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Die
Erfindung betrifft ein Projektionsobjektiv einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage.
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Mikrolithographie
wird zur Herstellung mikrostrukturierter Bauelemente, wie beispielsweise
integrierter Schaltkreise oder LCD's, angewendet. Der Mikrolithographieprozess
wird in einer sogenannten Projektionsbelichtungsanlage durchgeführt, welche
ein Beleuchtungssystem und ein Projektionsobjektiv aufweist. Das
Bild einer mittels des Beleuchtungssystems beleuchteten Maske (=
Retikel) wird mittels des Projektionsobjektivs auf ein mit einer
lichtempfindlichen Schicht (z.B. Photoresist) beschichtetes und
in der Bildebene des Projektionsobjektivs angeordnetes Substrat
(z.B. einen Siliziumwafer) projiziert, um die Maskenstruktur auf
die lichtempfindliche Beschichtung des Substrats zu übertragen.
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In
gegenwärtigen
Mikrolithographie-Objektiven, insbesondere Immersionsobjektiven
mit einem Wert der numerischen Apertur (NA) von mehr als 1.0, besteht
in zunehmendem Maße
ein Bedarf nach dem Einsatz von Materialien mit hohem Brechungsindex,
insbesondere für
das bildebenenseitig letzte optische Element. Als „hoch" wird hier ein Brechungsindex
bezeichnet, wenn sein Wert bei der gegebenen Wellenlänge den
von Quarz, mit einem Wert von ca. 1.56 bei einer Wellenlänge von
193 nm, übersteigt.
Es sind eine Reihe von Materialien bekannt, deren Brechungsindex
bei DUV- und VUV-Wellenlängen
(< 250 nm) größer als
1.6 ist, beispielsweise Magnesiumspinell (MgAl2O4) mit einem Brechungsindex von ca. 1.87
bei einer Wellenlänge
von 193 nm, oder Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12), dessen Brechungsindex
bei 193 nm etwa 2.14 beträgt.
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Ein
Problem beim Einsatz dieser Materialien als Linsenelemente besteht
darin, dass sie durch ihre kubische Kristallstruktur intrinsische
Doppelbrechung (= IDB) aufweisen, die mit niedriger Wellenlänge ansteigt, wobei
z.B. Messungen eine IDB-bedingte Verzögerung für Magnesiumspinell von 52 nm/cm
und für
Lutetiumaluminiumgranat von 30.1 nm/cm ergeben haben. Mit „Verzögerung" wird die Differenz
der optischen Wege zweier orthogonaler (senkrecht zueinander stehender)
Polarisationszustände
bezeichnet.
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Zur
Reduzierung des ungünstigen
Einflusses der IDB in Fluoridkristall-Linsen auf die optische Abbildung
ist es beispielsweise aus US 2004/0179272 A1 u.a. bekannt, im Objektiv
Linsen eines zweiten kubisch kristallinen Materials einzusetzen,
dessen IDB von entgegengesetztem Vorzeichen wie die IDB in den Fluoridkristall-Linsen
ist, so dass sich die IDB-bedingten
Verzögerungen
in den beiden Materialien gegenseitig zumindest teilweise kompensieren.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Projektionsobjektiv
einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage bereitzustellen,
welches den Einsatz hochbrechender Kristallmaterialien bei Begrenzung
des negativen Einflusses der intrinsischen Doppelbrechung ermöglicht.
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Ein
erfindungsgemäßes Projektionsobjektiv
einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, zur Abbildung
einer in einer Objektebene positionierbaren Maske auf eine in einer
Bildebene positionierbare lichtempfindliche Schicht, welches für einen
Immersionsbetrieb ausgelegt ist, erzeugt wenigstens ein Zwischenbild
und weist ein bildebenenseitiges optisches Teilsystem auf, welches
dieses Zwischenbild in die Bildebene mit einem bildebenenseitigen
Abbildungsmaßstab βi abbildet,
wobei dieser bildebenenseitige Abbildungsmaßstab βi einen
Absolutbetrag von wenigstens 0.3 aufweist.
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Im
Sinne der vorliegenden Anmeldung ist unter einem optischen Teilsystem
stets eine solche Anordnung optischer Elemente zu verstehen, durch
die ein reales Objekt in ein reales Bild oder Zwischenbild abgebildet
wird. Mit anderen Worten umfasst jedes Teilsystem, ausgehend von
einer bestimmten Objekt- oder Zwischenbildebene, stets sämtliche
optischen Elemente bis zum nächsten
realen Bild oder Zwischenbild.
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Dadurch,
dass das für
den Immersionsbetrieb ausgelegte Projektionsobjektiv wenigstens
ein Zwischenbild und ein bildebenenseitiges optisches Teilsystem
aufweist, welches dieses Zwischenbild mit einem bildebenenseitigen
Abbildungsmaßstab βi von
betragsmäßig wenigstens
0.3 in die Bildebene abbildet, wird erfindungsgemäß ein Aufbau
bereitgestellt, in welchem eine Kompensation einer durch hochbrechendes
Kristallmaterial verursachten IDB, insbesondere etwa infolge einer
hochbrechenden bildebenenseitig letzten Linse, effizient erfolgen
kann. Zu einer solchen Kompensation können in dem erfindungsgemäßen Projektionsobjektiv
in unmittelbarer Nähe
des besagten Zwischenbildes eine oder mehrere Kompensationslinsen
dienen, wobei das Material dieser Kompensationslinsen eine IDB aufweist,
welche von entgegengesetztem Vorzeichen wie die IDB in der zu kompensierenden
(also z.B. der bildebenenseitig letzten) Linse ist. Zugleich ist durch
den erfindungsgemäßen Abbildungsmaßstab ein
Objektivdesign gewährleistet,
welches die Bereitstellung der für
eine hohe Effizienz dieser IDB-Kompensation
geeigneten Strahlwinkel am Ort der Kompensationslinsen ermöglicht.
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Dabei
geht die Erfindung insbesondere von der Erkenntnis aus, dass infolge
der in einem Projektionsobjektiv mit hoher numerischer Apertur auftretenden,
vergleichsweise großen
Strahlwinkel in der bildebenenseitig letzten Linse die für eine effektive
Kompensation in den Kompensationslinsen bereitzustellenden Strahlwinkel
ebenfalls groß sind.
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Für eine ideale
Kompensation sollte ein Strahl, der die hinsichtlich IDB zu kompensierende
(z.B. letzte) Linse unter einem bestimmten Winkel durchläuft, entsprechende
Kompensationslinsen (d.h. eine IDB von entgegengesetztem Vorzeichen
aufweisende Linsen), die im gleichen Kristallschnitt (z.B. 100-Kristallschnitt)
vorliegen, unter dem gleichen Winkel durchlaufen, wobei bezüglich dieser
Bedingung die größte Bedeutung
für eine
effektive IDB-Kompensation denjenigen Strahlwinkeln zukommt, für welche
die IDB maximal ist. Da die IDB etwa bei einem (100)-Kristallschnitt
unter einem Strahlwinkel von 45° im
Material bezüglich
des Kristallkoordinatensystems ein Maximum besitzt, ist es für eine ideale
IDB-Kompensation
eines hochbrechenden Elementes insbesondere von Bedeutung, dass
die entsprechenden Kompensationslinsen (d.h. die eine IDB von entgegengesetztem
Vorzeichen aufweisenden Linsen) ebenfalls unter derart hohen Strahlwinkeln
durchlaufen werden.
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Die
Erfindung macht sich nun weiter die Erkenntnis zunutze, dass derartige
hohe Strahlwinkel insbesondere in einem Zwischenbild erreicht werden
können,
wenn der Abbildungsmaßstab des
auf dieses Zwischenbild folgenden optischen Teilsystems geeignet
gewählt
ist. Insbesondere kann eine Gleichheit der Strahlwinkel in dem letzten
vor der Bildebene erzeugten Zwischenbild mit den Strahlwinkeln in
der Bildebene erreicht werden, wenn die Bedingung
erfüllt ist, wobei NA
IMI die
numerische Apertur am Ort des Zwischenbildes, NA
IP die
bildseitige numerische Apertur, n
IMI die
Brechzahl am Ort des Zwischenbildes und n
LL die
Brechzahl eines bildebenenseitig letzten optischen Elementes angibt.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der bildebenenseitige Abbildungsmaßstab β
i somit
so gewählt,
dass die obige Bedingung (1) erfüllt
ist.
