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DE102006015983A1 - Rauscharmer Verstärker mit niedrigem Stromverbrauch - Google Patents

Rauscharmer Verstärker mit niedrigem Stromverbrauch Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verstärkerschaltung, umfassend Versorgungsanschlüsse (12, 14) zur Versorgung der Schaltung mit ersten und zweiten Versorgungspotentialen (Vdd, Vss); einen Strompfad, der vom ersten Versorgungsanschluss (12) über einen ersten voreingestellten Transistor (P1a, P1b), einen ersten Knoten (K1a, K1b), einen Eingangstransistor (Q1a, Q1b), einen zweiten Knoten (K2a, K2b) und einen zweiten voreingestellten Transistor (N1a, N1b) zum zweiten Versorgungsanschluss (14) verläuft, wobei ein Steueranschluss des Eingangstransistors mit einem Eingangssignal (inp-inn) beaufschlagt wird und wobei der zweite Knoten (K2a, K2b) einen Abgriff in einer Widerstandskette (R2a, R1, R2b) bildet, an deren Enden ein Ausgangssignal (outp-outn) als Spannungsabfall bereitgestellt wird; und eine Regelungsstufe zur Bestromung der Widerstandskette (R2a, R1, R2b) in Abhängigkeit vom Eingangssignal (inp-inn), derart, dass der durch den Eingangstransistor (Q1a, Q1b) fließende Strom im Wesentlichen unabhängig vom Eingangssignal (inp-inn) ist, wobei die Regelungsstufe ein Paar von komplementär verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) mit einem dazwischenliegenden Stromausgangsknoten (K3a, K3b) aufweist. Um den Anwendungsbereich eines derartigen Verstärkers zu vergrößern und eine rauscharme Verstärkung bei niedrigem Stromverbrauch zu erzielen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die komplementär verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) als FETs ausgebildet sind und der ...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verstärkerschaltung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine derartige Verstärkerschaltung ist beispielsweise aus der WO 2005/029711 A2 bekannt. So zeigt 7 dieser Veröffentlichung eine symmetrisch aus zwei Verstärkerzweigen aufgebaute Verstärkerschaltung zur Verstärkung eines differentiellen Eingangssignals (Eingangspotentiale INP, INL) und Abgabe des verstärkten Signals als ein differentielles Ausgangssignal (Ausgangspotentiale OPH, OPL). Die Versorgung der Verstärkerschaltung erfolgt mittels eines ersten Versorgungspotentials VPOS und eines zweiten Versorgungspotentials COM.
  • Der im linken Teil der Figur dargestellte Verstärkerzweig umfasst einen vom ersten Versorgungspotential VPOS über einen Eingangstransistor Q15 zum zweiten Versorgungspotential COM verlaufenden Strompfad, wobei ein Steueranschluss des Eingangstransistors mit einem der Eingangspotentiale beaufschlagt wird und wobei der Emitter des Eingangstransistors mit einem Abgriff in einer Widerstandskette R2, R1, R3 verbunden ist, an deren Enden das Ausgangssignal als Spannungsabfall bereitgestellt wird.
  • Der in der Figur links von diesem Strompfad dargestellte Schaltungsteil bildet eine Regelungsstufe zur Bestromung der Widerstandskette in Abhängigkeit vom Eingangssignal derart, dass der durch den Eingangstransistor Q15 fließende Strom im Wesentlichen unabhängig vom Eingangssignal ist. Damit wird im Betrieb des Verstärkers vorteilhaft ein bestimmter Arbeitspunkt des Eingangstransistors beibehalten. Der zur Bestromung der Widerstandskette erforderliche Strom wird an einem Paar von zum komplementären Betrieb verkoppelten Transistoren Q6, Q7 mit einem dazwischenliegenden, mit der Widerstandskette verbundenen Ausgangsknoten geliefert.
  • Die bekannte Verstärkerschaltung besitzt eine Reihe von Nachteilen.
  • Ein erster Nachteil besteht darin, dass die bekannte Verstärkerschaltung aufgrund der Verwendung von Bipolartransistoren eine so genannte Hochintegration in größere Bausteine erschwert, die z. B. wegen größerer digitaler Schaltkreise bevorzugt in CMOS-Technologie gefertigt werden. Eine denkbare Kombination der bipolar ausgeführten Verstärkerschaltung mit digitalen CMOS-Schaltkreisen im Rahmen der BiCMOS-Technologie wäre mit beträchtlichen Fertigungskosten verbunden.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Verstärkerschaltung ist deren vergleichsweise große, zum Betrieb erforderliche Versorgungsspannung (Differenz der Versorgungspotentiale). Insbesondere bei integrierten Schaltungen geht der Trend zu immer kleineren Versorgungsspannungen.
