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Die
Erfindung betrifft zunächst
einen Innenraum-Ausstattungskörper
von Fahrzeugen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Solche
Ausstattungskörper
können
beweglich im Fahrzeug angeordnet sein, wobei beispielsweise ein
Tragteil des Ausstattungskörpers
verschiebbar in einem Gleitlager gehalten ist.
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Zum
Beispiel ist aus der
DE
298 11 875 U1 eine Verriegelungsvorrichtung zur höhenverstellbaren
Befestigung einer Kopfstütze
an der Rückenlehne
eines Kraftfahrzeugsitzes bekannt. Die Verriegelungsvorrichtung
weist eine Handhabe auf, mittels welcher eine als Verriegelungsmittel
dienende Schenkelfeder betätigt
werden kann. Die Schenkelfeder ist von einer Haltestange durchgriffen,
die in einer Führungshülse gelagert
ist.
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In
der
DE 203 06 004
U1 ist eine Lageranordnung beschrieben, welche eine erhöhte Resistenz gegen
aggressive Medien, insbesondere gegen Treibstoffe (Benzin, Diesel,
Kerosin etc.), aufweist. Die Lageranordnung sieht gemäß
DE 203 06 004 U1 ein
Lager vor, das einen Innenring, einen Außenring sowie einen dazwischen
angeordneten Wälzkörper aufweist.
Darüber
hinaus ist eine Dichtungsanordnung vorgesehen, die den Raum zwischen
Innenring und Außenring
gegen die Umgebung abdichtet. In dem abgedichteten Innenraum zwischen
Innenring und Außenring
ist als Schmiermittel ein Fett angeordnet, welches in Treibstoffen,
insbesondere in Benzin, Kerosin und Dieselöl, unlöslich ist. Bevorzugt ist das Fett
ein solches auf der Basis von Perfluoralkylether. Ferner sind die
Laufbahnoberflächen
des Innenrings sowie des Außenrings
mit einer verschleißmindernden
Schicht, wie beispielsweise einer Carburierung oder Carbonitrierung,
versehen. Zudem ist es möglich,
die Oberflächen
der Laufbahn mit einer Diamantbeschichtung zu versehen.
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Um
die für
den Verstellvorgang notwendige Verstellkraft zu vermindern, wurden
im Stand der Technik unterschiedliche Versuche durchgeführt. Beispielsweise
bei der höhenverstellbaren
Lagerung von Kopfstützen
wurde auf die rückenlehnen-
oder kopfkastenseitigen Gleitlager und/oder auf den bei der Höhenverstellung
mit dem Gleitlager zusammenwirkenden Bereich der Tragstange der
Kopfstütze Fett
oder Öl
als Schmiermittel aufgetragen.
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Derartige
Schmiermittel haben jedoch den Nachteil, dass sie sich in den zwischen
dem Polsterträger
und der Lagerung frei zugänglichen
Bereich der Tragstange schieben. Fahrzeuginsassen können sich
bei Berührung
der Tragstangen an dem Fett die Hände oder die Kleidung verschmutzen.
Darüber
hinaus können
von dem Fett die Bezugsstoffe der Polster des Fahrzeugs verschmutzt
werden.
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Ferner
weisen herkömmliche
Schmiermittel die Eigenschaft auf, dass sie verharzen und somit
die Schmiereigenschaft verlieren.
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Des
Weiteren wurde versucht, die Reibung zwischen Tragstange und Gleitlager
zu vermindern, indem Oberflächen
mit geringer Rauhigkeit erzeugt wurden. Dies war jedoch mit einem
sehr hohen Fertigungsaufwand verbunden. Darüber hinaus verschlechterte
sich die Oberflächenqualität bei zunehmendem
Gebrauch, so dass die Reibung im Laufe der Zeit wieder zunahm.
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Zudem
wurde die Reibung gemindert, indem die in Kontakt stehenden Lagerflächen verringert wurden.
Auch diese Maßnahme
war jedoch mit einem erheblichen Fertigungsaufwand verbunden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, den Ausstattungskörper derart auszubilden, dass
er die zuvor genannten Nachteile nicht aufweist.
