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DE102006028105A1 - Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater - Google Patents

Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater Download PDF

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DE102006028105A1
DE102006028105A1 DE102006028105A DE102006028105A DE102006028105A1 DE 102006028105 A1 DE102006028105 A1 DE 102006028105A1 DE 102006028105 A DE102006028105 A DE 102006028105A DE 102006028105 A DE102006028105 A DE 102006028105A DE 102006028105 A1 DE102006028105 A1 DE 102006028105A1
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Abstract

Es wird ein Bremshilfsgefährt (10) für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater, bereitgestellt, umfassend einen Rahmen (16), an dem wenigstens ein vorderes Laufrad (12) sowie wenigstens ein hinteres Laufrad (14) vorgesehen sind, und eine Bremsvorrichtung (22, 24) zum Abbremsen wenigstens einer der Laufräder (12, 14).
Der Rahmen (16) ist dabei derart ausgestaltet, dass er zwischen dem wenigstens einen vorderen Laufrad (12) und dem wenigstens einen hinteren Laufrad (14) dem Rollschuhfahrer einen Freiraum bietet, in dem der Rollschuhfahrer die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte ausführen und dabei das Bremshilfsgefährt (10) vorantreiben oder ggf. durch Betätigen der Bremsvorrichtung (22, 24) abbremsen kann.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater.
  • Rollschuhe bzw. Inline-Skates ermöglichen eine schnelle Fortbewegung auf ebenen Untergründen. Es erfordert jedoch einige Praxis und Kunstfertigkeit für einen Rollschuhfahrer oder einen Inline-Skater, sich in aufrechter Stellung bei höheren Laufgeschwindigkeiten den jeweiligen Verkehrsbedingungen anzupassen und die Manövrierfähigkeit insbesondere unter kritischen Straßenverhältnissen (Nässe, Rollsplit, Löcher, Unebenheiten, usw.) und auf Gefällestrecken sicher zu beherrschen. Zusätzlich benötigt das Abbremsen beim Rollschuhfahren oder Inline-Skaten einen relativ großen Bremsweg oder macht im Extremfall die gezielte Kollision mit Laternenpfählen oder einen gezielt eingeleiteten Sturz notwendig, um eine Kollision des Inline-Skaters mit anderen Personen, Fahrzeugen oder dgl. zu verhindern.
  • Gefällestrecken können beim Inline-Skaten oder Rollschuhfahren nur mit einem entsprechenden Maß an Verschleiß an den Rollen oder des üblicherweise vorhandenen Bremsklotzes an einer der beiden Fersen bewerkstelligt werden; das Beherrschen dieser Fahrsituation und der einhergehenden hohen Geschwindigkeit kann praktisch nur von sehr geübten Läufern überhaupt bewältigt werden. Dies führt dazu, dass die Sportart des Rollschuhfahrens oder Inline-Skatens nur in ganz bestimmten geografischen Gebieten verbreitet ist und kaum als Fortbewegung für den Alltag umgesetzt wird.
  • Es sind bisher mehrere verschiedene, direkt auf die einzelnen Rollen wirkende Bremsvorrichtungen für Inline-Skates bzw. Rollschuhe vorgeschlagen worden. Ein derartiges gezieltes Bremsen der Laufrollen hat sich am Markt bisher allerdings nicht durchgesetzt, da die Verzögerung sehr dosiert eingebracht werden müsste, um den mehr oder weniger aufrecht stehenden Fahrer während des Bremsvorgangs nicht nach vorne zu katapultieren. Ebenso besteht das Problem, dass eine Bremskraft Idealerweise gleichmäßig in beide Schuhe eingeleitet werden müsste. Bei längeren Gefällestrecken würde das Abbremsen der Laufrollen weiterhin zu einem überhöhten Wärmeeintrag in die Bremsvorrichtung und damit wiederum zu erhöhtem Verschleiß führen.
