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VERWEIS AUF IN BEZUG GENOMMENE ANMELDUNGEN
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Diese Anmeldung basiert auf und nimmt die Priorität der am 22. Dezember 2005 angemeldeten
Japanischen Patentanmeldung Nr. 2005-370233 in Anspruch, deren gesamter Inhalt durch Bezugnahme hier aufgenommen wird.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Bereich der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuen Photokatalysator zur Verwendung in Gegenständen, wie beispielsweise Luftfilter, Filter von Klimageräten, Tapeten, Vorhängen und dergleichen, die Luft-reinigende, Wasser-reinigende, Schmutzzersetzende, antibakterielle, sterilisierende und weitere Funktionen aufweisen. Hier ist ein Photokatalysator als ein Material definiert, das in der Lage ist, in der Nähe befindliche organische Verbindungen, Bakterien und andere schädliche Substanzen mittels ultravioletten oder anderen Lichtstrahlen abzubauen.
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2. Beschreibung des Stands der Technik
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Vom photokatalytischen Titanapatit {siehe beispielsweise Japanisches Patent Nr.
JP 3678606 B2 (Ansprüche)} ist bekannt, dass er sehr gute Adsorptionseigenschaften in Bezug auf verschiedene Substanzen aufweist (siehe beispielsweise Wakamura, Masao et al, Langmuir 2003, Band 19, S. 3428–3431).
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Titanapatit liegt normalerweise in der Form eines Pulvers vor, das zum Aggregieren neigt, und das pro Volumeneinheit weniger adsorbiert, als Aktivkohle, Diatomeenerde und dergleichen. Folglich werden bessere Adsorptionseigenschaften für Anwendungen, wie beispielsweise Luftreinigung, benötigt.
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Die
JP 2000327314A offenbart einen Photokatalysator auf der Basis von Titanapatit, wobei das katalytisch aktive Apatitmaterial auch auf zahlreichen Substraten, die auch porös sein können, abgeschieden werden kann. Das Apatitmaterial kann durch gemeinsame Fällung hergestellt werden und besitzt photokatalytisch selbstreinigende Eigenschaften z. B. zur Zersetzung von Schmutz.
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Aus der
US 6180548 B1 ist ein Photokatalysator bekannt, der durch die Beschichtung eines porösen Trägermaterials mit einem Titandioxid-Film und anschießendes Aufbringen einer porösen Apatitschicht erhalten wird. Ferner ist die Funktion des Titandioxids als photokatalytisch aktives Material und die des Apatits als Adsorbens sowie deren synergistisches Zusammenwirken bei der Zersetzung von organischen Stoffen oder Keimen offenbart.
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Die
US 2005/0196620A1 offenbart einen Photokatalysator, der aus einer die Abscheidung von Titan photokatalytisch aktiven Schicht eines Titanapatits auf einem so genannten Substrat besteht. Das Substrat kann aus einer Vielzahl von porösen oder nicht-porösen Materialien bestehen. Dabei werden Herstellungsverfahren für den Photokatalysator sowohl durch gemeinsame Fällung als auch durch einen Sol-Gel-Prozess mit anschließend einer Trocknung und optionaler Kalzinierung genannt. Derartige Photokatalysatoren besitzen rückstands- und geruchsbeseitigende sowie antibakterielle Eigenschaften.
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In der
JP 08266897 A ist beschrieben, dass die katalytischen Eigenschaften von Titandioxid beibehalten werden können, wenn es auf einem Diatomeenerde-Träger fixiert wird.
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Eine hohe Adsorptionsfähigkeit von auf Diatomeenerde fixierten Photokatalysatoren ist der
JP 2003088572 A zu entnehmen.
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In der
AU 600 289 B ist eine hohe UV-Durchlässigkeit der Diatomeenerde beschrieben.
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Aus der
JP 2003089587 A sind Kombinationen von Titandioxid und Apatit auf Diatomeenerde enthaltenden Trägern mit hoher Adsorptionsfähigkeit bekannt.
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FUKUMOTO M. (et al.), Formation of Photokatalyst Coating by Thermal Spraying and Effect of Additives an NOx Elimination Property, in: QUATERLY JOURNAL OF THE JAPAN WELDING SOCIETY, Vol. 22 (2004), Nr. 1, Seiten 47 bis 52, beschreibt die Verbesserung von photokatalytischen Charakteristika durch die Beigabe von Additiven.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die eingangs erwähnten Probleme zu lösen und einen neuen Photokatalysator mit exzellenten Adsorptions- und Zersetzungseigenschaften in Bezug auf verschiedene Substanzen zur Verfügung zu stellen. Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die nachfolgende Erläuterung ersichtlich.
