DE102006029869A1 - Frontklappe mit Fußgängerschutzeinrichtung - Google Patents
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Abstract
Bei einem Personenkraftwagen mit einer Frontklappe (1) und einer Einrichtung zur teilweisen Anhebung der Frontklappe (1) zum Schutz von Fußgängern und Zweiradfahrern ist zwischen einem Randbereich der Frontklappe (1) und dem diesen gegenüberliegenden Karosserieabschnitt (13) des Personenkraftwagens ein zusammengefalteter Vorhang (9) angeordnet, welcher durch die teilweise angehobene Frontklappe (1) gespannt wird und den Spalt zwischen der Frontklappe (1) und dem Karosserieabschnitt (13) verschließt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Personenkraftwagen mit einer Frontklappe und einer Einrichtung zur teilweisen Anhebung der Frontklappe zum Schutz von Fußgängern und Zweiradfahrern.
- Einrichtungen zur teilweisen Anhebung der Frontklappe als Maßnahme zum Schutz von Fußgängern sind bereits in den vielfältigsten Variationen bekannt. So sind schon vermehrt Lösungen vorgeschlagen worden, bei denen ein zwischen der Kotflügelbank und der Frontklappe eines Personenkraftwagens ein Airbag angeordnet ist, welcher neben der Anhebung der Frontklappe auch dafür Sorge trägt, dass der Spalt zwischen Frontklappe und Kotflügel verschlossen wird. Dadurch können sekundäre Verletzungen eines auf die Frontklappe aufschlagenden Fußgängers oder Zweiradfahrers vermieden werden.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Vorrichtung aufzuzeigen, durch die der Spalt zwischen einer aktivierten Frontklappe und den sich daran nach unten anschließenden Karosserieteilen verschlossen werden kann.
- Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest zwischen einem Randbereich der Frontklappe und dem diesen gegenüberliegenden Karosserieabschnitt des Personenkraftwagens ein zusammengefalteter Vorhang angeordnet ist, welcher durch die teilweise angehobene Frontklappe gespannt wird und den Spalt zwischen der Frontklappe und dem Karosserieabschnitt verschließt.
- Im Gegensatz zu den vorbekannten Lösungen mit einem Airbag, die einen separaten Aktuator benötigen, wird der vorgeschlagene Vorhang nur durch die sich aufstellende Frontklappe gespannt. Neben der Einsparung einer separaten Betätigungsvorrichtung hat die erfindungsgemäße Lösung den großen Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Airbags reversibel ausgeführt werden kann.
- Was die jeweilige Anordnung anbelangt, so kann der Vorhang zwischen den seitlichen Randbereichen der Frontklappe und den diesen gegenüberliegenden Abschnitten der Kotflügel eingebaut sein, so dass die seitlichn Spalten an der aktivierten Frontklappe verschlossen werden. Zusätzlich kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zwischen dem rückwärtigen Randbereich der Frontklappe und dem diesen gegenüberliegenden Karosserieabschnitt des Personenkraftwagens ebenfalls ein zusammengefalteter Vorhang angeordnet sein. Durch diesen Vorhang wird in seinem gespannten Zustand der Spalt zwischen dem rückwärtigen Bereich der Frontklappe und der Windschutzscheibe oder einem angrenzenden Bauteil verschlossen.
- Vorteilhaft ist, wenn der zusammengefaltete Vorhang in einer Halteeinrichtung aufgenommen ist und mit dieser zusammen eine vormontierte Baugruppe bildet. Dadurch sind kurze Montagezeiten am Endmontageband möglich. Außerdem können in einfacher Weise Fahrzeuge mit oder ohne erfindungsgemäße Vorrichtung aufgebaut werden. Zweckmäßig wird der Vorhang direkt oder indirekt an der Frontklappe befestigt, so dass er zusammen mit dieser angehoben wird, wenn bspw. die Frontklappe aufgestellt wird, um einen Zugang zu dem Motor des Fahrzeuges zu ermöglichen.
- Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die den Vorhang aufnehmende, an der Frontklappe festgelegte Halteeinrichtung bei geschlossener Frontklappe mit dem gegenüberliegenden Karosseriebauteil durch eine Verriegelungseinrichtung verriegelbar sein. Dadurch ist sichergestellt, dass bei aktivierter Frontklappe der Vorhang straff gespannt wird und dieser auch in gewissem Umfang Kräfte aufnehmen kann.
- Besonders vorteilhaft ist, wenn die vorbeschriebene Verriegelungseinrichtung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Personenkraftwagens angesteuert wird, derart, dass die Verriegelung bei stehendem Fahrzeug gelöst ist. Somit kann bei stehendem Fahrzeug ohne weiteres die Frontklappe geöffnet werden; gleichzeitig ist sichergestellt, dass im Fahrzustand und bei aktivierter Frontklappe der Vorhang straff gespannt wird.
