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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Abgasanlage für Brennkraftmaschinen,
insbesondere Kraftfahrzeugmotoren, mit einem Schalldämpfer, insbesondere
Nachschalldämpfer,
mit einer Abgaseintrittsöffnung,
einer Abgasaustrittsöffnung,
einem vom Abgas durchströmten
Bereich und einem vom Abgas nicht durchströmten Bereich.
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Besonders
bei Turbomotoren ist es wichtig, dass durch die Schalldämpfer nur
ein geringer Gegendruck aufgebaut wird, da sonst der Turbolader nicht
richtig arbeiten kann. Ein weiteres Problem bei Turboladern ist,
dass Motoren mit Turboladern im oberen Drehzahlbereich leiser werden.
Um dem Fahrer ein Gefühl
für die
gefahrene Geschwindigkeit zu geben, ist es aber wünschenswert,
dass das Fahrgeräusch
mit der Leistung des Motors ansteigt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abgasanlage der eingangs
genannten Art anzugeben, die besonders gut für Turbomotoren einsetzbar ist
und auch bei Turbomotoren ein mit der Leistung ansteigendes Mündungsgeräusch ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird dadurch gelöst,
dass der vom Abgas durchströmte
Bereich deutlich kleiner ist als der vom Abgas nicht durchströmte Bereich.
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Durch
diese Ausgestaltung der Abgasanlage ergibt sich so gut wie kein
Gegendruck. Trotzdem kann durch den großen nicht durchströmten Bereich eine
gute Schalldämpfung
im unteren Drehzahlbereich erreicht werden. Dadurch kann einerseits
ein optimales Arbeiten eines Turboladers gewährleistet und andererseits
ein mit der Leistung ansteigendes Mündungsgeräusch erzielt werden.
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Bevorzugt
beträgt
der vom Abgas durchströmte
Bereich des Schalldämpfers
ca. 10 bis ca. 15 % des Gesamtvolumens. Hiermit konnten besonders gute
Ergebnisse erzielt werden.
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Bei
einem üblichen
Kraftfahrzeugmotor, beispielsweise 6-Zylinder-Motor, kann der vom
Abgas durchströmte
Bereich ein Volumen von weniger als 2 Liter aufweisen. Ein derartig
geringer durchströmter Bereich
ist für
den genannten Einsatzweck besonders vorteilhaft und wurde bisher
noch nicht realisiert.
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Eine
weitere Verringerung des Gegendrucks kann vorteilhafterweise dadurch
erreicht werden, dass der durchströmte Bereich keine gebogenen Rohrabschnitte
aufweist. Insbesondere ist der durchströmte Bereich mit einem kurzen
geraden Rohrstück versehen.
Das Abgas kann dadurch nahezu ungehindert den Schalldämpfer durchströmen.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Rohrstück im durchströmten Bereich des
Schalldämpfers
eine Perforierung auf und ist in einer Dämpfungskammer, insbesondere
Absorptionskammer angeordnet. Die Absorptionskammer bildet ein nicht
durchströmtes
Abgasvolumen, welches durch die Perforierung im Rohrstück an den
Abgasstrom angebunden ist und eine zusätzliche Dämpfung, insbesondere in höheren Frequenzbereichen, bietet.
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Vor
dem durchströmten
Bereich kann außerdem
mindestens ein Abzweig zu mindestens einem nicht durchströmten Bereich
vorgesehen sein. Durch die Anordnung des Abzweiges vor dem durchströmten Bereich kann
die Dämpfungswirkung
dieses Bereiches auch durch den Abzweig entstehende Geräusche wirksam
dämpfen.
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Bevorzugt
ist mindestens eine Resonatorkammer als nicht durchströmter Bereich
vorgesehen. Resonatorkammern können
auf bestimmte Frequenzen abgestimmt werden, um beispielsweise eine gute
Dämpfung
im unteren Drehzahlbereich sicherzustellen.
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Nach
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind zwei Resonatorkammern über ein Kreuzstück an den
Abgasstrom angeschlossen. Hierdurch ergeben sich gute Abstimmmöglichkeiten
auf zwei unterschiedliche Frequenzbereiche.
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Die
beiden Resonatorkammern können
aber auch über
eine perforierte Zwischenwand miteinander in Verbindung stehen.
Eine unterschiedliche Abstimmung kann dann insbesondere durch zwei
in die beiden Resonatorkammern geführte Abstimmrohrstücke erfolgen.
