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Diese
Anmeldung beansprucht die Prioritäten der japanischen Patentanmeldungen
Nr. 2005-251206, eingereicht am 31.08.2005, und 2006-163952, eingereicht
am 13.06.2006, wobei die Gesamtoffenbarungen beider Prioritätsanmeldungen hiermit
durch Rückbeziehung
inkorporiert sind.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Scheibenbremsbelag,
und im besonderen auf eine Scheibenbremse, wie sie in einem Personenkraftfahrzeug,
einem Lastwagen, einem Bus, einer industriellen Maschine, oder dgl.
verwendet wird.
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In
einer konventionellen Scheibenbremse zum Abbremsen einer rotierenden
Welle durch Anpressen eines Bremsbelags an einen rotierenden Rotor
gibt es einen Betriebszustand, bei dem der Rotor oder die Bremsenteile
vibrieren, sobald der Bremsbelag den rotierenden Rotor abbremst
oder relativ zu diesem gleitet, und zwar mit einer reibungsbedingten
Vibration erzeugt durch einen Reibeingriff zwischen dem Rotor und
dem Belag. Wenn eine Frequenz der Vibration mit der Eigenfrequenz
des Rotors oder der Bremsenteile übereinstimmt, wird die Vibration
durch eine mit einem Eigenwert gekoppelte Vibration in einen Resonanzzustand übergeführt. Dies
kann zum Quietschen der Bremse führen.
Allgemein ist in einer Bremse die Funktion des Absorbierens einer
Vibrationsfrequenz, die ein Quietschen hervorruft, schwach, und
es kann deshalb die Resonanz nicht unterdrückt werden, sondern es tritt
das Bremsenquietschen auf.
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Gegen
das Quietschen einer Scheibenbremse gibt es bereits eine Vielzahl
von Vorschlägen
für Gegenmaßnahmen.
Bei einem Vorschlag wird besondere Aufmerksamkeit auf Vibrationen
eines Rotors einer Scheibenbremse (der Bremsplatte) gerichtet, wobei
an der Innenseite eines räumlichen
Abschnitts der Scheibenplatte ein Gewicht vorgesehen ist, welches
entlang einer Richtung bewegt werden kann, die parallel zu einer
rotierenden Welle der Scheibenbremse verläuft. Zwischen dem Gewicht und
einem Ende, das das Gewicht bewegt, ist ein elastisches Glied angebracht
(JP-A-07-167176). Wenn die Scheibenplatte vibriert wird, wird an
dem elastischen Glied durch die Trägheit des Gewichtes eine Vorspannkraft
erzeugt. Die Vorspannkraft wird in einer Richtung umgekehrt zu einer
Richtung des Vibrierens der Scheibenplatte operiert. Die Vibration
der Scheibenplatte wird dadurch beschränkt, um das Bremsenquietschen
zu vermindern.
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Als
ein weiteres Beispiel einer Gegenmaßnahme zum Verhindern des Quietschens
in einer Scheibenbremse gibt es einen Kolben für die Scheibenbremse, bei welchem
besondere Sorgfalt auf die Vibration des Kolbens gerichtet ist,
der einen operativen Mechanismus der Scheibenbremse konstituiert. Ein
hohler zylindrischer Abschnitt ist in einen Zylinder eingepasst.
Ein Wandbereich, der angeordnet ist, um in Richtung zu einem Belag
am anpressseitigen Ende an einer Innendurchmesserseite verlagert
zu werden und, der sich zwischen beiden Enden des hohlen zylindrischen
Abschnitts befindet, ist integral mit einem vorstehenden Abschnitt
in Gusseisen ausgebildet, der von einer Seitenfläche des Wandbereiches vorsteht,
um einen dynamischen Dämpfer
zu bilden (JP-A-10-122279). Bei diesem Kolben für die Scheibenbremse wird ein
Wert einer Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz einer Bremszange
auf einen Wert gebracht, mit dem es möglich ist, das Bremsenquietschen
durch Einstellen des Werts der Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz
des Kolbens zu minimieren.
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Was
jedoch die Gegenmaßnahme
gegen das Bremsenquietschen betrifft, die sich auf den räumlichen
Bereich des Rotors bezieht, ist ein Typ der Bremse mit diesem räumlichen
Bereich limitiert, und ist deshalb diese Gegenmaßnahme eine, die nicht allgemein
anwendbar ist. Weiterhin ist es, obwohl für eine spezifische Frequenz
beim Bremsenquietschen ein Dämpfungseffekt
erzielt wird, schwierig, allgemein einen Dämpfungseffekt auch für eine Frequenz
verschieden von dieser spezifischen Frequenz zu erzielen, und ist
aus diesem Grund eine weitere diesbezügliche Verbesserung erforderlich.