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Diese Aufgabe wird mit einem Photokatalysator nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte und bevorzugte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und deren Kombinationen. Weiterhin wird eine Verwendung für diesen Photokatalysator gemäß Anspruch 4 geschaffen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt ein Beispiel von Arbeitsschritten zum Herstellen durch gemeinsame Fällung; und
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2 ist eine graphische Darstellung, die katalytische Aktivitäten von verschiedenen Photokatalysatoren zeigt.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Verwendung von Figuren, Beispielen und dergleichen erläutert. Diese Figuren, Beispiele und dergleichen und Erläuterungen illustrieren die vorliegende Erfindung und beschränken nicht ihren Bereich. Weitere Ausführungsformen können selbstverständlich in den Bereich der vorliegenden Erfindung fallen, soweit sie mit der Absicht der vorliegenden Erfindung übereinstimmen.
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In der vorliegenden Erfindung bedeutet Titanapatit eine Substanz, in der ein Teil von Calciumapatit ersetzt wurde gegen Titan, und von der bekannt ist, dass sie photokatalytische Eigenschaften aufweist (siehe Fujitsu Laboratories, ”Yasashii Gijutsu Koza-Hikarishokubai Gijutsu” [online], überarbeitet am 3/31/04, gesucht am 10/17/05, Internet, http://www.labs.fujitsu.com/jp/gijutsu/catalyst/index.html).
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Der Titanapatit kann ein Hydrat sein. Der Titanapatit wird beispielsweise durch die Formel Ca9Ti1(PO4)6(OH)2 repräsentiert, in der ein Teil des Calciums in dem Calciumhydroxyapatit, der durch Ca10(PO4)6(OH)2 repräsentiert wird, gegen Titan ersetzt worden ist.
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Die relativen Anteile von Calcium, Titan und Phosphor in dem in der vorliegenden Erfindung verwendeten Titanapatit brauchen nicht notwendiger Weise exakt mit jenen der vorerwähnten Zusammensetzung übereinzustimmen, und beispielsweise kann Titanapatit als Titanapatit der vorliegenden Erfindung betrachtet werden, wenn er ein Beugungsmuster zeigt, das auf eine Apatitstruktur hinweist, wenn die Kristallphase durch Röntgenbeugung untersucht wird, wenn die Metallkomponenten Ca und Ti von Titanapatit als ein Ergebnis einer Oberflächenanalyse des Pulvers durch XPS nachgewiesen werden, und wenn er als ein Photokatalysator funktioniert. Eine Vielzahl an Elementen kann auch in Apatit eingeschlossen sein, da er ein stark ionischer Kristall ist, bei dem leicht Metallionensubstitution vorkommt. Folglich kann einer, der andere Elemente als Ca und Ti einschließt, als Titanapatit betrachtet werden, wenn der die Kristallstruktur von Apatit und eine photokatalytische Funktion aufweist.
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Die photokatalytische Aktivität von Titanapatit ist oftmals niedriger als jene von Titandioxid. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass er im Allgemeinen die Form eines Pulvers annimmt, das Sekundärteilchen enthält, welche die Aggregationen von Primärteilchen mit einem Durchmesser von etwa 50 nm sind, so dass die spezifische Oberfläche nicht mehr als etwa 30 m2/g beträgt. Selbst wenn der Titanapatit pulverisiert wird, um ein feineres Pulver herzustellen, aggregiert er wieder, so dass keine große spezifische Oberfläche erhalten werden kann, was es im Allgemeinen schwierig macht, die photokatalytische Aktivität zu verbessern. In der vorliegenden Erfindung bezeichnet ”photokatalytische Aktivität” hauptsächlich Eigenschaften der Zersetzungseigenschaften, kann aber auch Adsorptionseigenschaften einschließen.
