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Die
Erfindung betrifft einen Kolben für eine Verbrennungskraftmaschine,
insbesondere für
eine mit Dieselkraftstoff betriebene Verbrennungskraftmaschine,
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, eine Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 19, sowie ein Verfahren zur Veränderung eines Verdichtungsverhältnisses
in einem Brennraum eines Zylinders einer mit Dieselkraftstoff betriebenen
Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 21.
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Bei
Dieselmotoren ist in der Startphase, d.h. bei kaltem Motor, ein
bestimmtes Mindestverdichtungsverhältnis erforderlich, um insbesondere
bei großer
Kälte die
Kompressionstemperatur zu erreichen, die für eine Selbstzündung des
Dieselkraftstoff-Luft-Gemischs erforderlich ist. Nach dem Start des
Motors und insbesondere nach dem Warmlauf wäre hingegen ein beträchtlich
niedrigeres Verdichtungsverhältnis
ausreichend und auch von Vorzug, weil das hohe Verdichtungsverhältnis im
Brennraum nicht nur zu höheren
Spitzentemperaturen und damit zu einem höheren Schadstoffausstoß (NOx,
Ruß) führt, sondern
auch zu einem geringeren Zündverzug und
damit zu einer schlechteren Gemischaufbereitung. Diese Probleme
könnten
durch ein variables Verdichtungsverhältnis vermieden werden.
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Aus
der
EP 0 640 176 B1 sind
bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verändern der Kompression
bzw. des Kompressionsverhältnisses eines
Ottomotors bekannt, bei denen ein Teil eines Zylinderblocks des
Verbrennungsmotors in Bezug zum Kurbelgehäuse gekippt werden kann, was
jedoch konstruktiv sehr aufwendig ist und in jedem Fall einen äußerlichen
Eingriff erforderlich macht.
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Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Kolben,
eine Verbrennungskraftmaschine und ein Verfahren der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, dass die Verbrennungskraftmaschine
in der Startphase mit einem höheren
Verdichtungsverhältnis
als in einer nachfolgenden Betriebsphase arbeiten kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass mindestens ein Teil des Kolbenbodens des in den Zylinder der
Verbrennungskraftmaschine eingebauten Kolbens in Bezug zu seinem
Kolbenschaft gesteuert reversibel verstellbar ist. Auf diese Weise
kann ein im oberen Totpunkt des Kolbens vom Kolbenboden und vom
Zylinder begrenztes Brennraumvolumen in der Startphase verkleinert werden,
um das Verdichtungsverhältnis
zu erhöhen und
die beim Start zur Selbstzündung
des Dieselkraftstoffs notwendige Kompressionstemperatur zu erreichen.
Nach dem Ende der Startphase kann das Brennraumvolumen wieder vergrößert werden,
um durch das geringere Verdichtungsverhältnis eine deutliche Reduzierung
der Spitzentemperaturen und damit der NOx-Emissionen und des Rußanteils
im Abgas zu erzielen. Durch das größere Brennraumvolumen ergibt
sich auch ein größerer Zündverzug
und damit eine homogenere Gemischaufbereitung, die wiederum für eine bessere
Umsetzung des Kraftstoffs sorgt, so dass der etwas geringere thermische Wirkungsgrad
im Betrieb infolge der niedrigeren Verbrennungstemperaturen kompensiert
oder sogar überkompensiert
wird. Dies hat zur Folge, dass der spezifische Kraftstoffverbrauch
durch die Veränderung
des Verdichtungsverhältnisses
nicht oder sogar positiv beeinflusst wird.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Kolbenboden
einen starr mit dem Kolbenschaft verbundenen Teil und einen in Bezug
zum Kolbenschaft verstellbaren Teil umfasst. Vorteilhaft ist der
Kolbenboden zur Optimierung der Verbrennung mit einer Kolbenmulde
und einem in der Kolbenmulde angeordneten Dom versehen, der in Bezug
zur Kolbenmulde in axialer Richtung des Kolbens verstellbar ist,
so dass in der Startphase des Motors der Kolben brennraumseitig
ein größeres Volumen
verdrängt
als in der anschließenden
Betriebsphase des Motors.
