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Phasenregelschleifen
(PLLs) werden in Datenkommunikations- und Telekommunikationsanwendungen verwendet,
um die Frequenz und Phase eines Signals zu verriegeln. Insbesondere
werden monolithische PLLs häufig
bei Takt- und Datenwiedergewinnungs-(CDR-)Anwendungen verwendet.
Eine typische monolithische PLL umfasst einen Phasendetektor, eine
Ladungspumpe, ein Schleifenfilter und einen spannungsgesteuerten
Oszillator (VCO), der ein VCO-Signal erzeugt. Monolithische PLLs,
die für
CDR verwendet werden, sind typischerweise in zwei Kategorien unterteilt:
entweder eine lineare PLL, die einen Linearphasendetektor des Hogge-Typs
verwendet oder eine binäre
oder „Bang-Bang"-PLL, die einen Binärphasendetektor
des Alexander-Typs verwendet.
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Eine
Leistungscharakteristik einer PLL ist die Drei-Dezibel-(3-dB-)Bandbreitenfrequenz.
Die 3-dB-Bandbreitenfrequenz
ist eine Messung des Frequenzbereichs, innerhalb dessen die PLL
in der Lage ist, Frequenzänderungen
des Eingangssignals zu verfolgen. Mit typischen linearen PLLs ist
die 3-dB-Bandbreitenfrequenz eine Funktion des Phasendetektorgewinns,
des Ladungspumpengewinns, des VCO-Gewinns und des Schleifen-Null-Widerstandswerts.
Der Phasendetektorgewinn, der Ladungspumpengewinn und der Schleifen-Null-Widerstand
können
jeweils um ± 20%
variieren, wobei der VCO-Gewinn häufig um 5-zu-1 oder mehr variiert.
Wenn ein VCO des Resonanz-LC-Typs (LC = Induktivität/Kapazität) verwendet
wird, ist die große Schwankung
in dem VCO-Gewinn zurückzuführen auf
die nichtlineare Kapazität
gegenüber
der Spannungscharakteristik von monolithischen variablen Kondensatoren
(d. h. Varaktoren) und der Invers-Quadratwurzelabhängigkeit
der VCO-Frequenz von der LC-Schwingkreiskapazität des VCO.
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Die
Schwankung des VCO-Gewinns in einer linearen PLL mit einem LC-Typ-VCO
kann reduziert werden durch Begrenzen des Spannungsbereichs, der
verwendet wird, um den VCO abzustimmen. Obwohl das Begrenzen des
Spannungsabstimmbereichs die Schwankung beim VCO-Gewinn reduziert,
begrenzt es auch den Frequenzbereich, über den der VCO abgestimmt
werden kann, und daher gibt es einen Kompromiss zwischen der Größe der Schwankung
bei dem VCO-Gewinn und dem Frequenzbereich eines VCO.
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Was
daher benötigt
wird, ist eine lineare PLL, die einen relativ konstanten Gewinn
und einen breiten Frequenzabstimmbereich aufweist.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine lineare Phasenregelschleife
und ein Verfahren zum Betreiben einer Phasenregelschleife mit verbesserten
Charakteristika zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Phasenregelschleife gemäß Anspruch 1 und 15 sowie ein
Verfahren gemäß Anspruch
9 gelöst.
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Eine
lineare PLL umfasst einen VCO mit einem ersten und zweiten Abstimmelement.
Das erste Abstimmelement ist proportional zu dem Phasenfehler zwischen
einem Eingangssignal und einem VCO-Signal eingestellt, und das zweite
Abstimmelement ist durch eine integrale Funktion des Phasenfehlers
eingestellt. Durch Konfigurieren des VCO mit getrennten Abstimmelementen,
die proportional zu dem Phasenfehler und durch eine integrale Funktion
des Phasefehlers getrennt eingestellt sind, hängt die 3-dB-Bandbreitenfrequenz der
linearen PLL hauptsächlich
von dem Phasendetektorgewinn und dem VCO-Gewinn ab, die durch die
proportionale Einstellung geliefert werden. Eine lineare PLL mit
getrennten proportionalen und integralen Abstimmelementen zeigt
einen relativ konstanten Gewinn über
einen relativ großen
Frequenzbereich.
