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Die
Erfindung betrifft ein Projektionsobjektiv einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage.
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Mikrolithographische
Projektionsbelichtungsanlagen werden zur Herstellung mikrostrukturierter
Bauelemente, wie beispielsweise integrierter Schaltkreise oder LCD's, angewendet. Eine
solche Projektionsbelichtungsanlage weist eine Beleuchtungseinrichtung
und ein Projektionsobjektiv auf. Im Mikrolithographieprozess wird
das Bild einer mit Hilfe der Beleuchtungseinrichtung beleuchteten
Maske (= Retikel) mittels des Projektionsobjektivs auf ein mit einer
lichtempfindlichen Schicht (Photoresist) beschichtetes und in der
Bildebene des Projektionsobjektivs angeordnetes Substrat (z.B. ein
Siliziumwafer) projiziert, um die Maskenstruktur auf die lichtempfindliche
Schicht zu übertragen.
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In
gegenwärtigen
Mikrolithographie-Objektiven, insbesondere Immersionsobjektiven
mit einem Wert der numerischen Apertur (NA) von mehr als 1.4, besteht
in zunehmendem Maße
ein Bedarf nach dem Einsatz von Materialien mit hohem Brechungsindex,
insbesondere für
das bildseitig letzte optische Element. Als „hoch" wird hier ein Brechungsindex bezeichnet,
wenn sein Wert bei der gegebenen Wellenlänge den von Quarz, mit einem
Wert von ca. 1.56 bei einer Wellenlänge von 193 nm, übersteigt.
Ein in Frage kommendes Material ist beispielsweise Lutetiumaluminiumgranat
(Lu3Al5O12, LuAG), dessen Brechungsindex bei 193
nm etwa 2.14 beträgt.
Ein Problem beim Einsatz dieser Materialien als Linsenelemente besteht
darin, dass sie durch ihre kubische Kristallstruktur intrinsische
Doppelbrechung (= IDB) aufweisen, die mit niedriger Wellenlänge ansteigt, wobei
z.B. Messungen für
Lutetiumaluminiumgranat eine maximale IDB-bedingte Verzögerung von
30.1 nm/cm ergeben haben. Mit „Verzögerung" wird die Differenz
der optischen Wege zweier orthogonaler (senkrecht zueinander stehender)
Polarisationszustände
bezeichnet.
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Aus
WO 02/093209 A2 ist
es zur Reduzierung des negativen Einflusses der intrinsischen Doppelbrechung
in Fluoridkristall-Linsen
auf die optische Abbildung unter anderem bekannt, Fluoridkristall-Linsen
des gleichen Kristallschnitts (z.B. 100-Orientierung oder 111-Orientierung)
gegeneinander verdreht anzuordnen (sogenanntes „Clocking") sowie zusätzlich auch mehrere Gruppen
solcher Anordnungen mit unterschiedlichen Kristallschnitten (z.B.
(aus [100]-Linsen und [111]-Linsen) miteinander zu kombinieren.
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Aus
WO 02/099500 A2 ist
es u.a. bekannt, eine oder mehrere Linsen vom 100-Kristallschnitt
oder 110-Kristallschnitt entlang sphärischer Trennflächen zu
teilen und gegeneinander verdreht wieder zusammenzufügen.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Projektionsobjektiv
einer mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage bereitzustellen,
welches den Einsatz hochbrechender Kristallmaterialien bei Begrenzung
des negativen Einflusses der intrinsischen Doppelbrechung ermöglicht.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung weist ein Projektionsobjektiv wenigstens
eine Linse auf, welche wenigstens eine gekrümmte Linsenfläche aufweist
und aus wenigstens vier Linsenelementen aus intrinsisch doppelbrechendem
Material zusammengesetzt ist, die entlang der optischen Achse hintereinander angeordnet
sind, wobei paarweise jeweils zwei dieser vier Linsenelemente den
gleichen Kristallschnitt aufweisen und um die optische Achse gegeneinander
verdreht angeordnet sind, und wobei diese vier Linsenelemente in
einer in Bezug auf den Kristallschnitt abwechselnden Reihenfolge
angeordnet sind.
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Unter „optischer
Achse" wird im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung eine gerade Linie oder eine Aufeinanderfolge
von geraden Linienabschnitten verstanden, die durch die Krümmungsmittelpunkte
der rotationssymmetrischen optischen Komponenten des Projektionsobjektivs
verläuft.
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Durch
die erfindungsgemäße Zusammensetzung
einer Linse aus wenigstens vier Linsenelementen unter Anwendung
von Linsenclocking wird zunächst
eine Kompensation der intrinsischen Doppelbrechung erreicht, die
insbesondere bei einer bildebenenseitig letzten Linse mit relativ
großer
Dicke und hohem Brechungsindex besonders effektiv ist. Dadurch,
dass die erfindungsgemäß eingesetzte
Linse gewissermaßen „zwiebelartig" aus mehreren Schalen
aufgebaut ist, kann in Verbindung mit der zuvor genannten Anordnung dieser
Schalen eine Kompensation der intrinsischen Doppelbrechung bereits
in der betreffenden Linse selbst (d.h. im Wesentlichen auch ohne
Erfordernis einer anderenorts im Projektionsobjektiv erfolgenden
weiteren Kompensation) erreicht werden.
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Hinsichtlich
der Anordnung dieser Schalen liegt der Erfindung die weitere Erkenntnis
zugrunde, dass sich durch die gewähl te, in Bezug auf den Kristallschnitt
abwechselnde Reihenfolge der Linsenelemente eine Verringerung des
Restfehlers bei der IDB-Kompensation erreichen lässt, die im Vergleich zu einer
Anordnung, bei der Linsenelemente mit gleichem Kristallschnitt aufeinander
folgend gruppiert sind, typischerweise in der Größenordnung eines Faktors von
ca. 2 liegt. Dieser in seiner quantitativen Auswirkung überraschend
deutliche Effekt lässt
sich physikalisch darauf zurückführen, dass
die zur Beschreibung der durch die intrinsische Doppelbrechung geeigneten
Jones-Matrizen mathematisch nicht „vertauschen", d.h. bei Multiplikation
nicht bezüglich
ihrer Reihenfolge ohne Änderung
des Ergebnisses austauschbar sind (d.h. (A·B) ≠ (B· A)).
