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DE102006029612B4 - Innenraum-Ausstattungskörper von Fahrzeugen, insbesondere Fahrzeugkopfstütze - Google Patents

Innenraum-Ausstattungskörper von Fahrzeugen, insbesondere Fahrzeugkopfstütze Download PDF

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DE102006029612B4
DE102006029612B4 DE102006029612A DE102006029612A DE102006029612B4 DE 102006029612 B4 DE102006029612 B4 DE 102006029612B4 DE 102006029612 A DE102006029612 A DE 102006029612A DE 102006029612 A DE102006029612 A DE 102006029612A DE 102006029612 B4 DE102006029612 B4 DE 102006029612B4
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Markus Hoffmann
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/80Head-rests
    • B60N2/806Head-rests movable or adjustable
    • B60N2/809Head-rests movable or adjustable vertically slidable
    • B60N2/812Head-rests movable or adjustable vertically slidable characterised by their locking devices
    • B60N2/818Head-rests movable or adjustable vertically slidable characterised by their locking devices with stepwise positioning

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Abstract

Innenraum-Ausstattungskörper von Fahrzeugen, insbesondere Fahrzeugkopfstütze, mit einem langgestreckten Tragteil (11), welches mit wenigstens einem bewegbar in einem Lagerkörper (18) aufgenommenen Lagerbereich (14) versehen ist, wobei wenigstens auf einem Teil der Oberfläche (15) des Tragteils (11) und/oder des Lagerkörpers (18) ein Film (16) aufgebracht ist, welcher zumindest Perfluoralkylether (E) enthält.

Description

  • Die Erfindung betrifft zunächst einen Innenraum-Ausstattungskörper von Fahrzeugen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Solche Ausstattungskörper können beweglich im Fahrzeug angeordnet sein, wobei beispielsweise ein Tragteil des Ausstattungskörpers verschiebbar in einem Gleitlager gehalten ist.
  • Zum Beispiel ist aus der DE 298 11 875 U1 eine Verriegelungsvorrichtung zur höhenverstellbaren Befestigung einer Kopfstütze an der Rückenlehne eines Kraftfahrzeugsitzes bekannt. Die Verriegelungsvorrichtung weist eine Handhabe auf, mittels welcher eine als Verriegelungsmittel dienende Schenkelfeder betätigt werden kann. Die Schenkelfeder ist von einer Haltestange durchgriffen, die in einer Führungshülse gelagert ist.
  • In der DE 203 06 004 U1 ist eine Lageranordnung beschrieben, welche eine erhöhte Resistenz gegen aggressive Medien, insbesondere gegen Treibstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin etc.), aufweist. Die Lageranordnung sieht gemäß DE 203 06 004 U1 ein Lager vor, das einen Innenring, einen Außenring sowie einen dazwischen angeordneten Wälzkörper aufweist. Darüber hinaus ist eine Dichtungsanordnung vorgesehen, die den Raum zwischen Innenring und Außenring gegen die Umgebung abdichtet. In dem abgedichteten Innenraum zwischen Innenring und Außenring ist als Schmiermittel ein Fett angeordnet, welches in Treibstoffen, insbesondere in Benzin, Kerosin und Dieselöl, unlöslich ist. Bevorzugt ist das Fett ein solches auf der Basis von Perfluoralkylether. Ferner sind die Laufbahnoberflächen des Innenrings sowie des Außenrings mit einer verschleißmindernden Schicht, wie beispielsweise einer Carburierung oder Carbonitrierung, versehen. Zudem ist es möglich, die Oberflächen der Laufbahn mit einer Diamantbeschichtung zu versehen.
  • Um die für den Verstellvorgang notwendige Verstellkraft zu vermindern, wurden im Stand der Technik unterschiedliche Versuche durchgeführt. Beispielsweise bei der höhenverstellbaren Lagerung von Kopfstützen wurde auf die rückenlehnen- oder kopfkastenseitigen Gleitlager und/oder auf den bei der Höhenverstellung mit dem Gleitlager zusammenwirkenden Bereich der Tragstange der Kopfstütze Fett oder Öl als Schmiermittel aufgetragen.
