-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Gasturbine mit einem Kühlluft-Übertragungssystem
für Luft, welche
Laufschaufeln kühlt.
-
10 ist
eine Konzeptdarstellung der allgemeinen Konfiguration einer Gasturbine,
und 11 ist eine strukturelle Darstellung eines Kühlluft-Übertragungssystems
und dessen Peripherie in einem bekannten Gasturbinen-Typ.
-
In
einer Gasturbine wird, wie 10 zeigt, durch
einen Kompressor 51 komprimierte Luft einer Brennkammer 52 zugeführt, Verbrennungsgas
wird durch Verbrennung erzeugt nachdem Brennstoff zu der Druckluft
gemischt wurde, und in eine Turbine 53 eingeleitet, um
die Turbine 53 zu drehen, wobei Energie von einem Energiegenerator 54 durch
die Drehung der Turbine 53 erhalten wird. Da die Temperatur des
erzeugten Verbrennungsgases hoch ist, ist es notwendig, Laufschaufeln
und Leitschaufeln zu kühlen.
Zu diesem Zweck wird üblicherweise
ein Teil der Kühlluft
aus einer Kammer extrahiert, die an einer Austragsseite des Kompressors 51 zum
Speichern von Luft vorgesehen ist, und wird über ein Kühlluft-Übertragungssystem den Laufschaufeln
zugeführt.
-
Ein
Beispiel eines Kühlluft-Übertragungssystems,
das Kühlluft
für Laufschaufeln
und Leitschaufeln in der Gasturbine verwendet, wird mit Bezug auf 11 beschrieben.
Gemäß 11 sind
Laufschaufeln 33 der ersten Stufe in einem Kreis um eine
Rotorscheibe herum angeordnet, die koaxial mit dem Kompressor 51 ist.
Die Laufschaufeln 33 der ersten Stufe nehmen den Druck
eines Verbrennungsgases F2 von der Brennkammer 52 auf und
drehen die Rotorscheibe 34 der ersten Stufe. Auf ähnliche
Weise sind Leitschaufeln 32 der ersten Stufe in einem Kreis nahe
einer Kammer 42 so angeordnet, dass sie koaxial mit der
Rotorscheibe 34 der ersten Stufe sind. Die Leitschaufeln 32 der
ersten Stufe, die Laufschaufeln 33 der ersten Stufe und
die Rotorscheibe 34 der ersten Stufe bilden eine Einheit 31 der
ersten Stufe. Eine Einheit der zweiten Stufe und eine Einheit der dritten
Stufe (nicht gezeigt) sind ebenfalls koaxial mit der stromabwärtigen Seite
der Einheit 31 der ersten Stufe verbunden. Stromauf der
Einheit 31 der ersten Stufe ist ein Kühlluft-Übertragungssystem
vorgesehen, um Kühlluft
F1 für
die Laufschaufeln aus der benachbarten Kammer 42 in die
Rotorscheibe 34 der ersten Stufe einzuspeisen.
-
Das
Kühlluft-Übertragungssystem
umfasst TOBI-Düsen 45 (TOBI
= "Tangential Onboard
Injection") sowie
eine Dichtungsscheibe 46. Die Dichtungsscheibe 46 ist
koaxial mit der Rotorscheibe 34 der ersten Stufe verbunden
und dreht sich zusammen mit dieser. Die Dichtungsscheibe 46 umfasst Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 47,
die aus Durchgangslöchern
gebildet sind und die in gleichen Abständen in einem Kreis um die
Achse eines Rotors 41 herum angeordnet sind. Die Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 47 dienen
zum Leiten von aus der Kammer 42 extrahierter Kühlluft F1
zu der Einheit 31 der ersten Stufe. Die Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 47 sind
so angeordnet, dass ein durch Verbinden ihrer Mitten erhaltener
Kreis einen Teilungskreis bildet, der auf die Achse des Rotors 41 zentriert
ist.
-
Aus
dem Kompressor 51 ausgetragene Luft wird in der Kammer 42 gespeichert,
und ein Teil der aus der Kammer 42 extrahierten Kühlluft F1
wird vorübergehend
in eine Ablasskammer ("bleeding
chamber") 43 eingeleitet.
Die Ablasskammer 43 ist ein ringförmiger Raum, der von dem Rotor 41 und
einer Trennwand 48 umgeben ist, und dient zum gleichmäßigen Zuführen der
Kühlluft
F1 zu dem Kühlluft-Übertragungssystem. Die Kühlluft F1
wird aus der Kammer 42 über
die Ablasskammer 43 in das Kühlluft-Übertragungssystem eingespeist.
Die Kühlluft wird
der Rotorscheibe 34 der ersten Stufe und den Laufschaufeln 33 der
ersten Stufe über
einen Kühlluft-Einlass 44,
die TOBI-Düsen 45 und
die in der Dichtungsscheibe 46 vorgesehenen Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 47 zugeführt. Die
Kühlluft
F1 wird auch der Einheit der zweiten Stufe und der Einheit der dritten
Stufe (nicht gezeigt) zugeführt,
die stromab der Einheit 31 der ersten Stufe vorgesehen
sind, um Laufschaufeln in diesen Einheiten zu kühlen.
-
Während die
Ablasskammer 43 und die TOBI-Düsen 45 stationär sind,
drehen sich die Dichtungsscheibe 46 und die Rotorscheibe 34 der
ersten Stufe zusammen um die Achse des Rotors 41. Im allgemeinen
kommt es, wenn von den stationären
TOBI-Düsen 45 ausgestoßene Kühlluft F1
in die Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 47 der
sich drehenden Dichtungsscheibe 46 eingeleitet wird, zu
einem Energieverlust. Das heißt,
die Kühlluft
F1 hat eine Geschwindigkeitskomponente in der Umfangsrichtung der
Dichtungsscheibe 46, wenn sie jede Dichtungsscheiben-Kühlleitung 47 durchströmt, hat
aber keine solche Umfangsgeschwindigkeitskomponente unmittelbar
bevor sie aus der Ablasskammer 43 in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 47 eingeleitet
wird. Daher wird, wenn eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der
Kühlluft
F1 und der Dichtungsscheibe 46 besteht und die Kühlluft F1
in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 47 übertragen
wird, ein bestimmter Energieverlust (als Pumpverlust bezeichnet)
bei der Übertragung
verursacht. Der Pumpverlust wird hauptsächlich in Wärme umgewandelt. Das heißt, wenn
ein starker Pumpverlust verursacht wird, nimmt die Temperatur der
Kühlluft
F1 zu, wenn die Kühlluft F1
in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 47 der
Dichtungsscheibe 46 eingeleitet wird, und dies schwächt die
Kühlwirkung
der Laufschaufeln ab. Wenn hingegen der Pumpverlust gering ist,
kann der Temperaturanstieg begrenzt werden, die Kühlwirkung
der Laufschaufeln wird verbessert und der Gesamtwirkungsgrad der
Gasturbine wird angehoben. Daher ist es wichtig, den Pumpverlust
zu minimieren. Zu diesem Zweck muss der Kühlluft F1 eine Geschwindigkeitskomponente
in der Umfangsrichtung der Dichtungsscheibe 46 vermittelt
werden, wenn die Kühlluft
F1 in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 47 eingeleitet wird.
