DE102006039989B4 - Schuhhalteraggregat einer Skibindung - Google Patents
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Abstract
Schuhhalteraggregat einer Skibindung zur Halterung eines, insbesondere des zehenseitigen Endes eines Skischuhs (a) mit zwei um vertikale Hochachsen schwenkbaren Schuh- bzw. Sohlenhaltern (7, 8), welche (b) einen Endbereich des Sohlenrandes bzw. Skischuhs von seitwärts, vorn und/oder oben umgreifen (c) und mit einer Federanordnung (12) zusammenwirken, die die Schuh- bzw. Sohlenhalter (7, 8) gegen den Schuh oder Sohlenrand spannt und eine Auslösung des Skischuhs gegen Auslösewiderstand ermöglicht, (d) wobei die Sohlenhalter (7, 8) als Doppelarmhebel ausgebildet sind, (e) und wobei die sohlenfernen Hebelarme der Sohlenhalter (7, 8) mit Kolben (10, 11) zusammenwirken, die (f) in Richtung der Querachse der Skibindung verschiebbar geführt (g) und von einer für beide Kolben gemeinsamen, zwischen den Kolben eingespannten Feder (12) gegen die sohlenfernen Hebelarme gedrängt werden, dadurch gekennzeichnet, dass (h) am einen Kolben (11) für die zwischen den Kolben (10, 11) eingespannte Feder (12) ein verstellbares Federwiderlager (14) angeordnet ist, wobei das Federwiderlager (14) innerhalb des einen Kolbens (11) axial verschiebbar angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Schuhhalteraggregat einer Skibindung zur Halterung eines, insbesondere des zehenseitigen Endes eines Skischuhs mit zwei um vertikale Hochachsen schwenkbaren Schuh- bzw. Sohlenhaltern, welche einen Endbereich des Sohlenrandes bzw. des Skischuhs von seitwärts, vorn und/oder oben umgreifen und mit einer Federanordnung zusammenwirken, die die Schuh- bzw. Sohlenhalter gegen den Schuh- oder Sohlenrand spannt und eine Auslösung des Skischuhs gegen Auslösewiderstand ermöglicht.
- Derartige Schuhhalteraggregate sind allgemein bekannt. Bei einem aus der
DE 25 13 456 A1 bekannten derartigen Schuhhalteraggregat sind die Sohlenhalter mit an ihnen angeordneten und miteinander kämmenden Zahnsegmenten zwangsgekoppelt, so dass sie immer gleichartige Lagen einnehmen. Einer der Sohlenhalter ist als Doppelarmhebel mit einem zur Halterung der Sohle dienenden sohlenseitigen Hebelarm und einem sohlenfernen Hebelarm ausgebildet, welcher mit dem als Druckfeder ausgebildeten Federaggregat zusammenwirkt. - Bei dem aus der
DE 20 34 355 A bekannten Schuhhalteraggregat sind die Sohlenhalter als einarmige Hebel ausgebildet, die von einer zwischen ihnen angeordneten Zugfeder in ihre die Skischuhsohle einspannende Normallage gespannt werden. - Auch die
EP 0 626 875 B1 zeigt ein Schuhhalteraggregat mit einarmigen Sohlenhaltern. Jeder Sohlenhalter ist mittels einer Rolle auf einer zugeordneten Führungsfläche abgestützt, wobei die Führungsfläche jeweils an einem Doppelarmhebel angeordnet ist, dessen führungsflächenferner Arm mit dem Federaggregat zusammenwirkt. Damit kann die Führungsfläche bei hinreichend großer Belastung durch die Rolle gegen Federkraft nachgeben, so dass die Sohlenhalter den Skischuh freigeben. - Die
DE 1 578 702 A zeigt ein Schuhhalteraggregat mit einem einzigen, die Schuhspitze C-förmig umgreifenden Sohlenhalter. Dieser Sohlenhalter ist in Querrichtung gegen Federkraft verschiebbar geführt, wobei der Skischuh bei hinreichender Seitwärtsverschiebung des Sohlenhalters freikommt. - Ein ähnliches Schuhhalteraggregat wird in der