  • Derartige Schmiermittel haben jedoch den Nachteil, dass sie sich in den zwischen dem Polsterträger und der Lagerung frei zugänglichen Bereich der Tragstange schieben. Fahrzeuginsassen können sich bei Berührung der Tragstangen an dem Fett die Hände oder die Kleidung verschmutzen. Darüber hinaus können von dem Fett die Bezugsstoffe der Polster des Fahrzeugs verschmutzt werden.
  • Ferner weisen herkömmliche Schmiermittel die Eigenschaft auf, dass sie verharzen und somit die Schmiereigenschaft verlieren.
  • Des Weiteren wurde versucht, die Reibung zwischen Tragstange und Gleitlager zu vermindern, indem Oberflächen mit geringer Rauhigkeit erzeugt wurden. Dies war jedoch mit einem sehr hohen Fertigungsaufwand verbunden. Darüber hinaus verschlechterte sich die Oberflächenqualität bei zunehmendem Gebrauch, so dass die Reibung im Laufe der Zeit wieder zunahm.
  • Zudem wurde die Reibung gemindert, indem die in Kontakt stehenden Lagerflächen verringert wurden. Auch diese Maßnahme war jedoch mit einem erheblichen Fertigungsaufwand verbunden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, den Ausstattungskörper derart auszubilden, dass er die zuvor genannten Nachteile nicht aufweist.
  • Die Aufgabe wird zunächst gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
  • Das wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin, dass die Oberfläche mindestens eines Bereichs des Tragteils einen Film aufweist, der wenigstens Perfluoralkylether oder Polyperfluoralkylether enthält. Der Perfluoralkylether ist auf dem Markt erhältlich.
  • Der Film von Perfluoralkylether senkt den Reibungskoeffizienten und damit die Reibkraft sowie das Losbrechmoment im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen. Das Losbrechmoment ist die Kraft, die zur Überwindung der Haftreibung erforderlich ist und bei welcher die Gleitreibung eingeleitet wird.
  • Tragteil im Sinne der Erfindung ist ein beweglich gelagertes Element eines Ausstattungskörpers des Fahrzeuginnenraums, wie beispielsweise die Tragstange einer Fahrzeugkopfstütze. Das Tragteil weist wenigstens einen Lagerbereich auf, der zur Lagerung mit einem Lagerkörper zusammenwirkt.
  • Lagerkörper im Sinne der Erfindung ist ein Lagerelement, zu welchem das Tragteil relativbeweglich gelagert ist, wie beispielsweise die rückenlehnenseitige Lagerhülse der Tragstange einer Fahrzeugkopfstütze oder die Lager eines Kopfkastens der Kopfstütze, welche höhenverstellbar auf rückenlehnenfesten Tragstangen geführt sind.
  • Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Kraft zum Verstellen des Tragteils sich erheblich verringert. Aufgrund der chemischen Inaktivität des Perfluoralkylether z. B. werden Kunststoffteile nicht chemisch durch den Perfluoralkylether beeinflusst. Der Perfluoralkylether kann daher z. B. zur Lagerung von Kopfstützentragstangen in Kunststoffgleitlagern eingesetzt werden.
  • Aufgrund biologischer Inaktivität ist Perfluoralkylether nicht toxisch und daher ohne Gefährdung der Insassen im Fahrzeug einsetzbar.
  • Perfluoralkylether ist farblos und hinterlässt bei Kontakt mit den Bezugsstoffen der Polster keine Spuren oder Flecken. Aufgrund der hydrophoben sowie oleophoben Eigenschaften und der hohen thermischen Beständigkeit kann Perfluoralkylether vorteilhaft zur Lagerung von Fahrzeugausstattungsteilen im Fahrzeuginnenraum eingesetzt werden.
  • Perfluoralkylether ist nicht brennbar, so dass es die Sicherheit im Fahrzeug nicht beeinträchtigt. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass Perfluoralkylether flüssig, wasserklar und geruchslos ist, wodurch es leicht zu verarbeiten ist und vom Fahrzeuginsassen weder optisch noch durch den Geruchssinn wahrgenommen wird.