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Die
Aufgabe wird zunächst
gelöst
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Das
wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin, dass die Oberfläche mindestens
eines Bereichs des Tragteils einen Film aufweist, der wenigstens
Perfluoralkylether oder Polyperfluoralkylether enthält. Der
Perfluoralkylether ist auf dem Markt erhältlich.
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Der
Film von Perfluoralkylether senkt den Reibungskoeffizienten und
damit die Reibkraft sowie das Losbrechmoment im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen. Das
Losbrechmoment ist die Kraft, die zur Überwindung der Haftreibung
erforderlich ist und bei welcher die Gleitreibung eingeleitet wird.
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Tragteil
im Sinne der Erfindung ist ein beweglich gelagertes Element eines
Ausstattungskörpers
des Fahrzeuginnenraums, wie beispielsweise die Tragstange einer
Fahrzeugkopfstütze.
Das Tragteil weist wenigstens einen Lagerbereich auf, der zur Lagerung
mit einem Lagerkörper
zusammenwirkt.
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Lagerkörper im
Sinne der Erfindung ist ein Lagerelement, zu welchem das Tragteil
relativbeweglich gelagert ist, wie beispielsweise die rückenlehnenseitige
Lagerhülse
der Tragstange einer Fahrzeugkopfstütze oder die Lager eines Kopfkastens
der Kopfstütze,
welche höhenverstellbar
auf rückenlehnenfesten
Tragstangen geführt
sind.
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Der
Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Kraft zum Verstellen
des Tragteils sich erheblich verringert. Aufgrund der chemischen
Inaktivität
des Perfluoralkylether z. B. werden Kunststoffteile nicht chemisch
durch den Perfluoralkylether beeinflusst. Der Perfluoralkylether
kann daher z. B. zur Lagerung von Kopfstützentragstangen in Kunststoffgleitlagern eingesetzt
werden.
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Aufgrund
biologischer Inaktivität
ist Perfluoralkylether nicht toxisch und daher ohne Gefährdung der
Insassen im Fahrzeug einsetzbar.
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Perfluoralkylether
ist farblos und hinterlässt bei
Kontakt mit den Bezugsstoffen der Polster keine Spuren oder Flecken.
Aufgrund der hydrophoben sowie oleophoben Eigenschaften und der
hohen thermischen Beständigkeit
kann Perfluoralkylether vorteilhaft zur Lagerung von Fahrzeugausstattungsteilen
im Fahrzeuginnenraum eingesetzt werden.
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Perfluoralkylether
ist nicht brennbar, so dass es die Sicherheit im Fahrzeug nicht
beeinträchtigt. Des
Weiteren ist zu erwähnen,
dass Perfluoralkylether flüssig,
wasserklar und geruchslos ist, wodurch es leicht zu verarbeiten
ist und vom Fahrzeuginsassen weder optisch noch durch den Geruchssinn wahrgenommen
wird.
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Bei
der höhenverstellbaren
Lagerung von Fahrzeugkopfstützen
kann Perfluoralkylether als Film auf die Tragstange und/oder das
Lager der Kopfstütze
aufgebracht sein und somit die Reibung vermindern. Das gilt, wie
oben bereits erwähnt,
sowohl für
Kopfstützen,
deren Tragstangen in einer rückenlehnenseitigen
Lagerhülse
relativ beweglich gelagert sind, als auch für Kopfstützen, wobei das Gleitlager
in einem Polsterträger
der Kopfstütze
angeordnet ist und der Kopfkasten relativ zu den fest angeordneten Tragstangen
höhenverstellbar
ist.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung ist lediglich der Lagerbereich des Tragteils
mit dem Film, welcher Perfluoralkylether aufweist, versehen. Der
Lagerbereich ist ein Bereich des Tragteils, an welchem Reibung aufgrund
einer Relativbewegung zu einem Lager auftreten kann. Indem lediglich
der Lagerbereich mit dem Film versehen ist, wird Perfluoralkylether
eingespart.
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Die
Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum wenigstens teilweisen
Benetzen der Oberfläche
eines langgestreckten Tragteils eines Innenraum-Ausstattungskörpers von
Fahrzeugen oder eines mit dem Tragteil zusammenwirkenden Lagerkörpers mit
einem Schmiermittel gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 3.