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Dadurch
ist allgemein ein Problem gegeben, das erfindungsgemäß im Hinblick
auf das effektive Dämpfen
des Bremsenquietschens durch Verwenden eines viskosen Gliedes und
eines Gewichts beseitigt werden soll.
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Ein
Ausführungsform
oder mehrere Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung schaffen einen Scheibenbremsbelag, mit
dem es möglich
ist, mittels einer kostengünstigen
und einfachen Struktur das Bremsenquietschen effektiv zu verhindern,
und zwar durch Verwenden eines viskosen Gliedes und eines Gewichts.
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In Übereinstimmung
mit einer oder mehreren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wird ein Scheibenbremsbelag angegeben,
der mit einer Bremsschicht und einer an der Bremsschicht angebrachten
Druckplatte ausgestattet ist, wobei das Bremsenquietschen minimiert
wird durch einen viskosen Widerstand durch eine Strömung eines Schmierstoffes,
und durch einen Trägheitswiderstand
eines Gewichts.
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In
diesem Scheibenbremsbelag fungiert der viskose Widerstand durch
die Strömung
des Schmierstoffs als ein Dämpfer
korrespondierend mit einer Geschwindigkeit einer Vibration, und
fungiert der Trägheitswiderstand
des Gewichts als ein Widerstand in Übereinstimmung mit einer Versetzung
bzw. Amplitude der Vibration. Das Bremsenquietschen wird mit einem
synergistischen Effekt zwischen den zwei Widerständen gedämpft.
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Der
Bremsscheibenbelag kann ferner eine Zwischenplatte aufweisen, die
auf der Seite der Druckplatte fixiert ist, die der Bremsschicht
abgewandt ist. Die Zwischenplatte kann zwischen der Druckplatte
und der Zwischenplatte mit dem Schierstoff beschichtet sein. Hierbei
ist an einer äußeren Seite
der Zwischenplatte das Gewicht angeordnet. Wenn in diesem Typ der
Schmierstoff und das Gewicht in der erläuterten Weise kombiniert werden, wird über ein
breites Frequenzband ein Geräuschdämpfungseffekt
erzielt.
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Der
Scheibenbremsbelag kann ferner eine Hilfszwischenplatte aufweisen,
die an der Seite der Druckplatte fixiert ist, welche der Bremsschicht
abgewandt ist, wobei dann der Schmierstoff zwischen der Zwischenplatte
und der Hilfszwischenplatte in beschichtender Form vorliegt. Bei
diesem Typ des Scheibenbremsbelages wird der Geräuschdämpfungseffekt nicht nur über das
breite Frequenzband erzielt, sondern es kann mittels der Zwischenplatte und
der Hilfszwischenplatte der Schmierstoff in additiver Weise bequem
gehandhabt werden, da der Schmierstoff zwischen der Zwischenplatte
und der Hilfszwischenplatte eingeordnet ist, was es im besonderen
vereinfacht, einen dünnflüssigen bzw.
sehr beweglichen Schmierstoff zu handhaben.
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In
dem Scheibenbremsbelag kann das Gewicht an einer Position angeordnet
sein, die übereinstimmt
mit einem Eckenbereich der Bremsschicht.
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Die
vier Ecken der Bremsschicht sind Bereiche, in welchen das Ausmaß der Vibration
im Betrieb der Bremse am größten sein
kann. Deshalb lässt
sich ein hoher Dämpfeffekt
erzielen, wenn die Gewichte an den Eckenbereichen angeordnet sind.
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In
dem Scheibenbremsbelag kann der Schmierstoff in einem räumlichen
Bereich versiegelt sein, der an der Druckplatte ausgebildet ist,
und zwar so, dass sich das Gewicht in einem schwimmenden Status
befindet. Abhängig
vom Typ des Scheibenbremsbelages wird der Geräuschdämpfungseffekt innerhalb eines
breiten Frequenzbandes erzielt.
