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Die
Erfindung betrifft eine Anbindungsvorrichtung für einen Betätigungszug an ein Betätigungsglied
eines Kraftfahrzeuges mit einem eine Längsachse aufweisenden Grundkörper und
einem Aufnahmekörper
zur Anbindung an das Betätigungsglied,
wobei der Aufnahmekörper
am oder im Grundkörper
in Richtung der Längsachse
im Wesentlichen linear verschiebbar gelagert ist.
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Stand der Technik
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Eine
derartige Anbindungsvorrichtung für einen Betätigungszug an einem Nehmer
ist beispielsweise aus der
DE 102004013193 A1 bekannt. Dabei ist der
Grundkörper
mit dem Betätigungszug
verbindbar und weist einen Aufnahmekörper zur Anbindung an den Nehmer
bzw. ein Betätigungsglied
auf. Der Aufnahmekörper
ist in einer Schiebeführung
des Grundkörpers
in Richtung der Längsachse
des Grundkörpers
im Wesentlichen linear verschiebbar gelagert, wobei zwischen Aufnahmekörper und Grundkörper wenigstens
ein im Wesentlichen nur in Richtung der Längsachse beanspruchbares Dämpfungselement
angeordnet ist.
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Die
DE 1 931 450 A offenbart
eine Fernbedienungseinrichtung mit einem Kernelement. An einem Ende
des Kernelements ist ein Endstück
befestigt, welches in Wirkverbindung mit einem Steuerelement steht.
Das Endstück
weist eine taschenförmige Aussparung
zur Aufnahme eines vergrößerten Kopfstückes des Steuerelementes
auf und das Kopfstück ist
mit dem Steuerelement über
einen dünnen
Schaft verbunden.
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Die
JP 2003 327 383 A offenbart
eine Hebevorrichtung, bei der ein Bolzen durch ein Eingriffsloch geführt ist
und mittels eines Hebels verriegelt wird.
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Problem
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anbindungsvorrichtung
anzugeben, bei der die Montagekraft wie auch die Abzugskraft in einer
Entriegelungsposition gering und die Abzugskraft in einer Verriegelungsposition
hoch ist. Auch soll die Missbrauchskraft in Zug- und Druckrichtung äußerst hoch
sein und von Vorteil die Anwendungsvorrichtung bzw. Zugöse in Zug-
und Druckrichtung mechanisch gedämpft
sein.
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Erfindung und vorteilhafte
Wirkungen
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Die
erfindungsgemäße Anbindungsvorrichtung
mit den eingangs genannten Merkmalen zeichnet sich zur Lösung der
Aufgabe im Wesentlichen dadurch aus, dass der Aufnahmekörper von
der Vorspannung eines Federelements beaufschlagt ist, die Vorspannung
den Aufnahmekörper
von einer Entriegelungsposition in eine Verriegelungsposition zu überführen trachtet
und der Aufnahmekörper
mittels einer lösbaren
Rastvorrichtung in der Entriegelungsposition gehalten ist.
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Somit
kann im Anlieferungszustand der Anbindungsvorrichtung, in dem sich
der Aufnahmekörper
in der Entriegelungsposition befindet, das Betätigungsglied bzw. ein Teil
des Betätigungsglieds
einfach in den Aufnahmekörper
eingeführt
werden, worauf sich dann der Aufnahmekörper im Wesentlichen selbsttätig von
der Entriegelungsposition in eine Verriegelungsposition bewegt,
in welcher die Abzugskraft des Betätigungsgliedes bevorzugt größer als 300
Newton ist. Die Montagekraft liegt dabei unter 40 Newton. Gleiches
gilt auch für
die Abzugskraft zum Lösen
des Betätigungsgliedes
von der Anbindungsvorrichtung, wenn sich der Aufnahmekörper wieder
in der Entriegelungsposition befindet. Diese Abzugskraft liegt auch
im Wesentlichen unterhalb von 40 Newton. Weiterhin liegt die Missbrauchskraft
in Zug- und Druckrichtung im Wesentlichen oberhalb von 1 700 Newton.
