DE102006021842A1 - Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung mit Vormontage einer Blindnietmutter - Google Patents
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Abstract
Beschrieben wird ein Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil und einem Trägerbauteil mittels einer Schraube und einer Blindnietmutter. Bei dem Verfahren erfolgt zunächst eine Vormontage einer Montageeinheit, bestehend aus dem Anbauteil, der Schraube und der Blindnietmutter oder einer Montageeinheit, bestehend aus dem Trägerbauteil und der Blindnietmutter, durch welche die Blindnietmutter an dem jeweiligen Teil verliersicher gehalten wird. Die Montageeinheit kann dann von einer Montagestelle zu einer anderen Montagestelle, insbesondere von einem Zulieferer zu dessen Kunden, transportiert werden, wo dann die Endmontage erfolgt, bei der die Blindnietmutter durch Bilden eines Stauchwulstes gesetzt wird.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil und einem Trägerbauteil mittels einer Schraube und einer Blindnietmutter.
- Blindnietmuttern zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen zwei oder mehr Bauteilen werden üblicherweise dort eingesetzt, wo die Fügestelle nur von einer Seite der Bauteile aus zugänglich ist. Zum Herstellen der Niet-Schraubverbindung sind mehrere Montageschritte erforderlich. Die Montageschritte umfassen im Allgemeinen: Lochen der Bauteile, Positionieren der Bauteile mit zueinander fluchtenden Löchern, Setzen der Blindnietmutter mittels eines Spindel-Hub-Werkzeuges, Einschrauben und Festziehen einer Befestigungsschraube in die Blindnietmutter. Das Setzen der Blindnietmutter mittels des Spindel-Hub-Werkzeuges erfolgt in der Weise, dass die Blindnietmutter auf einen Zugdorn des Werkzeuges „aufgespindelt" wird, worauf dann mit Hilfe des Zugdornes die Blindnietmutter axial gestaucht und dadurch ein Stauchwulst gebildet wird. Bei speziell ausgebildeten Blindnietmuttern kann für den Setzvorgang auch ein Werkzeug mit einer rotierenden Spindel verwendet werden.
- In jedem Fall sind zum Herstellen der Niet-Schraubverbindung mehrere Montageschritte erforderlich. Müssen diese Montageschritte beispielsweise in einer Fertigungsstrasse zum Zusammenbau eines Fahrzeuges durchgeführt werden, wo ein Tragbauteil in Form einer Fahrzeugkarosserie mit einem Anbauteil in Form beispielsweise eines Anlassers zu verbinden ist, so kann der zum Herstellen der Niet-Schraubverbindung erforderliche Zeitaufwand für den übrigen Fertigungsprozess störend sein.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil und einem Trägerbauteil mittels einer Schraube und einer Blindnietmutter anzugeben, das eine höhere Flexibilität als vorbekannte Verfahren hat und insbe sondere die Aufteilung der Montage in räumlich getrennte Montageschritte erlaubt.
- Zwei Verfahren zum Lösen dieser Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung sind in den Ansprüchen 1 und 6 definiert.
- Gemäß einer Lösung der Erfindung umfasst das Verfahren zum Herstellen der Niet-Schraubverbindung die folgenden Schritte:
- A) Vormontage einer Montageeinheit, bestehend aus dem Anbauteil, der Schraube und der Blindnietmutter, an einer ersten Montagestelle, indem die Schraube durch ein Loch des Anbauteils hindurch in die Blindnietmutter eingeschraubt und mit einem kleinen Drehmoment angezogen wird, wodurch die Blindnietmutter unter einer bestimmten Vorspannung am Anbauteil verliersicher gehalten wird,
- B) Transport der Montageeinheit von der ersten Montagestelle zu einer zweiten Montagestelle,
- C) Endmontage der Niet-Schraubverbindung an der zweiten Montagestelle, indem
- a) das Anbauteil am Trägerbauteil angelegt und hierbei die Blindnietmutter in ein Loch des Trägerbauteils eingesteckt wird, und
- b) die Schraube mit einem großen Drehmoment angezogen wird, um die Blindnietmutter durch Bilden eines Stauchwulstes zu setzen, so dass das Anbauteil und das Trägerbauteil zwischen dem Kopf der Schraube und dem Stauchwulst eingespannt wird.