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
weist die erfindungsgemäße Linse
eine objektebenenseitig konvex gekrümmte Linsenfläche auf.
Eine solche Linsenfläche
ermöglicht
Strahlen mit hohem Öffnungswinkel
und ist deshalb insbesondere bei hochaperturigen Systemen von Vorteil.
Insbesondere handelt es sich vorzugsweise um eine Plankonvexlinse,
die in einem Immersionsobjektiv als bildebenenseitig letzte Linse
mit ihrer planen Lichtaustrittsfläche an das Immersionsmedium
angrenzt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist diese Linse eine bildebenenseitig letzte Linse des Projektionsobjektivs.
Gerade in der bildebenenseitig letzte Linse ist die Verwendung relativ
hochbrechender Materialien und damit bei den in Frage kommenden
Materialien auch die Kompensation einer relativ ausgeprägten intrinsischen
Doppelbrechung von besonderer Bedeutung, so dass der erfindungsgemäße Aufbau
in einer solchen Linse besonders vorteilhaft zur Geltung kommt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
sind die Linsenelemente aus einem Material hergestellt, welches
aus der Gruppe ausgewählt
ist, die Granate, insbesondere Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12)
und Yttriumaluminiumgranat (Y3Al5O12), Lithiumbariumfluorid
(LiBaF3) und Spinell, insbesondere Magnesiumspinell (MgAl2O4), enthält. Bei
diesen Materialien mit relativ ausgeprägter intrinsischer Doppelbrechung
kommt der erfindungsgemäße Aufbau
besonders vorteilhaft zur Geltung, so dass vergleichsweise hochbrechende
Materialien mit effektiver Kompensation der intrinsischen Doppelbrechung
eingesetzt werden können.
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Gemäß einer
Ausführungsform
sind wenigstens zwei der wenigstens vier Linsenelemente optisch nahtlos
aneinandergefügt.
Auf diese Weise wirken die in der zwiebelartig aufgebauten Linse
schalenartig zusammengefügten
Elemente hinsichtlich der skalaren Phase bzw. der Wellenfront wiederum
als einzige Linse, so dass unerwünschte,
grenzflächenbedingte
Strahlablenkungen am Übergang
zwischen den Linsenelementen vermieden werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
sind wenigstens zwei der wenigstens vier Linsenelemente durch einen
Spalt voneinander getrennt, so dass im Vergleich zu einem Ansprengen
der Linsenelemente der fertigungstechnische Aufwand reduziert wird.
In diesem Falle ist dieser Spalt zur Vermeidung unerwünschter, grenzflächenbedingter
Strahlablenkungen vorzugsweise mit einer Flüssigkeit gefüllt, welche
eine Brechzahl aufweist, die sich um nicht mehr als 30%, bevorzugt
nicht mehr als 20%, weiter bevorzugt nicht mehr als 10% von den
Brechzahlen der Materialien der angrenzenden Linsenelemente unterscheidet.
Je nach Brechzahlen der Materialien der angrenzenden Linsenelemente
sind geeignete Flüssigkeiten
etwa sogenannte High-Index-Flüssigkeiten,
wie sie auch als Immersionsflüssigkeiten
angrenzend an die Waferebene verwendet werden, wie beispielsweise
Cyclohexan (n ≈ 1.57
bei 193 nm) oder Dekalin (n ≈ 1.65
bei 193 nm).
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Gemäß einer
Ausführungsform
weisen zwei der vier Linsenelemente einen [111]-Kristallschnitt
auf, und die anderen zwei dieser vier Linsenelemente weisen einen
[100]-Kristallschnitt auf. In diesem Falle kann das in Lichtausbreitungsrichtung
erste der vier Linsenelemente einen [111]-Kristallschnitt oder auch
einen [100]-Kristallschnitt aufweisen.
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Die
vier Linsenelemente können
jeweils sphärische
Linsenflächen
aufweisen, wodurch eine relativ einfache Fertigung sowie Anpassung
der Linsenelemente erreicht wird. Ferner kann auch wenigstens eines
der vier Linsenelemente eine asphärische (jedoch bevorzugt weiterhin
rotationssymmetrische) Linsenfläche
aufweisen. In diesem Falle ist zwar der fertigungstechnische Aufwand
größer, es
kann jedoch durch die infolge der Asphärisierung hinzugewonnene Anzahl
an Freiheitsgraden eine noch höhere
polarisationsoptische Optimierung, d.h. weitere Reduzierung der
IDB-bedingten Restverzögerung
erreicht werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung weist ein Projektionsobjektiv einer
mikrolithographischen Projektionsbelichtungsanlage, zur Abbildung
einer in einer Objektebene positionierbaren Maske auf eine in einer
Bildebene positionierbare lichtempfindliche Schicht, eine optische
Achse auf und umfasst wenigstens eine Linse, welche aus wenigstens
vier Linsenelementen aus intrinsisch doppelbrechendem Material zusammengesetzt
ist, die entlang der optischen Achse hintereinander angeordnet sind,
wobei für
wenigstens eines dieser vier Linsenelemente die optische Achse parallel
zu einer Kristallorientierung dieses Linsenelementes ist, welche
sich von der [100]-Kristallorientierung, der [110]-Kristallorientierung
und der [111]-Kristallorientierung, sowie den hierzu jeweils äquivalenten
Kristallorientierungen, unterscheidet.
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Gemäß diesem
Aspekt betrifft die Erfindung somit ein Projektionsobjektiv mit
einer aus wenigstens vier Linsenelementen zusammengesetzten Linse,
wobei wenigstens eines dieser Linsenelemente eine „freie" Kristallorientierung
aufweist, somit also nicht in einem der Hauptkristallschnitte [100],
[110] und [111] vorliegt. Durch diese „freie" Kristallorientierung werden zusätzliche
Freiheitsgrade eingeführt,
wodurch (analog etwa zur Ersetzung einer sphärischen Linsenfläche durch
eine asphärische
Linsenfläche)
die Optimierungsmöglichkeiten verbessert
werden. Des Weiteren konnte bei dem erfindungsgemäßen Übergang
zu einer „freien" Kristallorientierung
eine Reduzierung der Phase der (1,1)-Jones-Pupille erreicht werden,
wodurch gegebenenfalls auch spezielle weitere Anforderungen an die
optische Abbildung besser erfüllt
werden können.