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Nach
einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass der Grundkörper
als Hülse
ausgebildet ist, in der der Aufnahmekörper verschiebbar gelagert
ist. Insoweit sind besondere Schiebeführungen oder dergleichen nicht erforderlich,
da der Aufnahmekörper
in seiner Querschnittsform der Hülse
des Grundkörpers
angepasst und im Inneren der Hülse
verschiebbar geführt
ist.
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Dabei
bietet es sich nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung an,
dass der Grundkörper eine
einer Aufnahme des Aufnahmekörpers
zugeordnete Wandungsdurchbrechung aufweist. Durch diese Durchbrechung
in der Wandung des hülsenförmigen Grundkörpers kann
das Betätigungsglied
bzw. ein Teil des Betätigungsglieds
in die Aufnahme des Aufnahmekörpers
eingeführt
werden.
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Gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass eine Aufnahme des Aufnahmekörpers
zur Aufnahme eines Kugelkopfes, Kugelbolzens oder dergleichen Gelenkverbindung
des Betätigungsglieds
dient, wobei sich dem Kugelkopf oder -bolzen eine Einschnürung anschließt, die
bei ordnungsgemäß montiertem Kugelkopf
oder -bolzen im Bereich einer Wandung des Grundkörpers positioniert ist. Diese
Maßnahme bietet
die Voraussetzung dafür,
dass sich der Kugelkopf oder -bolzen oder dergleichen mit anschließender Einschnürung durch
entsprechende Ausbildung der Wandungsdurchbrechung im Grundkörper in
seiner Verriegelungsposition formschlüssig in der Aufnahme bzw. im
Grundkörper
fixieren bzw. anbinden lässt.
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Insoweit
ist nach einer besonders vorteilhaften eigenständigen Ausgestaltung der Erfindung,
die auch unabhängig
von den angegebenen sonstigen Merkmalen zur Anwendung gelangen kann,
eine solche Wandungsdurchbrechung des Grundkörpers vorgesehen, welche sich
in Richtung der Längsachse des
Grundkörpers
erstreckt und im Wesentlichen die Form eines Schlüssellochs
aufweist, wobei die Wandungsdurchbrechung im Wesentlichen gebildet
ist durch ein Langloch mit einer anschließenden kreisförmigen Erweiterung.
In der Entriegelungsposition der Anbindungsvorrichtung kann der
Kugelkopf des Betätigungsglieds
durch die kreisförmige
Erweiterung der schlüssellochartigen
Wandungsdurchbrechung in die Aufnahme des Aufnahmekörpers eingeführt werden,
worauf dann der Aufnahmekörper
in die Verriegelungsposition überführt wird
und die Einschnürung
unterhalb des Kugelkopfes des Betätigungsgliedes in dem Langloch
der schlüssellochartigen
Wandungsdurchbrechung positioniert ist. Die Weite des Langloches
ist geringer als der Durchmesser des Kugelkopfes, so dass der Kugelkopf
formschlüssig
in der Aufnahme des Aufnahmekörpers und
der sich daran anschließenden
Wandung der langlochartigen Wandungsdurchbrechung gefangen ist.
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Insoweit
bietet es sich an, dass die Weite des Langloches im Wesentlichen
dem Durchmesser der Einschnürung
und die Weite der im Wesentlichen kreisförmigen Erweiterung der schlüssellochartigen Wandungsdurchbrechung
im Wesentlichen dem Durchmesser des Kugelkopfes angepasst ist.
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Von
besonderem Vorteil ist nach einer weiteren eigenständigen Ausgestaltung
der Erfindung, die auch unabhängig
von den sonstigen Merkmalen zur Anwendung gelangen kann, vorgesehen,
dass die Rastvorrichtung einen im Grundkörper angeformten Rasthaken
aufweist, der in der Entriegelungsposition des Aufnahmekörpers in
eine Rastaufnahme oder -öffnung
des Aufnahmekörpers
eintaucht. Der Rasthaken besitzt eine in Richtung des Aufnahmekörpers gerichtete
Vorspannung und hält
den Aufnahmekörper
selbsttätig
in der Entriegelungsposition.