Solche Abstimmrohrstücke
sind auch bei Verwendung von zwei Resonatorkammern vorteilhaft.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, wenn eine erste Absorptionskammer über einen
Abzweig vor dem kurzen geraden Rohrstück und eine zweite Absorptionskammer über eine
Perforierung im kurzen geraden Rohrstück an den Abgasstrom angeschlossen
ist. Mit verhältnismäßig wenig
Aufwand können
dadurch gute Abstimmmöglichkeiten
geschaffen werden.
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Ein
kompakter Aufbau des Schalldämpfers ergibt
sich, wenn der durchströmte
Bereich und der nicht durchströmte
Bereich in einem gemeinsamem Gehäuse
angeordnet sind. Auch sind Verbindungen zwischen den beiden Bereichen
bei dieser Bauweise einfach herstellbar.
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Nach
einer weiteren speziellen Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens
zwei durchströmte
Bereiche und mindestens zwei nicht durchströmte Bereiche vorgesehen. Eine
solche Ausgestaltung ist insbesondere bei zweiflutigen Abgasanlagen
vorteilhaft, wobei dann jeweils ein durchströmter Bereich und ein nicht
durchströmter
Bereich einem der beiden Abgasströme zugeordnet ist.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn die beiden nicht durchströmten Bereiche miteinander verbunden sind,
beispielsweise durch ein Rohrstück.
Auch die beiden durchströmten
Bereiche können
vorteilhaft über
je einen Abzweig und mindestens ein Rohr miteinander verbunden sein.
Das Rohr kann dabei bevorzugt durch die beiden nicht durchströmten Bereiche
geführt
und dort jeweils mit einer Perforierung versehen sein, wodurch gleichzeitig
die beiden durchströmten
Bereich als auch die beiden nicht durchströmten Bereiche miteinander verbunden
sind. In beiden Fällen
kann die Verbindung zwischen den beiden nicht durchströmten Bereichen
bzw. den beiden durchströmten
Bereichen wahlweise verschließbar
sein, insbesondere durch eine in dem Rohrstück angeordnete Abgasklappe.
Diese Ausgestaltung ergibt zusätzliche
Abstimmmöglichkeiten
und kann so eingesetzt werden, dass das Mündungsgeräusch mit ansteigender Leistung
ebenfalls ansteigt. Hierfür
wird die Verbindung bevorzugt bei hohen Drehzahlen oder Volllast
geschlossen und bei niedrigen Drehzahlen oder Teillast geöffnet.
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Die
beiden durchströmten
Bereiche und die beiden nicht durchströmten Bereiche können in
einem gemeinsamen Gehäuse
angeordnet sein. Dies führt
wiederum zu einem kompakten Aufbau. Es ist aber auch möglich, zwei
getrennte Gehäuse
vorzusehen, wobei insbesondere jeweils ein durchströmter Bereich
und ein nicht durchströmter
Bereich einem der beiden Gehäuse
zugeordnet ist. Der geometrische Aufbau und die Anordnung des Schalldämpfers ist
hierdurch flexibler und kann besser an örtliche Gegebenheiten eines
Kraftfahrzeuges angepasst werden.
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Bei
Verwendung der erfindungsgemäßen Abgasanlage
für einen
Turbomotor sind die Resonatorkammern bevorzugt auf die tieferen
Ordnungen des Geräusches
des Turbomotors abgestimmt, beispielsweise 3. bzw. 6. Ordnung im
Bereich Leerlauf bis ca. 2100 U/min. Damit kann eine besonders gute Schalldämpfung mit
geringer Beeinträchtigung
der Leistung des Turbomotors erreicht werden.
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Die
erfindungsgemäße Abgasanlage
kann auch für
Dieselmotoren eingesetzt werden. In diesem Fall ist die Resonatorkammer
bevorzugt auf die Geräuschspitze
im unteren Drehzahlbereich des Dieselmotors abgestimmt. Auch bei
Dieselmotoren kann dadurch eine gute Schalldämpfung ohne übermäßige Beeinträchtigung
der Leistung des Dieselmotors erreicht werden.
