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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben
einer Brennkraftmaschine. Die Brennkraftmaschine umfasst einen Ansaugtrakt.
Der Ansaugtrakt umfasst ein Saugrohr. Der Ansaugtrakt kommuniziert
abhängig
von der Schaltstellung eines Gaseinlassventils mit einem Brennraum eines
Zylinders der Brennkraftmaschine. In dem Ansaugtrakt ist eine Drosselklappe
angeordnet, durch die ein Luftmassenstrom in das Saugrohr drosselbar ist.
Zum Betreiben der Brennkraftmaschine wird ausgehend von einem Startsollwert
eines Saugrohrdrucks ein Endsollwert des Saugrohrdrucks ermittelt abhängig von
einem vorgegebenen Sollwert einer Drehmomentanforderung.
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Bei
füllungsgesteuerten
Brennkraftmaschinen wird eine Last der Brennkraftmaschine vorzugsweise über einen Öffnungsgrad
einer Drosselklappe der Brennkraftmaschine eingestellt. Der Öffnungsgrad
der Drosselklappe wirkt sich auf einen Luftmassenstrom in das Saugrohr
aus. Durch den Luftmassenstrom wird Luftmasse in das Saugrohr befördert, die
dann einen Saugrohrdruck in dem Saugrohr hervorruft. Falls sich
eine Drehmomentanforderung an die Brennkraftmaschine sprunghaft ändert, so
wird die neue Drehmomentanforderung durch ein sprungartiges Verstellen
des Öffnungsgrades
der Drosselklappe umgesetzt. Da jedoch das Stellglied zum Verstellen
des Öffnungsgrades
der Drosselklappe lediglich mit einer Verzögerung reagiert und auch das
Befüllen
des Saugrohrs eine abhängig
von einem Betriebszustand der Brennkraftmaschine vorgegebene Zeitdauer
benötigt,
kann die Drehmomentanforderung frühestens nach der Verzögerung und
der Zeitdauer umgesetzt werden.
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Aus
der
DE 100 46 449
A1 ist ein Verfahren zur Einstellung eines Saugrohrdruckes
oder eines Massenliefergrades einer Brennkraftmaschine bekannt.
Bei einer notwendigen Änderung
des Saugrohrdrucks im laufenden Betrieb der Brennkraftmaschine wird
die Änderung
der Stellung der Drosselklappe um einen solchen Betrag und für eine solche Zeitdauer überhöht, dass
durch die Überhöhung der Stellung
der Drosselklappe eine Luftmasse angesaugt wird, die zumindest in
etwa der Luftmasse entspricht, die benötigt wird, um die Brennkraftmaschine auf
den neuen Lastzustand einzustellen.
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Aus
der
US 5,611,309 A ist
ein Kontrollsystem für
eine Drosselklappe einer Brennkraftmaschine bekannt. Beim Kontrollieren
der Drosselklappe wird eine Zeitdauer berücksichtigt, die nach einem
Verstellen der Drosselklappe vergeht, bis sich in einem Ansaugtrakt
der Brennkraftmaschine stromabwärts der
Drosselklappe ein Saugrohrdruck einstellt, der durch Verstellen
der Drosselklappe eingestellt werden soll.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Betreiben einer Brennkraftmaschine zu schaffen, die zu einem präzisen Einstellen
eines dynamischen Sollwerts eines Saugrohrdrucks der Brennkraftmaschine
beitragen.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch die Merkmale der unabhängigen
Ansprüche.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung zeichnet sich aus durch ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Betreiben einer Brennkraftmaschine. Die Brennkraftmaschine umfasst
einen Ansaugtrakt. Der Ansaugtrakt umfasst ein Saugrohr. Abhängig von
der Schaltstellung eines Gaseinlassventils kommuniziert der Ansaugtrakt
mit einem Brennraum eines Zylinders der Brennkraftmaschine. Eine
Drosselklappe ist in dem Ansaugtrakt angeordnet, durch die ein Luftmassenstrom
in das Saugrohr drosselbar ist. Zum Betreiben der Brennkraftmaschine
wird ausgehend von einem Startsollwert eines Saugrohrdrucks ein
Endsollwert des Saugrohrdrucks ermittelt abhängig von einem vorgegebenen
Sollwert der Drehmomentanforderung. Falls der Startsollwert des