- Das Verfahren gemäß dieser Lösung bietet die Möglichkeit, die Vormontage der aus dem Anbauteil, der Schraube und der Blindnietmutter bestehenden Montageeinheit bei einem Zulieferer durchzuführen. Die vormontierte Montageeinheit wird dann beispielsweise zu einem Fahrzeughersteller transportiert, der dann lediglich die Endmontage der Niet-Schraubverbindung durchführen muss. Der Montageaufwand und die Montagedauer beispielsweise in der Fertigungsstrasse des Fahrzeugherstellers verringern sich dann in signifikanter Weise. Selbstverständlich können jedoch beide Montageschritte auch beim Fahrzeughersteller durchgeführt werden.
- Das Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung gemäß einer zweiten Lösung der Erfindung umfasst die folgenden Montageschritte:
- A) Vormontage einer Montageeinheit, bestehend aus dem Trägerbauteil und der Blindnietmutter, an einer ersten Montagestelle, indem die Blindnietmutter durch Form- und/oder Stoff- und/oder Kraftschluss in einem Loch des Trägerbauteils fixiert wird, so dass die Blindnietmutter am Trägerbauteil unverlierbar gehalten wird,
- B) Transport der Montageeinheit von der ersten Montagestelle zu einer zweiten Montagestelle,
- C) Endmontage der Niet-Schraubverbindung an der zweiten Montagestelle, indem
- a) das Anbauteil an der Montageeinheit angelegt wird, und
- b) die Schraube durch ein Loch des Anbauteils hindurch in die Blindnietmutter eingeschraubt und mit einem großen Drehmoment angezogen wird, um die Blindnietmutter durch Bilden eines Stauchwulstes zu setzen, wodurch das Anbauteil und das Trägerbauteil zwischen dem Kopf, der Schraube und dem Stauchwulst eingespannt werden.
- Bei diesem Verfahren werden zwar die Vormontage und die Endmontage üblicherweise bei ein und demselben Hersteller durchgeführt. Diese Lösung bietet jedoch die Möglichkeit, die Vormontage an einer anderen Montagestelle als die Endmontage durchzuführen. So erfolgt beispielsweise die Endmontage in einer Fertigungsstrasse des Herstellers, wodurch der zum Herstellen der Niet-Schraubverbindung in der Fertigungsstrasse erforderliche Zeitaufwand entsprechend verringert wird.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
- Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der beiden Lösungen gemäß der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
-
1 eine Seitenansicht einer Blindnietmutter; -
2 eine vormontierte Montageeinheit, die aus einem Anbauteil, einer Blindnietmutter und einer Schraube besteht; -
3 und4 der2 entsprechende Darstellungen in zwei unterschiedlichen Phasen der Endmontage der Niet-Schraubverbindung. -
5 und6 eine aus einem Trägerbauteil und einer Blindnietmutter bestehenden Montageeinheit in zwei unterschiedlichen Phasen der Vormontage, wobei die mit Z bezeichneten Ausschnitte Details der Montageeinheit in vergrößertem Maßstab zeigen; -
7 eine den5 und6 entsprechende Darstellung der fertigen Niet-Schraubverbindung, wobei wiederum der mit einem Z bezeichnete Ausschnitt ein Detail der Niet-Schraubverbindung in vergrößertem Maßstab zeigt. - Das anhand der
1 bis4 zu beschreibenden Verfahren dient zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil A und einem Trägerbauteil T mittels einer Blindnietmutter2 und einer Schraube4 , wie sie in4 dargestellt ist. Bei dem Trägerbauteil T handelt es sich beispielsweise um ein Karosserieteil eines Fahrzeuges, und bei dem Anbauteil A beispielsweise um ein Anlasserteil. - Bei der Lösung gemäß den
