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DE102006044198A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung eines flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aussteifung eines flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens Download PDF

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DE102006044198A1
DE102006044198A1 DE200610044198 DE102006044198A DE102006044198A1 DE 102006044198 A1 DE102006044198 A1 DE 102006044198A1 DE 200610044198 DE200610044198 DE 200610044198 DE 102006044198 A DE102006044198 A DE 102006044198A DE 102006044198 A1 DE102006044198 A1 DE 102006044198A1
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Germany
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stiffening
transport
rollers
goods
reworking
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Withdrawn
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DE200610044198
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English (en)
Inventor
Sönke Christian Blüthgen
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Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
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Publication date
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Publication of DE102006044198A1 publication Critical patent/DE102006044198A1/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H29/00Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles
    • B65H29/70Article bending or stiffening arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, bei dem das Gut bei seinem Transport durch wenigstens ein Aussteifungsorgan wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt bekommt, deren Wellenform sich im Wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im Wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung aufzuzeigen, die bei schonender Behandlung des zu versteifenden Gutes dieses bedarfsgerecht nachhaltig versteift. Diese Aufgabe wird in Verfahrenshinsicht dadurch gelöst, dass wenigstens ein Nacharbeitsorgan die Aussteifungswelle beim weiteren Transport des Gutes verstärkt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, bei dem das Gut bei seinem Transport durch wenigstens ein Aussteifungsorgan wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt bekommt, deren Wellenform sich im wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt.
  • Des weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, umfassend wenigstens ein Aussteifungsorgan, welches dem Gut bei seinem Transport wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt, deren Wellenform sich im wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt, vorzugsweise zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens.
  • Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorgenannten Gattungen sind zum Beispiel aus der EP 0 765 834 B1 bekannt. Die dortige 3 zeigt zum Beispiel eine Wellenform in einem Bogen, wie sie oben angesprochen ist. Als Aussteifungselemente eines Aussteifungsorgans werden eine im wesentlichen hantelförmig profilierte und eine mittige, ballig profilierte Aussteifungsrolle, die miteinander verzahnen und einen Transportspalt für den Bogen bilden, verwendet. Der Transportspalt weist durch die Aussteifungsrollen ein Wellenprofil auf, das auch dem jeweils transportierten Bogen aufgezwungen wird.
  • Es könnten aber beispielsweise auch einfache zylindrische Transportrollen zum Vorschieben des jeweiligen Bogens verwendet werden, und die gewünschte Wel le könnte dem vorragenden Bogen dann mit einem den Bogen eindrückenden bzw. einfurchenden Finger als Aussteifungsorgan erteilt werden.
  • Derartige Aussteifungsorgane werden insbesondere für einen Bogenausleger oder eine Bogenablage einer Druckmaschine verwendet, können aber beispielsweise auch in der Verpackungstechnik eingesetzt werden.
  • Bei derartigen Aussteifungen zu einer Ablage des Bogens, zum Beispiel auf einem Tablett, besteht das Problem, dass vor allem dünne Bögen, also zum Beispiel Papiere mit geringer Grammstur, besonders gut ausgesteift werden müssen, damit solche Bögen weit genug frei und ausgesteift vorkragen, um präzise flächig abgelegt werden zu können, während relativ steife dicke Bögen keine weitere Aussteifung benötigen und durch eine wellenförmige Verformung irreversibel geschädigt werden können. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, Aussteifungsorgane so nachgiebig zu verfedern, dass sie nur auf dünne Bögen einwirken, während steifere Bögen die Aussteifungsorgane einfach wirkungslos wegdrücken. Dadurch wird das Problem aber nur vermindert. Ist die Verfederung nämlich zu stark eingestellt, so werden auch steife Bögen noch verformt, ist sie zu schwach eingestellt, werden dünne Bögen nicht nachhaltig genug versteift. Ganz dünne Bögen, von zum Beispiel kleiner oder gleich 80 g/m2 werden unter Umständen auch bei noch so straffer Feder nie nachhaltig genug versteift.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung aufzuzeigen, die bei schonender Behandlung des zu versteifenden Gutes dieses bedarfsgerecht nachhaltig versteift.