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Die
Verstellung des Kolbenbodens oder eines Teils desselben in Bezug
zum Kolbenschaft erfolgt bevorzugt selbsttätig, das heißt ohne
einen äußeren Steuerungseingriff,
wofür es
eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten
gibt.
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Eine
erste bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die unterschiedliche
Temperatur des Kolbens vor dem Start bzw. in der Betriebsphase auszunutzen,
um eine selbsttätige
Verstellung des Kolbenbodens in Abhängigkeit von der Temperatur zu
bewirken. Dazu ist vorzugsweise ein Hohlraum zwischen dem in Bezug
zum Kolbenschaft verstellbaren Teil des Kolbenbodens und dem starr
mit Kolbenschaft verbundenen Teil des Kolbenbodens mit einer Substanz,
insbesondere einer Legierung mit niedrigem Schmelzpunkt gefüllt, die
sich bei einer Veränderung
ihres Aggregatzustands von flüssig
zu fest ausdehnt, so dass sie im kalten festen Zustand ein größeres Volumen
als im warmen flüssigen
Zustand einnimmt.
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Die
Substanz ist zweckmäßig im Inneren
eines in den Kolben eingesetzten Druckbehälters angeordnet und wirkt über ein
Stellglied, wie zum Beispiel einen in den Druckbehälter eintauchenden
Stößel, auf
den in Bezug zum Kolbenschaft verstellbaren Teil des Kolbenbodens
ein. Um zu erreichen, dass der verstellbare Teil des Kolbenbodens
mit dem Stößel nach
unten bewegt wird, wenn sich dieser bei Erwärmung des Kolbens in den Druckbehälter hinein bewegt,
kann eine Feder vorgesehen sein, die den verstellbaren Teil des
Kolbenbodens gegen den Stößel drückt.
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Eine
zweite bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die unterschiedlichen
Drücke
im Brennraum vor dem Start bzw. in der Betriebsphase auszunutzen,
indem sich der Kolbenboden in Abhängigkeit von einer auf den
Kolbenboden ausgeübten Druckkraft
selbsttätig
verstellt. Um den in Bezug zum Kolbenschaft verstellbaren Teil des
Kolbenbodens vor dem Start in Richtung Brennraum zu bewegen, ist dabei
vorzugsweise zwischen dem verstellbaren Teil des Kolbenbodens und
dem starr mit Kolbenschaft verbundenen Teil des Kolbenbodens eine
Feder angeordnet, welche die beiden Teile auseinander drückt. Um
zu verhindern, dass sich der verstellbare Teil des Kolbenbodens
bereits durch die Kompression vor der ersten Zündung in seine unter Endstellung bewegt,
sind Mittel zur Drosselung der Geschwindigkeit der Relativbewegung
der beiden Teile vorgesehen, die zweckmäßig einen oberen Hohlraum im
verstellbaren Teil des Kolbenbodens und einen unteren Hohlraum unterhalb
des verstellbaren Teils des Kolbenbodens sowie eine die Hohlräume verbindende Drosselöffnung und
ein in den Hohlräumen
enthaltenes inkompressibles Fluid umfassen.
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Alternativ
dazu kann der verstellbare Teil des Kolbenbodens jedoch auch durch äußere Einwirkung verstellbar
sein, zum Beispiel durch mechanische oder hydraulische Mittel, die
jeweils vor und nach dem Start der Verbrennungskraftmaschine aktviert werden,
um den verstellbaren Teil des Kolbenbodens auszufahren bzw. wieder
einzuziehen.
