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DE102006011248A1 - Gasturbinenbrennkammerwand mit Dämpfung von Brennkammerschwingungen mit integrierter Kühlung - Google Patents

Gasturbinenbrennkammerwand mit Dämpfung von Brennkammerschwingungen mit integrierter Kühlung Download PDF

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DE102006011248A1
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wall
combustion chamber
recesses
gas turbine
damping
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DE102006011248A
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Miklós Dr.-Ing. Gerendás
Sebastian Dr.-Ing. Bake
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Rolls Royce Deutschland Ltd and Co KG
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Rolls Royce Deutschland Ltd and Co KG
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Priority to US11/716,618 priority patent/US7874159B2/en
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gasturbinenbrennkammerwand mit einer äußeren Wandung und einer inneren Wandung, wobei die äußere Wandung (9) und die innere Wandung (10) im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen und durch einen Zwischenraum (14) zueinander beabstandet sind und wobei die äußere Wandung (9) zur Zuführung von Kühlluft mit Zuströmausnehmungen (8) versehen ist und die innere Wandung (10) mit Ausnehmungen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Wandung (10) mit Dämpfungsausnehmungen (17) versehen ist, deren jeweilige Mittelachse senkrecht zur inneren Wandung (10) angeordnet ist, sowie mit Kühlungsausnehmungen (18), deren jeweilige Mittelachse in einem Winkel zur inneren Wandung (10) geneigt ist, und dass der Zwischenraum (14) zwischen der äußeren Wandung (9) und der inneren Wandung (10) in Parzellen (19, 20) unterteilt ist, wobei in einem ersten Typ von Parzellen (19) zumindest eine Dämpfungsausnehmung (17) und in einem zweiten Typ von Parzellen (20) zumindest eine Kühlungsausnehmung (18) angeordnet sind.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Gasturbinenbrennkammerwand gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf eine Gasturbinenbrennkammerwand mit einer äußeren und einer inneren Wandung, welche voneinander beabstandet sind und jeweils Ausnehmungen zur Durchführung von Luft aufweisen.
  • Die GB 2 309 296 A beschreibt einen zweischichtigen Wandaufbau einer mager-brennenden Gasturbinenbrennkammer mit einer akustisch dämpfenden Wirkung auf hochfrequente Brennkammerschwingungen (angegeben ist ein Frequenzband von 3 bis 9 kHz) bei gleichzeitiger Kühlung der Brennkammerwand. Beides wird durch die Bohrungen senkrecht durch die Wand erreicht. Die äußere, kalte Brennkammerwand erzeugt die Prallkühlstrahlen auf die innere, heiße Wand, die Bohrungen durch die innere, heiße Wand entlassen die Prallkühlluft in die Brennkammer und erzeugen die Dämpfungswirkung.
  • Die US 6 907 736 beschreibt unter anderem einen parzellierten Dämpfer für eine Gasturbinenbrennkammer, welcher durch Abstimmung der Dicke der parzellierten Schicht auf die zu dämpfende Frequenz eine Hohlraumresonanz erzeugt und dadurch die Verbrennungsschwingung dämpft. Kühlung wird durch eingebettete Röhrchen in der äußeren, kalten Lage der Wandkonstruktion bereitgestellt, durch welche ein Fluid strömt (geschlossener Kreislauf des Kühlfluides, z.B. Wasserdampf).
  • Die Kühlung der Brennkammerwand muss durch die Prallkühlung auf der Rückseite der inneren, heißen Brennkammerwand sichergestellt werden, da eine brauchbare Dämpfungswirkung nur durch Löcher senkrecht durch die Brennkammerwand erreicht werden kann. Eine wirkungsvolle Filmkühlung ist durch eine solche Anordnung nur sehr begrenzt möglich. Wegen der mangelnden Kühlwirkung schränkt der Stand der Technik den Anwendungsbereich auf den Teil der Brennkammer ein, der sich im Bereich der divergenten Flammenfront befindet und somit nur einen Bruchteil der Brennkammerlänge abdeckt. Zusätzlich geht eine Dämpfungswirkung im kHz-Bereich (angegeben sind 3 bis 9 kHz) an den Anforderungen der Magerverbrennung vorbei, da die ersten Umfangsmoden bei den allgemein üblichen Ringbrennkammern je nach Größe im Bereich von 200 bis 1000 Hz liegen.