  • Diese Aufgabe wird in Verfahrenshinsicht dadurch gelöst, dass wenigstens ein Nacharbeitsorgan die Aussteifungswelle beim weiteren Transport des Gutes verstärkt.
  • Mit besonderem Vorteil kann also ein Aussteifungsorgan in gewohnter Weise genutzt werden und das erfindungsgemäße Nacharbeitorgan merzt mit Vorteil die damit verbundenen Nachteile aus und erhält und verstärkt die Aussteifung bedarfsgerecht.
  • Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass Bereiche des Gutes, die sich seitlich neben dem Wellenkammverlauf befinden, mit dem Nacharbeitsorgan in einem Winkel zur Transportrichtung mehr zu der in Transportrichtung orientierten Mittelachse des Gutes und näher zueinander transportiert werden.
  • Die einmal mit dem Aussteifungsorgan erzeugte Wellenform wird, insbesondere bevor sie wieder zusammenfällt, mit besonderem Vorteil erfindungsgemäß dadurch erhalten und sogar verstärkt, dass zwangsweise das Gut zu seiner Mitte hin etwas zusammengeschoben wird. Da dies mit einem Reibschluss erfolgt, wirkt sich dies auf steiferes Gut nicht aus, da dieses durch seinen eigenen Widerstand nur Schlupf erzeugt. Auch in dieser Weise wird also die Welle bedarfsgerecht erzeugt und verstärkt.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, umfassend wenigstens ein Aussteifungsorgan, welches dem Gut bei seinem Transport wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt, deren Wellenform sich im wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt, vorzugsweise zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, zeichnet sich in selbständiger Lösung der gestellten Aufgabe aus durch wenigstens ein Nacharbeitsorgan, das die Aussteifungswelle beim weiteren Transport des Gutes verstärkt. Auf die damit verbundenen Vorteile wurde schon im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eingegangen.
  • Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass das Nacharbeitsorgan als eine aus Transportrollenpaaren bestehende Transporteinrichtung ausgebildet ist, von denen wenigstens zwei nahezu koaxial angeordnete Transportrollen derart in einem axialen Winkel zueinander und, vorzugsweise zu einander symmetrisch auf unterschiedlichen Seiten einer in Transportrichtung weisenden Mittellinie schräg angeordnet sind, derart, dass die jeweiligen Förderrichtungen dieser beiden Transportrollen sich in Transportrichtung, vorzugsweise auf der Mittellinie, schneiden. Die so angeordneten Transportrollen schieben das Gut also so zusammen, dass eine durch das Aussteifungsorgan vorhandene Welle sich erhält und verstärkt. Dies wirkt sich vorrangig auf dünneres Gut, also bedarfsgerecht aus, weil dies mit einem Reibschluss erfolgt. Auf steiferes Gut wirkt es sich nicht oder weniger aus, da dieses durch seinen eigenen Widerstand nur Schlupf erzeugt und die Transportrollen mehr oder weniger wirkungslos durchrutschen, was vorrangig ihre vektorielle Querförderkomponente betrifft, während ein Transport in Transportrichtung ausreichend stattfindet.
  • Die Abwinkelung der etwas schräg gestellten Transportrollen kann sehr klein sein, so dass auch entsprechend die genannte vektorielle Querförderkomponente klein sein kann. Vorzugsweise können die Achsen der schräg gestellten Transportrollen jeweils in einem Winkel von etwa 1°, vorzugsweise von etwa 0,8°, zur Querrichtung zur Transportrichtung orientiert sein.
  • Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die schräg gestellten Transportrollen jeweils als Teil eines Rollenpaares mit einer Gegenrolle zusammenwirken, wobei die Achsen der Gegenrollen genau koaxial zueinander und quer zur Transportrichtung ausgerichtet sind. Auch hierdurch wird ein Transport in Transportrichtung vorrangig begünstigt und ein gewisses Durchrutschen der schräg gestellten Transportrollen zugelassen.