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Dabei
sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor,
dass der in Bezug zum Kolbenschaft verstellbare Teil des Kolbenbodens eine
Membran umfasst, die sich unter Einschluss eines Hohlraums über mindestens
einen Teil des Kolbenbodens erstreckt und durch Zufuhr eines Druckfluids
in den Hohlraum in Bezug zu dem starr mit dem Kolbenschaft verbundenen
Teil des Kolbenbodens axial angehoben werden kann, um in der Startphase ein
höheres
Verdichtungsverhältnis
zu erzeugen. Diese Ausgestal tung ist insbesondere für Kolben
mit breiten und flachen Kolbenmulden geeignet, wie sie in Nutzfahrzeugen
verwendet werden.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand von einigen in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es
zeigen:
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1:
einen Längsschnitt
durch einen erfindungsgemäßen Kolben
einer Verbrennungskraftmaschine, dessen Kolbenboden eine Kolbenmulde
und einen verstellbaren Dom besitzt;
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2:
einen Längsschnitt
entlang der Linie II-II der 1;
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3:
eine perspektivische Schnittansicht eines Teils des Kolbens mit
abgesenktem Dom;
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4:
eine perspektivische Schnittansicht entsprechend 3,
jedoch mit angehobenem Dom;
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5:
eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht von Teilen des
Kolbens;
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6:
eine vergrößerte Schnittansicht
von Teilen des Kolbens im Bereich des Doms;
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7:
einen Längsschnitt
durch einen weiteren erfindungsgemäßen Kolben, dessen Kolbenboden
eine Kolbenmulde und einen verstellbaren Dom besitzt;
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8:
einen Längsschnitt
entlang der Linie VIII-VIII der 7;
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9:
eine perspektivische Schnittansicht eines Teils des Kolbens aus 7 und 8 mit
angehobenem Dom;
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10:
eine perspektivische Schnittansicht entsprechend 9,
jedoch mit abgesenktem Dom;
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11:
eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht von Teilen des
Kolbens;
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12:
eine vergrößerte Schnittansicht
von Teilen des Kolbens im Bereich des Doms;
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13:
einen Längsschnitt
durch einen Teil eines weiteren erfindungsgemäßen Kolbens, dessen Kolbenboden
eine Kolbenmulde und einen verstellbaren Dom besitzt;
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14:
einen Längsschnitt
durch einen Teil eines noch anderen erfindungsgemäßen Kolbens, dessen
Kolbenboden eine Kolbenmulde und einen verstellbaren Dom besitzt;
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15:
eine perspektivische Schnittansicht eines Teils des Kolbens aus 14 mit
angehobenem Dom;
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16:
eine perspektivische Schnittansicht entsprechend 15,
jedoch mit abgesenktem Dom.
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Die
in der Zeichnung dargestellten Kolben 1 sind sämtlich zum
Einbau in einen Zylinder (nicht dargestellt) eines Dieselmotors
bestimmt. Die Kolben 1 bestehen in bekannter Weise im Wesentlichen
aus einem zur Führung
des Kolbens 1 im Zylinder dienenden Kolbenschaft 2,
einem Kolbenboden 3, der mit dem Zylinder einen Brennraum
begrenzt, einer zwischen dem Kolbenschaft 2 und dem Kolbenboden 2 angeordneten,
mit mehreren Ringnuten 4 zur Aufnahme von Kolbenringen
versehenen Kolbenringzone 5, sowie zwei Bolzennaben 6 zur
Aufnahme eines Kolbenbolzens 7, der den Kolben 1 mit
einer Pleuelstange 8 des Motors verbindet.
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Der
Kolbenboden 3 weist bei sämtlichen Kolben eine Kolben-
oder Verbrennungsmulde 9 auf, wodurch der Brennraum teilweise
in den Kolben 1 hinein verlagert wird. Die Kolbenmulde 9 ist
von einem hinterschnittenen Turbulenzring 11 umgeben und
weist in ihrer Mitte einen Dom 10 auf, dessen axiale Lage entlang
einer Kolbenachse 12 zwischen zwei Endstellungen verstellbar
ist. Damit lässt
sich ein Abstand zwischen einer Oberseite bzw. einem Scheitel des
Doms 10 und einer ebenen Oberseite des starr mit dem Kolbenschaft 2 verbundenen
Turbulenzrings 11 verändern.
