-
Gebiet der Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft eine Fahrzeugtürverkleidung für ein Kraftfahrzeug
mit einer Kopfaufprallschutzeinrichtung.
-
Neben
Seitenaufprallschutzeinrichtungen, die häufig als Seitenairbag bezeichnet
werden und im Falle ihrer sensorgesteuerten Auslösung einen Kraftfahrzeuginsassen
vor allen Dingen im Becken- und Thoraxbereich schützen sollen,
kommen vermehrt auch Kopfaufprallschutzeinrichtungen in Kraftfahrzeugen
zum Einsatz. Derartige Kopfaufprallschutzeinrichtungen werden häufig als
Headbag bezeichnet und dienen dazu, einen Fahrzeuginsassen gegen
ein Aufprallen des Kopfes gegen die Seitenscheibe zu schützen.
-
Herkömmlicherweise
werden Kopfaufprallschutzeinrichtungen im Dachhimmel von Fahrzeugen
integriert und umfassen einen oder mehrere Gassäcke, die sich bei Auslösung der
Schutzeinrichtung aus dem Dachbereich eines Fahrzeugs entfalten.
-
Bei
Kraftfahrzeugen, bei denen die Unterbringung einer Kopfaufprallschutzeinrichtung
im Dachbereich nicht möglich
ist, wie beispielsweise bei Cabriolets oder Coupés, müssen die Gassäcke bzw. Luftsäcke einer Kopfaufprallschutzeinrichtung
in den Bereich der Türseitenverkleidung
integriert werden.
-
Stand der Technik
-
Die
Innenverkleidung eines üblichen
Türaufbaus
umfasst eine Armauflage, unter der sich derjenige Bereich befindet,
in dem sich häufig
eine Ablagetasche befindet. Über
der Armauflage befindet sich das so genannte Mittelfeld der Türverkleidung.
Der Übergangsbereich
zwischen Mittelfeld und der Oberseite der Türverkleidung, d.h. der Krümmungsbereich
zwischen Mittelfeld und dem im Wesentlichen horizontal angeordneten Übergangsbereich
der Türverkleidung
zur Seitenscheibe wird als Türbrüstung bezeichnet.
-
Türinnenverkleidungen
mit darin angeordnetem Airbagmodul sind in einer Vielzahl aus dem Stand
der Technik bekannt. So ist beispielsweise aus der
DE 103 15 622 A1 eine Sicherheitseinrichtung
in einer Seitenverkleidung der Fahrzeugtür bekannt, bei der ein Airbagmodul
im Rohbaubereich der Tür
angebracht ist, wobei ein Teil des Türrohbaubereichs gleichzeitig
die Funktion besitzt, als Schusskanal für den sich entfaltenden Gassack
zu dienen. Darüber hinaus
ist aus der
EP 1 445
156 A1 eine Seitenaufprallschutzeinrichtung für einen
Fahrzeuginsassen bekannt, bei der ein vorgefertigtes Airbagmodul,
bestehend aus Gassack mit äußerer Umhüllung, Gaslanze
und Druckgasquelle an der Seitenwand der Fahrzeugtür durch
Schrauben oder Ähnliches
befestigt ist.
-
Bei
Auslösung
des Airbagmoduls reißt
die Fahrzeugtürverkleidung über die
gesamte Länge
auf, wobei zur Unterstützung
dieser Bewegung in der Stirnseite der Verkleidung etwa in Höhe des verschwenkbaren
oberen Randbereichs eine definierte Schwächung der Verkleidung vorgesehen
ist.
-
Hierbei
wird eine ungehinderte Entfaltung des Airbags im Auslösefall aber
nur dann gewährleistet,
wenn in das Material der Türinnenverkleidung, somit
in einen Dekorträger
und ggf. einem darüber angeordneten
Dekormaterial eine Schwächung
eingebracht wurde, so dass ein Aufreißen der Türinnenverkleidung im Bereich
einer dafür
vorgesehenen Airbagabdeckung sicher gewährleistet ist. Hierdurch kann
jedoch das äußere Erscheinungsbild
dieses Bereichs der Türinnenverkleidung
entweder von vornherein nachhaltig gestört werden oder sich insbesondere
im Bereich der Materialschwächungen
aufgrund starker Lichteinstrahlung und/oder großer Temperaturwechsel verschlechtern.
