[go: up one dir, main page]

DE102006022803A1 - Einspritzdüse - Google Patents

Einspritzdüse Download PDF

Info

Publication number
DE102006022803A1
DE102006022803A1 DE200610022803 DE102006022803A DE102006022803A1 DE 102006022803 A1 DE102006022803 A1 DE 102006022803A1 DE 200610022803 DE200610022803 DE 200610022803 DE 102006022803 A DE102006022803 A DE 102006022803A DE 102006022803 A1 DE102006022803 A1 DE 102006022803A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
coupler
preloading
needle
injection
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE200610022803
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Stoecklein
Michael Bauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE200610022803 priority Critical patent/DE102006022803A1/de
Publication of DE102006022803A1 publication Critical patent/DE102006022803A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M51/00Fuel-injection apparatus characterised by being operated electrically
    • F02M51/06Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle
    • F02M51/0603Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle using piezoelectric or magnetostrictive operating means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M45/00Fuel-injection apparatus characterised by having a cyclic delivery of specific time/pressure or time/quantity relationship
    • F02M45/12Fuel-injection apparatus characterised by having a cyclic delivery of specific time/pressure or time/quantity relationship providing a continuous cyclic delivery with variable pressure
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M61/00Fuel-injectors not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00
    • F02M61/16Details not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M61/02 - F02M61/14
    • F02M61/161Means for adjusting injection-valve lift
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2200/00Details of fuel-injection apparatus, not otherwise provided for
    • F02M2200/40Fuel-injection apparatus with fuel accumulators, e.g. a fuel injector having an integrated fuel accumulator
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2200/00Details of fuel-injection apparatus, not otherwise provided for
    • F02M2200/70Linkage between actuator and actuated element, e.g. between piezoelectric actuator and needle valve or pump plunger
    • F02M2200/703Linkage between actuator and actuated element, e.g. between piezoelectric actuator and needle valve or pump plunger hydraulic
    • F02M2200/705Linkage between actuator and actuated element, e.g. between piezoelectric actuator and needle valve or pump plunger hydraulic with means for filling or emptying hydraulic chamber, e.g. for compensating clearance or thermal expansion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einspritzdüse (1) für eine Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einem Düsenkörper (2), der wenigstens ein Spritzloch (3) aufweist, einer im Düsenkörper (2) hubverstellbar gelagerten Düsennadel (5) zum Steuern einer Einspritzung von Kraftstoff durch das wenigstens eine Spritzloch (3), einem Kopplerkolben (12), der mit dem Aktor (13) antriebgekoppelt ist und der eine Kopplerfläche (21) aufweist, einer an der Düsennadel (5) oder an einem die Düsennadel (5) umfassenden Nadelverband (6) ausgebildeten Steuerfläche (17), die mit der Kopplerfläche (21) hydraulisch gekoppelt ist, und einem Ausweichkolben (25), der im Kopplerkolben (12) hubverstellbar gelagert ist, der eine mit der Kopplerfläche (21) hydraulisch gekoppelte Ausweichfläche (26) aufweist, der eine Speicherfläche (27) aufweist, die einen im Kopplerkolben (12) ausgebildeten Speicherraum (28) begrenzt, und der in einem Ausgangszustand, in dem die Düsennadel (5) das wenigstens eine Spritzloch (3) sperrt, an einem relativ zum Düsenkörper (2) ortsfesten Anschlag (32) anliegt. Um den Betrieb der Einspritzdüse (1) zu stabilisieren, ist ein Vorspannkolben (29) vorgesehen, der im Kopplerkolben (12) hubverstellbar gelagert ist, der an einer Kontaktseite (42) in den Speicherraum (28) hineinragt und an der Speicherfläche (27) anliegt und der an einer Vorspannseite (43) mit einer Vorspannkraft (30) belastet ist, die den Vorspannkolben (29) gegen den Ausweichkolben (25) zur ...