  • Die schräg gestellten Transportrollen sitzen vorzugsweise mittig auf den Gegenrollen auf und sind nur etwas schräg gedreht, so dass die sie verbindende Achslinie oder tatsächlich verbindende physikalische Achse leicht abgeknickt ist, derart, dass sich der Scheitelpunkt der Abwinklung oder Abknickung der verlängerten Achslinien der schräg gestellten Transportrollen in Transportrichtung gesehen vor der Achslinie der Gegenrollen befindet. Eine tatsächliche, mechanische Abknickung einer Verbindungsachse kann zum Beispiel sehr einfach und genau mit einer Einkerbung im Scheitelpunkt der gewünschten Abknickung erfolgen. Vor zugsweise beträgt der Abstand des genannten Scheitelpunktes zur Achslinie der Gegenrollen etwa 1 bis 2 mm, vorzugsweise etwa 1,7 mm.
  • Im Vorhergehenden wurde vorrangig davon ausgegangen, dass bevorzugt Bögen ausgesteift werden sollen. Es könnte aber auch ein endlos von der Rolle kommendes Gut auf erfindungsgemäße Weise ausgesteift werden. Da erfindungsgemäß die Verstärkung der Aussteifungswelle bevorzugt etwa linear mit der Länge des durchgelaufenen Gutes wächst, wäre bei längerem Gut oder erst recht bei quasi endlosem Gut irgendwann eine Grenze erreicht. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht im Hinblick darauf daher vorzugsweise vor, dass das Nacharbeitsorgan in seiner Wirkung an- und abschaltbar ist. Transportrollen könnten zum Beispiel kurzzeitig vom Gut abgehoben werden, um eine gewisse Glättung zeitweilig zuzulassen.
  • Die Transportrollen des Nacharbeitsorgans sollen das Gut bevorzugt selbst nicht durch Profile verformen, weshalb vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Transportrollen im wesentlichen eine unprofilierte Zylinderform aufweisen.
  • Für eine bedarfsgerechte Aussteifung kann auch erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Aussteifungsorgan unter einer nachgiebigen Federkraft in Anlage mit dem Gut steht, so dass sich Aussteifungselemente von steiferem Gut wirkungslos verdrängen lassen. Bevorzugt wird die Federkraft erfindungsgemäß so eingestellt, dass die Aussteifung sich nur auf Papierbögen von etwa größer oder gleich 150 g/m2 Grammstur auswirkt.
  • Bevorzugt ist auch erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Aussteifungsorgan einen Transportspalt für das Gut zwischen sich bildende Aussteifungsrollen umfasst, wobei die Aussteifungsrollen vorzugsweise auf zueinander parallelen Achsen in Lücke verzahnt zueinander angeordnet sind. Die Aussteifungsrollen weisen vorzugsweise jeweils ein balliges Profil auf.
  • Einzelne Aspekte der Erfindung und ihres Umfeldes sollen im Nachfolgenden noch einmal mit anderen Worten herausgestellt werden, ohne dass hierdurch ei ne Einschränkung der Erfindung in ihrem Gegenstand und/oder in ihrem Umfange erfolgen soll.
  • Aussteifungen flächigen Gutes mit sogenannten Aussteifungsrollen sind an sich bekannt. Diese Rollen übernehmen sowohl die Funktion des Transportes als auch der Aussteifung des Gutes durch Einprägen einer wellenförmigen Gestalt in das Gut.
  • Teilweise werden die Funktionen Transport und Aussteifung auch entkoppelt. Dann kommen herkömmliche Transportrollen sowie in Transportrichtung zeitgleich wirkende Aussteifungsrollen zum Einsatz, welche ebenfalls auf dem Prinzip der Zwangsverformung des Gutes beruhen.
  • Die Gestalt der Aussteifungsrollen erfordert eine begrenzte Normalkraft auf die Transportrollen, um eine Beschädigung (Knicke) des Gutes zu vermeiden. Dadurch ist die Traktion dieser Rollenpaarung, welche auf das Gut wirken kann, stark limitiert. Somit ist es nur sehr begrenzt möglich, das Gut auch noch zu beschleunigen oder abzubremsen, was für bestimmte Anwendungsfälle und Produktivitäten aber erwünscht oder sogar notwendig sein kann, zum Beispiel bei der Förderung von Bögen auf ein Ablagetablett ab bestimmten Prozessgeschwindigkeiten.