  • Schließlich produziert die bekannte Verstärkerschaltung eine vergleichsweise große Verlustleistung.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verstärkerschaltung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass deren Anwendungsbereich vergrößert wird und gleichzeitig insbesondere eine rauscharme Verstärkung mit niedrigem Stromverbrauch erzielt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Verstärkerschaltung nach Anspruch 1. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
  • Bei der erfindungsgemäßen Verstärkerschaltung ist vorgesehen, dass die beiden komplementär verkoppelten Transistoren der Regelungsstufe als FETs (Feldeftekttransistoren) ausgebildet sind und der erste Schaltungsknoten einerseits über einen dritten voreingestellten Transistor mit dem zweiten Versorgungsanschluss und andererseits mit einem Gate-Anschluss eines der beiden komplementär verkoppelten Transistoren verbunden ist.
  • Die Ausbildung der komplementär verkoppelten Transistoren als FETs vereinfacht die Integration der Verstärkerschaltung in eine in CMOS-Technologie gefertigte integrierte Schaltungsanordnung. Des weiteren gestattet die Art und Weise der Anbindung des Strompfads an die Regelungsstufe eine beträchtliche Reduzierung der erforderlichen Versorgungsspannung wie auch des Stromverbrauchs.
  • In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die ersten und zweiten voreingestellten Transistoren als FETs von unterschiedlichem Leitungstyp ausgebildet sind. Weiter bevorzugt ist hierbei, dass jeweils einer der beiden Kanalanschlüsse dieser Transistoren unmittelbar mit dem betreffenden Versorgungsanschluss verbunden ist, wohingegen die beiden anderen Kanalanschlüsse dieser Transistoren unmittelbar mit dem Eingangstransistor verbunden sind.
  • Insbesondere wenn die ersten und zweiten voreingestellten Transistoren als FETs von unterschiedlichem Leitungstyp ausgebildet sind, so ist es bevorzugt, dass auch der dritte voreingestellte Transistor von einem FET gebildet ist, der den gleichen Leitungstyp wie der zweite voreingestellte Transistor besitzt.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Verbindung des ersten Schaltungsknotens mit dem dritten voreingestellten Transistor und dem Gate-Anschluss des verkoppelten Transistors über einen vierten voreingestellten Transistor verläuft. Dieser vierte voreingestellte Transistor kann ebenfalls von einem FET gebildet sein, der bevorzugt den gleichen Leitungstyp wie der erste voreingestellte Transistor besitzt.
  • Die Voreinstellung der genannten Transistoren soll bedeuten, dass deren Steuereingänge mit einem vom Eingangssignal im Wesentlichen unabhängigen Einstellpotential beaufschlagt werden, welches bevorzugt als fest vorgegebenes Einstellpotential vorgesehen ist und z. B. aus den beiden Versorgungspotentialen als ein zwischen diesen Versorgungspotentialen liegendes Potential abgeleitet sein kann.
  • Es ist möglich, sämtliche Transistoren der Verstärkerschaltung als FETs (z. B. MOSFETs) auszubilden und insbesondere die Verstärkerschaltung als reine CMOS-Schaltung zu realisieren. In einer derartigen Ausführungsform ist beispielsweise vorgesehen, dass der erste voreingestellte Transistor, der gegebenenfalls vorgesehene vierte voreingestellte Transistor und der Eingangstransistor als NMOS-Transistoren und der zweite voreingestellte Transistor als PMOS-Transistor ausgebildet sind. Alternativ können für diese Transistoren die jeweils entgegengesetzten Typen (PMOS statt NMOS und umgekehrt) vorgesehen sein.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist jedoch der Eingangstransistor als Bipolartransistor ausgebildet, wobei dann weiter bevorzugt wenigstens ein Teil oder sämtliche übrigen Transistoren als FETs, insbesondere in CMOS-Technologie, ausgebildet sind.