Description

  • Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einspritzdüse für eine Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 103 46 046 A1 ist eine Einspritzdüse bekannt, die mit einer direkten Nadelsteuerung arbeitet. Das bedeutet, dass eine Düsennadel oder ein die Düsennadel umfassender Nadelverband zumindest eine Druckstufe aufweist, die mit einem Zuführpfad hydraulisch gekoppelt ist, der wenigstens einem Spritzloch unter Einspritzdruck stehenden Kraftstoff zuführt. Während über die wenigstens eine Druckstufe hydraulische Öffnungskräfte in die Düsennadel bzw. in den Nadelverband einleitbar sind, können über eine an der Düsennadel bzw. am Nadelverband ausgebildete Steuerfläche hydraulische Schließkräfte in die Düsennadel bzw. in den Nadelverband eingeleitet werden. Bei geschlossener Düsennadel, also wenn das wenigstens eine Spritzloch gesperrt ist, überwiegen die Schließkräfte. Zum Öffnen der Düsennadel wird der an der Steuerfläche angreifende Druck abgesenkt, wodurch die Schließkräfte reduziert werden, so dass die Öffnungskräfte überwiegen. In der Folge hebt die Düsennadel ab und öffnet das wenigstens eine Spritzloch. Die Druckabsenkung an der Steuerfläche wird durch eine Betätigung eines Aktors und somit durch einen Hub eines mit dem Aktor antriebsverbundenen Kopplerkolbens erreicht. Ein Hydraulikraum, der sowohl von einer Kopplerfläche des Kopplerkolbens als auch von der Steuerfläche begrenzt ist, wird durch den Hub des Kopplerkolbens vergrößert, wodurch der darin herrschende Druck abfällt. Eine derartige direkte Nadelsteuerung ermöglicht kurze Einspritzzeiten sowie ein dynamisches Ansprechverhalten für die Einspritzdüse.
  • Aus der DE 10 2005 026 514 ist eine weitere Einspritzdüse bekannt, die mit direkter Nadelsteuerung arbeitet. Bei dieser Einspritzdüse ist ein im Kopplerkolben hubverstellbar gelagerter Ausweichkolben vorgesehen, der eine mit der Kopplerfläche hydraulisch gekoppelte Ausweichfläche aufweist, der eine Speicherfläche aufweist, die einen im Kopplerkolben ausgebildeten Speicherraum begrenzt, und der in einem Ausgangszustand, in dem die Düsennadel das wenigstens eine Spritzloch sperrt, an einem relativ zum Düsenkörper ortsfesten Anschlag anliegt. Durch diese Bauweise ermöglicht die Einspritzdüse die Realisierung von zwei unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen, die vom Nadelhub abhängig sind. Bei einem kleinen Öffnungshub der Düsennadel verbleibt der Ausweichkolben an seinem Anschlag, so dass der Hub des Kopplerkolbens nur die Kopplerfläche bewegt. Ab einem vorbestimmten Öffnungshub der Düsennadel hebt der Ausweichkolben von seinem Anschlag ab. In der Folge wird bei fortgesetztem Hub des Kopplerkolbens zusätzlich auch die Ausweichfläche des Ausweichkolbens bewegt. Daraus resultiert ein größeres Übersetzungsverhältnis als vor Erreichen des Öffnungshubs, so dass die Düsennadel in dieser zweiten Phase des Nadelhubs schneller öffnet und somit einen relativ großen Öffnungshub durchführen kann. Um den zweistufigen oder zweiphasigen Nadelhub realisieren zu können, ist bei der bekannten Einspritzdüse das Volumen des Speicherraums größer als das Gesamtvolumen eines von der Kopplerfläche und der Ausweichfläche begrenzten Kopplerraums und eines von der Steuerfläche begrenzten Steuerraums. Das vergleichsweise große Volumen des Speicherraums hat zur Folge, dass es bei bestimmten Betriebszuständen der Einspritzdüse zu einem unerwünschten instationären Verhalten kommen kann.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Einspritzdüse mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass das Volumen des Speicherraums vergleichsweise klein gewählt werden kann. Insbesondere muss der Speicherraum nicht größer sein als der Kopplerraum. Das Betriebsverhalten der Einspritzdüse kann dadurch stabilisiert werden. Erreicht wird dies mit Hilfe eines Vorspannkolbens, der mit einer Vorspannkraft belastet ist und damit gegen den Ausgleichskolben drückt. Auf diese Weise kann ein Druckabfall im Speicherraum, der bei einem Öffnungshub des Aktors durch die Hubverstellung des Kopplerkolbens relativ zum am Anschlag anliegenden Ausweichkolben erfolgt, durch die Vorspannkraft, mit welcher der Vorspannkolben den Ausweichkolben gegen den Anschlag andrückt, ausgeglichen werden. In der zweiten Phase des Nadelhubs übersteigen die an der Ausweichfläche angreifenden hydraulischen Kräfte die an der Speicherfläche angreifenden hydraulischen Kräfte und die ebenfalls daran angreifende Vorspannkraft des Vorspannkolbens. In der Folge kann auch hier der Ausweichkolben von seinem Anschlag abheben, um das größere Übersetzungsverhältnis zu aktivieren, wodurch ein rasches Nadelöffnen mit einem relativ großen Nadelhub erzielbar ist. Die erfindungsgemäße Einspritzdüse kann somit ebenfalls während einer ersten Phase des Nadelhubs ein erstes, relativ kleines Übersetzungsverhältnis realisieren, mit dem die Düsennadel zur Durchführung kleiner Nadelhübe ansteuerbar ist, um so exakte und kleine Anspritzmengen bei kurzen Einspritzzeiten zu realisieren. Ebenso kann die erfindungsgemäße Einspritzdüse eine zweite Phase für den Nadelhub realisieren, bei dem ein zweites, vergleichsweise großes Übersetzungsverhältnis vorliegt, mit dem die Düsennadel so angesteuert werden kann, dass in vergleichsweise kurzen Zeiten große Nadelhübe und somit große Einspritzmengen realisierbar sind. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass das große zweite Übersetzungsverhältnis dazu führt, dass der Aktor nur einen relativ kleinen Hub realisieren muss und dementsprechend vergleichsweise klein gebaut werden kann.