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Die
Verstellbarkeit des Doms 10 wird ausgenutzt, um das Volumen
des Kolbens 1 und mit diesem das Volumen des vom Kolben 1 und
vom Zylinder bzw. dessen Zylinderkopf begrenzten Brennraums zu verändern, wodurch
sich im Brennraum eine variable Verdichtung mit unterschiedlich
hohen Verdichtungsverhältnissen
einstellen lässt.
Dies kann ausgenutzt werden, um bei Dieselmotoren in der Startphase
und insbesondere in einer Kompressionsphase vor der ersten Zündung des
Dieselkraftstoff-Luft-Gemischs ein hohes Verdichtungsverhältnis im
Brennraum einzustellen, wodurch selbst bei sehr niedrigen Umgebungstemperaturen
eine schnelle und sichere Zündung
des Gemischs gewährleistet
ist, und dieses Verdichtungsverhältnis
in einer anschließenden
Betriebsphase, das heißt
bei laufendem Motor, wieder abzusenken, wodurch die Spitzentemperatur
im Brennraum und damit den NOx- und Rußgehalt des Abgases abgesenkt
und der Gesamtwirkungsgrad des Motors erhöht werden kann.
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Bei
den in den 1 bis 6 dargestellten Kolben 1 erfolgt
die Verstellung des Doms 10 selbsttätig in Abhängigkeit von der Temperatur
des Kolbens 1, wobei der Dom 10 bei relativ niedrigen
Temperaturen, d.h. Temperaturen unter etwa 100°C, in Bezug zum Boden der Kolbenmulde 9 angehoben
ist, um das Volumen des Brennraums zu verkleinern und damit das
Verdichtungsverhältnis
zu vergrößern, wie
in 4 dargestellt, während er bei den höheren Betriebstemperaturen
des Motors in Bezug zum Boden der Kolbenmulde 9 angehoben
ist, um das Verdichtungsverhältnis
zu verkleinern, wie in 3 dargestellt.
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Bei
dem in diesen Figuren dargestellten Kolben 1 wird der Dom 10 von
einem axial beweglich in den Kolbenboden 3 eingesetzten
Hut 13 gebildet. Zur axialen Verstellung des Huts 13 ist
unterhalb desselben ein Druckbehälter 14 angeordnet,
der eine Legierung 15 mit niedrigem Schmelzpunkt enthält, deren Volumen
im kalten festen Zustand größer ist
als im warmen flüssigen
Zustand, wobei die Volumenänderung
zwischen diesen Zuständen
etwa 2 % beträgt.
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Wie
am besten in den 5 und 6 dargestellt,
umfasst der Druckbehälter 14 einen
schalenförmigen
Oberteil 16 und einen schalenförmigen Unterteil, die beide
als Tiefzieh- oder Kaltfließpressteile aus
Stahl hergestellt und unter Bildung des Druckbehälters 14 entlang ihrer
komplementären
Umfangsränder
laserverschweißt
werden, bevor eine definierte Menge der Legierung 15 in
flüssigem
Zustand in den Druckbehälter 14 eingefüllt wird.
Der Druckbehälter 14 umfasst
weiter eine in eine mittige Bohrung 18 des Oberteils 16 eingesetzte
und mit diesem verschweißte
Führungsbuchse 19 für einen
Keramikstößel 20,
der nach dem Einfüllen
der Legierung 15 montiert wird, wobei sein unteres Ende
durch die Buchse 19 ins Innere des Druckbehälters 14 ragt. Über das
obere, aus dem Druckbehälter 14 überstehende
Ende des Stößels 20 werden
eine PTFE-Dichtung 21 und ein Haltering 22 geschoben.
Der an seinem äußeren Umfang
mit einer Hinterschneidung 23 versehene Haltering 22 wird
durch Laserverschweißen
mit dem Druckbehälter 14 verbunden,
um die Dichtung 21 nicht zu beschädigen. Für den Fall, dass es kostengünstiger
sein sollte, die Legierung 15 erst nach einer vollständigen Montage
des Druckbehälters 14 einzufüllen, muss
im Oberteil 16 oder im Unterteil 17 des Druckbehälters 14 noch
eine Entlüftungsöffnung vorgesehen
werden.