  • Eine Kühlung der Brennkammer durch ein anderes Fluid als Kompressoraustrittsluft, z.B. Wasserdampf, ist für ein Flugtriebwerk nicht praktikabel.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gasturbinenbrennkammerwand der eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit sowohl eine gute Kühlung als auch eine gute Dämpfung gewährleistet.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Hauptanspruchs gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß ist somit Folgendes vorgesehen:
    Die Brennkammerwand enthält somit erfindungsgemäß zwei Typen von Parzellen, welche von Kompressoraustrittsluft durchströmt werden (also auf beiden Seiten Öffnungen haben) und unterschiedliche geometrische Formen annehmen können, z.B. drei-, vier- oder sechseckig. In beiden Parzellentypen können Gruppen mit ein oder mehreren Bohrungen je Seite angeordnet sein. Der erste Typ enthält Bohrungen auf der heißen Seite der Brennkammerwand, welche senkrecht zur Oberfläche der Brennkammer stehen, und diese Parzelle ist für die Dämpfung von Brennkammerschwingungen verantwortlich. Der zweite Typ enthält Bohrungen auf der heißen Seite der Brennkammerwand, welche in einem geringen Winkel von z.B. 15 bis 30° zur Oberfläche angeordnet sind, und ist für die Kühlung verantwortlich. Die Zuströmung in die jeweilige Parzelle erfolgt in der Regel durch senkrechte Bohrungen auf der kalten Seite der Brennkammerwand. Durch die Funktionentrennung von Kühl- und Dämpfungsparzellen kann das Druckniveau zur Speisung der heißgasseitigen Austrittsöffnungen durch eine entsprechende Wahl der effektiven Strömungsflächen am Eintritt und Austritt der Parzelle für beide Typen unterschiedlich eingestellt werden. Die Parzellen haben entweder jeweils die gleiche geometrische Form mit mindestens drei Ecken (oder vier oder mehr Ecken) oder aber voneinander unterschiedliche Formen.
  • Erfindungsgemäß ergeben sich folgende Vorteile:
    Erfindungsgemäß wird kein weiteres Fluid zur Kühlung verwendet. Die Dämpfungsausnehmungen müssen keine Kühlwirkung mehr erzeugen. Durch die Funktionentrennung kann die Strömungsgeschwindigkeit in der brennkammerseitigen Austrittsöffnung für die jeweilige Funktion des Parzellentyps durch Abstimmung der Lochdurchmesser in der heißen und kalten Seite der Parzelle optimal eingestellt werden. Daher kann die Strömungsgeschwindigkeit in den Dämpfungsausnehmungen so weit abgesenkt werden (durch Reduzierung der Druckdifferenz zwischen Dämpfungsparzelle und Brennkammerinnenraum), so dass sie auch bei Frequenzen unterhalb von 1 kHz eine nennenswerte Dämpfungswirkung erzeugen. Die notwendige Kühlung der Wand wird durch die Gruppen von im flachen Winkel zur Oberfläche angestellten Bohrungen der Kühlungsparzellen erzeugt.
  • Die Kühl- und Dämpfungsparzellen können entlang der Brennkammerwand je nach lokaler Dämpfungs- und Kühlungsanforderung platziert werden. Die Kühlparzellen werden an den heißeren Stellen in einem dichteren Muster platziert.
  • Die Dämpfungsparzellen werden entsprechend der akustischen Modenformen in der Brennkammer zur Erreichung einer optimalen Dämpfung der Brennkammerschwingungen platziert.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
  • 1 eine schematische Seiten-Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Gasturbinenbrennkammer,
  • 2 eine Teil-Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels der Gasturbinenbrennkammerwand,
  • 3 eine Draufsicht auf einen ersten Dämpfungsparzellentyp,
  • 4 eine Draufsicht auf einen zweiten, Kühlungsparzellentyp, und
  • 5 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Brennkammerwand in radialer Richtung.
  • Die 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Kompressorauslass 1 mit Schaufeln sowie ein Brennkammeraußengehäuse 2 und ein Brennkammerinnengehäuse 3. Das Bezugszeichen 4 bezeichnet einen Brenner mit Arm und Kopf. Der Brennkammerkopf ist schematisch mit dem Bezugszeichen 5 bezeichnet, an ihn schließt sich eine mehrschichtige Brennkammerwand 6 an. Weiterhin sind mit dem Bezugszeichen 7 in schematischer Weise Turbineneinlassschaufeln bezeichnet.
  • Die 2 zeigt zunächst mit dem Pfeil 12 die Strömung der Kompressoraustrittsluft sowie mit dem Pfeil 13 die Strömungsrichtung der Flamme und des Rauchgases. Eine äußere, kalte Brennkammerwand 9 und eine innere, heiße Brennkammerwand 10 bilden die mehrschichtige Mehrkammerwand 6 gemäß 1.
  • Die Brennkammerwände 9 und 10 sind im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet und durch einen Zwischenraum 14 beabstandet. In der äußeren, kalten Brennkammerwand 9 sind eine Vielzahl von Zuströmausnehmungen 8 ausgebildet, deren Mittelachsen senkrecht zur Ebene der Brennkammerwand 9 angeordnet sind.
  • Mittels mehrerer Unterteilungswände 15 wird der Zwischenraum 14 in mehrere Kammern 16 unterteilt.