beschrieben. Hier ist jedoch der die Schuhspitze C-förmig umgreifende Sohlenhalter um eine vertikale Hochachse schwenkbar angeordnet und mit einem unter einer Schuhaufstandsfläche angeordneten Federaggregat gekoppelt, welche den Sohlenhalter in seine die Schuhspitze halternde Normallage spannt.CH 686 707 A5 - Auch die
EP 0 754 079 A1 zeigt ein Schuhhalteraggregat mit einem einzigen, die Schuhspitze C-förmig umgreifenden und um eine Vertikalachse schwenkbaren Sohlenhalter, der mit einer unter der Schuhaufstandsfläche angeordneten Federanordnung zusammenwirkt. - Bei einem aus der
DE-1 963 149 A bekannten Schuhhalteraggregat sind die um vertikale Hochachsen schwenkbaren Sohlenhalter des Vorderbackens als Doppelarmhebel ausgeführt. Zwischen den sohlenfernen Hebelarmen der Sohlenhalter ist eine in Querrichtung der Skibindung gespannte Feder angeordnet, die über ein linkes und ein rechtes Druckstück auf die sohlenfernen Hebelarme wirkt. Die Feder ist in Längsrichtung der Bindung über eine Spindelanordnung axial verstellbar. Wird die Position der Feder axial verstellt, ändert sich entsprechend die Länge der sohlenfernen Hebelarme und dadurch das Auslöseverhalten der Bindung. - Aus der
DE 2 359 352 A ist ein gattungsgemäßes Schuhhalteraggregat bekannt. - Im Allgemeinen sind die Schuhhalteraggregate von Skibindungen vergleichsweise voluminös. Dies ist regelmäßig dann unkritisch, wenn die Gehäuse der Schuhhalteraggregate stationär auf der Oberseite des Skis angeordnet sind, wie es typischerweise bei Ski für den Abfahrtslauf vorgesehen ist. Bei Tourenski ist jedoch regelmäßig vorgesehen, den Skischuh auf einer Standplatte zu halten, die um eine Querachse am Zehenbereich des Skischuhs relativ zur Skioberseite hochschwenkbar ist, so dass die Ferse beim Tourengehen vom Ski abgehoben werden kann. In diesem Falle steht für Schuhhalteraggregate zur Halterung der Schuhspitze nur vergleichsweise wenig Raum zur Verfügung. Dementsprechend werden auf dem Markt Tourenbindungen angeboten, bei denen die Schuhspitze in zur Standplatte stationären Sohlenhaltern festgehalten wird und nur eine Auslösung der Ferse des Schuhs möglich ist. Dies ist gleichbedeutend damit, dass das an der Ferse angeordnete Schuhhalteraggregat die Möglichkeit für eine Seitwärtsauslösung des Schuhs bei einem Sturz bieten muss. Andernfalls könnte sich der Schuh bei einem Drehsturz nicht vom Ski ablösen. Gleichwohl bietet eine solche Bindung eine verminderte, wenn auch in der Regel ausreichende Sicherheit bei einem Sturz des Skiläufers.
- Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein zur Halterung der Schuhspitze geeignetes Schuhhalteraggregat zu schaffen, welches sich durch geringes Bauvolumen und sicheres Auslöseverhalten auszeichnet.
- Bei einem Schuhhalteraggregat der eingangs angegebenen Art sind die Schuh- bzw. Sohlenhalter als Doppelarmhebel ausgebildet, wobei die sohlenfernen Hebelarme mit Kolben zusammenwirken, die in Richtung der Querachse der Skibindung verschiebbar geführt und von einer für beide Kolben gemeinsamen, zwischen den Kolben eingespannten Druckfeder gegen die sohlenfernen Hebelarme gedrängt werden. Die Erfindung bietet den Vorteil, dass eine einzige Federanordnung für beide Schuh- bzw. Sohlenhalter genutzt werden kann, gleichwohl bleibt jeder Schuh- bzw. Sohlenhalter einzeln zur Freigabe bzw. Auslösung des Skischuhs beweglich.