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Zu
bevorzugten Ausgestaltungen und Vorteilen gelten die vorstehenden
Ausführungen
entsprechend.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine Linse mit den oben beschriebenen
Merkmalen, wobei zu bevorzugten Ausgestaltungen und Vorteilen auf
die vorstehenden Ausführungen
hinsichtlich des Projektionsobjektivs verwiesen wird. Die Erfindung
betrifft auch eine mikrolithographische Projektionsbelichtungsanlage,
ein Verfahren zur mikrolithographischen Herstellung mikrostrukturierter
Bauelemente sowie ein mikrostrukturiertes Bauelement.
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Weitere
Ausgestaltungen der Erfindung sind der Beschreibung sowie den Unteransprüchen zu
entnehmen.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigefügten Abbildungen
dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 einen
Meridional-Gesamtschnitt durch ein vollständiges katadioptrisches Projektionsobjektiv gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 einen
detaillierten Linsenschnitt der bildseitig letzten Linse des Projektionsobjektivs
von 1;
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3 einen
detaillierten Linsenschnitt einer bildseitig letzten Linse gemäß einer
weiteren Ausführungsform;
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4 die
Verzögerung
(in nm) einer Linse mit [111]-Orientierung
von herkömmlichem
Aufbau ohne gegeneinander verdrehte Linsenelemente;
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5 die
Verzögerung
(in nm) einer Linse mit [100]-Orientierung
von herkömmlichem
Aufbau ohne gegeneinander verdrehte Linsenelemente;
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6a, b die resultierende Verzögerung (in
nm) unter Berücksichtigung
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der bildseitig letzten Linse mit dem in 2 gezeigten
Aufbau in dem Projektionsobjektiv von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (6a) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (6b);
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7a, b die resultierende Verzögerung (in
nm) unter Berücksichtigung
einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der bildseitig letzten Linse mit dem in 3 gezeigten
Aufbau in dem Projektionsobjektiv von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (7a) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (7b);
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8–9 jeweils
einen detaillierten Linsenschnitt einer bildseitig letzten Linse
mit nicht-alternierendem Aufbau der einzelnen Linsenelemente;
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10a, b die resultierende Verzögerung (in
nm) bei Verwendung einer Linse mit dem in 8 gezeigten
Aufbau für
ein von der Objektfeldmitte (10a)
ausgehendes Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (10b);
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11a, b die resultierende Verzögerung (in
nm) bei Verwendung einer Linse mit dem in 9 gezeigten
Aufbau für
ein von der Objektfeldmitte (11a)
ausgehendes Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (11b);
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12 einen
detaillierten Linsenschnitt einer bildseitig letzten Linse gemäß einer
Ausführungsform der
Erfindung mit freien Kristallorientierungen;
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13a–c
für die
erfindungsgemäße Linse
mit freien Kristallorientierungen gemäß 12 für ein von der
Objektfeldmitte ausgehendes Strahlenbündel die resultierende Verzögerung (13a, in nm) sowie die Phase (13b, in nm) und Amplitude (13c) der (1,1)-Jones-Pupille;
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14a–c
für eine
erfindungsgemäße Linse
mit freien Kristallorientierungen gemäß 12 für ein vom
Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel die resultierende Verzögerung (14a, in nm) sowie die Phase (14b, in nm) und Amplitude (14c) der (1,1)-Jones-Pupille; und
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15 eine
schematische Darstellung des Aufbaus einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage.
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Gemäß 1 ist
ein Projektionsobjektiv 100 gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Designdaten dieses Projektionsobjektivs 100 sind
in Tabelle 1 aufgeführt.
Dabei ist in Spalte 1 die Nummer der jeweiligen brechenden oder
in anderer Weise ausgezeichneten optischen Fläche, in Spalte 2 der Radius
r dieser Fläche
(in mm), in Spalte 3 der als Dicke bezeichnete Abstand dieser Fläche zur
nachfolgenden Fläche
(in mm), in Spalte 4 das auf die jeweilige Fläche folgende Material, in Spalte
5 die Brechzahl dieses Materials bei λ = 193 nm und in Spalte 6 der optisch
nutzbare freie halbe Durchmesser der optischen Komponente angegeben.
Radien, Dicken und halbe Durchmesser sind in Millimetern angegeben.
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Die
in 1 mit kurzen waagerechten Strichen gekennzeichneten
und in Tabelle 2 spezifizierten Flächen sind asphärisch gekrümmt, wobei
die Krümmung
dieser Flächen
durch die nachfolgende Asphärenformel gegeben
ist:
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Dabei
sind P die Pfeilhöhe
der betreffenden Fläche
parallel zur optischen Achse, h der radiale Abstand von der optischen
Achse, r der Krümmungsradius
der betreffenden Fläche,
cc die (in Tabelle 2 mit K bezeichnete) konische Konstante und C1,
C2, ... die in Tabelle 2 aufgeführten
Asphärenkonstanten.
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Gemäß 1 weist
das Projektionsobjektiv 100 in einem katadioptrischen Aufbau
ein erstes optisches Teilsystem 110, ein zweites optisches
Teilsystem 120 und ein drittes optisches Teilsystem 130 auf.
Im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist unter einem „Teilsystem" stets eine solche
Anordnung optischer Elemente zu verstehen, durch die ein reales
Objekt in ein reales Bild oder Zwischenbild abgebildet wird. Mit
anderen Worten umfasst jedes Teilsystem, ausgehend von einer bestimmten
Objekt- oder Zwischenbildebene, stets sämtliche optischen Elemente
bis zum nächsten
realen Bild oder Zwischenbild.
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Das
erste optische Teilsystem 110 umfasst eine Anordnung von
refraktiven Linsen 111–118 und
bildet die Objektebene "OP" in ein erstes Zwischenbild
IMI1 ab, dessen ungefähre
Lage in 1 durch einen Pfeil angedeutet
ist. Dieses erste Zwischenbild IMI1 wird durch das zweite optische
Teilsystem 120 in ein zweites Zwischenbild IMI2 abgebildet,
dessen ungefähre
Lage in 1 ebenfalls durch einen Pfeil
angedeutet ist. Das zweite optische Teilsystem 120 umfasst
einen ersten Konkavspiegel 121 und einen zweiten Konkavspiegel 122,
welche jeweils in zur optischen Achse senkrechter Richtung so „abgeschnitten" sind, dass eine
Lichtausbreitung jeweils von den reflektierenden Flächen der
Konkavspiegel 121, 122 bis hin zur Bildebene „IP" erfolgen kann. Das
zweite Zwischenbild IMI2 wird durch das dritte optische Teilsystem 130 in
die Bildebene IP abgebildet.