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Andere
Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden von der folgenden
detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen
offensichtlich werden, die beispielhaft die Prinzipien der Erfindung
darstellen.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend mit Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
einer linearen PLL, die einen linearen Phasendetektor, einen Proportionalsignalweg
und einen Integrationssignalweg und einen VCO gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung umfasst;
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2 stellt
eine Schwingkreisschaltung eines LC-Typ-VCO dar, die in die lineare PLL von 1 eingebaut
werden kann;
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3 eine
funktionale Darstellung der linearen PLL von 1 und 2 in
dem Frequenzbereich;
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4A ist
ein Diagramm der Frequenz über
der integrierten VCO-Abstimmsignalspannung für eine lineare PLL mit einem
einzigen Abstimmelement für
eine lineare PLL mit einem ersten und zweiten Abstimmelement, wie
es oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist;
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4B ist
ein Diagramm des Gewinns über
der integrierten VCO-Abstimmsignalspannung für eine lineare PLL mit einem
einzigen Abstimmelement und für
eine lineare PLL mit einem ersten und zweiten Ab stimmelementen,
wie es oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist;
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4C ein
Diagramm eines relativen Gewinns über der integrierten VCO-Abstimmsignalspannung
für eine
lineare PLL mit einem einzigen Abstimmelement und für eine lineare
PLL mit einem ersten und einem zweiten Abstimmelement, wie es oben
mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist.
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5 ein
Diagramm eines relativen Gewinns über einer Frequenz für eine lineare
PLL mit einem einzigen Abstimmelement und für eine lineare PLL mit einem
ersten und zweiten Abstimmelement, wie es oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist;
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6 ein
Ausführungsbeispiel
der linearen PLL von 1, die einen Spannungsgewinnblock
zwischen dem Phasendetektor mit dem ersten Abstimmelement umfasst;
und
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7 ein
Prozessflussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben einer linearen
PLL, die einen VCO gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung umfasst.
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In
der Beschreibung werden ähnliche
Bezugszeichen verwendet, um ähnliche
Elemente zu identifizieren.
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Die
Aufgabe einer Phasenregelschleife (PLL) ist das Verriegeln der Phasenfrequenz
eines spannungsgesteuerten Oszillator-(VCO-)Signals mit einem Signal,
das hierin als Eingangssignal bezeichnet wird. Gemäß der Erfindung
umfasst eine lineare PLL einen VCO mit einem ersten und einem zweiten
Abstimmelement. Das erste Abstimmelement ist proportional zu dem
Phasenfehler zwischen einem Eingangssignal und einem VCO-Signal
eingestellt, und das zweiten Abstimmelement ist durch eine integrale
Funktion des Phasenfehlers eingestellt.
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1 stellt
ein Ausführungsbeispiel
einer linearen PLL 100 dar, die einen linearen Phasendetektor 102,
einen ersten Signalweg 104 (hierin bezeichnet als der „Proportional-" Signalweg), einen
zweiten Signalweg 106 (hierin bezeichnet als der „Integrations-" Signalweg) und einen
VCO 108. Bei dem Ausführungsbeispiel
von 1 ist der VCO ein Induktanz-Kapazitäts-(LC-)Typ-VCO,
der ein erstes und ein zweites Abstimmelement 110 und 112 umfasst,
die wie nachfolgend beschrieben eingestellt sind, um die Phase und
Frequenz des VCO-Signals mit dem Eingangssignal zu verriegeln.
