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DE102008050884A1 - Schuhhalteraggregat einer Skibindung - Google Patents

Schuhhalteraggregat einer Skibindung Download PDF

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DE102008050884A1
DE102008050884A1 DE102008050884A DE102008050884A DE102008050884A1 DE 102008050884 A1 DE102008050884 A1 DE 102008050884A1 DE 102008050884 A DE102008050884 A DE 102008050884A DE 102008050884 A DE102008050884 A DE 102008050884A DE 102008050884 A1 DE102008050884 A1 DE 102008050884A1
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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schuhhalteraggregat einer Skibindung mit Auslösbarkeit in Seitwärtsrichtung sowie Vertikalrichtung. Dabei zeichnet sich das Schuhhalteraggregat durch geringen Raumbedarf und einfache Konstruktion aus.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Schuhhalteraggregat einer Skibindung, mit an einem Gehäuse um gehäuseseitige Hochachsen schwenkbaren Sohlenhaltern, welche einen Randbereich eines gehäuseseitigen Endes einer in das Schuhhalteraggregat eingesetzten Skischuhsohle von seitwärts und oben um- bzw. übergreifen und mit einer im Gehäuse angeordneten Federanordnung zusammenwirken, die die Sohlenhalter in deren Einspannlagen spannt und eine Auslösung der Skischuhsohle in Seitwärtsrichtung gegen Auslösewiderstand zulässt.
  • In Seitwärtsrichtung auslösbare Schuhhalteraggregate sind an auf dem Markt erhältlichen Skibindungen allgemein üblich und zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit aus. Beispielhaft kann auch die WO 90/09821 verwiesen werden. Diese Druckschrift zeigt darüber hinaus, dass das Vorderende der Skischuhsohle auch mit einer mehr oder weniger großen Elastizität in Aufwärtsrichtung sowie mit Auslösbarkeit in Aufwärtsrichtung festgehalten werden sollte, um die Verletzungsgefahr für den Skifahrer insbesondere bei Drehstürzen in Rückwärtsrichtung zu vermindern.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß der WO 90/09821 vorgesehen, die Sohlenhalter an einem Trägerteil anzuordnen, welches in Richtung der Skihochachse sowie in Skiquerrichtung federnd abgestützt ist. Dabei ist das Tragteil in Skiquerrichtung derart abgestützt, dass es bei Seitwärtsbewegungen einen zunehmenden Bewegungsspielraum in Vertikalrichtung erhält. Im Ergebnis erhält damit das in das Schuhhalteraggregat eingesetzte Ende der Skischuhsohle bei einer Seitwärtsbewegung eine zusätzliche Beweglichkeit in Vertikalrichtung, so dass die Skischuhsohle sowohl in Aufwärts- als auch in Seitwärtsrichtung ausgelöst werden kann.
  • Im Übrigen ist aus der DE 10 2006 039 989 A1 ein Schuhhalteraggregat bekannt, welches sich bei sicherer Auslösefunktion durch ein geringes Bauvolumen auszeichnet. Diese bekannte Schuhhalteraggregat besitzt die eingangs angegebenen Merkmale, wobei zusätzlich vorgesehen ist, dass die Sohlenhalter als Doppelarmhebel ausgebildet sind, deren sohlenferne Hebelarme mit Kolben zusammenwirken, die in Richtung der Querachse der Skibindung verschiebbar im Gehäuse geführt und von einer für beiden Kolben gemeinsamen, zwischen den Kolben eingespannten Feder gegen die sohlenfernen Hebelarme gedrängt werden. Im Wesentlichen braucht also das Gehäuse lediglich als Führung für die Kolben ausgebildet zu sein und die zwischen den Kolben eingespannte Feder aufzunehmen sowie die um gehäuseseitige Hochachsen schwenkbaren Sohlenhalter zu tragen. Damit wird eine in Skilängsrichtung äußerst kurze Bauweise ermöglicht.