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Ein
solches Verfahren ist bekannt aus dem druckschriftlich nicht belegbaren
Stand der Technik, wonach das Tragteil, beispielsweise die Tragstange einer
Fahrzeugkopfstütze,
manuell mit einem Fett oder Öl
als Schmiermittel benetzt wird.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ausgehend von dem letztgenannten Stand der
Technik, ein Verfahren zu schaffen, welches ein einfacheres herstellungsfreundliches
Auftragen des Schmiermittels auf das Tragteil ermöglicht.
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Die
Aufgabe wird gelöst
mit den Merkmalen des Anspruchs 3, insbesondere mit den kennzeichnenden
Merkmalen.
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Das
wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin, dass das Schmiermittel
in flüssiger
Form als Film auf die Oberfläche
des Tragteils aufgebracht wird.
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Der
Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Herstellungsaufwand
sich erheblich reduziert, da das flüssige Schmiermittel leicht
nachdosierbar ist und als Film von sehr geringer Dicke auf die Oberfläche auftragbar
ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
wird das Schmiermittel im unmittelbaren Kontakt auf die Oberfläche des
Ausstattungskörpers
aufgebracht. Durch den unmittelbaren Kontakt der Abgabevorrichtung
zu der Oberfläche
des Tragteils wird automatisch eine Schicht geringer Dicke auf die
Oberfläche
aufgetragen. Zudem wird überflüssiges Schmiermittel
abgestreift. Das Auftragen im unmittelbaren Kontakt erlaubt somit
einen geringen Herstellungsaufwand, da das Schmiermittel nicht,
wie es beispielsweise beim Versprühen des Schmiermittels der
Fall ist, aufgefangen und der Vorrichtung wieder zugeführt werden muss.
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Die
Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zum Benetzen eines
stab- oder rohrförmigen Tragteils
mit einem Schmiermittel.
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Eine
solche Vorrichtung ist aus dem druckschriftlich nicht belegbaren
Stand der Technik bekannt und weist eine Zuführvorrichtung zum Zuführen des
Schmiermittels zu einer Abgabevorrichtung auf, mittels welcher das
Schmiermittel auf das Tragteil auftragbar ist.
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Ausgehend
von dem letztgenannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung,
eine Vorrichtung zu schaffen, die ein gleichmäßiges Auftragen des Schmiermittels
auf das Tragteil ermöglicht.
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Die
Aufgabe wird gelöst
mit den Merkmalen des Anspruchs 5.
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Das
Prinzip der Erfindung besteht im Wesentlichen darin, dass die Abgabevorrichtung
zwischen einer Arbeits-Position und einer Ruhe-Position bewegt werden
kann. In der Ruhe-Position kann das Ausstattungsteil in der Vorrichtung
angeordnet werden, ohne dass die Abgabevorrichtung in Kontakt zu einer
zu benetzenden Außenfläche des
Ausstattungsteils erhält.
In der Arbeits-Position steht die Abgabevorrichtung in Kontakt mit
wenigstens einem Teil der Oberfläche
des Tragteils und benetzt die Oberfläche dabei mit Schmiermittel.
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Zuführvorrichtung
im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung, mittels welcher Schmiermittel
zu der Abgabevorrichtung geleitet wird. Das Schmiermittel kann beispielsweise
mit Hilfe einer Pumpe in einer Leitung zur Abgabevorrichtung gefördert werden.
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Abgabevorrichtung
im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung mittels welcher Schmiermittel
der zu benetzenden Oberfläche
zugeführt
wird. Die Abgabevorrichtung kann beispielsweise von einer Sprühvorrichtung
gebildet sein. Alternativ kann die Abgabevorrichtung z. B. von einer
Vorrichtung gebildet sein, die das Schmiermittel nur durch Kontakt
mit der zu benetzenden Oberfläche
abgibt. In diesem Fall kann die Abgabevorrichtung z. B. von einem saugfähigen Material,
wie einem Schaum oder einem Filz, gebildet sein.