Die TOBI-Düsen 45 dienen
dazu, der Kühlluft F1
eine Umfangsgeschwindigkeitskomponente zu vermitteln, um diese zu
verwirbeln, wodurch der Pumpverlust verringert wird.
-
Die
TOBI-Düsen 45 bilden
herkömmlicherweise
einen Düsenring
mit einer Vielzahl von mit Schaufeln bzw. Flügeln versehenen Düsen darin.
Die TOBI-Düse 45 verwirbelt
Kühlluft
durch Austragen der Kühlluft
in der Drehrichtung der Dichtungsscheibe 46, um den Pumpverlust
zu verringern und den Gesamtwirkungsgrad der Gasturbine zu verbessern. Die
ungeprüften
japanischen Patentanmeldungen, Veröffentlichungsnummern 2004-100686
und 2004-003494 offenbaren Beispiele von Kühlluft-Übertragungssystemen, welche
bekannte Flügel-TOBI-Düsen 45 anwenden.
Ein Beispiel eines Düsenrings
mit Flügel-TOBI-Düsen ist
in 2 der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer
2004-003494 offenbart.
-
Die
ungeprüfte
japanische Patentveröffentlichung
Nr. 2004-003493 offenbart röhrenartige
TOBI-Düsen,
die Kühlluft
einer Schubausgleichsscheibe in einem Axialströmungskompressor zuführen.
-
Die
Flügel-TOBI-Düsen haben
aber eine komplizierte Struktur, und ihre Herstellungskosten sind
hoch. Ferner besteht eine Begrenzung bei der Installation der Flügel-TOBI-Düsen, da die TOBI-Düsen in der
Ablasskammer 43 installiert sind, die als schmaler ringförmiger Raum
dient, der innerhalb der Kammer 42 vorgesehen ist und von
der Trennwand 48 und dem Rotor 41 umgeben ist.
Andererseits können
die in der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer
2004-003493 offenbarten röhrenartigen
TOBI-Düsen
keine wirksame Wirbelströmung
erzeugen, und der Pumpverlust ist erhöht.
-
Die
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Gasturbine, die
die oben beschriebenen Probleme löst und die mit einem kompakten
und kostengünstigen
Kühlluft-Übertragungssystem
mit einem einfachen Aufbau ausgestattet ist.
-
Eine
Gasturbine gemäß einem
Aspekt der Erfindung umfasst die Merkmale des Patentanspruches 1.
Insbesondere umfasst sie ein Kühlluft-Übertragungssystem,
welches einen Teil von von einem Kompressor ausgetragener Luft in
eine Kammer extrahiert, und die den Teil der Luft als Kühlluft zu
einer Rotorscheibe übertragt.
Das Kühlluft-Übertragungssystem
umfasst mehrere röhrenförmige Düsen, die unabhängig in
einem Kreis innerhalb der Kammer angeordnet sind und einen Rotor
umgeben und die Kühlluft
ausstoßen
können,
und eine Dichtungsscheibe mit Dichtungsscheiben-Kühlleitungen,
die in einem Kreis um eine Achse des Rotors so angeordnet sind,
dass sie die von den rohrförmigen
Düsen ausgestoßene Kühlluft aufnehmen.
Jede der rohrförmigen
Düsen ist
so angeordnet, dass eine Achse der rohrförmigen Düse konstant eine Achse des
Rotors unter einem Neigungswinkel in einer Drehrichtung der Dichtungsscheibe
kreuzt.
-
Da
in diesem Fall TOBI-Düsen
mit einem einfacheren Aufbau als Flügel-TOBI-Düsen eingesetzt werden können, werden
die Kosten des Systems verringert. Da außerdem die Kühlluft einfach
verwirbelt werden kann, wird ein Pumpverlust verringert und der Wirkungsgrad
der Gasturbine verbessert.
-
Vorzugsweise
ist ein Schnittpunkt der Achse der rohrförmigen Düse und eine Oberfläche der
Dichtungsscheibe gegenüber
der rohrförmigen
Düse auf einem
Teilungskreis der Dichtungsscheiben-Kühlleitungen vorgesehen, wobei
der Teilungskreis an der Dichtungsscheibe so vorgesehen ist, dass
er auf die Achse des Rotors zentriert ist, und der Abstand zwischen
einem Ausgangsende der rohrförmigen
Düse und
dem Schnittpunkt so bestimmt ist, dass eine Strahlströmung der
Kühlluft
nicht gedämpft
wird.
-
Da
in diesem Fall die Strahlströmung
der aus der rohrförmigen
Düse ausgestoßenen Kühlluft nicht gedämpft wird,
wird ein Pumpverlust verringert.
-
Vorzugsweise
ist die Bohrung der rohrförmigen
Düse durch
den Druck und die Temperatur der Kühlluft bestimmt. Der Druck
der Kühlluft
ist durch einen Druckverlust, der in der rohrförmigen Düse verursacht wird, und durch
einen Kühlluft-Übertragungsverlust, der durch
eine relative Geschwindigkeitsdifferenz zwischen einer Umfangsgeschwindigkeitskomponente
der Kühlluft
und einer Umfangsgeschwindigkeit der Dichtungsscheibe bestimmt wird, bestimmt.
Die Temperatur der Kühlluft
wird durch eine Kühlluft-Temperaturänderung
bestimmt, die von einer Temperaturabnahme wird, welche der Expansionsrate
der Kühlluft
in der rohrförmigen
Düse entspricht,
sowie durch eine Kühlluft-Temperaturänderung,
die der relativen Geschwindigkeitsdifferenz entspricht, bestimmt.
-
Da
in diesem Fall die optimale Düsenbohrung
ausgewählt
werden kann, wird der Gesamtwirkungsgrad der Gasturbine verbessert.
-
Vorzugsweise
ist der Abstand zwischen dem Austrittsende der rohrförmigen Düse und dem Schnittpunkt
kleiner oder gleich dem Zehnfachen der Bohrung der rohrförmigen Düse.
-
In
diesem Fall erreicht der Kühlluftstrom
die Dichtungsscheiben-Kühlleitung
ohne Abnahme seiner Mittengeschwindigkeit. Daher kann der Kühlluftstrom
einfach in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung übertragen werden, und dies
verringert den Pumpverlust.
-
Vorzugsweise
umfasst die rohrförmige
Düse einen
Düsenkörper und
eine Düsenspitze,
die abnehmbar sind.
-
Da
in diesem Fall der Düsenkörper und
die Düsenspitze
einfach angebracht und abgenommen werden können, ist eine einfache Wartung
möglich.