  • Aufgabe der Erfindung ist es nun, bei einem Schuhhalteraggregat der eingangs angegebenen Art eine noch weiter erhöhte Sicherheit für den Skiläufer zu gewährleisten.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Gehäuse gegen Federkraft um eine Querachse schwenkbar ist, die in bzw. unterhalb einer Aufstandsebene der Skischuhsohle eng benachbart zum gehäuseseitigen Querrand einer in das Aggregat einsetzbaren Skischuhsohle angeordnet ist.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Sohlenhaltern durch eine um eine Querachse kippbarer Anordnung des die Sohlenhalter halternden Gehäuses einen zusätzlichen Freiheitsgrad der Bewegung in Aufwärtsrichtung zu ermöglichen und damit eine Auslösung der Skischuhsohle in Aufwärtsrichtung zumindest deutlich zu erleichtern.
  • Durch die Anordnung der Kippachse des Gehäuses in unmittelbarer Nachbarschaft des Querrandes des gehäuseseitigen Sohlenendes des Skischuhs wird die Möglichkeit geboten, dass das Gehäuse des Schuhhalteraggregates auch dann eine die Vertikalauslösung der Skischuhsohle erleichternde Kippbewegung ausführen kann, wenn die Skischuhsohle bei einem untypischen Sturz parallel zur Skioberseite mit dem gehäuseseitigen Sohlenende mit großer Kraft gegen das Gehäuse des Schuhhalteraggregates angeschoben wird.
  • Außerdem wird bei der vorgenannten Anordnung der Kippachse eine vorteilhafte Ausführungsform ermöglicht, bei der das Gehäuse und die daran angeordneten Sohlenhalter in Achsansicht der Kippachse einen Doppelarmhebel bilden, wobei ein Hebelarm das benachbarte Sohlenende gegen ein Abheben von der Skioberseite sichert und der andere Hebelarm federbar auf einen skifesten Widerlager abgestützt sein kann. Dabei kann der letztgenannte Hebelarm eine gleiche oder ähnliche Länge wie in der sohlenseitige Hebelarm aufweisen.
  • Im Übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche und die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen, anhand der bevorzugte Merkmale der Erfindung näher beschrieben werden.
  • Schutz wird nicht nur für angegebene oder dargestellte Merkmalskombination sondern auch für prinzipiell beliebige Kombinationen der angegebenen oder dargestellten Einzelmerkmale beansprucht.
  • In der Zeichnung zeigt
  • 1 eine Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Schuhhalteraggregates,
  • 2 eine Draufsicht auf das Schuhhalteraggregat,
  • 3 eine Heckansicht des Schuhhalteraggregates entsprechend dem Pfeil III in 2,
  • 4 ein Schnittbild des Schuhhalteraggregates entsprechend der Schnittlinie IV-IV in 2,
  • 5 eine Seitenansicht des Schuhhalteraggregates,
  • 6 eine Frontansicht des Schuhhalteraggregates,
  • 7 eine perspektivische Ansicht des Schuhhalteraggregates von schräg vorne,
  • 8 eine Draufsicht auf das skiseitige Basisteil, an dem der Schuhhalter um eine Querachse kippbar gelagert ist und
  • 9 ein Schnittbild des Basisteiles entsprechend der Schnittlinie IX-IX in 8.
  • Gemäß den 8 und 9 ist auf der Oberseite eines nicht dargestellten Skis ein zweiteiliges, plattenartiges Basisteil 1 angeordnet, dessen in Skilängsrichtung hinterer Teil 1'' auf seiner Oberseite angeformte Lagerböcke 2 mit Lageraugen 3 aufweist, deren Zweck weiter unten erläutert wird. Der in Skilängsrichtung vordere Teil 1' des Basisteiles 1 besitzt zwei in Skiquerrichtung voneinander beabstandete gabelartig angeordnete Fortsätze 4, die sich mit Formschluss in entsprechende Ausnehmungen im Teil 1'' einschieben lassen, derart, dass die Teile 1' und 1'' miteinander ohne Relativbeweglichkeit quer zu den Fortsätzen 4 formschlüssig verbunden sind.