  • Die Verkleinerung des Volumens des Speicherraums kann zum Beispiel dazu genutzt werden, den vom Ausweichkolben relativ zum Kopplerkolben realisierbaren Hub auf ein vergleichsweise kleines Maß zu reduzieren. In der Folge kann auch die Zunahme des Volumens des Kopplerraums beim Abheben des Ausweichkolbens auf einen vergleichsweise kleinen Wert begrenzt werden. Hierdurch wird bei abgehobenem Ausweichkolben die hydraulische Kopplung zwischen Düsennadel und Aktor vergleichsweise hart oder direkt, da das die hydraulische Kopplung bewirkende Hydraulikvolumen entsprechend klein ist. Eine harte oder direkte hydraulische Kopplung zwischen Düsennadel und Aktor reduziert bei abgehobenem Ausweichkolben die Empfindlichkeit des Nadelhubs gegenüber Schwankungen im bereitgestellten Einspritzdruck. Insgesamt arbeitet die erfindungsgemäße Einspritzdüse dadurch stabiler und zuverlässiger.
  • Vorzugsweise ist im Kopplerkolben ein Vorspannraum ausgebildet, in den der Vorspannkolben mit seiner Vorspannseite hineinragt. Dieser Vorspannraum kann mit einem im Düsenkörper verlaufenden Zuführpfad hydraulisch gekoppelt sein, der im Betrieb der Einspritzdüse unter Einspritzdruck stehenden Kraftstoff dem wenigstens einen Spritzloch zuführt. In der Folge wird zumindest ein Teil der Vorspannkraft durch den an der Vorspannseite des Vorspannkolbens angreifenden Einspritzdruck hydraulisch erzeugt.
  • Alternativ oder zusätzlich kann zum Beispiel im Vorspannraum eine Vorspannfeder angeordnet sein, die ihre Federkraft in den Kopplerkolben einleitet. Somit kann zumindest ein Teil der Vorspannkraft mit Hilfe dieser Vorspannfeder erzeugt werden.
  • Weitere wichtige und Vorteile der erfindungsgemäßen Einspritzdüse ergeben sich aus den Unteransprüche, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Einspritzdüse sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen. Es zeigen, jeweils schematisch,
  • 1 eine stark vereinfachte, prinzipielle Darstellung einer Einspritzdüse nach der Erfindung im Längsschnitt,
  • 2 eine Ansicht wie in 1, jedoch bei einer anderen Ausführungsform.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • Entsprechend den 1 und 2 umfasst eine erfindungsgemäße Einspritzdüse 1 einen Düsenkörper 2, der zumindest ein Spritzloch 3 aufweist. Die Einspritzdüse 1 ist für eine Brennkraftmaschine vorgesehen, die insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet sein kann, und dient zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Einspritzraum 4, in den die Einspritzdüse 1 im montierten Zustand zumindest im Bereich des wenigstens einen Spritzlochs 3 hineinragt.
  • Die Einspritzdüse 1 enthält eine Düsennadel 5, die Bestandteil eines Nadelverbands 6 sein kann und mit deren Hilfe eine Einspritzung von Kraftstoff durch das wenigstens eine Spritzloch 3 gesteuert werden kann. Hierzu wirkt die Düsennadel 5 mit ihrer Nadelspitze 7 mit einem Nadelsitz 8 zusammen. Sitzt die Düsennadel 5 in ihrem Nadelsitz 8, ist das wenigstens eine Spritzloch 3 gesperrt, d.h. das wenigstens eine Spritzloch 3 ist von einem Zuführpfad 9 getrennt, über den unter Einspritzdruck stehender Kraftstoff bereit gestellt und dem wenigstens einen Spritzloch 3 zugeführt wird. Besagter Zuführpfad 9 ist durch das Innere des Düsenkörpers 2 geführt, so dass die im Düsenkörper 2 angeordneten Komponenten im Zuführpfad 9 quasi im Kraftstoff „schwimmen". Grundsätzlich ist jedoch auch eine andere Führung des Zuführpfads 9 möglich.
  • Die Düsennadel 5 bzw. der Nadelverband 6 ist im Düsenkörper 2 hubverstellbar gelagert. Die eigentliche Lagerung der Düsennadel 5 bzw. des Nadelverbands 6 im Düsenkörper 2 ist hier zur Vereinfachung der Darstellung nicht wiedergegeben. An der Düsennadel 5 bzw. am Nadelverband 6 ist eine Steuerraumdichthülse 10 in axialer Richtung hubverstellbar gelagert. Die Steuerraumdichthülse 10 kommt dabei an einem von der Nadelspitze 7 entfernten Ende des Nadelverbands 6 an einer Zwischenplatte 11 axial zur Anlage, die einen Bestandteil des Düsenkörpers 2 bildet. Dabei trennt die Zwischenplatte 11 in der Einspritzdüse 1 einen die Düsennadel 5 enthaltenden Nadelbereich von einem einen Kopplerkolben 12 sowie einen Aktor 13 enthaltenden Kopplerbereich. Mittels wenigstens eines Verbindungskanals 14 ist der Zuführpfad 9 durch die Zwischenplatte 11 hindurchgeführt. Die Steuerraumdichthülse 10 ist mit Hilfe einer Feder 15 gegen die Zwischenplatte 11 anliegend vorgespannt. Diese Feder 15 stützt sich dabei am Nadelverband 6 bzw. an der Düsennadel 5, z.B. über eine Stufe 16, ab und treibt dadurch die Düsennadel 5 gleichzeitig in deren Schließrichtung an. Im folgenden wird besagte Feder 15 daher auch als Schließdruckfeder 15 bezeichnet.