- Die Verriegelungseinrichtung kann in Verbindung mit der Halteeinrichtung für den Vorhang so ausgebildet sein, dass dadurch ein separater Fanghaken für die Frontklappe eingespart werden kann. Die Verriegelungseinrichtung übernimmt somit zwei Funktionen, nämlich sowohl die Fixierung der Frontklappe, als auch die Befestigung des Vorhanges an der Fahrzeugkarosserie.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.
- Die Darstellung zeigt als Prinzipbild im Schnitt den Anschlussbereich einer Frontklappe
1 an einem Kothügel3 eines Personenkraftwagens. An dem seitlichen Flansch5 der Frontklappe1 ist eine Halteeinrichtung7 befestigt, die in ihrem oberen Endbereich einen zusammengefalteten Vorhang9 hält. Das untere Ende des Vorhanges9 ist mit einer sehr vereinfacht dargestellten Verriegelungseinrichtung11 verbunden. - Über die Verriegelungseinrichtung
11 kann der Vorhang9 mit der Kotflügelbank13 des Kotflügels3 verbunden bzw. gelöst werden. Im Fahrbetrieb befindet sich die Verriegelungseinrichtung11 in der Sperrposition. Dadurch wird der Vorhang9 gespannt, wenn die Frontklappe1 zum Schutz von Fußgängern und Zweiradfahrern teilweise angehoben wird. Der Vorhang9 stellt dann sicher, dass keine Gliedmaßen einer auf die Frontklappe1 aufschlagenden Person in den Spalt zwischen der Frontklappe1 und den Kotflügel3 gelangen können. - Im Fahrbetrieb wird bei geschlossener Frontklappe
1 durch die Verriegelungseinrichtung11 diese sicher in der Schließlage gehalten, ohne dass zusätzliche Maßnahmen dafür erforderlich sind. - Wenn das Fahrzeug steht, wird die Verriegelungseinrichtung
11 durch eine nicht näher dargestellte Vorrichtung gelöst, wodurch die Frontklappe1 , bspw. für Wartungsarbeiten, geöffnet werden kann.
Claims (7)
- Personenkraftwagen mit einer Frontklappe und einer Einrichtung zur teilweisen Anhebung der Frontklappe zum Schutz von Fußgängern und Zweiradfahrern, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwischen einem Randbereich der Frontklappe (
1 ) und dem diesen gegenüber liegenden Karosserieabschnitt (13 ) des Personenkraftwagens ein zusammengefalteter Vorhang (9 ) angeordnet ist, welcher durch die teilweise angehobene Frontklappe (1 ) gespannt wird und den Spalt zwischen der Frontklappe (1 ) und dem Karosserieabschnitt (13 ) verschließt. - Personenkraftwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den seitlichen Randbereichen der Frontklappe (
1 ) und den diesen gegenüber liegenden Abschnitten (13 ) der Kotflügel (3 ) des Personenkraftwagens je ein zusammengefalteter Vorhang (9 ) angeordnet ist, welcher in gespanntem Zustand den Spalt zwischen der Frontklappe (1 ) und dem Kotflügel (3 ) verschließt. - Personenkraftwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem rückwärtigen Randbereich der Frontklappe (
1 ) und dem diesen gegenüber liegenden Karosserieabschnitt des Personenkraftwagens ein zusammengefalteter Vorhang (9 ) angeordnet ist, welcher in gespanntem Zustand den Spalt zwischen der Frontklappe (1 ) und dem Karosserieabschnitt verschließt. - Personenkraftwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammengefaltete Vorhang (
9 ) in einer Halteeinrichtung (7 ) aufgenommen ist und mit dieser zusammen eine vormontierte Baugruppe bildet. - Personenkraftwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorhang (
9 ) direkt oder indirekt an der Frontklappe (1 ) befestigt ist. - Personenkraftwagen nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die den Vorhang (
9 ) aufnehmende, an der Frontklappe (1 ) festgelegte Halteeinrichtung (7 ) bei geschlossener Frontklappe (1 ) mit dem gegenüber liegenden Karosseriebauteil (13 ) durch eine Verriegelungseinrichtung (11 ) verriegelbar ist. - Personenkraftwagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung (
11 ) in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Personenkraftwagens angesteuert wird, derart, dass die Verriegelung bei stehendem Fahrzeug gelöst ist.
Priority Applications (1)
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| DE200610029869 DE102006029869B4 (de) | 2006-06-28 | 2006-06-28 | Frontklappe mit Fußgängerschutzeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200610029869 DE102006029869B4 (de) | 2006-06-28 | 2006-06-28 | Frontklappe mit Fußgängerschutzeinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102006029869A1 true DE102006029869A1 (de) | 2008-01-03 |
| DE102006029869B4 DE102006029869B4 (de) | 2012-01-19 |
Family
ID=38776875
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200610029869 Expired - Fee Related DE102006029869B4 (de) | 2006-06-28 | 2006-06-28 | Frontklappe mit Fußgängerschutzeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102004055603A1 (de) * | 2004-11-18 | 2006-05-24 | Volkswagen Ag | Sicherheitseinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug |
-
2006
- 2006-06-28 DE DE200610029869 patent/DE102006029869B4/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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