  • Bei der höhenverstellbaren Lagerung von Fahrzeugkopfstützen kann Perfluoralkylether als Film auf die Tragstange und/oder das Lager der Kopfstütze aufgebracht sein und somit die Reibung vermindern. Das gilt, wie oben bereits erwähnt, sowohl für Kopfstützen, deren Tragstangen in einer rückenlehnenseitigen Lagerhülse relativ beweglich gelagert sind, als auch für Kopfstützen, wobei das Gleitlager in einem Polsterträger der Kopfstütze angeordnet ist und der Kopfkasten relativ zu den fest angeordneten Tragstangen höhenverstellbar ist.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist lediglich der Lagerbereich des Tragteils mit dem Film, welcher Perfluoralkylether aufweist, versehen. Der Lagerbereich ist ein Bereich des Tragteils, an welchem Reibung aufgrund einer Relativbewegung zu einem Lager auftreten kann. Indem lediglich der Lagerbereich mit dem Film versehen ist, wird Perfluoralkylether eingespart.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum wenigstens teilweisen Benetzen der Oberfläche eines langgestreckten Tragteils eines Innenraum-Ausstattungskörpers von Fahrzeugen oder eines mit dem Tragteil zusammenwirkenden Lagerkörpers mit einem Schmiermittel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
  • Ein solches Verfahren ist bekannt aus dem druckschriftlich nicht belegbaren Stand der Technik, wonach das Tragteil, beispielsweise die Tragstange einer Fahrzeugkopfstütze, manuell mit einem Fett oder Öl als Schmiermittel benetzt wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von dem letztgenannten Stand der Technik, ein Verfahren zu schaffen, welches ein einfacheres herstellungsfreundliches Auftragen des Schmiermittels auf das Tragteil ermöglicht.
  • Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 3, insbesondere mit den kennzeichnenden Merkmalen.
  • Das wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin, dass das Schmiermittel in flüssiger Form als Film auf die Oberfläche des Tragteils aufgebracht wird.
  • Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Herstellungsaufwand sich erheblich reduziert, da das flüssige Schmiermittel leicht nachdosierbar ist und als Film von sehr geringer Dicke auf die Oberfläche auftragbar ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform wird das Schmiermittel im unmittelbaren Kontakt auf die Oberfläche des Ausstattungskörpers aufgebracht. Durch den unmittelbaren Kontakt der Abgabevorrichtung zu der Oberfläche des Tragteils wird automatisch eine Schicht geringer Dicke auf die Oberfläche aufgetragen. Zudem wird überflüssiges Schmiermittel abgestreift. Das Auftragen im unmittelbaren Kontakt erlaubt somit einen geringen Herstellungsaufwand, da das Schmiermittel nicht, wie es beispielsweise beim Versprühen des Schmiermittels der Fall ist, aufgefangen und der Vorrichtung wieder zugeführt werden muss.
  • Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zum Benetzen eines stab- oder rohrförmigen Tragteils mit einem Schmiermittel.
  • Eine solche Vorrichtung ist aus dem druckschriftlich nicht belegbaren Stand der Technik bekannt und weist eine Zuführvorrichtung zum Zuführen des Schmiermittels zu einer Abgabevorrichtung auf, mittels welcher das Schmiermittel auf das Tragteil auftragbar ist.
  • Ausgehend von dem letztgenannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein gleichmäßiges Auftragen des Schmiermittels auf das Tragteil ermöglicht.
  • Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 5.
  • Das Prinzip der Erfindung besteht im Wesentlichen darin, dass die Abgabevorrichtung zwischen einer Arbeits-Position und einer Ruhe-Position bewegt werden kann. In der Ruhe-Position kann das Ausstattungsteil in der Vorrichtung angeordnet werden, ohne dass die Abgabevorrichtung in Kontakt zu einer zu benetzenden Außenfläche des Ausstattungsteils erhält. In der Arbeits-Position steht die Abgabevorrichtung in Kontakt mit wenigstens einem Teil der Oberfläche des Tragteils und benetzt die Oberfläche dabei mit Schmiermittel.