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Nach
der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass der Rasthaken bei
dem Einführen
des Kugelkopfes oder -bolzen in die Aufnahme des Aufnahmekörpers aus
der Rastaufnahme oder -öffnung
heraus bewegt oder sonst wie entfernt wird, wobei der Aufnahmekörper unter
der Wirkung der Vorspannung des Federelements aus der Entriegelungsposition
in die Verriegelungsposition im Wesentlichen selbsttätig überführt wird
und der Kugelkopf oder -bolzen dann in der Verriegelungsposition
in der Aufnahme des Aufnahmekörpers,
welche durch die Wandungen der Wandungsdurchbrechungen im Bereich
der schlüssellochartigen
Aufnahme begrenzt wird, gefangen ist.
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Nach
einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind am
Grundkörper
ein oder mehrere elastisch nach innen vorgespannte Arme vorgesehen,
die in Widerlager des Aufnahmekörpers eintauchen,
sofern sich der Aufnahmekörper
in der Verriegelungsposition befindet. Letztendlich bilden diese
Arme in Verbindung mit den zugeordneten Widerlagern einen Anschlag
für den
Aufnahmekörper zur
Festlegung der Verriegelungsposition im Grundkörper.
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Von
Vorteil weist der Aufnahmekörper
ein äußeres Hartteil
auf, an dem der Betätigungszug
bevorzugt einstückig
angelenkt ist.
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Nach
einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
der Aufnahmekörper oder
das Hartteil ein Dämpfungselement
aufnimmt, in welchem die Aufnahme für den Kugelkopf oder -bolzen
vorgesehen ist.
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Denkbar
ist es bei der Erfindung auch, dass der Aufnahmekörper aus
einem Hartteil und einem darin gehaltenen Dämpfungselement gebildet ist. Dabei
bietet es sich an, dass die Rastvorrichtung das Dämpfungselement
im Bereich der Kopfwandung der Aufnahme beaufschlagt, so dass beim
Einführen
des Kugelkopfes oder -bolzens in die Aufnahme der Rasthaken der
Rastvorrichtung leicht von dem Aufnahmekörper wegbewegt und der Aufnahmekörper unter der
Wirkung der Vorspannung des Federelements innerhalb des Grundkörpers von
der Entriegelungsposition in die Verriegelungsposition verschoben
werden kann.
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Das
Dämpfungselement
weist nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung in Richtung
der Längsachse
dicke Wandungen und in einer Richtung einer Querachse im Wesentlichen
quer zur Längsachse
dünne Wandungen
auf, wobei das Verhältnis von
dicken zu dünnen
Wandungen bevorzugt zwischen ca. 3 zu 1 bis ca. 20 zu 1 liegt. Durch
eine individuelle Anpassung der Wandungsdicken kann die Dämpfungscharakteristik
der Anbindungsvorrichtung den Gegebenheiten angepasst werden.
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Weiterhin
bietet es sich an, dass der Durchmesser des Kugelkopfes und der
Durchmesser der Einschnürung
im Verhältnis
von ca. 3 zu 2 bis ca. 5 zu 2 liegen.
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Auch
weist der hülsenartige
Grundkörper
im Querschnitt im Wesentlichen ein Rechteckprofil auf, wobei die
Wandungsflächen
ggf. leicht nach außen gewölbt ausgebildet
sind.
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Nach
einer anderen Ausführung
kann der Grundkörper
im Querschnitt auch rund ausgestaltet sein, wobei die Ausnehmungen
quer zur zylindrischen Hauptachse angeordnet sind. Die Ver- und Entriegelung
geschieht dann durch Drehen der Verriegelungshülse auf einem ebenfalls zylindrisch
ausgebildeten Aufnahmekörper,
welcher seitlich an einem Rahmen angebunden sein kann. Die im Wesentlichen
selbsttätige
Verriegelung wird durch die Vorspannung einer Drehfeder bewerkstelligt.