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Eine
Abgasanlage mit einem erfindungsgemäßen Schalldämpfer kann auch ohne Mittelschalldämpfer ausgebildet
sein. Das gesamte durchströmte
Volumen kann dadurch weiter reduziert werden und insgesamt beispielsweise
bei einem Sechszylindermotor nur 1,5 bis 2 Liter betragen.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die auch für sich beansprucht
wird, ist eine Abgasanlage mit zwei, insbesondere je einer Zylinderbank
eines Motors zugeordneten Abgassträngen und mindestens einer Abgasklappe
in einem durchströmten
Bereich mindestens einer der beiden Abgasstränge vorgesehen, bei welcher
die beiden Abgasstränge stromauf
der Abgasklappe mindestens eine durchströmbare Verbindung miteinander
aufweisen, die zumindest bei geschlossener Abgasklappe geöffnet ist.
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Durch
die Abgasklappe kann der zugehörige Abgasstrang
auf Wunsch geschlossen werden. Über die
Verbindung zu dem anderen Abgasstrang strömt das Abgas dann in diesen
anderen Abgasstrang und zusammen mit dem dortigen Abgas zu dessen
Abgasaustrittsöffnung.
Damit ergibt sich eine kostengünstige
Variationsmöglichkeit
des Schalldämpfungsverhaltens
der Abgasanlage, durch die insbesondere ein sportliches Last-Feedback geschaffen werden
kann. Bei geschlossener Abgasklappe ergibt sich eine hohe Schalldämpfung,
wobei der zwischen der Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen und
der Abgasklappe gelegene Abschnitt im Nebenschluss an den anderen
Abgasstrang angeschlossen ist. Wird die Abgasklappe geöffnet, ist
dagegen eine geringere Schalldämpfung
und entsprechend ein sportlicherer Klang gegeben.
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Eine
vorteilhafte Anordnung einer solchen Abgasklappe ist im Endrohr.
Aufgrund der Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen kann
das ansonsten bei Verwendung einer Abgasklappe im Endrohr erforderliche
zweite Endrohr entfallen. Die Kosten für die Abgasanlage sind dadurch
reduziert.
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Eine
weitere Kostenreduzierung ergibt sich, wenn eine derartige Abgasklappe
nur in einem der beiden Abgasstränge
vorgesehen ist. Die Abgasanlage benötigt dann insgesamt nur diese
eine Abgasklappe und ein Endrohr je Abgasstrang. Dennoch kann einerseits
bei geschlossener Abgasklappe eine hoher Komfort durch starke Schalldämpfung und
bei geöffneter
Abgasklappe ein sportlicher Klang dank geringem Abgasgegendruck
erreicht werden.
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Die
Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen kann dauernd geöffnet sein.
Schaltmittel können
dadurch entfallen, wodurch die Kosten weiter gesenkt werden.
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Die
Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen ist nach einer Ausgestaltung
der Erfindung als Hosenrohr ausgebildet. Dies ist konstruktiv besonders
einfach und ermöglicht
bei geöffneter
Abgasklappe einen Druckausgleich zwischen den beiden Abgassträngen, während bei
geschlossener Abgasklappe ein Überströmen des
Abgases aus dem einen in den anderen Abgasstrang möglich ist.
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Die
Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen kann auch als Perforation
in einer gemeinsamen Trennwand zwischen den beiden Abgassträngen ausgebildet
sein. Eine solche Verbindung ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn die Verbindung in einem gemeinsamen Schalldämpfer der beiden Abgasstränge ausgebildet
ist.
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Ein
Hosenrohr als Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen kann
auch anstelle eines Mittelschalldämpfers eingesetzt sein. Dadurch
ergibt sich ein noch weiter vereinfachter Aufbau.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung:
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1 eine
Draufsicht auf einen Schalldämpfer
einer erfindungsgemäßen Abgasanlage,
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2 einen
Schnitt durch einen Teil des Schalldämpfers von 1,
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3 eine
Draufsicht auf eine weitere erfindungemäße Abgasanlage,
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4 eine
Draufsicht auf noch eine erfindungsgemäße Abgasanlage,
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5 einen
Schnitt durch einen Endschalldämpfer
einer erfindungsgemäßen Abgasanlage,
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6 eine
Darstellung gemäß 2 eines weiteren
Schalldämpfers
einer erfindungsgemäßen Abgasanlage,
und
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7 eine
Darstellung gemäß 2 noch eines
Schalldämpfers
einer erfindungsgemäßen Abgasanlage.