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Ferner
kann in dem Scheibenbremsbelag dieser räumliche Bereich durch die Zwischenplatte versiegelt
sein, welche an der Seite der Druckplatte fixiert ist, welche der
Bremsschicht abgewandt ist. Abhängig
vom Typ des Scheibenbremsbelags wird dafür gesorgt, dass der in dem
räumlichen
Bereich versiegelte Schmierstoff nicht in der Lage ist, nach außen zu fließen, und
zwar mittels der Zwischenplatte, und wird dennoch das Gewicht nicht
zur Außenseite
freiliegend exponiert, obwohl nur eine einfache Struktur vorgesehen
ist. Deshalb gibt es auch keine Möglichkeit einer Destruktion
oder Desintegration, sondern es kann eine permanent bleibende Gegenmaßnahme eingerichtet
werden. Ferner ist es möglich,
den Scheibenbremsbelag so auszubilden, dass sichergestellt ist,
dass der Schmierstoff nicht nach außen fließt, sondern seine Wirkung kontinuierlich erzeugt.
In dem Scheibenbremsbelag kann der räumliche Bereich an einem Eckenabschnitt
der Druckplatte ausgebildet sein. Die vier Ecken der Druckplatte
sind Bereiche, in welchen das Ausmaß der Vibrationen im Betrieb
maximiert ist. Wenn deshalb die Gewichte diesen Eckenbereichen zugeordnet
werden, lässt
sich ein starker Dämpfungseffekt erzielen.
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In
dem Scheibenbremsbelag kann der jeweilige räumliche Bereich der Druckplatte
als eine Durchgangsöffnung
ausgebildet sein, welche die Druckplatte durchsetzt. Die Bremsschicht
kann an einem Bereich der Durchgangsöffnung durch Einformen angebracht
bzw. verankert sein. Allgemein ist es zweckmäßig, die Durchgangsöffnung in
der Druckplatte so auszubilden, dass es möglich ist, die Bremsschicht
dort etwas einzuformen, um eine Funktion der Bremsschicht gegen
Abscheren zu begünstigen,
die ja ein Reibglied ist. Die Durchgangsöffnung kann für diesen
Zweck beispielsweise zu einer guten Verankerung der Bremsschicht
verwendet werden, wobei sie auch als ein Raum zum Versiegeln des
Schmierstoffes und des Gewichtes dient.
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Da
in dem räumlichen
Bereich der Schmierstoff und die Bremsschicht miteinander in Kontakt
treten, und zwar bei einer oder bei mehreren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, ist es zweckmäßig, ein Durchdringungsverhinderungsmittel
vorzusehen, welches sicherstellt, dass der Schmierstoff nicht zu
der Bremsschicht vordringt. Dies kann am einfachsten dadurch erfolgen,
dass zwischen der Bremsschicht und dem Schmierstoff eine Blockade
vorgesehen wird. Durch Blockieren des Schmierstoffs gegenüber der
Bremsschicht kann von vornherein eine Beeinflussung der Funktion
der Bremsschicht als Folge eines Vordringens des Schmierstoffes
zu der Bremsschicht verhindert werden.
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Weiterhin
kann das eine Durchdringung verhindernde Mittel zum Verhindern,
dass der Schmierstoff zu der Bremsschicht vordringt, in dem räumlichen
Bereich vorgesehen sein. Alternativ kann dort eine Kapsel verwendet
werden, die in dem räumlichen
Bereich montiert ist und das Gewicht und den Schmierstoff versiegelt,
oder eine Trennplatte, welche an dem räumlichen Bereich montiert ist,
derart, dass sie zwischen der Bremsschicht und dem Schmierstoff
die erforderliche Trennung bewirkt. Die Coatingschicht, die Kapsel
oder die Trennplatte blockiert dann die Verbindung zwischen dem
Schmierstoff und der Bremsschicht, um ein Vordringen des Schmierstoffes
zu der Bremsschicht zu verhindern.
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In Übereinstimmung
mit einem oder mehreren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann die Vibration der Bremse effektiv
absorbiert werden, und lässt
sich somit ein Bremsenquietschen vermeiden, indem der eine vergleichsweise
hohe Reibungsvibration zeigende Belag mit einer Dämpferstruktur
kombiniert wird, welche auf zwei Funktionen beruht, nämlich dem
viskosen Widerstand und dem Trägheitswiderstand.
