschaulicht ist,
so dass die Source-Gebiete von Haupt- und Hilfstransistor auch unterschiedliche
Potenzialwerte annehmen können.
-
Es
wird nun Bezug auf 7 genommen, worin in einer schematischen
Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
gezeigt ist. Um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, werden lediglich die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel
von 6 erläutert,
und ansonsten wird auf die zu 6 gemachten
Ausführungen
verwiesen.
-
Das
Ausführungsbeispiels
von 7 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
von 6 durch die Ausgestaltung der Isolationseinrichtung
zur elektrischen Isolierung der Source-Gebiete von Haupt- und Hilfstransistor.
Während
die Isolationseinrichtung von 6 eine Elektrode 133,
einen siebten Halbleiterbereich 132 vom p-Leitungstyp und einen
sechsten Halbleiterbereich 131 vom n-Leitungstyp umfasst,
zeichnet sich die Isolationseinrichtung von 7 durch
eine so genannte Metall-Isolator-Struktur aus. Hierbei ist eine
metallische Elektrode 146 auf einer Isolationsschicht 135 aus
einem elektrisch isolierenden Material vorgesehen, welche in Form
einer vertikalen Struktur ausgebildet sind. Die Isolationsschicht 135 ist
hierbei so angeordnet, dass sie, betrachtet in einer Projektionsrichtung senkrecht
zur Oberfläche 137 der
Driftzone 116, die dritten Halbleitergebiete 139, 140 von
Haupt- und Hilfstransistor teilweise überlappt. Mittels Feldeffekt können die
unterhalb der metallischen Elektrode 146 befindlichen Raumladungszonen
an den (pn-)Übergängen der
dritten Halbleitergebiete 139, 140 zur Driftzone 116 vergrößert werden,
um hierdurch Haupt- und Hilfstransistor voneinander elektrisch zu isolieren.
-
- 1
- J-FET
- 2
- Last
- 101
- Halbleiteranordnung
- 102
- Last
- 103
- elektrische
Verbindung
- 104
- Feldeffekttransistor
- 105
- Strom-/Spannungsversorgung
- 106
- Widerstand
- 107
- elektrische
Verbindung
- 108
- Abzweig
- 109
- Schaltkreis
- 110
- Abzweig
- 111
- Widerstand
- 112
- Widerstand
- 113
- Abzweig
- 114
- elektrische
Verbindung
- 115
- zweites
Halbleitergebiet
- 116
- erstes
Halbleitergebiet
- 117
- drittes
Halbleitergebiet des Haupttransistors
- 118
- viertes
Halbleitergebiet des Haupttransistors
- 119
- fünftes Halbleitergebiet
des Haupttransistors
- 120
- Source-Elektrode
des Haupttransistors
- 121
- sechstes
Halbleitergebiet des Haupttransistors
- 122
- siebtes
Halbleitergebiet des Haupttransistors
- 123
- Gate-Elektrode
des Haupttransistors
- 124
- drittes
Halbleitergebiet des Hilfstransistors
- 125
- fünftes Halbleitergebiet
des Hilfstransistors
- 126
- viertes
Halbleitergebiet des Hilfstransistors
- 127
- sechstes
Halbleitergebiet des Hilfstransistors
- 128
- siebtes
Halbleitergebiet des Hilfstransistors
- 129
- Gate-Elektrode
des Hilfstransistors
- 130
- Source-Elektrode
des Hilfstransistors
- 131
- sechstes
Halbleitergebiet der Isolationseinrichtung
- 132
- siebtes
Halbleitergebiet der Isolationseinrichtung
- 133
- Elektrode
der Isolationseinrichtung
- 134
- Drain-Elektrode
- 135
- Isolationsschicht
- 136
- Oberfläche
- 137
- Oberfläche
- 138
- elektrische
Verbindung
- 139
- drittes
Halbleitergebiet des Haupttransistors
- 140
- drittes
Halbleitergebiet des Hilfstransistors
- 141
- Oberfläche
- 142
- Diode
(Hilfstransistor)
- 143
- Diode
(Haupttransistor)
- 144
- Diode
(Isolationseinrichtung)
- 145
- Diode
(Isolationseinrichtung)
- 146
- metallische
Elektrode