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Der
in 1 dargestellte Schalldämpfer umfasst zwei Schalldämpfergehäuse 1 und 1', die jeweils
eine Abgaseintrittsöffnung 2, 2' und eine Abgasaustrittsöffnung 3, 3' aufweisen.
Darüber
hinaus weisen die beiden Gehäuse 1, 1' jeweils eine
Abgasdurchtrittsöffnung 4, 4' auf, die einander
gegenüberliegend
angeordnet sind. Durch die beiden Abgasdurchtrittsöffnungen 4, 4' ist ein Abgasrohr 5 geführt.
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2 zeigt
den inneren Aufbau des in 1 rechts
dargestellten Schalldämpfers 1,
wobei der in 1 links dargestellte Schalldämpfer 1' im Wesentlichen
hierzu spiegelbildlich aufgebaut ist. In die Abgaseintrittsöffnung 2 ist
ein Rohrstück 6 eingesetzt, welches
Teil des Abgasrohrsystems einer Kraftfahrzeugabgasanlage ist. Das
Rohrstück 6 ist
mit einem Kreuzrohrstück 7 mit
vier diametral gegenüberliegenden
Durchtrittsöffnungen 8, 9, 10 und 11 verbunden. An
die erste Durchtrittsöffnung 8 ist
das Ab gasrohrstück 6 angeschlossen.
An die gegenüberliegende Durchtrittsöffnung 9 schließt ein kurzes
Abgasrohrstück 12 mit
seinem einen Ende 13 an, während das zweite Ende 14 des
kurzen Rohrstücks 12 in
der Abgasaustrittsöffnung 3 des
Schalldämpfers 1 mündet. In
die dritte Durchtrittsöffnung 10 des
Kreuzrohrstückes 7 ist
ein kurzes gekrümmtes
Rohrstück 15 eingesetzt,
und in die gegenüberliegende
Durchtrittsöffnung 11 ein
gerades kurzes Rohrstück 16.
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Das
in der Abgasaustrittsöffnung 3 des Schalldämpfers 1 mündende kurze
gerade Rohrstück 12 ist
von einer durch eine Wandung 17 gebildeten Kammer 18 umgeben,
die mit Absorptionsmaterial 19 gefüllt ist. Über eine Perforierung 20 im
kurzen geraden Rohrstück 12 ist
die Absorptionskammer 18 an den Abgasstrom I angeschlossen.
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Das
kurze gekrümmte
Rohrstück 15 mündet in
einer Resonatorkammer 21, die durch das Gehäuse 1 des
Schalldämpfers
und eine im Gehäuse 1 vorgesehene
Zwischenwand 22 gebildet ist. Die Zwischenwand 22 ist
seitlich zur Dämpfungskammer 18 und
in etwa parallel zum kurzen geraden Rohrstück 12 angeordnet,
so dass die Resonatorkammer 21 die Absorptionskammer 18 umgibt.
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Das
zweite kurze gerade Rohrstück 16 mündet in
der auf der anderen Seite der Zwischenwand 22 gebildeten
zweiten Kammer 23, die ebenfalls als Resonatorkammer ausgebildet
ist. Die Zwischenwand 22 zwischen erster Resonatorkammer 21 und zweiter
Resonatorkammer 23 kann perforiert ausgebildet sein. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist sie jedoch geschlossen.
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Das
in die Abgasdurchtrittsöffnung 4 des Schalldämpfers eingesetzte
Rohrstück 5 ist,
wie dargestellt, bis zur Zwischenwand 22 des Schall dämpfergehäuses 1 geführt und
mit dieser bevorzugt verschweißt.
Dadurch ist das Rohrstück 5 fixiert
und der gesamte Aufbau des Schalldämpfers stabilisiert. In seinem
die zweite Resonatorkammer 23 durchgreifenden Abschnitt
ist das Rohrstück 5 mit
einer Perforierung 24 versehen, über welche das Rohrstück 5 an die
zweite Resonatorkammer 23 angeschlossen ist. Wie in 1 dargestellt,
ist in dem zwischen den beiden Teilen des Schalldämpfers gelegenen
Abschnitt 25 des Rohrstücks 5 eine
Abgasklappe 26 angeordnet, über welche das Rohrstück 5 wahlweise
verschlossen werden kann. Die Betätigung der Abgasklappe 26 erfolgt über hier
nicht dargestellte Mittel bevorzugt in Abhängigkeit von der Motordrehzahl. Die
Klappe 26 kann aber auch entfallen, oder das Verbindungsrohr
kann entfallen oder dauernd geschlossen sein, beispielsweise indem
die Perforation 24 weggelassen wird. Ohne Klappe ergibt
sich ein Kompromiss zwischen Sound und Komfort, bei geschlossenem
oder entfallenem Verbindungsrohr können die linke und rechte Seite
unterschiedlich abgestimmt werden.