  • In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass auch in MOS-Prozessen, insbesondere in MOS-Prozessen mit vergleichsweise kleinen Strukturbreiten, ein die Anforderungen des Eingangstransistors erfüllender Bipolartransistor gewissermaßen als "parasitäres Element" verfügbar ist. Der wesentliche Vorteil der Verwendung eines Bipolartransistors als Eingangstransistor besteht darin, dass eine (zur Reduzierung des weißen Rauschens) erwünschte Transkonduktanz mit wesentlich geringerem Transistorstrom erreicht werden kann. Außerdem ist das 1/f-Rauschen eines Bipolartransistors an dieser Stelle wesentlich geringer als das eines MOS-Transistors.
  • Bevorzugt sind die beiden komplementär verkoppelten FETs von unterschiedlichem Leitungstyp, wobei weiter bevorzugt jeweils einer der beiden Kanalanschlüsse unmittelbar mit dem betreffenden Versorgungsanschluss verbunden ist und die beiden anderen Kanalanschlüsse unmittelbar mit dem Ausgangsknoten dieses komplementären Paars verbunden sind.
  • In einer besonders universell einsetzbaren Ausführungsform ist die Verstärkerschaltung als voll-differentieller Verstärker ausgeführt. Hierfür kann die Verstärkerschaltung zwei symmetrisch zueinander aufgebaute Verstärkerzweige umfassen, bei welchen die Widerstandskette einen gemeinsamen Teil bei der Verstärkerzweige bildet, wobei Steueranschlüsse der Eingangstransistoren der beiden Verstärkerzweige mit Eingangspotentialen des differentiell zugeführten Einganssignals beaufschlagt werden, und wobei das Ausgangssignal in differentieller Form als Spannungsabfall an der gemeinsamen Widerstandskette bereitgestellt wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Versorgungsspannung von weniger als 3V vorgesehen.
  • Eine bevorzugte Verwendung der erfindungsgemäßen Verstärkerschaltung ist deren Anordnung in einer integrierten Schaltungsanordnung, in welcher der Verstärker schaltung ein Analog-Digital-Wandler zur Wandlung des Ausgangssignals in ein Digitalsignal nachgeschaltet ist und in welcher dem Analog-Digital-Wandler wiederum eine digitale Signalverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung des Digitalsignals nachgeschaltet ist. Hierbei kann die Signalverarbeitungseinrichtung von CMOS-Schaltkreisen gebildet sein und die Verstärkerschaltung ebenfalls in CMOS-Technologie gefertigt sein (bevorzugt mit Ausnahme des Eingangstransistors).
  • Die erfindungsgemäße Verstärkerschaltung kann einen Teil (z. B. Vorverstärker) einer größeren Verstärkeranordnung bilden. Bei einer solchen Verstärkeranordnung können insbesondere auch Verstärkerstufen mit einstellbarer Verstärkung (z. B. durch ein Digitalsignal einstellbar) enthalten sein.
  • Zusammenfassend wird durch die Erfindung eine universell einsetzbare Verstärkerschaltung bereitgestellt, die auch bei geringem Eingangsrauschen mit einem niedrigen Ruhestrom auskommt. Durch die geregelte Arbeitsweise ("closed loop") kann eine hohe Linearität der Verstärkungscharakteristik gewährleistet werden, wobei die Regelungsstufe der Verstärkerschaltung mit einer entsprechend großen Schleifenverstärkung diese Linearität auch bei einer großen Bandbreite des Verstärkers (z. B. größer als 100 MHz) sicherstellen kann. Eine Hochintegration der Verstärkerschaltung ist problemlos möglich.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung weiter beschrieben. Darin stellt dar:
  • 1 ist ein Schaltbild eines gemäß der Erfindung ausgebildeten, voll-differentiellen Verstärkers.
  • Der in 1 dargestellte Verstärker 10 bildet einen analogen Schaltungsteil einer größeren, in CMOS-Technologie gefertigten integrierten Schaltungsanordnung, welche auch (nicht dargestellte) digitale Schaltkreise aufweist.
  • Der Verstärker 10 dient zur linearen Verstärkung eines als Eingangspotentiale inp, inn eingegebenen differentiellen Eingangssignals (inp-inn) und Abgabe des verstärkten Signals als ein differentielles Ausgangssignal (outp-outn) mit Ausgangspotentialen outp, outn.
