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DE102006022006A1 - Verfahren zur Herstellung einer Linearführung zum Verfahren eines Schlittens eines Gerätes entlang einer Richtung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Linearführung zum Verfahren eines Schlittens eines Gerätes entlang einer Richtung Download PDF

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DE102006022006A1
DE102006022006A1 DE200610022006 DE102006022006A DE102006022006A1 DE 102006022006 A1 DE102006022006 A1 DE 102006022006A1 DE 200610022006 DE200610022006 DE 200610022006 DE 102006022006 A DE102006022006 A DE 102006022006A DE 102006022006 A1 DE102006022006 A1 DE 102006022006A1
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Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Linearführung (14, 15 oder 22, 23) zum Verfahren eines Schlittens (18 oder 20) eines Gerätes (30) entlang einer Richtung (x, y, z). Das erfindungsgemäße Verfahren sieht hierbei folgende Verfahrensschritte vor:
- Befestigen wenigstens einer Führungsschiene (14, 15 oder 22, 23) auf einer Tragstruktur (11), gegenüber der der Schlitten (18) verfahren werden soll, oder auf dem zu verfahrenden Schlitten (20) selbst,
- Bearbeiten wenigstens einer Laufbahn der auf der Tragstruktur oder dem Schlitten befestigten Führungsschiene (14, 15 oder 22, 23), derart, dass eine Bewegung des Schlittens entlang der Führung möglich ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Linearführung zum Verfahren eines Schlittens eines Gerätes entlang einer Richtung. Derartige Verfahren sind aus dem Stand der Technik bereits seit langem bekannt.
  • Bei diesen Verfahren wird üblicherweise eine oder mehrere fertig bearbeitete Führungsschiene an einer Tragstruktur oder am Schlitten selbst befestigt. Hierzu muss die Tragstruktur oder der Schlitten bereits hochgenau für die Aufnahme der Führungsschiene vorbereitet worden sein, damit im montierten Zustand der Schlitten weitgehend fehlerfrei entlang der Führung bewegt werden kann. Wird die Führungsschiene nicht weitgehend fehlerfrei montiert, treten bei einer Bewegung des Schlittens entlang der Führungsschiene Translationsfehler und Rotationsfehler des Schlittens auf. Oftmals sind noch Justageeinrichtungen vorgesehen, über die die Position der Führungsschiene nachträglich korrigiert werden kann.
  • Beispielsweise zeigt die deutsche Offenlegungsschrift DE 41 15 014 A1 ein Koordinatenmessgerät, bei dem ein solches Verfahren zum Einsatz kommt. Hierin werden zur Führung der vertikal ausgerichteten Säule eines Ständermessgerätes entlang einer Richtplatte seitlich an der Richtplatte zwei fertig bearbeitete Führungsschienen übereinander liegend mit Schrauben an der Richtplatte montiert. Die Schrauben sind zusätzlich mit Justierelementen versehen, über die nachträglich noch der Abstand der Führungsschienen von der Richtplatte verändert werden kann, so dass nachträglich noch Fehler behoben werden können.
  • Solche Verfahren haben in der Vergangenheit gut funktioniert. Trotzdem ist festzustellen, dass hierzu ein relativ hoher Aufwand notwendig ist, um die Führungen auszurichten. Zum einen mussten sowohl die Führungsschienen hochgenau bearbeitet werden, wie auch die Tragstruktur oder der Schlitten, an dem die Führungsschiene befestigt wurde. Zum anderen war trotzdem insbesondere bei längeren Verfahrwegen entlang der Führungsschiene zusätzlich eine aufwändige nachträgliche Justage der Führungsschiene notwendig.
  • Hiervon ausgehend liegt unserer Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Linearführung zum Verfahren eines Schlittens eines Gerätes entlang einer Richtung anzugeben, mit dem der Herstellungsaufwand verringert wird.
