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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Tankklappenmodul mit einer eine Öffnung zum Einführen eines Einfüllstutzens umgebenden Trägervorrichtung zur Anbindung des Tankklappenmoduls an eine Karosserie und mindestens einer Schraube zur Befestigung des Tankklappenmoduls an einem Tankeinsatztopf der Karosserie, wobei die mindestens eine Befestigungsschraube im befestigten Zustand durch die Öffnung des Tankklappenmoduls zugänglich ist, sowie auf ein Verfahren zur Befestigung eines solchen Tankklappenmoduls an einer Karosserie.
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Bei bekannten Tankklappenmodulen erfolgt die Befestigung an der Karosserie mittels einer oder mehrerer Schrauben, die von oben senkrecht zu der von der Außenseite der Karosserie bzw. der Oberseite des Tankklappenmoduls definierten Ebene eingeschraubt werden. Beispielsweise ist es bekannt, bei einem Tankklappenmodul, bei dem eine als Zierring fungierende Trägervorrichtung den Deckel des Tankklappenmoduls umgibt, an der Trägervorrichtung eine sichtbare Verschraubung anzubringen, die zugleich auch ein Designelement darstellt. Diese sichtbare Verschraubung birgt jedoch auch Nachteile in sich. Da die Schrauben von außen zugänglich sind, kann das Tankklappenmodul von Dieben abgeschraubt werden. Als Beispiele seien hierzu die
US 5 906 406 A ,
DE 37 02 903 A1 und
EP 1 500 544 A2 genannt.
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Die gattungsbildende
DE 198 45 088 A1 zeigt indes ein Tankklappenmodul zum Einbau in ein Kraftfahrzeug, das einen durch einen Tankdeckel verschließbaren Kraftstoffeinfüllstutzen aufweist, wobei das Modul einen Muldenkörper mit einer Durchtrittsöffnung für den Einfüllstutzen und eine schwenkbar am Muldenkörper angebrachte Tankklappe umfasst. Der Muldenkörper ist an zwei diametral entgegengesetzten Seiten jeweils mit einer Erweiterung versehen, die sich nach dem Einbau des Tankklappenmoduls im Wesentlichen horizontal gegenüberliegen. Die in Fahrtrichtung vordere Erweiterung beherbergt ein Schwenklager für die Tankklappe, während die in Fahrtrichtung hinten liegende Erweiterung mit einer Bohrung versehen ist, in die nach dem Einsetzen des Muldenkörpers in die Karosserieöffnung eine Befestigungsschraube eingeschraubt werden kann, um den Muldenkörper lösbar an einem karosseriefesten Montageteil zu befestigen. Die Befestigungsschraube liegt dabei im Wesentlichen senkrecht zu einer durch die Oberseite des Tankklappenmoduls definierten Ebene.
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Nachteilig an einem derartigen Tankklappenmodul ist, dass das gezeigte senkrechte Verschrauben des Tankklappenmoduls mit dem karosseriefesten Montageteil, eine Einstellung des Spaltmaßes zwischen Tankklappenmodul und Karosserie deutlich erschwert. Da Tankklappenmodule in der Regel geometrische Toleranzen aufweisen, besteht hier kaum die Möglichkeit diese auszugleichen. Zudem ist eine senkrecht eingeschraubte Befestigungsschraube, bei einem geöffneten Tankdeckel, für den Betrachter deutlich von außen erkennbar, so dass diese entweder abgedeckt werden muss oder entsprechende Vorkehrungen bei der Materialbeschaffenheit der Schraube getroffen werden müssen, damit das Erscheinungsbild nicht durch korrosionsbedingte Schäden an der Schraube beeinträchtigt wird.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tankklappenmodul mit einer nicht sichtbaren Verschraubung mit der Karosserie, welches möglichst einfach am Tankeinsatztopf befestigt und zu diesem ausgerichtet werden kann, sowie ein Verfahren zur Befestigung eines Tankklappenmoduls an einer Karosserie zur Verfügung zu stellen.
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Diese Aufgabe wird durch ein Tankklappenmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Ferner wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Befestigung eines Tankklappenmoduls an einer Karosserie mit den Schritten des Anspruchs 9 gelöst.
