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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Booten von Computer-Multimedia-Geräten, und
insbesondere ein Verfahren zum schnellen Ausführen des Computer-Multimedia-Abspielens
aus dem Standbymodus.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Das
herkömmliche
Verfahren in der Computertechnik besteht darin, ein Betriebssystem
(Operating System – OS)
in einem Computer so zu installieren, dass wenn der Computer gebootet
wird, das OS, die Gerätetreiber
und Anwendungen auf einer Festplatte des Computers geladen und nach
dem Basisbooting ausgeführt
werden.
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Mit
zunehmender Leistungsfähigkeit
von Computern werden immer mehr Anwendungen entwickelt, und auch
unterschiedliche Funktionen von Computern werden entwickelt, um
die Bedürfnisse
zu befriedigen. Eine typische Anwendung eines Computers ist beispielsweise
die Nutzung in Verbindung mit einem Multimedia Player oder einem
Haushaltsgerät, um
ein vielseitigeres Multimediasystem zu schaffen.
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Da
die unterschiedlichen OS Vor- und Nachteile aufweisen, liefern die
industriellen Anbieter Multimediasysteme mit dualen OS. Die herkömmliche Technik
besteht darin, die Festplatte in zwei Festplattenbereiche zu konfigurieren.
Im ersten Bereich wird ein erstes OS für den normalen Computerbetriebsmodus
installiert, im zweiten Bereich ein zweites OS für den Multimedia-Betriebsmodus.
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Wenn
jedoch der Computer das Bootingverfahren beendet, werden alle angeschlossenen
Peripheriegeräte
aktiviert und in einen einsatzbereiten Zustand versetzt, der eine
beträchtliche
Menge an Strom verbraucht. Um Strom einzusparen und die Nutzlebenszeit
des Computersystems zu verlängern, integrieren
die meisten Betriebssysteme von Personalcomputern, wie Windows XP,
Windows 2000 und Windows Me, die Energiesteuerungsfunktion der „Schnittstelle
für verbesserte
Konfigurations- und Energiesteuerung" (ACPI). Folglich kann die Energiesteuerung über die
ACPI-Schnittstelle erfolgen.
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Die
ACPI-Schnittstelle steuert den Energieverbrauch der Peripheriegeräte. Die
ACPI-Schnittstelle legt unterschiedliche Energiesteuerungszustände fest,
namentlich Aktiv, Ruhezustand, Standby und Ausschalten. Je nach
den Einstellungen des Benutzers kann das Computersystem in den Standby- oder
Ruhezustand gehen. Der Standbymodus ist ein Energiesparzustand,
und im Ruhezustand wird der Energieverbrauch zusätzlich reduziert. In einer
typischen ACPI-Struktur sind die Energiezustände wie folgt definiert:
S0:
Normale Energieversorgung;
S1: Erste Phase des Standbymodus,
in der die Energiezufuhr zu einer Zentraleinheit (CPU), einem Speicher
und einem Ventilator aufrecht bleibt und die Speisung des Monitors
sowie der Festplatte ausgeschaltet wird;
S2: Zweite Phase des
Standbymodus, in der die Energiezufuhr zur CPU, zum Cache-Speicher,
zum Monitor und zur Festplatte ausgeschaltet werden;
S3: Dritte
Phase des Standbymodus, in der nur das RAM mit Minimalenergie versorgt
wird;
S4: Ruhezustand, in dem die Energiezufuhr zu allen Geräten und
Elementen unterbrochen ist, wobei das Betriebssystem alle Daten
und Ausführungszustände speichert,
bevor die Energiezufuhr zu Geräten
und Elementen ausgeschaltet wird; und
S5: Ausschaltzustand,
in dem die gesamte Energieversorgung ausgeschaltet ist.
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Das
Computersystem kann auf Basis der Benutzereinstellungen in den Standby-
oder Ruhezustand gehen. Der Standbymodus ist ein Niedrigenergiezustand,
im Ruhezustand ist der Stromverbrauch noch weiter reduziert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Da
sich jedoch die Hardwarestruktur und die Funktionen zwischen Computer
und Multimedia Player oder Haushaltsgeräten unterscheiden, ist die Bootingzeit
für das
System, in dem Computer und Multimedia Player oder Geräte integriert
sind, in der Regel viel länger
als die für
das Einschalten eines Multimedia Players oder Geräts benötigte Zeit.