-
Im
folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen zeigen:
-
1 eine
strukturelle Darstellung einer Gasturbine mit einem Kühlluft-Übertragungssystem gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung,
-
2 eine
Schnittansicht längs
einer Linie II-II in 1 zur Darstellung eines Anordnungsbeispiels
der rohrförmigen
Düsen bei
der ersten Ausführungsform,
-
3 eine
Vorderansicht einer Dichtungsscheibe bei der ersten Ausführungsform,
-
4A eine
perspektivische Ansicht des Kühlluft-Übertragungssystems zur Darstellung
der dreidimensionalen Beziehung zwischen den Komponenten,
-
4B eine
Schnittansicht längs
einer Linie IVB-IVB in 4A, und
-
4C eine
Schnittansicht längs
einer Linie IVC-IVC in 4B,
-
5A eine
erläuternde
Darstellung der Beziehung zwischen einer Umfangsgeschwindigkeitskomponente
von Kühlluft
und der Umfangsgeschwindigkeit der Dichtungsscheibe,
-
5B eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Temperaturänderung
der Kühlluft
und der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut), die durch die Übertragung
verursacht wird, und
-
5C eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Kühlluft-Übertragungsverlust und
der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut),
-
6 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Geschwindigkeitsverhältnis der
Kühlluft
(V/Vm) und dem Verhältnis
L/D,
-
7A und 7B strukturelle
Darstellungen der rohrförmigen
Düsen bei
der ersten Ausführungsform,
-
8 eine
graphische Darstellung der Änderungen
im Druck der Kühlluft,
-
9 ein
Ablaufdiagramm zur Darstellung der Verfahrensweise zum Berechnen
der Drücke
der Kühlluft,
-
10 eine
Konzeptdarstellung der allgemeinen Konfiguration einer Gasturbine,
und
-
11 eine
strukturelle Darstellung eines Kühlluft-Übertragungssystems und seiner
Peripherie bei einem bekannten Gasturbinen-Typ.
-
Im
folgenden wird zwar eine Ausführungsform
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
es ist jedoch anzumerken, dass die Ausführungsform nur exemplarisch
ist und den Schutzumfang der Erfindung nicht einschränkt. Komponenten,
die ähnlich
denjenigen im Stand der Technik sind, werden mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet und detaillierte Beschreibungen hiervon entfallen.
-
Im
folgenden wird zunächst
eine Gasturbine, die ein Kühlluft-Übertragungssystem
gemäß der Erfindung
aufweist, beschrieben. Das Konzept einer Gasturbine mit einem Kompressor,
einer Brennkammer und einer Turbine wurde bei der Beschreibung des
Hintergrunds der Erfindung vermittelt, und daher entfällt eine
detaillierte Beschreibung hiervon. Gemäß 1 umfasst
ein Kühlluft-Übertragungssystem 1,
das den Kern der Erfindung bildet, eine Gruppe 2 aus mehreren
rohrförmigen
Düsen 11,
die an einer Innenfläche
einer Trennwand 48 innerhalb einer Kammer 42 vorgesehen
sind, welche von dem Kompressor ausgetragene Luft speichert, sowie
eine Dichtungsscheibe 3, die stromab von und nahe an der
Gruppe 2 rohrförmiger
Düsen 2 vorgesehen
ist und Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 aufweist. Die
Gruppe 2 rohrförmiger
Düsen 2 dient
zum Extrahieren eines Teils der Luft aus der Kammer 42 und zum
Zuführen
von Kühlluft
F1 zu den Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 der
Dichtungsscheibe 3. Die rohrförmigen Düsen 11 in der Gruppe 2 sind
an der innerhalb der Kammmer 42 vorgesehenen Trennwand 48 angebracht
und sind separat in einem Kreis um einen Rotor 41 angeordnet,
wodurch eine rohrartige TOBI-Düseneinheit
gebildet wird.
-
Die
Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 sind nahe
dem Außenumfang
der Dichtungsscheibe 3 angrenzend an die Gruppe 2 rohrförmiger Düsen so vorgesehen,
dass sie sich durch die Dichtungsscheibe 3 und parallel
zu einer Rotorachse 41a erstrecken und in einem Kreis gleich
beabstandet sind. Die Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 nehmen
von den rohrförmigen
Düsen 11 ausgestoßene Kühlluft F1 auf,
und führen
die Kühlluft
F1 einer ersten, stromab hiervon vorgesehenen Rotorscheibe 34 zu.
Die Kühlluft
F1 kühlt
Laufschaufeln, bevor sie schließlich
aus an den Enden bzw. Außenseiten
der Laufschaufeln vorgesehenen Kühllöchern in
Verbrennungsgas ausgestoßen
wird.
-
2 zeigt
ein Beispiel, bei dem die Gruppe 2 rohrförmiger Düsen acht
rohrförmige
Düsen 11 umfasst
(ein Schnitt längs
einer Linie II-II in 1). Um den Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 der
Dichtungsscheibe 3 gleichmäßig Kühlluft zuzuführen, ist vorzuziehen,
dass eine Anzahl von 4 bis 32 rohrförmiger Düsen 11, gleichmäßig in einem
Kreis um die Rotorachse 41 herum beabstandet sind. Wenn
die Anzahl der rohrförmigen
Düsen 11 drei
oder weniger beträgt,
ist es schwierig, die Kühlluft
gleichmäßig zu verteilen.
Wenn hingegen die Anzahl der rohrförmigen Düsen 11 32 überschreitet,
ist es schwierig, einen ausreichenden Montageraum sicherzustellen, und
dies erhöht
die Kosten. In 2 stellt ein Kreis A3 einen
Düsenkörper-Mittenteilungskreis
dar, der durch Verbinden der Mittelpunkte (Punkte A in 4A)
der Düsenkörper 12,
welche die rohrförmigen
Düsen 11 festlegen,
gebildet ist. Das heißt,
mehrere rohrförmige
Düsen 11 sind
separat in einem Kreis auf dem Düsenkörper-Mittenteilungskreis
A3 angeordnet. 3 ist eine Vorderansicht eines
Beispiels einer Dichtungsscheibe 3 (eine Schnittansicht längs einer
Linie II-II in 1). Ein Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis A2
ist durch Verbinden der Mittelpunkte der Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 gebildet.
-
4A zeigt
dreidimensional die Positionsbeziehung zwischen den rohrförmigen Düsen 11 und den
Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4.
Die Dichtungsscheibe 3 dreht sich gemeinsam mit dem Rotor 41 (1 und 3).
Es sind zwar mehrere rohrförmige
Düsen 11 auf
dem Düsenkörper-Mittenteilungskreis
A3 angeordnet, wegen der einfacheren Erklärung ist aber nur eine rohrförmige Düse 11 in 4A dargestellt.