  • Zu diesem Zweck umfasst der Verstärker 10 zwei (in der Figur links und rechts) symmetrisch zueinander aufgebaute Verstärkerzweige, die gleichermaßen über einen ersten Versorgungsanschluss 12 mit einem ersten (positiven) Versorgungspotential Vdd und über einen zweiten Versorgungsanschluss 14 mit einem zweiten (negativen) Versorgungspotential Vss versorgt werden.
  • Aufgrund des symmetrischen Aufbaus genügt zum Verständnis der Erfindung eine Erläuterung eines der beiden Verstärkerzweige, von denen nachfolgend beispielhaft lediglich der in der Figur linke Verstärkerzweig detailliert beschrieben wird. Der rechte Verstärkerzweig arbeitet in entsprechender Weise und bedarf daher keiner detaillierten Erläuterung.
  • Der in der Figur linke Verstärkerzweig umfasst die Anschlüsse zur Zufuhr des Eingangspotentials inp und zur Abgabe des Ausgangspotentials outp.
  • Ausgehend vom ersten Versorgungsanschluss 12 verläuft ein Strompfad über einen ersten voreingestellten Transistor P1a, einen ersten Schaltungsknoten K1a, einen Eingangstransistor Q1a, einen zweiten Schaltungsknoten K2a und einen zweiten voreingestellten Transistor N1a zum zweiten Versorgungsanschluss 14. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Verbindungen zwischen den vorstehend genannten Komponenten jeweils unmittelbar (ohne Zwischenschaltung weiterer Elemente) vorgesehen.
  • Der Basisanschluss des als NPN-Transistor ausgebildeten Eingangstransistors Q1a ist mit dem Eingangspotential inp beaufschlagt. Der zweite Schaltungsknoten K2a bildet einen Abgriff in einer Widerstandskette aus Widerständen R2a, R1, R2b. Der Abgriff ist zwischen den Widerständen R2a und R1 vorgesehen. Wie in der Figur dargestellt, wird an den Enden der Widerstandskette das Ausgangssignal outp-outn als Spannungsabfall bereitgestellt.
  • Sämtliche in der Figur dargestellten Komponenten, deren Bezugszeichen mit dem Buchstaben "a" endet, sind dem linken Verstärkerzweig zuzuordnen, wohingegen die dem rechten Verstärkerzweig angehörenden Komponenten ein mit dem Buchstaben "b" endendes Bezugszeichen besitzen.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind abgesehen von dem Bipolartransistor Q1a (und seinem symmetrischen Gegenstück Q1b) sämtliche Transistoren als MOS-Transistoren ausgebildet, wobei PMOS-Transistoren (vom Leitungstyp p) ein mit "P" beginnendes Bezugszeichen besitzen, wohingegen NMOS-Transistoren (vom Leitungstyp n) ein mit "N" beginnendes Bezugszeichen besitzen.
  • Wie es weiter unten noch erläutert wird, wird die Widerstandskette R2a, R1, R2b im Betrieb des Verstärkers von einem Strom durchflossen, der linear mit dem Eingangssignal inp-inn variiert, und somit ein linear mit dem Eingangssignal variierendes Ausgangssignal outp-outn hervorruft, wobei ein im Wesentlichen unabhängig vom Eingangssignal aufrecht erhaltener Strom durch den Eingangstransistor Q1a fließt und das am Knoten K2a herrschende Potential (Emitterpotential des Eingangstransistors Q1a) mit einem bestimmten Versatz (Basis-Emitter-Spannung) dem Basispotential des Eingangstransistors Q1a folgt.
  • Die hierfür vorgesehene Regelungsstufe umfasst ein Paar von zum komplementären Betrieb miteinander verkoppelten Transistoren P3a, N3a mit einem dazwischenliegenden Ausgangsknoten K3a zur Abgabe des Stroms an die Widerstandskette.
  • Ausgehend vom Knoten K1a verläuft parallel zu den Transistoren Q1a, N1a ein Abzweigungspfad zum zweiten Versorgungsanschluss 14, der aus einer Reihenschaltung aus einem vierten voreingestellten Transistor P2a und einem dritten voreingestellten Transistor N2a gebildet ist. Entsprechende Kanalanschlüsse der Transistoren P2a, N2a sind unmittelbar mit dem Knoten K1a bzw. dem Versorgungsanschluss 14 verbunden, wohingegen die beiden anderen Kanalanschlüsse unmittelbar miteinander und mit einem vierten Schaltungsknoten K4a verbunden sind, der wiederum unmittelbar mit dem Gate-Anschluss des Transistors N3a verbunden ist.