  • Die Wirksamkeit von separaten, zeitgleich wirkenden Aussteifungsrollen ist insoweit begrenzt, als die Zwangsverformung des Gutes, insbesondere innerhalb von Transportrollen, nur begrenzt möglich ist, da z. B. unter Umständen die Vorderkante eines Bogens während des Aussteifungsbemühens bereits von nächstfolgenden Transportrollen gehalten wird, also quasi die Aussteifungsmöglichkeit begrenzend, eingespannt ist.
  • Auch bei einer Optimierung der Form bzw. des Profils von Aussteifungsrollen kann es zudem dennoch bei leichtern oder dünnen Gut zu sichtbaren Verknickung des Gutes kommen. Auch ist zudem kein Beschleunigen und nur ein begrenztes Abbremsen des Gutes möglich.
  • Erfindungsgemäß soll insbesondere und vorzugsweise die Anforderung erfüllt werden, bogenförmige Papierbögen unterschiedlichsten Gewichts, Formats und/oder unterschiedlicher Beschichtung bedarfsgerecht auszusteifen, um diese mit Hilfe eines Transportrollenpaares durch einen freien, nicht von Stütz- und Leitelementen definierten Raum befördern zu können, ohne dass die Bögen durch Eigengewicht (statische und dynamische Effekte) oder elektrostatische Kräfte kollabieren.
  • Weiterhin soll es bevorzugt möglich sein, die Bögen vor der Freigabe aus Transportrollen auf z. B. ein Ablagetablett zu verzögern, da diese sonst durch ihre kinetische Energie über das Tablett hinausrutschen. Da ab einer bestimmten Prozessgeschwindigkeit mit einhergehenden Lückenabständen zwischen den Bögen, die als eine Art Pufferzone genutzt werden könnten, ein alleiniges Verzögern dieser Bögen nicht möglich ist, müssen die Bögen auch zu beschleunigen sein.
  • Die Bögen werden erfindungsgemäß vorzugsweise mit Transportrollen und Gegenrollen durch einen Transportpfad befördert. Der Transportpfad kann durch zwei Leitebenen gebildet werden, welche vorzugsweise einen etwa 4 mm breiten Spalt bilden, in dem das Gut geführt wird.
  • Zum Beispiel circa 30 mm bevor die Vorderkante eines Gutes in ein letztes Transportrollen-Gegenrollen-Paar vor einer Ausgabe einläuft, wird das Gut vorzugsweise mit Hilfe von Aussteifungsrollen wellig verformt. Unter der Voraussetzung, dass die Vorderkante des Gutes zu diesem Zeitpunkt noch nicht in die letzte Rollenkombination eingelaufen ist, muss nur eine äußerst geringe Verformungskraft durch die Aussteifungsrollen aufgebracht werden.
  • Um der durch die Aussteifungsrollen erzeugten Welle Platz zu verschaffen, sind die Leitelemente des Papierpfades vorzugsweise mit geeigneten Ausschnitten versehen. Bei einem Gut größerer Steifigkeit ist eine Aussteifung durch Wellen des Gutes nicht notwendig. In diesem Fall schwenkt ein Teil der Aussteifungsrollen bei einer bevorzugten Ausführungsform, vorzugsweise gegen eine Federkraft, durch eine nachgiebige Gestaltung aus dem Weg und lässt das steifere Gut ohne Zwangsverformung passieren. Die Nachgiebigkeit wird bevorzugt so eingestellt und gezielt so gestaltet, dass zum Beispiel leichte Papierbögen (bis etwa 150 g/m2) verformt werden und schwerere Bögen die Aussteifungsrollen aus ihrer Position verdrängen können.