Die 4B und 4C sind
eine Seitenansicht (eine Schnittansicht längs einer Linie IVB-IVB in 4A)
bzw. eine Draufsicht (eine Schnittansicht längs einer Linie IVC-IVC in 4B),
welche die Beziehung zwischen der rohrförmigen Düse 11 und den Dichtungsscheiben-Kühlleitungen 4 zeigen.
In 4A stellt ein Punkt 0 einen Rotor-Mittelpunkt
auf einer Dichtungsscheiben-Drehfläche 3a der Dichtungsscheibe 3 dar,
eine X-Achse stellt eine durch den Punkt 0 senkrecht zu der Rotorachse 41a hindurchgehende
Achse dar, eine Y-Achse stellt eine Horizontalachse dar, die mit
der Rotorachse 41a koinzidiert, und eine Z-Achse stellt
eine Horizontalachse dar, die durch den Punkt 0 orthogonal zu der Y-Achse
verläuft.
Ferner stellt ein Punkt A den Mittelpunkt des Düsenkörpers 12 der rohrförmigen Düse 11 dar
(7A und 7B), ein
Punkt B stellt einen Schnittpunkt einer Achse der rohrförmigen Düse A1 (eine
Linie, die sich von dem axialen Zentrum an einem Ausgang der rohrförmigen Düse 11 erstreckt) mit
dem Teilungskreis A2 der Dichtungsscheiben-Kühlleitungen
dar, ein Punkt C stellt einen Schnittpunkt einer parallel zu der
Y-Achse vom Punkt A auf die X-Achse fallenden Senkrechten dar, und
ein Punkt D stellt einen Schnittpunkt einer parallel zu der Z-Achse
vom Punkt B auf die X-Achse fallenden Senkrechten dar.
-
Die
an der Trennwand 48 angebrachte rohrförmige Düse 11 ist stationär. Andererseits
drehen sich die benachbarte Dichtungsscheibe 3 und die stromabwärtige erste
Rotorscheibe 34 gemeinsam mit dem Rotor 41. Daher
ist es für
die ungehinderte Strömung
der Kühlluft
F1 von der rohrförmigen
Düse in
die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 nötig, die Kühlluft F1
zu verwirbeln. In der Flügel-TOBI-Düse, die
bei der Beschreibung des Standes der Technik erläutert wurde, sind mehrere Schaufeln
bzw. Flügel
in einem Kreis innerhalb eines Düsenrings
angeordnet, und Kühlluft
wird in der Umfangsrichtung innerhalb des Düsenrings durch die Flügel verwirbelt,
und den benachbarten Dichtungsscheiben-Kühlleitungen zugeführt. Die
rohrartige TOBI-Düse
hat keine so komplizierte Flügelstruktur.
-
Wenn
die in der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer 2004-003493
offenbarte rohrartige TOBI-Düse
verwendet wird, ist die Richtung, in der Kühlluft aus der rohrförmigen Düse ausgestoßen wird
(Achse der rohrförmigen
Düse),
parallel zu der Rotorachse. Das heißt, Kühlluft wird entlang einer Ebene
ausgestoßen,
die den Punkt A enthält
der parallel zu der Rotorachse 41a ist, und die senkrecht
zu einer Ebene ist, welche die Rotorachse 41a und den Punkt
A enthält
(nachstehend als Düsen-Blasebene
bezeichnet). Wenn die Achse der rohrförmigen Düse A1, die durch die entlang
dieser Ebene ausgestoßene
Kühlluft
gebildet wird, auf die Düsen-Blasebene
projiziert wird, ist sie konstant parallel zu der Rotorachse 41a auf der
Düsen-Blasebene als Projektionsebene.
Ist die rohrförmige
Düse wie
bei der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer 2004-003493
positioniert, muss der Neigungswinkel zwischen der Achse der rohrförmigen Düse A1 und der
Rotorachse 41a (Winkel α in 4C)
bis zu einem gewissen Maß groß sein,
um eine Wirbelströmung
zu erzielen. Wenn aber der Neigungswinkel zu groß ist, weicht die Richtung
der aus der rohrförmigen
Düse 11 ausgestoßenen Kühlluft nach
außen von
dem Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis
A2 ab. Obwohl der Neigungswinkel bis zu einem gewissen Grad durch
Absenken der Montageposition der rohrförmigen Düse 11 zu der Rotorachse 41a erhöht werden
kann, um eine Abweichung nach außen zu vermeiden, ist wegen
des ungenügenden Raums
zwischen der rohrförmigen
Düse 11 und
der Außenfläche des
Rotors 41 der Raum, in dem die Montageposition abgesenkt
wird, begrenzt, und auch der Neigungswinkel ist begrenzt. Daher
ist es unmöglich,
bei diesem Verfahren eine wirksame Wirbelströmung zu erzielen.
-
Hingegen
ist bei der rohrartigen TOBI-Düse gemäß der Erfindung
zur Verwirbelung der Kühlluft F1
die rohrförmige
Düse 11 in
einem Abstand von der Dichtungsscheibe 3 so angeordnet,
dass die Achse der rohrförmigen
Düse A1
unter einem vorbestimmten Winkel in Bezug auf die Rotorachse 41a in
der Drehrichtung der Dichtungsscheibe 3 geneigt ist. Genauer
gesagt muss die rohrförmige
Düse 11 so
angeordnet werden, dass, wenn die Achse der rohrförmigen Düse A1 auf
die Düsen-Blasebene projiziert
wird, eine Achse der rohrförmigen
Düse auf
der Projektionsebene (als projizierte Achse der rohrförmigen Düse A11 bezeichnet)
die Rotorachse 41a immer auf der gleichen Projektionsebene
und mit einem vorbestimmten Winkel in der Drehrichtung der Dichtungsscheibe 3 kreuzt.
In 4A bedeutet die Drehrichtung der Dichtungsscheibe 3 die
Richtung im Uhrzeigersinn, wenn die Dichtungsscheiben-Drehfläche 3a von
der Seite der rohrförmigen
Düse 11 aus
betrachtet wird. Die 4B und 4C zeigen
einen Fall, bei dem die Achse der rohrförmigen Düse A1 auf eine zu der Rotorachse 41a parallele
und zu der Düsen-Blasebene
orthogonale Ebene projiziert ist. In 4B und 4C entspricht
die Achse der rohrförmigen
Düse A1
der projizierten Achse der rohrförmigen
Düse A11.
-
Im
folgenden wird eine Struktur zum Erzeugen einer Wirbelströmung im
einzelnen unter Bezugnahme auf 4B und 4C beschrieben.
Die rohrförmige
Düse 11 ist
stromauf der benachbarten Dichtungsscheibe 3 und in einem
vorbestimmten Abstand von der Drehfläche 3a der Dichtungsscheibe 3 angeordnet.
Kühlluft
F1 wird von der rohrförmigen Düse 11 zu
dem Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis
A2 auf der Dichtungsscheibe 3 entlang der Achse der rohrförmigen Düse A1 (der projizierten
Achse der rohrförmigen
Düse A11)
ausgestoßen.