  • Die Düsennadel 5 bzw. der Nadelverband 6 weist eine Steuerfläche 17 auf, und zwar an einer von dem wenigstens einen Spritzloch 3 abgewandten Seite. Die Steuerfläche 17 begrenzt einen Steuerraum 18 axial, der außerdem gegenüber der Steuerfläche 17 von der Zwischenplatte 11 axial begrenzt ist. Radial ist der Steuerraum 18 von der Steuerraumdichthülse 10 begrenzt bzw. eingefasst. Der Steuerraum 18 kann über einen Steuerraumpfad 19 mit dem Zuführpfad 9 hydraulisch gekoppelt sein. Dieser Steuerraumpfad 19 kann beispielsweise wie hier im Bereich der Lagerung zwischen Düsennadel 5 bzw. Nadelverband 6 und Steuerraumdichthülse 10 ausgebildet sein, z.B. als Lagerspiel oder als wenigstens eine Längsnut, die in der Steuerdichthülse 10 und/oder in der Düsennadel 5 bzw. im Nadelverband 6 ausgebildet sein kann. Ebenso ist es möglich, den Steuerraumpfad 19 durch wenigstens eine Querbohrung durch die Steuerraumdichthülse 10 zu realisieren, die den Steuerraum 18 mit dem Zuführpfad 9 hydraulisch verbindet. Der Steuerraumpfad 19 ist vorzugsweise gedrosselt.
  • Der Kopplerkolben 12 ist mit dem Aktor 13 antriebsgekoppelt. Hierzu kann der Kopplerkolben 12 fest mit dem Aktor 13 verbunden sein. Ebenso ist es grundsätzlich möglich, dass der Kopplerkolben 12 federbelastet axial gegen den Aktor 13 vorgespannt ist. Die Antriebskopplung zwischen Kopplerkolben 12 und Aktor 13 bewirkt, dass eine Hubverstellung des Aktors 13, insbesondere zwangsläufig, eine identische Hubverstellung des Kopplerkolbens 12 erzeugt. Der Aktor 13 ist zweckmäßig als Piezoaktuator ausgestaltet, der in bestromtem Zustand in Hubrichtung eine größere Dimension aufweist als in einem unbestromten Zustand. Der Kopplerkolben 12 ist hubverstellbar im Düsenkörper 2 gelagert. Eine entsprechende Lagerung ist hier zur Wahrung der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Am Kopplerkolben 12 ist eine Kopplerraumdichthülse 20 hubverstellbar gelagert.
  • Der Kopplerkolben 12 weist eine Kopplerfläche 21 auf, die einen Kopplerraum 22 axial begrenzt. Die Kopplerfläche 21 ist ringförmig ausgestaltet. Axial gegenüber der Kopplerfläche 21 ist der Kopplerraum 22 von der Zwischenplatte 11 axial begrenzt. Desweiteren ist der Kopplerraum 22 radial durch die Kopplerraumdichthülse 20 begrenzt. Der Kopplerraum 22 ist durch einen Steuerpfad 23 mit dem Steuerraum 18 hydraulisch gekoppelt. Der Steuerpfad 23 ist hier exemplarisch in Form wenigstens einer Bohrung realisiert, welche die Zwischenplatte 11 durchdringt. Der Kopplerraum 22 kann über einen Kopplerraumpfad 24 mit dem Zuführpfad 9 hydraulisch gekoppelt sein. Der Kopplerraumpfad 24 kann dabei radial zwischen dem Kopplerkolben 12 und der Kopplerraumdichthülse 20 ausgebildet sein, z.B. als Radialspiel oder als wenigstens eine Längsnut in der Kopplerraumdichthülse und/oder im Kopplerkolben 12. Ebenso ist es grundsätzlich möglich, den Kopplerraumpfad 24 durch wenigstens eine Querbohrung auszugestalten, welche die Kopplerraumdichthülse 20 durchdringt und die den Kopplerraum 22 mit dem Zuführpfad 9 verbindet. Der Kopplerraumpfad 24 ist vorzugsweise gedrosselt.
  • Die Einspritzdüse 1 ist außerdem mit einem Ausweichkolben 25 ausgestattet, der im Kopplerkolben 12 hubverstellbar gelagert ist. Der Ausweichkolben 25 ragt in den Kopplerraum 22 hinein und weist dort eine Ausweichfläche 26 auf, die ebenfalls den Kopplerraum 22 gegenüber der Zwischenplatte 11 begrenzt. An der von der Ausweichfläche 26 abgewandten Seite weist der Ausweichkolben 25 außerdem eine Speicherfläche 27 auf, die einen Speicherraum 28 begrenzt, der ebenfalls im Kopplerkolben 12 ausgebildet ist.
  • Erfindungsgemäß weist die Einspritzdüse 1 außerdem einen Vorspannkolben 29 auf, der im Kopplerkolben 12 hubverstellbar gelagert ist und der mit einer durch einen Pfeil angedeuteten Vorspannkraft 30 belastet ist und mit dieser Vorspannkraft 30 den Ausweichkolben 25 in Richtung Zwischenplatte 11 antreibt. Hierzu stützt sich der Vorspannkolben 29 an der Speicherfläche 27 axial ab. Um zumindest einen Teil der Vorspannkraft 30 in den Vorspannkolben 30 einleiten zu können, kann beispielsweise eine Vorspannfeder 31 vorgesehen sein, die sich einerseits am Vorspannkolben 29 und andererseits am Aktor 13 oder am Kopplerkolben 12 abstützt. Mit Hilfe des Vorspannkolbens 29 ist der Ausweichkolben 25 gegen einen Anschlag 32 axial vorgespannt, der bezüglich des Düsenkörpers 2 ortsfest ausgestaltet ist. Im vorliegenden Fall ist der Anschlag 32 an der Zwischenplatte 11 ausgebildet.
  • Die Kopplerraumdichthülse 20 ist mit einer weiteren Feder 33 axial gegen die Zwischenplatte 11 angepresst. Diese weitere Feder 33 stützt sich dabei einerseits an der Kopplerraumdichthülse 20 und andererseits am Aktor 13 oder wie hier am Kopplerkolben 12, z.B. an einem daran ausgebildeten Bund 34, ab. Durch die gewählte Anordnung treibt die weitere Feder 33 gleichzeitig den Kopplerkolben 12 in dessen Öffnungsrichtung, also weg von der Zwischenplatte 11 an, so dass besagte weitere Feder 33 im folgenden auch als Öffnungsdruckfeder 33 bezeichnet wird.
  • Das Volumen des Speicherraums 28 ist bei der erfindungsgemäßen Einspritzdüse 1 vorzugsweise kleiner als das gemeinsame Volumen von Kopplerraum 22 und Steuerraum 18. Insbesondere sind Speicherraum 28 und Kopplerraum 22 etwa gleich groß. Obwohl bei den hier gezeigten Ausführungsformen Kopplerraum 22 und Steuerraum 18 separate Räume bilden, die durch den Steuerpfad 23 miteinander verbunden sind, ist auch eine andere Ausführungsform möglich, bei welcher Steuerraum 18 und Kopplerraum 22 in einem gemeinsamen Raum zusammenfallen.