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Bei dem erfindungsgemäßen Tankklappenmodul ist die mindestens eine Befestigungsschraube im befestigten Zustand durch die Öffnung des Tankklappenmoduls zugänglich. Dadurch ist die Verschraubung, wenn der Deckel des Tankklappenmoduls geschlossen ist, nicht zu sehen. So wird der Diebstahl eines Tankklappenmoduls erschwert, da zuerst der Deckel des Tankklappenmoduls geöffnet werden muss, um an die Verschraubung zu gelangen. Dennoch ist eine einfache Montage oder Demontage zu Wartungszwecken des Tankklappenmoduls möglich, da die mindestens eine Befestigungsschraube bei geöffnetem Deckel zugänglich ist. Weiterhin ist die Schraubachse der mindestens einen Befestigungsschraube schräg zu der durch die Oberseite des Tankklappenmoduls definierten Ebene ausgerichtet. Durch die schräge Anordnung der Schraubachsen sind die Schrauben für eine Montage oder Demontage des Tankklappenmoduls leichter zugänglich. Besonders bevorzugt ist die Schraubachse um einen Winkel von 15° gegenüber der Horizontalen geneigt.
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Vorzugsweise umfasst das Tankklappenmodul mindestens drei Befestigungsschrauben. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Schraubpunkte für die Befestigungsschrauben gleichmäßig an der Innenwand der Trägervorrichtung verteilt sind. Dies ermöglicht es, das Fugenbild zur Karosserie gezielt zu beeinflussen.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Trägervorrichtung an ihrer Innenwand eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Kopfes der mindestens einen Befestigungsschraube auf. Dadurch wird vermieden, dass die Schrauben gegenüber der Innenwand vorstehen.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Ausnehmung so ausgebildet, dass eine Anlagefläche für den Kopf der Befestigungsschraube derart gegenüber der Innenwand der Trägervorrichtung nach außen geneigt ist, dass sie zu einer der Anlagefläche gegenüberliegenden Fläche des Tankeinsatztopfes parallel ist. Durch die geneigte Anlagefläche kann zum einen eine schräge Schraubachse realisiert werden, zum anderen wird durch die Abstimmung der Anlagefläche mit der gegenüberliegenden Fläche des Tankeinsatztopfes die Wirkung der Befestigungsschraube optimiert.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Trägervorrichtung ein Hybrid aus einem Unterbau aus Kunststoff und einer Abdeckung aus Aluminiumblech. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn sich die Ausnehmung zur Aufnahme des Kopfes der Befestigungsschraube im Unterbau befindet und durch die Abdeckung oben abgedeckt ist. So lässt sich die Ausnehmung einfach an der oberen Innenkante des Unterbaus ausbilden.
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In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Abdeckung mittels eines an der Innenwand der Trägervorrichtung angeordneten wandförmigen Halteelements an dem Unterbau befestigt, wobei das Halteelement eine Aussparung aufweist, durch die die mindestens eine Befestigungsschraube zugänglich ist. Durch das wandförmige Halteelement wird eine möglichst glatte Innenwand erreicht. Die Aussparungen für die Befestigungsschrauben sind gerade so groß, dass die Schrauben leicht zugänglich sind.
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Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich das Fugenbild des Tankklappenmoduls zur Karosserie durch die Reihenfolge, in der die Befestigungsschrauben eingedreht werden, beeinflussen. Indem jeweils zuerst die Schraube, bei der der Abstand zwischen der Trägervorrichtung des Tankklappenmoduls und der Karosserie am größten ist, festgedreht wird, lässt sich erreichen, dass die Fuge zwischen Tankklappenmodul und Karosserie ringsherum gleichmäßig ausgebildet ist.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
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1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Tankklappenmoduls mit geöffnetem Deckel; und
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2 eine Schnittansicht des Ausführungsbeispiels gemäß 1 in eingebautem Zustand.
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1 zeigt eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tankklappenmoduls 10. Sie zeigt das Tankklappenmodul, das aus einer Trägervorrichtung 11 und einem an dieser gelagerten Deckel 12 besteht, mit geöffnetem Deckel. Typisch für diese Art von Tankklappenmodulen ist, dass die Trägervorrichtung 11 so ausgebildet ist, dass sie den Deckel im Wesentlichen umgibt und daher auch bei geschlossenem Deckel sichtbar ist. Der Deckel 12 ist nur wenig größer als die Öffnung im Tankklappenmodul 10, die er verschließt. Der Gesamtdurchmesser des Tankklappenmoduls 10 bzw. der Trägervorrichtung 11 ist größer als der Durchmesser des Deckels 12. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Trägervorrichtung 11 im Wesentlichen ringförmig ausgebildet mit einer kreisförmigen Öffnung. Der Deckel 12 ist ebenfalls im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet. Außerdem umfasst die Trägervorrichtung 11 einen Unterbau 16 aus Kunststoff und eine Abdeckung 14 aus dünnem Aluminiumblech. Die Abdeckung 14 ist mittels so genannter Halbschalen 26, die sich an der Innenwand der Trägervorrichtung 11 befinden, an dem Kunststoffunterbau 16 befestigt. In 1 sind auch drei Schrauben 40 zu sehen, die sich von der Innenwand der Trägervorrichtung 11 durch den Unterbau 16 hindurch nach außen erstrecken. Sie sind gleichmäßig entlang des Umfangs der Trägervorrichtung 11 verteilt. Da die Halbschalen 26 wandförmig ausgebildet sind und einen Großteil der Innenwand der Trägervorrichtung 11 bedecken, weisen sie Aussparungen auf, durch die die Köpfe der Befestigungsschrauben 40 zugänglich sind. Die Anordnung der Befestigungsschrauben 40 geht noch genauer aus 2 hervor.