  • Das durch die im Vorhergehenden beschriebene Aussteifungseinrichtung vorgewellte Gut läuft anschließend bevorzugt in wenigstens ein letztes, erfindungsgemäß ausgestaltetes Transportrollen-Gegenrollen-Paar, insbesondere vor einer Ablage, ein. Dabei ist die Vorwellung durch die Aussteifungsrollen bevorzugt in der Weise auszulegen, dass die Amplitude der Vorwellung im Bereich der Transportrollen-Gegenrollen-Paare minimal ist, um den Einzug der Vorderkante des Gutes so wenig wie möglich zu stören. unter der Voraussetzung, dass das Verhältnis aus Normalkraft zwischen Transportrollen und Gegenrollen und der Rückstellkraft der Vorwellung sehr gering ist, wird die Vorwellung hierbei innerhalb des geschilderten Transportabschnitts zunächst „eingefroren" und bleibt erhalten.
  • Das vorgewellte Gut wird nun von dem vorzugsweise als letzte Transportrollen-Gegenrollen-Anordnung ausgebildeten, erfindungsgemäßen Nacharbeitsorgan, insbesondere vor einer Ablage des Gutes, in einen freien Raum gefördert, in dem es, da es dort, insbesondere außerhalb einer Maschine, nicht durch Stütz- und Führungselemente gehalten werden kann, wie ein Kragarm frei ausladend vorragen muss und förderbar sein muss. Das wird aber durch die erfindungsgemäße Lösung erzielt.
  • Bei einer bereits im Vorhergehenden erwähnten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Achsen der Transportrollen (oder wahlweise der Gegenrollen) nicht, wie sonst üblich, parallel zu den Achsen der Gegenrollen (oder Transportrollen) angeordnet. Die Achsen einer Rollenart sind vielmehr vorzugsweise in der Weise angeordnet, dass ihre verlängerten Mittellinien sich in der Mitte des Transportpfades in Transportrichtung gesehen vor der (geraden) Achslinie der anderen Rollenpaarmitglieder schneiden. Durch diese Anordnung wird eine lokale Änderung der Transportrichtung des Gutes erreicht.
  • Der Vortriebskomponente wird nun auf jeder der vorzugsweise zwei Transportrollen-Gegenrollen-Paare eine jeweils auf die Transportpfadmitte zugewandte Richtung überlagert. Das vorgewellte Gut wird somit weitergefördert, durch die jeweilige Komponente in Transportpfadmitte wird jedoch die Vorwellung mit zunehmender Transportlänge verstärkt. Nach einer gewissen Förderstrecke ist sogar gegebenenfalls zu beobachten, dass das gewellte Gut die Aussteifungselemente gar nicht mehr berührt, d.h. die Aussteifungswelle durch die winkligen Rollen proportional zur Förderstrecke so verstärkt wird, dass sich das Gut schließlich sogar von den Aussteifungselementen abhebt.
  • An dieser Stelle sei erwähnt, das als Transportrollen angesprochene Rollen nicht unbedingt angetriebene Rollen sein müssen, sondern auch mitlaufen können, und umgekehrt Gegenrollen angetrieben sein können. Insbesondere können die schräg gestellten Rollen und/oder die nicht schräg gestellten Rollen erfindungsgemäß angetrieben sein.
  • Dadurch, dass die Transportrollen und Gegenrollen nichts mit der Erzeugung der eigentlichen Wellenbildung zu tun haben, können sie leichteres Gut auch nicht zerknicken, da zwischen den bevorzugt zylindrischen Mantelflächen dieser Rollen keine Zwangsverformung des Gutes stattfindet. Das hat wiederum den Vorteil, dass gewünschtenfalls nahezu unbegrenzte Federkräfte zwischen diesen Transportrollen und Gegenrollen eingestellt werden können, wodurch wiederum ein starkes Abbremsen und/oder Beschleunigen des Gutes ermöglicht wird.
  • Die als Aussteifungselemente bezeichneten Elemente müssen auch erfindungsgemäß nicht unbedingt als drehbar gelagerte Elemente bzw. Rollen verstanden werden. Sie können zum Beispiel auch statt dessen als schwenkbare Finger oder als starre, in den Transportpfad ragende Elemente ausgeführt werden. Auch die Anzahl der Aussteifungselemente ist prinzipiell beliebig und somit ist die Wellenform prinzipiell variabel gestaltbar.