-
Darüber hinaus
muss gewährleistet
sein, dass sich der Kopfairbag nahezu parallel zum Seitenfenster
der Fahrzeugtür
entfaltet, um seine volle Schutzwirkung erbringen zu können. Somit
ist es notwendig, dass gerade der direkt an den Fensterschacht anliegende
Bereich der Türinnenverkleidung,
d.h. die Türbrüstung selbst,
derartige Materialschwächungen
aufweist. Hierdurch wird jedoch die Sicherheit dieses Bauteils gegen
eine ungewollte Schädigung
oder Zerstörung
verringert. Dies ist insbesondere aus dem Grund nachteilig, dass
an die Festigkeit und Formhaltigkeit von Türbrüstungen besonders hohe Anforderungen
auch gegen unsachgemäße Belastungen
gestellt sind. Türbrüstungen
müssen
dabei auch Kräften
widerstehen können,
die beispielsweise beim Ein- oder Aussteigen eines Fahrzeuginsassens
durch das geöffnete
Fenster der Tür auf
sie einwirken.
-
Aufgabe der Erfindung
-
Es
war daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Türinnenverkleidung für eine Kraftfahrzeugtür mit Kopfaufprallschutzeinrichtung
zur Verfügung
zu stellen, die eine dauerhaft formstabile und widerstandsfähige Türbrüstung beinhaltet
und gleichzeitig eine nahezu ungehinderte Entfaltung des Kopfairbags
im Auslösefall
gewährleistet.
-
Diese
Aufgabe wird in erfindungsgemäßer Weise
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
-
Die
Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass durch die Bereitstellung
einer in den Fensterschacht eingreifenden und derart am Fensterschacht angebrachten
Einhängeleiste,
dass sie lösbar
am Einbauort angebracht ist, ein Dekorträger mit darauf angeordnetem
Dekormaterial vorzugsweise ohne jede örtliche Schwächung des
Dekormaterials angebracht werden kann und dennoch eine Entfaltung
des Airbags sicher gewährleistet
ist, da sich im Auslösefall
des Airbags die Einhängeleiste
vom Einbauort am Fensterschacht löst und somit auch den durch
die Einhängeleiste
abgestützten
Dekorträger
vom Fensterschacht löst.
-
Die
Einhängeleiste
muss dabei nicht notwendigerweise einstückig ausgestaltet sein oder
die gesamte Breite des Fensterschachts abdecken. Vom Erfindungsgedanken
sind ebenfalls Ausgestaltungsformen umfasst, bei denen die Einhängeleiste
mehrstückig
ausgestaltet ist und/oder nur in einem Bereich direkt oberhalb des
in der Tür
angeordneten Airbagmoduls platziert ist.
-
Die
Befestigung der Einhängeleiste
am Türrohbau
wird dabei im oberen Bereich der Türinnenverkleidung über die
Einhängeleiste
gewährleistet, die
im Dichtprofil des Fensterschachts und auf den Türrohbauflansch aufgesteckt
verhakt wird. Im Bereich der aufzuklappenden Airbagabdeckung kann dann,
sofern dies erforderlich ist, die Höhe der Einhängeleiste reduziert werden,
um ein Aushaken beim Auslösen
des Airbags zu gewährleisten.
Dabei kann der Bereich links und rechts der Airbagklappe in der Dichtung
verhakt bleiben, oder sich ggf. vollständig vom Einbauort lösen.
-
Die
Türinnenverkleidung
gemäß der Erfindung
wird dabei in einer dem Fachmann geläufigen Weise im Wesentlichen über den
gesamten Umfang oder an mehreren Punkten mit dem Rohbau verschraubt,
verklebt und/oder mittels Clipsverbindungen, bei denen Clipse in
Clipretainer eingreifen, verbunden.