- Gemäß einer konstruktiv bevorzugten Ausführungsform können die beiden Kolben in einem für beide Kolben gemeinsamen Zylinder mit zur Querachse des Schuhhalteraggregates paralleler Zylinderachse verschiebbar geführt sein. Dabei kann der Zylinder zusammen mit den beiden Kolben einen pneumatischen Stoßdämpfer bilden, der bei Stößen auf den Skischuh einer vorzeitigen Auslösung entgegenwirkt. Wenn einer der Sohlenhalter zur Auslösung des Skischuhs geschwenkt wird, wird der zugeordnete Kolben zwangsläufig in den Zylinder eingeschoben, so dass die im Zylinder von den Kolben eingeschlossene Luft unter Erhöhung des Auslösewiderstandes des Sohlenhalters komprimiert wird. Durch eine konstruktiv vorgegebene Undichtigkeit zwischen den Kolben und der diese führenden Zylinderwandung bzw. durch ein Drosselventil kann dabei Luft aus dem Zylinder zur Atmosphäre verdrängt werden, wobei der der verdrängten Luft entgegenwirkende Drosselwiderstand im Sinne einer Dämpfung der Verschiebebewegung des Kolbens und damit der Auslösebewegung des Schuh- bzw. Sohlenhalters wirkt. Dieser Dämpfungswiderstand wirkt umso ausgeprägter, je schneller der eine oder andere Kolben verschoben bzw. je schneller einer der Schuh- bzw. Sohlenhalter in Auslöserichtung bewegt wird. Bei sehr langsamer (quasi statischer) Bewegung von Kolben oder Sohlenhalter wird die Luft aus dem Zylinder nach außen zur Atmosphäre abgeführt, ohne dass ein nennenswerter Strömungswiderstand auftreten kann. Bei ”langsamen” Stürzen, etwa aus dem Stand des Skiläufers, wird somit der Auslösewiderstand praktisch ausschließlich durch die Stärke des Federaggregates vorgegeben, während der Auslösewiderstand bei schneller Fahrt und dynamischen Stößen zusätzlich durch den Drosselwiderstand bestimmt wird, der der aus dem Zylinder entweichenden Luft entgegenwirkt.
- Der Zylinder kann ohne weiteres am zehenseitigen Querrand einer Standplatte für den Skischuh angeordnet sein, so dass das erfindungsgemäße Schuhhalteraggregat auch ohne weiteres bei Tourenbindungen mit fersenseitig hochschwenkbarer Standplatte einsetzbar ist.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann auf der dem Sohlenhalter zugewandten Stirnseite jedes Kolbens eine mit dem schuhfernen Ende des Schuh- bzw. Sohlenhalters zusammenwirkende Kulissenbahn angeordnet sein, so dass das Auslöseverhalten des Sohlenhalters praktisch beliebig vorgebbar ist.
- Im Übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche und die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen, anhand der eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung näher beschrieben wird.
- Schutz wird nicht nur für ausdrücklich dargestellte Merkmalskombinationen, sondern auch für prinzipiell beliebige Unterkombinationen der dargestellten Merkmale beansprucht.
