DE102006022205B4 - Faltenbalg - Google Patents
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Abstract
Faltenbalg mit einer Mehrzahl von gegeneinander verschieblichen Rahmenteilen (1), an denen Faltenbalgmaterial (4) angebracht ist, welches im Bereich der Rahmenteile (1) parallel zu diesen verlaufende erste Faltenspitzen (2) und zwischen den Rahmenteilen (1) parallel zu diesen verlaufende, den ersten Faltenspitzen (2) entgegengerichtete zweite Faltenspitzen (3) bildet, so dass beidseitig der zweiten Faltenspitzen (3) erste (4a) und zweite Faltenflächen (4b) gebildet werden, wobei wenigstens ein Abdeckelement (5) vorgesehen ist, welches sich im Wesentlichen parallel zur Faltenrichtung erstreckt und einen Flügel (5a) aufweist, der über der ersten (4a) und/oder der zweiten Faltenfläche (4b) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (5a) im Wesentlichen parallel entweder zur ersten oder zweiten Faltenfläche (4a, 4b) angeordnet ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Faltenbalg nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- Faltenbälge werden als Abdeckungen für Führungsbahnen von Werkzeugmaschinen verwendet. Während des Betriebs derartiger Werkzeugmaschinen werden die Faltenbalgabdeckungen von umherfliegenden Metallspänen getroffen und oftmals beschädigt. Man behilft sich in solchen Fällen mit zusammenschiebbaren Abdeckungen aus Stahllamellen, welche zwischen Werkzeugmaschine und Faltenbalgabdeckung angeordnet werden. In
DE 88 06 960 U1 ,DE 202 05 993 U1 ,DE 203 18 880 U1 sind Abdeckungen beschrieben, bei denen Schutzlamellen an den Stützrahmen von Faltenbälgen befestigt sind. Die Lamellen sind ineinander verschiebbar ausgebildet. Diese Lamellenabdeckungen sind baulich aufwendig und erfordern zudem relativ viel Bauraum, welcher insbesondere bei bestehenden Werkzeugmaschinen nicht zur Nachrüstung mit einer solchen zusammenschiebbaren Lamellenabdeckung zur Verfügung steht. - Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Faltenbalg der eingangs genannten Art anzugeben, der diese Nachteile nicht aufweist, und insbesondere eine Form der Abdeckung anzugeben, die sich bei bestehenden Maschinen bzw. Faltenbälgen nachrüsten lässt und damit Kosten spart.
- Gelöst wird die Aufgabe durch einen Faltenbalg gemäß Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den jeweiligen Unteransprüchen.
- Das erfindungsgemäße Abdeckelement lässt sich an den mit den Rahmenteilen des Faltenbalgs gebildeten Faltenspitzen befestigen und überdeckt mit dem Flügel einen angrenzenden Flächenabschnitt des Balgmaterials. Bevorzugt ist das Abdeckelement aus Federstahl ausgebildet und lässt sich am Faltenbalg anklemmen oder annieten. Beim Zusammenschieben und Auseinanderziehen wird die Angriffsfläche am Balgmaterial durch das Abdeckelement abgeschattet, so dass Beschädigungen durch Metallspäne während des Betriebs der entsprechend bestückten Werkzeugmaschine weitestgehend ausgeschlossen werden. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Abdeckelements über der Faltenfläche wird die Zusammenschiebbarkeit des Faltenbalgs nicht beeinträchtigt. Entsprechende Abdeckelemente lassen sich einfach am Balg anbringen und demzufolge bei jedem schon vorhandenen Faltenbalg bequem nachrüsten, ohne dass weitere Änderungen am Faltenbalg und dessen Anschlussperipherie erforderlich sind.