  • Zunächst wird auf der Skioberseite das Teil 1' des Basisteiles mit Schrauben 5 befestigt, die dazu vorgesehene Vertikalbohrungen an den Fortsätzen 4 durchsetzt. Sodann wird das Teil 1'' in Längsrichtung der Fortsätze 4 auf dieselben aufgeschoben und mit Schrauben 6 am Ski befestigt.
  • Wie aus 9 ersichtlich ist, sind die Teile 1' und 1'' des Basisteiles 1 derart ausgebildet, dass die das Teil 1' auf den Ski halternden Schrauben 5 direkt unter den Lagerböcken 2 bzw. den Lageraugen 3 des Teiles 1'' angeordnet sind, wenn das Basisteil 1 am Ski montiert ist. Da das Teil 1'' mit den Fortsätzen 4 formschlüssig zusammenwirkt und dabei quer zu den Längsachsen der Fortsätze 4 unbeweglich festgehalten wird, werden an den Lageraugen 3 in Aufwärtsrichtung angreifende Kräfte direkt auf die Schrauben 5 und damit auf den Ski abgetragen. Die Schrauben 6 dienen im Wesentlichen lediglich dazu, eine Trennung der Teile 1' und 1'' voneinander zu verhindern.
  • In den 1 bis 7 dargestellte Schuhhalteraggregat besitzt ein Gehäuse 7 mit einem Innenkörper 7' und einem schalenartigen Außenkörper 7''. Im zusammengebauten Zustand des Gehäuses 7 sind am Innenkörper 7' und am Außenkörper 7'' zueinander gleichachsige Lageraugen 8' und 8'' vorhanden, die zur Verbindung des Gehäuses 7 mit dem Basisteil 1 vorsehen sind. Dabei nehmen die Lageraugen 8' des Innenkörpers 7' eine Lage axial zwischen den Lageraugen 3 des Teiles 1'' des Basisteiles 1 ein, während die Lageraugen 8'' des Außenkör pers 7'' jeweils auf den voneinander abgewandten Außenseiten der Lageraugen 3 vorgesehen sind. Mittels einer die vorgenannten Lageraugen 8' und 8'' sowie 3 durchsetzenden Kippachse 9 ist das Gehäuse 7 mit dem Basisteil 1 um eine Querachse, das heißt die Kippachse 9, kippbar verbunden.
  • Zwischen einem auf der Oberseite des Teiles 1' des Basisteiles 1 angeordneten stationären Widerlager 10 und einem auf der Unterseite des Innenkörpers 7' des Gehäuses 7 angeordneten gehäuseseitigen Widerlager 11 ist eine Schraubendruckfeder 12 eingespannt, die das Gehäuse 7 in den 4 und 5 im Uhrzeigersinn zu schwenken sucht und dabei eine an der Unterseite des Innenkörpers 7' ausgebildete Stufe 13 gegen Schultern an den Lagerböcken 2 des Teiles 1'' des Basisteiles 1 spannt, so dass das Gehäuse 7 in einer durch die Stufe 13 und die Schultern der Lagerböcke 2 vorgegebene Endlage gebracht wird.
  • Die Widerlager 10 und 11 haben jeweils die Form eines nach unten bzw. oben offenen Napfes mit konischem Innenumfang, der sich zur Öffnung des jeweiligen Napfes hin konisch erweitert. Zwischen den Widerlagern 10 und 11 ist konzentrisch zur Schraubendruckfeder 12 eine Rohrfeder 14 mit an die Konizität der Innenumfänge der napfförmigen Widerlager 10 und 11 angepasstem tonnenförmigen Außenumfang angeordnet, wobei die Rohrfeder 14 jeweils etwas in die napfförmigen Widerlager 10 und 11 hineinragt. Diese Rohrfeder 14 wirkt als relativ steife Druckfeder, wenn das Gehäuse 7 mit in den 4 und 5 mit einem Drehmoment entgegen dem Uhrzeigersinn beauf schlagt wird. Das Gehäuse 7 lässt sich also nur bei Einwirkung eines großen Drehmomentes entgegen dem Uhrzeigersinn kippen.