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Für den Fall,
dass sich am Ort des Zwischenbildes kein optisches Element befindet,
vereinfacht sich wegen n
IMI ≈ 1 diese Beziehung
zu
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In
diesem Falle sowie einer Brechzahl des bildebenenseitig letzten
optischen Elements von n
LL = 2 gilt somit
für den
optimalen Abbildungsmaßstab
des bildebenenseitig letzten optischen Teilsystems
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Zur
Einkopplung in ein hochbrechendes Immersionsmedium weist das Projektionsobjektiv
vorzugsweise ein bildebenenseitig letztes optisches Element auf,
welches bei einer Arbeitswellenlänge
des Projektionsobjektivs eine Brechzahl nLL von
wenigstens 1.6, bevorzugt größer als
1.7, weiter bevorzugt größer als
2 besitzt. Nimmt man etwa für
das bildebenenseitig letzte optische Element eine entsprechende,
zur Lichteinkopplung in ein hochbrechendes Immersionsmedium geeignete
Brechzahl nLL ≈ 2 an, sind bei einem Abbildungsmaßstab des
bildebenenseitig letzten optischen Teilsystems von βIP ≈ 0.5 die für eine polarisationsoptische
Kompensation erforderlichen hohen Strahlwinkel auch am Ort des Zwischenbildes
gegeben, so dass dann eine gute polarisationsoptische Kompensation
durch Linsen in der Nähe
dieses Zwischenbildes erfolgen kann, da Strahlen, welche das bildebenenseitig
letzte optische Element durchlaufen, die im Zwischenbild angeordneten,
zur Kompensation dienenden Linsen im Wesentlichen unter den gleichen
Winkeln durchlaufen können.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist für
den bildebenenseitigen Abbildungsmaßstab βi die
Bedingung 0.3 ≤ |βi| ≤ 1.2, bevorzugt
0.35 ≤ |βi| ≤ 1.0, noch
bevorzugter 0.4 ≤ |βi| ≤ 0.8 erfüllt.
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Erfindungsgemäß können insbesondere
im Wesentlichen konzentrische Meniskuslinsen im Bereich des Zwischenbildes
(d.h. unmittelbar vor sowie unmittelbar nach dem Zwischenbild) zur
Kompensation eingesetzt werden. Derartige Linsen verändern die
Strahlwinkel kaum, so dass die im Zwischenbild erzeugten Strahlwinkel
im Wesentlichen auch im Material dieser Meniskuslinsen auftreten
(also etwa ein Strahlwinkel von 45° im Zwischenbild nach Eintritt
in das Material der Meniskuslinse im Wesentlichen auch nicht mehr
verändert wird).
Hingegen er gäben
sich bei einem kleineren Abbildungsmaßstab des bildebenenseitig
letzten optischen Teilsystems im Bereich des Zwischenbildes kleinere
Strahlwinkel, die zur Erzeugung vom beispielsweise Strahlwinkeln
von 45° im
Material sehr stark gekrümmte
Flächen
und damit ein gegenüber
Fertigungsfehlern, Dezentrierungen etc. sensitiveres, angespannteres
Design erfordern würden.
Bei einem größeren Abbildungsmaßstab des
bildebenenseitig letzten optischen Teilsystems können hingegen auch andere Linsen
als Meniskuslinsen im Bereich des Zwischenbildes eingesetzt werden.
In diesem Falle sind positive Linsen mit stärker brechender, zum Zwischenbild
benachbarter Fläche
geeignet, da die Strahlwinkel im Zwischenbild größer sind als 45° und zur
optischen Achse hin abgelenkt werden müssen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das bildebenenseitig letzte optische Element aus Lutetiumaluminiumgranat
(Lu3Al5O12, Brechungsindex bei 193 nm etwa 2.14)
hergestellt. In einer weiteren Ausführungsform ist das bildebenenseitig
letzte optische Element aus Yttriumaluminiumgranat (Y3Al5O12), Lithiumbariumfluorid
(LiBaF3) oder Spinell, insbesondere Magnesiumspinell
(MgAl2O4), hergestellt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist eine unmittelbar vor dem Zwischenbild angeordnete Linse und/oder
eine unmittelbar nach dem Zwischenbild angeordnete Linse aus einem
Fluoridkristallmaterial, vorzugsweise Kalziumfluorid, hergestellt.
Hierdurch wird ausgenutzt, dass zum einen Kalziumfluorid etwa für Lutetiumaluminiumgranat
ein geeigneter Kompensationspartner bezüglich IDB ist und zum anderen
die Anordnung unmittelbar vor oder unmittelbar nach dem Zwischenbild
vor dem obigen Hintergrund in dem erfindungsgemäßen Aufbau für eine effektive
IDB-Kompensation besonders geeignet ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv wenigstens zwei Kristalllinsen auf,
deren IDB-bedingte Verzögerung
von entgegengesetztem Vorzeichen ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv ein bildebenenseitig vorletztes optisches
Element auf, welches aus einem Fluoridkristallmaterial, vorzugsweise
Kalziumfluorid (CaF2), hergestellt ist.
Dies ist insofern vorteilhaft, als auch die bildebenenseitig vorletzte
Position wegen der dort typischerweise ebenfalls hohen Strahlwinkel
für eine
effektive Kompensation geeignet ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv eine optische Achse auf, wobei ein
Winkel zwischen einem Hauptstrahl und der optischen Achse am Ort
des Zwischenbildes kleiner als 10°, bevorzugt
kleiner als 7°,
noch bevorzugter kleiner als 5° ist.
Dabei ist unter einer „optischen
Achse" jeweils eine gerade
Linie oder eine Aufeinanderfolge von geraden Linienabschnitten zu
verstehen, die durch die Krümmungsmittelpunkte
der jeweiligen optischen Komponenten verläuft.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv eine Mehrzahl von Linsen aus einem
Fluoridkristallmaterial, vorzugsweise Kalziumfluorid, auf, wobei
ein Winkel zwischen einem Hauptstrahl und der optischen Achse am
Ort wenigstens einer dieser Linsen, und vorzugsweise am Ort sämtlicher
dieser Linsen, kleiner als 10°,
bevorzugt kleiner als 7°,
noch bevorzugter kleiner als 5° ist.
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Die
Ausgestaltung mit kleinen Hauptstrahlwinkeln ist insofern vorteilhaft,
als es sich herausgestellt hat, dass für eine möglichst gute Übereinstimmung
der Strahlwinkel in der bezüglich
IDB zu kompensierenden Linse mit den Strahlwinkeln in den zur Kompensation
dienenden Linsen gerade auch eine geeignete Einstellung des Hauptstrahlwinkels
von Bedeutung ist. Dieser Hauptstrahl ist bei (typischerweise gegebener)
bildseitiger Telezentrie in der Bildebene achsparallel, so dass
der Hauptstrahlwinkel am Ort des bildebenenseitig letzten optischen
Elementes klein ist. Es ist daher vorteilhaft, wenn dieser Hauptstrahl
auch die (z.B. in der Nähe
des Zwischenbildes oder auch anderenorts) zur Kompensation eingesetzten
Linsen unter einem geringen Winkel durchläuft. Bei Anordnung beispielsweise
konzentrischer Meniskuslinsen zur IDB-Kompensation in der Nähe des Zwischenbildes
sind dann im Linsenmaterial die Hauptstrahlwinkel im Material dieser
Linsen klein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
sind wenigstens eine und vorzugsweise sämtliche dieser Linsen mit solchem
Kristallschnitt hergestellt, dass die optische Achse im Wesentlichen
parallel zur <100>-Kristallrichtung ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind wenigstens eine und vorzugsweise sämtliche dieser Linsen mit solchem
Kristallschnitt hergestellt, dass die optische Achse im Wesentlichen
parallel zur <111>-Kristallrichtung ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv wenigstens ein weiteres optisches
Element auf, dessen Material, Geometrie und Position derart gewählt sind,
dass ein in dem bildebenenseitig letzten optischen Element vorhandener
optischer Wegunterschied zwischen einem oberen und einem unteren
Komastrahl durch besagtes weitere optische Element wenigstens teilweise
kompensiert wird.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Projektionsobjektiv einer
mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, zur Abbildung
einer in einer Objektebene positionierbaren Maske auf eine in einer
Bildebene positionierbare lichtempfindliche Schicht, wobei das Projektionsobjektiv
für einen
Immersionsbetrieb ausgelegt ist, mit einem bildebenenseitig letzten
optischen Element und wenigstens einem weiteren optischen Element,
dessen Material, Geometrie und Position derart gewählt sind,
dass ein in dem bildebenenseitig letzten optischen Element vorhandener
optischer Wegunterschied zwischen einem oberen und einem unteren
Komastrahl durch besagtes weitere optische Element wenigstens teilweise
kompensiert wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
besitzt das bildebenenseitig letzte optische Element bei einer Arbeitswellenlänge des
Projektionsobjektives eine Brechzahl nLL größer als
1.6, bevorzugt 1.7, weiter bevorzugt größer als 2.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das bildebenenseitig letzte optische Element aus einem Material
hergestellt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die Lutetiumaluminiumgranat
(Lu3Al5O12), Yttriumaluminiumgranat (Y3Al5O12), Lithiumbariumfluorid
(LiBaF3) und Spinell, insbesondere Magnesiumspinell (MgAl2O4), enthält.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist wenigstens eine Linse derart vorgesehen, dass diese Linse und
das bildebenenseitig letzte optische Element eine IDB-bedingte Verzögerung von
entgegengesetztem Vorzeichen bewirken.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Projektionsobjektiv einer
mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, zur Abbildung
einer in einer Objektebene positionierbaren Maske auf eine in einer
Bildebene positionierbare lichtempfindliche Schicht, wobei das Projektionsobjektiv
für einen
Immersionsbetrieb ausgelegt ist, wobei das Projektionsobjektiv eine
optische Achse besitzt und wenigstens ein Zwischenbild erzeugt,
wobei das Projektionsobjektiv eine bildseitige numerische Apertur
NA
IP und ein bildebenenseitig letztes optisches
Element aufweist, welches bei einer Arbeitswellenlänge des
Projektionsobjektives eine Brechzahl n
LL besitzt,
und wobei wenigstens zwei Linsen des Projektionsobjektivs an einer
Position entlang der optischen Achse angeordnet sind, an der jeweils
für den
Sinus ν
max eines maximalen Strahlwinkels zur optischen
Achse (OA) die Bedingung
erfüllt ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Brechzahl nLL des bildebenenseitig
letzten optischen Elementes bei der Arbeitswellenlänge größer als
1.6, bevorzugt größer als
1.7, weiter bevorzugt größer als
2.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist wenigstens eine dieser Linsen aus einem Fluoridkristallmaterial,
vorzugsweise Kalziumfluorid (CaF2), hergestellt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist wenigstens eine dieser Linsen benachbart zu dem Zwischenbild
angeordnet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist wenigstens eine dieser Linsen benachbart zu einer Taille des
Projektionsobjektivs angeordnet. Dies ist insofern vorteilhaft,
als auch in einer ausgeprägten
Taille wegen der dort ebenfalls auftretenden großen Strahlwinkel eine effektive
IDB-Kompensation erfolgen kann.