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An
der Unterseite des aus Keramik hergestellten Huts 13 ist
eine Druckfeder 24 befestigt, die durch mehrere integrale
Halteklammern 25 mit dem Hut 13 verbunden ist,
wie in 5 dargestellt, und diesen nach unten gegen den
Druckbehälter 14 drückt. Die
Feder 24 weist eine mittige Durchtrittsöffnung 26 für das obere
Stirnende des Halterings 22 auf, aus der sich radiale Schlitze 27 erstrecken,
die ein Verbiegen der Feder 24 angrenzend an die Durchtrittsöffnung 26 gestatten.
Der Hut 13 ist an seinem äußeren Umfang mit einer umlaufenden.
Nut 29 versehen, in die ein Kolbenring 28 eingesetzt
ist.
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Zum
Zusammenbau des Kolbens 1 wird zuerst der fertig montierte
Druckbehälter 14 mit
dem Stößel 20 von
oben her in eine Ausnehmung 30 im Boden der Kolbenmulde 9 eingepresst
und mit dem Kolben 1 verschweißt. Anschließend wird
der Druckbehälter 14 bis über den
Schmelzpunkt der Legierung 15 erwärmt, damit der Stößel 20 in
den Druckbehälter 14 eintaucht.
Zuletzt wird der Hut 13 mit der Rückstellfeder 24 und
dem Kolbenring 28 von oben in die Ausnehmung 30 gepresst,
wobei der Rand der Durchtrittsöffnung 26 beim
Anschlagen gegen den Haltering 22 zuerst zurückgebogen
wird und dann über
das obere Stirnende des Halterings 22 in die Hinterschneidung 23 rutscht
und dort einrastet.
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Wenn
der Motor kalt ist, nimmt die erstarrte Legierung 15 im
Inneren des Druckbehälters 14 ihr größtes Volumen
ein, wodurch sie den Stößel 20 durch
die Buchse 19 hindurch ein Stück weit aus dem Druckbehälter 14 heraus
nach oben verdrängt.
Dabei wird der Hut 14 von dem gegen seine Unterseite anliegenden
Stößel 20 entgegen
der Kraft der Feder 24 in die in 4 dargestellte
erste obere Endstellung bewegt, so dass der Brennraum im oberen
Totpunkt des Kolbens 1 ein minimales Volumen besitzt und
damit ein hohes Verdichtungsverhältnis
erzielt wird. Wenn sich der Kolben 1 und damit die Legierung 15 beim
Warmlauf des Motors über
den Schmelzpunkt der Legierung 15 erwärmt, wird diese flüssig und nimmt
dabei ein kleineres Volumen ein, so dass der Stößel 20 in den Druckbehälter 14 zurückgezogen wird.
Da der Hut 13 von der Druckfeder 24 gegen den Druckbehälter 14 gepresst
wird, wird er axial nach unten in seine in 4 dargestell te
zweite untere Endstellung bewegt, so dass das Volumen des Brennraums
im Vergleich zum kalten Zustand vergrößert wird. Die Führung des
Huts 13 wird vom Kolben 1 übernommen.
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Bei
dem in den 7 bis 12 dargestellten
Kolben 1 erfolgt die Verstellung des Doms 10 ebenfalls
selbsttätig,
jedoch in Abhängigkeit
von dem auf den Kolbenboden 3 ausgeübten Druck und mit einer gewissen
Zeitverzögerung.
Der Dom 10 wird dort von den im Betrieb des Motors im Brennraum
herrschenden hohen Drücken
in seine untere Endstellung gedrückt,
um das Verdichtungsverhältnis
zu verkleinern, wie in 10 dargestellt, während er
bei drucklosem Brennraum vor dem Start des Motors in Bezug zum Boden
der Kolbenmulde 9 angehoben ist, um das Volumen des Brennraums
zu verkleinern und damit das Verdichtungsverhältnis zu vergrößern, wie in 9 dargestellt.
