DE102006025924B4 - Fluidpumpe mit Rollenstößel - Google Patents
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Abstract
Fluidpumpe,
insbesondere Hochdruck-Kraftstoffpumpe für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen,
mit einem Pumpelement (12), welches zur Hin- und Herbewegung (14)
in Richtung einer Pumpelementachse (16) in einem Pumpengehäuse (18)
geführt
ist, und mit einem das Pumpelement (12) beaufschlagenden, in Richtung
der Pumpelementachse (16) verschiebbaren Rollenstößel (22),
der durch Federmittel (24) in Gegenrichtung zum Pumphub gegen einen
Nockentrieb (26) belastet ist und einen Stößelkörper (28) und eine daran um
eine Rollenachse (30) drehbar abgestützte Stößelrolle (32) aufweist, deren
Mantelfläche
(40) an einer Steuerfläche
(42) des Nockentriebs abrollt, dadurch gekennzeichnet, dass die
Mantelfläche
(40) der Stößelrolle
(32) und die Steuerfläche
(42) des Nockentriebs (26) korrespondierend zueinander derart konturiert
sind, dass die Stößelrolle
(32) hinsichtlich ihrer Position in Richtung der Rollenachse (30)
an der Steuerfläche
des Nockentriebs (26) positioniert wird.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fluidpumpe, insbesondere Hochdruck-Kraftstoffpumpe für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Derartige Fluidpumpen sind beispielsweise aus der
DE 102 15 038 A1 und derDE 103 61 578 A1 bekannt. Bei den bekannten Pumpen erfolgt die Betätigung eines Pumpelements wie z. B. eines Pumpkolbens oder Pumpstempels mittels eines Rollenstößels, der einen Stößelkörper und eine daran um eine Rollenachse drehbar abgestützte Stößelrolle aufweist, deren Mantelfläche an einer Steuerfläche des Nockentriebs abrollt. Die Steuerfläche des Nockentriebs wird hierbei vom Umfang eines sich drehenden Nockentriebkörpers gebildet, welcher in Richtung der Drehachse betrachtet einen einheitlichen Außenumfang besitzt. Bei den oben erwähnten, bekannten Pumpen ist der Nockentriebkörper von einem Exzenterabschnitt einer sich drehenden Exzenterwelle gebildet. - Insbesondere auf Grund fertigungsbedingter Lageabweichungen der zusammenwirkenden Bauteile (Stößelrolle und Exzenterabschnitt) neigt die Stößelrolle durch Schiefstellung gegenüber der Lauffläche des Exzenterabschnitts aus ihrer axialen Position (in Richtung der Rollenachse) zu wandern. Diese Wanderungstendenz erfordert in der Praxis eine axiale Sicherung der Stößelrolle am Stößelkörper. Doch selbst wenn eine solche Sicherung vorgesehen ist, so kann sich die Wanderungstendenz nachteilig auf die Leichtgängigkeit der Drehbewegung der Stößelrolle am Stößelkörper auswirken. Darüber hinaus kann eine nachteilige Belastung des Rollenstößels in Axialrichtung, also quer zur Pumpelementachse, resultieren.
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fluidpumpe der eingangs genannten Art hinsichtlich der axialen Positionierung der Stößelrolle zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird durch eine Fluidpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
- Bei der erfindungsgemäßen Fluidpumpe sind die Mantelfläche der Stößelrolle und die Steuerfläche des Nockentriebs korrespondierend zueinander derart konturiert, dass die Stößelrolle hinsichtlich ihrer Position in Richtung der Rollenachse (Axialrichtung) an der Steuerfläche des Nockentriebs positioniert wird. Mit anderen Worten wird die axiale Fixierung der Stößelrolle durch eine besondere Formgebung der Stößelrolle und/oder des die Steuerfläche des Nockentriebs bereitstellenden Nockenkörpers erzielt.
- Selbst bei Vorliegen von in der Praxis unvermeidlichen Lageabweichungen und/oder Maßtoleranzen der zusammenwirkenden Bauteile ist die axiale Fixierung bzw. Positionierung bei der erfindungsgemäßen Lösung diesen Bauteilen gewissermaßen inhärent. Vorteilhaft sind weitere aufwendige und/oder reibungserhöhende Maßnahmen zur axialen Sicherung der Stößelrolle entbehrlich. Unabhängig davon kann mit der Erfindung eine in der Regel nachteilige Querbelastung des Rollenstößels in Axialrichtung der Stößelrolle einfach und zuverlässig vermieden werden.