In diesem Fall ist dann der Aufnahmekörper im Grundkörper nicht
in Richtung der Längsachse
im Wesentlichen linear verschiebbar, sondern relativ zum Grundkörper um
die zylindrische Hauptachse verdrehbar gelagert.
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Insgesamt
ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Anbindungsvorrichtung bzw.
der erfindungsgemäßen Zugöse folgende
Funktionsweise: Die Anbindungsvorrichtung wird mit vorgespanntem
Federelement ausgerichtet, wobei sich der Aufnahmekörper innerhalb
des Grundkörpers
in der Entriegelungsstellung befindet. Durch ein Einführen des
Kugelkopfes des Betätigungsgliedes
in die Aufnahme des Aufnahmekörpers
wird der Rasthaken der Rastvorrichtung nach oben gedrückt, so
dass die Hülse
durch die Kraft des vorgespannten Federelementes in die Verriegelungsposition,
das heißt
in die Funktionsstellung, bewegt wird. Der Kugelkopf sitzt nun fest
in der Aufnahme des Aufnahmekörpers
der Zugöse
bzw. der Anbindungsvorrichtung und kann somit die Kräfte eines
Betätigungszuges übertragen.
Der Grundkörper
mit der speziell geformten schlüssellochartigen Wandungsdurchbrechung
verhindert ein Austreten des Kugelkopfes aus der Aufnahme des Aufnahmekörpers, da
der Kugelkopf über
die Wandungen der langlochartigen Durchbrechung, welche in die Einschnürung unterhalb
des Kugelkopfes eingreifen, in der Aufnahme gefangen ist. Dabei
ist festzustellen, dass der Grundkörper, auch Verriegelungshülse genannt,
keine Betätigungskräfte aufnimmt.
In dieser Verriegelungsposition bzw. Funktionsstellung wird der
Aufnahmekörper
in dem Grundkörper
durch die Feder und zwei Rastnasen, welche als Endanschlag dienen,
in Position gehalten. Zum Überführen der
Anbindungsvorrichtung in die Entriegelungsposition ist der Grundkörper relativ
zum Aufnahmekörper
entgegen der Vorspannung des Federelementes zu verschieben.
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Die
vorliegende Erfindung kann bei jeglicher Form von Kugelgelenkverbindungen,
bevorzugt bei Anwendung in der Automobilindustrie, und dort bevorzugt
im Bereich der Schalt- und
Wählsysteme
zur Anbindung von Zug-Druck-Kabel an weiteren Systemelementen, zur
Anwendung gelangen.
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Ausführungsbeispiele
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Weitere
Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnungen.
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Es
zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Anbindungsvorrichtung
in perspektivischer Ansicht,
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2 das
Ausführungsbeispiel
der 1 in Untenansicht,
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3a,
b das Ausführungsbeispiel
der 1 in zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander
verlaufenden und die Längsachse
schneidenden Schnittdarstellungen in der Entriegelungsposition, und
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4a,
b eine 3 entsprechende Darstellung,
jedoch in der Verriegelungsposition.
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In
den Figuren ist eine Anbindungsvorrichtung 10 für einen
Betätigungszug 12 an
ein Betätigungsglied 13 eines
Kraftfahrzeuges dargestellt. Die Anbindungsvorrichtung 10 besitzt
einen eine Längsachse 14 aufweisenden
Grundkörper 16,
in dem ein Aufnahmekörper 18 zur
Anbindung an das Betätigungsglied 13 bzw.
des Betätigungsgliedes 13 vorgesehen
ist. Der Aufnahmekörper 18 ist
am oder im Grundkörper 16 in
Richtung der Längsachse
im Wesentlichen linear verschiebbar oder gemäß einer weiteren, zeichnerisch
nicht dargestellten Ausführungsform
auch verdrehbar in dem Grundkörper 16 gelagert.
