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DE102006029180A1 - Verfahren zur Herstellung eines Blechteils - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Blechteils Download PDF

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DE102006029180A1
DE102006029180A1 DE200610029180 DE102006029180A DE102006029180A1 DE 102006029180 A1 DE102006029180 A1 DE 102006029180A1 DE 200610029180 DE200610029180 DE 200610029180 DE 102006029180 A DE102006029180 A DE 102006029180A DE 102006029180 A1 DE102006029180 A1 DE 102006029180A1
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DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
sheet
sheet metal
metal part
production
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200610029180
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Schindlbeck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Bayerische Motoren Werke AG filed Critical Bayerische Motoren Werke AG
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Publication of DE102006029180A1 publication Critical patent/DE102006029180A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D39/00Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
    • B21D39/02Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal by folding, e.g. connecting edges of a sheet to form a cylinder
    • B21D39/021Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal by folding, e.g. connecting edges of a sheet to form a cylinder for panels, e.g. vehicle doors
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B11/00Connecting constructional elements or machine parts by sticking or pressing them together, e.g. cold pressure welding
    • F16B11/006Connecting constructional elements or machine parts by sticking or pressing them together, e.g. cold pressure welding by gluing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automobile Manufacture Line, Endless Track Vehicle, Trailer (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung eines Blechteils aus einem ersten Blech und einem zweiten Blech, mit folgenden Schritten: - Bereitstellen des ersten Blechs, - Aufbringen des zweiten Blechs auf das erste Blech, wobei ein Rand des ersten Blechs über einen Rand des zweiten Blechs vorsteht, - Umbördeln des Rands des ersten Blechs um einen Randbereich des zweiten Blechs, wodurch ein Bördelfalz entsteht. Nach dem Umbördeln wird von mindestens einem Ende des Bördelfalzes her Klebstoff in den Bördelfalz injiziert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Blechteils gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
  • Türen und Klappen von Fahrzeugen werden üblicherweise aus mehreren Blechen hergestellt. Bei Fahrzeugtüren und Klappen ist es üblich, einzelne Bleche durch Bördeln miteinander zu verbinden. Zur Verbesserung der Bauteilfestigkeit und zur Verringerung der Korrosionsanfälligkeit der Bördelfalze werden die Bleche im Falzbereich zusätzlich miteinander verklebt. Üblicherweise wird zunächst auf die Innenseite des Außenhautblechs eine Klebstoffraupe aufgetragen. Anschließend wird das Innenblech auf das Außenhautblech aufgebracht, derart, dass ein Rand des Außenhautblechs über das Innenblech vorsteht. Anschließend wird der Rand des Außenhautblechs um das Innenblech umgebördelt. Zusätzlich wird üblicherweise der umgebördelte Rand noch mit einer Klebstoffraupe versiegelt.
  • Mit dem oben beschriebenen Verfahren ist es nur aschwer möglich, einen technisch bzw. qualitativ einwandfreien Bördelfalz herzustellen, der vollständig mit Klebstoff gefüllt ist. Arbeitet man mit einer großen Klebstoffmenge, so besteht stets die Gefahr, dass der Klebstoff während des Umbördelns des Außenhautblechs aus dem Bördelfalz austritt und das herzustellende Bauteil sowie das Bördelwerkzeug verschmutzt, was eine aufwändige manuelle Reinigung erforderlich macht und daher für eine Großserienfertigung ungeeignet ist. Arbeitet man mit einer geringeren Klebstoffmenge, so besteht stets die Gefahr, dass die Bördelflansche nicht vollständig mit Klebstoff gefüllt sind, was eine Hauptursache für Korrosion ist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines gebördelten Blechteils anzugeben, das einen hohen Füllungsgrad des Bördelfalzes mit Klebstoff ermöglicht und bei dem ein Austreten überschüssigen Klebstoffs aus dem Bördelfalz vermieden wird.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
  • Ausgangspunkt der Erfindung sind die an sich bekannten Verfahrensschritte, bei denen auf ein erstes Blech ein zweites Blech aufgebracht wird und ein Rand des ersten Blechs um einen Randbereich des zweiten Blechs umgebördelt wird, wodurch ein Bördelfalz entsteht. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass erst nach dem Umbördeln des ersten Blechs von mindestens einem Ende des Bördelfalzes her Klebstoff in den Bördelfalz injiziert wird. Sofern der verwendete Klebstoff hinreichend flüssig ist, breitet sich dieser aufgrund von Kapillarkräften gleichmäßig im Bördelfalz aus. Ein Austritt von Klebstoff aus dem Bördelfalz, wie dies bei herkömmlichen Herstellungsverfahren zu beobachten ist, wird vermieden.
  • Zur Unterstützung der Ausbreitung des Klebstoffs im Bördelfalz kann der Klebstoff unter Druck, z.B. mittels Pressluft, in den Bördelfalz injiziert werden. Denkbar ist jedoch auch, dass der Klebstoff von einer in Bezug auf die Schwerkraft oberen Stelle her in das Blechteil bzw. in den Bördelfalz injiziert wird und sich ausschließlich aufgrund von Kapillarkräften und der Schwerkraft im Bördelfalz verteilt.
  • Zur Verbesserung des Fließverhaltens kann das Bauteil vor und/oder während des Injizierens des Klebstoffs angewärmt werden, z.B. bis auf ca. 80°C.
  • Das Aushärten des Klebstoffs kann auf verschiedene Weise erfolgen, z.B. anerob, durch eine Zwei-Komponenten-Reaktion im Falle eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs, durch Einbringung von Wärme, etc.
  • Im Folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Verfahren gemäß des Standes der Technik zur Herstellung eines Blechteils; und
  • 2 ein Verfahren gemäß der Erfindung.
  • 1 zeigt ein Verfahren zur Herstellung eines gebördelten Blechteils gemäß dem Stand der Technik. Zunächst wird auf ein erstes Blechteil 1 ein Klebstoff 2, z.B. in Form einer Klebstoffraupe, aufgebracht. Anschließend wird ein zweites Blech 3 auf das erste Blech 1 aufgebracht und zwar so, dass ein Rand 4 des ersten Blechs über das zweite Blech 3 vorsteht. Anschließend wird der Rand 4 des ersten Blechs um einen Randbereich 5 des zweiten Blechs umgebördelt, was zu einer Verteilung des Klebstoffs 2 im Bördelfalz 6 führt. In einem weiteren Schritt wird auf den Bördelfalz 6 eine weitere Klebstoffraupe bzw. eine Raupe aus Dichtmaterial 7 aufgebracht.
  • Arbeitet man hierbei mit zu wenig Klebstoff 2, so besteht die Gefahr, dass, wie in 1 dargestellt ist, nicht der gesamte Bördelfalz 6 mit Klebstoff ausgefüllt ist. Arbeitet man mit mehr Klebstoff, so besteht das Problem, dass der Klebstoff 2 beim Umbördeln des Randes 4 des ersten Blechs 1 aus dem Bördelfalz herausgedrückt wird, was eine aufwändige Reinigung der Bleche 1, 3 bzw. des Bördelwerkzeugs (nicht dargestellt) erfordert.
  • 2 zeigt ein Verfahren gemäß der Erfindung anhand einer Fahrzeugtür. Das Blechbauteil, d.h. die Fahrzeugtür 8, wird vorgefertigt und weist mehrere Bördelfalze 6a, 6b auf. Nach Herstellung der Bördelfalze wird jeweils von einem Ende 9, 10 der Bördelfalze 6a, 6b her Klebstoff mittels Injektionsdüsen bzw. Injektionsnadeln 11, 12 in die Bördelfalze injiziert. Der Klebstoff wird dabei aus einem Klebstoffbehälter 3 über Leitungen 14, 15 zugeführt und mittels Dosierventilen 16, 17 dosiert.