  • Zuführvorrichtung im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung, mittels welcher Schmiermittel zu der Abgabevorrichtung geleitet wird. Das Schmiermittel kann beispielsweise mit Hilfe einer Pumpe in einer Leitung zur Abgabevorrichtung gefördert werden.
  • Abgabevorrichtung im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung mittels welcher Schmiermittel der zu benetzenden Oberfläche zugeführt wird. Die Abgabevorrichtung kann beispielsweise von einer Sprühvorrichtung gebildet sein. Alternativ kann die Abgabevorrichtung z. B. von einer Vorrichtung gebildet sein, die das Schmiermittel nur durch Kontakt mit der zu benetzenden Oberfläche abgibt. In diesem Fall kann die Abgabevorrichtung z. B. von einem saugfähigen Material, wie einem Schaum oder einem Filz, gebildet sein.
  • Die Abgabe des Schmiermittels findet durch unmittelbaren Kontakt mit der zu benetzenden Oberfläche statt. Aufgrund des unmittelbaren Kontakts der Abgabevorrichtung zu der zu benetzenden Oberfläche kann überflüssiges Schmiermittel abgestreift werden, so dass ein dünner Film auf der zu benetzenden Oberfläche aufgetragen wird.
  • Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Benetzung des Tragteils mit einem Film von Perfluoralkylether mit geringem Herstellungsaufwand vorgenommen werden kann.
  • Einer Ausgestaltung der Erfindung gemäß sind wenigstens zwei bewegbare biegesteife Backen vorgesehen, welchen jeweils eine Abgabevorrichtung zugeordnet ist. Die biegesteifen Backen sind derart bewegbar ausgebildet, dass die Abgabevorrichtung zwischen der Ruhe-Position und der Arbeits-Position bewegbar ist. Mit Hilfe der biegesteifen Backen ist es möglich, eine Abgabevorrichtung zu verwenden, die wenig steif ausgebildet ist, wie beispielsweise ein Schaumelement.
  • Einer weiteren Ausführungsform gemäß ist die Abgabevorrichtung von wenigstens einem Polyurethan-Schaumelement gebildet. Das Element aus Polyurethan-Schaum, einem elastischen, offenporigen Strukturschaum, weist den Vorteil auf, dass es zugleich als Zwischenspeicher für das Schmiermittel als auch als Abgabevorrichtung dienen kann. Das Schmiermittel kann in flüssiger Form in das Polyurethan-Schaumelement, z. B. mittels einer Kanüle, eingespritzt werden, worauf sich das Schmiermittel in dem Polyurethan-Schaumelement verteilt.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Schmiermittel von Perfluoralkylether gebildet. Die vorteilhaften Eigenschaften des Perfluoralkylethers im Zusammenhang mit der Lagerung von Fahrzeugausstattungsteilen wurden bereits zuvor dargelegt.
  • Einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß ist eine Antriebsvorrichtung vorgesehen, mittels welcher das Tragteil relativ zu der Abgabevorrichtung bewegbar ist. Mit Hilfe dieser Ausführungsform ist es möglich, die Abgabevorrichtung so auszugestalten, dass sie in der Arbeits-Position lediglich mit einem Teil des zu benetzenden Oberflächenbereichs in Kontakt steht. Durch die Bewegung des Ausstattungsteils wird die Oberfläche sukzessiv vollständig mit Schmiermittel benetzt.
  • Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
  • 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Fahrzeugkopfstütze,
  • 2 eine schematische perspektivische Darstellung eines Tragstangenbügels der Kopfstütze gemäß 1,
  • 3 eine schematische Schnittdarstellung einer Lagerhülse zum höhenverstellbaren Lagern des Tragstangenbügels, und
  • 4 eine schematische Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum Benetzen der Oberfläche eines Lagerbereichs des Tragstangenbügels mit Schmiermittel.
  • Eine Kopfstütze insgesamt ist mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet. Gleiche Bezugsziffern in den unterschiedlichen Figuren bezeichnen entsprechende Teile.