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Dabei
ist der Aufnahmekörper 18 von
der Vorspannung eines Federelements 20 beaufschlagt, wobei
die Vorspannung den Aufnahmekörper 18 von einer
Entriegelungsposition, gemäß 3, in eine Verriegelungsposition, gemäß 4, zu überführen trachtet.
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Weiterhin
wird der Aufnahmekörper 18 mittels
einer lösbaren
Rastvorrichtung 22 in der Entriegelungsposition nach 3 gehalten.
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Der
Grundkörper 16 ist
bevorzugt als Hülse 24 ausgebildet,
in der der Aufnahmekörper 18 verschiebbar
oder auch verdrehbar gelagert ist. Der Grundkörper 16 besitzt des
Weiteren eine einer Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 zugeordnete Wandungsdurchbrechung 28.
Dabei dient die Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 zur
Aufnahme eines Kugelkopfes 30, Kugelbolzens oder dergleichen
Gelenkverbindung des Betätigungsgliedes 13, wobei
sich dem Kugelkopf 30 oder -bolzen oder dergleichen eine
Einschnürung 32 anschließt, die
bei ordnungsgemäß montiertem
Kugelkopf 30 oder -bolzen im Bereich einer Wandung 34 des
Grundkörpers 16 positioniert
ist. In diesem Fall bildet das Dämpfungsteil 56 und
das Hartteil 54 den Aufnahmekörper 18. Alternativ
ist es auch möglich,
auf das Dämpfungsteil 56 zu
verzichten, so dass die Aufnahme 26 in das Hartteil 54 integriert
ist.
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Die
Wandungsdurchbrechung 28 des Grundkörpers 16 erstreckt
sich im Wesentlichen in Richtung dessen Längsachse 14 und weist
im Wesentlichen die Form eines Schlüsselloches 36 auf,
welches durch ein Langloch 38 mit anschließender,
im Wesentlichen kreisförmigen
Erweiterung 40 gebildet ist. Die Weite des Langlochs 38 ist
im Wesentlichen dem Durchmesser der Einschnürung 32 und die Weite
der im Wesentlichen kreisförmigen
Erweiterung 40 im Wesentlichen dem Durchmesser des Kugelkopfes 30 angepasst.
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Die
Rastvorrichtung 22 weist einen am Grundkörper 16 angeformten
Rasthaken 42 auf, der eine nach innen gerichtete Vorspannung
besitzt. In der Entriegelungsposition gemäß 3 taucht
dieser Rasthaken 42 in eine Rastaufnahme 44 oder
-öffnung
des Aufnahmekörpers 18 ein,
so dass der Aufnahmekörper 18 mittels
des Rasthakens 42 in der Entriegelungsposition in dem Grundkörper 16 gehalten
ist. Beim Einführen
des Kugelkopfes 30 oder -bolzens in die Aufnahme 26 des
Aufnahmekörpers 18 wird
der Rasthaken 42 aus der Rastaufnahme 44 oder
-öffnung
herausbewegt, worauf der Aufnahmekörper 18 beziehungsweise
die Hülse 16 unter
der Wirkung der Vorspannung des Federelements 20 selbsttätig in die
Verriegelungsposition gemäß 4 überführt wird.
In dieser Verriegelungsposition ist der Kugelkopf 30 oder
-bolzen in der Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 gefangen,
da sich die Wandabschnitte der Wandung 34 der Wandungsdurchbrechung 28 im
Bereich des Langlochs 38 formschlüssig unter den Kugelkopf 30 oder
-bolzen im Bereich der Einschnürung 32 legen.
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Am
Grundkörper 16 sind
ein oder mehrere elastisch nach innen vorgespannte Arme 46, 48 vorgesehen,
welche bevorzugt einstückig
dem Grundkörper 16 angeformt
sind. Diese Arme 46, 48 tauchen in Widerlager 50, 52 des
Aufnahmekörpers 18 ein, sofern
oder sobald sich dieser in der Verriegelungsposition gemäß 4 befindet. Insoweit dienen die Arme 46, 48 in
Verbindung mit den Widerlagern 50, 52 als Endanschlag
für den
Aufnahmekörper 18 innerhalb
des Grundkörpers 16.