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Im
Sinne der vorliegenden Anmeldung ist unter einer Taille ein signifikant
verengter Abschnitt des Projektionsobjektivs mit einem ausgeprägten lokalen
Minimum des Durchmessers des Querschnitts der das Projektionsobjektiv
durchlaufenden elektromagnetischen Strahlung zu verstehen. Dabei
soll unter einem „ausgeprägten" lokalen Minimum
eine Position entlang der optischen Achse des Projektionsobjektivs
verstanden werden, bei der Durchmesser der das Projektionsobjektiv
durchlaufenden elektromagnetischen Strahlung weniger als 80 %, insbesondere
weniger als 60 %, weiter insbesondere weniger als 40 % im Vergleich
zu dem entsprechenden Durchmesser in dem stromaufwärts angeordneten
Bauch und dem stromabwärts
angeordneten Bauch beträgt.
Unter einem Bauch ist ein Abschnitt des Projektionsobjektivs mit
einem lokalen Maximum des Durchmessers der das Projektionsobjektiv
durchlaufenden elektromagnetischen Strahlung zu verstehen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist ein Winkel zwischen einem Hauptstrahl und der optischen Achse
am Ort wenigstens einer dieser Linsen, und vorzugsweise am Ort sämtlicher
dieser Linsen, kleiner als 10°,
bevorzugt kleiner als 7°,
noch bevorzugter kleiner als 5°.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv eine Mehrzahl von Linsen aus einem
Fluoridkristallmaterial, vorzugsweise Kalziumfluorid (CaF2), auf. Dabei ist vorzugsweise eine in diesen Linsen
durch IDB bewirkte Verzögerung
von entgegengesetztem Vorzeichen wie eine im Material des bildebenenseitig
letzten optischen Elements durch IDB bewirkte Verzögerung.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
legt ein Aperturstrahl in diesen Linsen aus Fluoridkristall eine erste
Pfadlänge
zurück
und in dem bildebenenseitig letzten optischen Element eine zweite
Pfadlänge
d2 zurück,
wobei die erste und die zweite Pfadlänge so gewählt sind, dass die Bedingung
(0.7·|Δ2|·d2) < (|Δ1|·d1) < (1.3·|Δ2|·d2) erfüllt
ist, wobei Δ1 die für
diesen Strahl in dem Fluoridkristallmaterial durch IDB bewirkte
Verzögerung
ist und Δ2 die für
diesen Strahl im Material des bildebenenseitig letzten optischen
Elements durch IDB bewirkte Verzögerung
ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
legt ein Aperturstrahl in den Linsen aus Fluoridkristall eine Pfadlänge zurück, die
im Wesentlichen das Zehnfache eines Pfadweges dieses Aperturstrahls
in dem bildebenenseitig letzten optischen Element beträgt. Dies
ist insofern vorteilhaft, als die maximale durch IDB bedingte Verzögerung in
Kalziumfluorid bei einer typischen Arbeitswellenlänge von
193 nm etwa 3.4 nm/cm beträgt und
damit beispielsweise um etwa eine Größenordnung kleiner ist als
die maximale IDB-bedingte Verzögerung in
Lutetiumaluminiumgranat, die bei 193 nm etwa 30.1 nm/cm beträgt, und
bei gleicher Kristallorientierung und gleichen Strahlwinkeln diese
beiden Materialien Verzögerungen
mit unterschiedlichem Vorzeichen verursachen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Projektionsobjektiv einer
mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, welches für den Immersionsbetrieb
ausgelegt ist und eine bildseitige numerische Apertur von wenigstens
1.0 aufweist, wobei das Projektionsobjektiv eine derartige polarisationsoptische
Kompensation aufweist, dass eine durch das Projektionsobjektiv bewirkte
Verzögerung
zwischen zwei orthogonalen Polarisationszuständen weniger als das 0.25-fache der Arbeitswellenlänge des
Projektionsobjektivs beträgt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Projektionsobjektiv einer
mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, wobei das Projektionsobjektiv
wenigstens eine Linse aufweist, welche infolge intrinsischer Doppelbrechung
eine maximale Verzögerung
von wenigstens 25 nm/cm bewirkt, wobei das Projektionsobjektiv eine
derartige polarisationsoptische Kompensation aufweist, dass eine
durch das Projektionsobjektiv bewirkte Verzögerung weniger als das 0.25-fache der Arbeitswellenlänge des
Projektionsobjektivs beträgt.
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Das
Projektionsobjektiv weist vorzugsweise eine bildseitige numerische
Apertur von wenigstens 1.0, weiter bevorzugt wenigstens 1.2, noch
bevorzugter wenigstens 1.4 auf.
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Die
Arbeitswellenlänge
des Projektionsobjektivs kann weniger als 250 nm, insbesondere weniger
als 200 nm, weiter insbesondere weniger als 160 nm betragen.
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In
einer Ausführungsform
weist das Projektionsobjektiv einen rein refraktiven Aufbau auf.
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Das
Projektionsobjektiv kann ferner auch einen katadioptrischen Aufbau
aufweisen. Insbesondere kann das Projektionsobjektiv ein objektebenenseitiges
Teilsystem mit einem katadioptrischen Aufbau aufweisen.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine mikrolithographische Projektionsbelichtungsanlage,
ein Verfahren zur mikrolithographischen Herstellung mikrostrukturierter
Bauelemente sowie ein mikrostrukturiertes Bauelement.
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Weitere
Ausgestaltungen der Erfindung sind der Beschreibung sowie den Unteransprüchen zu
entnehmen.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigefügten Abbildungen
dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 einen
Meridional-Gesamtschnitt durch ein vollständiges, rein refraktives Projektionsobjektiv
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 einen
Meridional-Gesamtschnitt durch ein vollständiges, rein refraktives Projektionsobjektiv
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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3 einen
Meridional-Gesamtschnitt durch ein vollständiges, rein refraktives Projektionsobjektiv
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4a–b
die Verzögerung
unter Berücksichtigung
lediglich der IDB in der bildebenenseitig letzten Linse in dem Projektionsobjektiv
von 1 für
ein von der Objektfeldmitte (4a) ausgehendes
Strah lenbündel und
für ein
vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (4b);
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4c–d
die resultierende Verzögerung
unter Berücksichtigung
der erfindungsgemäßen IDB-Kompensation
in dem Projektionsobjektiv von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (4c) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (4d);
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4e einen
Vergleich der Verzögerung
mit und ohne Kompensation im 45°-Schnitt;
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5 eine
dreidimensionale schematische Darstellung zur Veranschaulichung
der Abhängigkeit
der IDB von der Kristallrichtung in einer Kalziumfluoridlinse im
(100)-Kristallschnitt;
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6 einen
Meridional-Gesamtschnitt durch ein vollständiges katadioptrisches Projektionsobjektiv gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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7 eine
schematische Darstellung eines typischen Verlauf der Hauptstrahlen
sowie der oberen und unteren Komastrahlen in einer bildebenseitig
letzten Linse des Projektionsobjektivs von 6;
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8 die IDB-bedingte Verzögerung (8a) sowohl für die Feldmitte als auch für den Feldrand,
sowie die Differenz der beiden IDB-bedingten Verzögerungen
für Feldmitte
und Feldrand (8b) in der bildebenseitig
letzten Linse des Projektionsobjektivs von 6.