- Die Erfindung kann sehr vorteilhaft für Kraftstoffpumpen, insbesondere Hochdruck-Kraftstoffpumpen für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen verwendet werden. Hierbei ist insbesondere an vergleichsweise hoch belastete Hochdruck-Kraftstoffpumpen für Speichereinspritzsysteme (z. B. "common rail") zu denken. Förderdrücke derartiger Hochdruck-Kraftstoffpumpen liegen nicht selten in der Größenordnung von etwa 2000 bar, so dass in diesen Anwendungen besondere Anfor derungen an die Zuverlässigkeit und Leichtgängigkeit der im Pumpenbetrieb bewegten Pumpenbauteile gestellt werden.
- Für die zueinander korrespondierende Konturierung der Mantelfläche der Stößelrolle und der Steuerfläche des Nockentriebs ergeben sich im Rahmen der Erfindung vielfältige Möglichkeiten.
- In einer Ausführungsform ist beispielsweise vorgesehen, dass die Nockensteuerfläche einen radialen Vorsprung aufweist, der hinsichtlich der Richtung der Rollenachse einen Anschlag für ein axiales Ende der Stößelrolle bildet. Wenn die Nockensteuerfläche an ihren beiden axialen Endbereichen jeweils einen solchen radialen Vorsprung aufweist, so kann bereits in Zusammenwirkung mit einer herkömmlichen zylindrischen Stößelrolle die gewünschte Axialpositionierung realisiert werden. Selbstverständlich ist auch der umgekehrte Fall möglich, in welchem die Stößelrollenmantelfläche wenigstens einen, insbesondere an beiden axialen Endbereichen jeweils einen radialen Vorsprung aufweist, der hinsichtlich der Axialrichtung einen bzw. zwei Anschläge für ein bzw. beide axialen Enden des die Steuerfläche ausbildenden Nockentriebkörpers bildet.
- Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Konturierung wenigstens eine Ausbuchtung der Rollenmantelfläche oder der Nockensteuerfläche umfasst, die an einer korrespondierenden Einbuchtung der Nockensteuerfläche bzw. der Rollenmantelfläche abläuft. Bereits eine einzige solche Ausbuchtung-Einbuchtung-Anordnung kann für die gegenseitige Axialpositionierung ausreichen.
- In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rollenmantelfläche zumindest größtenteils, insbesondere z. B. im Wesentlichen vollflächig, an der Nockensteuerfläche abrollt.
- Insbesondere für eine orientierungsunabhängige Positionierfunktion ist es von Vorteil, wenn die Konturierung eine or thogonal zur Rollenachse sich erstreckende Symmetrieachse besitzt. Diese Symmetrieachse kann z. B. identisch mit der Pumpelementachse sein. Eine einfache Gestaltung besteht beispielsweise darin, ausgehend von der herkömmlichen zylindrischen Form der Stößelrolle und "im weiteren Sinne zylindrischen" Form des Nockentriebkörpers eine dieser beiden Komponenten in ihrer Kontur "tonnenförmig" und die andere dieser Komponenten "kissenförmig" zu gestalten. Der Begriff "im weiteren Sinne zylindrisch" soll hier die z. B. in Bronstein-Semendjajew, Taschenbuch der Mathematik, 22. Auflage, 1985, Seiten 198, 199 angegebene allgemeine Definition von "zylindrisch" ausdrücken. Mit dem in dieser Anmeldung verwendeten Betriff "zylindrisch" ist demgegenüber der von dieser allgemeineren Definition umfasste Spezialfall eines Kreiszylinders gemeint, der sich durch Verwendung einer kreisförmigen Leitkurve ergibt.