Saugrohrdrucks größer ist als
der Endsollwert des Saugrohrdrucks, wird ein dynamischer Sollwert
des Saugrohrdrucks so ermittelt, dass der dynamische Sollwert des
Saugrohrdrucks kleiner ist als der Endsollwert des Saugrohrdrucks. Falls
der Startsollwert des Saugrohrdrucks kleiner ist als der Endsollwert
des Saugrohrdrucks, wird der dynamische Sollwert des Saugrohrdrucks
so ermittelt, dass der dynamische Sollwert des Saugrohrdrucks größer ist
als der Endsollwert des Saugrohrdrucks. Ferner wird der dynamische
Sollwert des Saugrohrdrucks abhängig
von einem Korrekturwert des Saugrohrdrucks ermittelt. Der Korrekturwert
des Saugrohrdrucks wird ermittelt abhängig von einer dynamischen
Luftmasse, mit der das Saugrohr zusätzlich gefüllt werden muss, um den Sollwert
der vorgegebenen Drehmomentanforderung einzustellen, und abhängig von
einer Verzögerungs-Zeitkonstanten
der Drosselklappe. Ein Öffnungsgrad
der Drosselklappe wird solange abhängig von dem dynamischen Sollwert
des Saugrohrdrucks verstellt, bis ein Unterschied zwischen einem
Messwert und dem Endsollwert des Saugrohrdrucks kleiner ist als
ein vorgegebener Schwellenwert.
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Das
Einstellen des kleineren bzw. größeren Saugrohrdrucks, über den
Saugrohrdruck hinaus, der benötigt
wird, um die Drehmomentanforderung umzusetzen, trägt dazu
bei, dass sehr schnell der Endsollwert des Saugrohrdrucks einstellbar
ist. Dies trägt
zu einem schnellen Umsetzen der Drehmomentanforde rung und damit
zu einem präzisen
Betreiben der Brennkraftmaschine bei. Ferner trägt das Ermitteln des dynamischen
Sollwerts des Saugrohrdrucks abhängig
von der Verzögerungs-Zeitkonstanten der Drosselklappe
dazu bei, den dynamischen Sollwert des Saugrohrdrucks sehr präzise einzustellen.
Die Verzögerungskonstante
repräsentiert
die Verzögerung
durch ein Ansprechverhalten der Drosselklappe und/oder eines Stellglieds
zum Verstellen der Drosselklappe.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird die dynamische
Luftmasse abhängig von
dem Endsollwert und abhängig
von dem Messwert des Saugrohrdrucks ermittelt. Dies ermöglicht, dass
das Einstellen des dynamischen Sollwerts des Saugrohrdrucks sich
insbesondere dann auf den Saugrohrdruck auswirkt, wenn ein Unterschied
zwischen dem Endsollwert und dem Messwert des Saugrohrdrucks groß ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird der
Korrekturwert des Saugrohrdrucks abhängig von einer Befüllungszeitkonstanten des
Saugrohrs ermittelt. Die Befüllungszeitkonstante repräsentiert
die Zeitdauer, die nötig
ist, um das Saugrohr mit der dynamischen Luftmasse zu befüllen.
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Die
vorteilhaften Ausgestaltungen des Verfahrens können ohne weiteres auf vorteilhafte
Ausgestaltungen der Vorrichtung übertragen
werden.
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Die
Erfindung ist im Folgenden anhand von schematischen Zeichnungen
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
Brennkraftmaschine,
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2 ein
Druck-Zeit-Diagramm,
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3 ein
Regelkreis,
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4 ein
erstes Segment eines Reglers des Regelkreises,
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5 ein
zweites Segment des Reglers.
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Elemente
gleicher Konstruktion oder Funktion werden figurenübergreifend
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Eine
Brennkraftmaschine (1) umfasst einen Ansaugtrakt 1,
einen Motorblock 2, einen Zylinderkopf 3 und einen
Abgastrakt 4. Der Ansaugtrakt 1 umfasst vorzugsweise
eine Drosselklappe 5, einen Sammler 6 und ein
Saugrohr 7, das hin zu
einem Zylinder Z1–Z4 über einen
Einlasskanal in einen Brennraum 9 des Motorblocks 2 geführt ist.