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9 für
das gesamte Projektionsobjektiv von 6 die IDB-bedingte
Verzögerung
(9a) sowohl für die Feldmitte als auch für den Feldrand,
sowie die Differenz der beiden IDB-bedingten Verzögerungen
für Feldmitte
und Feldrand (9b).
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10 eine
schematische Darstellung einer in einem erfindungsgemäßen Projektionsobjektivs
gemäß einer
weiteren Ausführungsform
eingesetzten Linse zur IDB-Kompensation bei gleichzeitiger Reduzierung
der Feldabhängigkeit
der IDB; und
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11 den
schematischen Aufbau einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage.
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In 1 ist
ein Projektionsobjektiv 100 gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung dargestellt.
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Die
Designdaten dieses Projektionsobjektivs 100 sind in Tabelle
1 aufgeführt.
Dabei ist in Spalte 1 die Nummer der jeweiligen brechenden oder
in anderer Weise ausgezeichneten optischen Fläche, in Spalte 2 der Radius
r dieser Fläche
(in mm), in Spalte 3 der als Dicke bezeichnete Abstand dieser Fläche zur
nachfolgenden Fläche
(in mm), in Spalte 4 das auf die jeweilige Fläche folgende Material, in Spalte
5 die Brechzahl dieses Materials bei λ = 193 nm und in Spalte 6 der
optisch nutzbare freie halbe Durchmesser der optischen Komponente
angegeben. Mit Tracklänge
ist die Länge
des Projektionsobjektivs von der Objektebene zur Bildebene bezeichnet.
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Die
in
1 mittels kurzer waagerechter Striche gekennzeichneten
und in Tabelle 2 spezifizierten Flächen sind asphärisch gekrümmt, wobei
die Krümmung
dieser Flächen
durch die nachfolgende Asphärenformel gegeben
ist:
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Dabei
sind P die Pfeilhöhe
der betreffenden Fläche
parallel zur optischen Achse, h der radiale Abstand von der optischen
Achse, r der Krümmungsradius
der betreffenden Fläche,
K die konische Konstante und C1, C2, ... die in Tabelle 2 aufgeführten Asphärenkonstanten.
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Gemäß 1 weist
das Projektionsobjektiv 100 gemäß der ersten Ausführungsform
in einem rein refraktiven Aufbau ein erstes optisches Teilsystem 110 und
ein zweites optisches Teilsystem 130 auf.
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Das
erste Teilsystem 110 umfasst entlang der optischen Achse
OA zunächst
eine erste negative Linsengruppe LG1 aus zwei Linsen 111 und 112,
eine zweite positive Linsengruppe LG2 aus Linsen 113–116 und eine
dritte negative Linsengruppe LG3 aus Linsen 117–119.
Innerhalb dieser dritten Linsengruppe LG3 befindet sich eine erste
Taille W1 des Projektionsobjektivs 100.
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Das
erste Teilsystem 110 umfasst weiter entlang der optischen
Achse OA eine vierte positive Linsengruppe LG4 aus Linsen 120–122 sowie
einer ersten positiven Meniskuslinse 123, hinter der ein
Zwischenbild IMI erzeugt wird. Das Zwischenbild IMI wird durch das
zweite optische Teilsystem 130 (mit einer fünften Linsengruppe
LG5) in die Bildebene IP abgebildet.
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Das
zweite Teilsystem 130 umfasst eine zweite positive Meniskuslinse 131 sowie
eine nachfolgende Anordnung von positiven Linsen 132–138.
Zwischen den beiden Meniskuslinsen 123 und 131 befindet
sich eine zweite Taille W2 des Projektionsobjektivs 100.
Die plankonvex ausgebildete Linse 138 ist die bildebenenseitig
letzte Linse des Projektionsobjektivs 100. Zwischen der
Lichtaustrittsfläche
dieser letzten Linse 138 und der in der Bildebene IP angeordneten
lichtempfindlichen Schicht befindet sich im Immersionsbetrieb eine
(nicht dargestellte) Immersionsflüssigkeit, im Ausführungsbeispiel
Cyclohexan.
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In
dem Projektionsobjektiv 100 gemäß 1 ist die
bildebenenseitig letzte Linse 138 aus Lutetiumaluminiumgranat
(Lu3AL5o12) im <100>-Kristallschnitt hergestellt
(d.h. die optische Achse verläuft
im Wesentlichen parallel zur <100>-Kristallrichtung oder einer hierzu äquivalenten
Kristallrichtung). Die Meniskuslinsen 123, 131 und 137 sind
aus Kalziumfluorid (CaF2) ebenfalls im <100>-Kristallschnitt hergestellt.
Die übrigen
Linsen des Projektionsobjektivs 100 sind aus amorphem Quarz
(SiO2) hergestellt.
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Bei
dem in 1 gezeigten Aufbau bewirkt die Gesamtheit der
aus Kalziumfluorid (CaF2) hergestellten Meniskuslinsen 123, 131 und 137 im
Wesentlichen eine polarisationsoptische Kompensation der durch intrinsische
Doppelbrechung in der aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellten,
bildebenenseitig letzten Linse 138 verursachten Verzögerung.
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In
Tabelle 3 sind für
ausgewählte
Strahlen die jeweiligen Strahlwinkel am Ort der drei aus Kalziumfluorid
(CaF2) herge stellten Meniskuslinsen 123, 131 und 137 und
am Ort der aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellten,
bildebenenseitig letzten Linse 138, sowie die Pfadlängen in
diesen Linsen angegeben. Bei diesen ausgewählten Strahlen handelt es sich
um einen vom Objektfeld an dessen Schnittpunkt mit der optischen
Achse (mit YOB = 0 bezeichnet) ausgehenden und die letzte Linse 138 unter
einem Winkel von 45° durchlaufenden
Strahl sowie die beiden von einem Punkt am Rande des Objektfeldes
(mit YOB = 28.0 bezeichnet) ausgehenden Strahlen, welche die letzte
Linse 138 unter einem Winkel von 45° bzw. unter einem Winkel von –45° durchlaufen,
sowie die entsprechenden Werte für
den Hauptstrahl.
-
Dabei
werden insbesondere die die letzte Linse unter 45° bzw. –45° durchlaufenden
Strahlen betrachtet, da für
diese Strahlwinkel die durch IDB bedingte Verzögerung in der letzten Linse 138 maximale
Werte annimmt, wie aus 4a für ein von
der Objektfeldmitte (YOB = 0) ausgehendes Strahlenbündel und
in 4b für ein vom Objektfeldrand (YOB
= 28.0) ausgehendes Strahlenbündel
ersichtlich ist.
-
In 5 ist
zum Vergleich in einer dreidimensionalen Darstellung die Abhängigkeit
der IDB im Kalziumfluorid-Kristallmaterial
von der Kristallrichtung veranschaulicht, wenn die optische Achse
in <100>-Kristallrichtung weist.
Dargestellt ist eine kreisrunde planparallele Platte 501 aus
Kalziumfluorid. Die optische Achse zeigt dabei in <100>-Kristallrichtung. Neben der <100>-Kristallrichtung sind
auch die <101>-, <110>-, <101>- und <110>-Kristallrichtungen
als Pfeile dargestellt. Die IDB ist schematisch durch vier "Keulen" dargestellt, deren
Oberflächen
den Betrag der IDB für
die jeweilige Strahlrichtung eines Lichtstrahls angeben. Wie ersichtlich ergibt
sich die maximale IDB in <110>-Kristall richtung sowie
den hierzu äquivalenten
Kristallrichtungen und erreicht demzufolge in einer Kalziumfluoridlinse
im <100>-Kristallschnitt, d.h. eine Linse, bei
der die optische Achse parallel zur <100>-Kristallrichtung
ist, ein Maximum für
einen Strahlwinkel von 45° zur
optischen Achse.
