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DE102006032847B4 - Passiver Schwingungstilger mit einer über mehrere Biegeelemente an einer Basis gelagerten Tilgermasse - Google Patents

Passiver Schwingungstilger mit einer über mehrere Biegeelemente an einer Basis gelagerten Tilgermasse Download PDF

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DE102006032847B4
DE102006032847B4 DE200610032847 DE102006032847A DE102006032847B4 DE 102006032847 B4 DE102006032847 B4 DE 102006032847B4 DE 200610032847 DE200610032847 DE 200610032847 DE 102006032847 A DE102006032847 A DE 102006032847A DE 102006032847 B4 DE102006032847 B4 DE 102006032847B4
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Stefan Homann
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F7/00Vibration-dampers; Shock-absorbers
    • F16F7/10Vibration-dampers; Shock-absorbers using inertia effect
    • F16F7/104Vibration-dampers; Shock-absorbers using inertia effect the inertia member being resiliently mounted

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Abstract

Passiver Schwingungstilger (1) mit einer über mindestens zwei Biegeelemente (4, 5) an einer Basis (7) gelagerten Tilgermasse (2), wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen (9, 10) von der Basis (7) zu der Tilgermasse (2) verlaufenden Biegeelemente (4, 5) in einer quer zu seiner Hauptachse (9, 10) verlaufenden Biegerichtung (11, 12) biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse (9, 10) verlaufenden Richtung (18, 19) biegesteif ist, wobei beide Biegeelemente (4, 5) so um ihre Hauptachse gegenüber der Basis (7) und der Tilgermasse (2) verdrehbar gelagert sind, dass ein Winkel (23) zwischen den Biegerichtungen (11, 12) der beiden Biegeelemente (4, 5) veränderbar ist, wobei die Drehbewegungen der beiden Biegelemente (4, 5) um ihre Hauptachsen (9, 10) gekoppelt sind.

Description

  • TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen passiven Schwingungstilger mit einer über mindestens zwei Biegeelemente an einer Basis gelagerten Tilgermasse, wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen von der Basis zu der Tilgermasse verlaufenden Biegeelemente in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung beigesteif ist.
  • Bei den Biegeelementen eines solchen Schwingungstilgers, die in einer quer zu ihrer jeweiligen Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu ihrer jeweiligen Hauptachse verlaufenden Richtung biegesteif sind, kann es sich insbesondere um Blattfedern handeln. Blattfedern weisen in Richtung der Normalen zu ihrer Blattebene eine geringe Federsteifigkeit gegenüber Biegungen und senkrecht dazu eine extrem hohe Federsteifigkeit gegenüber Biegungen auf. Für die vorliegende Erfindung kommt es aber nur darauf an, dass die Biegeelemente in ihrer Biegerichtung und in ihrer senkrecht dazu verlaufenden anderen Richtung unterschiedliche Federsteifigkeiten in Bezug auf ihre Biegung aufweisen. So reichen bereits unterschiedliche Steifigkeiten aus, bei denen die höhere in der anderen Richtung um mindestens 50% größer ist als die niedrigere in der Biegerichtung.
  • STAND DER TECHNIK
  • Ein passiver Schwingungstilger weist dann eine besonders hohe Wirksamkeit auf, wenn seine Tilgereigenfrequenz auf die zu dämpfende Schwingung exakt abgestimmt ist. Dies gilt insbesondere bei Tilgern mit geringer Eigendämpfung, die ihre Wirksamkeit nur in einem sehr schmalen Frequenzbereich entfalten. Tilger mit geringer Eigendämpfung sind jedoch bei richtiger Abstimmung besonders wirksam in der Dämpfung einer Schwingung einer Struktur, an die sie angekoppelt sind.
  • Es sind schon viele Versuche unternommen worden, die Eigenfrequenz eines passiven Schwingungstilgers variabel zu gestalten. So gibt es Ansätze, bei einem passiven Schwingungstilger, bei dem die Tilgermasse über ein Biegeelement, beispielsweise eine Blattfeder, an der Basis gelagert ist, den Abstand zwischen der Tilgermasse und der Basis zu variieren, um auf diese Weise die Eigenfrequenz des Schwingungstilgers zu verändern. Eine derartige Verschiebung der Masse gegenüber der Basis verlangt jedoch einen erheblichen mechanischen Aufwand, der die Kosten eines solchen Schwingungstilgers extrem in die Höhe treibt.