- In der Zeichnung zeigt
-
1 einen vertikalen Längsschnitt des erfindungsgemäßen Schuhhalteraggregates entsprechend der Schnittlinie I-I in2 sowie einer damit zusammenwirkenden Skischuhsohle, -
2 einen Horizontalschnitt entsprechend der Schnittlinie II-II in1 und -
3 ein der2 entsprechendes Schnittbild, welches eine Seitwärtsauslösung der Skischuhsohle zeigt. - Im Beispiel der
1 ist auf einem Ski1 zur Aufnahme eines Skischuhs, von dem in der1 lediglich die Sohle2 dargestellt ist, eine Standplatte3 vorgesehen, die relativ zum Ski um eine vordere Querachse4 hochschwenkbar ist. An der Standplatte3 sind ein vorderes Schuhhalteraggregat5 und ein nicht dargestelltes hinteres Schuhhalteraggregat angeordnet, womit die Sohle2 des Skischuhs auslösbar an der Standplatte3 festgehalten wird. - Abweichend von der zeichnerisch dargestellten Ausführungsform könnten das vordere Schuhhalteraggregat
5 sowie das nicht dargestellte hintere Schuhhalteraggregat auch direkt auf der Skioberseite angeordnet sein, um den Skischuh bzw. seine Sohle2 unmittelbar am Ski1 auslösbar zu fixieren. - Die Standplatte
3 kann mit nicht dargestellten Arretiermitteln auf der Skioberseite unbeweglich festgehalten werden, wenn der Ski für eine Abfahrt benutzt wird. Die Schwenkbeweglichkeit der Standplatte3 bezüglich der Querachse4 wird in erster Linie nur beim Tourengehen benutzt. - Das Schuhhalteraggregat
5 besitzt ein in Querrichtung, parallel zur Querachse4 , erstrecktes zylindrisches Gehäuse6 mit unrundem, im wesentlichen quadratischem Querschnitt. An den offenen Enden des zylindrischen Gehäuses6 sind Sohlenhalter7 und8 um Vertikalachsen9 schwenkbar angeordnet. Die Sohlenhalter7 und8 sind so geformt, dass sie in der in2 dargestellten Gebrauchslage vordere Eckbereiche der Sohle2 von vorn und seitwärts sowie von oben um- bzw. übergreifen. - Die Sohlenhalter
7 und8 sind jeweils als Doppelarmhebel ausgebildet, wobei der jeweilige sohlenferne Hebelarm mit einer kulissenartig ausgebildeten Stirnseite eines Kolbens bzw.11 zusammenwirkt, welcher einen dem quadratischen Querschnitt des zylinderförmigen Gehäuses6 angepassten Querschnitt aufweist und im Gehäuse6 verschiebbar geführt ist. Innerhalb des Gehäuses6 ist zwischen den Kolben10 und11 eine nur schematisiert dargestellte Schraubendruckfeder eingespannt, die die Kolben10 und11 gegen die Sohlenhalter7 und8 spannt, so dass diese die Gebrauchslage der2 einzunehmen suchen. Da die Vertikalachse9 in Achsansicht der Kolben10 und11 innerhalb des Kolbenquerschnittes liegen, und die Sohlenhalter7 und8 mit Gehäuserändern6' und6'' anschlagartig zusammenwirken, wirken die Sohlenhalter7 und8 für die Kolben10 und11 auch dann als Endanschläge, wenn kein Schuh bzw. keine Schuhsohle2 in das Schuhhalteraggregat5 eingesetzt ist. Auch im letzteren Fall stellen die in2 dargestellten Lagen der Sohlenhalter7 und8 Endlagen dar. - Innerhalb des in
2 unteren Kolbens11 ist eine Stellschraube13 angeordnet, die mit einer an ihr angeformten Kreisscheibe13' an der zugewandten Seite des Bodens des Kolbens11 axial gelagert ist. Auf dem Gewindeteil der Stellschraube13 ist eine Mutter14 , die eine dem quadratischen Querschnitt des Kolbens11 angepasste Form aufweist, und damit innerhalb des Kolbens11 undrehbar festgehalten wird, schraubverstellbar angeordnet. Durch Drehverstellung der Stellschraube13 , die mit einem Kopf, der eine zum formschlüssigen Eingriff eines Schraubwerkzeuges vorgesehene Ausnehmung aufweist, eine Bohrung im Boden des Kolbens11 durchsetzt, kann die Mutter14 