Der Motorblock 2 umfasst eine Kurbelwelle 8, die über eine
Pleuelstange 10 mit dem Kolben 11 des Zylinders
Z1–Z4
gekoppelt ist. Die Brennkraftmaschine ist vorzugsweise eine füllungsgesteuerte
Brennkraftmaschine, bevorzugt eine Otto-Brennkraftmaschine, und
ist vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug angeordnet.
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Der
Zylinderkopf 3 umfasst einen Ventiltrieb mit mindestens
einem Gaseinlassventil 12, mindestens einem Gasauslassventil 13 und
Ventilantrieben 14, 15. Der Zylinderkopf 3 umfasst
ferner ein Einspritzventil 22 und eine Zündkerze 23.
Alternativ kann das Einspritzventil 22 auch in dem Saugrohr 7 angeordnet
sein.
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Der
Abgastrakt 4 umfasst einen Abgaskatalysator 24,
der vorzugsweise als Drei-Wege-Katalysator ausgebildet ist.
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Eine
Steuervorrichtung 25 ist vorgesehen, der Sensoren zugeordnet
sind, die verschiedene Messgrößen erfassen
und jeweils den Wert der Messgröße ermitteln.
Betriebsgrößen umfassen
die Messgrößen und
von diesen abgeleitete Größen der Brennkraftmaschine
und definieren einen Betriebszustand der Brennkraftmaschine. Die
Steuervorrichtung 25 ermittelt abhängig von mindestens einer der Betriebsgrößen mindestens
eine Stellgröße, die dann
in ein oder mehrere Stellsignale zum Steuern der Stellglieder mittels
entsprechender Stellantriebe umgesetzt werden. Die Steuervorrichtung 25 kann auch
als Vorrichtung zum Betreiben der Brennkraftmaschine bezeichnet
werden.
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Die
Sensoren sind ein Pedalstellungsgeber 26, der eine Fahrpedalstellung
eines Fahrpedals 27 erfasst, ein Luftmassensensor 28,
der einen Luftmassenstrom stromaufwärts der Drosselklappe 5 erfasst, ein
Drosselklappenstellungssensor 30, der einen Öffnungsgrad
der Drosselklappe 5 erfasst, ein Temperatursensor 32,
der eine Ansauglufttemperatur erfasst, ein Saugrohrdrucksensor 34,
der einen Saugrohrdruck in dem Sammler 6 erfasst, ein Kurbelwellenwinkelsensor 36,
der einen Kurbelwellenwinkel erfasst, dem dann eine Drehzahl N zugeordnet
wird. Je nach Ausführungsform
der Erfindung kann eine beliebige Untermenge der genannten Sensoren
vorhanden sein oder es können
auch zusätzliche
Sensoren vorhanden sein.
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Die
Stellglieder sind beispielsweise die Drosselklappe 5, die
Gaseinlass- und Gasauslassventile 12, 13, das
Einspritzventil 22 und/oder die Zündkerze 23.
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Neben
dem Zylinder Z1–Z4
sind bevorzugt weitere Zylinder Z1–Z4 vorgesehen, denen entsprechende
Stellglieder zugeordnet sind.
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Bei
der füllungsgesteuerten
Brennkraftmaschine wird eine Last der Brennkraftmaschine vorzugsweise über einen Öffnungsgrad
der Drosselklappe 5 eingestellt. Der Öffnungsgrad der Drosselklappe 5 wirkt
sich auf den Luftmassenstrom in das Saugrohr 7 aus. Der
Luftmassenstrom in das Saugrohr 7 befördert eine Luftmasse in das
Saugrohr 7, die in dem Saugrohr 7 den Saugrohrdruck
hervorruft.