Da der viskose Widerstand des Schmierstoffes eingesetzt wird, wird
durch Absorbieren der innerhalb eines breiten Frequenzbereiches
auftretenden Vibrationen ein Geräuschdämpfungseffekt
erzielt. Deshalb ist die Erfindung ein Optimum für eine Not-Gegenmaßnahme oder
einen Bestätigungstest
beim Emittieren eines Geräusches. Weiterhin
ist es als Folge einer einfachen Struktur nur des Hinzufügens des
Gewichtes zu der Zwischenplatte und des Schmierstoffes, die normalerweise verwendet
werden, möglich,
eine Kostensteigerung zu minimieren. Weiterhin wird das Gewicht
so angeordnet und wird der Schmierstoff so eingesiegelt, und zwar
in dem räumlichen
Bereich an der Innenseite der Druckplatte des Scheibenbremsbelages,
dass beim Absorbieren der mit breiter Frequenz auftretenden Vibration
das Gewicht nicht nach außen
exponiert wird, so dass es keine Gefahr einer Destruktion oder Desintegration
gibt und deshalb eine permanent bleibende Gegenmaßnahme eingerichtet
werden kann. Wenn es die Möglichkeit
geben sollte, dass der Schmierstoff und die Bremsschicht miteinander
in dem räumlichen
Bereich in Kontakt gebracht werden, welcher in der Druckplatte ausgebildet
ist, lassen sich durch Vorsehen der eine Durchdringung verhindernden
Mittel, die verhindern, dass der Schmierstoff zu der Bremsschicht
vordringt, der Einfluss einer Denaturisation, einer Festigkeitsverminderung,
und einer Funktionsminderung der Bremsschicht aufgrund einer Durchdringung
mit Schmierstoff bereits von vornherein vermeiden.
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Weitere
Aspekte und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den anhängigen
Patentansprüchen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Ansicht, die einen Status zeigt, in welchem ein Scheibenbremsbelag
einer beispielsweisen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung als ein äußerer Belag verwendet wird.
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2 ist
eine Ansicht, die einen Status zeigt, in welchem der Scheibenbremsbelag
des Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung als ein innerer Belag verwendet wird.
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3 ist
eine Schnittansicht in der Ebene A-A des in 1 gezeigten
Scheibenbremsbelags.
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4 ist
eine Schnittansicht und zeigt einen Status beim Benutzen des Scheibenbremsbelags von 2.
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5 ist
eine Schnittansicht einer beispielsweisen Ausführungsform, bei welcher eine
Hilfszwischenplatte zu dem in 3 gezeigten
Scheibenbremsbelag hinzugefügt
ist.
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6(a) + 6(b) sind
Diagramme, die eine Eigenschaft des in den 1 bis 4 gezeigten
Scheibenbremsbelags zeigen.
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7 ist
eine Ansicht, die eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scheibenbremsbelags
zeigt.
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8 ist
eine Schnittansicht in der Schnittebene B-B von 7.
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9(a) + 9(b) illustrieren
Diagramme zu einer Eigenschaft des in den 7 und 8 gezeigten
Scheibenbremsbelags.
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10 ist
eine Teilschnittansicht und zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem in
einem Scheibenbremsbelag gemäß der Erfindung
das Vordringen von Schmierstoff zu einer Bremsschicht verhindert wird.
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11(a) + (b) illustrieren Teilschnittansichten
eines anderen Ausführungsbeispiels
zum Verhindern des Vordringens von Schmierstoff zu einer Bremsschicht
in einem erfindungsgemäßen Scheibenbremsbelag.
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12(a) + (b) illustrieren Teilschnittansichten
eines weiteren Ausführungsbeispiels
zum Verhindern des Vordringens von Schmierstoff zu einer Bremsschicht
in einem erfindungsgemäßen Scheibenbremsbelag.
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Ein
in 1 gezeigter Scheibenbremsbelag 1 ist
ein Bremsbelag, der in einer Scheibenbremse an eine äußeren Seite
angeordnet wird. Der Scheibenbremsbelag 1 wird durch ein
fixierendes Glied 3 geführt
und abgestützt,
das durch ein imaginäre
Linie gezeigt ist. Die Führung
und Abstützung
erfolgt in Richtungen, in welchen sich der Scheibenbremsbelag zu
einem Rotor 4 hin und von diesem weg bewegt, wobei der
Rotor 4 in ähnlicher
Weise wie das Glied 3 durch eine imaginäre Linie gezeigt ist. Ferner ist
eine Bremszange 5 vorgesehen, die einen Bedienungsmechanismus
inkludiert und so angeordnet ist, dass sie über den Scheibenbremsbelag 1 und
den Rotor 4 hinweg greift. Die Bremszange 5 ist
in Bewegungsrichtungen zu dem Rotor 4 und von diesem weg
relativ zu dem fixierenden Glied 3 geführt. An der äußeren Seite
des Scheibenbremsbelags 1 ist ein Paar Bremszangen-Klauen bereiche 10 vorgesehen, die
einer Seite der Bremszange 5 abgewandt sind, an welcher
der Bedienungsmechanismus z.B. der Kolben, vorgesehen ist. Die Klauenbereiche 10 stehen
in Kontakt mit einer Rückenfläche einer
Druckplatte 7 des Scheibenbremsbelags 1.