  • Die Aufgabe wird durch ein Herstellungsverfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst durch folgende Verfahrensschritte:
    • – befestigen wenigstens einer Führungsschiene auf einer Tragstruktur, gegenüber der der Schlitten verfahren werden soll oder auf dem zu verfahrenden Schlitten selbst
    • – bearbeiten wenigstens einer Laufbahn der auf der Tragstruktur oder dem Schlitten befestigten Führungsschiene derart, dass eine Bewegung des Schlittens entlang der Führung möglich ist
  • Der Grundgedanke der Erfindung ist hierbei darin zu sehen, dass die Laufbahn der Führungsschiene erst dann fertig bearbeitet wird, wenn die Führungsschiene an der Tragstruktur oder am Schlitten befestigt ist. Hierdurch ergibt sich der besondere Vorteil, dass hierdurch bei der ohnehin erforderlichen Feinbearbeitung der Führungsschiene gleichzeitig die Fehler beseitigt werden, die durch eine fehlerbehaftete Montage der Führungsschiene an der Tragstruktur oder am Schlitten entstehen. Es kann also einerseits auf den Verfahrensschritt verzichtet werden, dass die Tragstruktur oder der Schlitten durch eine aufwändige Feinbearbeitung für die Aufnahme der Führungsschiene vorbereitet wird. Andererseits kann auch, soweit erforderlich, auf eine nachträgliche Justage der montierten Führungsschiene verzichtet werden.
  • Eine Bewegung des Schlittens entlang der Führung ist dann möglich, wenn der der Führungsschiene zugeordnete Führungswagen mit für die Funktion des Gerätes hinreichend geringen Abweichungen entlang der Führung bewegt werden kann.
  • Zur Bearbeitung der Führungsschiene im montierten Zustand wird man die Führungsschiene vorzugsweise schleifen. Bei größeren Abweichungen der Führungsschiene kann zusätzlich vor dem Schleifvorgang, mit dem die Feinbearbeitung der Führungsschiene vorgenommen wird, auch ein Fräsvorgang vorgesehen sein, mit dem auch ein größerer Materialabtrag in relativ kurzer Zeit möglich ist. Zusätzlich können bei der Fertigbearbeitung auch Flächen angebracht werden, die für ein Wegmesssystem oder einen Antrieb benötigt werden.
  • Damit die Fertigbearbeitung der Führungsschiene im montierten Zustand möglichst einfach und zügig erfolgen kann, sollte die Führungsschiene bereits vor der Befestigung an der Tragstruktur oder an dem Schlitten so weit wie möglich fertig gestellt sein. Die Führungsschienen sollten also beispielsweise bereits gezogen, gerichtet, gehärtet, gebohrt etc. sein.
  • Hinsichtlich der Befestigung der Führungsschiene auf der Tragstruktur oder auf dem Schlitten kommen grundsätzlich eine Vielzahl von Befestigungsverfahren in Betracht. Entscheidend hierbei ist, dass die Lage der Führungsschiene im befestigten Zustand gegenüber der Tragstruktur oder dem Schlitten erhalten bleibt. Die Führungsschiene kann hierbei beispielsweise über Schrauben an der Tragstruktur oder am Schlitten befestigt sein. Es können aber auch Befestigungstechniken verwendet werden, über die die Führungsschiene nicht mehr ohne weiteres gegenüber der Tragstruktur oder dem Schlitten verändert werden kann. Beispielsweise kann die Führungsschiene verklebt werden, festgelötet werden oder verschweißt werden. Um die Position vor dem Verlöten oder Verschweißen festzulegen, kann die Führungsschiene vorher über Schrauben in der gewünschten Position fixiert werden. Die Position kann aber auch während des Verklebens durch Schrauben fixiert werden, wobei dann die Führungsschiene zum Befestigen mit der Tragstruktur oder mit dem Schlitten sowohl verschraubt, wie auch verklebt wird.