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Es wurde herausgefunden, dass ein Photokatalysator, der einen porösen Körper (wie beispielsweise Diatomeenerde) enthält, der mit Titanapatit beschichtet ist, verbesserte Zersetzungs- und Adsorptionseigenschaften in Bezug auf verschiedene Substanzen zur Verfügung stellt, bei denen der Photokatalysator angewandt werden soll, wie beispielsweise Aldehyden. Zusätzlich zu Aldehyden sind alle Objekte für Luftreinigung, Wasserreinigung, Schmutz-Zersetzung, antibakterielle und Sterilisations-Funktionen ebenfalls Objekte, ”auf die der Photokatalysator angewandt werden soll”.
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Wenn ein poröser Körper, wie beispielsweise Diatomeenerde, normalerweise mit einem Mittel beschichtet wird, gibt es insoweit ein Problem, als dass die Beschichtung sich nicht in den Poren ausbildet, sondern nur auf die Oberfläche der Teilchen beschränkt ist, oder in einem anderen Fall sich die Beschichtung nicht nur innerhalb der Poren ausbildet, sondern auch die Poren füllt, aber es wird angenommen, dass ein derartiges Problem leicht mit dem Titanapatit der vorliegenden Erfindung verhindert werden kann.
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Der in der vorliegenden Erfindung verwendete poröse Körper ist Diatomeenerde und weist eine große spezifische Oberfläche auf, und weil er das ultraviolette Licht durchlässt, das zum Erzeugen der photokatalytischen Wirkung in dem porösen Körper verwendet wird, weist er ein komplexes Netzwerk an Poren in dem porösen Körper auf. In der vorliegenden Erfindung wird Diatomeenerde verwendet, da sie das ultraviolette Licht durchlässt, das zum Erzeugen der photokatalytischen Wirkung in dem porösen Körper verwendet wird.
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Diatomeenerde weist eine spezifische Oberfläche von etwa 10 bis 100 m2/g auf, was jener eines gewöhnlichen Keramikpulvers entspricht, aber sie ist eher ein Aggregat von relativ großen Teilchen mit komplexen Poren als eine Aggregation von feinem Pulver. Wegen dieser speziellen Feinstruktur erzielt sie eine bessere Adsorption von Wasser und verschiedenen Gasen bei der gleichen spezifischen Oberfläche. Da die Hauptkomponente von Diatomeenerde SiO2 ist, lässt sie weiter nahes Ultraviolettlicht im Bereich von 350 bis 400 nm durch, welches für Photokatalyse wirksam ist. Folglich kann erwartet werden, dass auch ein auf dem Inneren der Diatomeenerde beschichtendes Titanapatit eine photokatalytische Funktion aufweisen wird.
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Der Photokatalysator der vorliegenden Erfindung kann neben Pulverform jede andere Form aufweisen. Beispiele schließen ein Brocken-, Blatt- und Faserformen und dergleichen.
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Der Katalysator der vorliegenden Erfindung enthält Diatomeenerde und Titanapatit als wesentliche Komponenten, jedoch können weitere Substanzen bis zu dem Ausmaß eingeschlossen sein, dass sie nicht die Absicht der vorliegenden Erfindung verletzen. Beispiele für derartige co-existierende Substanzen, die eingeschlossen sein können, sind weitere Substanzen, wie beispielsweise Titanoxid mit photokatalytischen Funktionen, und Bindemittel, die Photokatalysatoren, die normalerweise Pulver sind, andere Formen verleihen. Bindemittel schließen anorganische Bindemittel und organische Bindemittel ein. Anorganische Bindemittel sind typischer Weise eingeschlossen, wenn der Photokatalysator ein gesinterter Körper ist. Organische Bindemittel sind typischer Weise eingeschlossen, um dem Photokatalysator ohne eine Hochtemperaturbehandlung eine Vielzahl an Formen zu verleihen, oder mit anderen Worten ausgedrückt, wenn der Photokatalysator der vorliegenden Erfindung eine Mischung mit einem Bindemittel ist. Wenn der Photokatalysator der vorliegenden Erfindung Sintern oder einer anderen Wärmebehandlung unterzogen wird, muss darauf geachtet werden, nicht die Kristallstruktur des Titanapatits zu zerstören, aber es gibt keine weiteren speziellen Beschränkungen.
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Der Photokatalysator der vorliegenden Erfindung wird durch so genannte gemeinsame Fällung hergestellt.
