DE102006036024B4 - Zerlegbarer Leichtsitz - Google Patents
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-
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Abstract
Vorrichtung mit einer Fläche (5) zum darauf Sitzen und sich Anlehnen, wobei die Fläche (5) mit ihrem oberen Randbereich an einem oberen waagerechten Teil befestigbar ist, dessen/deren zwei Enden durch ein zusammenklappbares Gerüst insbesondere Gestänge (7, 8) gehalten ist, das sich am Boden abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass das obere waagerechte Teil ein gespanntes Gurtband (16) ist, dessen zwei Enden durch ein Querrohr (6) gehalten sind, das in einem Abstand zum Gurtband (16) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs I.
- Es gibt viele (Klapp-)Sitze und Lehnen beispielsweise für den Strand, die es dem Anwender erlauben, sich anzulehnen. Doch diese Vorrichtungen sind entweder schwer, groß und sperrig (limitierte Zerlegbarkeit), oder bieten für den Sitzenden während des Anlehnens wenig Komfort, da die Sitzfläche an einer starren Querstange oder Querlatte befestigt ist, die der Sitzende dann im Rücken spürt. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtungen ist, dass sie keinen hohen Sitz- und Anlehnkomfort bei gleichzeitig geringem Gewicht, geringer Größe und hoher Stabilität bieten.
- Aus der
CA 2433988 A1 ist es bekannt, die Rückenlehne mit einem Schrägholz zu halten, so dass nur eine schwere, stabile Holzkonstruktion die auftretenden Kräfte halten kann. Bei der aus der bekannten Konstruktion trägt ein stabiler Holzrahmen die Liegefläche. Zusammengeklappt ist diese Konstruktion noch ca. halb so groß wie geöffnet und damit noch sehr sperrig.FR 2637790 A1 - Aus der
ist es bekannt, die Fläche, gegen die man sich anlehnt, mit ihrem oberen Rand an einer starren Stange zu befestigen. Eine solch starre Stange ist beim Anlehnen äußerst unbequem. Ferner bieten die zwei senkrecht in den Boden steckbaren und die Stange tragenden Stützen wenig Halt. Das gleiche Problem besteht auch beimGB 191 650 deutschen Gebrauchsmuster 203 09 577 , da hier die Fläche mit ihrem oberen Rand an einer verhältnismäßig starren Querstange 2 befestigt ist. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung mit einer Fläche zum Sitzen und Anlehnen zu schaffen, die bei geringem Gewicht klein zusammenlegbar ist und einen hohen Komfort bietet. Auch soll die Vorrichtung einfach in Herstellung und Montage sein.
- Diese Aufgabe wird durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
- Diese Lösung besitzt bei hohem Komfort eine Statik, die eine extreme Leichtbauweise zulässt. Durch eine Belastung der Sitzfläche erfolgt eine Stabilisierung der gesamten Konstruktion. Zusammengefaltet ist sie so klein, dass sie in ein normales, zusammengerolltes Liegetuch passt. In der Anwendung weist sie trotz hohem Komfort Sportlichkeit und Modernität auf. Sie besitzt eine Sitzfläche aus Textil oder Folie, die leicht abzunehmen ist und als normales Liege- oder Handtuch verwendet werden kann.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
-
1 eine Sitzvorrichtung mit einem Gurtband am oberen Ende der Sitzfläche mit gespannten Bändern, -
2 eine Sitzvorrichtung mit einem Gurtband am oberen Ende der Sitzfläche (ohne Darstellung der gespannten Bändern), -
3 ein Befestigungsdetail aus2 , -
4 ein Befestigungsdetail aus1 . - Der Sitz weist drei Standpunkte auf. Der hintere Punkt