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Zwar
haben die Industrie-Anbieter unterschiedliche Betriebssysteme für normalen
Computerbetriebsmodus und Multimedia-Betrieb bereitgestellt, doch
muss das Computersystem zu Beginn des Bootingprozesses nach wie
vor das Betriebssystem von der Festplatte ablesen, bevor es in den
Multimediamodus gehen kann. Das bedeutet, dass der Benutzer den
Computer booten und darauf warten muss, bis der Computer die BIOS-Aktivierung, POST-,
Peripheriefeststellung und Treiber- und OS-Aktivierung, Systemkonfiguration
und so weiter abgeschlossen hat, um anschließend das Multimedia-Abspielen durchzuführen. Dieses
Verfahren unterscheidet sich von der Art und Weise, in der ein Benutzer
einen Multimedia Player betreibt.
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Ein
anderer Ansatz besteht darin, den Computer die ganze Zeit über eingeschaltet
zu lassen, so dass der Benutzer das Multimedia-Abspielen durchführen kann,
ohne auf den zeitraubenden Bootingprozess des Computers zu warten.
Dabei wird jedoch insofern Energie verschwendet, als der Computer auch
eingeschaltet bleibt, wenn er nicht in Verwendung ist.
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Das
Hauptziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren
zum schnellen Booten zum Computer-Multimedia-Abspielen aus dem Standbymodus
zu schaffen. Wenn ein Benutzer den Computer ausschaltet, versetzt
die vorliegende Erfindung den Computer eigentlich nur in einen Standbymodus,
so dass wenn der Benutzer versucht, das Multimedia-Abspielen auszuführen, der
Computer aus dem Standbymodus erwacht und sofort in den Multimedia-Abspielmodus
geht.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines Verfahrens zum schnellen Booten für ein Multimediasystem mit
einem Dual-OS-Computer. Durch die Installation von zwei oder mehr
OS in einem Computer ermöglicht
die vorliegende Erfindung den raschen Wechsel zwischen unterschiedlichen
OS.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren
zum Wechseln zwischen unterschiedlichen OS für einen Computer bereitzustellen.
Durch Installieren des Kerns eines zweiten OS im Systemspeicher
kann der Computer schnell in das zweite OS wechseln, wenn der Computer
aus dem Standbymodus erwacht.
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Zur
Realisierung der genannten Ziele installiert die vorliegende Erfindung
mindestens ein erstes OS, ein zweites OS und den Kern des zweiten
OS auf der Festplatte des Computers. An den Computer wird eine Ereignissignal-Generierungseinheit
angeschlossen. Nachdem der Computer den Bootingprozess mit dem ersten
OS abgeschlossen hat, wird im Systemspeicher ein Speicherbereich
für den
Kern des zweiten OS eingerichtet, und der Kern des zweiten OS wird
in den Speicherbereich geladen. Wenn der Benutzer den Computer herunterfährt, geht
der Computer in einen Standbymodus. Wenn der Benutzer die Ereignissignal-Generierungseinheit
bedient, während
sich der Computer im Standbymodus befindet, wacht der Computer auf
und beginnt mit der Ausführung
des Kerns des zweiten OS im Speicherbereich, und der Computer geht
in den Multimedia-Abspielmodus.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung kann ein Speicherbereich für Multimediatreiber
und Anwendungen im Systemspeicher zusätzlich zu dem Speicherbereich
für den Kern
des zweiten OS eingerichtet werden. Wenn der Computer aus dem Standbymodus
erwacht und in den Multimedia-Abspielmodus geht, kann der Computer
die Treiber und Anwendungen ausführen,
die im Speicherbereich für
die Multimediatreiber und Anwendungen gespeichert sind.
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Im
Vergleich mit den herkömmlichen
Techniken ermöglicht
die vorliegende Erfindung dem Computer das Einnehmen eines Standbymodus
nach dem Booten des ersten OS. Im Standbymodus ist der Computer
bereit, das Vorkommen eines vordefinierten Ereignissignals festzustellen.