  • Bei einem bekannten passiven Schwingungstilger mit einer über mindestens zwei Biegeelemente an einer Basis gelagerten Tilgermasse, wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen von der Basis zu der Tilgermasse verlaufenden Biegeelemente in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung beigesteif ist, sind die beiden Biegeelemente in ihrer gemeinsamen Biegerichtung hintereinander angeordnet und führen so die Tilgermasse bei ihren Auslenkungen parallel zu der Basis.
  • Ein passiver Schwingungstilger mit einer über ein Biegeelement an einer Basis gelagerten Tilgermasse, wobei das mit seiner Hauptachse von der Basis zu der Tilgermasse verlaufende Biegeelement in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung biegesteif ist und wobei die Tilgereigenfrequenz mittels eines Linearaktuators, mit dem das Biegeelement auf Druck belastbar ist, einstellbar ist, ist aus der DE 103 51 243 A1 bekannt.
  • Aus der DE 195 12 920 A1 ist ein passiver Schwingungsdämpfer mit einer über mindestens zwei Biegelemente an einer Basis gelagerten Masse bekannt, wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen von der Basis zu der Masse verlaufende Biegeelement in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung biegesteif ist und wobei beide Biegeelemente so um ihre Hauptachsen gegenüber der Basis und der Masse verdrehbar gelagert sind, dass ein Winkel zwischen den Biegerichtungen der beiden Biegeelemente veränderbar ist.
  • AUFGABE DER ERFINDUNG
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen passiven Schwingungstilger mit einer über mindestens zwei Biegeelemente an einer Basis gelagerten Tilgermasse, wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen von der Basis zu der Tilgermasse verlaufenden Biegeelemente in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung beigesteif ist, aufzuzeigen, bei dem die Tilgereigenfrequenz mit vertretbarem mechanischem Aufwand in weiten Grenzen veränderbar ist.
  • LÖSUNG
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen passiven Schwingungstilger mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele des neuen Schwingungstilgers sind in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 8 definiert.
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Bei dem neuen Schwingungstilger ist mindestens eines der beiden Biegeelemente so um seine Hauptachse gegenüber der Basis und der Tilgermasse verdrehbar gelagert, dass ein Winkel zwischen den Biegerichtungen der beiden Biegeelemente veränderbar ist. Die Biegesteifigkeit der Gesamtanordnung aus den beiden Biegeelementen hängt davon ab, wie die Biegeelemente zueinander orientiert sind. Von der Biegesteifigkeit der Gesamtanordnung wiederum hängt unmittelbar die Tilgereigenfrequenz ab. Am niedrigsten ist die Biegesteifigkeit der Gesamtanordnung, wenn die beiden Biegerichtungen der beiden Biegeelemente, in denen sie biegeweich sind, zusammenfallen. In diesem Fall ist auch die Tilgereigenfrequenz der Gesamtanordnung am niedrigsten. Am höchsten hingegen ist die Biegesteifigkeit der Gesamtanordnung, wenn sich die Biegerichtungen der Biegeelemente unter einem Winkel von 90° schneiden. In diesem Fall nimmt auch die Tilgereigenfrequenz der Gesamtanordnung ihren Maximalwert an. Je nachdem wie weit die beiden Federsteifigkeiten der Biegeelemente in ihrer Biegerichtung und ihrer dazu senkrecht verlaufenden Richtung dazu auseinander fallen, kann die Tilgereigenfrequenz in einem sehr großen Bereich stufenlos variiert werden.