  • Hinsichtlich der Führungsschiene, der Tragstruktur und dem Schlitten sind vielfältige Variationen möglich. Beispielsweise kann die Führungsschiene vielfältig variieren. Es kann sich hierbei beispielsweise um eine Führungsschiene handeln, auf der das relativ zu der Führungsschiene bewegliche Teil über Luftlager beweglich gelagert ist. Es kann sich aber auch um eine Führungsschiene handeln, bei der die Lagerung über Rollen oder über Kugeln, beispielsweise mittels eines Kugelumlaufschuhs, erfolgt. Besonders vorteilhaft kann als Führungsschiene eine profilierte Stahlführungsschiene verwendet werden, die für zugeordnete Kugelumlaufschuhe vorgesehen ist.
  • Die Führungsschiene kann so ausgestaltet sein, dass für die betreffende Bewegungsrichtung nur diese eine Führungsschiene erforderlich ist. Bei schweren Schlitten können für die betreffende Bewegungsrichtung aber auch zwei oder mehr parallele Führungsschienen vorgesehen sein.
  • Die Erfindung kann bei praktisch allen Linearachsen bekannter Geräte Einsatz finden, wie beispielsweise bei Koordinatenmessgeräten oder auch anderen Geräten, wie CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen. Dementspechend kann die Tragstruktur und der Schlitten vielfältig variieren. Beispielsweise können alle Linearachsen von Ständermessgeräten entsprechend hergestellt werden, also die Führungen zum Verfahren des vertikal ausgerichteten Ständers entlang der Richtplatte, die Führungen zum Verfahren des Kreuzschiebers entlang dem Ständer in vertikaler Richtung oder die Führung zum Verfahren des horizontal auskragenden Messarms am Kreuzschieber. Im Falle des Ständers ist mithin die Richtplatte die Tragstruktur und der Ständer der Schlitten. Im Falle der beweglichen Lagerung des Kreuzschiebers ist der Ständer die Tragstruktur und der Kreuzschieber der Schlitten. Im Falle des Messarms ist der Kreuzschieber die Tragstruktur und der Messarm der Schlitten.
  • Genauso kann das Verfahren jedoch auch für alle anderen Arten von Koordinatenmessgeräten verwendet werden. Beispielsweise können bei einem Portalmessgerät die Führungen für das den Messtisch überspannende Portal, die Führungen zur Bewegung des X-Schlittens entlang dem Portal oder die Führungen zur Bewegung der vertikalen Pinole entlang dem X-Schlitten entsprechend hergestellt werden. Sofern ein beweglicher Messtisch vorgesehen ist, können auch die Führungen zur Bewegung dieses Messtisches entsprechend hergestellt werden.
  • In Abhängigkeit von der jeweiligen Tragstruktur und dem zugehörigen Schlitten wird die Führungsschiene entweder an der Tragstruktur oder am Schlitten befestigt. Im Falle eines Ständermessgerätes beispielsweise wird für die Führungen zur Bewegung des Ständers die Führungsschiene an der Richtplatte, also der Tragstruktur befestigt. Im Falle des horizontal auskragenden Messarms hingegen werden die Führungsschienen am Messarm, also am Schlitten, befestigt.
  • Besonders vorteilhaft wird die Führungsschiene an einer Tragstruktur oder einem Schlitten befestigt, das als ein Kastenprofil hergestellt wurde, welches aus mehreren Blechteilen zusammengeschweißt wurde oder welches durch ziehen oder pressen eines Profil hergestellt wurde. Hierdurch kann die Tragstruktur oder der Schlitten besonders günstig hergestellt werden.