Wenn ein Ereignissignal festgestellt wird, erwacht der Computer
aus dem Standbymodus und führt
den Kern des zweiten OS aus, um in den Multimedia-Abspielmodus zu
gehen. Wenn der Computer im Gebrauch in ein intelligentes Gerät (IA) oder
eine Multimedia-Abspielfunktion integriert ist, bewirkt das Wechseln
zwischen den OS auch das Wechseln zwischen dem normalen Computerbetriebsmodus
und dem Multimedia-Abspielmodus oder IA-Modus. Deshalb kann sich
der Benutzer die Zeit eines langen Bootingprozesses sowie den damit
verbundenen Energieverbrauch ersparen. Wenn während des Multimedia-Abspielmodus ein
definiertes zweites Ereignissignal festgestellt wird, stoppt der
Computer die Multimedia-Abspielfunktion, und das erste OS erwacht,
so dass der Computer in den normalen Computerbetriebsmodus geht.
So kann der Computer leicht in das erste OS zurück wechseln, ohne das erste
OS neu zu booten.
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Diese
und andere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für durchschnittliche Fachleute
offensichtlich durch Lektüre
der nachstehenden kurzen Beschreibung der Zeichnungen, der detaillierten
Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels und der angehängten Patentansprüche.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung ist besser und in größerem Detail verständlich durch
Lesen der nachstehenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit
den Beispielen und Verweisen auf die begleitenden Zeichnungen.
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1 ist
ein systemfunktionales Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
des schnellen Booting-Verfahrens für ein Multimediasystem aus
einem Standbymodus der vorliegenden Erfindung;
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2 ist
der erste Teil des Steuerungsfließdiagramms des Ausführungsbeispiels
der 1;
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3 ist
der zweite Teil des Steuerungsfließdiagramms des Ausführungsbeispiels der 1;
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4 ist
ein systemfunktionales Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels
des schnellen Booting-Verfahrens für ein Multimediasystem aus
einem Standbymodus der vorliegenden Erfindung;
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5 ist
der erste Teil des Steuerungsfließdiagramms des Ausführungsbeispiels
der 4; und
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6 ist
der zweite Teil des Steuerungsfließdiagramms des Ausführungsbeispiels
der 4.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Bezug
nehmend auf die Zeichnungen und insbesondere auf 1,
in der ein systemfunktionales Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt ist, umfasst ein Computer 100 eine
Zentraleinheit (CPU) 11, eine erste Busbrücke 12 und
eine zweite Busbrücke 13.
Die CPU 11 ist mit der ersten Busbrücke 12 über einen
Systembus verbunden. Die erste Busbrücke 12 ist an einen
Systemspeicher 14 angeschlossen und über eine Displayschnittstelle 150 mit dem
Display 15 verbunden.
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Die
zweite Busbrücke 13 ist
mit einem BIOS-Speicher 16 verbunden. Der BIOS-Speicher 16 speichert
ein BIOS-Programm 161 und ein Power-on-self-test-Programm
(POST – Selbsttest
beim Einschalten) 162, die beide zum Booten des Computers
erforderlich sind.
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Die
zweite Busbrücke 13 ist über einen
Bus mit einer Festplattenschnittstelle 170 verbunden. Die Festplattenschnittstelle 170 ist
mit einer Festplatte 17 verbunden. Die Festplatte 17 ermöglicht die
Datenspeicherung für
die vorliegende Erfindung. Die Festplatte 17 ist unterteilt
in eine erste Partition 171 und eine zweite Partition 172.
In der ersten Partition 171 ist ein erstes Betriebssystem 171a installiert.
Das Betriebssystem 171a kann das Windows Betriebssystem
sein. Wenn der Computer 100 mit dem ersten Betriebssystem 171a gebootet
wird, wird der Computer 100 unter dem ersten Betriebssystem 171a betrieben.
In der ersten Partition 171 sind auch unterschiedliche
Gerätetreiber 171b und
Anwendungen 171c installiert, die für den Betrieb des Computers 100 erforderlich
sind.
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Die
zweite Partition 172 der Festplatte 17 speichert
ein zweites Betriebssystem 172a und einen zweiten Betriebssystem-Kern 172b.
Das zweite Betriebssystem 172a kann ein Linux-basiertes
Betriebssystem oder ein anderer Betriebssystem-Typ sein, etwa ein
Tiny Windows-basiertes Betriebssystem oder ein eingebettetes Betriebssystem.
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In
der zweiten Partition 172 sind auch Multimedia-Treiber 172c und
Anwendungen 172d gespeichert, die unter dem zweiten Betriebssystem 172a betrieben
werden. Im Gebrauch umfassen die Multimedia-Treiber 172c und
die Anwendungen 172d Treiber und Anwendungen für CD, Digitalmusikgeräte, VCD,
TV-Signalempfänger
und so weiter.