  • In den 1 und 2 ist neben dem Aktor 13 durch einen Pfeil ein Aktorhub 35 symbolisiert, den der Aktor 13 bei seiner Entstromung durchführt. Mit 36 bzw. 37 sind Druckstufen bezeichnet, welche die Düsennadel 5 bzw. der Nadelverband 6 aufweist. Diese Druckstufen 36, 37 sind dem wenigstens Spritzloch 3 zugewandt und sind außerdem permanent mit dem Zuführpfad 9 hydraulisch gekoppelt. Über die Druckstufen 36, 37 werden somit hydraulische Öffnungskräfte in die Düsennadel 5 bzw. in den Nadelverband 6 eingeleitet.
  • Bei in den Nadelsitz 8 eingefahrener Düsennadel 5 ist ein Raum 38, von dem das wenigstens eine Spritzloch 3 abgeht, vom Zuführpfad 9 getrennt. Dadurch herrscht in besagtem Raum 38 ein reduzierter Druck, der dementsprechend dann auch an einer Sitzfläche 39 anliegt, die an der Nadelspitze 7 ausgebildet ist, die im Schließzustand vom Nadelsitz 8 eingefasst ist und die den Raum 38 begrenzt.
  • Der Kopplerkolben 12 weist einen Quersteg 40 auf, der den Speicherraum 28 von einem Vorspannraum 41 trennt. In diesem Quersteg 40 ist der Vorspannkolben 29 hubverstellbar gelagert. Dabei ragt der Vorspannkolben 29 mit einer Kontaktseite 42 in den Speicherraum 28 hinein und liegt mit seiner Kontaktseite 42 an der Speicherfläche 27, also am Ausweichkolben 25, vorzugsweise konzentrisch, an. Desweiteren ragt der Vorspannkolben 29 mit einer Vorspannseite 43 in den Vorspannraum 41 hinein. An dieser Vorspannseite 43 ist beispielsweise die Vorspannfeder 31 abgestützt. Besagte Vorspannfeder 31 ist dabei im Vorspannraum 41 angeordnet. Zweckmäßig ist der Vorspannraum 41 an einer dem Vorspannkolben 29 gegenüberliegenden Seite vom Aktor 13 begrenzt. Der Kopplerkolben 12 hat hier die Gestalt eines Doppelhohlkolbens.
  • Der im Vorspannraum 41 herrschende hydraulische Druck greift auch an der Vorspannseite 43 des Vorspannkolbens 29 an und erzeugt dadurch zumindest einen Teil der Vorspannkraft 30. Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen setzt sich die Vorspannkraft 30 somit aus der Kraft der Vorspannfeder 31 und aus dem Hydraulikdruck zusammen, der im Vorspannraum 41 am Vorspannkolben 29 angreift.
  • Der Vorspannraum 41 ist mit dem Zuführpfad 9 hydraulisch gekoppelt, so dass im Vorspannraum 41 der Einspritzdruck herrscht. Erreicht wird dies mittels eines entsprechenden Vorspannpfads 44, beispielsweise in Form wenigstens einer Querbohrung im Kopplerkolben 12, die den Vorspannraum 41 mit der im Zuführpfad 9 angeordneten Umgebung des Kopplerkolbens 12 hydraulisch verbindet. Der Vorspannpfad 44 kann ungedrosselt sein.
  • Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform ist der Vorspannkolben 29 zylindrisch ausgestaltet. Bei der in 2 gezeigten Ausführungsform ist der Vorspannkolben 29 an seiner Vorspannseite 43 mit einem radial vorstehenden Bund 45 versehen, an dem sich die Vorspannfeder 31 abstützt. Gleichzeitig kann der Bund 45 einen Axialanschlag für den Vorspannkolben 29 bilden. Der Bund 45 kann ein integraler Bestandteil des Vorspannkolbens 29 sein. Ebenso kann es sich um ein angebautes Bauteil handeln. Dementsprechend stützt sich dann die Vorspannfeder 31 über den Bund 45 indirekt am Vorspannkolben 29 ab.
  • Die erfindungsgemäße Einspritzdüse 1 arbeitet wie folgt:
    In dem in den 1 und 2 gezeigten Ausgangszustand befindet sich die Düsennadel 5 im Nadelsitz 8. Dementsprechend ist das wenigstens eine Spritzloch 3 gesperrt. Der Aktor 13 ist bestromt und besitzt dadurch seine größte Ausdehnung. Der Ausweichkolben 25 liegt am Anschlag 32 an. Im Speicherraum 28, im Kopplerraum 22, im Steuerraum 18 und im Vorspannraum 41 herrscht der selbe Druck wie im Zuführpfad 9, also der Einspritzdruck.
  • Zur Durchführung einer Einspritzung von Kraftstoff durch das wenigstens eine Spritzloch 3 in den Einspritzraum 4 wird der Aktor 13 entstromt, d.h., die Bestromung des Aktors 13 wird unterbrochen oder reduziert. Der Aktor 13 wird somit invers betrieben, in der Folge muss der Aktor 13 zum Schließen des wenigstens einen Spritzlochs 3 bestromt werden.
  • Beim Entstromen des Aktors 13 zieht sich dieser zusammen und führt dabei den Aktorhub 35 durch. Dieser Hubverstellung folgt der Kopplerkolben 12, unterstützt durch die Öffnungsdruckfeder 33. Hierbei nimmt das Volumen des Kopplerraums 22 zu, was mit einem entsprechenden Druckabfall im Kopplerraum 22 einhergeht. Da der Ausweichkolben 25 in dieser ersten Phase des Nadelhubs aufgrund der Vorspannkraft 30 gegen seinen Anschlag 32 vorgespannt daran anliegend bleibt, vergrößert sich durch den Aktorhub 35 außerdem das Volumen des Speicherraums 28. Mit der Zunahme des Speicherraumvolumens geht ein entsprechender Druckabfall im Speicherraum 28 einher. Bei am Anschlag 32 verbleibendem Ausweichkolben 35 kommt es zu einer Relativverstellung des Vorspannkolbens 29 bezüglich des Kopplerkolbens 12, da dieser am Ausweichkolben 25 anliegend verbleibt. Die damit einhergehende Zunahme des Volumens des Vorspannraums 41 führt jedoch nicht zu einem Druckabfall im Vorspannraum 41, da der Vorspannpfad 44 quasi ungedrosselt ist und somit Kraftstoff hinreichend schnell nachfließen kann und den Druckabfall im Vorspannraum 41 kompensieren bzw. ausgleichen kann.