  • Aus diesem Grund erfreuen sich die mit Handbremsen ausgerüsteten Jogger-Kinderwagen einer großen Beliebtheit bei Inline-Skatern. Hierbei handelt es sich meist um dreirädrige Gefährte, die dem schiebenden Inline-Skater die nötige Stabilität selbst bei großen Geschwindigkeiten verleihen und ihm durch die integrierte Bremse eine schnelle Reaktion auf Hindernisse ermöglichen. Derartige Jogger-Kinderwagen haben beim Inline-Skaten allerdings den Nachteil, dass für eine Kurvenfahrt das Vorderrad durch Drücken auf den Lenker angehoben werden muss, da ein frei beweglicher Vorderreifen bei Jogger-Kinderwagen zu einer instabilen Fahrweise führen würde. Eine kontinuierliche Lenkung in langgezogenen Kurven ist daher nicht möglich. Weiterhin sind die Jogger-Kinderwagen zur Stabilisierung beim Inline-Skaten nur dann sinnvollerweise verwendbar, wenn auch ein Kleinkind darin transportiert wird, da es nicht üblich ist, leere Kinderwagen bzw. entsprechend gestaltete Dreiräder durch die Gegend zu schieben.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater bereitzustellen, welches den Fahrer beim Abbremsen der Rollschuhe bzw. Inline-Skates unterstützt, wobei das Bremshilfsgefährt weiterhin einfach manövrierbar ist und somit das Rollschuhfahren bzw. Inline-Skaten auch auf kurvigen Strecken nicht behindert wird.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe stellt die Erfindung ein Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater bereit, umfassend: einen Rahmen, an dem wenigstens ein vorderes Laufrad sowie wenigstens ein hinteres Laufrad vorgesehen sind, und eine Bremsvorrichtung zum Abbremsen wenigstens eines der Laufräder, wobei der Rahmen derart ausgestaltet ist, dass er zwischen dem wenigstens einen vorderen Laufrad und dem wenigstens einen hinteren Laufrad dem Rollschuhfahrer einen Freiraum bietet, in dem der Rollschuhfahrer die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte ausführen und dabei das Bremshilfsgefährt vorantreiben oder ggf. durch Betätigen der Bremsvorrichtung abbremsen kann.
  • Ein derartiges Bremshilfsgefährt weist den Vorteil auf, dass einerseits durch die Position des Fahrers zwischen den Laufrädern eine große Manövrierfähigkeit des Bremshilfsgefährts gewährleistet ist, welche entweder durch eine Lenkvorrichtung bewerkstelligt werden kann, oder dadurch erreicht werden kann, dass der Fahrer das wenigstens eine vordere Laufrad einfach anheben und seitlich versetzen kann, und dass andererseits durch die Ausgestaltung des Rahmens sichergestellt ist, dass der Fahrer ungehindert Rollschuhfahren oder Inline-Skaten kann, da seine Bewegungsfreiheit für die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte durch den Rahmen nicht eingeschränkt wird.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bremshilfsgefährts weist zwei Laufräder auf. Dadurch kann ein besonders schmales und besonders gut manövrierfähiges Bremshilfsgefährt bereitgestellt werden.
  • Vorzugsweise führt wenigstens ein Bogenabschnitt des Rahmens seitlich um den Rollschuhfahrer herum oder über den Rollschuhfahrer hinweg, um sicherzustellen, dass der Rollschuhfahrer zwischen dem wenigstens einen vorderen Laufrad und dem wenigstens einen hinteren Laufrad einen ausreichenden Freiraum zum Rollschuhfahren bzw. Inline-Skaten hat.
  • Vorzugsweise ist das wenigstens eine vordere Laufrad und/oder das wenigstens eine hintere Laufrad lenkbar am Rahmen angebracht, so dass der Rollschuhfahrer durch Lenken des wenigstens einen vorderen und/oder des wenigstens einen hinteren Laufrads das Bremshilfsgefährt um Kurven steuern kann.
  • Hierbei ist vorzugsweise das wenigstens eine lenkbare Laufrad in Geradeauslaufstellung arretierbar, um bei einer Geradeausfahrt eine ausreichende Stabilität des Bremshilfsgefährts auch bei den für das Rollschuhfahren bzw. Inline-Skaten typischen seitlichen Schrittbewegungen bereitzustellen.