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Mit
Bezugnahme auf 1 ist der lineare Phasendetektor 102 verbunden,
um ein Eingangssignal von einer Signalquelle (nicht gezeigt) und
einen Teil des VCO-Signals (VCOout) von
dem VCO 108 zu empfangen. Das Eingangssignal trägt Taktinformationen
und Daten, die wiederzugewinnen sind. Als Teil des Betriebs der linearen
PLL vergleicht der lineare Phasendetektor Übergänge des Eingangssignals mit Übergängen des VCO-Signals
und erzeugt ein Ausgangssignal, das das Vorzeichen und die Größe des Phasenfehles
zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal darstellt, wobei
das Vorzeichen anzeigt, ob die Phase des Eingangssignals der Phase
des VCO-Signals vorauseilt oder nacheilt. Bei dem Ausführungsbeispiel
von 1 ist der lineare Phasendetektor ein Hogge-Typ-Phasendetektor,
der eine Ausgangsspannung (Vpd) proportional
zu dem Phasenfehler zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal
erzeugt. Der Ausgang von dem linearen Phasendetektor wird an den
Proportionalsignalweg 104 und an den Integrationssignalweg 106 der
linearen PLL 100 geliefert.
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Der
Proportionalsignalweg 104 der linearen PLL 100 umfasst
eine Signalverbindung 116 zwischen dem linearen Phasendetektor 102 und
dem VCO 108. Bei dem Ausführungsbeispiel von 1 liefert
der Proportionalsignalweg eine Direktsignalverbindung zwischen dem
linearen Phasendetektor und dem ersten Abstimmelement 110 des
VCO. Der Proportionalsignalweg ermöglicht es, dass ein erstes
VCO-Abstimmsignal (das als proportionales VCO-Abstimmsignal bezeichnet
wird) direkt von dem linearen Phasendetektor an das erste Abstimmelement
geliefert wird. Das proportionale VCO-Abstimmsignal (in 1 als
Vtp identifiziert) ist proportional zu dem
Momentanphasenfehler zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal
(bei dem Beispiel von 1, Vpd =
Vtp). Das heißt, das proportionale VCO-Abstimmsignal
zeigt den Momentanphasenfehler als durch den linearen Phasendetektor
gemessen an. Das proportionale VCO-Abstimmsignal, wird verwendet, um das
erste Abstimmelement des VCO proportional zu dem Momentanphasenfehler
zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal abzustimmen. Der
Proportionalsignalweg kann auch einen Pol oder ein Tiefpassfilter
umfassen. Der Pol oder das Tiefpassfilter hat eine ausreichen hohe
Frequenz im Vergleich zu der Schleifenbandbreite, damit der Pol
oder das Tiefpassfilter die PLL-Dynamik nicht wesentlich beeinträchtigt. Selbst
wenn der Proportionalsignalweg einen Pol oder ein Tiefpassfilter
umfasst, wird der Proportionalsignalweg daher nach wie vor ein VCO-Abstimmsignal
liefern, das proportional zu dem Phasenfehler angesehen wird, im
Vergleich zu dem VCO-Abstimmsignal,
das von dem Integrationssignalweg 106 kommt.
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Der
Integrationssignalweg 106 der linearen PLL umfasst eine
Ladungspumpe 120 und ein Schleifenfilter 122.
Der Integrationssignalweg verbindet den linearen Phasendetektor 102 mit
dem zweiten Abstimmelement 112 des VCO 108 über die
Ladungspumpe und das Schleifenfilter. Mit Bezugnahme auf den Integrationssignalweg
wird das Ausgangssignal (z. B. Vpd) von
dem linearen Phasendetektor an die Ladungspumpe geliefert. Die Ladungspumpe
liefert ansprechend auf das Ausgangssignal von dem linearen Phasendetektor einen
Ladestrom an das Schleifenfilter. Der Ladestrom, der durch die Ladungspumpe
erzeugt wird, ist proportional zu dem Ausgangssignal von dem linearen
Phasendetektor. Der Ladestrom wird an das Schleifenfilter angelegt,
das eine Kapazität (C0) umfasst, die durch einen Kondensator 125 dargestellt
ist. Ein zweites VCO-Abstimmsignal (als integriertes VCO-Abstimmsignal bezeichnet)
wird ansprechend auf den Ladestrom von der Ladungspumpe und der
Schleifenfilterkapazität
erzeugt. Aufgrund des Schleifenfilters ist das integrierte VCO-Abstimmsignal
(in 1 als Vti identifiziert)
eine integrale Funktion des Phasenfehlers zwischen dem Eingangssignal
und dem VCO-Signal. Das heißt,
das integrierte VCO-Abstimmsignal
zeigt das Integral des Phasenfehlers über eine Integrationszeit an.