  • Wenn nur eines der beiden Biegeelemente gegenüber der Basis und der Tilgermasse verdreht würde, so änderte sich beim Verdrehen dieses Biegeelements die Biegerichtung der Gesamtanordnung. Dies wäre nur dadurch teilweise kompensierbar, dass das nicht verdrehbare Biegeelement in seiner Richtung senkrecht zu der Biegerichtung extrem biegesteif wäre, so dass die Biegerichtung des Gesamtsystems immer im Wesentlichen mit der Biegerichtung des nicht verdrehbaren Biegeelements zusammenfiele, doch würde hierdurch der mit der Tilgereigenfrequenz abdeckbare Frequenzbereich begrenzt. Vorteilhaft ist es daher, dass beide Biegeelemente um ihre Hauptachse gegenüber der Basis und der Tilgermasse verdrehbar gelagert sind, um mit der Drehbewegung des jeweils anderen Biegeelements die Verlagerung der Biegerichtung der Gesamtanordnung aufgrund der Verdrehung des jeweils einen Biegeelements zu kompensieren. Dabei sind die Drehbewegungen der beiden Biegeelemente um ihre Hauptachsen vorzugsweise so gekoppelt, dass die gemeinsame Biegerichtung gegenüber der Basis fest bleibt. Bei gleichen Biegeelementen wird dies dadurch erreicht, dass die Drehbewegungen der beiden Biegeelemente gleich groß und gegenläufig sind. Eine gegenläufige Kopplung der Drehbewegung der beiden Biegeelemente kann durch Zahnradsegmente erfolgen. Bei gleicher Zahnzahl pro Umfangswinkel um die Hauptachsen sind dann die beiden Drehbewegungen auch gleich groß.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des neuen Schwingungstilgers ist neben den beiden bisher beschriebenen Biegeelementen mindestens ein weiteres Biegeelement vorgesehen, das mit seiner Hauptachse von der Basis zu der Tilgermasse verläuft, in einer quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Biegerichtung biegeweich ist sowie in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse verlaufenden Richtung biegesteif ist und demgegenüber die beiden Biegeelemente in gegenläufigen Richtungen verdrehbar sind. Dieses weitere Biegeelement, das selbst nicht verdreht wird, stabilisiert die Gesamtanordnung und insbesondere die Biegerichtung der Gesamtanordnung. Dies gilt in besonderem Maße, wenn zwei weitere Biegeelemente vorgesehen sind, die die gleiche Biegerichtung aufweisen und die in dieser Biegerichtung hintereinander angeordnet sind. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die beiden verdrehbaren Biegeelemente zwischen den beiden weiteren Biegeelementen angeordnet sind.
  • In einer speziellen Ausführungsform des neuen Schwingungstilgers erstrecken sich alle Biegeelemente in einer symmetrischen Anordnung zu der Basis zwischen zwei Tilgermassen. Ein solcher Doppeltilger, der bis auf die Verdrehbarkeit mindestens eines Biegeelements grundsätzlich bekannt ist, übt in vorteilhafter Weise keine Torsionsmomente auf die Basis auf, wenn die beiden Tilgermassen spiegelsymmetrisch zur Basis schwingen. Auch bei einem derartigen doppelten Schwingungstilger müssen aber die verdrehbaren Biegeelemente direkt an der Basis abgestützt sein. Hierzu können die Biegeelemente einen mittigen Bund aufweisen. Bevorzugt ist es jedoch, wenn die Biegeelemente zylindrisch ausgebildet sind. Sie können dann durch eine entsprechende zylindrische Ausnehmung in der Basis verlaufen. Es ist aber auch möglich, sie in einen Körper aus einem verformbaren Material einzubetten und sie nur über diesen an der Basis abzustützen.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind den Zeichnungen – insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung – zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.
  • KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben.
  • 1 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform des neuen passiven Schwingungstilgers.
  • 2 zeigt einen Querschnitt durch den Schwingungstilger gemäß 1 senkrecht zu den Hauptachsen seiner Biegeelemente bei Abstimmung des Schwingungstilgers auf seine niedrigste Tilgereigenfrequenz.
  • 3 zeigt einen 2 entsprechenden Schnitt durch den Schwingungstilger gemäß 1, wobei der Schwingungstilger auf eine höhere Tilgereigenfrequenz abgestimmt ist.
  • 4 zeigt einen den 2 und 3 entsprechenden Schnitt durch eine andere Ausführungsform des neuen Schwingungstilgers.