  • Vorzugsweise ist hierbei weiterhin eine das wenigstens eine lenkbare Laufrad zur Geradeauslaufstellung vorspannende Einrichtung vorgesehen, so dass das wenigstens eine lenkbare Laufrad durch Überwinden der Vorspannungskraft für eine Lenkung ausgelenkt werden kann. Hierdurch wird die Manövrierbarkeit des Bremshilfsgefährts nicht wesentlich beeinträchtigt und trotzdem bei der normalen Fortbewegung des Rollschuhfahrers bzw. Inline-Skaters auf geraden Linien ein stabiler Geradeauslauf gewährleistet.
  • Bei einem erfindungsgemäßen Bremshilfsgefährt kann weiterhin ein Sattel bzw. eine sitzartige Stütze vorgesehen sein, mittels dessen der Rollschuhfahrer bei einer Betätigung der Bremsvorrichtung das wenigstens eine hintere Laufrad auf die Fahrbahn drücken kann. Hierbei wird sichergestellt, dass bei Betätigen der Bremsvorrichtung das wenigstens eine hintere Laufrad nicht von der Fahrbahn abhebt, sondern das Bremshilfsgefährt auch bei starken Verzögerungen stabilisiert werden kann.
  • Die Bremsvorrichtung kann durch Drücken auf den Rahmen oder auf gewisse Abschnitte des Rahmens betätigbar sein, wodurch eine besonders einfach zu betätigende Bremsvorrichtung bereitgestellt wird. Hierfür könnte beispielsweise die Bremsvorrichtung in die Aufhängung der Laufräder eingebracht sein, und die Bremsbetätigung könnte proportional zur auf den Rahmen aufgebrachten Gewichtskraft erfolgen.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können zwei hintere Laufräder vorgesehen sein und die Bremsvorrichtung kann hier bei derart betätigbar sein, dass jedes hintere Laufrad einzeln abgebremst werden kann. Hierbei entfällt die Notwendigkeit einer Lenkeinrichtung, da durch gezieltes Abbremsen der einzelnen Laufräder bereits eine Lenkung des Bremshilfsgefährts erreicht werden kann.
  • Vorzugsweise ist der Rahmen des erfindungsgemäßen Bremshilfsgefährts derart zusammenfaltbar, verstellbar oder zerlegbar, dass das Bremshilfsgefährt für einen Transport auf eine kompakte Größe komprimierbar ist. Hierbei kann entweder vorgesehen sein, dass das Bremshilfsgefährt so klein zusammenlegbar ist, dass es beispielsweise in einem Rucksack oder in einem Kofferraum eines PKW untergebracht werden kann, oder es kann vorgesehen sein, dass das Bremshilfsgefährt lediglich zu einem kleineren, kompakteren Fahrzeug umgebaut werden kann, welches ein Rollschuhfahrer bzw. Inline-Skater dann beispielsweise hinter sich herziehen kann.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann ein Gurt derart am Rahmen vorgesehen sein, dass der Rollschuhfahrer sein Körpergewicht mittels des Gurts auf den Rahmen übertragen kann. Hierbei ist besonders bevorzugt, dass der Rahmen über den Kopf des Rollschuhfahrers verläuft, und dass der Rollschuhfahrer sich, wie bei einem Gleitschirm, über einen von diesem Über-Kopf-Bügel ausgehenden Gurt einhängen kann. Hierbei könnten beispielsweise Gefällestrecken oder Strecken mit schwierigen Bodenverhältnissen ohne Bodenkontakt befahren werden.
  • Zusätzlich kann bei dem erfindungsgemäßen Bremshilfsgefährt weiterhin vorgesehen sein, dass über Seilzugmechanismen oder Ähnliches zusätzlich über die Armbewegungen des Rollschuhfahrers Antriebsenergie auf die Räder gebracht wird. Das erfindungsgemäße Bremshilfsgefährt könnte alternativ auch als Fitnessgerät ausgestaltet werden, wobei die Räder gezielt mit einem, vorzugsweise einstellbaren, Widerstand beaufschlagt werden könnten, um die zum Schieben notwendige Kraft zu erhöhen. In Kombination mit einem elektrischen Generator könnte die dabei erzeugte Energie abgespeichert werden und bei starken Anstiegen unterstützend auf den dann als Elektromotor betriebenen Generator abgegeben werden.