  • Weitere Aussteifungselemente könnten jeweils auch außerhalb des Bereichs von Transportelementen angebracht werden, um die frei beweglichen Außenseiten des Gutes nahezu kraftfrei zu verformen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben können, auf das die Erfindung in ihrem Umfang aber nicht beschränkt ist, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
  • 1 eine Ansicht eines Aussteifungsorgan in Transportrichtung eines Gutes gesehen,
  • 2 eine Seitenansicht des Aussteifungsorgans gemäß 1 mit einem in Transportrichtung nachgeordneten Nacharbeitsorgan und
  • 3 eine Draufsicht auf ein Nacharbeitsorgan gemäß 2.
  • Die 1 zeigt eine Ansicht eines Aussteifungsorgan in Transportrichtung eines Gutes gesehen.
  • Das beispielhaft gezeigte Aussteifungsorgan umfasst als Aussteifungselemente drei Aussteifungsrollen 1, die auf zueinander parallelen Achsen 2 gelagert sind und, auf Lücke zueinander angeordnet, miteinander verzahnen. Die Aussteifungsrollen 1 haben ein balliges Profil. Durch die Ausbildung und Anordnung der Aussteifungsrollen 1 erhält ein durch das Aussteifungsorgan transportiertes Gut 3 eine Wellenform zu dessen Aussteifung.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des Aussteifungsorgans gemäß 1 mit einem in Transportrichtung nachgeordneten Nacharbeitsorgan.
  • In 2 ist erkennbar, dass den Aussteifungsrollen 1 in Transportrichtung 8 des Gutes 3 ein Nacharbeitsorgan nachgeordnet ist, das Rollen 4, 6 auf Achsen 5, 7 umfasst. Die Rollen 4, 6 sind einfach zylindrisch ausgebildet. Das Besondere daran ist, dass jeweils ein Paar von Rollen 4 und 6 einen Förderspalt für das Gut 3 bildet, jedoch die jeweilige Rolle 6 zur Rolle 4 derart schräg gestellt ist, dass die Rolle 6 das Gut mit einer kleinen vektoriellen Komponente etwas zu dessen in Transportrichtung 8 weisenden Mittellinie zwingt, während die jeweilige Rolle 4 genau in Transportrichtung 8 ausgerichtet ist. Durch die Stellung der Rollen 6 zueinander, die in diesem Ausführungsbeispiel dadurch bewirkt wird, dass die Achse 7 der Rollen 6 etwas abgewinkelt ist, wird das Gut somit zu seiner Mitte hin zusammengeschoben, und zwar immer stärker, je weiter es durch das Nachbearbeitungsorgan hindurchgefördert wird. Dazu ist in der 2 angedeutet, dass das Gut 3 vor dem Aussteifungsorgan in seinem Bereich 3a schon etwas wellig aufgeworfen wird, weil in seinem Bereich 3b durch die Aussteifungsrollen 1 dem Gut eine Welle wie in 1 erteilt wird. Durch das Nacharbeitsorgan wird die Wellenform dann in dem Bereich 3c noch verstärkt.
  • Der Abstand zwischen dem Aussteifungsorgan und dem Nacharbeitsorgan könnte deutlich größer sein als gezeichnet. Insbesondere könnte bogenförmiges Gut schon aus dem Aussteifungsorgan freikommen, sobald es mit seiner Vorderkante in das Nacharbeitsorgan gelangt ist. Das Gut könnte nach dem Nacharbeitsorgan für seine Ablage frei vorkragen, wobei der Transportpfad aus Aussteifungsorgan und Nacharbeitsorgan auch so angelegt und ausgerichtet sein könnte, dass das Gut leicht schräg nach oben gefördert wird.
  • 3 zeigt eine Draufsicht auf ein Nacharbeitsorgan gemäß 2.
  • Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen versehen wie in den vorhergehenden Figuren.