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Die
Abgabe des Schmiermittels findet durch unmittelbaren Kontakt mit
der zu benetzenden Oberfläche
statt. Aufgrund des unmittelbaren Kontakts der Abgabevorrichtung
zu der zu benetzenden Oberfläche
kann überflüssiges Schmiermittel
abgestreift werden, so dass ein dünner Film auf der zu benetzenden
Oberfläche
aufgetragen wird.
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Der
Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Benetzung des
Tragteils mit einem Film von Perfluoralkylether mit geringem Herstellungsaufwand vorgenommen
werden kann.
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Einer
Ausgestaltung der Erfindung gemäß sind wenigstens
zwei bewegbare biegesteife Backen vorgesehen, welchen jeweils eine
Abgabevorrichtung zugeordnet ist. Die biegesteifen Backen sind derart
bewegbar ausgebildet, dass die Abgabevorrichtung zwischen der Ruhe-Position und der
Arbeits-Position bewegbar ist. Mit Hilfe der biegesteifen Backen
ist es möglich,
eine Abgabevorrichtung zu verwenden, die wenig steif ausgebildet
ist, wie beispielsweise ein Schaumelement.
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Einer
weiteren Ausführungsform
gemäß ist die
Abgabevorrichtung von wenigstens einem Polyurethan-Schaumelement
gebildet. Das Element aus Polyurethan-Schaum, einem elastischen,
offenporigen Strukturschaum, weist den Vorteil auf, dass es zugleich
als Zwischenspeicher für
das Schmiermittel als auch als Abgabevorrichtung dienen kann. Das Schmiermittel
kann in flüssiger
Form in das Polyurethan-Schaumelement, z. B. mittels einer Kanüle, eingespritzt
werden, worauf sich das Schmiermittel in dem Polyurethan-Schaumelement verteilt.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Schmiermittel von Perfluoralkylether gebildet.
Die vorteilhaften Eigenschaften des Perfluoralkylethers im Zusammenhang
mit der Lagerung von Fahrzeugausstattungsteilen wurden bereits zuvor
dargelegt.
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Einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß ist eine Antriebsvorrichtung
vorgesehen, mittels welcher das Tragteil relativ zu der Abgabevorrichtung
bewegbar ist. Mit Hilfe dieser Ausführungsform ist es möglich, die
Abgabevorrichtung so auszugestalten, dass sie in der Arbeits-Position lediglich mit
einem Teil des zu benetzenden Oberflächenbereichs in Kontakt steht.
Durch die Bewegung des Ausstattungsteils wird die Oberfläche sukzessiv
vollständig
mit Schmiermittel benetzt.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung
eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
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1 eine
schematische perspektivische Darstellung einer Fahrzeugkopfstütze,
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2 eine
schematische perspektivische Darstellung eines Tragstangenbügels der
Kopfstütze gemäß 1,
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3 eine
schematische Schnittdarstellung einer Lagerhülse zum höhenverstellbaren Lagern des
Tragstangenbügels,
und
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4 eine
schematische Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum Benetzen der
Oberfläche
eines Lagerbereichs des Tragstangenbügels mit Schmiermittel.
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Eine
Kopfstütze
insgesamt ist mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet. Gleiche
Bezugsziffern in den unterschiedlichen Figuren bezeichnen entsprechende
Teile.
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1 zeigt
eine Kopfstütze 10 mit
einem auf einem nicht dargestellten Polsterträger angeordneten Polster P.
Der Polsterträger
ist auf einem Tragstangenbügel 11 höhenverstellbar
gelagert. In 2 ist der Tragstangenbügel 11 genauer
dargestellt. Der Tragstangenbügel 11 ist
aus Stahl gebildet und weist zwei freie Tragstangenenden 12 auf,
die mittels eines Querstegs Q miteinander verbunden sind. Die Tragstangenenden 12 sind
mit Rastkerben 13 versehen, welche zur Verstellarretierung
des Tragstangenbügels 11 in
unterschiedlichen Höhenpositionen
vorgesehen sind, was im Folgenden noch erläutert wird. In der perspektivischen
Darstellung des Tragstangenbügels 11 gemäß 2 sind
lediglich die Rastkerben 13 eines Tragstangenendes 12 erkennbar.