Das heißt,
der Montagewinkel der rohrförmigen
Düse 11 ist
so gewählt,
dass die Achse der rohrförmigen
Düse A1
(die projizierte Achse der rohrförmigen
Düse A11)
gegenüber
der Rotorachse 41a unter einem vorbestimmten Winkel in
der Drehrichtung der Dichtungsscheibe 3 geneigt ist. Infolgedessen
kreuzt die Achse der rohrförmigen
Düse A1
die Dichtungsscheiben-Drehfläche 3a an
einem Punkt B auf dem Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis A2.
Das heißt,
der Montagewinkel ist durch den Winkel β (Teilungswinkel) dargestellt,
der zwischen der Achse der rohrförmigen
Düse A1
(der projizierten Achse der rohrförmigen Düse A11) und der Rotorachse 41a in 4B gebildet
ist, und durch den Winkel α (Verwirbelungswinkel),
der zwischen der Achse der rohrförmigen
Düse A1
(der projizierten Achse der rohrförmigen Düse A11) und der Rotorachse 41a in 4C gebildet
ist. Der Montagewinkel der rohrförmigen
Düse 11 ist
so gewählt,
dass der Winkel α (Verwirbelungswinkel)
und der Winkel β (Teilungswinkel)
jeweils einen vorbestimmten Winkel in Bezug auf die Rotorachse 41a bilden.
Wenn die rohrförmige Düse 11 wie
bei der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnummer 2004-003493,
angeordnet ist, beträgt
der Teilungswinkel β in 4B Null,
und die Achse der rohrförmigen
Düse A1
(die projizierte Achse der rohrförmigen Düse A11)
ist parallel zu der Rotorachse 41a.
-
Wenn
der zwischen der Achse der rohrförmigen
Düse A1
(der projizierten Achse der rohrförmigen Düse A11) und der Dichtungsscheiben-Drehfläche 3a gebildete
Winkel als δ bzw. γ in den 4B und 4C bezeichnet
wird, kann aus der rohrförmigen Düse 11 ausgestoßene Kühlluft F1
besser bzw. gleichmäßiger verwirbelt
werden, indem die rohrförmige
Düse 11 so
angebracht wird, dass die Winkel α und β groß sind und
die Winkel δ und γ klein. Da
jedoch die rohrförmige
Düse 11 direkt über der
Außenfläche des
Rotors 41 angeordnet ist, ist ihr Montageraum begrenzt.
Falls der Montagewinkel zu groß ist, beeinflußt daher
die Achse der rohrförmigen
Düse A1 den
Rotor 41, und dies stört
die aus der rohrförmigen Düse 11 ausgestoßene Kühlluft F1.
In Normalfällen wird
der Winkel α in
dem Bereich von 45° bis
90° eingestellt,
vorzugsweise von 50° bis
80°, und
der Winkel β wird
in dem Bereich von 0° bis
45° eingestellt, vorzugsweise
von 10° bis
40°. Indem
der Montagewinkel so eingestellt wird, kann der aus der rohrförmigen Düse 11 ausgestoßenen Kühlluft F1
eine Geschwindigkeitskomponente in der Rotor-Umfangsrichtung vermittelt
werden. Infolgedessen wird die Kühlluft
F1 wirksam verwirbelt und kann einfach in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragen
werden. Dies verringert einen sich aus der Übertragung ergebenden Druckverlust.
-
Unter
Bezugnahme auf die 5A bis 5C wird
eine spezifische Beschreibung der Beziehung zwischen der relativen
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Kühlluft F1 und der Dichtungsscheibe 3,
dem Druckverlust und der Kühlluft-Temperaturänderung,
die entsteht, wenn die Kühlluft
F1 in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragen wird,
gegeben. Wie in 5A gezeigt ist, strömt aus der
rohrförmigen
Düse 11 ausgestoßene Kühlluft F1 entlang
der Achse der rohrförmigen
Düse A1
und erreicht den Punkt B an der Dichtungsscheiben-Drehfläche 3a.
Die Kühlluft
F1 erreicht den Punkt B mit einer Strömungsgeschwindigkeit (V) in
der Richtung der Achse der rohrförmigen
Düse A1,
und mit einer Umfangsgeschwindigkeitskomponente (Vt) und einer Axialgeschwindigkeitskomponente
(VA). Wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Dichtungsscheibe 3 am Punkt
B als Ut bezeichnet wird, ist vorzuziehen, dass die relative Geschwindigkeitsdifferenz
(Vt-Ut) zwischen der Umfangsgeschwindigkeit Ut und der Umfangsgeschwindigkeitskomponente
Vt der Kühlluft
F1 klein ist, damit die Kühlluft
F1 reibungslos in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragen
wird.
-
In
einer graphischen Darstellung der 5B gibt
die Horizontalachse die relative Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut)
an, und die Vertikalachse gibt die Temperaturänderung der Kühlluft in
Abhängigkeit von
der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) an. Diese graphische
Darstellung wurde experimentell erstellt. Wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz
(Vt-Ut) Null beträgt,
wird die Temperatur der Kühlluft
durch die Übertragung
nicht verändert.
Wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz zu der positiven Seite
hin zunimmt, nimmt die Temperaturänderung der Kühlluft zu
der negativen Seite hin zu. Das heißt, die Temperatur der Kühlluft nimmt
nach der Übertragung
relativ ab. Wenn hingegen die relative Geschwindigkeitsdifferenz
(Vt-Ut) zur negativen Seite hin zunimmt, nimmt die Temperaturänderung
der Kühlluft
im Gegensatz zu der obigen Feststellung zu der positiven Seite hin
zu, und die Temperatur der Kühlluft
steigt nach der Übertragung.
-
Wenn
in 5B die Vertikalachse statt der oben beschriebenen
Temperaturänderung
der Kühlluft
den Pumpverlust angibt, kann die Beziehung zwischen dem Pumpverlust
und der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) abgelesen werden.
Das heißt,
wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) zur positiven
Seite hin zunimmt, nimmt der Pumpverlust zur negativen Seite hin
zu, und der Wirkungsgrad der Turbine steigt an. Wenn hingegen die relative
Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) zur negativen Seite hin zunimmt,
nimmt der Pumpverlust zur positiven Seite hin zu und der Wirkungsgrad
der Turbine sinkt.
-
In 5C gibt
die Horizontalachse die relative Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut)
an, und die Vertikalachse gibt den Kühlluft-Übertragungsverlust in Abhängigkeit
von der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) an. Der Kühlluft-Übertragungsverlust wird durch
einen Druckverlust infolge der relativen Geschwindigkeitsdifferenz
(Vt-Ut) und einen Druckverlust infolge beispielsweise einer kontrahierten Strömung verursacht,
die entsteht, wenn die Kühlluft in
die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 einströmt. Der
Kühlluft-Übertragungsverlust wird experimentell berechnet.