  • Im Folgenden werden einige bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bremshilfsgefährts;
  • 2 eine Draufsicht von oben auf das Bremshilfsgefährt von 1;
  • 3 ein Bremshilfsgefährt gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 4 ein Bremshilfsgefährt gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 5 eine Ansicht eines Details der Verbindung der einzelnen Rahmenabschnitte bei den in 1-3 gezeigten Bremshilfsgefährten und
  • 6 eine vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Ein Bremshilfsgefährt 10 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den 1 und 2 gezeigt. Ein derartiges Bremshilfsgefährt 10 umfasst ein vorderes Laufrad 12 und ein hinteres Laufrad 14, einen allgemein mit 16 bezeichneten Rahmen, einen Sattel 18, eine Lenkstange 20 und Bremsvorrichtungen 22, 24, welche beispielsweise in von üblichen Fahrradbremsen bekannter Art und Weise ausgestaltet sind und jeweils das vordere und das hintere Laufrad 12, 14 dosiert abbremsen können.
  • Der Rahmen 16 besteht hierbei aus zwei Radlagerungsabschnitten 26, 28, an deren Enden jeweils die Laufräder 12, 14 drehbar gelagert sind, und einem die Radlagerungsabschnitte 26, 28 miteinander verbindenden Bogenabschnitt 30, der so ausgestaltet ist, dass ein sich zwischen dem vorderen Laufrad 12 und dem hinteren Laufrad 14 befindlicher Rollschuhfahrer bzw. Inline-Skater ohne Behinderung durch den Rahmen 16 die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte ausführen kann. Hierbei kann der Bogenabschnitt 30 jede Ausgestaltungsform annehmen, die einen ausreichenden Freiraum für den Rollschuhfahrer zwischen dem vorderen und dem hinteren Laufrad 12, 14 bereitstellt. Es sind also nicht nur kontinuierlich gekrümmte Bogenabschnitte 30 denkbar, sondern der Bogenabschnitt 30 kann auch eine eckige, beispielsweise V-förmige, Form annehmen, aus drei Seiten eines Vierecks gebildet sein, oder ähnliches.
  • In den Sattel 18 kann ein Gegengewicht 32 integriert sein, um sicherzustellen, dass das Bremshilfsgefährt 10 eine gute Geradeausfahrstabilität aufweist. Durch die Bereitstellung nur eines seitlichen Bogenabschnitts 30 kann der Rollschuhfahrer besonders einfach von der „offenen", nicht von dem Bogenabschnitt 30 des Rahmens 16 begrenzten Seite in das Bremshilfsgefährt 10 einsteigen oder dieses notfalls schnell verlassen. Vorzugsweise verläuft der Bogenabschnitt 30 etwa in Hüfthöhe des Rollschuhfahrers bzw. Inline-Skaters oder höher, um die Beinbewegungen beim Rollschuhfahren bzw. Inline-Skaten möglichst wenig zu behindern.
  • Alternativ könnte auch ein (nicht dargestellter) zweiter Bogenabschnitt vorgesehen sein, der an der anderen Seite des Rollschuhfahrers vorbeiläuft, so dass der Rollschuhfahrer an beiden Seiten vom Rahmen des Bremshilfsgefährts umschlossen ist. Der Bogenabschnitt oder die Bogenabschnitte 30 können gepolstert sein, um bei Stürzen die Verletzungsgefahr für den Rollschuhfahrer zu minimieren.
  • Der Sattel 18 ermöglicht einerseits, dass der Rollschuhfahrer beispielsweise bei Bergabstrecken seine Beine entlasten kann, und andererseits, dass der Rollschuhfahrer bei Betätigung der Bremsvorrichtung für das vordere Laufrad 12 verhindern kann, dass das Bremshilfsgefährt 10 sich nach vorne überschlägt, indem er beim Abbremsen des Bremshilfsgefährts 10 den Sattel 18 belastet. Alternativ können die Radaufhängungen und/oder der Rahmen derart gestaltet sein, dass beim Abbremsen des vorderen Laufrads 12 automatisch das hintere Laufrad 14 auf den Untergrund gedrückt wird.