  • An den Seitenflanken des Gehäuses 7 sind um seitliche Gehäusehochachsen 15 schwenkbare Sohlenhalter 16 angeordnet. Diese Sohlenhalter 16 dienen einerseits dazu, mit an ihnen mittels Drehachsen 17 angeordnete Anlagerollen 18 an seitlichen Rändern einer Sohle eines Skischuhs anzulegen, um die Sohle in Seitwärtsrichtung des Skis zu arretieren. Andererseits sollen die Sohlenhalter 16 die Oberseite des Sohlenrandes jeweils mit in Querrichtung der Sohlenhalter 16 erstreckten Überlappungsflächen 19 von oben übergreifen, um die jeweilige Skischuhsohle vertikal auf der Skioberseite zu arretieren. Wie insbesondere aus 1 ersichtlich ist, haben die Überlappungsflächen 19 die Form eines nach abwärts gerichteten stumpfen Keils mit einer in Querrichtung des jeweiligen Sohlenhalters 16 erstreckten Keilspitze. Dementsprechend liegen die Sohlenhalter 16 bei normal arretierter Skischuhsohle auf der Oberseite des Sohlenrandes an einer in Sohlenquerrichtung erstreckten linienförmigen Berührungszone an, welche sich in unmittelbarer Nachbarschaft der vertikalen Berührungszone der am jeweiligen Sohlenhalter 16 angeordneten Anlagerolle 18 befindet.
  • Da die Überlappungsflächen 19 zum freien Ende der Sohlenhalter 16 hin eine nach aufwärts gerichtete Schrägfläche 19' bilden, wird das Einschieben des jeweiligen Sohlenendes in das Schuhhalteraggregat erleichtert.
  • Die Sohlenhalter 16 sind bezüglich ihrer vertikalen Schwenkachsen 15 als Doppelarmhebel ausgebildet, wobei der gehäuseseitige Arm den Querschnitt eines im Innenkörper 7' des Gehäuses 7 angeordneten, den Innenkörper 7' in Querrichtung durchsetzenden Kanals 20 überlappt. Innerhalb dieses Kanals 20 sind Kolben 21 verschiebbar angeordnet, zwischen denen eine Schraubendruckfeder 22 eingespannt ist. Dabei ist die Schraubendruckfeder 22 einerseits am Boden des in 1 linken Kolbens 21 und andererseits auf einem im rechten Kolben 21 verstellbar angeordneten Widerlager 23 abgestützt. Dieses plattenartige Widerlager 23 besitzt eine Gewindebohrung, in die das Außengewinde einer Einstellschraube 24 eingedreht ist, die ihrerseits mit einem ringscheibenförmigen Flansch auf dem Boden des in 1 rechten Kolbens 21 abgestützt ist und einen für ein Schraubwerkzeug durch eine Bohrung im Kolbenboden zugänglichen Kreuzschlitzkopf aufweist, so dass sich die Widerlagerscheibe 23 durch Drehung der Einstellschraube 24 unter Veränderung der Spannung der Schraubendruckfeder 22 verschieben lässt.
  • Auf diese Weise lässt sich die Auslösekraft einstellen, bei der eine zwischen den Sohlenhaltern 16 eingesetzte Sohle eines Skischuhs in Skiquerrichtung freigegeben wird.