  • 1 zeigt eine Kopfstütze 10 mit einem auf einem nicht dargestellten Polsterträger angeordneten Polster P. Der Polsterträger ist auf einem Tragstangenbügel 11 höhenverstellbar gelagert. In 2 ist der Tragstangenbügel 11 genauer dargestellt. Der Tragstangenbügel 11 ist aus Stahl gebildet und weist zwei freie Tragstangenenden 12 auf, die mittels eines Querstegs Q miteinander verbunden sind. Die Tragstangenenden 12 sind mit Rastkerben 13 versehen, welche zur Verstellarretierung des Tragstangenbügels 11 in unterschiedlichen Höhenpositionen vorgesehen sind, was im Folgenden noch erläutert wird. In der perspektivischen Darstellung des Tragstangenbügels 11 gemäß 2 sind lediglich die Rastkerben 13 eines Tragstangenendes 12 erkennbar.
  • Wie bereits oben erwähnt ist die Kopfstütze 10 höhenverstellbar gelagert. Ein Lagerbereich 14 der Tragstangenenden 12 ist je nach Höhenposition der Kopfstütze 10 wenigstens teilweise in einer in 2 nicht dargestellten aus Kunststoff geformten, rückenlehnenfesten Lagerhülse aufgenommen und darin gleitgelagert. Eine Oberfläche 15 des Lagerbereichs 14 weist einen Film 16 auf, der wenigstens Perfluoralkylether E enthält. Der Film 16 von Perfluoralkylether dient als Schmiermittel, welches die Gleiteigenschaften der gleitgelagerten Tragstangenenden 12 verbessert, was anhand von 3 näher erläutert werden soll.
  • Gemäß 3 ist dargestellt, auf welche Weise das Tragstangenende 12 mit einem Lagerspiel S innerhalb einer Lagerhülse 18 angeordnet ist. In 3 ist der Übersichtlichkeit halber lediglich die Lagerung eines Teils eines der Tragstangenenden 12 sowie eine der Lagerhülsen 18 dargestellt. Die Lagerung beider Tragstangenenden 12 erfolgt auf die gleiche Weise.
  • Das Tragstangenende 12 ist in den Richtungen y1 und y2 beweglich innerhalb der Lagerhülse 18 gleitgelagert. Eine Verstellarretierung der Kopfstütze in einer gewünschten Höhe kann erreicht werden, indem ein Rastelement 19 innerhalb einer der Rastkerben 13 angeordnet wird. Um eine Höhenverstellung der Kopfstütze 10 vorzunehmen, kann das Rastelement 19 aus der Rastkerbe 13 gelöst werden, wonach das Tragstangenende 12 relativ zu der Lagerhülse 18 bewegbar ist.
  • Zwischen der Oberfläche 15 und einer Innenfläche 17 der Lagerhülse 18 tritt Reibung auf. Zu Beginn der Höhenverstellung der Kopfstütze 10 muss zunächst ein Losbrechmoment überwunden werden, welches die Kraft darstellt, die zum Übergang von der Haftreibung zur Gleitreibung notwendig ist. Während des Verstellvorgangs tritt lediglich Gleitreibung auf, die der in Richtung y1 oder y2 wirkenden Verstellkraft entgegenwirkt. Mittels des Films 16 aus Perfluoralkylether E wird der Reibkoeffizient und damit die Reibkraft sowie das Losbrechmoment zwischen der Oberfläche 15 des Tragstangenendes 12 und der Innenfläche 17 der Lagerhülse 18 im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen erheblich reduziert, wodurch eine geringere Verstellkraft notwendig ist und ein Verklemmen vermieden wird.
  • Aufgrund der chemischen Inaktivität kann der Perfluoralkylether E in Kontakt mit den aus Kunststoff geformten Lagerhülsen 18 gelangen, wobei diese nicht chemisch durch den Perfluoralkylether E beeinflusst werden. Aufgrund der biologischen Inaktivität ist der Film 16 von Perfluoralkylether E nicht toxisch und daher gefahrlos im Fahrzeug einsetzbar. Perfluoralkylether E ist zudem farblos und hinterlässt bei Kontakt mit den Bezugsstoffen keine Spuren oder Flecken. Perfluoralkylether E ist nicht brennbar, so dass es die Sicherheit im Fahrzeug nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass Perfluoralkylether E flüssig, wasserklar und geruchslos ist, wodurch es vom Fahrzeuginsassen weder optisch noch durch den Geruchssinn wahrgenommen wird und bei dem Auftrag des Films 16 leicht zu verarbeiten ist, was im Folgenden näher erläutert wird.