Das integrierte VCO-Abstimmsignal wird verwendet, um das zweite Abstimmelement
des VCO einzustellen. Der Integrationssignalweg, das integrierte
VCO-Abstimmsignal
und das zweite Abstimmelement ermöglichen es, dass der VCO als
eine integrale Funktion des Phasenfehlers abgestimmt wird.
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Der
Betrieb der in 1 dargestellten linearen PLL 100 umfasst
das Abstimmen des VCO 108 ansprechend auf die Rückkopplung
von dem Proportional- und Integrationssignalweg 104 und 106.
Beginnend an dem VCO, empfängt
der VCO zu Beschreibungszwecken das proportionale und integrierende
VCO-Abstimmsignal (Vtp bzw. Vti)
von dem Proportional- und Integrationssignalweg und erzeugt ein
VCO-Signal (VCOout) als eine Ausgabe. Ein
Teil des VCO-Signals (VCOout) wird zurückgeführt in den
linearen Phasendetektor 102, wie es durch die Rückkopplungsverbindung 128 angezeigt
ist. Der lineare Phasendetektor vergleicht die Phase des Eingangssignals
mit der Phase des VCO-Signals und erzeugt ein Ausgangssignal (z.
B. Vpd), das proportional zu dem Phasenfehler
zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal ist. Das Ausgangssignal
von dem linearen Phasendetektor wird an den Proportional- und Integrationssignalweg
geliefert, und die entsprechenden proportionalen und integrierenden
VCO-Abstimmsignale
werden verwendet, um das erste und zweite Abstimmelement 110 und 112 des
VCO einzustellen. Wie es oben beschrieben wurde, ermöglicht es
das erste Abstimmelement 110 des VCO 108, dass
der VCO proportional zu dem Phasenfehler abgestimmt wird und das zweite
Abstimmelement 112 des VCO ermöglicht es, dass der VCO als
eine integrale Funktion des Phasenfehlers abgestimmt wird.
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2 stellt
ein Ausführungsbeispiel
des Schwingkreises 130 des LC-Typ-VCO 108 von 1 dar.
Der Schwingkreis umfasst eine Induktivität (L), dargestellt durch einen
Induktor 132 und ein erstes und ein zweites Abstimmelement 134 und 136.
Bei dem Ausführungsbeispiel
von 2 sind das erste und das zweite Abstimmelement
spannungsvariable Kondensatoren (auch als Varaktoren bekannt). Das
erste Abstimmelement 134 ist ein Varaktor, der ansprechend
auf das proportionale VCO-Abstimmsignal (Vtp)
abgestimmt wird, und das zweite Abstimmelement 136 ist
ein Varaktor, der ansprechend auf das integrierte VCO-Abstimmsignal
(Vti) abgestimmt wird. Obwohl 2 ein
Beispiel eines VCO mit dem ersten und dem zweiten Abstimmelement
darstellt, können
das erste und zweite Abstimmelement jede Komponente oder Schaltung
sein, die die Frequenz des VCO ansprechend auf ein Abstimmsignal ändern kann.