-
Unter
erneuter Bezugnahme auf das Projektionsobjektiv 100 gemäß 1 beträgt, wie
aus Tabelle 3 ersichtlich, für
den von der optischen Achse (YOB = 0) ausgehenden Strahl die in
den Meniskuslinsen 123, 131 und 137 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel etwa
5.1°. Für die beiden
besagten, von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0)
ausgehenden Strahlen beträgt
die in den Meniskuslinsen 123, 131 und 137 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel
etwa 7.7°.
-
Wie
ferner aus Tabelle 3 ersichtlich, beträgt für den besagten, von der optischen
Achse (YOB = 0) ausgehenden Strahl die gesamte, in den Meniskuslinsen 123, 131 und 137 durchlaufene
Pfadlänge
228.22 mm und damit etwa das (9.9)-fache der von diesem Strahl in
der letzten Linse 138 durchlaufenen Pfadlänge von 23.05
mm.
-
Für die beiden
besagten, von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0)
ausgehenden Strahlen beträgt
die gesamte, in den Meniskuslinsen 123, 131 und 137 durchlaufene
Pfadlänge
221.64 mm (für
den die letzte Linse 138 unter +45° durchlaufenden Strahl) bzw.
230.30 mm (für
den die letzte Linse 138 unter –45° durchlaufenden Strahl) und
damit etwa das (11.9)-fache
bzw. das (8.5)-fache der Pfadlänge
des jeweils gleichen Strahls in der letzten Linse 138.
-
Wie
bereits ausgeführt,
ist für
eine möglichst
gute Übereinstimmung
der Strahlwinkel in der zu kompensierenden Linse (d.h. in 1 der
Linse 138) mit den Strahlwinkeln in den zur Kompensation
dienenden Linsen insbesondere auch eine geeignete Einstellung des
Hauptstrahlwinkels von Bedeutung, welcher (wegen bildebenenseitiger
Telezentrie) am Ort der zu bezüglich
IDB zu kompensierenden letzten Linse klein ist, und somit am Orte
der zur Kompensation dienenden Linsen (in 1 die Linsen 123, 131 und 137)
ebenfalls klein sein sollte. Bei dem Projektionsobjektiv 100 beträgt der Hauptstrahlwinkel
4.4° an
der Position des Zwischenbildes IMI. In allen CaF2-Linsen beträgt der Hauptstrahlwinkel
weniger als 10°,
in Linse 137 weniger als 6°, in Linse 131 weniger
als 2°.
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In 4a und 4b ist
die Verzögerung
unter Berücksichtigung
lediglich der IDB in der bildebenenseitig letzten Linse 138 in
dem Projektionsobjektiv 100 von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (4a) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (4b)
dargestellt (in Einheiten von nm und in Abhängigkeit von dem Produkt aus
Brechzahl des Immersionsmediums und Sinus des Strahlwinkels in x-
bzw. y-Richtung).
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In 4c und 4d ist
zum Vergleich die resultierende Verzögerung unter Berücksichtigung
der erfindungsgemäßen IDB-Kompensation in dem
Projektionsobjektiv 100 von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (4c) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (4d) dargestellt. 4e zeigt
einen direkten Vergleich der Verzögerungen mit und ohne Kompensation
im 45°-Schnitt.
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Bei
dem Projektionsobjektiv 100 bewirkt die bildebenenseitig
letzte Linse 138 für
einen von der optischen Achse (YOB = 0) ausgehenden Strahl eine
durch IDB hervorgerufene Verzögerung
von 79.1 nm, die durch die CaF2-Linsen 123, 131 und 137 soweit
kompensiert wird, dass die für
diesen Strahl durch das gesamte Projektionsobjektiv 100 infolge
IDB hervorgerufene Verzögerung
nur noch 4.2 nm beträgt.
Für einen
von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0) ausgehenden
Strahl bewirkt die bildebenenseitig letzte Linse 138 eine
durch IDB hervorgerufene Verzögerung
von 86.8 nm, die durch die CaF2-Linsen 123, 131 und 137 soweit
kompensiert wird, dass die für
diesen Strahl durch das gesamte Projektionsobjektiv 100 infolge
IDB hervorgerufene Verzögerung
nur noch 14.6 nm beträgt.
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In 2 ist
ein Projektionsobjektiv 200 gemäß einer zweiten Ausführungsform
dargestellt. Die Designdaten dieses Projektionsobjektivs 200 sind
in zu Tabelle 1 analoger Weise in Tabelle 4 aufgeführt, wobei
Radien und Dicken wiederum in Millimetern (mm) angegeben sind. Die
in 2 mittels kurzer waagerechter Striche gekennzeichneten
und in Tabelle 5 spezifizierten Flächen sind asphärisch gekrümmt, wobei
die Krümmung
dieser Flächen
durch die obige Asphärenformel
(4) gegeben ist.
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Das
Projektionsobjektiv 200 gemäß der zweiten Ausführungsform
weist ebenfalls in einem rein refraktiven Aufbau ein erstes optisches
Teilsystem 210 und ein zweites optisches Teilsystem 230 auf.
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Das
erste Teilsystem 210 umfasst entlang der optischen Achse
OA zunächst
eine erste negative Linsengruppe LG1 aus Linsen 211 und 212,
eine zweite positive Linsengruppe LG2 aus Linsen 213–216,
und eine dritte negative Linsengruppe LG3 aus Linsen 217, 218 und 219.
Innerhalb dieser dritten Linsengruppe LG3 befindet sich eine erste
Taille W1 des Projektionsobjektivs 200.
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Das
erste Teilsystem 110 umfasst weiter entlang der optischen
Achse OA eine vierte positive Linsengruppe LG4 aus Linsen 220–224,
hinter der ein Zwischenbild IMI erzeugt wird. Das Zwischenbild IMI
wird durch das zweite optische Teilsystem 230 (mit einer
fünften
Linsengruppe LG5), welches Linsen 231–238 umfasst, in die
Bildebene IP abgebildet. Zwischen der Lichtaustrittsfläche der
letzten Linse 238 und der in der Bildebene IP angeordneten
lichtempfindlichen Schicht befindet sich im Immersionsbetrieb eine
(nicht dargestellte) Immersionsflüssigkeit, im Ausführungsbeispiel
Cyclohexan.
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Ebenso
wie beim Projektionsobjektiv 100 gemäß 1 ist auch
bei dem Projektionsobjektiv 200 die bildebenenseitig letzte
Linse 238 aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellt.
Im Unterschied zu dem Projektionsobjektiv 100 weist jedoch
das Projektionsobjektiv 200 vier Linsen aus Kalziumfluorid
(CaF2, wiederum jeweils im 100-Kristallschnitt)
auf, da zusätzlich
zu den Meniskuslinsen 224, 231 und 237 auch
die nahe der ersten Taille W1 angeordnete Meniskuslinse 220 aus
Kalziumfluorid (CaF2) hergestellt ist. Die übrigen Linsen
des Projektionsobjektivs 200 sind aus amorphem Quarz (SiO2) hergestellt.
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Bei
dem in 2 gezeigten Aufbau bewirkt die Gesamtheit der
vier CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 im
Wesentlichen eine polarisationsoptische Kompensation der durch intrinsische
Doppelbrechung in der aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellten,
bildebenenseitig letzten Linse 238 verursach ten Verzögerung.
Infolge der nahe der ersten Taille W1 (und damit ebenfalls im Bereich
großer
Strahlwinkel) angeordneten Meniskuslinse 220 konnte in
dem Projektionsobjektiv 200 die Dicke der übrigen,
aus CaF2 hergestellten Meniskuslinsen 224, 231 und 237 im
Vergleich zu dem Projektionsobjektiv 100 reduziert werden
(vgl. Tabelle 4).
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In
Tabelle 6 sind für
die bereits im Zusammenhang mit Tabelle 3 definierten, ausgewählten Strahlen die
jeweiligen Strahlwinkel am Ort der vier CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 und
am Ort der aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellten,
bildebenenseitig letzten Linse 238, sowie die Pfadlängen in
diesen Linsen angegeben.
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Wie
aus dieser Tabelle 6 ersichtlich, beträgt für den von der optischen Achse
(YOB = 0) ausgehenden und die letzte Linse 238 unter einem
Winkel von 45° durchlaufenden
Strahl die in den CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel etwa
6.1°. Für die beiden
von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0) ausgehenden
Strahlen beträgt
die in den CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel
etwa 8.8°.
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Wie
ferner aus Tabelle 6 ersichtlich, beträgt für den besagten, von der optischen
Achse (YOB = 0) ausgehenden Strahl die gesamte, in den CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 durchlaufene
Pfadlänge
231.90 mm und damit etwa das (9.9)-fache der von diesem Strahl in
der letzten Linse 238 durchlaufenen Pfadlänge von 23.24
mm.