Wie in 5C gezeigt ist, ist der Kühlluft-Übertragungsverlust
minimal, wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) Null
beträgt,
und nimmt zu, wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz zur positiven
Seite und zur negativen Seite hin zunimmt.
-
Die
Positionsbeziehung zwischen der rohrförmigen Düse 11 und der Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 wird
nun unter dem Gesichtspunkt der Dämpfung von aus der rohrförmigen Düse 11 ausgestoßener Kühlluft F1
beschrieben.
-
Im
allgemeinen tendiert ein Kühlluft-Strömungsstrahl,
der von einem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse 11 ausgestoßen wird,
dazu gedämpft
zu werden, und seine Strömungsgeschwindigkeit
tendiert in Abhängigkeit
von dem Abstand vom Austrittsende 11a dazu, abzunehmen.
Daher ist vorzuziehen, die rohrförmige
Düse 11 und
die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 innerhalb
einer Distanz so anzuordnen, dass der Strömungsstrahl kaum gedämpft wird.
Wenn der Abstand zwischen dem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse und dem
Punkt B in 4A zu groß ist, wird ein Kühlluft-Strömungsstrahl
von der rohrförmigen
Düse 11 stark
gedämpft, bevor
er den Punkt B erreicht, und die Strömungsgeschwindigkeit V der
Kühlluft
F1 in der Richtung der Achse der rohrförmigen Düse A1 nimmt ab. Wenn die Strömungsgeschwindigkeit
V abnimmt, verringert sich die relative Geschwindigkeitsdifferenz
oder weicht zur negativen Seite hin ab. Insbesondere wenn die relative
Geschwindigkeitsdifferenz zu der negativen Seite hin abweicht, bestehen
nachteilige Einflüsse
hinsichtlich der Temperaturänderung
und des Übertragungsverlusts
von Kühlluft
sowie des Pumpverlustes. Auch wenn die relative Geschwindigkeitsdifferenz
zur negativen Seite hin abweicht, kann jedoch der Wirkungsgrad der
Gasturbine wirksamer verbessert werden als bei den herkömmlichen
Gasturbinen, bei denen es schwierig ist, eine Fügel-TOBI-Düse anzubringen.
-
6 zeigt
den Grad der Dämpfung
eines Kühlluft-Strömungsstrahls
in Abhängigkeit
von dem Abstand von dem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse. In 6 gibt
die Horizontalachse das Verhältnis
(L/D) des Abstands L zwischen dem Austrittsende 11a der
rohrförmigen
Düse und
dem Punkt B und der Bohrung D der rohrförmigen Düse 11 an, und die
Vertikalachse gibt das Verhältnis
(V/Vm) der maximalen Blasgeschwindigkeit (Vm) des Kühlluft-Strömungsstrahls
und der Kühlluft-Strömungsgeschwindigkeit (V)
an. Die maximale Kühlluft-Blasgeschwindigkeit (Vm)
bezieht sich auf die Strömungsgeschwindigkeit der
Kühlluft
F1 unmittelbar nachdem die Kühlluft
F1 aus dem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse ausgestoßen worden ist. Wie in 6 gezeigt
ist, nimmt die Mittelgeschwindigkeit der Kühlluft F1 kaum ab, wenn das
Verhältnis
L/D 10 oder weniger beträgt. Wenn
hingegen das Verhältnis
L/D 10 übersteigt, nimmt
die Mittengeschwindigkeit bemerkenswert ab. Das heißt, wenn
das Verhältnis
L/D 10 oder weniger beträgt,
verursacht die Abnahme der Dämpfungsrate des
Strömungsstrahls
der Kühlluft
F1 kein Problem. Wenn hingegen die Rate L/D 10 übersteigt, hat die Abnahme
der Dämpfungsrate
der Strahlströmung eine
nachteilige Auswirkung. Wenn davon ausgegangen wird, dass die Strahlströmung der
Kühlluft
F1 in einem Bereich nicht gedämpft
wird, so dass die Mittengeschwindigkeit der Kühlluft F1 nicht abnimmt, ist vorzuziehen,
den Abstand L von dem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse so festzulegen,
dass er kleiner oder gleich dem Zehnfachen der Düsenbohrung D ist, in der die
Strahlströmung
nicht gedämpft wird.
Diese Beziehung zwischen der Länge
L und der Bohrung D wird mit Bezug auf 4A beschrieben. Wenn
der Mittelpunkt des Austrittsendes 11a der rohrförmigen Düse als E
in 4A bezeichnet wird, entspricht die Länge zwischen
den beiden Punkten B und E auf der Achse der rohrförmigen Düse A1 dem oben
beschriebenen Abstand L. Durch Einstellen der Länge L zwischen den Punkten
B und E auf das Zehnfache der Düsenbohrung
D kann eine Dämpfung
der Strahlströmung
der Kühlluft
F1 gemindert werden.
-
Im
folgenden wird die Struktur der rohrförmigen Düse 11 beschrieben.
Wie in den 7A und 7B gezeigt
ist, umfasst die rohrförmige
Düse 11 einen
Düsenkörper 12,
eine Düsenspitze 13,
einen Düsenflansch 14 und
einen Montagebolzen 15. Die rohrförmige Düsen ist an der Trennwand 48 durch Anbringen
des Düsenflansches 14 an
einer Innenfläche
der Trennwand 48 durch den Montagebolzen 15 befestigt.
Die Bolzenbefestigung gestattet es, Düsen unabhängig anzubringen und abzunehmen,
und es ist nicht notwendig, alle Düsen zusammen zu ersetzen, im
Gegensatz zu dem Dichtungsring der mit Schaufeln versehenen Dichtungsscheibe.
Daher ist eine einfache Wartung möglich. Der Düsenkörper 12 ist
aus einem gebogenen Teil gebildet, da er Kühlluft F1 von einem Kühllufteinlass 44 aufnehmen
muss, der in der Trennwand 48 vorgesehen ist, und um unmittelbar
die Richtung der Kühlluft
F1 zu der Dichtungsscheiben-Drehfläche hin 3a umzulenken.
Aus diesem Grund kann ein kleinerer Biegeradius und eine kompaktere
Düsenstruktur
erzielt werden als bei einer rohrförmigen Düse, die durch ein typisches
gebogenes Rohr gebildet ist. Wenn die Kühlluft F1 von der Kammer 42 in
die rohrförmige
Düse 11 eingeleitet wird,
kontrahiert sie rasch, und daher wird die Strömung der Kühlluft F1 leicht gestört. Um die
Störung zu
minimieren, ist ein Luftreservoir 16 innerhalb des Düsenkörpers 12 vorgesehen.