  • 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Vorrichtung 20, mittels welcher der Perfluoralkylether E auf die Oberfläche 15 des Tragstangenendes 12 aufgebracht werden kann. Die Vorrichtung 20 weist zwei gemäß der Richtungspfeile x1 und x2 bewegbare Backen 21 auf, die jeweils mit einer Ausnehmung 22 versehen sind. Eine Innenfläche 23 der Ausnehmung 22 ist mit einem Polyurethan-Schaumelement 24 (im Folgenden kurz als PUR-Schaumelement 24 bezeichnet) versehen. PUR-Schaum, ein elastischer offenporiger Strukturschaum, ist auf dem Markt z. B. unter der Bezeichnung „Cellasto” der Elastorgan GmbH, 49440 Lemförde, DE, erhältlich. Alternativ kann anstelle des PUR-Schaums auch ein anderes Material, beispielsweise Filz, eingesetzt werden. Die Backen 21 weisen ferner Aussparungen 25 auf, in denen eine Kanüle 26 angeordnet ist. Mittels der Kanüle 26 kann der flüssige Perfluoralkylether E in das PUR-Schaumelement 24 gespritzt werden. In dem PUR-Schaumelement 24 verteilt sich der Perfluoralkylether E gleichmäßig.
  • In 4 sind die Backen 21 der Vorrichtung 20 in der geöffneten Ruhe-Position dargestellt. In dieser Ruhe-Position kann gemäß 2 das Tragstangenende 12 zwischen den Backen 21 angeordnet werden. Zur Zentrierung des Tragstangenendes 12 in der in 4 dargestellten Position kann z. B. oberhalb der Backen 21 eine nicht dargestellte Zentriervorrichtung vorgesehen sein.
  • Anschließend werden die Backen 21 gemäß der Richtungspfeile x1 aufeinander zu in eine nicht dargestellte Arbeitsposition bewegt, in welcher zu der Oberfläche 15 komplementär ausgebildete Oberflächen 27 der PUR-Schaumelemente 24 mit der Oberfläche 15 des Tragstangenendes 12 in Kontakt geraten. Dabei wird der mit dem PUR-Schaumelement 24 in Kontakt stehende Bereich der Oberfläche 15 mit Perfluoralkylether E benetzt. Sehr geringe Mengen des Perfluoralkylethers reichen zum Benetzen aus. Beispielsweise reicht 1 Tropfen für den Benetzungsvorgang von drei Tragstangenenden 12. Das PUR-Schaumelement 24 dient somit zugleich als Zwischenspeicher für den Perfluoralkylether E. Anhand 4 ist leicht vorstellbar, dass in der Arbeitsposition der Backen 21 die PUR-Schaumelemente 24 an dem gesamten Umfang des kreisförmigen Querschnitts des Tragstangenendes 12 an der Oberfläche 15 anliegen.
  • Gemäß 4 haben die Tragstangenenden 12 einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. Erfindungsgemäß können alle denkbaren Tragstangenquerschnitte mit dem Film 16 versehen sein. Die Oberfläche 27 der PUR-Schaumelemente 24 weist dann eine zu dem Tragstangen-Querschnitt komplementäre Form auf.
  • Die Größe des PUR-Schaumelements reicht in Längsrichtung des Tragstangenendes 12 nicht zur gleichzeitigen Benetzung des gesamten Lagerbereichs 14 (siehe 2) aus. Um den gesamten Lagerbereich 14 der Oberfläche 15 des Tragstangenendes 12 mit einem Film 16 von Perfluoralkylether E zu versehen, wird das Tragstangenende 12 in Richtung z (rechtwinklig zur Zeichnungsebene) relativ zu dem PUR-Schaumelement 24 bewegt, bis der gesamte Lagerbereich 18 des Tragstangenendes 12 mit Perfluoralkylether E versehen ist. Anschließend kann die Kopfstütze 10 aus der Vorrichtung 20 entnommen werden.