1 bis4 wird so vorgegangen, dass in einer Vormontage zunächst eine Montageeinheit M1 hergestellt wird, die aus dem Anbauteil A, der Blindnietmutter2 und der Schraube4 besteht. Wie in1 zu sehen ist, setzt sich die Blindnietmutter2 aus einem hohlen, mit Innengewinde versehenen Schaft6 und einem Flansch8 zusammen. Unter dem Begriff „Flansch" ist in diesem Zusammenhang jeder querschnittsvergrößerte Abschnitt der Blindnietmutter2 , beispielsweise in Form eines Senkkopfes oder anderen Kopfes, zu verstehen. Der Schaft6 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel mit längs verlaufenden Schlitzen10 versehen, um die Flexibilität des Schaftes zu erhöhen und dadurch die Wulstbildung zu erleichtern, wie noch genauer erläutert wird. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass längs verlaufende Schlitze nicht unbedingt erforderlich sind. Wichtig ist lediglich, dass der Schaft6 eine hohe Verwindungssteifigkeit in Relation zur axialen Verformbarkeit hat, um die Wulstbildung durch die Schraube4 zu ermöglichen, wie ebenfalls noch genauer beschrieben wird. - Die Schraube
4 besteht aus einem mit Außengewinde versehenen Schaft12 und einem Kopf14 , der im dargestellten Ausführungsbeispiel als Mehrkant ausgebildet ist. Es kann jedoch auch eine beliebig andere Schraube verwendet werden. - Bei der Vormontage wird der Schaft
12 der Schraube4 durch ein vorgebohrtes Loch18 des Anbauteils A hindurch in die Blindnietmutter2 eingeschraubt und mit einem relativ kleinen Drehmoment angezogen, wodurch die Blindnietmutter2 bereits etwas gespreizt wird. Hierdurch wird die Blindnietmutter2 mit leichter Vorspannung am Anbauteil A verliersicher gehalten. - Wie in
2 zu sehen ist, sitzt der Flansch8 der Blindnietmutter2 in einer Ausnehmung16 an der Unterseite des Bauteiles A. Der Flansch8 der Blindnietmutter2 und die Ausnehmung16 des Anbauteiles A haben aneinander angepasste unrunde Formen, wodurch eine Drehsicherung der Blindnietmutter2 relativ zu dem Anbauteil A gebildet wird. Die unrunde Form des Flansches8 und der Ausnehmung16 kann beispielsweise von einem Mehreck (Viereck, Sechseck, etc.), einer Ellipse, einem nasenförmigen Ansatz, oder dergleichen gebildet werden. Statt eines Formschlusses oder zusätzlich zu einem Formschluss kann auch ein Kraftschluss und/oder Stoffschluss zum Erzeugen der Drehsicherung vorgesehen werden. Der Stoffschluss kann beispielsweise aus einer Klebstoffverbindung bestehen. Der Kraftschluss wird beispielsweise durch Rauhigkeiten wie eine Rändelung oder andere Oberflächenunregelmäßigkeit gebildet. - Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Kopf
14 der Schraube4 und der Oberseite des Anbauteils A eine Beilagscheibe20 vorgesehen; eine Beilagscheibe ist natürlich ebenfalls nicht unbedingt erforderlich. - Die vormontierte Montageeinheit M1, bestehend aus dem Anbauteil A, der Blindnietmutter
2 und der Schraube4 , kann nun als Einheit „gehandled" werden. Wie bereits eingangs erwähnt, bietet dies die Möglichkeit, die Vormontage bei einem Zulieferer durchzuführen. Die Montageeinheit M1 wird dann vom Zulieferer einem Hersteller, beispielsweise einem Fahrzeughersteller, geliefert. Beim Hersteller erfolgt dann die Endmontage der Niet- Schraubverbindung, die nun anhand der3 und4 beschrieben wird. Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, dass der Hersteller sowohl die Vormontage wie auch die Endmontage der Niet-Schraubverbindung durchführt. - Bei der Endmontage wird das Anbauteil A mit der Blindnietmutter