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Verfahren gemeinsamer Fällung sind Verfahren zum Erhalten von Titanapatit durch Einschließen einer Titanverbindung in den Ablauf der Synthese von Calciumapatit zur gemeinsamen Fällung. Ein spezielles Beispiel eines Verfahrens zur gemeinsamen Fällung ist ein Verfahren zum Zugeben von Calciumnitrat, Phosphorsäure und Titansulfat zu Wasser als dem Medium, um eine saure wässrige Lösung zu erhalten, und Zugeben eines Titanapatit-Abscheidungsmittels (wie beispielsweise wässriger Ammoniak) dazu, um eine Abscheidung zu erhalten.
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Wasser wird als das vorerwähnte Medium verwendet. Das Wasser kann von jeder Art sein, so lange der resultierende Photokatalysator die gewünschten Eigenschaften aufweist, aber Ionenaustausch-Wasser oder reines Wasser ist bevorzugt, um eine Störung der Reaktion zu vermeiden. Decarbonisiertes Wasser kann in einigen Fällen bevorzugt sein, um die Wirkungen von Säure zu vermeiden.
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Unter Verwendung des Verfahrens wird normalerweise ein Titanapatit-Pulver erhalten nach Filtration, Waschen, Trocknen und Kristallisation durch Wärmebehandlung.
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Der Photokatalysator der vorliegenden Erfindung kann erhalten werden, indem man durch gemeinsame Fällung hergestellten Titanapatit dazu veranlasst, sich auf einem porösen Körper abzuscheiden. Genauer ausgedrückt befindet sich der poröse Körper in dem Medium, das zum Ausbilden des Titanapatits verwendet wird, während der Ausbildung des Titanapatits durch gemeinsame Fällung.
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In diesem Fall wird der poröse Körper bevorzugt zu dem vorerwähnten Medium zugegeben, bevor eine Abscheidung des Titans in dem Reaktionssystem beginnt. Genauer ausgedrückt wird es bevorzugt zugegeben vor einer Zugabe des Titanapatit-Abscheidungsmittels. Im Allgemeinen ist ein Titanapatit-Abscheidungsmittel ein Mittel, das Abscheidung von Titanapatit durch Umwandlung der sauren Umgebung des Reaktionssystems in eine basische Umgebung veranlasst, und es kann eine basische Substanz verwendet werden. Das vorerwähnte wässrige Ammoniak wird erfindungsgemäß verwendet. Zugeben des porösen Körpers, bevor alle die Ausgangsmaterialien, die Calcium, Titan und Phosphor einschließen, die das Titanapatit bilden, dem Medium zugegeben worden sind, ergibt keine besonderen Vorteile und kann Nebenreaktionen verursachen, so dass es genauer genommen bevorzugt ist, den porösen Körper zuzugeben, nachdem alle die Ausgangsmaterialien, die Calcium, Titan und Phosphor einschließen, die das Titanapatit bilden, zu dem Medium zugegeben worden sind, jedoch vor einer Zugabe des Titanapatit-Abscheidungsmittels.
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Es ist oftmals nützlich, die Titanapatit-Produktionsgeschwindigkeit in dem Verfahren der gemeinsamen Fällung einzustellen, um die photokatalytische Aktivität zu optimieren, da sie dazu dient, die Abscheidungsgeschwindigkeit von Titanapatit auf dem porösen Körper einzustellen (und daher die Geschwindigkeit der Beschichtung des porösen Körpers durch den Titanapatit).
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Besonders nützlich ist das Einstellen der Temperatur des Systems. Anheben der Temperatur des Systems fördert normalerweise eine Abscheidung von Titanapatit, was oftmals photokatalytische Aktivität beeinträchtigt, da die Poren auf der porösen Körperoberfläche gefüllt werden, oder Titanapatit-Teilchen alleine abgeschieden werden. Folglich wird in den meisten Fällen die vorerwähnte gemeinsame Fällung bevorzugt bei einer Systemtemperatur von 100°C oder weniger durchgeführt.