-
Beim
Auslösen
des Airbags drückt
der Airbag dann gegen die Türverkleidung,
wobei die zum Lösen
der Einhängeleiste
aus dem Fensterschacht erforderliche Kraft überschritten wird. Hierdurch
wird die Verbindung zwischen Türinnenverkleidung
und Türrohbau
zumindest im Bereich der Airbagklappe in der Türbrüstung vollständig gelöst, wodurch
die Entfaltung des Kopfairbags gewährleistet wird.
-
Die
Türverkleidung
gemäß der Erfindung
besteht dabei bevorzugt aus einem Spritzgusswerkstoff. Darüber hinaus
besitzt die Türverkleidung
ein Dekormaterial, beispielsweise aus TPO2-Folie, einer Formhaut
aus Leder oder einem lederähnlichen
Material, einer PVC-Folie oder dergleichen. Darüber hinaus kann dieses Dekormaterial
hinterschäumt
werden oder aber in einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltungsform
der Erfindung kann der Verbund aus Trägermaterial und Dekormaterial
im sogenannten One-Shot-Verfahren, beispielsweise mittels Strangablegen
oder Hinterspritzen oder dergleichen, hergestellt werden.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Türverkleidung
ist die Einhängeleiste
aus dem Eingriff mit dem Fensterschacht heraus verschwenkbar angeordnet.
Hierdurch wird ein sicheres Wegklappen der Einhängeleiste aus der Entfaltungsrichtung
des Airbags gewährleistet,
wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass sich keine Teile der
Türverkleidung
lösen und
zu einer Verletzung des Fahrzeuginsassens führen können. Zu diesem Zweck können darüber hinaus
auch geeignete Mittel angewendet werden, um ein Abreißen von
Teilen der Innenverkleidung sicher zu unterbinden. Dies kann beispielsweise
durch Einbringen geeigneter Gewebeeinleger in den Dekorträger oder
durch eine Materialverfestigung oder Materialaufdickung in mechanisch
besonders beanspruchten Bereichen der Türinnenverkleidung erfolgen.
-
Zur
Unterstützung
der Loslösung
der Einhängeleiste
und insbesondere der Verschwenkung der Einhängeleiste aus dem Einbauort
am Fensterschacht kann der Dekorträger in einer bevorzugten Ausgestaltungsform
der Erfindung eine im Wesentlichen parallel zum Fensterschacht verlaufende
und unterhalb der Einhängeleiste
angeordnete Materialschwächung
aufweisen, die dann als Umklappbereich oder Umklappscharnier für den als
Airbagklappe agierenden Teil der Türinnenverkleidung dient. Hierdurch
wird eine Türinnenverkleidung
zur Verfügung
gestellt, die vorzugsweise ohne Schwächung des Dekormaterials oberhalb
des Dekorträgers
eine Airbagklappe mit genau definiertem unterem Begrenzungsbereich
schafft. Dies wird überdies
mit besonders einfachen Mitteln erreicht, beispielsweise durch eine
nachträglich
eingebrachte, örtlich
begrenzte Schwächung
eines vorab produzierten Dekorträgers oder
aber durch eine geeignete Ausgestaltung eines formgebenden Werkzeugs
für die
Herstellung des Dekorträgers.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung
weist der Dekorträger
zwei seitlich versetzt zum Airbagmodul angeordnete und im Wesentlichen senkrecht
zum Fensterschacht verlaufende Reißnähte auf. Hierdurch wird insbesondere
im Zusammenwirken mit der oben bereits erwähnten Materialschwächung für den Umklappbereich
eine Airbagabdeckung mit genau definierten Abmessungen bereitgestellt,
wobei die Airbagabdeckung auf einer ersten Seite durch die Abschlusskante
der Innenverkleidung im Bereich des Fensterschachts, auf zwei gegenüberliegend
angeordneten zweiten und dritten Seiten durch die Reißnähte und
auf einer vierten Seite durch den scharnierartig wirkenden Umklappbereich
definiert ist.