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In 2 wird
ein Scheibenbremsbelag 2 gezeigt, der an einer inneren
Seite angeordnet ist, d.h. an der Seite des Betätigungsmechanismus in der Bremszange.
Der Scheibenbremsbelag 2 ist im Verhältnis zur Anordnung eines Kolbens 11 des
Betätigungsmechanismus
gezeigt. Der Scheibenbremsbelag 2 an der inneren Seite
ist substantiell äquivalent mit
dem Scheibenbremsbelag 1 an der äußeren Seite, so dass eine duplizierende
Erklärung
unterlassen wird.
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In
der Schnittansicht von 3 ist der äußere Scheibenbremsbelag 1 in
der Schnittebene A-A von 1 geschnitten. Der Scheibenbremsbelag 1 umfasst
eine Bremsschicht 6, die im Betrieb der Bremse gegen den
Rotor 4 angepresst wird. Die Druckplatte 7 ist
mit der Bremsschicht 6 fest verbunden, z.B. vergossen oder
verklebt. An beiden Seiten der Druckplatte gibt es vorstehende Bereiche 8,
die in vertiefte Bereich 9 eingepasst sind, die an dem
fixierenden Glied 3 ausgebildet sind, um den Scheibenbremsbelag 1 relativ
zu dem fixierenden Glied 3 in den Richtungen zu führen, in
denen sich der Scheibenbremsbelag 1 zu dem Rotor 4 hin
oder von diesem weg bewegt.
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Eine
Zwischenplatte 12, beispielsweise eine Metallplatte, die
eine Außenkontur übereinstimmend mit
der Kontur der Druckplatte 7, ausgenommen in diesem Beispiel
die vorstehenden Bereiche 8, aufweist, ist zwischen der
Druckplatte 7 und den Klauenbereichen 10 der Bremszange
angeordnet. Die Zwischenplatte 12 kann an der Druckplatte 7 fixiert
sein, beispielsweise mittels eines Hakens.
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Wie
in 3 gezeigt, beschichtet ein Schmierstoff 13 jeweils
eine Seite der Druckplatte 7 und der Zwischenplatte 12.
Der Schmierstoff 13 hat hohe Viskosität und ist eine viskose Substanz.
Die Zwischenplatte 12 wird so an der Druckplatte 7 montiert,
dass der Schmierstoff 13 dazwischen gebracht wird, sobald
die Zwischenplatte 12 an dem Scheibenbremsbelag 1 angebracht
wird.
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Wie
in 1 gezeigt, sind an vier Ecken 14 der
Druckplatte 7 jeweils Gewichte 15 mittels eines Klebers
angehaftet, der hochtemperaturfest ist. Jedes Gewicht 15 ist
beispielsweise aus Eisen hergestellt und kann durch ein würtelförmiges Glied
konstituiert sein, das einen Querschnitt von 10,0 mm hat. Dies ist
jedoch nur ein Beispiel, und es liegt auf der Hand, dass auch eine
Spezifikation als das Gewicht konstituiert sein kann, die verschieden
ist von dem kubischen Glied.
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Sobald
als Folge eines Reibeingriffes mit dem Rotor 4 im Betrieb
der Bremse eine Reibvibration generiert wird, wird die Zwischenplatte 12 relativ zu
der Druckplatte 7 und, wie in 4 gezeigt,
durch die Trägheit
des Gewichtes 15 versetzt. Hierbei strömt der zwischen der Zwischenplatte 12 und
der Druckplatte 7 vorhandene Schmierstoff 13 wie
gezeigt weg, um bei einer Bewegung (Vibration) der Zwischenplatte 12 relativ
zu der Druckplatte 7 einen viskosen Widerstand zu generieren.
Durch den viskosen Widerstand wird die Vibration der Druckplatte 7 gedämpft, und
kann im Resultat ein Bremsenquietschen vermieden werden.