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Für die beiden
besagten, von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0)
ausgehenden Strahlen beträgt
die gesamte, in den CaF2-Linsen 220, 224, 231 und 237 durchlaufene
Pfadlänge
214.67 mm (für
den die letzte Linse 238 unter +45° durchlaufenden Strahl) bzw.
247.77 mm (für
den die letzte Linse 238 unter –45° durchlaufenden Strahl) und
damit etwa das (11.4)-fache bzw. das (9.1)-fache der Pfadlänge des
jeweils gleichen Strahls in der letzten Linse 238.
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Bei
dem Projektionsobjektiv 200 beträgt der Hauptstrahlwinkel 5.2° an der Position
des Zwischenbildes IMI.
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In 3 ist
ein Projektionsobjektiv 300 gemäß einer dritten Ausführungsform
dargestellt. Die Designdaten dieses Projektionsobjektivs 300 sind
in zu Tabelle 1 bzw. 4 analoger Weise in Tabelle 7 aufgeführt, wobei Radien
und Dicken wiederum in Millimetern (mm) angegeben sind. Die in 3 mittels
kurzer waagerechter Striche gekennzeichneten und in Tabelle 8 spezifizierten
Flächen
sind asphärisch
gekrümmt,
wobei die Krümmung
dieser Flächen
durch die obige Asphärenformel
(4) gegeben ist.
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Das
Projektionsobjektiv 300 gemäß der dritten Ausführungsform
weist ebenfalls in einem rein refraktiven Aufbau ein erstes optisches
Teilsystem 310 und ein zweites optisches Teilsystem 330 auf.
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Das
erste Teilsystem 310 umfasst entlang der optischen Achse
OA zunächst
eine erste negative Linsengruppe LG1 aus Linsen 311 und 312,
eine zweite positive Linsengruppe LG2 aus Linsen 313–316,
und eine dritte negative Linsengruppe LG3 aus Linsen 317 und 318.
Innerhalb dieser dritten Linsengruppe LG3 befindet sich eine erste
Taille W1 des Projektionsobjektivs 300.
-
Das
erste Teilsystem 310 umfasst weiter entlang der optischen
Achse OA eine vierte positive Linsengruppe LG4 aus Linsen 319–324,
hinter der ein Zwischenbild IMI erzeugt wird.
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Das
Zwischenbild IMI wird durch das zweite optische Teilsystem 330 (mit
einer fünften
Linsengruppe LG5), welches Linsen 331–339 umfasst, in die
Bildebene IP abgebildet. Zwischen der Lichtaustrittsfläche der letzten
Linse 339 und der in der Bildebene IP angeordneten lichtempfindlichen
Schicht befindet sich wiederum im Immersionsbetrieb eine (nicht
dargestellte) Immersionsflüssigkeit
(im Beispiel wiederum Cyclohexan).
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Ebenso
wie bei den Projektionsobjektiven 100 und 200 ist
auch bei dem Projektionsobjektiv 300 die bildebenenseitig
letzte Linse 339 aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12)
hergestellt. Das Projektionsobjektiv 300 weist zur Kompensation
der durch diese letzte Linse 339 infolge IDB bewirkten
Verzögerung
wie das Projektionsobjektiv 200 vier aus CaF2 hergestellte
Linsen 323, 324, 331 und 338 auf
(wobei sich hier statt einer CaF2-Linse im Bereich
der ersten Taille W1 eine weitere CaF2-Linse
im Bereich des Zwischenbildes IMI befindet). Im Unterschied zu dem
Projektionsobjektiv 200 ist bei dem Projektionsobjektiv 300 die
nahe dem Zwischenbild IMI angeordnete Linse 331 mit der
nachfolgenden Linse 332 ohne dazwischenliegenden Luftspalt verbunden
(z.B. angesprengt). Infolgedessen kann die Linse 331 als
negative Linse ausgeführt
sein, ohne dass hierdurch Totalreflexionen auftreten, wobei sich
ein positiver Einfluss auf den Feldverlauf der Pfadlängen ergibt.
Gemäß einer
alternativen Ausgestaltung kann die nahe dem Zwischenbild IMI angeordnete
Linse 331 auch von der entlang der optischen Achse OA nachgeordneten
Linse 332 durch einen dünnen,
mit einer hochbrechenden Flüssigkeit,
beispielsweise Cyclohexan, gefüllten
Spalt getrennt sein.
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In
Tabelle 9 sind für
die bereits im Zusammenhang mit Tabelle 3 definierten, ausgewählten Strahlen die
jeweiligen Strahlwinkel am Ort der vier CaF2-Linsen 323, 324, 331 und 338 und
am Ort der aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) hergestellten, bildebenenseitig letzten
Linse 339, sowie die Pfadlängen in diesen Linsen angegeben.
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Wie
aus dieser Tabelle 9 ersichtlich, beträgt für den von der optischen Achse
(YOB = 0) ausgehenden und die letzte Linse 339 unter einem
Winkel von 45° durchlaufenden
Strahl die in den CaF2-Linsen 323, 324, 331 und 338 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel etwa
6.2°. Für die beiden
besagten, von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0)
ausgehenden Strahlen beträgt
die in den CaF2-Linsen 323, 324, 331 und 338 auftretende,
maximale betragsmäßige Winkelabweichung
von dem „idealen" 45°-Strahlwinkel
etwa 7.7°.
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Wie
ferner aus Tabelle 9 ersichtlich, beträgt für den besagten, von der optischen
Achse (YOB = 0) ausgehenden Strahl die gesamte, in den CaF2-Linsen 323, 324, 331 und 338 durchlaufene
Pfadlänge
189.27 mm und damit etwa das (9.6)-fache der von diesem Strahl in
der letzten Linse 339 durchlaufenen Pfadlänge von 19.61
mm.
-
Für die beiden
von einem Punkt am Rande des Objektfeldes (YOB = 28.0) ausgehenden
Strahlen beträgt
die gesamte, in den CaF2-Linsen 323, 324, 331 und 338 durchlaufene
Pfadlänge
221.07 mm (für
den die letzte Linse 339 unter +45° durchlaufenden Strahl) bzw.
166.53 mm (für
den die letzte Linse 339 unter –45° durchlaufenden Strahl) und
damit etwa das (9.5)- fache
bzw. das (10.8)-fache der Pfadlänge
des jeweils gleichen Strahls in der letzten Linse 339.
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Bei
dem Projektionsobjektiv 300 beträgt der Hauptstrahlwinkel 0.6° an der Position
des Zwischenbildes IMI. In allen CaF2-Linsen beträgt der Hauptstrahlwinkel
weniger als 6°,
in den Linsen 323 und 331 weniger als 5°.
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In 6 ist
ein Projektionsobjektiv 600 gemäß einer vierten Ausführungsform
dargestellt. Die Designdaten dieses Projektionsobjektivs 600 sind
in zu Tabelle 1, 4 und 7 analoger Weise in Tabelle 10 aufgeführt, wobei
Radien und Dicken wiederum in Millimetern (mm) angegeben sind. Die
in 6 mittels kurzer waagerechter Striche gekennzeichneten
und in Tabelle 11 spezifizierten Flächen sind asphärisch gekrümmt, wobei die
Krümmung
dieser Flächen
durch die obige Asphärenformel
(4) gegeben ist.
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Gemäß 6 weist
das Projektionsobjektiv 600 in einem katadioptrischen Aufbau
ein erstes optisches Teilsystem 610, ein zweites optisches
Teilsystem 620 und ein drittes optisches Teilsystem 630 auf.
-
Das
erste optische Teilsystem 610 umfasst eine Anordnung von
refraktiven Linsen 611–617.
Das erste optische Teilsystem 610 bildet die Objektebene "OP" in ein erstes Zwischenbild
IMI1 ab, dessen ungefähre Lage
in 6 durch einen Pfeil angedeutet ist.
-
Dieses
erste Zwischenbild IMI1 wird durch das zweite optische Teilsystem 620 in
ein zweites Zwischenbild IMI2 abgebildet, dessen ungefähre Lage
in 6 ebenfalls durch einen Pfeil angedeutet ist.
Das zweite optische Teilsystem 620 umfasst einen ersten
Konkavspiegel 621 und einen zweiten Konkavspiegel 622,
welche in zur optischen Achse senkrechter Richtung jeweils so „abgeschnitten" sind, dass eine
Lichtausbreitung jeweils von den reflektierenden Flächen der
Konkavspiegel 621, 622 bis hin zur Bildebene „IP" erfolgen kann.
-
Das
zweite Zwischenbild IMI2 wird durch das dritte optische Teilsystem 630 in
die Bildebene IP abgebildet. Das dritte optische Teilsystem 630 umfasst
eine Anordnung von refraktiven Linsen 631–642.