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Das
dritte optische Teilsystem 130 umfasst eine Anordnung von
refraktiven Linsen 131–143.
Dabei handelt es sich bei der bildebenenseitig letzten Linse 143 um
eine Plankonvexlinse mit objektebenenseitig konvex gekrümmter Linsenfläche. Diese
Linse 143 ist gemäß der vorliegenden
Erfindung aus insgesamt vier Linsenelementen zusammengesetzt, wie
nachfolgend unter Bezugnahme auf 2 erläutert wird.
Zwischen der Lichtaustrittsfläche
der Linse 143 und der in der Bildebene IP im Betrieb des
Projektionsobjektivs 100 angeordneten lichtempfindlichen
Schicht befindet sich eine Immersionsflüssigkeit, die im Ausführungsbeispiel
bei einer Arbeitswellenlänge
von 193 nm einen Brechungsindex von nImm ≈ 1.65 aufweist.
Eine zu diesem Zweck beispielsweise geeignete Immersionsflüssigkeit
trägt die
Bezeichnung „Dekalin". Eine weitere geeignete
Immersionsflüssigkeit
ist Cyclohexan (nImm ≈ 1.57 bei 193 nm).
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In 2 ist
ein detaillierter Linsenschnitt der bildseitig letzten Linse 143 des
Projektionsobjektivs 100 von 1 dargestellt.
Die Linse 143 ist aus insgesamt vier Linsenelementen 143a, 143b, 143c und 143d zusammengesetzt,
die entlang der optischen Achse OA hintereinander angeordnet sind.
Die Linsenelemente 143a–143d sind jeweils
aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12, LuAG) hergestellt,
dessen maximale intrinsische Doppelbrechung bei einer Wellenlänge von
193 nm 30,1 nm/cm beträgt.
Die Linsenflächen
bzw. optischen Wirkflächen
der einzelnen Linsenelemente 143a–143d sind in dem
Ausführungsbeispiel
unter fertigungstechnologischen Aspekten sphärisch gewählt, können jedoch alternativ auch
asphärisch
sein, um durch die hierdurch hinzugewonnene Anzahl an Freiheitsgraden
eine noch weitergehende polarisationsoptische Optimierung, d.h.
weitere Reduzierung der Restverzögerung
zu erreichen.
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Ferner
befinden sich die jeweils aufeinander folgenden Linsenelemente 143a–143d der
Linse 143 in dem Ausführungsbeispiel
in unmittelbarem Kontakt miteinander, indem sie etwa durch Ansprengen
optisch nahtlos aneinander gefügt
sind. Alternativ können
diese Linsenelemente jedoch auch durch einen Spalt getrennt sein,
wobei dieser Spalt dann vorzugsweise mit einer Flüssigkeit
gefüllt
ist, die eine Brechzahl aufweist, die sich von der jeweiligen Brechzahl
der Materialien der angrenzenden Linsenelemente um nicht mehr als 30%,
bevorzugt nicht mehr als 20%, weiter bevorzugt nicht mehr als 10%
unterscheidet.
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Aus
Tabelle 3 sind die einzelnen Linsenparameter der Linsenelemente 143a–143d ersichtlich.
Dabei ist in Spalte 1 die Nummer der jeweiligen Linsenelementfläche, in
Spalte 2 der Radius r dieser Fläche
(in mm), in Spalte 3 der als Dicke bezeichnete Abstand dieser Fläche zur
nachfolgenden Fläche
(in mm), in Spalte 4 der optisch nutzbare freie halbe Durchmesser
des auf die Fläche
folgenden Linsenelementes und in Spalte 5 die Orientierung (bzw.
der Kristallschnitt) dieses Linsenele mentes angegeben. Radien, Dicken
und halbe Durchmesser sind wiederum jeweils in Millimetern angegeben.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
von 2 und Tabelle 3 weisen von den Linsenelementen 143a–143d paarweise
jeweils zwei dieser Linsenelemente den gleichen Kristallschnitt
auf und sind um die optische Achse OA gegeneinander verdreht angeordnet.
Genauer weisen das entlang der optischen Achse OA bzw. in Lichtausbreitungsrichtung
erste Linsenelement 143a und das dritte Linsenelement 143c einen [111]-Kristallschnitt
auf, d.h. in diesen Linsenelementen ist die [111]-Kristallachse
parallel zur optischen Achse OA des Projektionsobjektivs 100.
Das entlang der optischen Achse OA bzw. in Lichtausbreitungsrichtung
zweite Linsenelement 143b und das vierte Linsenelement 143d weisen
einen [100]-Kristallschnitt auf, d.h. in diesen Linsenelementen
ist die [100]-Kristallachse parallel zur optischen Achse OA des
Projektionsobjektivs 100. Die vier Linsenelemente 143a–143d sind
somit in einer in Bezug auf den Kristallschnitt abwechselnden Reihenfolge
angeordnet. Des Weiteren sind die im [111]-Kristallschnitt vorliegenden
Linsen 143a und 143c um einen Winkel von 60° um die optische
Achse OA gegeneinander verdreht („geclockt"), und die im [100]-Kristallschnitt vorliegenden
Linsen 143b und 143d sind um einen Winkel von
45° um die
optische Achse OA gegeneinander verdreht.
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Wenngleich
die zuvor genannten Drehwinkel („Clockingwinkel") der im [111]-Kristallschnitt
vorliegenden Linsen (von 60°)
bzw. der im [100]-Kristallschnitt vorliegenden Linsen (von 45°) die für die gewählte Anordnung
im Hinblick auf die Minimierung der IDB-bedingten Restverzögerung optimalen
Werte darstellen, ist die Erfindung selbstverständlich nicht auf diese Winkel
beschränkt,
da auch bei abweichenden Drehwinkeln bereits eine Teilkompensation
erreicht werden kann.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
einer in dem Projektionsobjektiv 100 von 1 erfindungsgemäß als bildebenenseitig
letzte Linse einsetzbaren Linse 255 ist in 3 dargestellt
und aus Linsenelementen 255a–255d zusammengesetzt,
wobei die Linsenparameter dieser Linsenelemente 255a–255d aus
Tabelle 4 ersichtlich sind. Die Linsenelemente 255a–255d sind
ebenfalls jeweils aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12, LuAG) hergestellt.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
von 3 und Tabelle 4 weisen von den Linsenelementen 255a–255d ebenfalls
paarweise jeweils zwei dieser Linsenelemente den gleichen Kristallschnitt
auf und sind um die optische Achse OA gegeneinander verdreht angeordnet.