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Der
Aufnahmekörper 18 weist
ein äußeres Hartteil 54 auf,
an dem u. a. der Betätigungszug 12 bevorzugt
einstückig
angelenkt ist. Auch nimmt der Aufnahmekörper 18 bzw. das Hartteil 54 ein
Dämpfungselement 56 auf,
in welchem die Aufnahme 26 für den Kugelkopf 30 oder
-bolzen vorgesehen ist.
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Die
Rastvorrichtung 22 bzw. der Rasthaken 42 beaufschlagen
das Dämpfungselement 56 bevorzugt
im Bereich der Kopfwandung der Aufnahme 26. Alternativ
ist es auch möglich,
dass das Dämpfungselement 56 das
Hartteil 54 nicht vollständig durchdringt, sondern beispielsweise
in einer Aussparung des Hartteils 54 gelagert ist, so dass
die Rastvorrichtung 22 auch an dem Hartteil 54 angreifen
kann. Das Dämpfungselement 56 weist
in Richtung der Längsachse 14 dicke
Wandungen und in Richtung einer Querachse 58 quer hierzu
dünne Wandungen
auf, wobei das Verhältnis
der Wanddicken von dicken und dünnen
Wandungen zwischen ca. 3 zu 1 bis ca. 20 zu 1 liegt. Dabei bietet
es sich an, dass der Durchmesser des Kugelkopfes 30 und
der Durchmesser der Einschnürung 32 im
Verhältnis
von ca. 3 zu 2 bis ca. 5 zu 2 liegen.
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Schließlich kann
der hülsenartige
Grundkörper 16 im
Querschnitt ein Rechteckprofil mit ggf. leicht nach außen gewölbten Wandungsflächen besitzen.
Nach einer alternativen, zeichnerisch nicht dargestellten Ausführungsform
kann der Grundkörper 16 auch
als Zylinder ausgebildet sein, in dem der Aufnahmekörper 18,
welcher dann ebenfalls im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist,
drehbar aufgenommen ist.
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Die
gedämpfte
Anbindungsvorrichtung 10 bzw. Zugöse besteht aus einem als Hülse ausgebildeten
Grundkörper 16,
in dem ein Aufnahmekörper 18 mit
einem Dämpfungselement 56 sowie
einer Aufnahme 26 für
einen Kugelkopf 30 eines Betätigungsgliedes 13 oder
eines Nehmers aufgenommen ist. Grundkörper 16 und Aufnahmekörper 18 sind
mittels eines Federelements 20 gegeneinander vorgespannt.
Der Aufnahmekörper 18 beinhaltet
neben der Aufnahme für
das Dämpfungselement 56 zwei
Widerlager 50, 52, welche in Verbindung mit den
Armen 46, 48 als Endanschlag für den Grundkörper 16 bzw. den
Aufnahmekörper 18 dienen.
Weiterhin ist eine Wandungsdurchbrechung 28 am Grundkörper 16 zur selbsttätigen Verriegelung
des Kugelkopfes 30 in der Anbindungsvorrichtung 10 vorgesehen.
Auch ist eine Widerlagerfläche
für das
Federelement 20 im Bereich des Grundkörpers 16 vorgesehen.
Das Dämpfungselement 56 ist
in den Aufnahmekörper 18 eingelegt
oder eingespritzt und besitzt die mittige Aufnahme 26 für den Kugelkopf 30.
Neben stirnseitigen Anschlagflächen
können
frei gewählte
Geometrien zur Bestimmung der Dämpfungscharakteristik
am Dämpfungselement 56 angebracht
sein.
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Der
Grundkörper 16 weist
eine schlüssellochartige
Wandungsdurchbrechung 28 auf, welche der Verriegelung des
Kugelbolzens oder Kugelkopfes 30 dient.