- Die Erfindung und ihre bevorzugten Ausführungsformen werden anhand der Ausführungsbeispiele der
2A bis5 und7A bis7B schematisch näher erläutert. In den Zeichnungen ist der Übersichtlichkeit halber jeweils nur ein Ausschnitt aus einem Faltenbalg mit einigen Rahmenteilen dargestellt. -
1A bis1C – sind perspektivische Abbildungen sowie ein Querschnitt des Prinzips nach einer ersten, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform, -
2A bis2C – sind perspektivische Abbildungen sowie ein Querschnitt des erfindungsgemäßen Prinzips nach einer zweiten Ausführungsform, -
3A und3B – sind eine perspektivische Abbildung sowie ein Querschnitt des erfindungsgemäßen Prinzips nach einer dritten Ausführungsform, -
4A und4B – sind den3A und3B entsprechende Abbildungen einer Modifikation der dritten Ausführungsform, -
5A bis5C – sind perspektivische Abbildungen sowie ein Querschnitt des erfindungsgemäßen Prinzips nach einer vierten Ausführungsform, -
6A bis6C – sind eine perspektivische Abbildung sowie Querschnitte des Prinzips nach einer fünften, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform, -
7A und7C – sind eine perspektivische Abbildung sowie ein Querschnitt des erfindungsgemäßen Prinzips nach einer sechsten Ausführungsform. - Eine erste, nicht erfindungsgemäße Ausführungsform der Anordnung ist in den
1A bis1C schematisch dargestellt. Der Faltenbalg besteht in der Regel aus mehreren gegeneinander verschieblichen Rahmenteilen1 , an denen das Faltenbalgmaterial4 angebracht ist. Das Faltenbalgmaterial4 bildet im Bereich der Rahmenteile1 erste Faltenspitzen2 und zweite Faltenspitzen3 , welche sich zwischen den Rahmenteilen1 bzw. zwischen den ersten Faltenspitzen2 befinden und entgegengesetzt zu den ersten Faltenspitzen2 orientiert sind. Zwischen benachbarten Faltenspitzen2 ,3 bzw. beidseitig einer Faltenspitze2 ,3 sind Faltenflächen4a ,4b ausgebildet, die zueinander je nach Abstand benachbarter Rahmenteile1 mehr oder weniger stark abgewinkelt sind. - Es weist der Faltenbalg ein Abdeckelement
5 (bevorzugt eine Mehrzahl Abdeckelemente5 ) auf, welches sich parallel zu den Rahmenteilen1 bzw. zu den Faltenspitzen2 ,3 erstreckt. Das Abdeckelement5 weist dabei einen Flügel5a auf, der so angeordnet ist, dass er wenigstens eine Faltenfläche4a ,4b (die „zugehörige” Faltenfläche) abdeckt. Im gezeigten ersten Ausführungsbeispiel ist der Flügel5a mittels eines Verbindungselements5d an der ersten Faltenspitze2 angeklemmt und die Faltenspitze schützend überdeckt. Zusätzlich können weitere Befestigungsmittel wie Nieten oder dergleichen zur Befestigung des Abdeckelements5 am Faltenbalg vorgesehen sein. Der Flügel5a des Abdeckelements5 verläuft in einem Winkel zum entsprechenden Rahmenteil1 und deckt daher die Faltenflächen4a gegen (in den Zeichnungen1A bis1C von links oben) aufprallende Metallspäne ab. Durch die Schrägstellung des Flügels5a werden auch Metallspäne am Auftreffen auf das Faltenbalgmaterial4 gehindert, die nicht unmittelbar auf die vom Flügel1a überdeckte Faltenfläche4a gerichtet sind, sondern etwa in Richtung auf Faltenfläche4b geschleudert werden. - Im folgenden werden weitere Ausführungsformen beschrieben, wobei im Hinblick auf gleiche oder funktionsgleiche Bauteile auf die bereits oben erfolgte Beschreibung verwiesen wird.
- In der in den
2A bis2C dargestellten Ausführungsform liegt der Flügel5a der Abdeckung5 auf der zugehörigen Faltenfläche4b auf und erstreckt sich im wesentlichen zwischen der Faltenspitze3 und der Faltenspitze2 . Grundsätzlich kann sich der Flügel5a des Abdeckelements5 über die gesamte Längs- oder Quererstreckung der zugehörigen Faltenfläche erstrecken oder lediglich über einen Teil derselben. Auch können mehrere Abdeckelemente5 für eine Faltenfläche4b vorgesehen sein. Ferner ist ein vorzugsweise als Klemmschiene ausgebildetes Element5d vorgesehen, welches die Funktion der Abdeckung der Faltenspitze2 übernimmt und separat vom Flügel5a vorgesehen ist, wobei der Flügel5a und das Element5d dann möglichst nah aneinander angrenzen sollten, um keine Zwischenräume zu lassen, durch welche Späne auf das Balgmaterial gelangen könnten. Der Flügel5a kann zusätzlich an der Faltenfläche4b z. B. durch Nieten befestigt sein. - Eine weitere Ausführungsform ist schematisch in den
3A und3B bzw. als Modifikation in den4A und4B dargestellt. Hier ist das erfindungsgemäße Abdeckelement5 mit seinem Flügel5a auf der zugehörigen Faltenfläche4b aufgebracht. Dies kann durch jede beliebige Befestigungstechnik sowohl lösbar als auch permanent geschehen. Das dargestellte Abdeckelement5 weist im Bereich der ersten Faltenspitze2 einen die Faltenspitze2 umgebenden Abschnitt5b auf, welcher den besonders anfälligen Bereich um die erste Faltenspitze2 abdeckt. Dieser Abschnitt5b kann ein rundes bzw. gewölbtes Profil (3A und3B ) oder auch ein gewinkeltes U-Profil (4A und4B ) oder sonstiges Profil aufweisen. Auch andere, die Faltenspitze2 überdeckende Abschnittsformen kommen in Betracht. - Etwas Entsprechendes ist in den