axial innerhalb des Kolbens11 verstellt werden. Damit wird die Spannung der Schraubendruckfeder12 , deren eines Widerlager durch den Boden des Kolbens10 und deren anderes Widerlager durch die Mutter14 gebildet wird, entsprechend verändert, mit der Folge, dass sich auch der Auslösewiderstand verändert, gegen den die Sohlenhalter7 und8 aus ihrer Gebrauchslage gemäß2 in eine Freigabelage gemäß3 schwenken können, wenn auf die Sohle2 entsprechende Seitwärtskräfte wirken. Die Lage der Mutter14 innerhalb des Kolbens11 und damit die eingestellte Spannung der Schraubendruckfeder12 ist durch schlitzförmige Fenster15 und16 sichtbar, die sich parallel zur Querachse4 erstrecken und einander überdeckend innerhalb der Wandung des Gehäuses6 sowie des Kolbens11 angeordnet sind. Ggf. kann an dem Fenster15 des Gehäuses6 eine Skala angeordnet sein, an der an der Position der Mutter14 bzw. der eingestellte Auslösewiderstand (sogenannter Z-Wert) ablesbar ist, wenn sich die Sohlenhalter7 und8 und damit die Kolben10 und11 in den Endlagen der2 befinden. - Wenn einer der Sohlenhalter
7 oder8 bei einer Auslösung der Bindung und damit einhergehender Freigabe der Skischuhsohle in die Lage der3 geschwenkt wird, wird jeweils einer der Kolben10 oder11 entsprechend in das zylindrische Gehäuse6 eingeschoben, wobei die im Gehäuse6 zwischen den Kolben10 und11 befindliche Luft komprimiert und über die Fenster15 und16 zur Atmosphäre teilweise ausgeschoben wird. In diesem Zusammenhang haben die Fenster15 und16 eine weitere Funktion, d. h. sie geben den Drosselwiderstand vor, der beim Ausstoß der Luft zur Atmosphäre hin überwunden werden muss. Ggf. kann der Drosselquerschnitt durch in den Fenstern15 und16 angeordnete transparente „Fensterscheiben” begrenzt werden, so dass die zur Atmosphäre hin verdrängte Luft einen entsprechend vergrößerten Drosselwiderstand überwinden muss. Dieser Drosselwiderstand wirkt gegenüber schnellen Bewegungen der Kolben10 und11 im Sinne einer Dämpfung, die bei plötzlich auf den Skischuh wirkenden Stoßkräften einer vorzeitigen Auslösung des Skischuhs aus der Bindung entgegenwirkt. Wenn dagegen der Skischuh, etwa bei einem Sturz aus dem Stand langsam um eine Vertikalachse gedreht bzw. in Seitwärtsrichtung relativ zum Ski1 bewegt wird, tritt die vorgenannte Dämpfung der Kolbenbewegung praktisch nicht ein, weil in diesem Falle die im Gehäuse6 eingeschlossene Luft die Fenster15 und16 mit geringer Strömungsgeschwindigkeit durchsetzt und damit weitestgehend widerstandsfrei entweichen kann. - Wie insbesondere aus
3 ersichtlich ist, ist die mit dem kolbenseitigen Arm des Sohlenhalters7 bzw.8 zusammenwirkende Seite des Bodens des Kolbens10 bzw.11 als Kulisse17 ausgebildet. Die Form der Kulisse bestimmt das Übersetzungsverhältnis zwischen der Drehwinkeländerung des Sohlenhalters7 bzw.8 und der Verstellung des zugeordneten Kolbens10 oder11 . Im übrigen besitzt die Kulisse17 eine nockenartige Erhebung17' , so dass der jeweilige Sohlenhalter7 bzw.8 bei Auslösung des Skischuhs bzw. der Sohle2 aus der Bindung in der in3 erreichten Lage verbleibt und manuell in Richtung der Gebrauchslage der2 zurückgeschwenkt werden muss. Sobald dabei der kolbenseitige Hebelarm des Sohlenhalters7 bzw.8 den zugeordneten Kolben10 oder11 auf der gegenüber der Lage in3 anderen Seite der Erhebung17' berührt, wird der Sohlenhalter7 bzw.8 durch die Kraft der Schraubendruckfeder12 , die nunmehr den Kolben7 oder8 innerhalb des Gehäuses6 wieder nach auswärts schieben kann, in die Gebrauchslage der2 gespannt.