1 "Heckpunkt" ist die spitze Ecke eines gleichschenkligen, spitzen Dreiecks. An den anderen zwei Ecken dieses Dreiecks sind zwei Rohre befestigt, die zu den zwei weiteren Standpunkten2 des Sitzes führen. Das Auseinandergehen dieser zwei Rohre wird durch zwei über Kreuz, diagonal gespannte Bänder3 verhindert. Das Auseinandergehen des Heck-Standpunktes und der beiden Front-Standpunkte wird durch eine Verbindung derselben mittels zweier Seile4 verhindert. Das Ineinandergehen der drei Standpunkte wird durch das Gewicht des Benutzers verhindert, da von oben betrachtet (s.2 ) der Aufhängepunkt der Sitzfläche insbesondere eines Handtuchs5 sich innerhalb des von den drei Standpunkten beschriebenen Dreiecks befindet und diese somit auseinander treibt. - Der Benutzer sitzt auf der Kante, wo die Sitzfläche den Boden erreicht, und zieht damit die Sitzfläche straff, die Vorrichtung nach unten, die Standpunkte auseinander. Da diese gegen Auseinandergehen (s. o.) geschützt sind, entsteht so ein stabiler Zustand. An den drei Standpunkten sind runde Kunststoffscheiben
1 ,2 befestigt, um ein Einsinken der Vorrichtung, beispielsweise in den Sand, zu verhindern. - Die insbesondere textile Sitzfläche ist mit ihrem oberen Rand nicht an einer starren Stange, sondern an einem gespannten Gurtband
16 befestigt insbesondere eingenäht. Dabei ist das an der oberen Kante der Sitzfläche angenähte Gurtband16 mit seinen zwei Enden mit dem Verbindungspunkt zwischen den Beinen8 und dem Querrohr6 verbunden. Diese Verbindung geschieht insbesondere durch einen Ring17 und einen Haken18 , um das leichte Abnehmen der Sitzfläche zu ermöglichen. - Zwischen dem Verbindungspunkt von Gurtband
16 und dem Querrohr6 ist ein Abstandshalter19 angebracht, der einen Abstand von dem Querrohr6 und dem Rücken des Sitzenden hält. Eine Verbindungswelle20 hält Bein8 , Haken18 , Abstandshalter19 und Querrohr6 zusammen. Durch den Abstandshalter19 werden die Enden der Verbindungswelle20 bei Belastung der Vorrichtung zusammengedrückt, wodurch sich das Querrohr6 zusätzlich vom Rücken des Sitzenden wegdrückt. - Die diagonalen Bänder
3 werden an der Aufhängung des Hakens18 mittels zweier Ringe21 befestigt. - Die Vorteile der (Eck-)Aufhängung gegenüber der Aufhängung direkt an dem Querrohr
6 bestehen in Folgendem: - 1. Der Rücken
des Sitzenden berührt
das Querrohr
6 nicht, dadurch wird die Vorrichtung bequemer. - 2. Die Belastung für das Querrohr ist geringer, dadurch kann sie aus einem sehr leichten Material gefertigt werden.
- 3. Durch die geringe Belastung kann das Querrohr
6 genauso lang wie die Vorderbeine8 gefertigt werden. Dadurch stehen die Beine8 nach dem Zusammenklappen der Vorrichtung nicht über, die Knickvorrichtung für die Beine8 kann entfallen, wodurch die Vorrichtung billiger und einfacher zu handhaben ist. - 4. Das Abnehmen der Sitzfläche
5 ist sehr einfach. - Die Heckbeine
7 sind mit dem Sitzflächen-Träger-Rohr6 mittels Ringhaken12 verbunden. - Anstatt der Klappbeine können ausziehbare Teleskopbeine Verwendung finden.
- Die Sitzfläche ist ein Handtuchstoff für Sommereinsätze (am Strand, auf Gras), eine flexible Isolier-Matte für den Winter (im Schnee, auf Eis, Waldboden, künstliche Böden) und eine dicke Matte für unbequemen Grund (Asphalt, Kies, Erde).
- Als Rohr-/Stangenmaterialien werden Metalle, Karbon, Glasfieber, Kunststoffe oder Holz verwendet.