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Wie
bereits oben erwähnt
ist die Kopfstütze 10 höhenverstellbar
gelagert. Ein Lagerbereich 14 der Tragstangenenden 12 ist
je nach Höhenposition der
Kopfstütze 10 wenigstens
teilweise in einer in 2 nicht dargestellten aus Kunststoff
geformten, rückenlehnenfesten
Lagerhülse aufgenommen
und darin gleitgelagert. Eine Oberfläche 15 des Lagerbereichs 14 weist
einen Film 16 auf, der wenigstens Perfluoralkylether E
enthält.
Der Film 16 von Perfluoralkylether dient als Schmiermittel,
welches die Gleiteigenschaften der gleitgelagerten Tragstangenenden 12 verbessert,
was anhand von 3 näher erläutert werden soll.
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Gemäß 3 ist
dargestellt, auf welche Weise das Tragstangenende 12 mit
einem Lagerspiel S innerhalb einer Lagerhülse 18 angeordnet
ist. In 3 ist der Übersichtlichkeit halber lediglich
die Lagerung eines Teils eines der Tragstangenenden 12 sowie
eine der Lagerhülsen 18 dargestellt.
Die Lagerung beider Tragstangenenden 12 erfolgt auf die
gleiche Weise.
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Das
Tragstangenende 12 ist in den Richtungen y1 und y2 beweglich
innerhalb der Lagerhülse 18 gleitgelagert.
Eine Verstellarretierung der Kopfstütze in einer gewünschten
Höhe kann
erreicht werden, indem ein Rastelement 19 innerhalb einer
der Rastkerben 13 angeordnet wird. Um eine Höhenverstellung der
Kopfstütze 10 vorzunehmen,
kann das Rastelement 19 aus der Rastkerbe 13 gelöst werden,
wonach das Tragstangenende 12 relativ zu der Lagerhülse 18 bewegbar
ist.
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Zwischen
der Oberfläche 15 und
einer Innenfläche 17 der
Lagerhülse 18 tritt
Reibung auf. Zu Beginn der Höhenverstellung
der Kopfstütze 10 muss zunächst ein
Losbrechmoment überwunden
werden, welches die Kraft darstellt, die zum Übergang von der Haftreibung
zur Gleitreibung notwendig ist. Während des Verstellvorgangs
tritt lediglich Gleitreibung auf, die der in Richtung y1 oder y2
wirkenden Verstellkraft entgegenwirkt. Mittels des Films 16 aus
Perfluoralkylether E wird der Reibkoeffizient und damit die Reibkraft
sowie das Losbrechmoment zwischen der Oberfläche 15 des Tragstangenendes 12 und
der Innenfläche 17 der
Lagerhülse 18 im
Vergleich zu unbehandelten Oberflächen erheblich reduziert, wodurch eine
geringere Verstellkraft notwendig ist und ein Verklemmen vermieden
wird.
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Aufgrund
der chemischen Inaktivität
kann der Perfluoralkylether E in Kontakt mit den aus Kunststoff
geformten Lagerhülsen 18 gelangen,
wobei diese nicht chemisch durch den Perfluoralkylether E beeinflusst
werden. Aufgrund der biologischen Inaktivität ist der Film 16 von
Perfluoralkylether E nicht toxisch und daher gefahrlos im Fahrzeug
einsetzbar. Perfluoralkylether E ist zudem farblos und hinterlässt bei
Kontakt mit den Bezugsstoffen keine Spuren oder Flecken. Perfluoralkylether
E ist nicht brennbar, so dass es die Sicherheit im Fahrzeug nicht
beeinträchtigt.
Darüber
hinaus ist zu erwähnen,
dass Perfluoralkylether E flüssig,
wasserklar und geruchslos ist, wodurch es vom Fahrzeuginsassen weder
optisch noch durch den Geruchssinn wahrgenommen wird und bei dem
Auftrag des Films 16 leicht zu verarbeiten ist, was im
Folgenden näher
erläutert
wird.