  • 5 zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform des neuen Schwingungstilgers mit zwei symmetrisch zueinander angeordneten Tilgermassen; und
  • 6 zeigt einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform des neuen Schwingungstilgers mit zwei symmetrisch zueinander angeordneten Tilgermassen.
  • FIGURENBESCHREIBUNG
  • Der in den 1 bis 3 gezeigte Schwingungstilger 1 weist eine Tilgermasse 2 auf, die über vier Biegelemente 3 bis 6 an einer Basis 7 gelagert ist. Über die Basis 7 ist der Schwingungstilger 1 an eine Struktur 8 angekoppelt, deren Schwingungen mit dem Schwingungstilger 1 gedämpft werden sollen. Damit diese Dämpfung wirksam erfolgt, muss die Eigenfrequenz des Schwingungstilgers 1 der Frequenz der Schwingung der Struktur 8 entsprechen, die gedämpft werden soll. Um die Tilgereigenfrequenz des Schwingungstilgers 1 exakt auf die Frequenz der zu dämpfenden Schwingung der Struktur 8, bei der es sich typischerweise um eine Eigenschwingung der Struktur 8 handelt, abzustimmen, sind die beiden mittleren Biegeelemente 4 und 5 gegenüber den beiden äußeren Biegelementen 3 und 6 um ihre zwischen der Basis 7 und der Tilgermasse 2 verlaufenden Hauptachsen verdrehbar. In der in den 1 und 2 gezeigten Drehstellung der Biegeelemente 4 und 5 fallen die Biegerichtungen 11 und 12, in denen die Biegeelemente 4 und 5 senkrecht zu ihren Hauptachsen 9 und 10 biegeweich sind, mit den Biegerichtungen 13 und 14 der Biegeelemente 3 und 6, in denen diese senkrecht zu deren Hauptachsen 15 und 16 biegeweich sind, zusammen. Entsprechend verlaufen alle Richtungen 17 bis 20, in denen die Biegeelemente 3 bis 6 senkrecht zu ihren Biegerichtungen 11 bis 14 und senkrecht zu ihren Hauptachsen 9 und 10 sowie 15 und 16 biegesteif sind, parallel zueinander. In dieser Relativstellung der Biegeelemente weist der Schwingungstilger 1 seine niedrigste Eigenfrequenz bei Schwingungen in den miteinander übereinstimmenden Biegerichtungen 11 bis 14 auf.
  • Um diese Eigenfrequenz stufenlos zu erhöhen, sind die beiden Biegeelemente 4 und 5 gegenüber den Biegeelementen 3 und 6 um ihre Hauptachsen 9 und 10 an der Basis 7 und der Tilgermasse 2 drehbar gelagert. Dabei greifen Zahnradsegmente 21 an dem Biegeelemente 4 in Zahnradsegmente 22 an dem Biegeelement 5 ein, so dass sich die beiden Biegeelemente 4 und 5 gegenläufig um ihre Hauptachsen 9 und 10 verdrehen. Hierdurch ergibt sich ein Winkel 23 zwischen den beiden Biegerichtungen 11 und 12 der Biegeelemente 3 und 4, der doppelt so groß ist wie die gleichgroßen Winkel 24, um die jedes einzelne Biegeelement 3 und 4 um seine Hauptachse 9 bzw. 10 verdreht wird. Durch die gegenläufige Verdrehung der Biegeelemente 3 und 4 wird die Biegesteifigkeit des Schwingungstilgers 1 in der gleich bleibenden Biegerichtung 13 und 14 der Biegeelemente 3 und 6 und entsprechend auch seine Eigenfrequenz in dieser Richtung erhöht. Eine Verdrehung der Biegerichtung des gesamten Schwingungstilgers 1 weg von den Biegerichtungen 13 und 14 der Biegeelemente 3 und 6 erfolgt dabei nicht, da sich die gegenläufigen Verdrehungen der Biegerichtungen 11 und 12 zu den Biegerichtungen 13 und 14 kompensieren. So ist der einzige Effekt der Drehung der Biegeelemente 4 und 5 um ihre Hauptachsen 9 und 10, das ein zunehmender Anteil ihrer anderen Richtungen 18 und 19 in die Biegerichtung des gesamten Schwingungstilgers ausgerichtet wird, und der gesamte Schwingungstilger dadurch immer biegesteifer wird bzw. in seiner Biegerichtung eine immer höhere Tilgereigenfrequenz aufweist. Typischerweise wird bei dem Schwingungstilger 1 bereits ein erheblicher Frequenzbereich mit der Tilgereigenfrequenz überstrichen, wenn die Winkel 24 nur wenige Grad erreichen; dies hängt allerdings von der Verteilung der Steifigkeit der Biegeelemente 4 und 5 um ihre Hauptachsen 9 und 10 ab, d. h. davon, wie sehr sich ihre Biegesteifigkeiten in den Richtungen 11 und 12 von ihren Biegesteifigkeiten in den anderen Richtungen 18 und 19 unterscheiden. Beide Biegeelemente 4 und 5 sind hier aus Symmetriegründen identisch ausgebildet. Dies gilt auch für die beiden Biegeelemente 3 und 6. Es besteht aber keine Notwendigkeit, dass die Biegeelemente 3 und 6 identisch zu den Biegeelementen 4 und 5 ausgebildet sind.