Genauer weisen das entlang der optischen Achse bzw. in Lichtausbreitungsrichtung
erste Linsenelement 255a und das dritte Linsenelement 255c einen [100]-Kristallschnitt
auf, d.h. in diesen Linsenelementen ist die [100]-Kristallachse
parallel zur optischen Achse OA des Projektionsobjektivs. Das entlang
der optischen Achse bzw. in Lichtausbreitungsrichtung zweite Linsenelement 255b und
das vierte Linsenelement 255d weisen einen [111]-Kristallschnitt
auf, d.h. in diesen Linsenelementen ist die [111]-Kristallachse
parallel zur optischen Achse OA des Projektionsobjektivs 100.
Die vier Linsenelemente sind somit ebenfalls in einer in Bezug auf
den Kristallschnitt abwechselnden Reihenfolge angeordnet. Des Weiteren
sind, insoweit analog zu der Ausführungsform von 2,
die im [100]-Kristallschnitt vorliegenden Linsen 255a und 255c um
einen Winkel von 45° um
die optische Achse OA gegeneinander verdreht, und die im [111]-Kristallschnitt
vorlie genden Linsen 255b und 255d sind um einen
Winkel von 60° um die
optische Achse OA gegeneinander verdreht.
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Die
Erfindung ist nicht auf die bei den Ausführungsbeispielen von 2 und 3 vorliegenden
Kristallschnitte [100] bzw. [111] beschränkt. Vielmehr können in
Abwandlung dieser Ausführungsformen
die wenigstens vier Linsenelemente, aus denen die erfindungsgemäß aufgebaute
Linse zusammengesetzt sind, auch paarweise jeweils einen zueinander übereinstimmenden,
jedoch vom [100]- und/oder [111]-Kristallschnitt verschiedenen Kristallschnitt
aufweisen und um die optische Achse gegeneinander verdreht angeordnet
sein, wobei -insoweit analog zu 2 und 3-
die Linsenelemente in einer in Bezug auf den Kristallschnitt abwechselnden
Reihenfolge angeordnet sind.
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In 6a, b ist die resultierende Verzögerung unter
Berücksichtigung
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der bildebenenseitig letzten Linse mit dem in 2 gezeigten
Aufbau in dem Projektionsobjektiv von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (6a) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (6b)
dargestellt. Zum Vergleich zeigt 4 die Verzögerung einer
Linse mit [111]-Kristallschnitt von herkömmlichem Aufbau, d.h. ohne
den erfindungsgemäßen Aufbau
aus wenigstens vier gegeneinander verdrehten Linsenelementen.
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In 7a, b ist die resultierende Verzögerung unter
Berücksichtigung
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der bildseitig letzten Linse mit dem in 3 gezeigten
Aufbau in dem Projektionsobjektiv von 1 für ein von
der Objektfeldmitte (7a) ausgehendes
Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (7b)
dargestellt. Zum Vergleich zeigt 5 die Verzögerung einer
Linse mit [100]-Kristallschnitt von herkömmlichem Aufbau, d.h. ohne
den erfindungsgemäßen Aufbau
aus wenigstens vier gegeneinander verdrehten Linsenelementen.
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Aus
dem Vergleich der Ergebnisse von 4–5 einerseits
mit denjenigen von 6–7 andererseits
ist zunächst
ersichtlich, dass durch den erfindungsgemäßen Aufbau aus wenigstens vier
gegeneinander verdrehten Linsenelementen eine wesentliche Reduzierung
der Restverzögerung
im Vergleich zu einem herkömmlichen
Aufbau einer Linse mit [111]- oder [100]-Kristallschnitt erreicht wird.
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In 8 und 9 sind
zum Vergleich mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung weitere detaillierte Linsenschnitte
einer letzten Linse 360 bzw. 470 dargestellt.
Diese Linsen sind ebenfalls aus insgesamt vier entlang der optischen
Achse OA hintereinander angeordneten Linsenelementen 360a–360d bzw. 470a–470d zusammengesetzt.
Dabei ist jedoch die Reihenfolge dieser Linsenelemente in Bezug
auf den Kristallschnitt nicht-alternierend
gewählt,
d.h. die Linsenelemente gleichen Kristallschnittes sind paarweise
benachbart zueinander angeordnet. Dabei liegt in der Linse 360 gemäß 8 das
erste Paar von Linsenelementen 360a und 360b im
[111]-Kristallschnitt vor, wohingegen in der Linse 470 gemäß 9 das
erste Paar von Linsenelementen 470a und 470b im
[100]-Kristallschnitt vorliegt. Aus Tabelle 5 und 6 sind die einzelnen
Linsenparameter der Linsenelemente 360a–360d bzw. 470a–470d ersichtlich.
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In 10a, b ist die resultierende Verzögerung bei
Verwendung einer Linse mit dem in 8 gezeigten
Aufbau für
ein von der Objektfeldmitte (10a)
ausgehendes Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (10b)
dargestellt. In 11, b ist die resultierende
Verzögerung
bei Verwendung einer Linse mit dem in 9 gezeigten
Aufbau für
ein von der Objektfeldmitte (11a)
ausgehendes Strahlenbündel
und für
ein vom Objektfeldrand ausgehendes Strahlenbündel (11b)
dargestellt.
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Ein
Vergleich der Ergebnisse von 6, 7 einerseits
mit denjenigen von 10, 11 andererseits
zeigt, dass ausgehend von einem Aufbau der Linse aus wenigstens
vier gegeneinander verdrehten Linsenelementen bei der erfindungsgemäßen, in
Bezug auf die Kristallorientierung alternierenden Anordnung dieser
Linsenelemente (vgl. 6, 7) um etwa
einen Faktor 2 geringere Werte der Verzögerung erreicht werden im Vergleich
zu einer in Bezug auf die Kristallorientierung nicht-alternierenden, d.h.
paarweisen Anordnung dieser Linsenelemente (vgl. 10, 11).