Claims (5)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Blechteils aus einem ersten Blech (1) und einem zweiten Blech (3), mit folgenden Schritten: – Bereitstellen des ersten Blechs (1), – Aufbringen des zweiten Blechs (3) auf das erste Blech (1), wobei ein Rand (4) des ersten Blechs (1) über einen Rand des zweiten Blechs (3) vorsteht, – Umbördeln des Rands (4) des ersten Blechs (1) um einen Randbereich (5) des zweiten Blechs, wodurch ein Bördelfalz (6a, 6b, 6c) entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Umbördeln von mindestens einem Ende (9, 10) des Bördelfalzes (6a, 6b, 6c) her Klebstoff (2) in den Bördelfalz (6a, 6b) injiziert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Injektion des Klebstoffs (2) mittels einer Düse bzw. einer Injektionsnadel (11, 12) durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder/und während der Injektion des Klebstoffs (2) das herzustellende Blechteil (8) im Bereich des Bördelfalzes (6a, 6b) angewärmt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das herzustellende Blechteil (8) beim Injizieren des Klebstoffs (2) derart ausgerichtet ist, dass der Klebstoff (2) von einer, in Bezug auf die Schwerkraft, oberen Position her in den Bördelfalz (6a, 6b) injiziert wird und sich in dem Bördelfalz aufgrund der Schwerkrafteinwirkung verteilt.
  5. Blechteil (8), dadurch gekennzeichnet, dass das Blechteil (8) nach einem Verfahren eines der Ansprüche 1–4 hergestellt ist.
DE200610029180 2006-06-24 2006-06-24 Verfahren zur Herstellung eines Blechteils Withdrawn DE102006029180A1 (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3151266A1 (de) * 1981-12-24 1983-07-14 Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München Ausbildung einer klebevorrichtung zweier duennwandigerbauteile, insbesondere blechteile
DE19929480A1 (de) * 1999-06-26 2000-12-28 Gerhard Koetting Klebverfahren
DE19705864C2 (de) * 1997-02-15 2002-05-02 Daimler Chrysler Ag Dichte Verbindung zweier korrosionsgeschützter Bleche
DE60001502T2 (de) * 1999-07-05 2003-12-11 Recherche Et Developpement Du Groupe Cockerill Sambre, Liege Verbindungsverfahren von minimal zwei metallischen bauteilen zur herstellung einer struktur

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