  • Über die hydraulische Kopplung zwischen Steuerraum 18 und Kopplerraum 22 pflanzt sich der im Kopplerraum 22 entstehende Druckabfall unmittelbar in den Steuerraum 18 fort. In der Folge nehmen die in Schließrichtung an der Düsennadel 5 wirksamen Kräfte ab. Ab einem vorbestimmten Steuerdruck sind dann die an der Düsennadel 5 bzw. am Nadelverband 6 angreifenden Öffnungskräfte größer als die wirksamen Schließkräfte. Dementsprechend hebt die Düsennadel 5 aus dem Nadelsitz 8 ab. Anschließend kommuniziert das wenigstens eine Spritzloch 3 mit dem Zuführpfad 9. Der Einspritzvorgang beginnt. Die an der Düsennadel 5 bzw. am Nadelverband 6 angreifenden Öffnungskräfte werden beispielsweise hydraulisch über die Druckstufen 36, 37 eingeleitet.
  • Während dieser ersten Phase der Öffnungsbewegung verharrt der Ausweichkolben 25 an seinem Anschlag 32, da die daran angreifende Vorspannkraft 30 den Druckabfall im Speicherraum 28 kompensiert. Während dieser ersten Phase der Öffnungsbewegung herrscht ein erstes Übersetzungsverhältnis zwischen der Hubbewegung des Kopplerkolbens 12 und der Hubbewegung der Düsennadel 5. Dieses erste Übersetzungsverhältnis ist zumindest anfangs definiert durch das Verhältnis der Steuerfläche 17 zur Kopplerfläche 21. Dieses erste Übersetzungsverhältnis ist dabei vergleichsweise klein, so dass ein kleiner Hub des Kopplerkolbens 12 ebenfalls einen vergleichsweise kleinen Hub der Düsennadel 5 bewirkt, der jedoch schon größer sein kann als der Hub des Kopplerkolbens 12. Falls nur eine kleine Einspritzmenge realisiert werden soll, kann nun innerhalb dieser ersten Phase der Aktor 13 wieder bestromt werden, um die eingeleitete Öffnungsbewegung zu stoppen und umzukehren. Die Schließbewegung ist dann unterstützt durch die Schließdruckfeder 15.
  • Wenn jedoch eine größere Einspritzmenge realisiert werden soll, wird die Entstromung des Aktors 13 länger aufrecht erhalten, so dass sich der Kopplerkolben 12 weiter von der Zwischenplatte 11 entfernen kann. Dementsprechend kann auch die Düsennadel 5 weiter von ihrem Sitzt 8 abheben. Mit dem Abheben der Düsennadel 5 aus dem Nadelsitz kann sich im Raum 38 ein zunehmender Druck aufbauen. Auf diese Weise nehmen die in Öffnungsrichtung am Nadelverband 6 angreifenden Kräfte stark zu, was die Öffnungsbewegung der Düsennadel 5 zusätzlich beschleunigt. Dies hat zur Folge, dass das Volumen des Steuerraums 18 schneller abnimmt als das Volumen des Kopplerraums 22 zunimmt. In der Folge kommt es im Steuerraum 18 sowie im Kopplerraum 22 zu einem Druckanstieg. Dieser führt dazu, dass am Ausweichkolben 25 ab einem, insbesondere vorbestimmten, Öffnungshub der Düsennadel 5 die an der Ausweichfläche 26 angreifenden Kräfte größer sind als die an der Speicherfläche 27 angreifenden Kräfte, nämlich die Vorspannkraft 30 des Vorspannkolbens 29 und die Druckkraft des im Speicherraum 28 herrschenden Drucks. Hierdurch wird die zweite Phase der Öffnungsbewegung eingeleitet.
  • Während dieser zweiten Phase der Öffnungsbewegung hebt der Ausweichkolben 25 vom Anschlag 32 ab und fährt insbesondere in den Speicheraum 28 ein. Hierdurch ergibt sich für das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Hub des Kopplerkolbens 12 und dem Hub der Düsennadel 5 ein neuer Wert. Das neue, zweite Übersetzungsverhältnis definiert sich durch das Verhältnis der Steuerfläche 17 zur Gesamtfläche aus Kopplerfläche 21 und Ausweichfläche 26. Die Hubbewegung des Kopplerkolbens 12 zusammen mit der Hubverstellung des Ausweichkolbens 25 erzeugt somit eine relativ große Hubverstellung der Düsennadel 5. In der Folge ergibt sich für die Düsennadel 5 eine besonders hohe Öffnungsgeschwindigkeit, wodurch außerdem ein vergleichsweise großer Öffnungshub realisierbar ist. Dadurch kann durch das große zweite Übersetzungsverhältnis gleichzeitig der hierzu erforderliche Hub des Aktors 13 relativ klein bleiben, so dass der Aktor 13 und somit die Einspritzdüse 1 vergleichsweise klein bauen können.
  • Bei der Einspritzdüse 1 sind somit Steuerfläche 17, Kopplerfläche 21, Ausweichfläche 26, Speicherfläche 27, Vorspannkraft 20, der maximal mögliche Aktorhub sowie der maximal mögliche Düsennadelhub so aufeinander abgestimmt, dass sich bei der Hubverstellung des Aktors 13 zum Öffnen der Düsennadel 5 die geschilderte zweiphasige oder zweistufige Hubverstellung für die Düsennadel 5 einstellt. Während der ersten Phase oder ersten Stufe liegt der Ausweichkolben 25 an seinem Anschlag 32 an und das Übersetzungsverhältnis ist relativ klein. In der zweiten Phase oder zweiten Stufe entfernt sich der Ausweichkolben 25 von seinem Anschlag 32 und das zugehörige Übersetzungsverhältnis ist relativ groß. Durch die Einleitung der Vorspannkraft 30 in den Ausweichkolben 25 über den Vorspannkolben 29 ist es möglich, den Speicherraum 28 vergleichsweise klein zu dimensionieren. Hierdurch wird das Verhalten der Einspritzdüse 1 im Betrieb stabilisiert. Die Einspritzdüse 1 arbeitet dadurch mit erhöhter Zuverlässigkeit und mit erhöhter Präzision.

