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Die
Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz und einen Sitzbezug, insbesondere
einen Pfeifen-Sitzbezug, wobei der Fahrzeugsitz bzw. der Sitzbezug
einen Bezugsstoff und eine unterhalb des Bezugsstoffs angeordnete
Polsterunterlage mit einer Nut umfasst.
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Die
DE-PS 33 04 343 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Sitzbezügen mit
Pfeifen. Dabei werden streifenförmige
Schaumstoffzuschnitte als Pfeifenfüllmaterial mit Hilfe von Führungskanälen zwischen
einem Unterstoff und einem Oberstoff eingeführt, wobei sich der Oberstoff
um die Längskanten der
Schaumstoffzuschnitte herumlegt. Anschließend werden die Pfeifen auf
einer Vielnadelnähmaschine gleichzeitig
vernäht.
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Die
DE-OS 36 41 345 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Sitzbezügen, die
von einem Bezugsstoff umhüllte,
mit Schaumstoff gefüllte
Pfeifen aufweisen, die durch zueinander parallel verlaufende Nähte fixiert
sind, wobei eine Faltkante des Bezugsstoffes in eine erste von mehreren
im Abstand der Breite der Pfeifen angeordnete Nuten einer Schaumstofftafel
eingeführt
wird, der Bezugsstoff und die Schaumstofftafel seitlich der Faltkante
durch eine zu dieser parallel verlaufenden Naht verbunden werden und
anschließend
eine Faltkante eines nachfolgenden Abschnittes des Bezugsstoffes
vor der Durchführung
des nächsten
Nähvorganges über die
Naht hinweg in Richtung der benachbarten Nut bewegt und in die nächste Nut
eingeführt
wird.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Fahrzeugsitz bzw.
einen verbesserten Sitzbezug, insbesondere einen verbesserten Sitzbezug
mit Pfeifen-Optik,
anzugeben.
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Vorgenannte
Aufgabe wird durch einen Fahrzeugsitz bzw. Sitzbezug, insbesondere
für ein
Kraftfahrzeug, gelöst,
wobei der Fahrzeugsitz oder Sitzbezug einen Bezugsstoff und eine
unterhalb des Bezugsstoffs angeordnete Polsterunterlage mit einer Nut
umfasst, wobei der Bezugsstoff an einer Faltstelle gefaltet ist,
wobei der Bezugsstoff mittels einer durch den Bezugsstoff verdeckten
Naht in der Nut mit der Polsterunterlage vernäht ist, und wobei der Bezugsstoff
im Bereich der Naht oder an der Faltstelle eine Bezugsstoff-Markierung
und/oder die Polsterunterlage im Bereich der Naht oder im Bereich
der Faltstelle eine Polsterunterlagen-Markierung aufweist. Im Bereich
der Naht soll im Sinne der Erfindung insbesondere in unmittelbarer
Nähe der
Naht bedeuten. Im Bereich der Naht soll im Sinne der Erfindung insbesondere
wenige Millimeter neben der Naht bedeuten. Im Bereich der Faltstelle
soll im Sinne der Erfindung insbesondere in unmittelbarer Nähe der Faltstelle
bedeuten. Im Bereich der Faltstelle soll im Sinne der Erfindung
insbesondere wenige Millimeter neben der Faltstelle bedeuten. Die
Naht und die Faltstelle verlaufen insbesondere im Wesentlichen parallel
nebeneinander.
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Ein
Bezugsstoff im Sinne der Erfindung kann Leder, Kunstleder und/oder
ein Textil und/oder ein anderes als Obermaterial verwendbares und/oder überlicherweise
verwendetes Material umfassen bzw. aus diesem bestehen. Der Bezugsstoff
umfasst in typischer Weise eine Außenseite und eine Innenseite,
wobei mit Außenseite
insbesondere eine Sichtseite bezeichnet sein soll. Eine unterhalb
des Bezugsstoffs angeordnete Polsterunterlage ist im Sinne der Erfindung
insbesondere an der Innenseite des Bezugsstoffs angeordnet.