  • Die Höhenverstellung des Sattels 18, der Lenkstange 20 und des Bogenabschnitts 30 kann durch Ändern des Neigungswinkels der Rahmenabschnitte 26, 28 relativ zur Senkrechten geändert werden, mittels einer in 5 detailliert gezeigten Arretiervorrichtung 34, durch die die Neigung der Radlagerungsabschnitte 26 bzw. 28 relativ zum Bogenabschnitt 30 geändert werden kann. Die Arretiervorrichtung 34 umfasst hierbei eine Spannschraube 36a und einen Arretierkörper 36b, der mittels der Spannschraube 36a in verschiedenen, definierten Winkelstellungen der Radlagerungsabschnitte 26 bzw. 28 zum Bogenabschnitt 30 arretiert werden kann.
  • Weiterhin ist der Rahmen 16 an Verbindungsstellen 38, 40, 42 auseinander nehmbar, so dass das Bremshilfsgefährt 10 für einen Transport, beispielsweise im Kofferraum eines PKW, einfach und schnell zerlegt und wieder zusammengebaut werden kann.
  • Zur Lenkung des Bremshilfsgefährts 10 gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass entweder der Rollschuhfahrer zum Lenken des Bremshilfsgefährts 10 das vordere Laufrad 12 mittels der Lenkstange anhebt und seitlich versetzt, oder das vordere Laufrad 12 kann, wie dies von Fahrrädern bekannt ist, lenkbar am Rahmen 16 befestigt sein, so dass das Bremshilfsgefährt 10 wie ein Fahrrad mittels der Lenkstange 20 gelenkt werden kann.
  • 3 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Bremshilfsgefährts 110 gemäß der vorliegenden Erfindung. Bei den in den 1-6 gezeigten unterschiedlichen Ausführungsformen sind jeweils gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen, jedoch um 100 erhöht, bezeichnet. Das Bremshilfsgefährt 110 gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich in seiner grundsätzlichen Rahmengeometrie nicht von dem in 1 und 2 gezeigten Bremshilfsgefährt 10 der ersten Ausführungsform, d.h. auch bei dem Bremshilfsgefährt 110 gemäß der zweiten Ausführungsform umfasst der Rahmen 116 zwei Radlagerungsabschnitte 126, 128, an deren Ende jeweils ein Laufrad 112, 114 gelagert ist, und einen Bogenabschnitt 130, der seitlich um den Rollschuhfahrer herum verläuft und diesem einen Freiraum bietet, indem er die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte ausführen kann, ohne durch den Rahmen 116 behindert zu werden.
  • Die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform allerdings durch die Aufhängung der Laufräder 112, 114, die bei dieser zweiten Ausführungsform als Nachlaufräder ausgebildet sind, so dass eine Neigung des Bremshilfsgefährts 110 in einer Richtung senkrecht zur Fahrtrichtung automatisch eine Auslenkung der Laufräder 112, 114 bewirkt. Somit kann das Bremshilfsgefährt 110 durch seitliches Neigen des Rahmens 116 bzw. der Lenkstange 120 gelenkt werden und ist damit für den Rollschuhfahrer bzw. Inline-Skater besonders einfach manövrierbar.
  • Um die Geradeauslaufstabilität des Bremshilfsgefährts 110 gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zu verbessern, kann hierbei vorgesehen sein, dass die Laufräder 112, 114 in Geradeauslaufstellung vorgespannt sind und dass eine Lenkbewegung der Räder erst bei einer gewissen Mindestneigung des Rahmens 116 in Richtung senkrecht zur Fortbewegungsrichtung erfolgt, so dass die Laufräder 112, 114 während der normalen, leichten, seitlichen Kippbewegungen, die durch die Fortbewegungsschritte des Rollschuhfahrers übertragen werden, noch nicht vom Geradeauslauf ausgelenkt werden, sondern eine bewusste Seitwärtsneigung des Rahmens 116 durch den Rollschuhfahrer nötig ist, um eine Kurvenfahrt des Bremshilfsgefährts 110 einzuleiten.