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Die
Berechnung der 3-dB-Bandbreitenfrequenz der linearen PLL von 1 und 2 wird
nun mit Bezugnahme auf 3 beschrieben. 3 ist
eine funktionale Darstellung der linearen PLL von 1 und 2 in
dem Frequenzbereich. Diese Darstellung umfasst logische Summierer 140 und 142 und
ist praktisch für
die Verwendung beim Beschreiben der 3-dB-Bandbreitenfrequenzberechnung. Obwohl
Pole höherer
Ordnung vorliegen können,
sind dieselben für
die 3-dB-Bandbreitenfrequenzberechnung
nicht wesentlich. Die in 3 dargestellten Terme sind wie
folgt definiert:
- • φin =
Eingangsphase
- • φout = Ausgangsphase
- • Kpd = Phasendetektorgewinn 144 [Volt/2π Fehlerradiane]
- • GMcp = Ladungspumpensteilheit 146 [Ampere/Volt]
- • 1/sC
= Übertragungsfunktion
des Schleifenfilters
- • GMcp/sC = Übertragungsfunktion
von dem Eingang der Ladungsgruppe zu dem Eingang des VCO, umfasst
die La dungspumpe und den Integrationskondensator C
- • Kvco, p = VCO-Gewinn 148, beigetragen
von dem Proportionalsignalweg [Hz/Volt]
- • Kvco, i = VCO-Gewinn 150, beigetragen
von dem Integra tionssignalweg [Hz/Volt]
- • Kvco/s = Übertragungsfunktion
eines VCO, Integration der Frequenz zum Erhalten der Phasen
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Das
Lösen der
Schleifengleichungen von der funktionalen Darstellung von 3 ergibt
die folgende Übertragungsfunktion
für φout/φin:
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Die
Schleifengleichung (1) ist diejenige einer Schleife zweiter Ordnung.
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Bei
einigen Anwendungen (z. B. zum Erfüllen von SONET-Jitter-Spitzenwertbildungsspezifikationen) ist
es notwendig, dass die lineare PLL äußerst stabil ist. Im Wesentlichen
sollte die lineare PLL nahe zu der ersten Ordnung sein, für beinahe
zwei Frequenzdekaden unter der 3-dB-Bandbreitenfrequenz. Damit die lineare
PLL erster Ordnung ist, muss der Gewinn, der von dem Integrationssignalweg
beigetragen wird (wie definiert durch (Kpd·GMcp·Kvco,i)/(s·C)) klein sein, im Vergleich
zu dem Gewinn, der von dem Proportionalsignalweg (wie es definiert
ist durch Kpd Kvcd,p)
nahe der 3-dB-Bandbreitenfrequenz beigetragen wird.
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Bei
Frequenzen, wo der Gewinn, der von dem Integrationssignal beigetragen
wird, klein ist im Vergleich zu dem Gewinn, der von dem Proportionalsignalweg
beigetragen wird, reduziert sich die Schleifengleichung auf:
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Gleichung
(2) ist die Form eines einfachen Tiefpassfilters. Das Lösen der
3-dB-Bandbreitenfrequenz unter Verwendung der Gleichung (3) ergibt:
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Von
Gleichung (3) ist ersichtlich, dass die 3-dB-Bandbreitenfrequenz (f3dB)
der linearen PLL von 1 und 2 nur von
dem Phasendetektorgewinn (Kpd) und dem VCO-Gewinn
abhängt,
der von dem Proportionalsignalweg beigetragen wird (Kvco,p).
Bei einer herkömmlichen
Takt- und Datenwidergewinnungs-(CDR-)Linear-PLL-Architektur hat
der VCO einen einzigen Eingang von einem Integrationssignalweg und
ein einziges Abstimmelement, das ansprechend auf eine integrale
Funktion des Phasenfehlers eingestellt ist. Weil das Schleifenfilter
eine Integration und eine Null enthält, hängt die 3-dB-Bandbreitefrequenz
der herkömmlichen CDR-Linear-PLL von dem
Phasendetektorgewinn (Kpd), der Ladungspumpensteilheit
(GMcp), dem VCO-Gewinn (Kvco,i)
und dem Schleifen-Null-Widerstandswert ab, die alle zu Widersprüchen bei
der Gewinnantwort der PLL führen.