  • Wenn beispielsweise das Eingangspotential inp an der Basis des Transistors Q1a ansteigt, so führt dies zu einer tendenziellen Erhöhung des Stroms durch diesen Transistor. Dies wiederum verringert tendenziell denjenigen Strom, der vom Knoten K1a über die Transistoren P2a und N2a zum Versorgungsanschluss 14 fließt. Damit verringert sich das am Knoten K4a und somit dem Gate-Anschluss des Transistors N3a herrschende Potential, so dass sich der durch den Transistor N3a fließende Strom um einen gewissen Betrag verringert. Die komplementäre Verkopplung zwischen N3a und P3a führt dazu, dass der durch den Transistor P3a fließende Strom um etwa denselben Betrag vergrößert wird. Demzufolge liefert dieses komplementäre Transistorpaar P3a, N3a am Ausgangsknoten K3a einen Strom zu der Widerstandskette R2a, R1, R2b, dessen Wert im Wesentlichen dem Zweifachen des erwähnten Stromänderungsbetrags entspricht.
  • Der über die Widerstandskette fließende Strom bzw. der dadurch jeweils an den einzelnen Widerständen hervorgerufene Spannungsabfall führt zu einer Erhöhung des am Knoten K2a und somit dem Emitter des Eingangstransistors Q1a herrschenden Potentials. Die Potentialerhöhung am Emitter verringert die Basis-Emitter-Spannung, so dass die beschriebenen Vorgänge einen Regelungsmechanismus realisieren, bei welchem eine Erhöhung des Eingangspotentials inp tatsächlich zu einer nahezu genauso großen Erhöhung des Potentials am Knoten K2a führt, da die Schleifenverstärkung der Regelungsstufe (Verhältnis der Potentialveränderungen an der Basis und am Emitter des Eingangstransistors Q1a) wesentlich größer als 1 ist.
  • In dem in der Figur rechten Verstärkerzweig erfolgt eine korrespondierende Regelung, so dass im Ergebnis ein voll-differentielles Ausgangssignal outp-outn mit hoher Linearität auf Basis des differentiell eingegebenen Eingangssignals inp-inn geliefert wird.
  • Vorteilhaft wird jede Änderung der Stromverhältnisse am Knoten K1a sehr direkt und ohne nennenswerten Leistungsbedarf zur Ansteuerung des komplementär verkoppelten Transistorpaars P3a, N3a genutzt.
  • Die Voreinstellung der Transistoren P1a, N1a, N2a und P2a ist durch Einstellpotentiale vbp1, vbp2 und vbn1 realisiert, die bevorzugt als fest vorgegebene Potentiale (zwischen den Versorgungspotentialen Vdd und Vss) vorgesehen sind. Wie aus der Figur ersichtlich, werden diese Einstellpotentiale vbp1, vbp2 und vbn1 auch zur Einstellung der entsprechenden voreingestellten Transistoren des in der Figur rechten Verstärkerzweigs genutzt.
  • Für die Verkopplung des Transistorpaars P3a, N3a gibt es vielfältige Möglichkeiten. Nachfolgend wird der in der Figur dargestellte und besonders stromsparende Schaltungsteil hierfür beschrieben.
  • Ausgehend vom ersten Versorgungsanschluss 12 verläuft ein Pfad über einen Transistor P5a zu einem Schaltungsknoten K5a, der mit dem Gate-Anschluss des Transistors P3a verbunden ist. An diesem Knoten K5a verzweigt sich der Pfad in einen Zweig, der über einen Transistor P4a verläuft und einen Zweig, der über einen Transistor N4a verläuft. Die beiden Zweige sind an einem Schaltungsknoten K6a wieder zusammengeführt, der mit dem Gate-Anschluss des Transistors N3a verbunden ist. Dieser Knoten K6a ist über einen Transistor N5a mit dem zweiten Versorgungsanschluss 14 verbunden.
  • Die Gate-Anschlüsse der Transistoren P5a, P4a, N4a und N5a werden jeweils mit einem Vorgabepotential beaufschlagt, welches von einer Transistoranordnung P7a, P8a, P6a, N6a, N7a, N8a erzeugt wird.