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Die
zweite Busbrücke 13 ist über eine
Busschnittstelle an einen Energiesteuerungsmechanismus 18 angeschlossen.
Der Energiesteuerungsmechanismus 18 kann eine Schnittstelle
für verbesserte Konfigurations-
und Energiesteuerung (ACPI) oder ein Mechanismus zur verbesserten
Energieverwaltung (APM) sein. Der Energiesteuerungsmechanismus 18 kann
vom Betriebssystem oder vom BIOS verwaltet werden.
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Die
zweite Busbrücke 13 des
Computers 100 ist über
einen Bus 130 an eine Multimedia-Schnittstelle 190 angeschlossen.
Die Multimedia-Schnittstelle 190 ist an ein Multimediagerät 19 angeschlossen.
Das Multimediagerät 19 kann
ein DVD Player, MP3 Player, CD Player, ein TV-Gerät und so
weiter sein.
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Die
zweite Busbrücke 13 des
Computers 100 ist über
den Bus 130 an eine Tastatursteuerung 2 angeschlossen.
Die Tastatursteuerung 2 ist an ein Tastatur-BIOS 21,
eine Tastatur 22 und eine Maus 23 angeschlossen.
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Die
Tastatursteuerung 2 ist an eine Ereignissignal-Generierungseinheit 24 angeschlossen.
Die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 umfasst mindestens
eine Schaltfläche
oder ein Element, das geeignet ist, ein Betriebssignal zu generieren.
Im Benutzerbetrieb generiert die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 ein
erstes Ereignissignal s1 des Multimedia-Abspielmodus an die Tastatursteuerung 2 und
ein zweites Ereignissignal s2 des normalen Computerbetriebsmodus
an die Tastatursteuerung 2. Das erste und das zweite Ereignissignal
s1, s2 können
auch durch Betätigen
einer definierten Taste der Tastatur 22 generiert werden.
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Im
Gebrauch kann die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 definiert
werden als Steuertaste zur schnellen Aktivierung eines festgelegten
Multimedia Players. Die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 kann
in dem Bedienfeld des entsprechenden Multimedia Players installiert
werden, als Taste auf dem Computer oder als Taste einer Fernbedienung.
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Ein
Energiewandler 3 nimmt Betriebsleistung von einer AC-Spannungsquelle
ACV auf und gibt DC-Ausgangsspannung V in unterschiedlichen festgelegten
Spannungseinstellungen ab. In einem typischen Computer-Energieversorgungssystem
gibt der Energiewandler 3 beispielsweise selektiv +3,3
V, +5 V, +12 V, –5
V, und –12
V Spannungen ab. Die Spannungsquellen werden über verschiedene Schleifen an
unterschiedliche Stromkreiselemente geliefert. Zur Bedienung durch
den Benutzer ist ein Schalter 31 an den Energiewandler 3 angeschlossen.
Der Energiesteuerungsmechanismus 18 generiert ein Steuersignal
s3 zur Steuerung der Versorgung des Energiewandlers 3.
So kann der Computer 100 im normalen Computerbetriebsmodus,
im Standbymodus oder im Multimedia-Abspielmodus betrieben werden.
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In 2 und 3 ist
das Steuerungsfließdiagramm
des Ausführungsbeispiels
in 1 dargestellt. Die nachstehende Beschreibung betrifft 1, 2 und 3.
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Wenn
der Computer 100 eingeschaltet wird (Schritt 101),
nimmt der Computer 100 die grundlegenden Systembooting-Schritte
auf (Schritt 102). Das heißt, der Computer 100 lädt und exekutiert
das BIOS-Programm 161 und das POST-Programm 162 aus
dem BIOS-Speicher 16.
Dann lädt
und exekutiert der Computer 100 das erste Betriebssystem 171a der
ersten Partition 171 der Festplatte 17 (Schritt 103),
und dann geht der Computer 100 in den normalen Computerbetriebsmodus
(Schritt 104). Zu diesem Zeitpunkt kann der Benutzer den
Computer 100 im normalen Computerbetriebsmodus betreiben.