- Zur Verstärkung können in die Sitzflächen Bänder eingearbeitet werden, die das Verziehen des Stoffs verhindern. Ein Kopfkissen kann in die Oberseite der Sitzfläche hinein- und hinausklappbar eingearbeitet werden.
- Eine Tasche kann am Querrohr
6 befestigt werden, für a) Unterbringung von persönlichen Gegenständen oder b) Füllung mit Sand. Beides erreicht z. B. bei starkem Wind einen zusätzlichen Stabilisationseffekt der Vorrichtung, wenn der Sitz leer ist (Benutzer ist aufgestanden). - Die Vorrichtung wird in kleinerer Version für Kinder gefertigt.
Claims (19)
- Vorrichtung mit einer Fläche (
5 ) zum darauf Sitzen und sich Anlehnen, wobei die Fläche (5 ) mit ihrem oberen Randbereich an einem oberen waagerechten Teil befestigbar ist, dessen/deren zwei Enden durch ein zusammenklappbares Gerüst insbesondere Gestänge (7 ,8 ) gehalten ist, das sich am Boden abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass das obere waagerechte Teil ein gespanntes Gurtband (16 ) ist, dessen zwei Enden durch ein Querrohr (6 ) gehalten sind, das in einem Abstand zum Gurtband (16 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (
5 ) mit ihrem unteren Bereich auf dem Boden aufliegt und dort eine Sitzfläche bildet. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ende des oberen Teils (
6 ) jeweils durch zwei Stangenpaare (7 ,8 ) gehalten sind, die in Form eines umgekehrten V aufgestellt sind. - Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Kante der textilen Sitzfläche (
5 ) ein Gurtband (16 ) angenäht ist, das mit seinen zwei Enden an der Spitze des auf dem Kopf stehenden V befestigt ist, das von den Beinen (7 ,8 ) gebildet sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband (
16 ) mittels eines Ringes (17 ) und eines Hakens (18 ) insbesondere eines Wirbel-Karabinerhakens befestigt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Querstange (
6 ) und dem Haken (18 ) ein Abstandshalter (19 ) angebracht ist. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beine (
8 ), die Querstange (6 ), der Abstandshalter (19 ) und der Haken (18 ) mittels einer Welle (20 ) drehbar miteinander verbunden sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Enden der zwei hinteren rückseitigen Stangen (
7 ) jeden Stangenpaares an derselben Stelle sich am Boden abstützen. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Enden der zwei hinteren rückseitigen Stangen (
7 ) miteinander verbunden sind. - Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur seitlichen Stabilisierung die zwei vorderen Stangen (
8 ) jeden Stangenpaares durch zwei sich kreuzende Bänder (3 ) miteinander verbunden sind. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberes Ende jeden Bandes (
3 ) am oberen Ende der Stangen (7 ,8 ) befestigt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberes Ende jedes Bandes (
3 ) am oberen Ende der Stangen (7 ,8 ) durch einen oder mehrere Ringe (21 ) befestigt ist, die in den Befestigungsring des Hakens (18 ) einhängbar sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (
7 ,8 ) zwei- oder dreigeteilt sind und an den Teilungsstellen durch feststellbare Gelenke oder Steckverbindungen miteinander verbunden sind. - Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellbarkeit an den Teilungsstellen verschiebliche Hülsen (
9 ) auf den Stangen (7 ,8 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (
7 ,8 ) teleskopförmig ausgebildet sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Stangen (
7 ,8 ) aneinander durch Ösen und/oder Haken miteinander verbunden sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (
7 ,8 ) und/oder Flächen im unteren Bereich durch auf Zug beanspruchte Bänder (4 ) und/oder Seile aneinander befestigt sind. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein, zwei oder mehr Zwischenräume zwischen den Stangen (
7 ,8 ) von einer insbesondere dreieckförmigen Fläche (4a ) insbesondere aus Textil oder Folie ausgefüllt ist. - Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Enden der oberen Stange (
6 ) durch insbesondere dreieckförmige starre Flächen (4b ) insbesondere Scheiben abgestützt sind.
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