Die PLL, wie sie oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
st, ist für
einen relativ konstanten Gewinn leichter zu entwerfen, zumindest
bezüglich
Kvco,p, was die 3-dB-Bandbreitenfrequenz
einstellt.
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Die
lineare PLL, die mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist, hat eine Null bei der Frequenz, wo der Gewinn, der von dem
Proportionalsignalweg (Kpd·Kvco,p) getragen wird, gleich dem Gewinn ist, der
von dem Integrationssignalweg (Kpd·GMcp·Kvco,i)/(s·C) wird. Dies tritt auf bei:
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Die
Frequenz der Null ist wichtig zum Steuern von Jitterspitzenbildung.
Die Frequenz der Null sollte etwa zwei Dekaden oder mehr unter der
3-dB-Bandbreitenfrequenz liegen, oder eine übermäßige Spitzenbildung tritt auf.
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Wie
es durch die Gleichung (3) gezeigt ist, hängt die 3-dB-Bandbreitenfrequenz
für die
lineare PLL von 1 und 2 nur von
dem Phasendetektorgewinn (Kpd) und dem VCO-Gewinn
von dem Proportionalsignalweg 104 (Kvco,p)
ab, so dass das erste Abstimmelement 110 in einer Region
von relativ konstantem Gewinn betrieben werden sollte. Da der lineare
Phasendetektor 102 keine Einstellung der VCO-Frequenz bewirkt, wenn
die Schleife verriegelt ist (weil der Ausgang des Phasendetektors
proportional zu dem Phasenfehler ist und es keine Phasenfehler gibt,
wenn die Schleife verriegelt ist), sollte das erste Abstimmelement
bei Verriegelungsbedingungen einen konstanten Vorspannungspunkt
haben. Bei einer herkömmlichen
CDR-Linear-PLL mit einem VCO, der ein einzelnes Abstimmelement aufweist,
hat das einzelne Abstimmelement einen Vorspannungspunkt, der eingestellt
ist, um die korrekte Frequenz zu erreichen. Mit der linearen PLL,
die oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist, wird die Frequenzeinstellung (über den Integrationssignalweg)
von dem Proportionalsignalweg getrennt.
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Da
der Gewinn, der von dem Proportionalsignalweg 104 beigetragen
wird, von der Gesamtkapazität in
dem LC-Typ-VCO abhängt, ändert sich
der Gewinn mit der Frequenz. Dies liegt daran, dass die Frequenz durch
das integrierte VCO- Abstimmsignal
(Vtune,i) von dem Integrationssignalweg
eingestellt wird, das die Gesamtkapazität in dem LC-Typ-VCO einstellt.
Das Verhältnis
der ersten Abstimmelementkapazität
zu der zweiten Abstimmelementkapazität kann eingestellt werden,
um zwischen der Schwankung beim Gewinn und dem Bereich der Frequenzabdeckung
einen Kompromiss zu bilden. Falls das erste Abstimmelement einen
großen Anteil
der Gesamtkapazität
bildet, dann ist der Gewinn relativ flach, aber der Abstimmbereich
ist relativ klein. Umgekehrt, falls das erste Abstimmelement ein
kleiner Anteil der Gesamtkapazität
ist, dann variiert der Gewinn stärker,
aber der Frequenzabstimmbereich ist relativ groß.
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4A bis 4C sind
Diagramme von Frequenz, Gewinn und relativem Gewinn über der
integrierten VCO-Abstimmsignalspannung
für eine
lineare PLL mit einem einzelnen Abstimmelement und für eine lineare
PLL mit einem ersten und zweiten Abstimmelement, wie es oben mit
Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist. Die Diagramme des herkömmlichen
Ein-Abstimmelement-PLL werden durch das Bezugszeichen 200 identifiziert.