Zwischen der Lichtaustrittsfläche
der letzten Linse 642 und der in der Bildebene IP angeordneten
lichtempfindlichen Schicht befindet sich im Immersionsbetrieb eine
(nicht dargestellte) Immersionsflüssigkeit, im Ausführungsbeispiel
Cyclohexan.
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In
dem Projektionsobjektiv 600 gemäß 6 ist die
bildebenenseitig letzte Linse 642 aus Lutetiumaluminiumgranat
(Lu3Al5O12) im <100>-Kristallschnitt hergestellt.
Die erste Linse 631 des dritten optischen Teilsystems 630,
d.h. die auf das zweite optische Teilsystem 620 folgende
Linse, ist ebenfalls aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12) im <100>-Kristallschnitt hergestellt. Die Meniskuslinse 617,
welche die letzte Linse des ersten optischen Teilsystems 610 und
somit die unmittelbar vor dem zweiten optischen Teilsystem 620 angeordnete
Linse darstellt, ist aus Kalziumfluorid (CaF2)
ebenfalls im <100>-Kristallschnitt hergestellt.
Die übrigen Linsen
des Projektionsobjektivs 600 sind aus amorphem Quarz (SiO2) hergestellt.
-
Durch
das Projektionsobjektiv 600 wird eine Lösung für ein weiteres Problem geschaffen,
welches sich daraus ergibt, dass infolge der gekrümmten Strahleintrittsfläche in dem
bildebenenseitig letzten optischen Element 642 die optischen
Weglän gen
der Lichtstrahlen je nachdem, unter welchem Winkel und an welchem
Ort diese Strahlen das Element 642 durchqueren, unterschiedlich
groß sind,
wie anhand der schematischen Darstellung von 7 gezeigt
ist. Wie aus 8 ersichtlich, führt dies
zu einer Feldvariation der IDB (d.h. einer Variation der IDB über dem
Bildfeld von der Feldmitte zum Feldrand).
-
In 7 ist
für eine
bildebenenseitig letzte Linse 642 der typische Verlauf
der Hauptstrahlen (HS) sowie der oberen und unteren Komastrahlen
(OK und UK) dargestellt. Mit HSM ist der
zur Feldmitte führende Hauptstrahl
und mit HSR der zum Feldrand hin führende Haltstrahl
bezeichnet. Mit OKM und UKM sind
die zur Feldmitte hin führenden
Komastrahlen bezeichnet. Mit OKR und UKR sind die zum Feldrand hin führenden
Komastrahlen bezeichnet. Während
von den zur Feldmitte verlaufenden Strahlen (in 7 mit
gestrichelten Linien dargestellt) der obere Komastrahl OKM und der untere Komastrahl UKM den
gleichen Weg durch die Linse 642 zurücklegen, sind für die zum
Feldrand hin führenden
Strahlen (in 7 mit durchgezogenen Linien
dargestellt) die optischen Weglängen
des oberen Komastrahls OKR und des unteren
Komastrahls UKR voneinander verschieden.
So legt der zum Feldrand hin führende,
obere Komastrahl OKR einen längeren Weg
in dem Material der Linse 642 zurück als der zur Feldmitte hin
verlaufende obere Komastrahl OKM, der zum
Feldrand hin verlaufende untere Komastrahl UKR hingegen
einen kürzeren
Weg als der zur Feldmitte hin verlaufende untere Komastrahl UKM. Dies führt
dazu, dass die Verzögerung
der Pupille am Feldrand „verkippt" ist, wie aus 8a,b ersichtlich ist. Dabei ist in 8a die in der bildebenenseitig letzten
Linse 642 des Projektionsobjektivs 600 im Meridionalschnitt
erzeugte, IDB -bedingte Verzögerung
sowohl für
die Feldmitte (gestrichelte Linie) als auch für den Feldrand (durchgezogene
Linie) dargestellt. In 8b ist die
Differenz der beiden IDB-bedingten Verzögerungen für Feldmitte und Feldrand aufgetragen.
-
Gemäß der in 6 gezeigten
Ausführungsform
des Projektionsobjektivs 600 wird nun dadurch, dass eine
weitere Linse 631 aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12,
LuAG) sowie eine Linse 617 aus CaF2 an
geeigneten Positionen vorgesehen sind, die Verzögerung für den zum Feldrand hin führenden
unteren Komastrahl UKR, welcher in der letzten
Linse 642 gemäß 7 den
kürzeren
Weg als der Feldrand hin führende, obere
Komastrahl OKR zurücklegt, relativ zu letzterem
erhöht.
Die besagte weitere LuAG-Linse 631 befindet sich gemäß 6 in
Lichtausbreitungsrichtung unmittelbar nach dem aus erstem Konkavspiegel 621 und zweitem
Konkavspiegel 622 zusammengesetzten zweiten Teilsystem 620,
d.h. an einer Position, an welcher der zum Feldrand hin führende untere
Komastrahl UKR einen vergleichsweise hohen
Strahlwinkel besitzt und einen längeren
Weg durch die Linse zurücklegt
als der obere Komastrahl OKR. Die besagte
CaF2-Linse 617 befindet sich direkt
vor der Spiegelgruppe 620, d.h. an einer Position, an welcher
der zum Feldrand hin führende
untere Komastrahl einen vergleichsweise geringen Strahlwinkel besitzt,
während
der obere Komastrahl einen hohen Strahlwinkel aufweist. Die erfindungsgemäße Kompensation
wird hier also durch die Kombination der beiden Linsen 617 und 631 erreicht.
-
Allgemein
lässt sich
das erfindungsgemäße Prinzip
zur Kompensation der Feldabhängigkeit
der IDB der bildseitig letzten Linse wie folgt beschreiben: Das
Material (und damit das Vorzeichen der IDB), die Position und die
Geometrie der zur Kompensation der besagten Feldabhängigkeit
eingesetzten zusätz liche(n)
Linse(n) wird so gewählt,
dass sich für
besagte Feldabhängigkeit
im Ergebnis ein Kompensationseffekt ergibt.
-
Dies
bedeutet etwa, dass derjenige (obere oder untere) Komastrahl, welcher
in der hinsichtlich IDB zu kompensierenden letzten Linse den längeren Weg
zurücklegt,
auch in der zur Kompensation der Feldabhängigkeit eingesetzten zusätzlichen
Linse den längeren
Weg zurücklegt,
sofern die zusätzliche
Linse eine IDB von entgegengesetztem Vorzeichen wie die bildseitig
letzte Linse aufweist. Sofern hingegen die zusätzliche Linse eine IDB von
gleichem Vorzeichen wie die bildseitig letzte Linse aufweist, wird über die
Geometrie und die Position der besagten, zur Kompensation der Feldabhängigkeit
eingesetzten zusätzlichen
Linse sichergestellt, dass derjenige (obere oder untere) Komastrahl,
welcher in der hinsichtlich IDB zu kompensierenden letzten Linse
den längeren
Weg zurücklegt,
in der besagten zusätzlichen
Linse den kürzeren
Weg zurücklegt.
Bei gleichen Vorzeichen der IDB in der bildseitig letzten Linse
und der zur Kompensation der Feldabhängigkeit eingesetzten zusätzlichen
Linse wird also Position unter Berücksichtigung der Geometrie
besagter zusätzlicher Linse
so gewählt,
dass die Wirkung hinsichtlich der optischen Weglänge für unteren und oberen Komastrahl gerade
vertauscht ist im Vergleich zur letzten Linse.
-
Eine
bevorzugte Position der zur Kompensation der Feldabhängigkeit
eingesetzten zusätzlichen
Linse(n) aus Lutetiumaluminiumgranat kann insbesondere in der Nähe einer
Feldebene, insbesondere einer Zwischenbildebene liegen, da dann
am ehesten unterschiedliche Verhältnisse
bzw. Winkel für
unterschiedliche Feldpunkte vorliegen, sich also unterschiedliche
Winkel zwischen oberem und unterem Komastrahl ergeben. Als quantitatives
Kriterium für
ein zwischenbildnahe Position kann etwa angenommen werden, dass
die Hauptstrahlhöhe
eines Randpunktes bezogen auf das Objektfeld mehr als 50 % des Linsenradius
an dieser Position beträgt.
-
In 9a ist für das gesamte Projektionsobjektiv 600 von 6 die
IDB-bedingte Verzögerung
sowohl für
die Feldmitte (gestrichelte Linie) als auch für den Feldrand (durchgezogene
Linie) dargestellt. In 9b ist die
Differenz der beiden IDB-bedingten Verzögerungen für Feldmitte und Feldrand aufgetragen.
Aus einem Vergleich der Kurven von 9b und 8b ist ersichtlich, dass sich über den überwiegenden
Bereich der Pupille eine wesentlich geringere Differenz zwischen
den IDB-bedingten Verzögerungen
für Feldmitte
und Feldrand ergibt.