  • Die innere, heiße Brennkammerwand 10 umfasst Dämpfungsausnehmungen 17, deren Mittelachsen senkrecht zur Ebene der inneren Brennkammerwandung 10 angeordnet sind, sowie in einem Winkel angeordnete Kühlungsausnehmungen 18. Die Dimensionierung der Durchmesser der Dämpfungsausnehmungen 17 und der Kühlungsausnehmungen 18 können den jeweiligen Anforderungen angepasst werden, sie richten sich nach der Lage innerhalb der Brennkammer sowie nach den dort auftretenden Kühlungsbedingungen bzw. Schwingungsbedingungen, welche gedämpft werden sollen.
  • Die 3 und 4 zeigen jeweils Ansichten der beiden Typen von Parzellen. In diesem Beispiel sind die Parzellen dreieckig ausgebildet, sie können, wie bereits erwähnt, rechteckig, sechseckig, rhombusartig oder in sonstiger Weise ausgestaltet sein. Die 3 zeigt eine Parzelle 19, in welcher zwei Dämpfungsausnehmungen 17 angeordnet sind. Es handelt sich somit um einen Dämpfungstyp einer Parzelle. Demgegenüber zeigt die 4 einen Kühlungstyp einer Parzelle 20, in welcher geneigte Kühlungsausnehmungen 18 vorgesehen sind.
  • Die 5 zeigt eine Seitenansicht einer Brennkammerwand in radialer Richtung. Daraus ist zu ersehen, dass die Unterteilungswandungen 15 in dem in 5 gezeigten Ausführungsbeispiel rechteckige bzw. quadratische Parzellen erzeugen bzw. definieren. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ausgestaltung, so dass Parzellen 19, welche zur Dämpfung, sowie Parzellen 20, welche zur Kühlung dienen, in einem vorbestimmten Muster angeordnet sind. Dieses Muster richtet sich nach der Bauart und den Betriebsbedingungen der Gasturbinenbrennkammer und kann entsprechend modifiziert und optimiert werden.
  • 1
    Kompressorauslass mit Schaufeln
    2
    Brennkammeraußengehäuse
    3
    Brennkammerinnengehäuse
    4
    Brenner mit Arm und Kopf
    5
    Brennkammerkopf
    6
    Mehrschichtige Brennkammerwand
    7
    Turbineneinlassschaufeln
    8
    Zuströmausnehmung
    9
    Äußere, kalte Brennkammerwand
    10
    Innere, heiße Brennkammerwand
    11
    12
    Kompressoraustrittsluft
    13
    Flamme und Rauchgas
    14
    Zwischenraum zwischen heißer (10) und kalter (9) Brennkammerwand
    15
    Unterteilungswand
    16
    17
    Dämpfungsausnehmung
    18
    Kühlungsausnehmung
    19
    Dämpfungsparzelle
    20
    Kühlungsparzelle

Claims (6)

  1. Gasturbinenbrennkammerwand mit einer äußeren Wandung und einer innneren Wandung, wobei die äußere Wandung (9) und die innere Wandung (10) im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen und durch einen Zwischenraum (14) zueinander beabstandet sind und wobei die äußere Wandung (9) zur Zuführung von Kühlluft mit Zuströmausnehmungen (8) versehen ist und die innere Wandung (10) mit Ausnehmungen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Wandung (10) mit Dämpfungsausnehmungen (17) versehen ist, deren jeweilige Mittelachse senkrecht zur inneren Wandung (10) angeordnet ist, sowie mit Kühlungsausnehmungen (18), deren jeweilige Mittelachse in einem Winkel zur inneren Wandung (10) geneigt ist, und dass der Zwischenraum (14) zwischen der äußeren Wandung (9) und der inneren Wandung (10) in Parzellen (19, 20) unterteilt ist, wobei in einem ersten Typ von Parzellen (19) zumindest eine Dämpfungsausnehmung (17) und in einem zweiten Typ von Parzellen (20) zumindest eine Kühlungsaausnehmung (18) angeordnet sind.
  2. Gasturbinenbrennkammerwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Typen von Parzellen (19, 20) die gleiche drei- oder mehreckige geometrische Form aufweisen.
  3. Gasturbinenbrennkammerwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Parzellen (19, 20) zumindest teilweise voneinander unterschiedliche geometrische Formen aufweisen.
  4. Gasturbinenbrennkammerwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsausnehmungen (17) senkrecht zur Ebene der Brennkammerwandung (9, 10) angeordnet sind.
  5. Gasturbinenbrennkammerwand einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlungsausnehmungen (18) in einem Winkel von 15 bis 30° geneigt angeordnet sind.
  6. Gasturbinenbrennkammerwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Parzelle (19, 20) zumindest eine Kühlungsausnehmung (18) bzw. eine Dämpfungsausnehmung (19) angeordnet ist.
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