-
In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung weist
die Einhängeleiste
dabei mit den Reißnähten korrespondierende
Materialschwächungen
auf oder ist in einer alternativen Ausgestaltungsform in diesem
Bereich zumindest teilweise unterteilt ausgestaltet. Hierdurch wird
eine besonders sichere und ungehinderte Entfaltung des Airbags mit
besonders einfachen Mitteln gewährleistet.
-
In
einer ganz besonders bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung
weisen die Reißnähte innerhalb
des Dekorträgers
Rissauslaufbereiche auf, in denen die Rissausbreitung um wenigstens
90° in Bezug
auf die Haupterstreckungsrichtung einer Reißnaht umgelenkt wird. In einer überaus bevorzugten Ausgestaltungsform
der Erfindung ist die Umlenkung dabei stetig ausgestaltet, wodurch
insbesondere spitze Winkel vermieden werden sollen.
-
Eine
stetige Ausgestaltung ist dabei immer dann gewährleistet, wenn keine Ecken
oder Brüche im
Rissauslaufbereich verwirklicht sind, sondern ein entlang der Reißnaht fortlaufender
Riss sanft aus seiner Haupterstreckungsrichtung um wenigstens 90° umgelenkt
wird. Dies kann beispielsweise in Form einer Teilparabel oder eines
Teilkreises erfolgen.
-
In
jedem Fall wird hierdurch bewirkt, dass die bei der Rissausbreitung
auf die Türinnenverkleidung einwirkenden
Kräfte
im Dekorträgermaterial
verteilt aufgenommen werden können,
so dass eine unkontrollierte Rissausbreitung über den vorab eingebrachten
Reißnahtbereich
hinaus sicher unterbunden wird. Es wird hierdurch mit einfachen
konstruktiven Mitteln sichergestellt, dass die Airbagabdeckung deutlich vorab
definierte Abmessungen aufweist und sich keine Teile der Türinnenverkleidung
beim Auslösen
des Airbags von dieser lösen
können.
-
Die
kontrollierte Rissausbreitung wird dabei in einer ganz besonders
bevorzugten Weise dadurch unterstützt, dass die Materialstärke in der
Reißnaht
in Richtung der Rissausbreitung zunimmt, wobei eine derartige Zunahme
der Materialstärke
auch dann verwirklicht ist, wenn in einem Großteil der Reißnaht eine
gleich bleibende Materialschwächung
eingebracht wurde und diese Materialschwächung nur im Endbereich der
Reißnaht,
beispielsweise im Bereich der Umlenkung abnimmt. In jedem dieser
Fälle wird eine
Stoppung der Rissausbreitung am dafür vorgesehen Ende der Reißnaht vorzugsweise
ohne das Erfordernis für
zusätzliche
Mittel hierfür,
beispielsweise Gewebeeinleger im Dekorträgermaterial oder dergleichen,
mit besonders einfachen Mitteln und besonders wirkungsvoll erreicht.
-
Die
Einhängeleiste
wird in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung so lösbar
am Fensterschacht angeordnet, dass sie eine mit dem Türrohbau
verbundene Fensterschachtdichtung zumindest teilweise umgreift.
Hierdurch wird ein besonders zuverlässiges Zusammenwirken der Bauteile
erzielt, wodurch insbesondere die elastisch ausgestaltete Fensterschachtdichtung
eine besonders zuverlässige
und rutschfeste Anbringung der Einhängeleiste am Einbauort ermöglicht.
-
Die
Türinnenverkleidung
kann zu ihrer Verstärkung
eine Vielzahl parallel zueinander und im Wesentlichen senkrecht
zum Fensterschacht angeordneter Verstärkungsrippen aufweisen, die
sich in Tiefenrichtung der Türverkleidung
erstrecken. Derartige Verstärkungsrippen
können
einstückig
mit der Türbrüstung in
vorzugsweise einem Arbeitsgang bei der Urformung oder aber auch
nachträglich
angeordnet sein. In jedem Fall wird jedoch die Türbrüstung mit besonders einfachen
Mitteln und besonders wirkungsvoll verstärkt.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Airbagmodul direkt am Türrohbau
befestigt. In einer alternativen, ebenso bevorzugten Ausgestaltungsform
ist das Airbagmodul jedoch an der Türverkleidung befestigt. Hierdurch
wird eine sichere Anbringung des Airbagmoduls gewährleistet
und speziell bei der Befestigung des Airbagmoduls an einer Türverkleidung
die Möglichkeit
geschaffen, die Türinnenverkleidung
vorzugsweise vollständig
vorzufertigen und anschließend
durch Anbringen der Einhängeleiste
am Fensterschacht und Verclipsen und/oder Verschrauben und/oder
Verkleben mit dem Türrohbau
zu verbinden.