2 und der Schraube4 am Trägerbauteil T so angesetzt, dass die Blindnietmutter2 mit dem innerhalb der Blindnietmutter angeordneten Teil der Schraube4 durch ein vorgebohrtes Loch22 des Trägerbauteils T hindurchgeführt wird. Dieser Zustand ist in3 dargestellt. - Die Schraube
4 wird nun mit Hilfe eines Schraubwerkzeuges (nicht gezeigt) angezogen, wodurch die Blindnietmutter2 axial gestaucht und hierdurch ein Faltwulst24 gebildet wird, wie dies in4 zu sehen ist. - Hierbei ist wichtig, dass ein möglichst großer Anteil des von der Schraube
4 auf die Blindnietmutter2 ausgeübten Drehmomentes in eine axiale Zugkraft umgewandelt wird, um eine Verwindung der Blindnietmutter2 zu verhindern und die Bildung des Faltwulstes24 zu begünstigen. Wie bereits erwähnt, ist hierzu vorgesehen, dass die Verwindungssteifigkeit der Blindnietmutter2 in Relation zu ihrer axialen Verformbarkeit relativ groß ist. Außerdem kann die Gewindeverbindung zwischen der Blindnietmutter2 und der Schraube4 durch Schmierung und/oder Geometrie (Steigung) des Gewindes so ausgebildet werden, dass ein möglichst geringes Drehmoment von der Schraube4 auf die Gewindemutter2 übertragen wird. - In der in
4 dargestellten fertigen Niet-Schraubverbindung werden das Anbauteil A und das Trägerbauteil T zwischen dem Kopf14 der Schraube4 und dem Faltwulst24 der Blindnietmutter2 eingespannt. Da die Endmontage (3 ,4 ) lediglich das Positionieren der Montageeinheit M1 am Trägerbauteil T und das Anziehen der Schraube4 erfordern, ist die Endmontage extrem einfach und schnell durchzuführen, was eine erhebliche Arbeitserleichterung für den Hersteller bedeutet. - Anhand der
5 bis7 wird die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung beschrieben. In den5 bis7 wurden den1 bis4 entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen, erhöht um 100, bezeichnet. Das anhand der5 bis7 zu beschreibende Verfahren dient ebenfalls zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil A' und einem Trägerteil T' mittels einer Blindnietmutter102 und einer Schraube104 (7 ). - Bei dem Verfahren der
5 bis7 wird die Herstellung der Niet-Schraubverbindung wiederum in eine Vormontage und eine Endmontage unterteilt. In diesem Fall wird jedoch bei der Vormontage (5 ) eine Montageeinheit M2 hergestellt, die aus dem Trägerbauteil T' und der Blindnietmutter102 besteht. - Zum Herstellen der Montageeinheit M2 wird die Blindnietmutter
102 durch Form- und/oder Stoff- und/oder Kraftschluss in dem vorgebohrten Loch118 des Trägerbauteils T' fixiert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel (5 ) wird dies dadurch erreicht, dass der Schaft106 der Blindnietmutter102 angrenzend am Flansch108 mit einem durchmessergrößeren Bereich128 versehen wird, der durch eine Fase126 mit dem durchmesserkleineren Teil des Schaftes106 verbunden ist (siehe auch die Einzelheit Z in5 ). Der durchmessergrößere Abschnitt128 der Blindnietmutter102 ist bezüglich des Loches118 des Trägerbauteiles T' so überdimensioniert, dass die Blindnietmutter102 mit Presssitz im Loch118 des Trägerbauteiles T' aufgenommen wird, wenn die Blindnietmutter102 durch eine Axialkraft (beispielsweise durch Hammerschlag) in das Loch118 des Trägerbauteils T' eingetrieben wird (6 mit Einzelheit Z). - Zusätzlich zu oder anstelle der Durchmesservergrößerung des Abschnittes