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Ändert sich
nun eine Drehmomentanforderung an die Brennkraftmaschine, die beispielsweise von
einem Fahrer des Kraftfahrzeugs angefordert wird und/oder die von
der Steuervorrichtung 25 aufgrund weiterer Fahrzeugsfunktionen
angefordert wird, so wird diese Drehmomentanforderung durch eine
Saugrohrdruckanforderung umgesetzt. Befindet sich die Brennkraftmaschine
beispielsweise in einem Betriebszustand, bei dem ein Startsollwert MAP_ST_SP
des Saugrohrdrucks eingestellt ist, und wird durch die geänderte Drehmomentanforderung ein
Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks angefordert, so ergibt
sich in einem Druck-Zeit-Diagramm
(2) ein Sprung von dem Startsollwert MAP_ST_SP
des Saugrohrdrucks zu dem Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks.
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Ein
Stellglied zum Ansteuern der Drosselklappe 5 und die Drosselklappe 5 reagieren
nur mit einer Verzögerung
auf die geänderte
Saugrohrdruckanforderung. Ferner benötigt es eine vorgegebene Zeitdauer,
bis das Saugrohr 7 mit der Luftmasse gefüllt ist.
Vor allem bei sehr geringen Drehzahlen N, beispielsweise im Leerlauf,
und/oder bei einem Saugrohr 7 mit einem sehr großen Volumen
VOL_IM des Saugrohrs 7 (4) können sich
die Verzögerung
und die Zeitdauer negativ auf ein Ansprechverhalten der Brennkraftmaschine
auswirken und zu einem unpräzisen
Betreiben der Brennkraftmaschine beitragen.
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Damit
der Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks vorzugsweise möglichst
schnell eingestellt wird und somit die Brennkraftmaschine präzise betrieben
wird, wird vorzugsweise ein Korrekturwert des Saugrohrdrucks ermittelt
und zu dem Betrag des Endsollwerts MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks addiert,
so dass dadurch ein dynamischer Sollwert MAP_DYN_SP des Saugrohrdrucks
ermittelt wird.
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Eine
ansteigende Flanke im Verlauf des dynamischen Sollwerts MAP_DYN_SP
des Saugrohrdrucks in dem Druck-Zeit-Diagramm und eine absteigende
Flanke des dynamischen Sollwerts MAP_DYN_SP des Saugrohrdrucks sind
durch die Verzögerungen
des Stellglieds bzw. der Drosselklappe 5 und durch die
Zeitdauer zum Befüllen
des Saugrohrs 7 vorgegeben. Eine trapezförmige Fläche, die durch
den dynamischen Sollwert MAP_DYN_SP des Saugrohrdrucks und durch
den Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks eingeschlossen wird,
ist repräsentativ
für eine
dynamische Luftmasse MA_DYN, mit der das Saugrohr 7 zusätzlich befüllt werden
muss, um den Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks einzustellen.
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Ändert sich
die Drehmomentanforderung so, dass der Endsollwert MAP_EN_SP des
Saugrohrdrucks kleiner ist als der Startsollwert MAP_ST_SP des Saugrohrdrucks,
so wird der Korrekturwert des Saugrohrdrucks von dem Endsollwert
MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks abgezogen. Die Berechnung der dynamischen
Luftmasse MA_DYN erfolgt dann wie im Vorangehenden erläutert.
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Bevorzugt
umfasst die Steuervorrichtung 25 einen Regelkreis (3)
zum Regeln des Saugrohrdrucks. Der Regelkreis umfasst Blöcke B1 bis
B5. Der Block B1 ist repräsentativ
für einen
Regler des Regelkreises. In einem Additionspunkt A1 des Regelkreises
wird ein Unterschied MAP_DIF zwischen einem Messwert MAP_MES des
Saugrohrdrucks und einem Startsollwert MAP_ST-SP des Saugrohrdrucks
oder einem Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks ermittelt. Der
Unterschied MAP_DIF des Saugrohrdrucks ist die Regelabweichung des Regelkreises.
Der Startsollwert MAP_ST_SP des Saugrohrdrucks bzw. der Endsollwert
MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks sind die Führungsgrößen des Regelkreises. Als Ausgangssignal
liefert der Regler ein Stellsignal für die Drosselklappe 5,
die durch den Block B2 repräsentiert
ist.