  • Weitere Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Figuren, in denen das erfindungsgemäße Verfahren rein beispielhaft für ein Koordinatenmessgerät erläutert wird. Hierin zeigen:
  • 1: Ein Koordinatenmessgerät mit einer erfindungsgemäß hergestellten Linearführung
  • 2: Teile des Messarms 20 des Koordinatenmessgerätes aus 1
  • 3: Schematische Ansicht des Messarms 20 gemäß 2 von unten
  • 4: Diagramm der wesentlichen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens
  • 1 zeigt ein Koordinatenmessgerät 30 in Ständerbauweise bei dem das erfindungsgemäße Verfahren angewandt wurde. Das Koordinatenmessgerät weist eine Richtplatte 11 auf, die über drei Auflagen 9a, 9b und 9c (Auflage 9c ist nicht sichtbar) in einer dafür vorgesehenen Versenkung eines Hallenbodens 4 angeordnet ist, so dass die Oberseite der Richtplatte 11 bündig mit dem Hallenfußboden abschließt. Seitlich der Richtplatte 11 sind hierbei zwei Führungsschienen 14 und 15 befestigt, an denen ein Ständer 18 über entsprechende Rollen, die den Führungswagen bilden, beweglich in der mit x bezeichneten Richtung gelagert ist. Die Richtplatte 11 übernimmt in diesem Fall die Funktion der Tragstruktur, an der die Führungsschienen 14 und 15 befestigt sind, während der Ständer 18 im vorliegenden Fall der Schlitten ist, der in x-Richtung beweglich ist. Die Position des Ständers 18 in der betreffenden Richtung kann hierbei über einen nicht näher dargestellten Inkrementalmaßstab gemessen werden.
  • Am Ständer 18 wiederum ist ein Kreuzschieber 19 ebenfalls über Führungsschienen in der mit z bezeichneten Richtung beweglich gelagert, die auf der in 1 nicht sichtbaren Vorderseite des Ständers 18 in erfindungsgemäßer Weise angeordnet sind. Die Tragstruktur ist in diesem Falle der Ständer 18, an dem ebenfalls die Führungsschienen befestigt sind, während der bewegliche Schlitten der Kreuzschieber 19 ist. Die Position wird ebenfalls über einen nicht sichtbaren Inkrementalmaßstab festgestellt.
  • Am Kreuzschieber 19 wiederum ist in der mit y bezeichneten Messrichtung ein horizontal auskragender Messarm 20 beweglich gelagert, wobei auch dessen Position in der betreffenden Richtung y über einen Inkrementalmaßstab ermittelt wird. Dies wird im folgenden näher anhand der 2 und 3 erläutert werden.
  • 2 zeigt hierbei Teile des Messarms 20 des Koordinatenmessgerätes aus 1 in einer perspektivischen Ansicht, bei der die Unterseite des Messarms 20 sichtbar ist. Wie hieraus ersichtlich, ist der Messarm 20 aus einem Kastenprofil hergestellt, das aus mehreren Blechteilen zusammengeschweißt ist. Auf der Unterseite des Kastenprofils sind, wie dies weiter unten noch ausführlich erläutert werden wird, die Führungsschienen 22 und 23 angeschweißt.
  • 3 zeigt hierbei eine rein schematische Darstellung der Unterseite des Messarms 20. Wie hieraus ersichtlich wirken die Führungsschienen 22, 23 zur beweglichen Lagerung des Messarms 20 in der y-Richtung mit Kugelumlaufschuhen 24 und 25 zusammen, die wiederum auf dem Kreuzschieber 19 (vgl. 1) befestigt sind. Die Kugelumlaufschuhe bilden hierbei den entlang der Führungsschienen beweglich Führungswagen.
  • Für die y-Richtung übernimmt damit also der Kreuzschieber 17 die Funktion der Tragstruktur während der Messarm 20 die Funktion des Schlittens übernimmt. Abweichend zu den Messrichtungen x und z sind die Führungsschienen 22 und 23 für die Messrichtung x also nicht an der Tragstruktur befestigt, sondern am Schlitten.
  • Am Ende des Messarms 20 (vgl. wieder 1) ist eine Sensorik 21 befestigt, mit der das nicht näher gezeigte Werkstück angetastet werden kann. Aus den Signalen der Sensorik 21 und den Maßstabswerten der Schlitten werden dann Messpunkte über einen hier ebenfalls nicht näher gezeigten Steuer- und Auswerterechner ermittelt.