Die Luftströmung
verbleibt eine Zeit lang in dem Luftreservoir 16, und dies gleicht
die Störung
der Luftströmung
aus. Die Düsenspitze 13 ist
am Düsenkörper 12 durch
eine Schraubstruktur befestigt. Mit dieser Struktur kann, wenn die
Düsenspitze 13 beschädigt ist,
oder wenn die Düsenspitze 13 gegen
eine Düsenspitze
mit unterschiedlichen Spezifikationen wegen der Änderung der Betriebsbedingung
ausgetauscht wird, ein Austausch auf einfache Weise erfolgen. Ferner
nimmt der Innendurchmesser der Düsenspitze 13 allmählich von
dem Luftreservoir 16 zu einem Düsenspitzen-Austrittsende 13a hin ab, und
die Düsenspitze 13 hat
einen kreisförmigen
Querschnitt mit linearen Abschnitten nahe dem Austrittsende 13a.
In diesem Fall kann eine Rektifizierungswirkung der Luft innerhalb der
rohrförmigen
Düse 11 erwartet
werden, und die Luftströmung
wird am Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse kaum gestört. Die
oben beschriebene Düsenbohrung
D entspricht dem Innendurchmesser d einer Öffnung an dem Düsenspitzen-Austrittsende 13a.
-
Nachstehend
wird eine Beschreibung der Druckänderung
von Kühlluft
von einem Eingang der rohrförmigen
Düse bis
zur Außenseite
bzw. dem Ende einer Laufschaufel in dem Kühlluft-Übertragungssystem 1 der
Erfindung gegeben. Gemäß 1 ist
der Druck von Verbrennungsgas am Eingang einer Leitschaufel (Leitschaufel 32 der
ersten Stufe) und der Druck am Eingang der rohrförmigen Düse 11 (Druck am Kühllufteinlass 44)
geringfügig niedriger
als oder gleich dem Kammerluftdruck, und es ist anzunehmen, dass
der Kammerluftdruck, der Druck des Verbrennungsgases am Eingang
der Leitschaufel und der Druck am Eingang der rohrförmigen Düse im wesentlichen
gleich sind. Ein Verbrennungsgasabschnitt, in dem Kühlluft von
der Außenseite bzw.
dem Ende der Laufschaufel ausgestoßen wird, ist beispielsweise
ein Bereich, in dem durch die Leitschaufel 32 der ersten
Stufe passierendes Verbrennungsgas strömt. Der Druck P5 des Verbrennungsgases
an der ersten Laufschaufel fällt
unter den Kammerdruck (Druck P1 am Eingang der rohrförmigen Düse) wegen
eines Druckverlustes durch den Durchgang. Damit die durch das Kühlluft-Übertragungssystem 1 passierende
Laufschaufel-Kühlluft
die Laufschaufel wirksam kühlt
und in das Verbrennungsgas ausgestoßen wird, während die erforderliche Menge hiervon
sichergestellt ist, muss der Laufschaufel-Außenseitendruck P4 konstant
höher sein
als der Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnittsdruck P5. Wenn der
Laufschaufel-Außenseitendruck
P4 niedriger ist als der Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnittsdruck
P5, strömt
das Hochtemperatur-Verbrennungsgas zurück in die Laufschaufel, und
dies kann die Laufschaufel beschädigen.
Vorstehend wurde zwar eine Einheit 31 der ersten Stufe
als Beispiel beschrieben, die Beschreibung trifft aber auch auf eine
Einheit der zweiten Stufe und eine Einheit der dritten Stufe (beide
nicht dargestellt) zu, die stromab der Einheit 31 der ersten
Stufe vorgesehen sind.
-
8 zeigt
im einzelnen die Passagepunkte der Kühlluft in dem Laufschaufel-Kühlluftsystem
und die Druckänderungen
der Kühlluft.
In 8 stellen PP1 bis PP5 auf der Horizontalachse
die Passagepunkte der Kühlluft
zwischen dem Eingang der rohrförmigen
Düse 11 und
dem Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnitt
dar. Genauer gesagt stellt PP1 den Eingang der rohrförmigen Düse 11 dar,
PP2 stellt den Ausgang der rohrförmigen
Düse 11 dar,
PP3 stellt die Innenseite der Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 dar,
PP4 stellt die Außenseite
der Laufschaufel dar, und PP5 stellt den Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnitt
dar. Die Vertikalachse gibt den Druck der Kühlluft an. P1 bis P5 auf der
Vertikalachse stellen die Drücke
an den jeweiligen Passagepunkten PP1 bis PP5 dar.
-
Die
Druckänderungen
werden unter den Bedingungen überprüft, dass
die erforderliche Menge von auf die Laufschaufeln aufgebrachter
Kühlluft
bestimmt wird, und dass die Anordnung der rohrförmigen Düsen 11 (das heißt, die
Anzahl von Düsen)
sowie der Abstand L zwischen jedem Austrittsende 11a der
rohrförmigen
Düsen (Punkt
E) und dem Punkt B auf dem Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis A2, d.h. die Relativpositionen
der rohrförmigen Düse 11 und
der Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4, bestimmt
wird. Durch Bestimmen der Düsenbohrung D
unter diesen Bedingungen können
die Druckänderungen
vom Passagepunkt PP1 zum Passagepunkt PP4 berechnet werden. Das
heißt,
es ist möglich,
anzunehmen, dass der Druckverlust im wesentlichen konstant ist,
während
zu der Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragene
Kühlluft
F1 stromab durch die Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Innenseite
PP3 strömt
und dann die Laufschaufel-Außenseite PP4
erreicht, sofern nicht die Kühlluftmenge geändert wird.
Hingegen variiert auch dann, wenn die Kühlluftmenge feststeht, der
Druckverlust in Abhängigkeit
von der Düsenbohrung
D der im Einsatz befindlichen rohrförmigen Düse, während die Kühlluft F1 den Eingang PP1 der
rohrförmigen
Düse und
den Ausgang PP2 der rohrförmigen
Düse passiert
und die Innenseite PP3 der Dichtungsscheiben-Kühlleitung erreicht.
-
Genauer
gesagt wird der Ausgangsdruck P2 der rohrförmigen Düse und das Düsen-Expansionsverhältnis (das
Verhältnis
des Eingangsdrucks P1 der rohrförmigen
Düse und
des Ausgangsdrucks P2 der rohrförmigen
Düse) durch
die Düsenbohrung
D bestimmt. Außerdem
wird der Druckverlust in der rohrförmigen Düse 11 bestimmt. Kühlluft F1,
die sich in der rohrförmigen
Düse 11 ausdehnt,
wird von dem Austrittsende 11a der rohrförmigen Düse ausgestoßen, erreicht
den Punkt B an dem Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Teilungskreis A2 und strömt dann in
die Innenseite PP3 der Dichtungsscheiben-Kühlleitung. In diesem Fall wird
gemäß 6 bestimmt,
ob das Verhältnis
L/D 10 oder weniger beträgt,
um den Dämpfungseinfluss
des Strömungsstrahls
der Kühlluft
zu vermeiden. Wenn die Kühlleitung
F1 in die Innenseite PP3 der Dichtungsscheiben-Kühlluft einströmt, wird
ein Kühlluft-Übertragungsverlust
verursacht. Der Kühlluft-Übertragungsverlust umfasst
einen Druckverlust infolge der relativen Geschwindigkeitsdifferenz
(Vt-Ut) zwischen der Umfangsgeschwindigkeit Ut der Dichtungsscheibe 3 und
der Umfangsgeschwindigkeitskomponente Vt der Kühlluft F1, sowie einen Druckverlust,
beispielsweise infolge einer Kontraktion am Eingang der Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4.