  • Alternativ oder zusätzlich können Arretiervorrichtungen 142, 144 vorgesehen sein, mittels derer die Laufräder 112, 114 in Geradeauslaufstellung arretiert werden können, wobei diese Arretierung vom Fahrer durch Betätigung von Betätigungshebeln 146, 148 separat für jedes einzelne Laufrad 112, 114 aufgehoben werden kann, um je nach Wunsch des Fahrers gewünschte Fahreigenschaften des Bremshilfsgefährts 110 bereitzustellen.
  • Eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in 4 gezeigt. Ein Bremshilfsgefährt 210 gemäß der dritten Ausführungsform ist als ein Dreirad ausgebildet, wobei ein vorderes Laufrad 212 und zwei hintere Laufräder 214a, 214b vorgesehen sind. Der Rahmen 216 ist entsprechend der Dreiradstruktur angepasst, wobei seitliche Rahmenabschnitte 230a, 230b derart ausgestaltet sind, dass ein sich zwischen den seitlichen Rahmenabschnitten 230a, 230b befindender Rollschuhfahrer eine ausreichende Bewegungsfreiheit für die beim Rollschuhfahren üblichen Fortbewegungsschritte hat. Vorzugsweise befinden sich daher die seitlichen Rahmenabschnitte 230a, 230b etwa in Hüfthöhe des Rollschuhfahrers. Eine Lenkung des Bremshilfsgefährts 210 gemäß der dritten Ausführungsform erfolgt hierbei dadurch, dass die auf die hinteren Laufräder 214a, 214b wirkenden Bremsvorrichtungen 224a, 224b derart ausgestaltet sind, dass jedes hintere Laufrad 214a, 214b einzeln abgebremst werden kann, so dass ein Lenken über dosiertes Abbremsen eines einzelnen hinteren Laufrads bewerkstelligt wird.
  • Der Laufwiderstand des Bremshilfsgefährts 210 kann zur Verwendung des Bremshilfsgefährts 210 als ein Fitnessgerät durch eine an sich bekannte Magnetbremse 250a, 250b an den hinteren Laufrädern 214a, 214b erhöht werden. Wenn diese Magnetbremse 250a, 250b als Generator ausgebildet ist, kann eine Speicherung der gewonnenen Energie vorgesehen sein, und der Generator 250a, 250b kann bei Steigungsabschnitten als ein Elektromotor betrieben werden, um dem Rollschuhfahrer das Erklimmen von Steigungsabschnitten zu erleichtern.
  • Alternativ kann vorgesehen sein, dass mittels der sowieso als Teil des Bremsmechanismus vorhandenen Handhebel über einen geeigneten Mechanismus Vorschub auf die hinteren Laufräder 214a, 214b eingebracht werden kann.
  • Am hinteren Abschnitt des Rahmens 216 kann eine Ablage 252 zum Transport von Lasten oder von Kindern vorgesehen sein.
  • Der Rahmen 216 kann mit (nicht dargestellten) Gelenken versehen sein, die eine Lenkung des Bremshilfsgefährts über Relativbewegungen einzelner Rahmenteile zueinander ermöglichen, welche mittels Seilzügen oder Ähnlichem an das vordere Laufrad 212 oder die hinteren Laufräder 214a, 214b übertragen werden.
  • Eine vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in 6 gezeigt. Das Bremshilfsgefährt 310 gemäß der vierten Ausführungsform unterscheidet sich vom Bremshilfsgefährt 10 gemäß der ersten Ausführungsform lediglich darin, dass der Bogenabschnitt 330 des Rahmens nicht seitlich um den Rollschuhfahrer herum verläuft, sondern als ein Über-Kopf-Rahmenabschnitt 330 vorgesehen ist. Dadurch hat der Rollschuhfahrer bzw. Inline-Skater in dem Bremshilfsgefährt 310 gemäß der vierten Ausführungsform einen besonders gute Bewegungsfreiheit, und das Bremshilfsgefährt 310 kann ferner mit einem Dach als Sonnen- oder Regenschutz versehen werden (nicht dargestellt).