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
können
eines oder sämtliche
der Linsenelemente der erfindungsgemäß aufgebauten Linse auch freie
Kristallorientierungen aufweisen, wie im Weiteren unter Bezugnahme
auf 12 bis 14 erläutert wird.
-
In 12 ist
ein detaillierter Linsenschnitt einer bildseitig letzten Linse 580 dargestellt,
welche ebenfalls in einem Projektionsobjektiv mit z.B. einem Aufbau
analog zu dem von 1 einsetzbar ist. Die Linse 580 ist
wiederum aus insgesamt vier Linsenelementen 580a, 580b, 580c und 580d zusammengesetzt,
die entlang der optischen Achse OA hintereinander angeordnet sind.
Die Linsenelemente 580a–580d sind ebenfalls
jeweils aus Lutetiumaluminiumgranat (Lu3Al5O12, LuAG) hergestellt.
Die Linsenflächen
bzw. optischen Wirkflächen
der einzelnen Linsenelemente 580a–580d sind in dem
Ausführungsbeispiel
wiederum unter fertigungstechnologischen Aspekten sphä risch gewählt, können jedoch
alternativ auch asphärisch
sein, um durch die hierdurch hinzugewonnene Anzahl an Freiheitsgraden
eine noch weitergehende polarisationsoptische Optimierung, d.h.
weitere Reduzierung der Restverzögerung
zu erreichen. Ferner befinden sich die jeweils aufeinander folgenden
Linsenelemente 580a–580d der
Linse 580 wiederum in dem Ausführungsbeispiel in unmittelbarem
Kontakt miteinander, indem sie etwa durch Ansprengen optisch nahtlos
aneinander gefügt
sind. Alternativ können
diese Linsenelemente jedoch auch durch einen, z.B. wie bereits oben
beschrieben mit einer Flüssigkeit
gefüllten,
Spalt getrennt sein.
-
Aus
Tabelle 7 sind die einzelnen Linsenparameter der Linsenelemente 580a–580d ersichtlich.
Dabei ist in Spalte 1 die Nummer der jeweiligen Linsenelementfläche, in
Spalte 2 der Radius r dieser Fläche
(in mm), in Spalte 3 der als Dicke bezeichnete Abstand dieser Fläche zur
nachfolgenden Fläche
(in mm), in Spalte 4 der optisch nutzbare freie halbe Durchmesser
des auf die Fläche
folgenden Linsenelementes und in Spalte 5 die Kristallorientierung
dieses Linsenelementes angegeben. Radien, Dicken und halbe Durchmesser
sind wiederum jeweils in Millimetern angegeben. Die Kristallorientierung
wird in Tabelle 7 über
die drei Euler-Winkel φ, θ, ψ angegeben,
welche wie folgt definiert sind: Ein anfangs mit dem raumfesten
Mediensystem (x, y, z) identisches Koordinatensystem wird durch
die nachfolgenden Koordinatensystemdrehungen in das Hauptachsensystem
(x', y', z') des Kristalls gedreht:
1. Drehung um z-Achse um den Winkel φ, 2. Drehung um x-Achse um den
Winkel θ,
3. Drehung um z-Achse um den Winkel ψ. Ein Kristall mit [100]-Orientierung
lässt sich
demnach beschreiben durch die Euler-Winkel φ = 0°, θ = 0°, ψ = beliebig, während ein
Kristall mit [111]-Orientierung beschrieben wird durch die Euler-Winkel φ = 45°, θ = 54.736°, ψ = beliebig.
-
Anders
als in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen weist die
optische Systemachse OA bei den Linsenelementen 580a–580d der
Linse 580 nicht in Richtung der [100]-Kristallorientierung, der [110]-Kristallorientierung,
der [111]-Kristallorientierung oder in Richtung von einer zu diesen
Kristallorientierungen (aufgrund der Symmetrieeigenschaften kubischer
Kristalle) äquivalenten
Hauptkristallorientierung. Wenngleich diese Abweichung der Kristallorientierung
von einer der zuvor genannten Hauptkristallorientierungen bei dem
Ausführungsbeispiel
von 12 für
sämtliche
der Linsenelemente 580a–580d gegeben ist
(lediglich das Linsenelement 580a liegt annähernd in
einem [111]-Kristallschnitt vor), ist die Erfindung nicht hierauf
beschränkt,
sondern umfasst in Abwandlung von dem konkreten Beispiel von 12 auch
alle Fälle,
in denen zumindest für
eines der wenigstens vier Linsenelemente die optische Systemachse
nicht parallel zu einer der o.g. Hauptkristallorientierungen ist.
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In 13a–c
sind für
die Linse 580 mit freien Kristallorientierungen für ein von
der Objektfeldmitte ausgehendes Strahlenbündel die resultierende Verzögerung (13a) sowie die Phase (13b)
und Amplitude (13c) der (1,1)-Jones-Pupille dargestellt.
Entsprechend sind in 14a–c für die Linse 580 für ein vom Objektfeldrand
ausgehendes Strahlenbündel
die resultierende Verzögerung
(14a) sowie die Phase (14b) und Amplitude (14c)
der (1,1)-Jones-Pupille
dargestellt. Wie aus 13b und 14b ersichtlich, wird im Ausführungsbeispiel
die Phase auf sehr kleine Werte im Bereich von maximal 1.5 nm reduziert.
Gemäß 13a und 14c erreicht
zwar die Amplitude in den Quadranten (unter den 45°-Positionen)
Werte im Bereich bis etwa 0.9. Hiervon sind jedoch Abbildungen,
bei denen vorrangig die Bereiche der x- und y-Achse in der Pupille
genutzt werden, nur wenig beeinträchtigt.
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15 zeigt
eine schematische Darstellung des Aufbaus einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage.