  • 4 skizziert eine Ausführungsform des Schwingungstilgers 1, bei dem vier Biegelemente 4 und 5 sowie 4' und 5' verdrehbar gegenüber der Tilgermasse 2 und der hier nicht dargestellten Basis 7 gelagert sind. Dabei sind die Verdrehbarkeiten der Biegeelemente um die Hauptachsen 9 und 10 sowie 9' und 10' so gekoppelt, dass die Anordnung der Biegeelemente 4 und 5 sowie 4' und 5' in dem in 4 wiedergegebenen Querschnitt immer doppelt spiegelsymmetrisch ist. Dabei kompensieren sich alle Querkomponenten der Biegerichtungen 11 und 12 sowie 11' und 12' der Biegeelemente 4 und 5 sowie 4' und 5', die senkrecht zu der Biegerichtung 25 des gesamten Tilgers 1 verlaufen. Die Kopplung der Drehbewegung der Biegeelemente 4 und 5 sowie 4' und 5' um ihre Hauptachsen 9 und 10 sowie 9' und 10' kann wieder durch hier nur schematisch angedeutete Zahnradsegmente 21 und 22 sowie 21' und 22' erfolgen.
  • 5 skizziert einen Schwingungstilger 1 mit zwei symmetrisch zueinander angeordneten Tilgermassen 2 und 2', die spiegelsymmetrisch gegenüber der Basis 7 angeordnet und an der Struktur 8 gelagert sind. Dabei verlaufen die Biegeelemente 3 bis 6 von der Basis 7 zu beiden Tilgermassen 2 und 2', zumindest sind sie jeweils an der Basis 7 abgestützt. D. h. für die Biegeelemente 4 und 5, dass diese durch die Basis 7 hindurch verdrehbar sind. Die symmetrische Anordnung der Tilgermassen 2 und 2' hat den Vorteil, dass bei einer symmetrischen Schwingungsbewegung der Tilgermassen 2 und 2' keine Torsionskräfte bzw. Biegemomente auf die Struktur 8, sondern nur axiale Kräfte ausgeübt werden.
  • 6 skizziert eine andere Ausführungsform eines Schwingungstilgers 1 mit zwei symmetrisch zueinander angeordneten Tilgermassen 2 und 2'. Hier sind die zwischen den Tilgermassen 2 und 2' verlaufenden verdrehbaren inneren Biegeelemente 4 und 5 im Gegensatz zu den äußeren nicht verdrehbaren Biegeelementen 3 und 6 nicht hart an die Basis 7 angebunden, sondern in ein elastisch verformbares Material 26, beispielsweise einen Elastomerwerkstoff eingebettet. Das Material soll den Abstand zwischen den Biegeelementen 4 und 5 nach der Art eines Sandwichkerns einer auf Biegung beanspruchten Faserverbundleichtbauplatte konstant halten. Dabei sind die Biegeelemente 4 und 5 mit dem Material 26 zu Zylindern 27 ergänzt, die zylindrische Ausnehmungen in einem Körper 28, der ebenfalls aus dem elastischen Material 26 besteht, ausfüllen. Auf diese Weise sind auch die Biegeelemente 4 und 5 in ihrer Mitte zwischen den Tilgermassen 2 und 2' an der Basis 7 abgestützt, so dass sie zwischen den Tilgermassen 2 und 2' auf Biegung beansprucht werden.