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Die
Polsterunterlage umfasst vorteilhafterweise Schaumstoff oder besteht
vorteilhafterweise aus Schaumstoff.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung liegen die Bezugsstoff-Markierung
und die Polsterunterlagen-Markierung übereinander. In einer alternativen oder
zusätzlichen
Ausgestaltung der Erfindung liegen die Bezugsstoff-Markierung und
die Polster unterlagen-Markierung auf einer virtuellen Linie, die
im Wesentlichen orthogonal zur Naht und/oder im Wesentlichen parallel
zur Polsterunterlage bzw. parallel zu einer Oberfläche der
Polsterunterlage verläuft.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Nut
eine Breite zwischen 2mm und 8mm auf.
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Die
Naht verläuft
in weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung außermittig
in der Nut. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass der Abstand
zwischen der Naht und einer der Faltstelle zugewandten Kante der
Nut größer ist
als der Abstand zwischen der Naht und einer der Faltstelle abgewandten
Kante der Nut. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
beträgt
der Abstand zwischen der Naht und der der Faltstelle zugewandten Kante
der Nut zumindest das Doppelte des Abstandes zwischen der Naht und
der der Faltstelle abgewandten Kante der Nut.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Polsterunterlagen-Markierung neben
der Nut oder außermittig
in der Nut angebracht.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung bildet die Nut
mit einer weiteren Nut der Polsterunterlage einen Teil einer Pfeife.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Bezugsstoff-Markierung
auf einer der Polsterunterlage zugewandten Seite des Bezugsstoffs
angeordnet.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Bezugsstoff-Markierung
als Loch im Bezugsstoff ausgestaltet.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist der Bezugsstoff
im Bereich der Naht oder an der Faltstelle zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen
auf.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Polsterunterlage
im Bereich der Naht oder im Bereich der Faltstelle zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen auf.
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Vorgenannte
Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zum Herstellen eines – insbesondere
eines oder mehrere der vorgenannten Merkmale umfassenden – Fahrzeugsitzes
oder Sitzbezuges gelöst,
wobei der Fahrzeugsitz oder Sitzbezug einen Bezugsstoff und eine
unterhalb des Bezugsstoffs angeordnete Polsterunterlage mit einer
Nut umfasst, wobei der Bezugsstoff mit einer Bezugsstoff-Markierung und/oder
die Polsterunterlage mit einer Polsterunterlagen-Markierung markiert
wird, wobei der Bezugsstoff an einer Faltstelle durch die Bezugsstoff-Markierung oder im
Bereich der Bezugsstoff-Markierung gefaltet wird, und wobei der
Bezugsstoff mittels einer durch den Bezugsstoff verdeckten Naht
in der Nut mit der Polsterunterlage im Bereich der Faltstelle vernäht wird.
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Vorgenannte
Aufgabe wird zudem durch einen – insbesondere
eines oder mehrere der vorgenannten Merkmale umfassenden – Fahrzeugsitz bzw.
Sitzbezug, insbesondere für
ein Kraftfahrzeug, gelöst,
wobei der Fahrzeugsitz bzw. Sitzbezug einen Bezugsstoff und eine
unterhalb des Bezugsstoffs angeordnete Polsterunterlage mit einer
Nut umfasst, wobei der Bezugsstoff mit zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen
markiert und die Polsterunterlage mit zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen markiert
ist, wobei der Bezugsstoff an einer durch die zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen
verlaufenden Faltstelle gefaltet ist, wobei die zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen
an den zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen ausgerichtet sind,
und wobei der Bezugsstoff mittels einer durch den Bezugsstoff verdeckten
Naht in der Nut mit der Polsterunterlage vernäht ist.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die zumindest zwei
Bezugsstoff-Markierungen derart
an den zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen ausgerichtet,
dass zumindest eine Bezugsstoff-Markierung und zumindest eine Polsterunterlagen-Markierung
auf einer virtuellen Linie liegen, die im Wesentlichen orthogonal
zur Naht verläuft.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung verläuft die
virtuelle Linie im Wesentlichen parallel zur Polsterunterlage bzw.
parallel zu einer Oberfläche
der Polsterunterlage.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Faltstelle
an einer Kante der Nut angelegt.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der gefaltete
Bezugsstoff im Bereich der Faltstelle in der Nut mit der Polsterunterlage
vernäht.