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Ein Verfahren ist nützlich, das die vorerwähnte Abscheidung beendet, während noch Poren auf der Oberfläche des porösen Körpers vorhanden sind, um zu Verhindern, dass die Poren auf der Oberfläche des porösen Körpers aufgefüllt werden. Die Anwesenheit oder Abwesenheit von Poren auf der Oberfläche des porösen Körpers kann leicht durch Transmissionselektronen-Mikroskopie oder dergleichen beobachtet werden. Beispiele spezieller Verfahren zum Beenden von Abscheidung schließen ein, Verringerung der Systemtemperatur und/oder Filtern des festen Produkts, aber es ist jedes andere Verfahren akzeptabel. Weitere Beispiele schließen ein ein Verfahren, bei dem die Beziehung zwischen der Systemtemperatur und der Geschwindigkeit der Abnahme der Poren auf der Oberfläche des porösen Körpers vorab durch Transmissionselektronen-Mikroskopie oder dergleichen beobachtet wird, und dazu verwendet wird, das Ausmaß und den zeitlichen Verlauf der Abnahme der Systemtemperatur zu bestimmen, und ein Verfahren, bei dem die Reaktion bei einer festgelegten Temperatur voranschreitet, aber die Beziehung zwischen Porenabnahme und Reaktionsdauer vorher durch Transmissionselektronen-Mikroskopie oder dergleichen beobachtet wird, und dazu verwendet wird, die Zeit zum Filtern des festen Produkts zu bestimmen.
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Ein Verfahren zum Verdünnen der Flüssigkeit, die den resultierenden Titanapatit oder Ausgangsmaterialien davon oder ein Zwischenprodukt davon enthält, vor Zugabe des porösen Körpers ist auch nützlich. Auf diesem Weg kann die Reaktion vor Verdünnung effizient durchgeführt werden, und es ist möglich, das Auffüllen der Poren auf der porösen Körperoberfläche und Abscheidung von Teilchen aus Titanapatit allein zu steuern. Es gibt keine speziellen Grenzen bezüglich der Zeit der Verdünnung, aber im Allgemeinen ist es ausreichend, wenn sie vor dem Gelieren des Titanapatits liegt.
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Ein wie oben beschrieben erhaltener Photokatalysator kann verwendet werden, um einer Vielfalt an Gegenständen wenigstens eine Funktion zu verleihen, die ausgewählt ist aus der Gruppe, die Luftreinigung, Wasserreinigung, Schmutz-Zersetzung, antibakterielle und sterilisierende Funktionen enthält. In diesem Fall können die Gegenstände Gegenstände sein, die für diese Funktionen verwendet werden, oder Gegenstände, die diese Funktionen zusätzlich zu ihren primären Zwecken aufweisen. In dem ersten Fall schließen Beispiele ein Luftreinigungs-Vorrichtungen, Wasserreinigungs-Vorrichtungen und dergleichen, wohingegen in dem zweiten Fall Beispiele elektronische Waren (wie beispielsweise Klimageräte), Vorhänge, Tapeten und dergleichen einschließen, die Luftreinigung, Schmutz-Zersetzung, antibakterielle oder sterilisierende Funktionen oder dergleichen mittels eines Teils erzielen, das mit einem Photokatalysator beschichtet oder damit gefüllt ist.
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[Beispiele]
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Beispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend detailliert erläutert, aber die vorliegende Erfindung wird durch diese nicht beschränkt.
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[Beispiel 1]
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Nachfolgend werden die Arbeitsschritte zum Herstellen einer Titanapatit-beschichteten Diatomeenerde durch gemeinsame Fällung erläutert, wobei dem Herstellungs-Ablaufdiagramm von 1 gefolgt wird. Schritte S1 bis S6 wurden bei Raumtemperatur durchgeführt.
- (1) In Schritt S1 wurde decarbonisiertes reines Wasser hergestellt, während in Schritten S2 und S3 0,1 Mol Calciumnitrat- und 0,01 Mol Titansulfat-Lösungen mit dem reinen Wasser in einer Stickstoffatmosphäre gemischt und bewegt wurden.
- (2) In Schritt S4 wurde ein Diatomeenerdepulver mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 30 μm zu der Lösung gegeben und die Mischung wurde bewegt.
- (3) Als nächstes wurden in Schritt S5 0,06 Mol Phosphorsäure zu der resultierenden Mischung gegeben, während 15 Mol/L wässriger Ammoniak zugegeben wurden, um den pH auf 9,00 in Schritt S6 einzustellen, und in Schritt S7 ließ man das System für 2 Stunden bei 80°C altern, um die Temperatur zu erhöhen und Abscheidung von Titanapatit zu bewirken.
- (4) Als nächstes wurde in Schritten S8 und S9 das resultierende feste Produkt durch Filtration gesammelt, und das isolierte feste Produkt wurde mit 5 L reinem Wasser gewaschen und für 12 Stunden in einem trockenen Ofen bei 70°C getrocknet.