5A bis5C abgebildet. Wie man insbesondere in der Querschnittansicht5C erkennt, sind die Abdeckelemente5 mit ihren Flügeln5a an der jeweiligen Faltenfläche4a angebracht. Der Flügel5a erstreckt sich von der Faltenspitze3 über die entsprechende Faltenfläche4a bis zur Faltenspitze2 und ist so verlängert, dass die Faltenspitze2 zusätzlich mit abgedeckt und so gegen Spanaufprall geschützt wird. Durch diese Verlängerung wird insbesondere im ausgezogenen Zustand des Faltenbalgs eine große Abschirmfläche erzeugt. Beim Zusammenziehen des Faltenbalgs stellen sich die Flügel5a annähernd parallel zueinander, so dass das Zusammenschieben der Rahmenteile1 ohne Behinderung möglich ist. - In den
6A bis6B ist eine nicht erfindungsgemäße Faltenbalgabdeckung dargestellt. Über dem Faltenbalg ist neben dem Faltenbalgmaterial4 ein Zusatzplissee6 als Zwischenlage zwischen Faltenbalg und Abdeckelementen5 vorgesehen. Die Abdeckelemente5 sind über eine Abkantung5c mit dem Zusatzplissee6 bevorzugt durch Nieten7 verbunden. Abgewinkelt zur Abkantung5c ist der Flügel5a des Abdeckelements5 angeordnet und wiederum bevorzugt so ausgestaltet, dass er über die Faltenspitze2 hinausreicht. Die aus Zusatzplissee6 und Abdeckelementen5 gebildete Abdeckung ist bevorzugt als Ganzes mittels Klemmelementen5d am Faltenbalg im Bereich der Faltenspitzen2 befestigt, wobei die Klemmelemente5d das Zusatzplissee6 am Rahmenteil2 festklemmen, so dass ein leichtes Montieren und Demontieren der Abdeckung und insbesondere deren Nachrüstung bei bestehenden Anlagen ohne Aufwand möglich ist. - Die
7A und7B zeigen schließlich eine weitere Ausführungsform, die eine Modifikation der Ausführungsform der3A ,3B bzw.4A ,4B darstellt. Zusätzlich zu den Abdeckelementen5a sind auf der angrenzenden Faltenfläche weitere Abdeckelemente5a' vorgesehen, so dass der Faltenbalg nahezu vollständig mit Abdeckelementen abgedeckt bzw. plattiert ist. Bei dieser und allen anderen Ausführungsformen können die Abdeckelemente5a dabei bevorzugt im Bereich der Faltenspitze3 an den Ecken abgerundet sein, um das Balgmaterial durch spitze Ecken beim Zusammenfahren nicht zu beschädigen. - Die erfindungsgemäßen Abdeckelemente eigenen sich besonders als Nachrüstsatz für bestehende Anlagen und können ohne weitere Modifikation bei allen gängigen Faltenbälgen montiert werden.
Claims (8)
- Faltenbalg mit einer Mehrzahl von gegeneinander verschieblichen Rahmenteilen (
1 ), an denen Faltenbalgmaterial (4 ) angebracht ist, welches im Bereich der Rahmenteile (1 ) parallel zu diesen verlaufende erste Faltenspitzen (2 ) und zwischen den Rahmenteilen (1 ) parallel zu diesen verlaufende, den ersten Faltenspitzen (2 ) entgegengerichtete zweite Faltenspitzen (3 ) bildet, so dass beidseitig der zweiten Faltenspitzen (3 ) erste (4a ) und zweite Faltenflächen (4b ) gebildet werden, wobei wenigstens ein Abdeckelement (5 ) vorgesehen ist, welches sich im Wesentlichen parallel zur Faltenrichtung erstreckt und einen Flügel (5a ) aufweist, der über der ersten (4a ) und/oder der zweiten Faltenfläche (4b ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (5a ) im Wesentlichen parallel entweder zur ersten oder zweiten Faltenfläche (4a ,4b ) angeordnet ist. - Faltenbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (
5 ) einen Abschnitt (5b ) aufweist, der die erste Faltenspitze (2 ) zumindest teilweise umgibt. - Faltenbalg nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (
5 ) aus Federstahl ausgebildet ist. - Faltenbalg nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (
5 ) mit der zugehörigen Faltenfläche (4a ,4b ) verbunden ist. - Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (
5 ) mit einer ersten Faltenspitze (2 ) verbunden ist. - Faltenbalg nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Verbindung zwischen Abdeckelement (
5 ) und erster Faltenspitze (2 ) um eine lösbare Klemmverbindung oder eine feste Nietverbindung handelt. - Faltenbalg nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Faltenbalgmaterial (
4 ) und Abdeckelement (5 ) eine Zwischenlage (6 ) vorgesehen ist. - Faltenbalg nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der über der zugehörigen Faltenfläche (
4a ,4b ) angeordnete Flügel (5a ) sich von der zweiten Faltenspitze (3 ) aus gesehen bis hinter eine benachbarte erste Faltenspitze (2 ) erstreckt.
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