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In
einem Additionspunkt A2 wird ein Luftmassenstrom, der aus dem Saugrohr 7 hinein
in den Brennraum 9 strömt,
als Störgröße in den
Regelkreis eingeführt.
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Ein
Block B4 repräsentiert
das Saugrohr 7, das die Regelstrecke des Regelkreises ist.
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Der
Messwert MAP_MES des Saugrohrdrucks wird in dem Block B5 erfasst,
der repräsentativ
ist für
den Saugrohrdrucksensor 34.
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In
einem Abzweig A3 wird der Messwert MAP_MES des Saugrohrdrucks zu
dem Additionspunkt A1 rückgeführt.
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Ein
erstes Segment des Reglers gemäß 3 wird
durch die Blöcke
B6 bis B14 repräsentiert (4).
In dem Block B6 wird eine Temperatur TIA_IM in dem Saugrohr 7 ermittelt.
Die Temperatur TIA_IM kann beispielsweise abhängig von der Ansauglufttemperatur
anhand eines Temperatur-Kennfeldes ermittelt werden. Das Temperatur-Kennfeld und
gegebenenfalls weitere Kennfelder werden vorzugsweise an einem Motorprüfstand aufgezeichnet und
bevorzugt auf einem Speichermedium der Steuervorrichtung 25 abgelegt.
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In
einem Block B7 wird ein Volumen VOL_IM des Saugrohrs 7 ermittelt.
Das Volumen VOL_IM des Saugrohrs 7 kann eine vorgegebene
Konstante sein. Das Volumen VOL_IM des Saugrohrs 7 kann
aber auch variiert werden und durch mehrere entsprechende Konstanten
repräsentiert
werden.
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In
einem Block B8 wird eine Gaskonstante NC_RA von einem Speichermedium
der Steuervorrichtung 25 abgerufen. Die Gaskonstante NC_RA
ist vorzugsweise die spezielle oder die spezifische Gaskonstante.
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In
einem Block B9 werden die Temperatur TIA_IM des Saugrohrs 7,
das Volumen VOL_IM des Saugrohrs 7 und die Gaskonstante
NC_RA miteinander verrechnet, vorzugsweise unter der in dem Block B9
angegebenen Berechnungsvorschrift. Das Ausgangssignal des Blocks
B9 repräsentiert
die aktuellen Randbedingungen in dem Saugrohrdruck, die berücksichtigt
werden müssen,
um zu ermitteln, mit welcher dynamischen Luftmasse MA_DYN das Saugrohr 7 zusätzlich gefüllt werden
muss, um den Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks einzustellen.
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In
einem Block B10 wird ein Druckquotient PQ abhängig von dem Messwert MAP_MES
des Saugrohrdrucks und abhängig
von einem Umgebungsdruck AMP ermittelt. Falls der Messwert MAP_MES
des Saugrohrdrucks kleiner ist als ein Mindestwert des Saugrohrdrucks,
wird zum Ermitteln des Druckquotienten PQ vorzugsweise anstatt des Messwerts
MAP_MES des Saugrohrdrucks der Mindestwert des Saugrohrdrucks herangezogen.
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In
einem Block B11 wird die Drehzahl N ermittelt.
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Der
Druckquotient PQ und die Drehzahl N sind die Eingangsgrößen zu einem
Faktor-Kennfeld das durch den Block B12 repräsentiert wird. Das Ausgangssignal
des Blocks B12 ist ein Faktor zwischen Null und Eins, der abhängig von
der Motorlast, die durch den Druckquotient PQ und die Drehzahl N
charakterisiert ist, ein Variieren der Auswirkung der dynamischen
Luftmasse MA_DYN ermöglicht.
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Ein
Block B13 ist repräsentativ
für den
Additionspunkt A1 (3). Die Ausgangswerte der Blöcke B9,
B12 und B13 werden in einem Block B14 verrechnet, vorzugsweise unter
der in dem Block B14 angegebenen Berechnungsvorschrift. Das Ausgangssignal
des Blocks B14 ist ein dynamischer Sollwert MA_DYN_SP der dynamischen
Luftmasse MA_DYN.