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Der
dargestellte Schalldämpfer
ist insbesondere für
eine zweiflutige Abgasanlage, beispielsweise eines 6 Zylinder V-Motors
vorgesehen. Jeder der beiden Abgasstränge ist an eine der beiden
Abgaseintrittsöffnungen 2, 2' des dargestellten
Schalldämpfers
angeschlossen. Wie man in 2 erkennt, durchströmt das über die
Abgaseintrittsöffnung 2 in Richtung
des Pfeils I eintretende Abgas zunächst das Kreuzrohrstück 7 und
anschließend
das kurze gerade Rohrstück 12,
bevor es dann über
die Abgasaustrittsöffnung 3 den
Schalldämpfer
wieder verlässt. Wie
man erkennt, ist der Weg durch den Schalldämpfer sehr kurz und weist keinerlei
Richtungsänderungen
auf. Der Abgasgegendruck ist dadurch sehr gering.
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Während des
Durchströmens
des geraden Rohrstückes 12 wird
das Geräusch
des Abgases durch die Absorptionskammer 18 gedämpft. Zusätz lich erfolgt
eine Schalldämpfung
durch die beiden Resonatorkammern 21 und 23, die über das
kurze gekrümmte
Rohrstück 15 bzw.
das kurze gerade Rohrstück 16 an
das Kreuzrohrstück 7 und
damit an den Abgasstrom I angeschlossen sind. Über die Länge der beiden Rohrstücke 15 und 16 sind
die beiden Resonatorkammern 21 und 23 auf bestimmte
Frequenzbereiche des Abgasgeräusches
abgestimmt, bei einem Turbomotor insbesondere auf die höheren Ordnungen
des Abgasgeräusches.
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Eine
zusätzliche
Dämpfung
ergibt sich durch die Verbindung der beiden Teile 1, 1' des Schalldämpfers über das
Rohrstück 5.
Diese zusätzliche Dämpfung wird
bevorzugt im unteren Drehzahlbereich bzw. Teillast eingesetzt, indem
dann die Abgasklappe 26 im Rohrstück 5 geöffnet wird.
Bei hohen Drehzahlen bzw. Volllast wird die Abgasklappe 26 dagegen
geschlossen, so dass diese zusätzliche Dämpfung entfällt. Dadurch
kann vorteilhafterweise bei höheren
Drehzahlen ein lauteres Motorgeräusch erreicht
werden, was insbesondere bei Turbomotoren wünschenswert ist, die ansonsten
bei höheren Drehzahlen
zu leise sind.
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Das
Volumen des durchströmten
Bereiches, welches durch das Rohrkreuzstück 7 und das kurze gerade
Rohrstück 12 bestimmt
ist, ist erfindungsgemäß besonders
klein. Insbesondere beträgt
es weniger als 2 Liter, bei einem 6-Zylinder-Motor beispielsweise
1,7 Liter. Demgegenüber
ist das Volumen des nicht durchströmten Bereiches, welches durch
die beiden Resonatorkammern 21 und 23 sowie die
Absorptionskammer 18 bestimmt ist, verhältnismäßig groß. Bei dem genannten 6-Zylinder-Motor
beträgt
es beispielsweise ca. 15 Liter. Durch diese Aufteilung von nicht
durchströmtem
Volumen und durchströmtem
Volumen erhält
man einen sehr geringen Abgasgegendruck bei dennoch sehr guter Schalldämpfungswirkung,
die aber auch für
Turbomotoren im höheren
Drehzahlbereich nicht zu groß ist.
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Die
in 3 dargestellte Abgasanlage umfasst einen ersten
Abgasstrang 27 und einen zweiten Abgasstrang 28.
Beide Abgasstränge
weisen jeweils einen Vorschalldämpfer 29 und
einen Endschalldämpfer 30 auf.