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Nach
Laden und Ausführen
des ersten Betriebssystems 171a richtet der Computer 100
im Systemspeicher 14 einen zweiten Betriebssystem-Kernbereich 141 ein
(Schritt 105) und lädt
den zweiten Betriebssystemkern 172b aus der zweiten Partition 172 der
Festplatte 17 in den zweiten Betriebssystem-Kernbereich 141 (Schritt 106)
mit einem geschützten
Modus zur Speicherung im Systemspeicher 14. Der zweite
Betriebssystemkern 172b kann in komprimiertem Format gespeichert
sein, um den im zweiten Betriebssystem-Kernbereich 141 erforderlichen
Platz zu sparen.
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Wenn
der Benutzer den Schalter 31 zum Ausschalten des Computers 100 betätigt, stellt
die vorliegende Erfindung den Status des Schalters 31 fest
(Schritt 107), und der Energiesteuerungsmechanismus 18 wird
aktiviert (Schritt 108).
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Unter
der Steuerung des Energiesteuerungsmechanismus 18 geht
der Computer 100 in den Standbymodus (Schritt 109),
und das erste Betriebssystem 171a geht ebenfalls in den
Standbymodus. Im Standbymodus wird die an das Display 15,
die Festplatte 17, die CPU 11 gehende Energiezufuhr unterbrochen
und nur der Systemspeicher 14 und die Tastatursteuerung 2 mit
Minimalenergie versorgt.
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Nachdem
der Computer 100 in den Standbymodus gegangen ist, stellt
die Tastatursteuerung 2 den Status der Ereignissignal-Generierungseinheit 24 fest.
Wenn die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 vom Benutzer
gedrückt
wird, generiert die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 ein
erstes Ereignissignal s1. Das erste Ereignissignal s1 wird von der Tastatursteuerung 2 (Schritt 110)
festgestellt, und die Tastatursteuerung 2 generiert ein
Schaltsignal sw und sendet das Schaltsignal sw an die CPU 11 (Schritt 111).
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Wenn
die CPU 11 das Schaltsignal sw empfängt, wacht der Computer 100 aus
dem Standbymodus auf (Schritt 112), führt den zweiten Betriebssystemkern 172b im
zweiten Betriebssystem-Kernbereich 141 des Systemspeichers 14 aus
(Schritt 113) und lädt
und exekutiert den Multimediatreiber 172c und die vom ersten
Ereignissignal s1 definierte Anwendung 172d aus der zweiten
Partition 172 der Festplatte 17 (Schritt 114)
aus, um in den Multimedia-Abspielmodus zu gehen. Auf diese Weise
nimmt der entsprechende Multimedia Player 19 den Betrieb auf
(Schritt 115), und der Benutzer kann das Multimedia-Abspielen ohne den
zeitraubenden Rebooting-Prozess des Computers 100 ausführen.
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Wenn
während
des Multimedia-Abspielmodus ein zweites Ereignissignal s2 festgestellt
wird (Schritt 116), stoppt der Computer 100 die
Ausführung
des Multimedia-Abspielmodus
(Schritt 117). Das heißt,
der Computer 100 stoppt den zweiten Betriebssystemkern 172b,
den Multimediatreiber 172c und die Anwendung 172d.
Dann wird das erste Betriebssystem 171a aktiviert, und
der Computer 100 geht in den normalen Computerbetriebsmodus (Schritt 118).
So kann der Computer 100 in das erste Betriebssystem 171a wechseln,
ohne neu zu booten.
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In 4 ist
ein systemfunktionelles Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels
gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt, welches dem ersten Ausführungsbeispiel der 1 entspricht, ausgenommen
der Systemspeicher 14. Wenn der Systemspeicher 14 ausreichend
groß ist,
kann ein Multimedia-Treiber und Anwendungsbereich 142 zum
Laden des Multimediatreibers 172c und der Anwendung 172d der
zweiten Partition 172 zusätzlich zu dem zweiten Betriebssystemkernbereich 141 eingerichtet
werden.
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5 und 6 zeigen
das Steuerfließdiagramm
des Ausführungsbeispiels
in 4. Die nachstehende Beschreibung betrifft 4, 5 und 6.
Wenn der Computer 100 eingeschaltet wird (Schritt 201),
führt der
Computer 100 die grundlegenden Systembooting-Schritte aus (Schritt 202).
Das heißt,
der Computer 100 lädt
und exekutiert das BIOS- Programm 161 und
das POST-Programm 162 aus dem BIOS-Speicher 16.