Claims (9)

  1. Verstärkerschaltung zur Verstärkung eines Eingangssignals (inp-inn) und Abgabe des verstärkten Signals als ein Ausgangssignal (outp-outn), umfassend: – einen ersten Versorgungsanschluss (12) und einen zweiten Versorgungsanschluss (14) zur Versorgung der Schaltung mit einem ersten Versorgungspotential (Vdd) bzw. einem zweiten Versorgungspotential (Vss), – wenigstens einen Strompfad, der vom ersten Versorgungsanschluss (12) über einen ersten voreingestellten Transistor (P1a, P1b), einen ersten Schaltungsknoten (K1a, K1b), einen Eingangstransistor (Q1a, Q1b), einen zweiten Schaltungsknoten (K2a, K2b) und einen zweiten voreingestellten Transistor (N1a, N1b) zum zweiten Versorgungsanschluss (14) verläuft, wobei ein Steueranschluss des Eingangstransistors mit dem Eingangssignal (inp-inn) beaufschlagt wird, und wobei der zweite Schaltungsknoten (K2a, K2b) einen Abgriff in einer Widerstandskette (R2a, R1, R2b) bildet, an deren Enden das Ausgangssignal (outp-outn) als Spannungsabfall bereitgestellt wird, und – eine Regelungsstufe zur Bestromung der Widerstandskette (R2a, R1, R2b) in Abhängigkeit vom Eingangssignal (inp-inn) derart, dass der durch den Eingangstransistor (Q1a, Q1b) fließende Strom im Wesentlichen unabhängig vom Eingangssignal (inp-inn) ist, wobei die Regelungsstufe ein Paar von zum komplementären Betrieb verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) mit einem dazwischenliegenden Ausgangsknoten (K3a, K3b) zur Abgabe des Stroms aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden komplementär verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) der Regelungsstufe als FETs ausgebildet sind und der erste Schaltungsknoten (K1a, K1b) einerseits über einen dritten voreingestellten Transistor (N2a, N2b) mit dem zweiten Versorgungsanschluss (14) und andererseits mit einem Gate-Anschluss eines (N3a, N3b) der beiden komplementär verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) verbunden ist.
  2. Verstärkerschaltung nach Anspruch 1, wobei die ersten (P1a, P1b) und zweiten (N1a, N1b) voreingestellten Transistoren als FETs von unterschiedlichem Leitungstyp ausgebildet sind.
  3. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der dritte voreingestellte Transistor (N2a, N2b) vom gleichen Leitungstyp wie der zweite voreingestellte Transistor (N1a, N1b) ist.
  4. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Verbindung des ersten Schaltungsknotens (K1a, K1b) mit dem dritten voreingestellten Transistor (N2a, N2b) und dem Gate-Anschluss des verkoppelten Transistors (N3a, N3b) über einen vierten voreingestellten Transistor (P2a, P2b) verläuft.
  5. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Eingangstransistor (Q1a, Q1b) als Bipolartransistor ausgebildet ist.
  6. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die beiden komplementär verkoppelten Transistoren (P3a, N3a, P3b, N3b) von unterschiedlichem Leitungstyp sind.
  7. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend zwei symmetrisch zueinander aufgebaute Verstärkerzweige, bei welchen die Widerstandskette (R2a, R1, R2b) einen gemeinsamen Teil beider Verstärkerzweige bildet, wobei Steueranschlüsse der Eingangstransistoren (Q1a, Q1b) der beiden Verstärkerzweige mit Eingangspotentialen (inp, inn) des differentiell zugeführten Einganssignals (inp-inn) beaufschlagt werden, und wobei das Ausgangssignal (outp-outn) in differentieller Form als Spannungsabfall an der gemeinsamen Widerstandskette (R2a, R1, R2b) bereitgestellt wird.
  8. Verstärkerschaltung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Versorgungsspannung (Vdd-Vss) von weniger als 3V vorgesehen ist.
  9. Integrierte Schaltungsanordnung, umfassend wenigstens eine Verstärkerschaltung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die integrierte Schaltungsanordnung ferner einen der Verstärkerschaltung (10) nachgeschalteten Analog-Digital-Wandler zur Wandlung des Ausgangssignals (outp-outn) in ein Digitalsignal und eine dem Analog-Digital-Wandler nachgeschaltete digitale Signalverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung des Digitalsignals aufweist.
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