- Der Nockentrieb kann in an sich bekannter Weise als eine drehangetriebene Exzenter- bzw. Nockenwelle mit einem die Nockensteuerfläche ausbildenden Nockenabschnitt ausgebildet sein.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stößelrolle rotationssymmetrisch bezüglich der Rollenachse ausgebildet. Bei dieser Formgebung kann die drehbare Abstützung der Stößelrolle am Stößelkörper in einfacher Weise in einer an die Form der Rollenmantelfläche angepassten Ausnehmung des Stößelkörpers (Gleitlagerung) vorgesehen sein.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben. Es stellen schematisch dar:
-
1 eine erste Ausführungsform einer Kraftstoffpumpe, und -
2 ein Detail aus1 gemäß einer abgewandelten zweiten Ausführungsform (Explosionsansicht). -
1 veranschaulicht eine Kraftstoffpumpe10 mit einem Pumpkolben12 , welcher zur Hin- und Herbewegung (vgl. Pfeil14 ) in Richtung einer Pumpelementachse16 in einem Pumpengehäuse18 geführt ist. - Die in
1 untere Stirnfläche des zylindrisch ausgebildeten Pumpkolbens12 begrenzt einen Arbeitsraum20 , der in nicht dargestellter Weise über ein Einlassventil mit einer Niederdruck-Kraftstoffpassage und über ein Auslassventil mit einer Hochdruck-Kraftstoffpassage in Verbindung steht. Bei einer Bewegung des Kolbens12 nach unten ("Pumphub") wird der im Arbeitsraum20 befindliche Kraftstoff über das Auslassventil in die Hochdruck-Kraftstoffpassage gefördert, wohingegen bei der entgegengesetzten Kolbenbewegung ("Ansaughub") neuer Kraftstoff aus der Niederdruck-Kraftstoffpassage in den Arbeitsraum20 gefördert wird. - Im Pumpenbetrieb wird der Pumpkolben
12 durch einen Rollenstößel22 betätigt, der durch eine Druckfeder24 in Gegenrichtung zum Pumphub gegen einen Nockentrieb26 belastet ist und einen Stößelkörper28 und eine daran um eine Rollenachse30 drehbar abgestützte Stößelrolle32 aufweist. - Zum Antrieb der Pumpe
10 wird eine um eine Drehachse34 herum drehbar am Pumpengehäuse18 gelagerte Exzenter- bzw. Nockenwelle36 drehangetrieben. Der Rollenstößel22 wird durch die Druckfeder24 gegen einen nicht-rotationssymmetrisch ausgebildeten Nockenabschnitt38 der Nockenwelle36 gedrückt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel stützt sich die Feder24 hierfür einerseits am Gehäuse18 und andererseits an einem Kolbenfuß ab, der an dem Stößelkörper28 anliegt und somit die Druckkraft der Feder24 auf den Rollenstößel22 überträgt. Die Feder24 sorgt somit sowohl dafür, dass der Kolbenfuß stets am Rollenstößel22 anliegt, als auch dafür, dass der Rollenstößel mit seiner Stößelrolle32 stets am Nockenabschnitt38 anliegt. - Bei einer Drehung der Nockenwelle
36 rollt eine Mantelfläche40 der Stößelrolle32 an einer Umfangsfläche (Steuerfläche)42 des Nockenabschitts38 ab. Durch einen von der Radialrichtung abhängenden Abstand zwischen der Drehachse34 und der Steuerfläche42 der Nockenwelle36 wird die Drehbewegung der Nockenwelle36 in eine lineare Hin- und Herbewegung des Rollenstößels22 und somit des Pumpkolbens12 gewandelt. - Eine Besonderheit des Nockentriebs
26 besteht darin, dass die Nockensteuerfläche42 an ihren beiden axialen Endbereichen jeweils einen ringförmig umlaufenden radialen Vorsprung44 aufweist, die hinsichtlich der Axialrichtung Begrenzungsanschläge für die Stößelrolle32 bilden. Durch diese besondere Konturierung der Mantelfläche42 wird in einfacher und zuverlässiger Weise der axiale Spielraum für eine etwaige "Wanderung" der Stößelrolle32 während des Pumpenbetriebs begrenzt bzw. die Stößelrolle32 in Axialrichtung zentriert. - Durch die Positionierung der Stößelrolle
32 bezüglich der Nockenwelle36 und somit letztlich auch bezüglich des Gehäuses18 und des Kolbens12 sind spezielle Maßnahmen zur axialen Sicherung der Stößelrolle32 am Stößelkörper28 entbehrlich. Zudem besteht keine Gefahr, dass eine Wanderungstendenz der Stößelrolle32 zu einer auf den Pumpkolben12 einwirkenden Querkraft führt. - Wie erwähnt kann durch die zueinander korrespondierende Konturierung des Nockentriebs
26 und der Stößelrolle32 eine Axiallagerung bzw. Axialsicherung der Stößelrolle32 am Stößelkörper28 vereinfacht oder sogar ganz weggelassen werden. Alternativ oder zusätzlich taugt diese Konturierung jedoch auch vorteilhaft dazu, eine gemäß des Stands der Technik vorgesehene Linearführung (z. B. durch Führungsnuten) des Stö ßelkörpers28 in Richtung der Pumpkolbenachse16 zu vereinfachen oder ganz wegzulassen. - Bei der nachfolgenden Beschreibung eines weiteren Ausführungsbeispiels werden für gleichwirkende Komponenten die gleichen Bezugszahlen verwendet, jeweils ergänzt durch einen kleinen Buchstaben "a" zur Unterscheidung der Ausführungsform. Dabei wird im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu dem bereits beschriebenen Ausführungsbeispiel eingegangen und im Übrigen hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung des vorangegangenen Ausführungsbeispiels verwiesen.