Claims (7)
- Schuhhalteraggregat einer Skibindung zur Halterung eines, insbesondere des zehenseitigen Endes eines Skischuhs (a) mit zwei um vertikale Hochachsen schwenkbaren Schuh- bzw. Sohlenhaltern (
7 ,8 ), welche (b) einen Endbereich des Sohlenrandes bzw. Skischuhs von seitwärts, vorn und/oder oben umgreifen (c) und mit einer Federanordnung (12 ) zusammenwirken, die die Schuh- bzw. Sohlenhalter (7 ,8 ) gegen den Schuh oder Sohlenrand spannt und eine Auslösung des Skischuhs gegen Auslösewiderstand ermöglicht, (d) wobei die Sohlenhalter (7 ,8 ) als Doppelarmhebel ausgebildet sind, (e) und wobei die sohlenfernen Hebelarme der Sohlenhalter (7 ,8 ) mit Kolben (10 ,11 ) zusammenwirken, die (f) in Richtung der Querachse der Skibindung verschiebbar geführt (g) und von einer für beide Kolben gemeinsamen, zwischen den Kolben eingespannten Feder (12 ) gegen die sohlenfernen Hebelarme gedrängt werden, dadurch gekennzeichnet, dass (h) am einen Kolben (11 ) für die zwischen den Kolben (10 ,11 ) eingespannte Feder (12 ) ein verstellbares Federwiderlager (14 ) angeordnet ist, wobei das Federwiderlager (14 ) innerhalb des einen Kolbens (11 ) axial verschiebbar angeordnet ist. - Schuhhalteraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (
10 ,11 ) in einem zylinderartigen Gehäuse (6 ) mit zur Querachse (4 ) paralleler Zylinderachse verschiebbar geführt sind. - Schuhhalteraggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zylinderförmige Gehäuse (
6 ) am zehenseitigen Querrand einer Skischuh-Standplatte (3 ) angeordnet ist, welche um eine Querachse (4 ) an diesem Querrand relativ zum Ski (1 ) aufschwenkbar angeordnet ist. - Schuhhalteraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der den Sohlenhaltern (
7 ,8 ) zugewandten Seite des Kolbenbodens eine mit dem sohlenfernen Arm des jeweiligen Sohlenhalters zusammenwirkende Kulissenbahn (17 ) angeordnet ist. - Schuhhalteraggregat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenbahn (
17 ) durch eine Erhebung (17' ) in zwei Abschnitte unterteilt ist, wobei der zugeordnete Sohlenhalter (7 ,8 ) in Auslöseposition am einen Abschnitt festgehalten wird. - Schuhhalteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als verstellbares Federwiderlager eine Mutter (
14 ) vorgesehen ist, die innerhalb des Kolbens (10 ) axial verschiebbar, jedoch undrehbar geführt bzw. festgehalten ist und mittels einer Stellschraube, die am Boden des Kolbens (11 ) mittels einer an ihr angeformten Kreisscheibe (13' ) axial gelagert ist, schraubverstellbar ist. - Schuhhalteraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im zylinderförmigen Gehäuse (
6 ) zwischen den Kolben (10 ,11 ) eingeschlossene Luft bei Einwärtsverschiebung eines der Kolben (10 ,11 ) über einen vorgegebenen Drosselweg zur Atmosphäre ausschiebbar ist.
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