Zwischen den Vorschalldämpfern 29 und
den Endschalldämpfern 30 sind
die beiden Abgasstränge 27 und 28 über ein
Hosenrohr 31 miteinander verbunden. Außerdem sind die beiden Endschalldämpfer 30 über ein
Verbindungsrohr 32 miteinander verbunden.
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Jeder
der beiden Endschalldämpfer 30 der beiden
Abgasstränge 27 und 28 ist
außerdem
mit einem Endrohr 33 versehen. In das Endrohr 33 des ersten
Abgasstranges 27 ist eine Abgasklappe 34 eingesetzt, über welche
der Durchfluss durch das Endrohr 33 des ersten Abgasstranges 27 gesperrt werden
kann. Die beiden Endschalldämpfer 30 können in
der in den 1 und 2 dargestellten
und vorstehend beschriebenen Weise ausgebildet sein. Es ist aber
auch jede andere Ausgestaltung möglich.
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Der
Betrieb der in 3 dargestellten Abgasanlage
erfolgt in üblicher
Weise, wobei die Abgasklappe 34 auf- und zugesteuert werden
kann, beispielsweise in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl. So kann die Abgasklappe bei niedrigen Motordrehzahlen
geschlossen sein, um eine hohe Schalldämpfung zu erreichen. Die Abgase
beider Abgasstränge 27 und 28 können dann
nur über
das Endrohr 33 des zweiten Abgasstrangs 28 ausgestoßen werden.
Hierdurch ergibt sich eine hohe Schalldämpfung mit geringer Geräuschentwicklung.
Aufgrund der niedrigen Drehzahl entsteht dabei kein inakzeptabel
hoher Abgasgegendruck. Das Überströmen des
Abgases aus dem geschlossenen ersten Abgasstrang 27 in
den zweiten Abgasstrang erfolgt dabei über das Hosenrohr 31.
Bei geöffnetem
Verbindungsrohr 32 kann ein Überströmen außerdem auch durch dieses erfolgen. Je
nachdem ist dann ein mehr oder weniger großer Abschnitt des ers ten Abgasstrangs 27 im
Nebenschluss an den zweiten Abgasstrang 28 angeschlossen.
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Bei
geöffneter
Abgasklappe 34 können
die Abgase durch beide Endrohre 33 ausströmen. Die Abgasströme des ersten
und des zweiten Abgasstrangs 27, 28 bleiben dabei
weitgehend getrennt. Über
das Hosenrohr 31 erfolgt lediglich ein Druckausgleich.
In diesem Zustand ergibt sich eine geringere Schalldämpfung mit
entsprechend geringerem Gegendruck und höherer Geräuschentwicklung. Diese ist
als Last-Feedback allerdings erwünscht.
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Die
in 4 dargestellte Abgasanlage stimmt mit der in 3 dargestellten
weitgehend überein.
Es ist lediglich anstelle des Hosenrohres 31 zwischen den
Vorschalldämpfern 29 und
den Endschalldämpfern 30 ein
Mittelschalldämpfer 35 vorgesehen.
Dieser ist beiden Abgassträngen 27 und 28 gemein
und weist eine Verbindung zwischen den beiden Abgassträngen, beispielsweise
eine perforierte Wand auf. Auch der Betrieb dieser Abgasanlage stimmt
mit derjenigen von 3 überein.
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Der
in 5 dargestellte Endschalldämpfer ist als gemeinsamer Schalldämpfer zweier
Abgasstränge
einer Abgasanlage ausgebildet. Er umfasst ein Gehäuse 36,
in welchem ein Hosenrohr 37 angeordnet ist. Zwei Enden
des Hosenrohres 37 bilden Einlassrohre 38, an
welche die beiden Abgasstränge anschließbar sind.
Die beiden anderen Enden 39 des Hosenrohres 37 sind
jeweils mit einem Auslassrohr 40 verbunden. Diese sind
wiederum mit je einem Endrohr 41 verbunden.
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In
das eine Endrohr 41 ist ein Abgasklappe 42 eingesetzt,
durch welche der Durchfluss durch dieses Endrohr 41 versperrt
werden kann. Damit ergibt sich dieselbe Funktion wie bei den Abgasanlagen
der 3 und 4. Bei geschlossener Abgasklappe 42 strömt das Abgas
beider Abgasstränge durch
das andere Endrohr 41 aus, wobei der Abgasstrom des versperrten
Abgasstranges über
das Hosenrohr 37 in den anderen Abgasstrang gelangt. Dadurch
ergibt sich wieder eine hohe Schalldämpfung mit entsprechendem Komfort.