- (5) Danach wurde dieses in Schritt S10 für 1 Stunde in Atmosphäre bei 600°C getempert.
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Als die Kristallphase des resultierenden Pulvers (Titanapatit-beschichtete Diatomeenerde 1) mittels Röntgenbeugung untersucht wurde, zeigte das resultierende Beugungsmuster eine Apatitstruktur an. Eine Oberflächenanalyse des Pulvers durch XPS zeigte sowohl Peaks für Ca und Ti, die Metallkomponenten von Titanapatit sind, als auch für Si und Al, die Metallkomponenten von Diatomeenerde sind. Als es mittels BET untersucht wurde, betrug die spezifische Oberfläche 87 m2/g, entgegengesetzt zu einem Wert von 105 m2/g für Diatomeenerde alleine.
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[Beispiel 2]
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Die Adsorptions- und Zersetzungseigenschaften von Pulverproben der Titanapatit-beschichteten Diatomeenerden (das heißt, Photokatalysatoren der vorliegenden Erfindung), die in Beispielen 1 und 2 erhalten wurden, und verschiedenen anderen Photokatalysatoren und Adsorptionsmitteln wurden unter Lichtbestrahlung in Acetaldehydgas untersucht. Tabelle 1 zeigt eine Liste der untersuchten Proben. Tabelle 1
| Nr. | Typ | Spezifische Oberfläche (m2/g) |
| 1 | Titanapatit-beschichtete Diatomeenerde (Beispiel 1) | 87 |
| 2 | Titanapatit-beschichtete Diatomeenerde (Beispiel 2) | 75 |
| 3 | Diatomeenerde | 105 |
| 4 | Titanapatit | 30 |
| 5 | Titanoxid | 210 |
| 6 | Aktivkohle | 180 |
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Bei dem Untersuchungsverfahren wurden gleiche Mengen der vorerwähnten Pulverproben in Behälter platziert, die mit 40 Volumen-ppm Acetaldehyd in Luft gefüllt waren, und es wurden die zeitliche Änderungen der Acetaldehyd-Konzentration mit Gaschromatographie unter Bestrahlung mit 10 mW Schwarzlicht gemessen. Die gemessenen Ergebnisse sind in 3 gezeigt. Die horizontale Achse zeigt die Lichtbestrahlungsdauer, während die vertikale Achse das Verhältnis zu der ursprünglichen Acetaldehyd-Konzentration (40 Volumen-ppm) zeigt. Beispielsweise bedeutet 0,6 eine Acetaldehyd-Konzentration von 40 Volumen-ppm × 0,6 = 24 Volumen-ppm.
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In dem Fall der Diatomeenerde und Aktivkohle fiel die Aldehyd-Konzentration anfänglich rasch, hörte dann aber auf zu fallen. Dies bedeutet, dass die Diatomeenerde und Aktivkohle nur Adsorptionsfähigkeit aufweisen.
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Bei Titanapatit oder Titanoxid alleine gab es keinen Bereich, bei dem die Aldehyd-Konzentration aufhörte zu fallen, wie sie dies im Falle der Diatomeenerde und Aktivkohle tat (das heißt, sie hatten die Fähigkeit, den Aldehyd zu zersetzen), aber die anfängliche Geschwindigkeit der Abnahme der Aldehyd-Konzentration war kleiner als bei Diatomeenerde und Aktivkohle. Dies scheint zu bedeuten, dass Titanapatit und Titanoxid geringer Adsorptionskapazität aufweisen.
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Im Gegensatz dazu waren bei den Titanapatit-beschichteten Diatomeenerden der vorliegenden Erfindung die anfänglichen Abnahmegeschwindigkeiten bei der Aldehyd-Konzentration so groß wie sie bei Diatomeenerde und Aktivkohle waren (das heißt, sie sind so adsorbierend wie Diatomeenerde und Aktivkohle), und die nachfolgenden Geschwindigkeiten der Abnahme der Aldehyd-Konzentration waren auch hoch (das heißt, sie haben auch eine starke Fähigkeit, den Aldehyd zu zersetzen). Folglich kann aus Tabelle 3 entnommen werden, dass Titanapatit-beschichtete Diatomeenerde exzellente Adsorptions- und Zersetzungseigenschaften aufweist.