-
In
einer weiteren alternativen bevorzugten Ausführungsform ist der Airbag an
einem Funktionsträger
befestigt, der sich zwischen dem Türrohbau und der Türinnenverkleidung
befindet und dabei in besonders bevorzugter Weise mit dem Türrohbau verschraubt
ist, zudem in ganz besonders bevorzugter Weise eine oder mehrere
Clipsverbindung(en) für die
Befestigung der Türinnenverkleidung
bereitstellt. Derartige Funktionsträger können eine Vielzahl von Stell-
und Schaltelementen und Lautsprecher, Leuchten oder dergleichen
tragen und überdies
eine Barrierefunktion zwischen dem Feucht- und dem Trockenraum eines
Türsystems
bereitstellen. Es wird hierdurch in jedem Fall eine besonders vielfältige Gestaltungsmöglichkeit
für den
Türaufbau
zur Verfügung gestellt,
wobei insbesondere ein modulares Aufbaukonzept, bei dem vorgefertigte
Teilsysteme in einem finalen Fertigungsschritt zum gesamten Türsystem vereint
werden, besonders vorteilhaft unterstützt wird. Hierdurch wird insbesondere
die Variationsmöglichkeit
für den
Hersteller der Türsysteme
ohne die Notwendigkeit einer Beeinflussung der gesamten Fertigungslinie
verbessert.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
Erfindung wird im Anschluss anhand von in den 1 bis 4 dargestellten
bevorzugten Ausführungsformen
naher erläutert,
wobei diese bevorzugten Ausführungsformen
nur exemplarisch dargestellt werden und nicht geeignet sind, den
Schutzbereich der Erfindung, der in den anhängenden Ansprüchen definiert
ist, zu beschränken.
-
In
den Figuren ist:
-
1 eine
schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung auf
Höhe des
Airbagmoduls;
-
2 eine
schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung seitlich
versetzt zum Airbagmodul;
-
3 eine
schematische perspektivische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung,
und
-
4 eine
schematisierte Aufrissansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung
am Einbauort in einer Ansicht von unten und vorne.
-
Wege zur Ausführung der
Erfindung
-
1 zeigt
eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung 1,
die in 1 nur im Bereich der Türbrüstung 3 dargestellt ist.
In diesem oberen Teil der Türinnenverkleidung 1 ist
ein Airbagmodul 4 unterhalb des im Wesentlichen horizontal
verlaufenden Teils der Türbrüstung 3 innerhalb
der Türinnenverkleidung 1 angeordnet.
Auf das Türinnenblech 2 des
Türrohbaus
ist eine Fensterschachtdichtung 12 aufgesetzt, die einen
im Wesentlichen U-förmigen
Verstärkungskern,
dessen Schenkel an der Abschlusskante des Türinnenblechs 2 anliegen,
aufweist. Von dem kurzen Schenkel der U-förmigen Fensterschachtdichtung 12 aus
erstrecken sich zwei kurze Dichtlippen 12a auf das Türinnenblech 2 hin
und dienen somit zum einen zur Befestigung der Fensterschachtdichtung 12 am
Türinnenblech 2 und
unterstützten
zudem die Dichtfunktion der Fensterschachtdichtung 12 gegenüber dem (nicht
dargestellten) Fensterschacht. Vom langen Schenkel der U-förmigen Fensterschachtdichtung 12 erstrecken
sich zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete große Dichtlippen 12b,
die in den (nicht dargestellten) Fensterschacht hineinreichen und
im Betriebszustand am Seitenfenster der Kraftfahrzeugtür anliegen,
um die erforderliche Wasser- und Geräuschdichtigkeit der Türinnenverkleidung 1 zu
gewährleisten.