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Vorgenannte
Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zum Herstellen eines – insbesondere
eines oder mehrere der vorgenannten Merkmale umfassenden – Fahrzeugsitzes
oder Sitzbezuges gelöst,
wobei der Fahrzeugsitz bzw. der Sitzbezug einen Bezugsstoff und
eine unterhalb des Bezugsstoffs angeordnete Polsterunterlage mit
einer Nut umfasst, wobei der Bezugsstoff mit zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen
markiert wird, wobei die Polsterunterlage mit zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen
markiert wird, wobei der Bezugsstoff an einer durch die zumindest
zwei Bezugsstoff-Markierungen verlaufenden Faltstelle gefaltet wird,
wobei die zumindest zwei Bezugsstoff-Markierungen an den zumindest
zwei Polsterunterlagen-Markierungen ausgerichtet werden, und wobei
der Bezugsstoff mittels einer durch den Bezugsstoff verdeckten Naht
in der Nut mit der Polsterunterlage vernäht wird.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden die zumindest zwei
Bezugsstoff-Markierungen
derart an den zumindest zwei Polsterunterlagen-Markierungen ausgerichtet,
dass zumindest eine Bezugsstoff-Markierung und zumindest eine Polsterunterlagen-Markierung
auf einer virtuellen Linie liegen, die im Wesentlichen orthogonal
zur Naht verläuft
und/oder im Wesentlichen parallel zur Polsterunterlage bzw. parallel
zu einer Oberfläche
der Polsterunterlage.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Faltstelle
an eine Kante der Nut angelegt.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird der gefaltete
Bezugsstoff im Bereich der Faltstelle in der Nut mit der Polsterunterlage
vernäht.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird der gefaltete
Bezugsstoff im Bereich der Faltstelle in der Nut mit der Polsterunterlage
mittels eines Nähfüßchens vernäht.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das Nähfüßchen entlang
einer Kante der Nut als Anschlagkante geführt.
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In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden die zumindest
zwei Bezugsstoff-Markierungen als Loch in den Bezugsstoff gestanzt
oder geschnitten.
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Kraftfahrzeug
im Sinne der Erfindung ist insbesondere ein individuell im Straßenverkehr
benutzbares Landfahrzeug. Kraftfahrzeuge im Sinne der Erfindung
sind insbesondere nicht auf Landfahrzeuge mit Verbrennungsmotor
beschränkt.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen.
Dabei zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
eines Fahrzeugsitzes mit einem Sitzbezug in sogenannter Pfeifenoptik,
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2 ein
Ausführungsbeispiel
einer Polsterunterlage für
eine Rückenlehne
eines Fahrzeugsitzes gemäß 1,
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3 ein
Ausführungsbeispiel
eines Bezugsstoffs für
eine Rückenlehne
eines Fahrzeugsitzes gemäß 1,
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4 einen
ausschnittsweise dargestellten Querschnitt durch einen Sitzbezug
eines Fahrzeugsitzes gemäß 1,
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5 ein
Ausführungsbeispiel
zur Herstellung eines Fahrzeugsitzes gemäß 1 und
-
6 eine
perspektivische ausschnittsweise Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel
eines Sitzbezuges vor dem Vernähen
von Bezugsstoff und Polsterunterlage.