Claims (10)

  1. Einspritzdüse für eine Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, – mit einem Düsenkörper (2), der wenigstens ein Spritzloch (3) aufweist, – mit einer im Düsenkörper (2) hubverstellbar gelagerten Düsennadel (5) zum Steuern einer Einspritzung von Kraftstoff durch das wenigstens eine Spritzloch (3), – mit einem Kopplerkolben (12), der mit einem Aktor (13) antriebsgekoppelt ist und der eine Kopplerfläche (21) aufweist, – mit einer an der Düsennadel (5) oder an einem die Düsennadel (5) umfassenden Nadelverband (6) ausgebildeten Steuerfläche (17), die mit der Kopplerfläche (21) hydraulisch gekoppelt ist, – mit einem Ausweichkolben (25), der im Kopplerkolben (12) hubverstellbar gelagert ist, der eine mit der Kopplerfläche (21) hydraulisch gekoppelte Ausweichfläche (26) aufweist und der eine Speicherfläche (27) aufweist, die einen im Kopplerkolben (12) ausgebildeten Speicherraum (28) begrenzt, – wobei der Ausweichkolben (25) in einem Ausgangszustand, in dem die Düsennadel (5) das wenigstens eine Spritzloch (3) sperrt, an einem relativ zum Düsenkörper (2) ortsfesten Anschlag (32) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorspannkolben (29) vorgesehen ist, der im Kopplerkolben (12) hubverstellbar gelagert ist, der an einer Kontaktseite (42) in den Speicherraum (28) hineinragt und an der Speicherfläche (27) anliegt und der an einer Vorspannseite (43) mit einer Vorspannkraft (30) belastet ist, die den Vorspannkolben (29) gegen den Ausweichkolben (25) zur Anlage am Anschlag (32) antreibt.
  2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Kopplerkolben (12) ein Vorspannraum (41) ausgebildet ist, in den der Vorspannkolben (29) mit seiner Vorspannseite (43) hineinragt.
  3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorspannraum (41) mit einem im Düsenkörper (2) verlaufenden Zuführpfad (9) hydraulisch gekoppelt ist, der im Betrieb der Einspritzdüse (1) unter Einspritzdruck stehenden Kraftstoff dem wenigstens einen Spritzloch (3) zuführt, so dass der Einspritzdruck zumindest einen Teil der Vorspannkraft (30) erzeugt.
  4. Einspritzdüse nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplerkolben (12) einen Quersteg (40) aufweist, der den Vorspannraum (41) vom Speicherraum (28) trennt und in dem der Vorspannkolben (29) hubverstellbar gelagert ist.
  5. Einspritzdüse nach einem Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorspannfeder (31) vorgesehen ist, die einerseits am Vorspannkolben (29) und andererseits am Kopplerkolben (12) oder am Aktor (13) direkt oder indirekt abgestützt ist und die zumindest einen Teil der Vorspannkraft (30) erzeugt.
  6. Einspritzdüse nach Anspruch 5 sowie nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannfeder (31) im Vorspannraum (41) angeordnet ist.
  7. Einspritzdüse nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorspannkolben (29) einen radial vorstehenden Bund (45) aufweist, an dem die Vorspannfeder (31) abgestützt ist.
  8. Einspritzdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Düsenkörper (2) eine Zwischenplatte (11) angeordnet ist, die einerseits einen Kopplerraum (22) gegenüber der Kopplerfläche (21) und gegenüber der Ausweichfläche (26) axial begrenzt, die andererseits einen Steuerraum (18) gegenüber der Steuerfläche (17) axial begrenzt und durch die hindurch der Kopplerraum (22) mit dem Steuerraum (18) hydraulisch gekoppelt ist.
  9. Einspritzdüse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (32) an der Zwischenplatte (11) ausgebildet oder durch die Zwischenplatte (11) gebildet ist.
  10. Einspritzdüse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, – dass eine Kopplerraumdichthülse (20) vorgesehen ist, die den Kopplerraum (22) radial begrenzt, die am Kopplerkolben (12) axial verstellbar gelagert ist, die an der Zwischenplatte (11) axial anliegt und die mit einer am Kopplerkolben (12) oder am Aktor (13) abgestützten Feder (33) gegen die Zwischenplatte (11) angetrieben ist, und/oder – dass eine Steuerraumdichthülse (10) vorgesehen ist, die den Steuerraum (18) radial begrenzt, die an der Düsennadel (5) oder am Nadelverband (6) axial verstellbar gelagert ist, die an der Zwischenplatte (11) axial anliegt und die mit einer an der Düsennadel (5) oder am Nadelverband (6) abgestützten Feder (15) gegen die Zwischenplatte (11) angetrieben ist.
DE200610022803 2006-05-16 2006-05-16 Einspritzdüse Ceased DE102006022803A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610022803 DE102006022803A1 (de) 2006-05-16 2006-05-16 Einspritzdüse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610022803 DE102006022803A1 (de) 2006-05-16 2006-05-16 Einspritzdüse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102006022803A1 true DE102006022803A1 (de) 2007-11-22