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Es
ist bevorzugt, die Gewichte 15 in den vier Eckenbereichen 15 zu
fixieren, in welchen in der Zwischenplatte 12 Vibrationen
mit großer
Amplitude auftreten. Da es hierbei biegende und torsionale Vibrationsmodi
gibt, ist für
beide Modi in den vier Eckenbereichen die Vibration stark. Obwohl
die Anzahl der Gewichte 15 variabel ist, d.h. ein oder
mehrere Gewichte vorgesehen sein können, ist doch der Effekt des
Verhinderns eines Bremsenquietschens um so höher, desto größer die
Anzahl der Gewichte 15 ist. Auch in dem Scheibenbremsbelag 2 an
der inneren Seite, ist es, ähnlich
wie bei dem Scheibenbremsbelag 1 an der äußeren Seite,
zweckmäßig, die
Gewichte 15 an den vier Eckenbereichen 14 vorzusehen. Ferner
kann eine Hilfszwischenplatte 12a (5) zwischen
der Druckplatte 7 und der Zwischenplatte 12 vorgesehen
sein. Dann lässt
sich der Schmierstoff 13 zwischen der Zwischenplatte 12 und
der Hilfszwischenplatte 12a unterbringen. 5 ist
eine Schnittansicht und zeigt, wie die Hilfs-Zwischenplatte 12a in der
Ausführungsform
von 3 hinzugefügt
worden ist. In diesem Fall ist die Handhabung des Schmierstoffes
einfach und simpel.
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6(a) und 6(b) illustrieren
Diagramme, welche eine Änderung
des Dämpfungsverhältnisses
relativ zu der Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz des Belags des
Scheibenbremsbelags zeigt, und zwar für die mehreren in den 1 bis 4 gezeigten
Typen, und durch Konstituieren eines Parameters durch die Viskosität des Schmierstoffs.
Als die hier gezeigten Parameter werden eine Basis oder ein Originalzustand
(ohne Verwendung von Schmierstoff), eine niedrige Viskosität und eine hohe
Viskosität
verwendet. Wie sich aus 6(a) ergibt,
ist ein Dämpfungseffekt
bei 5300 Hz oder weniger hoch, wenn die Viskosität niedrig ist, und ist der Dämpfungseffekt
hoch bei einer Frequenz von 5300 Hz oder mehr, falls die Viskosität hoch oder
groß ist. Auf
diese Weise kann unter Verwenden des viskosen Widerstands von Schmierstoff
der starke Dämpfungseffekt
innerhalb eines weiten Frequenzbereiches erzielt werden. Weiterhin
kann durch Einstellen der Viskosität des Schmierstoffs das Frequenzband geändert werden,
innerhalb dessen sich der starke Dämpfungseffekt zeigt. Anders
als mit nur der Viskosität
des Schmierstoffes kann das den hohen Dämpfungseffekt zeigende Frequenzband
auch eingestellt werden durch ein Gewicht oder eine Form des Gewichts. 6(b) ist ein Diagramm, das ein Änderung des
Dämpfungszunahmeverhältnisses
relativ zu dem natürlichen
Wert des Belags zeigt (Ordinate: Dämpfungsverhältnis mit Dämpfer/ursprüngliches Dämpfungsverhältnis; Abszisse: Eigenfrequenz
oder Resonanzfrequenz des Belags). Es hat sich herausgestellt, dass
es ein Zunahmeverhältnis
mit einem Multiplikationsfaktor von zumindest 1,2 gibt, bis zu einem Multiplikationsfaktor
nahe bei 5,0 für
einen größeren Wert
der Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz.
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Die 7 und 8 zeigen
ein anderes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Scheibenbremsbelages.
In einer geformten Öffnung oder
Durchgangsöffnung 18,
die in einem Eckenbereich 24 einer Druckplatte 17 ausgebildet
ist, ist ein Gewicht 25 eingebettet. Die geformte Öffnung 18 ist ein
Loch, das verwendet wird, wenn die Bremsschicht 16 an der
Druckplatte 17 angeklebt wird, wobei ein Abschnitt der
Bremsschicht 16 so angebracht wird, dass er sich ein Stück in die Öffnung 18 hinein erstreckt.
Im Betrieb der Bremse wird ein Teil einer Scherkraft, die auf die
Bremsschicht 16 ausgeübt wird,
dadurch auf die Druckplatte 17 übertragen, dass sich der eingedrückte Bereich 16a der
Bremsschicht mit der Öffnung 18 verzahnt.
Dadurch wird die Festigkeit der Anbringung der Bremsschicht 16 an
der Druckplatte 17 gesteigert.