-
2 veranschaulicht eine alternative Formgestaltung des Nockentriebs. Bei dieser Ausführungsform besteht die Konturierung einer Rollenmantelfläche40a aus einer (konvexen) Ausbuchtung und die Konturierung einer Nockensteuerfläche42a aus einer korrespondierenden (konkaven) Einbuchtung. Durch die Zusammenwirkung dieser Konturen erfolgt wieder eine Positionierung der Stößelrolle32a in Axialrichtung bezüglich der Nockenwelle36a (Durch die Überhöhung der Nockenkontur in Axialrichtung nach außen läuft die Stößelrolle immer wieder in die Mitte). - Selbstverständlich sind die in den
1 und2 dargestellten Konturierungen lediglich beispielhaft zu verstehen und können im Rahmen der Erfindung weitreichend modifiziert werden. Wesentlich ist die durch die Formgestaltung des Nockentriebs einerseits und der Stößelrolle andererseits inhärent bewerkstelligte Positionierfunktion.
Claims (6)
- Fluidpumpe, insbesondere Hochdruck-Kraftstoffpumpe für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, mit einem Pumpelement (
12 ), welches zur Hin- und Herbewegung (14 ) in Richtung einer Pumpelementachse (16 ) in einem Pumpengehäuse (18 ) geführt ist, und mit einem das Pumpelement (12 ) beaufschlagenden, in Richtung der Pumpelementachse (16 ) verschiebbaren Rollenstößel (22 ), der durch Federmittel (24 ) in Gegenrichtung zum Pumphub gegen einen Nockentrieb (26 ) belastet ist und einen Stößelkörper (28 ) und eine daran um eine Rollenachse (30 ) drehbar abgestützte Stößelrolle (32 ) aufweist, deren Mantelfläche (40 ) an einer Steuerfläche (42 ) des Nockentriebs abrollt, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche (40 ) der Stößelrolle (32 ) und die Steuerfläche (42 ) des Nockentriebs (26 ) korrespondierend zueinander derart konturiert sind, dass die Stößelrolle (32 ) hinsichtlich ihrer Position in Richtung der Rollenachse (30 ) an der Steuerfläche des Nockentriebs (26 ) positioniert wird. - Fluidpumpe nach Anspruch 1, wobei die Nockensteuerfläche (
42 ) einen radialen Vorsprung (44 ) aufweist, der hinsichtlich der Richtung der Rollenachse (30 ) einen Anschlag für ein axiales Ende der Stößelrolle (32 ) bildet. - Fluidpumpe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Konturierung wenigstens eine Ausbuchtung der Rollenmantelfläche (
40 ) oder der Nockensteuerfläche (42 ) umfasst, die an einer korrespondierenden Einbuchtung der Nockensteuerfläche (42 ) bzw. der Rollenmantelfläche (40 ) abläuft. - Fluidpumpe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Konturierung eine orthogonal zur Rollenachse (
30 ) sich erstreckende Symmetrieachse (16 ) besitzt. - Fluidpumpe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Nockentrieb (
26 ) als eine drehangetriebene Nockenwelle (36 ) mit einem die Nockensteuerfläche (42 ) ausbildenden Nockenabschnitt (38 ) ausgebildet ist. - Fluidpumpe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Stößelrolle (
32 ) rotationssymmetrisch bezüglich der Rollenachse (30 ) ausgebildet ist und in einer an die Form der Rollenmantelfläche (40 ) angepassten Ausnehmung des Stößelkörpers (28 ) abgestützt ist.
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