Wenn davon ausgegangen wird, dass der Druckverlust in der rohrförmigen Düse 11 als ΔP1 bezeichnet
wird, und der Kühlluft-Übertragungsverlust als ΔP2 bezeichnet
wird, ist P2 = P1 – ΔP1, und P3
= P2 – ΔP2. Infolgedessen
wird der Druck P3 an der Innenseite PP3 der Dichtungsscheiben-Kühlleitung und der Druck P4
an der Laufschaufel-Außenseite
bestimmt. Wenn der Unterschied zwischen dem Laufschaufel-Außenseitendruck
P4 und dem Laufschaufel-Verbrennungsgas abschnittsdruck P5 einen
zulässigen
Wert (α1) überschreitet,
wird die Laufschaufel-Kühlluft
konstant in das Verbrennungsgas ausgestoßen und eine normale Kühlung der Laufschaufeln
ist sichergestellt.
-
Die
Temperatur T1 der in die rohrförmige Düse 11 eingespeisten
Kühlluft
F1 ist im wesentlichen gleich der Kammerlufttemperatur. Wenn das Expansionsverhältnis an
der rohrförmigen
Düse 11 bestimmt
wird, kann eine Temperaturabnahme ΔT1 am Austrittsende 11a der
rohrförmigen
Düse auf
der Basis der von der Dekompression der Kühlluft innerhalb der rohrförmigen Düse 11 bewirkten
Expansion berechnet werden, und die Kühlluft-Temperatur T2 am Austrittsende 11a der
rohrförmigen
Düse kann bestimmt
werden. Das heißt,
T2 = T1 – ΔT1. Wenn ferner
die Kühlluft
F1 von der rohrförmigen
Düse 11 in
die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragen wird,
erfolgt eine Kühlluft-Temperaturänderung ΔT2 in Abhängigkeit
von der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut), wie in 5B gezeigt
ist. Daher wird die Temperatur T3 der Kühlluft F1, die in die Laufschaufel über die
Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 einströmt, als
T1 – ΔT1 + ΔT2 ausgedrückt. Um
die Laufschaufel wirksam zu kühlen
ist es notwendig, die Kühlluft-Temperatur
T3 niedriger oder gleich einer Temperatur zu halten, die um einen
vorbestimmten Wert (α2)
niedriger ist als die Temperatur von Verbrennungsgas in dem Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnitt.
-
Im
folgenden wird eine Berechnungsprozedur der Drücke der Kühlluft an den Passagepunkten PP1-PP5
detailliert unter Bezugnahme auf 9 beschrieben.
-
Zunächst wird
die Düsenbohrung
D der rohrförmigen
Düse 11 bestimmt
(Schritt S1), und der Ausgangsdruck P2 der rohrförmigen Düse sowie das Düsen-Expansionsverhältnis werden
berechnet (Schritt S2). Dann wird, wie oben beschrieben wurde, gemäß 6 bestimmt,
ob das Verhältnis
L/D 10 oder weniger hinsichtlich der Dämpfung des Strömungsstrahls der
Kühlluft
beträgt
(Schritt S3). Wenn das Verhältnis L/D
größer ist
als 10, wird bestimmt, dass eine Dämpfung des Kühlluft- Strömungsstrahls
exzessiv ist, und es wird wieder Schritt S1 ausgeführt, um
die Düsenbohrung
D einzustellen. Wenn das Verhältnis
L/D 10 oder weniger beträgt,
wird bestimmt, dass der Kühlluft-Strömungsstrahl
nicht gedämpft
wird, und die maximale Kühlluft-Blasgeschwindigkeit
Vm am Ausgangsende 11a der rohrförmigen Düse sowie die Strömungsgeschwindigkeit
V der Kühlluft
F1 entsprechend dem vorbestimmten Verhältnis L/D werden berechnet
(Schritt S4). Die Umfangsgeschwindigkeitskomponente Vt der Kühlluft F1
wird aus den obigen Werten Vm und V erhalten (Schritt S5). Anschließend wird
die relative Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) berechnet (Schritt
S6), und der Kühlluft-Übertragungsverlust ΔP2 entsprechend
der relativen Geschwindigkeitsdifferenz (Vt-Ut) wird entsprechend 5C erhalten
(Schritt S7). Wenn der Kühlluft-Übertragungsverlust ΔP2 bestimmt
ist, wird der Dichtungsscheiben-Kühlleitungs-Innendruck P3 und der
Laufschaufel-Außenseitendruck
P4 der in die Dichtungsscheiben-Kühlleitung 4 übertragenen
Kühlluft
F1 berechnet (Schritte S8 und S9). Dann werden der Laufschaufel-Außenseitendruck
P4 und der Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnittsdruck P5 verglichen,
um zu bestimmen, ob die Bedingung P4 ≥ P5 + α1 erfüllt ist (Schritt S10). Wenn
P4 < P5 + α1 ist, strömt das Verbrennungsgas
zurück
in die Laufschaufel, und daher wird der Schritt S1 wieder ausgeführt, um
die Düsenbohrung
D einzustellen. Wenn P4 ≥ P5
+ α1 ist,
ist der Laufschaufel-Außenseitendruck P4
höher als
der Laufschaufel-Verbrennungsgasabschnittsdruck P5, und das Verbrennungsgas
strömt nicht
zurück.
In diesem Fall wird bestimmt, dass die eingestellte Düsenbohrung
D die richtige ist, und dass die Drücke P1 bis P4 der Kühlluftströmung an den
Passagepunkten PP1-PP4 richtig sind.
-
Wenn
die Druckänderungen
der Kühlluftströmung richtig
bestimmt sind, wie oben beschrieben wurde, werden die Temperaturabnahme ΔT1 in der rohrförmigen Düse, die
Kühllufttemperatur
T2 am Ausgang der rohrförmigen
Düse und
die Kühllufttemperatur
T3 am Eingang der Laufschaufel auf der Basis der Expansionsrate
in der rohrförmigen
Düse berechnet und
es wird bestimmt, ob die Differenz zwischen der Laufschaufel-Verbrennungsgastemperatur T4
und der Kühllufttemperatur
T3 in der Laufschaufel größer oder
gleich dem vorbestimmten Wert α2
ist.
-
Durch
die oben beschriebene Prozedur können
die Spezifikationen des Kühlluft-Übertragungssystems
optimiert werden. Dies kann den Gesamtwirkungsgrad der Gasturbine
verbessern.