Dann lädt
und exekutiert der Computer 100 das erste Betriebssystem 171a der
ersten Partition 171 der Festplatte 17 (Schritt 203),
und dann geht der Computer 100 in den normalen Computerbetriebsmodus
(Schritt 204). Zu diesem Zeitpunkt kann der Benutzer den
Computer 100 im normalen Computerbetriebsmodus betreiben.
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Nach
dem Laden und Ausführen
des ersten Betriebssystems 171a richtet der Computer 100 einen
zweiten Betriebssystemkernbereich 141 im Systemspeicher 14 und
einen Multimediatreiber- und Anwendungsbereich 142 ein
(Schritt 205) ein und lädt den
zweiten Betriebssystemmkern 172b aus der zweiten Partition 172 der
Festplatte 17 in den zweiten Betriebssystemkernbereich 141 (Schritt 206)
mit einem geschützten
Modus zum Speichern im Systemspeicher 14. Dann lädt der Computer 100 den
Multimediatreiber 172c und die Anwendung 172d der zweiten
Partition 172 der Festplatte 17 in den Multimediatreiber-
und Anwendungsbereich 142 (Schritt 207).
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Wenn
der Benutzer den Schalter 31 bedient, um den Computer 100 auszuschalten,
stellt die vorliegende Erfindung den Status des Schalters 31 fest (Schritt 208),
und der Energiesteuerungsmechanismus 18 wird aktiviert
(Schritt 209). Unter der Verwaltung des Energiesteuerungsmechanismus 18 geht der
Computer 100 in den Standbymodus (Schritt 210),
und das erste Betriebssystem 171a geht ebenfalls in den
Standbymodus. Im Standbymodus wird die an das Display 15,
die Festplatte 17 und die CPU 11 gehende Energiezufuhr
unterbrochen und nur der Systemspeicher 14 und die Tastatursteuerung 2 mit Minimalenergie
versorgt.
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Nachdem
der Computer 100 in den Standbymodus gegangen ist, stellt
die Tastatursteuerung 2 den Status der Ereignissignal-Generierungseinheit 24 fest.
Wenn die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 vom Benutzer
gedrückt
wird, generiert die Ereignissignal-Generierungseinheit 24 ein
erstes Ereignissignal s1. Das erste Ereignissignal s1 wird von der Tastatursteuerung 2 (Schritt 211)
festgestellt, und die Tastatursteuerung 2 generiert ein
Schaltsignal sw und sendet das Schaltsignal sw an die CPU 11 (Schritt 212).
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Wenn
die CPU 11 das Schaltsignal sw empfängt, wacht der Computer 100 aus
dem Standbymodus auf (Schritt 213), führt den zweiten Betriebssystemkern 172b im
zweiten Betriebssystem-Kernbereich 141 des Systemspeichers 14 aus
und exekutiert den Multimediatreiber 172c und die Anwendung 172d im
Multimediatreiber und die vom ersten Ereignissignal s1 definierte
Anwendung 142 (Schritt 214), um in den Multimedia-Abspielmodus zu gehen.
Auf diese Weise nimmt der entsprechende Multimedia Player 19 den
Betrieb auf (Schritt 215), und der Benutzer kann das Multimedia-Abspielen
ohne den zeitraubenden Rebooting-Prozess des Computers 100 ausführen.
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Wenn
während
des Multimedia-Abspielmodus ein zweites Ereignissignal s2 festgestellt
wird (Schritt 216), stoppt der Computer 100 die
Ausführung
des Multimedia-Abspielmodus
(Schritt 217). Das heißt,
der Computer 100 stoppt den zweiten Betriebssystemkern 172b,
den Multimediatreiber 172c und die Anwendung 172d.
Dann wird das erste Betriebssystem 171a aktiviert, und
der Computer 100 geht in den normalen Computerbetriebsmodus (Schritt 218).
So kann der Computer 100 in das erste Betriebssystem 171a wechseln,
ohne neu zu booten.
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Zwar
wurde die Erfindung in Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen beschrieben,
die derzeit als die praxistauglichsten und bevorzugten betrachtet
werden, doch ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf
die offenbarten Ausführungsbeispiele
beschränkt
ist, sondern vielmehr die unterschiedlichen Modifikationen und äquivalenten
Anordnungen im Geltungsbereich und gemäß dem Prinzip der angehängten Ansprüche einbezieht.