Bei geöffneter
Abgasklappe 42 strömen
die Abgase dagegen durch beide Endrohre 41, wobei zwischen
den beiden Abgassträngen über das
Hosenrohr 37 lediglich ein Druckausgleich stattfindet.
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Vom
Innenaufbau her kann der Endschalldämpfer im übrigen in bekannter Weise ausgebildet sein,
insbesondere wie dargestellt mit Absorptionskammern 43, 44 und
Resonatorkammer 45 sowie Resonatorrohr 46. Über Zwischenwände 47 sind
die Kammern 43, 44 und 45 voneinander
getrennt. Über Perforierungen 48 sind
die Auslassrohre 40 und das Hosenrohr 37 an die
Absorptionskammern 43 und 44 angeschlossen.
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Die
in 6 dargestellte Variante stimmt weitgehend mit
der Variante von 2 überein. Im Unterschied hierzu
ist jedoch das kurze gekrümmte Rohrstück 15 weggelassen,
und das Rohrstück 16 ist mit
dem Rohr 5 verbunden. Im Bereich der Kammer 23,
die hier als Absorptionskammer ausgebildet ist, weist das Verbindungsrohr 5 eine
Perforierung 49 auf. Hierdurch ist die Absorptionskammer 23 mit
der entsprechenden Kammer des zweiten Schalldämpfers der Abgasanlage verbunden.
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Die
in 7 dargestellte Variante stimmt wiederum weitgehend
mit der Variante von 6 überein. Im Unterschied hierzu
ist jedoch die Kammer 21 als Absorptionskammer ausgebildet
und die Wandung 17 ist weggelassen, so dass hier nur zwei nicht
durchströmte
Kammern 21 und 23 vorhanden sind. Der Schalldämpfer von 7 wird
insbesondere für
die rechte Seite der Abgasanlage eingesetzt und weist keine Abgasklappe
auf, während
der Schalldämpfer
von 6 bevorzugt für
die linke Seite der Abgasanlage eingesetzt wird und mit einer Abgasklappe
versehen ist.
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- 1
- erstes
Schalldämpfergehäuse
- 1'
- zweites
Schalldämpfergehäuse
- 2
- Abgaseintrittsöffnung von 1
- 2
- Abgaseintrittsöffnung von 1'
- 3
- Abgasaustrittsöffnung von 1
- 3'
- Abgasaustrittsöffnung von 1'
- 4
- Abgasdurchtrittsöffnung von 1
- 4'
- Abgasdurchtrittsöffnung von 1'
- 5
- Rohrstück
- 6
- Rohrstück
- 7
- Kreuzrohrstück
- 8
- Abgaseintrittsöffnung
- 9
- Abgaseintrittsöffnung
- 10
- Abgaseintrittsöffnung
- 11
- Abgaseintrittsöffnung
- 12
- kurzes
gerades Rohrstück
- 13
- erstes
Ende von 12
- 14
- zweites
Ende von 12
- 15
- kurzes
gebogenes Rohrstück
- 16
- kurzes
gerades Rohrstück
- 17
- Wandung
- 18
- Absorptionskammer
- 19
- Absorptionsmaterial
- 20
- Perforierung
- 21
- erste
Resonatorkammer
- 22
- Zwischenwand
- 23
- zweite
Resonatorkammer
- 24
- Perforierung
- 25
- Abschnitt
von 5
- 26
- Abgasklappe
- 27
- erster
Abgasstrang
- 28
- zweiter
Abgasstrang
- 29
- Vorschalldämpfer
- 30
- Endschalldämpfer
- 31
- Hosenrohr
- 32
- Verbindungsrohr
- 33
- Endrohr
- 34
- Abgasklappe
- 35
- Mittelschalldämpfer
- 36
- Gehäuse
- 37
- Hosenrohr
- 38
- Einlassrohr
- 39
- Auslassende
von 37
- 40
- Auslassrohr
- 41
- Endrohr
- 42
- Abgasklappe
- 43
- Absorptionskammer
- 44
- Absorptionskammer
- 45
- Resonatorkammer
- 46
- Resonatorrohr
- 47
- Zwischenwand
- 48
- Perforation
- 49
- Perforation
- 50
- Abzweig
- I
- Abgasstromrichtung