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Der
Schmierstoff oder das Gewicht zum Abdämpfen von Vibrationen im Betrieb
der Bremse können
die Formöffnung 18 nutzen,
die auch beim Ankleben der Bremsschicht 16 an die Druckplatte 17 zur Verankerung
verwendet wird. D.h., ein Abschnitt der Öffnung 18 bildet einen
Raum, der frei bleibt, nach dem die Bremsschicht 16 an
der Druckplatte 17 angebracht worden ist. Dieser Raum wird
mit dem Schmierstoff 23 gefüllt, wobei das Gewicht 25 in
den Schmierstoff 23 eingebettet ist. Die andere Mündung der Öffnung 18,
die der Bremsschicht 15 abgewandt ist, ist dadurch versiegelt,
dass eine Rückenflächenseite
der Druckplatte 17 durch eine Zwischenplatte 22 abgedeckt
ist, um zu verhindern, dass der Schmierstoff 23 nach außen austritt.
Weiterhin kann auch an einer anderen Stelle als in einem Eckenbereich 24 der
Druckplatte 17 eine Öffnung
nur zum exklusiven Unterbringen eines Gewichts 25 (und
von Schmierstoff) vorgesehen sein.
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9(a) ist ein Diagramm und zeigt ein Dämpfungsverhältnis relativ
zu mehreren (vier) Frequenzen des originalen Scheibenbremsbelages
und des Scheibenbremsbelages mit dem Dämpfungsmechanismus, wie er
in den 7 und 8 gezeigt ist. Es hat sich herausgestellt,
dass für
jegliche Frequenz, welche als Bremsenquietschen zu hören ist, das
Dämpfungsverhältnis des
Scheibenbremsbelages mit dem Dämpfungsmechanismus
der hier erwähnten
Art einen signifikanten Wert zeigt im Vergleich mit dem originalen
Scheibenbremsbelag. Weiterhin ist 9(b) ein
Diagramm, das eine Änderung im
Dämpfungszunahmeverhältnis relativ
zu einem Wert der Eigenfrequenz des Belags zeigt (Ordinate: Dämpfungsverhältnis mit
Dämpfer/originales
Dämpfungsverhältnis; Abszisse:
Eigenfrequenz oder Resonanzfrequenz des Belags). Es hat sich herausgestellt,
dass es in dem Verhältnis
eine Steigerung mit einem Multiplikationsfaktor von mindestens 2,0
gibt, und sogar eine Steigerung mit einem Multiplikationsfaktor
von 13,0 oder mehr für
höhere
Werte der Eigenfrequenz.
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10 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der verhindert wird, dass Schmierstoff eine Bremsschicht des
Scheibenbremsbelages gemäß der Erfindung imprägniert.
Die Ausführungsform
ist als Teilschnitt gezeigt. Die in 10 gezeigte
Ausführungsform
ist mit einer beschichtenden Lage 30 an der Seite der Druckplatte 17 abgewandt
von der Seite der Bremsschicht 16 in der Ausführungsform
von 8 versehen. Die beschichtende Lage 30 erstreckt
sich bis ins Innere der Öffnung 18,
welche eine Aufnahmeraumbereich konstituiert, der als Durchgangsöffnung der Druckplatte 17 ausgebildet
ist. Die Beschichtungslage beschichtet hier auch eine innere Umfangsfläche der
Formöffnung 18 und
auch die Oberfläche
der Bremsschicht 16, die zur Innenseite der Öffnung 18 freiliegt.
Danach wird die geformte Öffnung 18 durch Einfüllen des
Schmierstoffs 23 verschlossen, die durch die beschichtende
Lage 30 ausgekleidet ist, und durch Abdecken der Rückenflächenseite
der Druckplatte 17 mit der Zwischenplatte 22.
Die beschichtende Lage 30 erstreckt sich zumindest zwischen
der Bremsschicht 16 und dem Schmierstoff 23 und
fungiert deshalb als ein Durchdringungsverhinderungsmittel, welches
verhindert, dass der Schmierstoff 23 in der Öffnung 18 in
die Bremsschicht 16 eindringt oder zu dieser vordringt,
um auf diese Weise ein Durchsetzen der Bremsschicht 16 mit
dem Schmierstoff 23 zu blockieren. Dies bedeutet, dass bereits
von vornherein ein Einfluss einer Denaturisation, einer Stärkenverminderung
und einer Funktionsschwächung
der Bremsschicht als Folge des Eindringens des Schmierstoffes in
die Bremsschicht verhindert werden.