128 kann der Schaft106 auch mit einer Rändelung130 versehen werden, die die Fixierung der Blindnietmutter102 am Tragbauteil T' sicherstellt oder zumindest unterstützt. Ein Stoffschluss kann beispielsweise durch eine Klebstoffverbindung gebildet werden, und ein Formschluss kann durch unrunde Umrisse der Blindnietmutter102 und des Loches118 des Trägerbauteils T' gebildet werden. - Es versteht sich jedoch, dass die Blindnietmutter
2 am Tragbauteil T' in beliebig anderer Weise festgelegt werden kann, sofern nur sichergestellt wird, dass die Blindnietmutter2 am Tragbauteil T' verliersicher gehalten wird, so dass die aus dem Tragbauteil T' und der Blindnietmutter102 bestehende Montageeinheit M2 als Einheit gehandhabt werden kann. - Dies bietet die Möglichkeit, die Montageeinheit M2 von einer Stelle, an der die Vormontage erfolgt ist, zu einer Stelle zu transportieren, wo die Endmontage (
7 ) erfolgt. - Bei der Endmontage wird das Anbauteil A' and der Montageeinheit M2 so angesetzt, dass die Schraube
104 durch das Loch118 des Anbauteils A' hindurch in die Blindnietmutter102 eingeschraubt werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt dann der Flansch108 zwischen dem Trägerbauteil T' und dem Anbauteil A'. Die Schraube104 wird nun mit einem hohen Drehmoment angezogen, wodurch die Blindnietmutter102 axial gestaucht und auf diese Weise der Faltwulst124 gebildet wird. Wie anhand der1 bis4 beschrieben wurde, ist auch hier dafür zu sorgen, dass ein möglichst großer Anteil des auf die Schraube104 ausgeübten Drehmoments in eine Axialkraft zum Stauchen der Blindnietmutter102 umgewandelt wird. - In der fertigen Niet-Schraubverbindung (
7 ) wird das Anbauteil A' und das Trägerbauteil T' zwischen dem Kopf114 der Schraube104 und dem Faltwulst124 der Blindnietmutter102 eingespannt, wobei in diesem Fall zwischen dem Anbauteil A' und dem Trägerbauteil T' der Flansch108 der Blindnietmutter102 angeordnet ist.
Claims (14)
- Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil (A) und einem Trägerbauteil (T) mittels einer Schraube (
4 ) und einer Blindnietmutter (2 ), die einen mit Innengewinde versehenen Schaft (6 ) und einen Flansch (8 ) aufweist, mit folgenden Schritten: A) Vormontage einer Montageeinheit (M1), bestehend aus dem Anbauteil (A), der Schraube (4 ) und der Blindnietmutter (2 ), an einer ersten Montagestelle, indem die Schraube (4 ) durch ein Loch (18 ) des Anbauteils (8 ) hindurch in die Blindnietmutter (2 ) eingeschraubt und mit einem kleinen Drehmoment angezogen wird, wodurch die Blindnietmutter (2 ) unter einer bestimmten Vorspannung am Anbauteil (A) verliersicher gehalten wird, B) Transport der Montageeinheit (M1) von der ersten Montagestelle zu einer zweiten Montagestelle, C) Endmontage der Niet-Schraubverbindung an der zweiten Montagestelle, indem a) das Anbauteil (A) am Trägerbauteil (T) angelegt und hierbei die Blindnietmutter (2 ) in ein Loch (22 ) des Trägerbauteils (T) eingesteckt wird, und b) die Schraube (4 ) mit einem großen Drehmoment angezogen wird, um die Blindnietmutter (2 ) durch Bilden eines Stauchwulstes (24 ) zu setzen, so dass das Anbauteil (A) und das Trägerbauteil (T) zwischen dem Kopf (14 ) der Schraube (4 ) und dem Stauchwulst (24 ) eingespannt wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vormontage (Schritt A) eine Drehsicherung der Blindnietmutter (
2 ) durch Kraft- und/oder Stoff- und/oder Formschluss (8 ,16 ) zwischen dem Flansch (8 ) der Blindnietmutter (2 ) und dem Anbauteil (A) gebildet wird. - Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formschluss der Drehsicherung durch eine unrunde Ausnehmung (