Auf die Fensterschachtdichtung 12 ist eine Einhängeleiste 8 aufgesetzt,
die einen kurzen vorderen Schenkel 8a aufweist, der um
die Fensterschachtdichtung 12 in den Fensterschacht hinein
eingreift. Ein längerer
Stützschenkel 8b liegt
ebenfalls an der Fensterschachtdichtung 12 an, wobei insbesondere
durch die Elastizität
des Materials der Fensterschachtdichtung 12 sowie eine
geeignete Gestaltung der Kontaktflächen zwischen Fensterschachtdichtung 12 und
Einhängeleiste 8 ein
verrutschfester Sitz der Einhängeleiste 8 auf
dem Türrohbau
im Bereich der Türbrüstung 3 gewährleistet
ist. Oberhalb der Einhängeleiste 8 ist
ein mit einem Dekormaterial 6 überzogener Dekorträger 5 angeordnet,
der der Oberfläche
der Einhängeleiste 8 folgend
ebenfalls in den Fensterschacht eingreift. Die Formsteifigkeit des Trägermaterials 5 insbesondere
im Bereich der Einhängeleiste 8 wird
zudem über
zwei parallel verlaufende Abstandsstücke 14a, 14b gewährleistet. Über diese
Abstandsstücke 14a, 14b sind
das Trägermaterial 5 und
die Einhängeleiste 8 zudem
dauerhaft und nicht lösbar
miteinander verbunden. Die Türinnenverkleidung 1 weist
ein Dekormaterial 6 aus Leder mit über die gesamte Fläche gleich
bleibender Dicke auf. Im Gegensatz hierzu weist die Türinnenverkleidung 1 in
der Nähe
des Übergangsbereichs
des im Wesentlichen horizontal verlaufenden Teils der Türbrüstung 3 zu
dessen vertikal verlaufenden Teil eine Materialschwächung auf,
um so einen Umklappbereich 9 in der Art eines Scharniers
auszubilden. Im Auslösefall
des Airbags 4 entfaltet sich dieser vorgegeben durch einen
nur schematisch angedeuteten Schusskanal 15 in Richtung
auf den horizontal verlaufenden Teil der Türinnenverkleidung 1.
Die vom sich entfaltenden Airbag 4 auf die Türinnenverkleidung 1 und
die Einhängeleiste 8 aufgebrachte
Kraft übersteigt
die Verbindungskraft zwischen Einhängeleiste 8 und Fensterschachtdichtung 12,
wodurch sich die Einhängeleiste 8 vom
Einbauort im Fensterschacht löst.
Der sich weiter entfaltende Airbag 4 übt ebenfalls eine Kraft auf
die Türinnenverkleidung 1 aus,
die den Biegewiderstand des Dekorträger-Materials 5 im
Bereich der Materialschwächung 9 übersteigt.
Somit wird der gesamte Bereich der Türinnenverkleidung 1 zwischen
Fensterschacht und Umklappbereich 9 um das im Umklappbereich 9 ausgebildete
Scharnier im Uhrzeigersinn verschwenkt.
-
In 2 wird
eine weitere Querschnittsansicht der erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung 1 im
Bereich der Türbrüstung 3 dargestellt,
wobei der Schnitt in dieser Figur jedoch in einem Bereich seitlich
versetzt zum (nicht dargestellten) Airbagmodul verläuft. Auch
in diesem Schnitt erfolgt die Verbindung zwischen Einhängeleiste 8 und
Türinnenblech 2 über die
auf die Oberkante des Türinnenblechs 2 aufgesetzte
Fensterschachtdichtung 12 und ein Umgreifen der Fensterschachtdichtung 12 mit
den Schenkeln 8a, 8b der Einhängeleiste 8. Im Unterschied
zur Ausführung
des Dekorträgermaterials 5 in 1 ist
im Dekorträgermaterial 5 seitlich
versetzt zum Airbagmodul keine Materialschwächung 9 ausgebildet,
da in diesem Bereich ein Aufklappen der Türinnenverkleidung 1 für die ungehinderte
Entfaltung des Airbags nicht erforderlich ist. Dies ist darin begründet, dass
in dem in 2 gezeigten Bereich ein Aushaken
der Einhängeleiste 8 nicht
für die
Entfaltung des Airbags erforderlich ist und daher der Schenkel 8a der
Einhängeleiste 8 in
diesem Bereich zu dem in 1 dargestellten Schnitt länger ausgeführt sein
kann.