Für die
lineare PLL mit einem ersten und zweiten Abstimmelement gibt es
vier getrennte Diagramme für
die Fälle,
wo das Verhältnis
der Kapazität
zwischen dem ersten Abstimmelement und dem zweiten Abstimmelement
80:20, 60:40, 40:60 und 20:80 ist (diese Diagramme sind durch Bezugszeichen 80, 60, 40 bzw. 20 bezeichnet).
Wie es in den Diagrammen gezeigt ist, je mehr Kapazität dem ersten
Abstimmelement (dem Proportionalsignalweg) zugewiesen ist, um so
kleiner ist die Schwankung beim relativen Gewinn, aber um so kleiner
ist auch der Frequenzabstimmbereich.
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5 ist
ein Diagramm des relativen Gewinns über der Frequenz für eine lineare
PLL mit einem herkömmlichen
einzelnen Abstimmelement (gekennzeichnet durch das Bezugszeichen 200)
und für
eine lineare PLL mit einem ersten und zweiten Abstimmelement, wie
es oben mit Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
ist. Wie bei 4A–4C gibt
es für die
PLL mit dem ersten und zweiten Abstimmelement vier getrennte Diagramme
für die
Fälle,
wo das Verhältnis
der Kapazität
zwischen dem ersten Abstimmelement und dem zweiten Abstimmelement
80:20, 60:40, 40:60 und 20:80 ist (diese Diagramme werden durch
die Bezugszeichen 80, 60, 40 bzw. 20 gekennzeichnet).
Dieses Diagramm stellt dar, dass die lineare PLL von 1 und 2 ein
konstanteres Gewinnprofil erzeugt als die lineare PLL mit einem
einzigen Abstimmelement. Insbesondere hat die lineare PLL, wenn
20% der Gesamtkapazität
dem ersten Abstimmelement (dem Proportionalsignalweg) zugewiesen
sind, mehr konstanten Gewinn über
der Frequenz als jeder der anderen dargestellten Fälle. Für den gesamten
Bereich des 20%-Falles ist die relative Schwankung etwa 2:1. Für den gleichen
Frequenzbereich hat die herkömmliche
Ein-Abstimmelement-Konfiguration eine 5:1-Schwankung.
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Es
sollte darauf hingewiesen werden, dass der Gesamtwert des Gewinns
verringert ist, wenn zwei Abstimmelemente verwendet werden, wie
es oben beschrieben ist. Mit Bezugnahme auf 6 wird bei
einem Ausführungsbeispiel
der verlorene Gewinn wiederhergestellt durch Hinzufügen eines
Spannungsgewinnblocks 160 (z. B. eines Verstärkers) zwischen
dem linearen Phasendetektor 102 und dem ersten Abstimmelement 110.
Lineare Spannungsgewinnblöcke
sind in monolithischen Schaltungen leicht zu erreichen.
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Bei
den mit Bezugnahme auf 1 und 6 beschriebenen
Ausführungsbeispielen
umfasst der Integrationssignalweg eine Ladungspumpe 120 und
ein Schleifenfilter 122 zum Integrieren der Phasendetektorausgangsspannung
(Vpd). Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel
könnte
ein anderes Element oder Elemente, wie z. B. ein digitaler Auf/Ab-Zähler verwendet werden, um die
Phasendetektorausgangsspannung zu integrieren, um das integrierte
VCO-Abstimmsignal (Vti) zu erzeugen.
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7 ist
ein Prozessflussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben einer linearen
PLL, die einen VCO gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung umfasst. Bei Block 170 wird der Phasenfehler
zwischen einem Eingangssignal und einem VCO-Signal bestimmt. Bei
Block 172 wird ein erstes Abstimmelement des VCO proportional
zu dem Phasenfehler zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal
eingestellt. Bei Block 174 wird ein zweites Abstimmelement
des VCO ansprechend auf eine integrale Funktion des Phasenfehlers
zwischen dem Eingangssignal und dem VCO-Signal eingestellt.