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Ausgehend
von dem dynamischen Sollwert MA_DYN_SP der dynamischen Luftmasse
MA_DYN wird der dynamische Sollwert MAP_DYN_SP des Saugrohrdrucks
in einem zweiten Segment des Reglers ermittelt (5).
Dazu wird zunächst
eine zeitliche Ableitung einer Differenz aus einem Wert des Umgebungsdrucks
AMP und dem Endsollwert MAP_EN_SP des Saugrohrdrucks. Aus dieser
zeitlichen Ableitung kann über
eine Ableitung des Saugrohrdrucks nach der Luftmasse ein Sollwert MAF_KGH_DYN_SP
eines Luftmassenstroms in das Saugrohr 7 ermittelt werden.
Der Sollwert MAF_KGH_DYN_SP des Luftmassenstroms wird abhängig vom
Betriebszustand der Brennkraftmaschine durch Betriebsgrößen beschränkt, beispielsweise
durch Saugrohrdruckanstiegszeitkonstanten und/oder Saugrohrdruckabklingzeitkonstanten.
Abhängig
von dem Sollwert MAF_KGH_DYN_SP des Luftmassenstroms in das Saugrohr 7 kann über eine vorzugsweise
lineare Motordurchsatzfunktion der dynamische Sollwert MAP_DYN_SP
des Saugrohrdrucks ermittelt werden. Die lineare Motordurchsatzfunktion
ist durch eine Steigung SLOP und einen Y-Achsen-Abschnitt OFS definiert,
die durch Blöcke 15
bzw. B16 repräsentiert
werden.
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In
einem Block B17 und in einem Block B18 werden abhängig von
der Steigung SLOP der Motordurchsatzfunktion und dem Y-Achsen-Abschnitt
der Motordurchsatzfunktion und dem Sollwert MAF_KGH_DYN_SP des Luftmassenstroms
in das Saugrohr 7 der dynamische Sollwert MAP_DYN_SP des
Saugrohrdrucks ermittelt.
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Die
Erfindung ist nicht auf die angegebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise kann
der Regelkreis außerhalb
der Steuervorrichtung 25 angeordnet sein. Ferner kann bzw.
können
der Regelkreis und/oder Segmente des Regelkreises ein Softwareprodukt
sein.
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- 1
- Ansaugtrakt
- 2
- Motorblock
- 3
- Zylinderkopf
- 4
- Abgastrakt
- 5
- Drosselklappe
- 6
- Sammler
- 7
- Saugrohr
- 8
- Kurbelwelle
- 9
- Brennraum
- 10
- Pleuelstange
- 11
- Kolben
- 12
- Gaseinlassventil
- 13
- Gasauslassventil
- 14,
15
- Ventilantriebe
- 22
- Einspritzventil
- 23
- Zündkerze
- 24
- Abgaskatalysator
- 25
- Steuervorrichtung
- 26
- Pedalstellungsgeber
- 27
- Fahrpedal
- 28
- Luftmassensensor
- 30
- Drosselklappenstellungssensor
- 32
- Temperatursensor
- 34
- Saugrohrdrucksensor
- 36
- Kurbelwellenwinkelsensor
- Z1–Z4
- Zylinder
eins bis vier
- MAP_ST_SP
- Startsollwert
Saugrohrdruck
- MAP_EN_SP
- Endsollwert
Saugrohrdruck
- MAP_DIF
- Unterschied
Saugrohrdruck
- MAP_MES
- Messwert
Saugrohrdruck
- AMP
- Umgebungsdruck
- MAP_DYN_SP
- dynamischer
Sollwert Saugrohrdruck
- MA_DYN
- Luftmasse
- TIA_IM
- Temperatur
Saugrohr
- VOL_IM
- Volumen
Saugrohr
- NC_RA
- Konstante
- PQ
- Quotient
MAP/AMP
- N
- Drehzahl
- SLOP
- Steigung
- OFS
- Y-Achsen-Abschnitt
- MAF_KGH_DYN_SP
- Sollwert
Luftmassenstrom
- B1–B18
- Blöcke eins
bis achtzehn