Family

ID=38607831

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200610022803 Ceased DE102006022803A1 (de) 2006-05-16 2006-05-16 Einspritzdüse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102006022803A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2133552A1 (de) * 2008-06-13 2009-12-16 Robert Bosch GmbH Kraftstoffinjektor
EP2246552A1 (de) * 2009-04-22 2010-11-03 Delphi Technologies Holding S.à.r.l. Kraftstoffeinspritzventil

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2133552A1 (de) * 2008-06-13 2009-12-16 Robert Bosch GmbH Kraftstoffinjektor
EP2246552A1 (de) * 2009-04-22 2010-11-03 Delphi Technologies Holding S.à.r.l. Kraftstoffeinspritzventil
WO2010122125A3 (en) * 2009-04-22 2010-12-23 Delphi Technologies Holding S.À.R.L. Fuel injector
US9453484B2 (en) 2009-04-22 2016-09-27 Delphi International Operations Luxembourg S.A.R.L. Fuel injector

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1636484B1 (de) Einspritzdüse für brennkraftmaschinen
DE10221384A1 (de) Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
EP1853813B1 (de) Einspritzdüse
EP1908952B1 (de) Injektor für eine Kraftstoffeinspritzanlage
DE10353045A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil
EP1763628A1 (de) Einspritzdüse
DE102012222127A1 (de) Kraftstoffinjektor
EP1697628B1 (de) Einspritzdüse
EP1899597A1 (de) Injektor mit zuschaltbarem druckübersetzer
EP1908953B1 (de) Kraftstoffeinspritzanlage
DE102006022803A1 (de) Einspritzdüse
DE10326044A1 (de) Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen
EP1637727B1 (de) Steuerventil für einen Injektor
EP1377745B1 (de) Verfahren zum betreiben einer pumpe-düse-einheit sowie pumpe-düse-einheit
EP1703118B1 (de) Einspritzdüse
EP1655479B1 (de) Kraftstoffeinspritzeinrichtung
DE102005041667B4 (de) Injektor mit direkter Nadelsteuerung
DE102014211469A1 (de) Düsenbaugruppe für einen Kraftstoffinjektor sowie Kraftstoffinjektor
DE10338768A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen
DE10309078A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine
DE10337848A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine
DE10323562A1 (de) Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
DE102005016797A1 (de) Einspritzdüse
DE102004037701A1 (de) Injektor
DE10329734A1 (de) Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed

Effective date: 20130313

R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final