16 ) des Anbauteils (A) gebildet wird, die den entsprechend unrund ausgebildeten Flansch (8 ) der Blindnietmutter (2 ) aufnimmt. - Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffschluss der Drehsicherung durch eine Klebstoffverbindung zwischen dem Flansch (
8 ) der Blindnietmutter (2 ) und dem Anbauteil (A) gebildet wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschluss der Drehsicherung durch Rauhigkeiten oder anderer Unregelmäßigkeiten aneinander anliegender Anlageflächen des Flansches (
8 ) der Blindnietmutter (2 ) und des Anbauteils (A) gebildet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindnietmutter (
2 ) so ausgebildet wird, dass sie eine große Verwindungssteifigkeit relativ zu ihrer axialen Verformbarkeit hat. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vormontage (Schritt A) bei einem Zulieferer und die Endmontage (Schritt C) bei einem Kunden des Zulieferers erfolgt.
- Verfahren zum Herstellen einer Niet-Schraubverbindung zwischen einem Anbauteil (A') und einem Trägerbauteil (T') mittels einer Schraube (
104 ) und einer Blindnietmutter (102 ), die einen mit Innengewinde versehenen Schaft (106 ) und einen Flansch (8 ) aufweist, mit folgenden Schritten: A) Vormontage einer Montageeinheit (M2), bestehend aus dem Trägerbauteil (T') und der Blindnietmutter (102 ), an einer ersten Montagestelle, indem die Blindnietmutter (102 ) durch Form- und/oder Stoff- und/oder Kraftschluss in einem Loch (118 ) des Trägerbauteils (T') fixiert wird, so dass die Blindnietmutter (102 ) am Trägerbauteil (T') unverlierbar gehalten wird, B) Transport der Montageeinheit (M2) von der ersten Montagestelle zu einer zweiten Montagestelle, C) Endmontage der Niet-Schraubverbindung an der zweiten Montagestelle, indem a) das Anbauteil (A') an der Montageeinheit (M2) angelegt wird, und b) die Schraube (104 ) durch ein Loch (118 ) des Anbauteils (A') hindurch in die Blindnietmutter (102 ) eingeschraubt und mit einem großen Drehmoment angezogen wird, um die Blindnietrnutter (102 ) durch Bilden eines Stauchwulstes (124 ) zu setzen, wodurch das Anbauteil (A') und das Träger bauteil (T') zwischen dem Kopf (114 ), der Schraube (104 ) und dem Stauchwulst (124 ) eingespannt werden. - Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (
106 ) der Blindnietmutter (102 ) zumindest im Bereich benachbart zum Flansch (108 ) gegenüber dem Loch (118 ) des Trägerbauteils (T') überdimensioniert und durch einen Presssitz im Loch (118 ) des Trägerbauteils (T') fixiert wird. - Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (
106 ) der Blindnietmutter (102 ) zumindest im Bereich benachbart zum Flansch (108 ) mit einer Rändelung (128 ) oder anderen Rauhigkeit versehen wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffschluss zwischen der Blindnietmutter (
2 ) und dem Loch (118 ) des Trägerteilbauteils (T') durch eine Klebstoffverbindung gebildet wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Formschluss durch unrunde Umrisse der Blindnietmutter (
102 ) und des Loches (118 ) des Trägerbauteils (T') gebildet wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindnietmutter (
2 ) so ausgebildet wird, dass sie eine große Verwindungssteifigkeit relativ zu ihrer axialen Verformbarkeit hat. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vormontage (Schritt A) und die Endmontage (Schritt C) bei demselben Hersteller durchgeführt werden.
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