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Die 11(a) und 11(b) illustrieren
Ansichten zu anderen Ausführungsbeispielen,
bei denen verhindert wird, dass bei einem erfindungsgemäßen Scheibenbremsbelag
Schmierstoff zu einer Bremsschicht vordringt. 11(a) ist eine Explosionsdarstellung einer zerlegten
Kapsel. 11(b) ist eine Schnittansicht
eines Status, in welchem die Kapsel in einen räumlichen Bereich in der Druckplatte 7 eingesetzt
ist. Die Mittel zum Verhindern einer Durchdringung mit dem Schmierstoff,
wie in 11 gezeigt, sind eine Kapsel 40 mit
einem Gehäuse 41, das
einen zylindrischen Behälter
konstituiert, und eine Kappe 42 zum hermetischen Verschließen einer Öffnung des
Gehäuses 41.
Das Innere der Kapsel 40 ist ausgefüllt mit dem Schmierstoff 23 und
dem Gewicht 25, wobei der Schmierstoff 23 das
Gewicht umgibt und durch die Kappe 42 versiegelt ist. Das
Innere der Öffnung 18,
welche den räumlichen
Bereich konstituiert, der als die Durchgangsöffnung in der Druckplatte 17 ausgebildet
ist, ist mit der Kapsel 40 versehen, und wird durch die
Zwischenplatte 22 versiegelt. Weiterhin ist, obwohl die
Kappe 42 als ein Beispiel hervorgehoben ist, um die eine Öffnung des
Gehäuses 41 hermetisch
zu versiegeln, das als ein zylindrisches Glied mit einem Boden ausgebildet
ist, könnten
alternativ auch zwei Kappen vorgesehen werden, um an beiden Enden
eines dann zylindrischen Rohrabschnitts die Öffnungen hermetisch zu verschließen. Es
wird bevorzugt, dass das Innere der Kapsel 40 mit dem Schmierstoff 23 und
dem Gewicht 25 ohne Lufteinschluss gefüllt ist. Die Kapsel 40 verhindert,
dass der Schmierstoff 23 nach außen lecken könnte. Dadurch
wird ein Vordringen oder Eindringen des Schmierstoffs 23 bis
zu und in die Bremsschicht 16 verhindert.
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Die 12(a) und 12(b) zeigen
Teilschnittansichten zu noch weiteren Ausführungsbeispielen, bei denen
verhindert wird, dass in einem Scheibenbremsbelag gemäß der Erfindung
der Schmierstoff zu einer Bremsschicht vordringt oder in diese eindringt. 12(b) ist ein zum Teil modifiziertes Beispiel
von 12(a). Die Mittel zum Verhindern,
dass der Schmierstoff zur Bremsschicht vordringt, sind in 12(a) eine Trennplatte 50, die einen
Intervall zwischen der Bremsschicht 16 und dem Schmierstoff 23 in
der Öffnung 18 separiert,
wobei die Öffnung 18 den
räumlichen
Bereich zum Unterbringen des Gewichts und/oder des Schmierstoffs konstituiert
und als Durchgangsöffnung
der Druckplatte 17 ausgebildet ist. Die Öffnung 18 ist
mit dem Gewicht 25 und dem Schmierstoff 23 gefüllt, der
das Gewicht 25 umgibt, und wird durch die Zwischenplatte 22 versiegelt.
Die Trennplatte 50 ist mit einer Gestalt ausgebildet, mit
der sie genau in die Öffnung 18 passt,
wobei eine periphere Umfangsfläche 51 der Trennplatte 50 in
die Öffnung 18 eingepasst
wird. Deshalb verhindert die Trennplatte 50, dass der Schmierstoff 23 zu
der Bremsschicht 16 vordringt oder in die Bremsschicht 16 eindringt.
Bei den Mitteln, die in 12(b) das
Vordringen des Schmierstoffs zur Bremsschicht verhindern, ist ein
Umfangsrandabschnitt 52 einer Trennplatte 52 so
ausgebildet, dass er zu der Seite des Schmierstoffes 23 umgebogen
ist, und zwar dort, wo die Trennplatte 52 in die Öffnung 18 eingepasst
ist. Zwischen dem umgebogenen Umfangsrandabschnitt 53 und
der Öffnung 18 wird
hierbei ein Dichtdruck erzeugt, wodurch sich ein Durchlecken des
Schmierstoffes 23 zur Seite der Bremsschicht 16 besser
und effektiver blockieren lässt.
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Es
liegt auf der Hand, dass bei den beschriebenen und bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung unterschiedliche Modifikationen und Abwandlungen möglich sind,
ohne den Sinngehalt oder Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Es ist somit beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung alle Modifikationen
und Abwandlungen dieser Erfindung abdecken soll, die mit dem Schutzumfang
der anhängigen
Patentansprüche
und deren Äquivalenten
konsistent sind.