-
In 3 wird
eine schematische Draufsicht auf den oberen Bereich einer erfindungsgemäßen Türinnenverkleidung 1 dargestellt.
Eine Eingriffsleiste 8 greift über die gesamte Breite der
Türinnenverkleidung 1 in
den Fensterschacht 7 ein, wobei derjenige Bereich, der
sich bei Auslösen
des (nicht gezeigten) Airbags von seinem Einbauort am Fensterschacht 7 lösen soll,
seitlich durch die Reißnähte 10a, 10b begrenzt
ist. Im Auslösefall
des Airbags löst sich
die Einhängeleiste 8 zumindest
im Bereich zwischen den Reißnähten 10a, 10b vom
Fensterschacht 7, wobei ein Umklappen der Türinnenverkleidung 1 im
Bereich zwischen den beiden Reißnähten 10a, 10b um
den schematisch dargestellten Materialschwächungsbereich 9 erfolgt,
um so eine ungehinderte Entfaltung des Airbags zu ermöglichen.
Die Reißnähte 10a, 10b weisen
zudem Rissauslaufbereiche 11 auf, durch die die Rissausbreitung
stetig und ohne Ausbildung von scharfen Kanten oder Winkeln umgelenkt
wird. In der dargestellten Ausführungsform
erfolgt die Umlenkung über
einen Kreisbogenabschnitt mit gleich bleibendem Radius um 180°, wobei sich
daran ein kurzer tangential verlaufender Schenkel anschließt, der
im Wesentlichen parallel zur Haupterstreckungsrichtung der Reißnähte 10a, 10b verläuft. Im
Rissauslaufbereich 11 wird zudem die Materialdicke des
Trägermaterials
kontinuierlich von einem Minimalwert zu einem Maximalwert gesteigert,
um somit eine Rissausbreitung über
den Endpunkt der Reißnähte 10a, 10b sicher
zu verhindern. Die Einhängeleiste 8 weist
in dieser Ausführungsform überdies
eine Vielzahl von sich parallel zueinander und im Wesentlichen senkrecht
zum Fensterschacht 7 angeordneten Verstärkungsrippen 13 auf,
die sich in Tiefenrichtung der Türverkleidung 1 erstrecken.
Durch diese wird die Formsteifigkeit der Türbrüstung 3 bei minimalem
Material- und somit Gewichtsaufwand deutlich erhöht.
-
In 4 wird
eine stark schematisierte perspektivische Ansicht eines Teilbereichs
der Türinnenverkleidung 1 im
Bereich der Türbrüstung 3 von
unten und vorne dargestellt.
-
Deutlich
zu erkennen ist eine Vielzahl von Verstärkungsrippen 13 mit
im Wesentlichen gleicher Form, Höhe
H, Länge
L und mit gleichem Abstand A zueinander. Die Form der Verstärkungsrippen 13 weist
im Bereich des verschwenkbaren Teils der Türinnenverkleidung 1 rechts
von der Reißnaht 10 im Vergleich
zum im Auslösefall
des Airbags nicht verschwenkbaren Teil der Türinnenverkleidung 1 links von
der Reißnaht 10 dahingehend
ab, dass die Anlageflächen
der Verstärkungsrippen 13 gegenüber dem
vertikalen Teil der Türinnenverkleidung 1 kleiner ausgestaltet
sind. Eine derartige Türinnenverkleidung 1 mit
Verstärkungsrippen 13 kann
vorzugsweise in einem Arbeitsgang, beispielsweise im Spritzgussverfahren,
mit geeigneten Kunststoffmaterialen bei besonders niedrigen Kosten
hergestellt werden.