  • An dem Über-Kopf-Rahmenabschnitt 330 kann ein Gurt 354 befestigt sein, in den sich der Rollschuhfahrer bei Bedarf einhängen kann, und somit eine gewisse Sicherung gegen Stolpern und Stürze erreichen kann, oder sich bei Bergabstrecken oder auf unebenem Untergrund ganz über den Gurt 354 abstützen kann.

Claims (11)

  1. Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater, umfassend: einen Rahmen (16; 116; 216; 316), an dem wenigstens ein vorderes Laufrad (12; 112; 212; 312) sowie wenigstens ein hinteres Laufrad (14; 114; 214a, 214b; 314) vorgesehen sind, und eine Bremsvorrichtung (22, 24; 122, 124; 224a, 224b; 322, 324) zum Abbremsen wenigstens eines der Laufräder (12, 14; 112, 114; 212, 214a, 214b; 312, 314), wobei der Rahmen (16; 116; 216; 316) derart ausgestaltet ist, dass er zwischen dem wenigstens einen vorderen Laufrad (12; 112; 212; 312) und dem wenigstens einen hinteren Laufrad (14; 114; 214a, 214b; 314) dem Rollschuhfahrer einen Freiraum bietet, in dem der Rollschuhfahrer die für das Rollschuhfahren typischen Fortbewegungsschritte ausführen und dabei das Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) vorantreiben oder ggf. durch Betätigen der Bremsvorrichtung (22, 24; 122, 124; 224a, 224b; 322, 324) abbremsen kann.
  2. Bremshilfsgefährt (10; 110; 310) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es lediglich zwei Laufräder (12, 14; 112, 114; 312, 314) aufweist.
  3. Bremshilfsgefährt (10; 110) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bogenabschnitt (30; 130) des Rahmens (16; 116) den Freiraum seitlich begrenzt.
  4. Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine vordere Laufrad (12; 112; 212; 312) und/oder das wenigstens eine hintere Laufrad (14; 114; 214a, 214b; 314) lenkbar am Rahmen angebracht ist.
  5. Bremshilfsgefährt (110) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine lenkbare Laufrad (112, 114) in Geradeauslaufstellung arretierbar ist.
  6. Bremshilfsgefährt (110) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine das wenigstens eine lenkbare Laufrad (112, 114) zur Geradeauslaufstellung vorspannende Einrichtung vorgesehen ist.
  7. Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützsitz (18; 318) vorgesehen ist, mittels dessen der Rollschuhfahrer bei einer Betätigung der Bremsvorrichtung (22, 24; 122, 124; 224a, 224b; 322, 324) das wenigstens eine hintere Laufrad (14; 114; 214a, 214b; 314) auf die Fahrbahn drücken kann.
  8. Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (22, 24; 122, 124; 224a, 224b; 322, 324) durch Drücken auf den Rahmen, oder auf gewisse Abschnitte des Rahmens, betätigbar ist.
  9. Bremshilfsgefährt (210) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei hintere Laufräder (214a, 214b) vorgesehen sind, und dass die Bremsvorrichtung (224a, 224b) derart betätigbar ist, dass jedes hintere Laufrad (214a, 214b) einzeln abgebremst werden kann.
  10. Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (16; 116; 216; 316) derart zusammenfaltbar, verstellbar oder zerlegbar ist, dass das Bremshilfsgefährt (10; 110; 210; 310) für einen Transport auf eine kompakte Größe komprimierbar ist.
  11. Bremshilfsgefährt (310) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gurt (354) derart am Rahmen (316) vorgesehen ist, dass der Rollschuhfahrer sein Körpergewicht mittels des Gurts (354) auf den Rahmen (316) übertragen kann.
DE102006028105A 2006-06-19 2006-06-19 Bremshilfsgefährt für Rollschuhfahrer, insbesondere für Inline-Skater Withdrawn DE102006028105A1 (de)

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