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1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines Fahrzeugsitzes 1 mit einem Sitzbezug in sogenannter
Pfeifenoptik, wobei Bezugszeichen 2 eine Rückenlehne
und Bezugszeichen 3 eine Sitzfläche bezeichnet. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel sind
sowohl die Rückenlehne 2 als
auch die Sitzfläche 3 in
der Pfeifenoptik gehalten, d.h. sowohl die Rückenlehne 2 als auch
die Sitzfläche 3 umfassen als
Pfeifen 5 bzw. 6 bezeichnete Strukturen.
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Der
Fahrzeugsitz 1 umfasst einen in 4 mit Bezugszeichen 7 bezeichneten
Sitzbezug mit einem Bezugsstoff 20 und einer unterhalb
des Bezugsstoffs angeordneten Polsterunterlage 10. 2 zeigt ein
Ausführungsbeispiel
einer Polsterunterlage 10 für die Rückenlehne 2 des Fahrzeugsitzes 1.
Die Polsterunterlage 10 umfasst vorteilhafterweise Schaumstoff
oder besteht vorteilhafterweise aus Schaumstoff. In der Polsterunterlage 10 sind,
insbesondere in etwa 5mm breite, Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 vorgesehen,
die z.B. eingefräst
werden können.
Die durch die Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 gebildete
periodische Struktur ist leicht außermittig angeordnet, wobei
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Abstand zwischen dem linken Rand RL und der Nut 11 etwas
größer ist
als der Abstand zwischen dem rechten Rand RR und der Nut 16.
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In
den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 sind
Polsterunterlagen-Markierungen 17 und 18 vorgesehen. Alternativ
oder zusätzlich
können
entsprechende Polsterunterlagen-Markierungen
auch neben den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 angeordnet
werden, wie dies beispielhaft mittels der mit Bezugszeichen 17A und 18A bezeichneten
Polsterunterlagen-Markierungen dargestellt ist.
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3 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines Bezugsstoffs 20 für
die Rückenlehne 2.
Der Bezugsstoff 20 kann Leder, Kunstleder und/oder ein
Textil und/oder ein anderes als Obermaterial verwendbares und/oder üblicherweise
verwendetes Material umfassen bzw. aus diesem bestehen. Korrespondierend
zu den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 der
Polsterunterlage 10 umfasst der Bezugsstoff 20,
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
abschnittsweise, geschwächte
Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26,
wobei der Abstand zwischen den geschwächten Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 jedoch
größer ist
als der Abstand zwischen den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16.
Dabei beträgt der
Abstand zwischen den geschwächten
Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 insbesondere
10% bis 140% des Abstandes zwischen den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16.
Der Bezugsstoff 20 kann z.B. dadurch geschwächt werden,
dass er an der relevanten Stelle eingeschnitten, perforiert oder – wie im
vorliegenden Ausführungsbeispiel – durchgeschnitten
wird.
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Die
geschwächte
Stelle 21 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel in fünf Abschnitte 21A, 21B, 21C, 21D, 21E unterteilt,
die jeweils 2cm voneinander entfernt angeordnet sind. Die Abschnitte 21A und 21E sind
4cm lang, die Abschnitte 21B und 21D sind 8cm
lang, und der Abschnitt 21C ist 10cm lang.
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Am
Anfang und am Ende einer Schwächung bzw.
einer geschwächten
Stelle 21, 22, 23, 24, 25, 26 bzw.
am Anfang und am Ende eines Abschnitts 21A, 21B, 21C, 21D, 21E einer
Schwächung
bzw. einer geschwächten
Stelle 21, 22, 23, 24, 25, 26 umfasst der
Bezugsstoff 20 eine Bezugsstoff-Markierung 31, 32.
Eine Bezugsstoff-Markierung 31, 32 kann
z.B. ein Einschnitt, eine Farbmarkierung oder – wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel – ein Loch
durch den Bezugsstoff 20 sein.
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Der
Bezugsstoff 20 wird an den geschwächten Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 gefaltet.
Diese gefalteten geschwächten
Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 bzw.
deren Abschnitte 21A, 218, 21C, 21D, 21E sind jeweils
Ausführungsbeispiele
für eine
Faltstelle im Sinne der Ansprüche.