  • Die Montage des oben beschriebenen Schuhhalteraggregates an einem Ski kann wie folgt durchgeführt werden: Zunächst wird das vordere Teil' des Basisteiles 1 am Ski montiert. Danach kann das hintere Teil 1'' des Basisteiles 1 parallel zur Skioberseite auf die Fortsätze 4 des Teiles 1' aufgeschoben und mittels der Schrauben 6 am Ski befestigt werden. Nunmehr wird das durch die Sohlenhalter 16, die Kolben 21 sowie die Schraubendruckfeder 22 usw. komplettierte Gehäuse 7 mit seinen Lageraugen 8' und 8'' so an die Lageraugen 3 des Basisteiles 1 angesetzt, dass die Kippachse 9 in die vorgenannten Lageraugen einschoben werden kann, wobei vor der Montage der Kippachse 9 die Schraubendruckfeder 12 in die Rohrfeder 14 eingeschoben und zusammen mit der Rohrfeder 14 zwischen die Widerlager 10 und 11 eingesetzt wird. Damit ist das erfindungsgemäße Schuhhalteraggregat gebrauchsfertig am Ski montiert, es muss lediglich noch die gewünschte Auslösekraft an der Einstellschraube 24 eingestellt werden.
  • Das Schuhhalteraggregat funktioniert (in grundsätzlich bekannter Weise) wie folgt: Der Skischuh wird mit einem Sohlenende, in der Regel mit dem vorderen Sohlenende zwischen den Sohlenhaltern 16 derart eingeschoben, dass die Oberseiten der seitlichen Sohlenränder von den Überlappungsflächen 19 der Sohlenhalter 16 überlappt werden. Nunmehr wird der Skischuh bzw. dessen Sohle mit dem anderen Sohlenende an einem zugeordneten fersenseitigen Sohlenhalteraggregat oder dergleichen am Ski arretiert. Sollten nun auf das zwischen den Sohlenhaltern 16 eingeschobene Sohlenende starke Kräfte in Seitwärtsrichtung wirken, öffnet der in Kraftrichtung hintere Sohlenhalter 16 unter Schwenkung um seine Schwenkachse 15, wobei der dem jeweiligen Sohlenhalter 16 zugeordnete Kolben 21 gegen die Kraft der Schraubendruckfeder 22 verschoben wird.
  • Sollte auf das vorgenannte Sohlenende eine starke Kraft in Aufwärtsrichtung wirken, kann die Sohle nach vertikal oben freigegeben werden, indem das Gehäuse 7 gegen die Kraft der Schraubendruckfeder 12 bzw. insbesondere der Rohrfeder 14 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkt. Damit werden die Oberseiten der Sohlenränder nicht mehr von den Überlappungsflächen 19 übergriffen, und der Skischuh kommt in Aufwärtsrichtung vom Ski frei. Dabei wird diese Vertikalauslösung durch die nach rückwärts aufwärts gerichteten Schrägflächen 19' erleichtert, an denen das vordere Sohlenende nach rückwärts oben aus der Bindung rutschen kann. Die vorgenannte Schwenkung des Gehäuses 7 wird auch dann eingeleitet, wenn die Skischuhsohle parallel zur Skioberseite in Skilängsrichtung mit großer Kraft gegen das Gehäuse 7 gedrängt werden sollte. Dies kann beispielsweise bei einem „untypischen” Rückwärtssturz eines Skifahrers erfolgen. In der Regel wirkt anschließend bei einem solchen Sturz eine große Kraft am Skischuh in Aufwärtsrichtung, so dass der Skischuh in Aufwärtsrichtung vom Ski ausgelöst wird. Gegebenenfalls kann aber auch am Skischuh ein großes Drehmoment bezüglich der Schuh-Hochachse wirken, so dass der Skischuh in Seitwärtsrichtung ausgelöst wird. Wie insbesondere aus 3 ersichtlich wird, sind die Überlappungsflächen 19 der Sohlenhalter 16 in Skiquerrichtung geneigt, wobei sie zur Skimitte hin ansteigen. Dies hat zur Folge, dass auf die Sohlenhalter 16 auch dann eine Kraft in Seitwärts-Auslöserichtung wirkt, wenn an der Skischuhsohle nur eine Kraft in Aufwärtsrichtung angreift. Damit wird vorteilhafterweise erreicht, dass bei ei nem Rückwärts-Drehsturz die in Aufwärtsrichtung am Schuh wirkenden Kräfte zu einer Seitwärts-Auslösung des Schuhs beitragen.