  • Obwohl zuvor lediglich die Benetzung des Tragstangenendes 12 mit einem Film 16 von Perfluoralkylether E erwähnt wurde, kann zusätzlich oder alternativ die Innenfläche 17 der Lagerhülse 18 mit einem Film 16 von Perfluoralkylether versehen werden.

Claims (9)

  1. Innenraum-Ausstattungskörper von Fahrzeugen, insbesondere Fahrzeugkopfstütze, mit einem langgestreckten Tragteil (11), welches mit wenigstens einem bewegbar in einem Lagerkörper (18) aufgenommenen Lagerbereich (14) versehen ist, wobei wenigstens auf einem Teil der Oberfläche (15) des Tragteils (11) und/oder des Lagerkörpers (18) ein Film (16) aufgebracht ist, welcher zumindest Perfluoralkylether (E) enthält.
  2. Innenraum-Ausstattungskörper nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass lediglich der Lagerbereich (14) mit dem Film (16) versehen ist.
  3. Verfahren zum wenigstens teilweisen Benetzen der Oberfläche (15) eines langgestreckten Tragteils (11) eines Innenraum-Ausstattungskörpers von Fahrzeugen, wie Kopfstützen-Tragstange, oder eines mit dem Tragteil (11) zusammenwirkenden Lagerkörpers (18) mit einem Schmiermittel (E), welches dem zu benetzenden Bereich (14) der Oberfläche (15) des Tragteils (11) oder des Lagerkörpers (18) zugeführt wird, wobei das Schmiermittel (E) in flüssiger Form als Film (16) auf die Oberfläche (15) des Tragteils (11) und/oder des Lagerkörpers (18) aufgebracht wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel (E) in unmittelbarem Kontakt einer Abgabevorrichtung (24) mit der Oberfläche (15) des Tragteils (11) und/oder des Lagerkörpers (18) aufgetragen wird.
  5. Vorrichtung zum Benetzen wenigstens eines Teils (14) der Oberfläche (15) eines langgestreckten Tragteils (11) eines Innenraum-Ausstattungskörpers von Fahrzeugen, wie Kopfstützentragstange, oder eines mit dem Tragteil (11) zusammenwirkenden Lagerkörpers (18) mit einem Schmiermittel (E), wobei eine Zuleitvorrichtung (26) zum Zuleiten des Schmiermittels (E) zu wenigstens einer Abgabevorrichtung (24) vorgesehen ist, mittels welcher das Schmiermittel (E) der zu benetzenden Oberfläche (15) zuführbar ist, wobei die Abgabevorrichtung (24) zwischen einer Ruhe-Position, in welcher die Abgabevorrichtung (24) nicht in Kontakt zu der Oberfläche (15) des Tragteils (11) steht, und einer Arbeits-Position, in welcher die Abgabevorrichtung (24) in Kontakt mit wenigstens einem Teil der zu benetzenden Oberfläche (15) steht, bewegbar ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei bewegbare, biegesteife Backen (21) vorgesehen sind, welchen jeweils eine Abgabevorrichtung (24) zugeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabevorrichtung (24) von wenigstens einem Polyurethan-Schaumelement (24) gebildet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel (E) von Perfluoralkylether (E) gebildet ist.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebsvorrichtung (24) vorgesehen ist, mittels welcher das Tragteil (11) relativ zu der Abgabevorrichtung (24) bewegbar ist.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29811875U1 (de) * 1998-07-03 1999-11-11 Johnson Controls GmbH, 51399 Burscheid Verriegelungsvorrichtung und höhenverstellbar verriegelbare Kopfstütze
DE20306004U1 (de) * 2003-04-15 2003-07-03 AB SKF, Göteborg/Gotenburg Lageranordnung

Patent Citations (2)

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