Anschließend
wird der Bezugsstoff 20 – wie in 4 dargestellt – mittels
einer durch den Bezugsstoff 20 verdeckten Naht 43 im
Bereich der gefalteten geschwächten
Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 in
den Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 mit
der Polsterunterlage 10 vernäht. Dabei zeigt 4 einen ausschnittsweise
dargestellten Querschnitt durch den Sitzbezug 7 des Fahrzeugsitzes 1 in
Bezug auf die Rückenlehne 2.
Der Sitzbezug 7 in Bezug auf die Sitzfläche 3 ist entsprechend
gefertigt.
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5 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
zur Herstellung des Fahrzeugsitzes 1. Dabei wird in einem Schritt 50 die
Polsterunterlage 10 zurechtgeschnitten. Außerdem werden
die Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16 gefräst und die
Polsterunterlagen-Markierungen 17 und 18 bzw. 17A und 18A aufgebracht.
Dem Schritt 50 folgt ein Schritt 51, in dem der
Bezugsstoff 20 zurechtgeschnitten wird. Anschließend werden
in einem Schritt 52 die geschwächten Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 und
die entsprechenden Bezugsstoff-Markierungen 31, 32 in
den Bezugsstoff 20 geschnitten oder gefräst. Schritt 50 kann
auch nach den Schritten 51 und 52 oder zeitgleich
mit diesen erfolgen.
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Es
folgt ein Schritt 53, in dem – wie in 4 am
Beispiel der Nut 11 dargestellt – der Bezugsstoff 20 gefaltet
und derart an der gefalteten geschwächten Stelle 21 an
eine Kante 41 der Nut 11 angelegt wird, dass die
der Nut 11 zugeordneten Bezugsstoff-Markierungen 31, 32 des
Bezugsstoffs 20 an den Polsterunterlagen-Markierungen 17A, 18A der Nut 11 – wie beispielhaft
in 6 dargestellt – ausgerichtet werden, wobei 6 einen
Ausschnitt einer perspektivischen Draufsicht auf den Sitzbezug 7 vor dem
Vernähen
zeigt. Nach der Ausrichtung liegen die Bezugsstoff-Markierung 31 und
die Polsterunterlagen-Markierung 17A auf einer virtuellen
Linie 60 und die Bezugsstoff-Markierung 32 und
die Polsterunterlagen-Markierung 18A auf einer virtuellen
Linie 61. Die virtuellen Linien 60 und 61 sind
im Wesentlichen orthogonal zur den Nuten 11 und 12 sowie
zur späteren
Naht. Zudem sind die virtuellen Linien 60 und 61 im
Wesentlichen parallel zur Polsterunterlage 10 bzw. parallel
zu deren Oberfläche.
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Anschließend wird
der Bezugsstoff 20 in einem Schritt 54 mittels
eines Nähfüßchens,
das die durch den Bezugsstoff 20 verdeckte Naht 43 erzeugt, in
der Nut 11 im Bereich der gefalteten geschwächten Stelle 21 mit
der Polsterunterlage 10 vernäht, wobei Bezugszeichen 11A in 2 eine
virtuelle Linie bezeichnet, entlang derer die spätere Naht 43 verläuft. Beim
Nähen wird
das Nähfüßchen entlang
der Kante 41 als Anschlagkante geführt. Der Abstand zwischen der
Naht 43 und der gefalteten geschwächten Stelle 21 bzw.
der Kante 41 entspricht in etwa der Breite des Nähfüßchens und
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in etwa 4mm, so dass die Naht 43 außermittig in der Nut 11 angeordnet
ist. Dabei beträgt
der Abstand zwischen der Naht 43 und der der gefalteten geschwächten Stelle 21 (Faltstelle)
zugewandten Kante 41 der Nut 11 mehr das Doppelte,
und zwar im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in etwa das Vierfache, des Abstandes zwischen der Naht 43 und
einer der gefalteten geschwächten
Stelle 21 (Faltstelle) abgewandten Kante 42 der
Nut 11.