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2 zeigt einen Schnitt durch eine Hälfte des Tankklappenmoduls gemäß 1 in eingebautem Zustand, wobei der Deckel nicht zu sehen ist. in diesem Querschnitt ist eine Befestigungsschraube 40 zu sehen, die den Unterbau 16 des Tankklappenmoduls 10 mit einem Tankeinsatztopf 42 der Karosserie verbindet. Die Schraubachse 38 der Schraube 40 ist schräg ausgerichtet. Sie ist um einen Winkel, der zwischen 10° und 20° liegt, gegenüber der Horizontalen, die durch die Oberseite des Tankklappenmoduls 10 bzw. durch die Karosserie 18 definiert ist, geneigt. Vorzugsweise liegt der Neigungswinkel der Schraubachse 38 bei 15°. Dieser Winkel ist einerseits so gewählt, dass die Schraube besonders leicht von außen durch die Öffnung des Tankklappenmoduls mit einem Schraubwerkzeug zugänglich ist. Zum anderen sind die Schraubachse 38 der Befestigungsschraube 40 und die Form des Tankeinsatztopfes 42 so aufeinander abgestimmt, dass die Schraube 40 den Zwischenraum zwischen dem Unterbau 16 und dem Tankeinsatztopf 42 auf kürzestem Wege überbrückt. Um die schräge Anordnung der Schraubachse 38 zu erreichen, ist eine im Unterbau 16 ausgebildete Anlagefläche für den Kopf der Schraube 40 gegenüber der Innenwand der Trägervorrichtung 11 nach außen geneigt. Insbesondere ist sie so geneigt, dass sie parallel zu der entsprechenden Fläche des Tankeinsatztopfes 42 ist, in der ein Gewinde 44 für die Schraube 40 vorgesehen ist. Am Unterbau 16 sind ferner Rippen 46 ausgebildet, die parallel zu den Schrauben 40 verlaufen und einen Mindestabstand zwischen der Anlagefläche für den Schraubenkopf und dem Tankeinsatztopf 42 vorgeben.
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Aus 2 ist außerdem zu ersehen, dass die Anlagefläche für den Kopf der Schraube 40 gegenüber der Innenwand der Trägervorrichtung 11 leicht nach außen versetzt ist, so dass sich eine Ausnehmung ergibt, die Platz für den Schraubenkopf bietet. Diese Ausnehmung im Unterbau 16 ist nach oben offen und wird nur durch die Abdeckung 14 nach oben hin abgedeckt. In 2 ist auch eine Halbschale 26 mit einer Aussparung für den Schraubenkopf zu sehen. Diese Halbschale weist an ihrem oberen Ende einen Vorsprung 30 auf, der auf dem inneren Rand der Abdeckung 14 aufliegt. Schließlich zeigt 2 noch einen Dichtungsring 24 zur Abdichtung der Fuge zwischen dem Tankklappenmodul 10 und der Karosserie 18. Dieser Dichtungsring 24 deckt außerdem die äußere Schnittkante der Abdeckung 14 ab.
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Zur Befestigung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Tankklappenmoduls 10 an einer Karosserie 18 wird das Tankklappenmodul in einen Tankeinsatztopf 42 der Karosserie so eingesetzt, dass gleichmäßig über die Innenwand der Trägervorrichtung 11 verteilte Schraubpunkte für die Schrauben 40 zur Befestigung des Tankklappenmoduls 10 gegenüber im Tankeinsatztopf 42 angeordneten Gewinden 44 für die Befestigungsschrauben 40 zu liegen kommen und der Deckel 12 des Tankklappenmoduls geöffnet ist. Um ein gleichmäßiges Fugenbild zu erreichen, wird dann zuerst an dem Schraubpunkt eine Schraube 40 eingedreht, bei dem der Abstand zwischen der Trägervorrichtung 11 und der Karosserie 18 am größten ist. Danach wird die nächste Schraube an dem Schraubpunkt eingedreht, bei dem der Abstand zwischen der Trägervorrichtung 11 und der Karosserie 18 nun am größten ist. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle Schrauben festgedreht sind.
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Erfindungsgemäß lässt sich ein Tankklappenmodul zur Verfügung stellen, dessen Verschraubung nur bei geöffnetem Deckel zugänglich ist, das aber dennoch leicht an der Karosserie befestigt werden kann.