  • In der 3 ist insbesondere das Übereinander der Rollen 4 und 6 und der Achsen 7 und 5 zu erkennen, wobei die Rollen 4 und die Achse 5 mit gestrichelten Linien gezeichnet sind. Dabei ist insbesondere die jeweilige Schrägstellung der Rollen 6 zu erkennen und die Abknickung der Achse 7. Der Abstand 9 des Scheitelpunkts der Abknickung der Achse 7 zu dem nächstgelegenen Punkt der gera den Achse 5 kann zum Beispiel etwa 1,7 mm betragen. Mit der geraden Achse 5 können dabei die abgeknickten Schenkel der Achse 7 jeweils einen Winkel von etwa 0,8° bilden.

Claims (15)

  1. Verfahren zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, bei dem das Gut bei seinem Transport durch wenigstens ein Aussteifungsorgan wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt bekommt, deren Wellenform sich im wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Nacharbeitsorgan die Aussteifungswelle beim weiteren Transport des Gutes verstärkt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bereiche des Gutes, die sich seitlich neben dem Wellenkammverlauf befinden, mit dem Nacharbeitsorgan in einem Winkel zur Transportrichtung mehr zu der in Transportrichtung orientierten Mittelachse des Gutes und näher zueinander transportiert werden.
  3. Vorrichtung zur Aussteifung eines flexiblen, flächigen Gutes, insbesondere eines Bogens, vorzugsweise für dessen Ablage, insbesondere in einem Ausleger einer Druckmaschine, umfassend wenigstens ein Aussteifungsorgan, welches dem Gut bei seinem Transport wenigstens eine Aussteifungswelle erteilt, deren Wellenform sich im wesentlichen quer zur Transportrichtung ausbildet und deren Wellenkamm sich im wesentlichen in Transportrichtung fortsetzt, vorzugsweise zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch wenigstens ein Nacharbeitsorgan, das die Aussteifungswelle beim weiteren Transport des Gutes verstärkt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Nacharbeitsorgan als eine aus Transportrollenpaaren bestehende Transporteinrichtung ausgebildet ist, von denen wenigstens zwei nahezu koaxial angeordnete Transportrollen derart in einem axialen Winkel zueinander und, vorzugsweise zueinander symmetrisch auf unterschiedlichen Seiten einer in Transportrichtung weisenden Mittellinie schräg angeordnet sind, derart, dass die jeweiligen Förderrichtungen dieser beiden Transportrollen sich in Transportrichtung, vorzugsweise auf der Mittellinie, schneiden.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen der schräg gestellten Transportrollen jeweils in einem Winkel von etwa 1°, vorzugsweise von etwa 0,8° zur Querrichtung zur Transportrichtung orientiert sind.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die schräg gestellten Transportrollen jeweils als Teil eines Rollenpaares mit einer Gegenrolle zusammenwirken, wobei die Achsen der Gegenrollen genau koaxial zueinander und quer zur Transportrichtung ausgerichtet sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Scheitelpunkt der Abwinklung der verlängerten Achslinien der schräg gestellten Transportrollen in Transportrichtung gesehen vor der Achslinie der Gegenrollen befindet.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des genannten Scheitelpunktes zur Achslinie der Gegenrollen etwa 1 bis 2 mm, vorzugsweise etwa 1,7 mm, beträgt.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Nacharbeitsorgan in seiner Wirkung an- und abschaltbar ist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportrollen im wesentlichen eine unprofilierte Zylinderform aufweisen.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussteifungsorgan unter einer nachgiebigen Federkraft in Anlage mit dem Gut steht.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft so eingestellt ist, dass die Aussteifung sich nur auf Papierbögen von etwa größer gleich 150 g/m2 auswirkt.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussteifungsorgan einen Transportspalt für das Gut zwischen sich bildende Aussteifungsrollen umfasst.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussteifungsrollen auf zueinander parallelen Achsen in Lücke verzahnt zueinander angeordnet sind.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussteifungsrollen jeweils ein balliges Profil aufweisen.
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