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In
dem Projektionsobjektiv 600 wird die Feldabhängigkeit
der IDB-bedingten Verzögerung
durch die gemeinsame Wirkung der beiden Linsen 631 und 617 verringert.
Der verbleibende, im Wesentlichen konstante Anteil der IDB kann
in geeigneter Weise noch weiter kompensiert werden (z.B. durch Einsatz
eines Poincaré-Elementes).
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Im
obigen Beispiel von 6 besteht wie bereits ausgeführt die
Linse 631 aus gleichem Material wie die bildebenenseitig
letzten Linse und ist so im Strahlengang angeordnet, dass die Verzögerung für denjenigen zum
Feldrand hin führenden
Komastrahl, der in der bildebenenseitig letzten Linse 642 die
geringere Verzögerung
erfährt
(d.h. UKR in 7), gegenüber dem
anderen Komastrahl, der in der bildebenenseitig letzten Linse 642 die
größere Verzögerung erfährt (d.h.
OKR in 7), erhöht wird,
die oben beschriebene Feldabhängigkeit also
reduziert wird. Dieses Prinzip zur Reduzierung der Feldabhängigkeit
der IDB ist nicht auf die Verwendung des identischen Materials in
der zusätzlich
bereitgestellten Linse 631 beschränkt, sondern es kann auch ein anderes
geeignetes Material mit hinreichenden Transmissionseigenschaften
und gleichem (d.h. vorliegend wie bei LuAG ebenfalls positivem)
Vorzeichen der IDB verwendet werden. Im vorliegenden Falle der Reduzierung der
Feldabhängigkeit
der IDB einer LuAG-Linse sind somit als Material für besagte
weitere, kompensationshalber eingesetzte Linse auch Bariumfluorid
(BaF2), SrF2, MgO,
Spinell, YAG, LiBaF3 geeignet.
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Wie
bereits ausgeführt,
ist die Position der zur Kompensation der Feldabhängigkeit
eingesetzten, zusätzlichen
Linse(n) unter Berücksichtigung
der Geometrie dieser Linse(n) geeignet zu wählen. In 10 ist schematisch
eine Linse 700 dargestellt, welche aus einem Material mit
entgegengesetztem Vorzeichen der IDB (vorliegend CaF2)
im Vergleich zu der zu kompensierenden letzten Linse (vorliegend
LuAG) hergestellt ist und zugleich eine zur Reduzierung der Feldabhängigkeit
der IDB geeignete Form und Position aufweist. Dabei wird weiterhin
für die
Strahlen in der hinsichtlich der IDB zu kompensierenden, bildebenenseitig
letzten Linse von dem in 7 gezeigten Verlauf ausgegangen.
Die Linse 700 aus CaF2 ist gemäß 10 unter
Berücksichtigung
ihrer Geometrie so im Strahlengang angeordnet, dass der zum Feldrand
hin führende,
obere Komastrahl OKR darin einen relativ
längeren
Weg verglichen mit dem zum Feldrand hin führende, unteren Komastrahl
UKR zurücklegt.
Dabei durchläuft
der zum Feldrand hin führende,
obere Komastrahl OKR das CaF2-Material
der Linse 700 unter relativ großen Winkel von etwa 45° zur optischen
Achse OA. Der zum Feldrand hin führende,
untere Komastrahl UKR durchläuft das
CaF2-Material der Linse 700 unter
relativ kleinem Winkel von nahezu 0° zur optischen Achse OA. Ein
geeigneter Ort zur Bereitstellung der besagten großen Strahl winkel
für den
zum Feldrand hin führenden
oberen Komastrahl OKR liegt bei dem Projektionsobjektiv 600 von 6 in Lichtausbreitungsrichtung
beispielsweise unmittelbar vor dem zweiten optischen Teilsystem 620.
Allgemein ist zu beachten, dass unterschiedliche katadioptrische
Systeme je nach deren Aufbau, Zahl der Spiegel etc. andere geeignete
Positionen aufweisen, die zudem unter Berücksichtigung der Geometrie
der Linse geeignet zu wählen
sind.
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Die
CaF2-Linse 700 mit dem in 10 schematisch
gezeigten Aufbau wirkt somit im Ergebnis bezüglich der in der bildebenenseitig
letzten Linse 642 erzeugten IDB kompensierend und weist
zudem eine Feldabhängigkeit
der Verzögerung
auf, welche die anhand von 7 erläuterte Feldabhängigkeit
in der bildebenenseitig letzten Linse 642 wenigstens teilweise
kompensiert.
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Auch
das anhand von 10 erläuterte Prinzip zur Reduzierung
der Feldabhängigkeit
der IDB mit der gleichen Linse, welche auch zur IDB-Kompensation
selbst verwendet wird, ist nicht auf die oben beschriebene Materialkombination
CaF2-LuAG beschränkt. Vielmehr kann die bildebenenseitig
letzte Linse auch beispielsweise aus Yttriumaluminiumgranat (Y3Al5O12)
oder Spinell, insbesondere Magnesiumspinell (MgAl2O4) hergestellt sein. Die zur IDB-Kompensation
bei gleichzeitiger Reduzierung der Feldabhängigkeit eingesetzte Linse 700 kann
anstatt aus CaF2 auch aus einem anderen
geeigneten Material. beispielsweise aus CaO hergestellt sein.
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11 zeigt
eine schematische Darstellung des Aufbaus einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage.
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Gemäß 11 weist
eine Projektionsbelichtungsanlage 900 eine Beleuchtungseinrichtung 901 und ein
Projektionsobjektiv 902 auf. Das Projektionsobjektiv 902 umfasst
eine lediglich schematisch angedeutete Linsenanordnung 903,
durch die eine optische Achse OA definiert wird. Zwischen der Beleuchtungseinrichtung 901 und
dem Projektionsobjektiv 902 ist eine Maske 904 angeordnet,
die mittels eines Maskenhalters 905 im Strahlengang gehalten
wird. Die Maske 904 weist eine Struktur im Mikrometer-
bis Nanometer-Bereich auf, die mittels des Projektionsobjektives 902 beispielsweise
um den Faktor 4 oder 5 verkleinert auf eine Bildebene IP abgebildet
wird. In der Bildebene IP wird ein durch einen Substrathalter 907 positioniertes
lichtempfindliches Substrat 906, bzw. ein Wafer, gehalten.
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Wenn
die Erfindung auch anhand spezieller Ausführungsformen beschrieben wurde,
erschließen
sich für
den Fachmann zahlreiche Variationen und alternative Ausführungsformen,
z.B. durch Kombination und/oder Austausch von Merkmalen einzelner
Ausführungsformen.
Dementsprechend versteht es sich für den Fachmann, dass derartige
Variationen und alternative Ausführungsformen
von der vorliegenden Erfindung mit umfasst sind, und die Reichweite
der Erfindung nur im Sinne der beigefügten Patentansprüche und
deren Äquivalente
beschränkt
ist.
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Tabelle
1 (DESIGNDATEN zu Fig. 1): (NA
= 1.55; Abbildungsmaßstab:
0.25; Bildfelddurchmesser: 14 mm; Wellenlänge 193 nm; Tracklänge 1300 mm)
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Tabelle
2: (ASPHÄRISCHE
KONSTANTEN zu Fig. 1):
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Tabelle
3: (Strahlwinkel und Pfadlängen
ausgewählter
Strahlen zu Fig. 1):
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Tabelle
4 (DESIGNDATEN zu Fig. 2): (NA
= 1.55; Abbildungsmaßstab:
0.25; Bildfelddurchmesser: 14 mm; Wellenlänge 193 nm; Tracklänge 1300 mm)
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Tabelle
5: (ASPHÄRISCHE
KONSTANTEN zu Fig. 2):
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Tabelle
6: (Strahlwinkel und Pfadlängen
ausgewählter
Strahlen zu Fig. 2):
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Tabelle
7 (DESIGNDATEN zu Fig. 3): (NA
= 1.55; Abbildungsmaßstab:
0.25; Bildfelddurchmesser: 14 mm; Wellenlänge 193 nm; Tracklänge 1300 mm)
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Tabelle
8: (ASPHÄRISCHE
KONSTANTEN zu Fig. 3):
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Tabelle
9: (Strahlwinkel und Pfadlängen
ausgewählter
Strahlen zu Fig. 3):
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Tabelle
10 (DESIGNDATEN zu Fig. 6): (NA
= 1.55; Abbildungsmaßstab:
0.25; objektseitiger Feldradius 63.7 mm; Wellenlänge 193 nm; Tracklänge 1290
mm)
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Tabelle
11: (ASPHÄRISCHE
KONSTANTEN zu Fig. 6):