  • Anstelle des zeichnerisch in den 8 und 9 dargestellten zweiteiligen Basisteiles 1 kann auch ein einteiliges Basisteil 1 vorgesehen sein, insbesondere ein in ein am Ski in Skilängsrichtung erstrecktes Schienensystem einschiebbares Basisteil, welches am Schienensystem form- und/oder kraftschlüssig fixierbar ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 90/09821 [0002, 0003]
    • - DE 102006039989 A1 [0004]

Claims (10)

  1. Schuhhalteraggregat einer Skibindung, mit an einem Gehäuse (7) um gehäuseseitige Hochachsen (15) schwenkbaren Sohlenhaltern (16), welche einen Randbereich einer in das Aggregat eingesetzten Skischuhsohle von seitwärts und oben um- bzw. übergreifen und mit einer im Gehäuse (7) angeordneten Federanordnung (22) zusammenwirken, die die Sohlenhalter (16) in deren Einspannlagen spannt und eine Auslösung der Skischuhsohle in Seitwärtsrichtung gegen Auslösewiderstand zulässt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) gegen Federkraft (12, 14) um eine Querachse (9) schwenkbar ist, die in bzw. unterhalb einer Aufstandsebene der Skischuhsohle eng benachbart zum gehäuseseitigen Querrand der in das Aggregat eingesetzten Skischuhsohle angeordnet ist.
  2. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) an einer für Skitouren aufschwenkbar auf einem Ski angeordneten bzw. anbringbaren Standplatte angeordnet ist.
  3. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohlenhalter (16) den Sohlenrand an linienartigen Berührungszonen von oben und von seitwärts beaufschlagen, deren Längsachsen in bzw. unmittelbaren benachbart zu einer vertikalen Querebene erstreckt sind.
  4. Schuhhalteraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) um eine Querachse (9) schwenkbar an einem auf der Oberseite des Skis bzw. der Standplatte angeordneten oder anbringbaren Basisteil (1) angelenkt ist, welches direkt unter der Querachse (9) mit dem Ski bzw. der Standplatte verbunden oder mit Schrauben (5) am Ski bzw. der Standplatte befestigt ist.
  5. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (1) einen vorderen Teil (1') mit zumindest einem in Längsrichtung des Basisteiles erstreckten Fortsatz (4) aufweist, auf den der hintere Teil (1'') des Basisteiles (1) mit Formschluss und weitgehender Spielfreiheit quer zur Längsrichtung des Fortsatzes aufschiebbar ist, und dass am hinteren Teil (1'') angeordnete Lagerböcke (2) zur schwenkbaren Lagerung des Gehäuses (7) in aufgeschobener Position des hinteren Teiles (1') direkt über Befestigungsschrauben (5) des vorderen Teiles (1') positioniert sind.
  6. Schuhhalteraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) mit radialen Abstand von der Querachse (9) auf dem Basisteil (1) federnd abgestützt ist.
  7. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Abstützung eine Schraubendruckfeder (12) aufweist, welche zwischen einem gehäuseseitigen und einem basisteilseitigen Widerlager (10, 11) eingespannt ist.
  8. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubendruckfeder (12) in einer dazu koaxialen Rohrfeder (14) untergebracht ist.
  9. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrfeder (14) einen tonnenförmig gewölbten Außenumfang aufweist und damit axial in napfförmige Widerlager (10, 11) hineinragt, deren Innenumfangswände die Rohrfeder (14) radial im Wesentlichen spielfrei umfassen und einer der Tonnenform angepasste Konizität aufweisen.
  10. Schuhhalteraggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrfeder (14) aus einem elastisch verformbaren Kunststoffmaterial besteht.
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