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Im
Anlieferungszustand, bspw. an das Band des Kraftfahrzeugherstellers,
befindet sich die Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 genau über der kreisförmigen Erweiterung 40 der
schlüssellochartigen
Wandungsdurchbrechung 28, so dass der Kugelkopf 30 des
Betätigungsglieds 13 in
die Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 eingeführt werden
kann. Der Aufnahmekörper 18 wird
durch die Rastvorrichtung 22 in der Entriegelungsposition
gemäß 3 gehalten. Wird nun der Kugelkopf 30 gänzlich in
die Aufnahme 26 eingeführt,
wird der Rasthaken 42 der Rastvorrichtung 22 ggf.
durch das Dämpfungselement 56 im
Bereich der Kopfwandung hindurch nach oben gedrückt, so dass die Sperrung der
axialen Verschiebbarkeit des Aufnahmekörpers 18 innerhalb des
Grundkörpers 16 freigegeben
wird. Unter der Wirkung der Vorspannung des Federelements 20 wird
der Grundkörper 16 relativ
zum Aufnahmekörper 18 verschoben,
so dass die Anbindungsvorrichtung 10 in die Verriegelungsposition
bzw. Funktionsstellung überführt ist.
Dabei greifen die seitlichen Arme 46, 48 in Widerlager 50, 52 am
Aufnahmekörper 18 ein.
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In
dieser Position ist die Wandungsdurchbrechung 28 in Form
eines Schlüsselloches 36 relativ zur
Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 derart verschoben,
dass der schmale Bereich im Bereich des Langlochs 38 unter
dem Kugelkopf 30 in die Einschnürung 32 eingreift,
so dass der Kugelkopf im Aufnahmekörper 18 gefangen bzw.
mit diesem verriegelt ist. In Funktion kann sich der Kugelkopf 30 innerhalb der
durch das Dämpfungselement 56 bestimmten Grenzen
bewegen. Dabei bleibt der Kugelkopf 30 des Betätigungsgliedes 13 immer
im Bereich der axialen Erstreckung des Langloches 38, so
dass der Kugelkopf 30 über
den gesamten, durch das das Dämpfungselement 56 ermöglichten
Bewegungsbereich in der Anbindungsvorrichtung 10 gefangen
ist.
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Zur
Demontage des Kugelkopfes 30 wird der Grundkörper 16 relativ
zum Aufnahmekörper 18 bzw. umgekehrt
manuell verschoben, so dass der Kugelkopf 30 durch die
kreisförmige
Erweiterung 40 der Wandungsdurchbrechung 28 in
Form eines Schlüssellochs 36 oder
dergleichen aus der Aufnahme 26 des Aufnahmekörpers 18 entfernt
werden kann. Dann taucht auch der Rasthaken 42 der Rastvorrichtung 22 wieder
in die Rastaufnahme 44 ein, so dass sich die Anbindungsvorrichtung 10 in
der Entriegelungsstellung gemäß 3 befindet.
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Weiterhin
besteht auch die Möglichkeit,
dass in das Dämpfungselement 56 eine
feste Aufnahme für
den Kugelkopf 30 oder dergleichen eingebracht werden kann,
durch welche zusätzlich
Reibungskräfte
verringert werden und welche auch Fett zur möglichen Fettung des Kugelkopfes 30 bevorraten
kann.
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- 10
- Anbindungsvorrichtung
- 12
- Betätigungszug
- 13
- Betätigungsglied
- 14
- Längsachse
- 16
- Grundkörper
- 18
- Aufnahmekörper
- 20
- Federelement
- 22
- Rastvorrichtung
- 24
- Hülse
- 26
- Aufnahme
- 28
- Wandungsdurchbrechung
- 30
- Kugelkopf
- 32
- Einschnürung
- 34
- Wandung
- 36
- Schlüsselloch
- 38
- Langloch
- 40
- Erweiterung
- 42
- Rasthaken
- 44
- Rastaufnahme
- 46
- Arm
- 48
- Arm
- 50
- Widerlager
- 52
- Widerlager
- 54
- Hartteil
- 56
- Dämpfungselement
- 58
- Querachse