  • Im Zusammenhang mit 4 soll nunmehr das erfindungsgemäße Verfahren erläutert werden, wie die Führungsschienen 14 und 15 für die x-Richtung, die nicht sichtbaren Führungsschienen für die z-Richtung und die Führungsschienen 22, 23 für die y-Richtung hergestellt wurden. Gemäß einem ersten Schritt 27 wird die betreffende Führungsschiene 14 oder 15 in der betreffenden Messrichtung x auf einer Tragstruktur (hier die Richtplatte 11) befestigt. Dies geschieht im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch Anschweißen der aus Stahl hergestellten Führungsschienen 14 und 15 an der ebenfalls aus Stahl hergestellten Richtplatte 11. Im Falle der Führungsschienen 22, 23 werden die Führungsschienen über einen Schweißvorgang am Schlitten (Messarm 20) selbst und nicht an der Tragstruktur (Kreuzschieber 19) befestigt. In einem nächsten Bearbeitungsschritt, der mit dem Bezugszeichen 28 bezeichnet ist, werden die Laufbahnen der Führungsschienen 14, 15, 22 und 23 durch einen Schleifvorgang so bearbeitet, dass eine Bewegung des Schlittens entlang der Führung möglich ist, wenn der Schlitten bestimmungsgemäß an der Tragstruktur angeordnet wird. Dies ist im Falle der Führungsschienen 14 und 15 konkret dann der Fall, wenn die Rollen des Ständers 18 (also der Führungswagen) mit hinreichend geringen Fehlern entlang der Führungsschienen 14 und 15 bewegt werden kann. Im Falle der Führungsschienen 22 und 23 ist dies dann der Fall, wenn die Kugelumlaufschuhe 24 und 25, die hier den Führungswagen bilden, mit hinreichend geringen Fehlern entlang der Führungsschienen 22 und 23 bewegt werden können.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Linearführung zum Verfahren eines Schlittens eines Gerätes (30) entlang einer Richtung (x, y, z) umfassend folgende Verfahrensschritte: – befestigen wenigstens einer Führungsschiene (14, 15 oder 22, 23) auf einer Tragstruktur (11), gegenüber der der Schlitten (18) verfahren werden soll oder auf dem zu verfahrenden Schlitten (20) selbst – bearbeiten wenigstens einer Laufbahn der auf der Tragstruktur oder dem Schlitten befestigten Führungsschiene derart, dass eine Bewegung des Schlittens entlang der Messrichtung möglich ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei an der Tragstruktur oder an dem Schlitten mehrere Führungsschienen (14, 15 oder 22, 23) befestigt werden und an jeder Führungsschiene wenigstens eine Laufbahn bearbeitet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Bearbeitung der Laufbahn das Schleifen der Laufbahn umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei vor dem Schleifen die Laufbahn gefräst wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zum Befestigen der Führungsschiene die Führungsschiene an der Tragstruktur oder am Schlitten angeschweißt oder angelötet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Führungsschiene vor dem Verschweißen oder dem Verlöten angeschraubt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Führungsschiene zum Befestigen an der Tragstruktur oder am Schlitten angeschraubt wird oder mit der Tragstruktur oder dem Schlitten verklebt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Führungsschiene zum Befestigen mit der Tragstruktur oder mit dem Schlitten sowohl verschraubt, wie auch verklebt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Führungsschiene an einer Tragstruktur oder einem Schlitten befestigt wird, die/der aus einem Kastenprofil hergestellt wurde, welches aus mehreren Blechteilen zusammengeschweißt wurde oder welches durch ziehen oder pressen eines Profil hergestellt wurde.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gerät ein Koordinatenmessgerät ist.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als Führungsschienen profilierte Stahlführungsschienen verwendet werden, die für zugeordnete Kugelumlaufschuhe vorgesehen sind.
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