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4 zeigt
eine schematische Schnittdarstellung einer Vorrichtung 20,
mittels welcher der Perfluoralkylether E auf die Oberfläche 15 des
Tragstangenendes 12 aufgebracht werden kann. Die Vorrichtung 20 weist
zwei gemäß der Richtungspfeile
x1 und x2 bewegbare Backen 21 auf, die jeweils mit einer Ausnehmung 22 versehen
sind. Eine Innenfläche 23 der
Ausnehmung 22 ist mit einem Polyurethan-Schaumelement 24 (im
Folgenden kurz als PUR-Schaumelement 24 bezeichnet) versehen. PUR-Schaum,
ein elastischer offenporiger Strukturschaum, ist auf dem Markt z.
B. unter der Bezeichnung „Cellasto” der Elastorgan
GmbH, 49440 Lemförde,
DE, erhältlich.
Alternativ kann anstelle des PUR-Schaums auch ein anderes Material,
beispielsweise Filz, eingesetzt werden. Die Backen 21 weisen ferner
Aussparungen 25 auf, in denen eine Kanüle 26 angeordnet ist.
Mittels der Kanüle 26 kann
der flüssige
Perfluoralkylether E in das PUR-Schaumelement 24 gespritzt
werden. In dem PUR-Schaumelement 24 verteilt sich der Perfluoralkylether
E gleichmäßig.
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In 4 sind
die Backen 21 der Vorrichtung 20 in der geöffneten
Ruhe-Position dargestellt.
In dieser Ruhe-Position kann gemäß 2 das
Tragstangenende 12 zwischen den Backen 21 angeordnet werden.
Zur Zentrierung des Tragstangenendes 12 in der in 4 dargestellten
Position kann z. B. oberhalb der Backen 21 eine nicht dargestellte
Zentriervorrichtung vorgesehen sein.
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Anschließend werden
die Backen 21 gemäß der Richtungspfeile
x1 aufeinander zu in eine nicht dargestellte Arbeitsposition bewegt,
in welcher zu der Oberfläche 15 komplementär ausgebildete
Oberflächen 27 der
PUR-Schaumelemente 24 mit
der Oberfläche 15 des
Tragstangenendes 12 in Kontakt geraten. Dabei wird der
mit dem PUR-Schaumelement 24 in Kontakt stehende Bereich
der Oberfläche 15 mit Perfluoralkylether
E benetzt. Sehr geringe Mengen des Perfluoralkylethers reichen zum
Benetzen aus. Beispielsweise reicht 1 Tropfen für den Benetzungsvorgang von
drei Tragstangenenden 12. Das PUR-Schaumelement 24 dient
somit zugleich als Zwischenspeicher für den Perfluoralkylether E.
Anhand 4 ist leicht vorstellbar, dass in der Arbeitsposition
der Backen 21 die PUR-Schaumelemente 24 an
dem gesamten Umfang des kreisförmigen Querschnitts
des Tragstangenendes 12 an der Oberfläche 15 anliegen.
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Gemäß 4 haben
die Tragstangenenden 12 einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. Erfindungsgemäß können alle
denkbaren Tragstangenquerschnitte mit dem Film 16 versehen
sein. Die Oberfläche 27 der
PUR-Schaumelemente 24 weist dann eine zu dem Tragstangen-Querschnitt komplementäre Form
auf.
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Die
Größe des PUR-Schaumelements
reicht in Längsrichtung
des Tragstangenendes 12 nicht zur gleichzeitigen Benetzung
des gesamten Lagerbereichs 14 (siehe 2)
aus. Um den gesamten Lagerbereich 14 der Oberfläche 15 des
Tragstangenendes 12 mit einem Film 16 von Perfluoralkylether
E zu versehen, wird das Tragstangenende 12 in Richtung z
(rechtwinklig zur Zeichnungsebene) relativ zu dem PUR-Schaumelement 24 bewegt,
bis der gesamte Lagerbereich 18 des Tragstangenendes 12 mit
Perfluoralkylether E versehen ist. Anschließend kann die Kopfstütze 10 aus
der Vorrichtung 20 entnommen werden.
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Obwohl
zuvor lediglich die Benetzung des Tragstangenendes 12 mit
einem Film 16 von Perfluoralkylether E erwähnt wurde,
kann zusätzlich
oder alternativ die Innenfläche 17 der
Lagerhülse 18 mit
einem Film 16 von Perfluoralkylether versehen werden.