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Gemäß 15 weist
eine Projektionsbelichtungsanlage 600 eine Beleuchtungseinrichtung 601 und ein
Projektionsobjektiv 602 auf. Das Projektionsobjektiv 602 umfasst
eine lediglich schematisch angedeutete Linsenanordnung 603,
durch die eine optische Achse OA definiert wird. Zwischen der Beleuchtungseinrichtung 601 und
dem Projektionsobjektiv 602 ist eine Maske 604 angeordnet,
die mittels eines Maskenhalters 605 im Strahlengang gehalten
wird. Die Maske 604 weist eine Struktur im Mikrometer-
bis Nanometer-Bereich auf, die mittels des Projektionsobjektives 602 beispielsweise
um den Faktor 4 oder 5 verkleinert auf eine Bildebene IP abgebildet
wird. In der Bildebene IP wird ein durch einen Substrathalter 607 positioniertes
lichtempfindliches Substrat 606, bzw. ein Wafer, gehalten.
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Wenn
die Erfindung auch anhand spezieller Ausführungsformen beschrieben wurde,
erschließen
sich für
den Fachmann zahlreiche Variationen und alternative Ausführungsformen,
z.B. durch Kombination und/oder Austausch von Merkmalen einzelner
Ausführungsformen.
Dementsprechend versteht es sich für den Fachmann, dass derartige
Variationen und alternative Ausführungsformen
von der vorliegenden Erfindung mit umfasst sind, und die Reichweite
der Erfindung nur im Sinne der beigefügten Patentansprüche und
deren Äquivalente
beschränkt
ist. Tabelle 1 (DESIGNDATEN zu Fig. 1): (NA = 1.55; Wellenlänge 193 nm)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | MATERIAL | BRECHZAHL | HALBDURCHMESSER |
| | | | | | |
| 0 | 0,000000 | 52,291526 | | | 62,5 |
| 1 | 185,414915 | 36,606310 | SILUV | 1,560364 | 93,9 |
| 2 | –2368,330782 | 103,305956 | | | 94,5 |
| 3 | 1135,440971 | 81,730311 | SILUV | 1,560364 | 101,4 |
| 4 | –836,574481 | 7,626264 | | | 101,9 |
| 5 | 642,761068 | 10,166290 | SILUV | 1,560364 | 94,3 |
| 6 | –28777,509893 | 17,021812 | | | 92,4 |
| 7 | 374,784051 | 23,493394 | SILUV | 1,560364 | 88,9 |
| 8 | –739,574652 | 12,599110 | | | 86,7 |
| 9 | 0,000000 | 0,000000 | SILUV | 1,560364 | 82,0 |
| 10 | 0,000000 | 35,701682 | | | 82,0 |
| 11 | –287,062457 | 8,020868 | SILUV | 1,560364 | 87,6 |
| 12 | –260,605102 | 8,348886 | | | 89,8 |
| 13 | 356,037256 | 34,761348 | SILUV | 1,560364 | 102,3 |
| 14 | –1139,573155 | 45,988038 | | | 103,0 |
| 15 | –297,853763 | 10,898517 | SILUV | 1,560364 | 100,8 |
| 16 | –286,492576 | 442,012212 | | | 102,4 |
| 17 | –186,492728 | –232,661918 | REFL | | 162,7 |
| 18 | 213,357562 | 272,661219 | REFL | | 150,8 |
| 19 | 186,190755 | 63,407664 | SILUV | 1,560364 | 143,4 |
| 20 | 559,595962 | 102,212676 | | | 138,9 |
| 21 | 336,987586 | 10,146122 | SILUV | 1,560364 | 98,0 |
| 22 | 98,067417 | 59,917522 | | | 83,0 |
| 23 | 2014,227818 | 10,231531 | SILUV | 1,560364 | 83,9 |
| 24 | 209,706892 | 5,218396 | | | 88,7 |
| 25 | 187,199398 | 16,497859 | SILUV | 1,560364 | 90,5 |
| 26 | 563,378273 | 25,195888 | | | 92,4 |
| 27 | –358,535155 | 9,999385 | SILUV | 1,560364 | 95,4 |
| 28 | –369,270277 | 4,329131 | | | 104,5 |
| 29 | 6342,575536 | 49,942200 | SILUV | 1,560364 | 124,0 |
| 30 | –323,631832 | 0,997442 | | | 127,3 |
| 31 | –503,301175 | 35,880564 | SILUV | 1,560364 | 129,5 |
| 32 | –236,865310 | 0,997844 | | | 132,5 |
| 33 | –1601,468501 | 29,219759 | SILUV | 1,560364 | 133,0 |
| 34 | –298,758201 | 1,000000 | | | 134,0 |
| 35 | 808,661277 | 24,892404 | SILUV | 1,560364 | 130,1 |
| 36 | –2015,744411 | 1,000000 | | | 128,8 |
| 37 | 232,975060 | 41,179286 | SILUV | 1,560364 | 120,7 |
| 38 | 2382,195206 | 1,000000 | | | 116,6 |
| 39 | 192,288001 | 45,336304 | SILUV | 1,560364 | 110,2 |
| 40 | –1085,511304 | 1,000000 | | | 107,6 |
| 41 | 139,778134 | 25,996093 | SILUV | 1,560364 | 84,0 |
| 42 | 482,429105 | 1,000000 | | | 78,8 |
| 43 | 83,925256 | 60,000000 | LUAG | 2,143500 | 60,2 |
| 44 | 0,000000 | 3,100000 | HIINDEX | 1,650000 | 24,1 |
| 45 | 0,000000 | 0,000000 | | | 15,6 |
Tabelle 2: (ASPHÄRISCHE KONSTANTEN zu Fig. 1):
| Fläche | 1 | 4 | 6 | 8 | 12 |
| K | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| C1 | –6,447148E-08 | –1,825065E-07 | 7,288539E-08 | 1,468587E-07 | –8,341858E-09 |
| C2 | 3,904192E-12 | 1,875167E-12 | 4,464300E-12 | –6,136079E-12 | 3,035481E-12 |
| C3 | –1,742805E-16 | 9,471479E-16 | –3,280221E-16 | –6,664138E-16 | 1,950958E-16 |
| C4 | –2,099949E-21 | –3,417617E-20 | –1,914887E-20 | –1,246213E-20 | 6,966650E-21 |