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Die
Schritte 53 und 54 erfolgen nacheinander für alle geschwächten Stellen 21, 22, 23, 24, 25, 26 und
Nuten 11, 12, 13, 14, 15, 16,
wobei der Bezugsstoff 20 zunächst – wie bereits beschrieben – entlang
der geschwächten
Stelle 21 gefaltet und die gefaltete geschwächte Stelle 21 anschließend in
der Nut 11 mit der Polsterunterlage 10 entlang
einer in 2 mit Bezugszeichen 11A bezeichneten
virtuellen Linie vernäht
wird. Danach wird der Bezugsstoff 20 entlang der geschwächten Stelle 22 gefaltet
und die gefaltete geschwächte
Stelle 22 anschließend
in der Nut 12 mit der Polsterunterlage 10 entlang
einer in 2 mit Bezugszeichen 12A bezeichneten
virtuellen Linie vernäht.
Danach wird der Bezugsstoff 20 entlang der geschwächten Stelle 23 gefaltet
und die gefaltete geschwächte
Stelle 23 anschließend
in der Nut 13 mit der Polsterunterlage 10 entlang
einer in 2 mit Bezugszeichen 13A bezeichneten
virtuellen Linie vernäht.
Danach wird der Bezugsstoff 20 entlang der geschwächten Stelle 24 gefaltet
und die gefaltete geschwächte
Stelle 24 anschließend
in der Nut 14 mit der Polsterunterlage 10 entlang
einer in 2 mit Bezugszeichen 14A bezeichneten
virtuellen Linie vernäht.
Danach wird der Bezugsstoff 20 entlang der geschwächten Stelle 25 gefaltet
und die gefaltete geschwächte
Stelle 25 anschließend
in der Nut 15 mit der Polsterunterlage 10 entlang
der virtuellen Linie 15A vernäht. Zuletzt wird der Bezugsstoff 20 entlang
der geschwächten
Stelle 26 gefaltet und die gefaltete geschwächte Stelle 26 anschließend in der
Nut 16 mit der Polsterunterlage 10 entlang einer in 2 mit
Bezugszeichen 16A bezeichneten virtuellen Linie vernäht.
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Unter
Bezugnahme auf die Schritte 50, 51, 52, 53 und 54 wurde
die Herstellung des Sitzbezuges 7 in Bezug auf die Rückenlehne 2 beschrieben.
In analoger Weise wird auch der Sitzbezug 7 in Bezug auf
die Sitzfläche 3 hergestellt.
Im Anschluss erfolgt in einem Schritt 55 die Herstellung
des Fahrzeugsitzes 1 unter Verwendung des Sitzbezuges 7 in
Bezug auf die Rückenlehne 2 und
die Sitzfläche 3.
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Die
Elemente in den Figuren sind unter Berücksichtigung von Einfachheit
und Klarheit und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu gezeichnet. So sind
z.B. die Größenordnungen
einiger Elemente übertrieben
gegenüber
anderen Elementen dargestellt, um das Verständnis der Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung zu verbessern.
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- 1
- Fahrzeugsitz
- 2
- Rückenlehne
- 3
- Sitzfläche
- 5,
6
- Pfeife
- 7
- Sitzbezug
- 10
- Polsterunterlage
- 11,
12, 13, 14,15, 16
- Nut
- 11A,
12A, 13A, 14A, 15A, 16A, 60, 61
- virtulelle
Linie
- 17,
17A, 18, 18A
- Polsterunterlagen-Markierung
- 20
- Bezugsstoff
- 21,
22, 23, 24,
-
- 25,
26
- geschwächte Stelle
- 21A,
21B, 21C,21D, 21E
- Abschnitt
- 31,
32
- Bezugsstoff-Markierung
- 41,
42
- Kante
einer Nut
- 43
- Naht
- 50,
51, 52, 53,54, 55
- Schritt
- RL
- linker
Rand
- RR
- rechter
Rand