  • 1
    Schwingungstilger
    2
    Tilgermasse
    3
    Biegelement
    4
    Biegelement
    5
    Biegelement
    6
    Biegelement
    7
    Basis
    8
    Struktur
    9
    Hauptachse
    10
    Hauptachse
    11
    Biegerichtung
    12
    Biegerichtung
    13
    Biegerichtung
    14
    Biegerichtung
    15
    Hauptachse
    16
    Hauptachse
    17
    Richtung
    18
    Richtung
    19
    Richtung
    20
    Richtung
    21
    Zahnradsegment
    22
    Zahnradsegment
    23
    Winkel
    24
    Winkel
    25
    Biegerichtung
    26
    Material
    27
    Zylinder
    28
    Körper

Claims (8)

  1. Passiver Schwingungstilger (1) mit einer über mindestens zwei Biegeelemente (4, 5) an einer Basis (7) gelagerten Tilgermasse (2), wobei jedes der beiden mit ihren Hauptachsen (9, 10) von der Basis (7) zu der Tilgermasse (2) verlaufenden Biegeelemente (4, 5) in einer quer zu seiner Hauptachse (9, 10) verlaufenden Biegerichtung (11, 12) biegeweich und in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse (9, 10) verlaufenden Richtung (18, 19) biegesteif ist, wobei beide Biegeelemente (4, 5) so um ihre Hauptachse gegenüber der Basis (7) und der Tilgermasse (2) verdrehbar gelagert sind, dass ein Winkel (23) zwischen den Biegerichtungen (11, 12) der beiden Biegeelemente (4, 5) veränderbar ist, wobei die Drehbewegungen der beiden Biegelemente (4, 5) um ihre Hauptachsen (9, 10) gekoppelt sind.
  2. Schwingungstilger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegungen der beiden Biegeelemente (4, 5) so gekoppelt sind, dass sie gegenläufig sind.
  3. Schwingungstilger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeelemente (4, 5) über Zahnradsegmente (21, 22) miteinander gekoppelt sind.
  4. Schwingungstilger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiteres Biegeelement (3, 6) vorgesehen ist, das mit seiner Hauptachse (15, 16) von der Basis (7) zu der Tilgermasse (2) verläuft, in einer quer zu seiner Hauptachse (15, 16) verlaufenden Biegerichtung (13, 14) biegeweich ist sowie in einer dazu senkrechten, ebenfalls quer zu seiner Hauptachse (15, 16) verlaufenden Richtung (17, 20) biegesteif ist und demgegenüber die beiden Biegelemente (4, 5) in gegenläufigen Richtungen verdrehbar sind.
  5. Schwingungstilger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei weitere Biegeelemente (3, 6) vorgesehen sind, die die gleiche Biegerichtung (13, 14) aufweisen und die in dieser Biegerichtung (13, 14) hintereinander angeordnet sind.
  6. Schwingungstilger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verdrehbaren Biegeelemente (4, 5) zwischen den beiden weiteren Biegeelementen (3, 6) angeordnet sind.
  7. Schwingungstilger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich alle Biegeelemente (3 bis 6) in einer spiegelsymmetrischen Anordnung zu der Basis zwischen zwei Tilgermassen (2, 2') erstrecken.
  8. Schwingungstilger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die verdrehbaren Biegelemente (4, 5) zylindrisch ausgebildet und in einen Körper (28) aus einem verformbaren Material (26) eingebettet sind.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19512920A1 (de) * 1995-03-30 1996-10-02 Siemens Ag Stützelement für ein schwingungsbelastetes Aggregat
DE10351243A1 (de) * 2003-10-27 2005-06-09 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Adaptiver Schwingungstilger

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