| C5 | 1,526611E-24 | –3,618274E-24 | 5,811541E-24 | 4,088277E-24 | 1,855444E-24 |
| C6 | –1,341115E-28 | 3,456865E-28 | –6,504073E-28 | 7,614765E-29 | –1,407831E-28 |
| C7 | 3,864081E-33 | –8,427102E-33 | 3,066152E-32 | –1,622968E-32 | –3,044932E-33 |
| | | | | | |
| Fläche | 14 | 15 | 17 | 18 | 20 |
| K | 0 | 0 | –1,9096 | –0,5377 | 0 |
| C1 | –5,818454E-08 | –3,254341E-08 | –2,658999E-08 | –1,536262E-10 | –8,785831E-09 |
| C2 | –2,919573E-13 | 3,968952E-13 | 1,561056E-13 | –2,682680E-15 | 5,646919E-13 |
| C3 | 3,209102E-17 | –2,807842E-17 | –4,132973E-18 | –3,645198E-20 | –6,454482E-18 |
| C4 | 3,126755E-22 | 4,190647E-21 | 5,067872E-23 | 1,499409E-24 | –2,410154E-22 |
| C5 | 3,818902E-25 | –3,741144E-25 | –9,622504E-28 | 1,222432E-28 | 1,104073E-26 |
| C6 | –8,486242E-30 | 3,532694E-29 | 1,189984E-32 | –6,277586E-33 | –2,437139E-31 |
| C7 | –2,419178E-34 | –1,204525E-33 | –1,166383E-37 | 1,594458E-37 | 2,163229E-36 |
| | | | | | |
| Fläche | 21 | 23 | 25 | 28 | 29 |
| K | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| C1 | 6,965245E-08 | –9,869141E-08 | –3,835477E-08 | 1,214957E-07 | 5,348537E-08 |
| C2 | –2,619816E-13 | 3,468310E-12 | –7,670508E-12 | 1,647962E-12 | 2,629539E-12 |
| C3 | 9,867326E-18 | –1,114544E-15 | 7,876676E-16 | –5,350727E-16 | –5,067530E-16 |
| C4 | –6,513277E-21 | 1,484338E-19 | –1,643323E-19 | 3,115581E-20 | 4,241183E-20 |
| C5 | 1,222326E-25 | –2,541221E-23 | 1,862076E-23 | –6,028858E-24 | –2,286931E-24 |
| C6 | –7,772178E-30 | 2,753259E-27 | –1,538795E-27 | 5,836667E-28 | 6,869266E-29 |
| C7 | –1,760691E-33 | –1,058751E-31 | 6,396967E-32 | –1,784413E-32 | –8,391190E-34 |
| | | | | | |
| Fläche | 31 | 33 | 36 | 38 | 40 |
| K | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| C1 | 3,570488E-09 | –1,108288E-08 | 1,098120E-08 | 3,498535E-09 | 4,009017E-08 |
| C2 | –2,899790E-13 | –5,556755E-13 | –8,319264E-13 | 1,277784E-12 | –5,714125E-12 |
| C3 | 1,081327E-16 | –3,884368E-18 | 3,311901E-17 | –7,357487E-17 | 6,202718E-16 |
| C4 | –1,172829E-20 | 1,842426E-21 | 7,733186E-23 | 1,115535E-21 | –5,344939E-20 |
| C5 | 2,404194E-25 | 3,001406E-27 | –1,051458E-26 | 2,894369E-25 | 3,354852E-24 |
| C6 | 1,461820E-29 | –7,804121E-30 | –4,556477E-30 | –1,579978E-29 | –1,359158E-28 |
| C7 | –5,103661E-34 | 2,042295E-34 | 1,779547E-34 | 3,499951E-34 | 2,690400E-33 |
| | | | | | |
| Fläche | 42 | | | | |
| K | 0 | | | | |
| C1 | 6,190270E-09 | | | | |
| C2 | 1,866031E-11 | | | | |
| C3 | –3,186549E-15 | | | | |
| C4 | 5,219881E-19 | | | | |
| C5 | –6,008898E-23 | | | | |
| C6 | 4,502251E-27 | | | | |
| C7 | –1,632255E-31 | | | | |
Tabelle 3: (DESIGNDATEN zu Fig. 2)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | HALBDURCHMESSER | ORIENTIERUNG |
| 43 | 83,925256 | 18,811177 | 59,352000 | [111],
0° |
| 43-1 | 71,231464 | 12,333822 | 47,005000 | [100],
0° |
| 43-2 | 67,178888 | 17,981551 | 39,406000 | [111],
60° |
| 43-3 | 112,134029 | 10,873450 | 29,975000 | [100],
45° |
Tabelle 4: (DESIGNDATEN zu Fig. 3)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | HALBDURCHMESSER | ORIENTIERUNG |
| 55 | 83,925256 | 12,607042 | 59,352000 | [100],
0° |
| 55-1 | 77,135134 | 17,932508 | 51,420000 | [111],
0° |
| 55-2 | 69,245362 | 12,671515 | 40,045000 | [100],
45° |
| 55-3 | 83,666266 | 16,788934 | 33,150000 | [111],
60° |
Tabelle 5: (DESIGNDATEN zu Fig. 8)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | HALBDURCHMESSER | ORIENTIERUNG |
| 60 | 83,925256 | 19,035457 | 59,352000 | [111],
0° |
| 60-1 | 76,747847 | 18,570918 | 47,807000 | [111],
60° |
| 60-2 | 79,720372 | 11,251608 | 36,706000 | [100],
0° |
| 60-3 | 89,328649 | 11,142019 | 29,359000 | [100],
45° |
Tabelle 6: (DESIGNDATEN zu Fig. 9)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | HALBDURCHMESSER | ORIENTIERUNG |
| 70 | 83,925256 | 12,393240 | 59,352000 | [100],
0° |
| 70-1 | 76,816691 | 13,261777 | 51,476000 | [100],
45° |
| 70-2 | 77,973028 | 17,501591 | 44,111000 | [111],
0° |
| 70-3 | 82,294822 | 16,843390 | 33,101000 | [111],
60° |
Tabelle 7: (DESIGNDATEN zu Fig. 12)
| FLÄCHE | RADIUS | DICKE | HALB- DURCHMESSER | Euler-Winkel φ, θ, ψ |
| 80 | 83.925255 | 18.511684 | 59.352 | 45.00°, 54.74°, 0° |
| 80-1 | 88.452895 | 10.271444 | 49.77 | 68.67°, –1.62°, –64.28° |
| 80-2 | 88.273071 | 15.476090 | 43.292 | 43.54°, 55.62°, 61.84° |
| 80-3 | 67.128546 | 15.740778 | 31.226 | 31.43°, 4.97°, 14.66° |