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Bei
dem in diesen Figuren dargestellten Kolben 1 wird der Dom 10 ebenfalls
von einem Hut 13 gebildet, der in einer nach oben offenen
Aufnahmewanne 31 axial beweglich ist. Wie am besten in 12 dargestellt,
besteht der Hut 13 dort aus einem Oberteil 32 und
einem starr mit dem Oberteil 32 verbundenen Unterteil 33 und
ist durch eine umlaufende PTFE-Dichtung 34 gegenüber der
zylindrischen Umfangswand der Aufnahmewanne 31 abgedichtet. Zwischen
dem Unterteil 33 und dem Boden der Aufnahmewanne 31 sind
eine Druckfeder 34 und darüber eine Halteklammer 35 eingesetzt,
von denen die erstere den Hut 13 innerhalb der Aufnahmewanne 31 nach
oben drückt
und die letztere zum einen die Aufwärtsbewegung des Huts 13 begrenzt
und zum anderen verhindert, dass sich der Hut 13 durch
die bei der Bewegung des Kolbens wirkenden Trägheitskräfte aus der Aufnahmewanne 31 löst. Der
Unterteil 33 und der Oberteil 32 des Huts 13 umschließen eine obere
Fluidkammer 36, die durch eine Drosselbohrung 37 in
einer Wand 38 des Unterteils 33 mit einem inkompressiblen
Fluid (nicht dargestellt) befüllt
werden kann. Der Hut 13 ist so in die Aufnahmewanne 31 eingesetzt,
dass zwischen dem Unterteil 33 und dem Boden der Aufnahmewanne 31 eine
untere Fluidkammer 39 begrenzt wird, die durch die Drosselbohrung 37 mit
der oberen Fluidkammer 36 kommuniziert und deren Volumen
in Abhängigkeit
von der axialen Stellung des Huts 13 in der Aufnahmewanne 31 variiert.
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Wenn
die Oberseite des Huts 13 im Stillstand des Motors nicht
durch eine Druckkraft belastet ist, wird der Hut 13 durch
die Druckfeder 34 nach oben in seine obere Endstellung
gedrückt,
wie in 9 dargestellt, woraufhin sich das inkompressible
Fluid infolge seiner Schwerkraft in der unteren Kammer 39 sammelt.
Sobald der Motor gestartet wird und die von oben auf den Hut 13 einwirkende
Kraft infolge des Drucks im Brennraum die Kraft der Feder 34 übersteigt,
wird der Hut 13 nach unten in seine untere Endstellung
gedrückt,
wie in 10 dargestellt, und dabei das
Fluid aus der unteren Fluidkammer 39 verdrängt, wobei
es durch die Drosselbohrung 37 in die obere Fluidkammer 36 strömt. Nach
dem Abstellen des Motors wird der Hut 13 durch die Kraft
der Feder 34 wieder angehoben, wobei das inkompressible
Fluid durch die Drosselbohrung 37 zurück in die untere Kammer 39 strömt. Da die
Kraft der Feder 34 viel geringer ist als die vom Druck
im Brennraum ausgeübte Kraft,
erfolgt die Abwärtsbewegung
des Huts 13 erheblich schneller als seine Aufwärtsbewegung.
Die Geschwindigkeit wird durch Veränderung von einem oder mehreren
der Parameter Federkraft, Bohrungsdurchmesser und Viskosität der Flüssigkeit
so eingestellt, dass der Hut 13 in der oberen Endstellung
verharrt, bis der Motor erfolgreich gestartet ist, und sich dann
schnell nach unten bewegt, um Im Betrieb ein optimales Brennraumvolumen
zu gewährleisten.
Die Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung
infolge der Federkraft ist weniger entscheidend, da auch die Abkühlung des
Motors Zeit benötigt.
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Zur
Montage des Kolbens 1 werden zuerst die Druckfeder 34 und
die Halteklammer 35 mit dem Boden der Aufnahmewanne 31 verschweißt und die obere
Fluidkammer 36 mit einer vorbestimmten Menge des Fluids
befüllt.
Nachdem die PTFE-Dichtung 34 von oben her auf den Unterteil 33 geschoben
worden ist, wird der Oberteil 32 auf den Unterteil 33 aufgepresst
und mit diesem verschweißt.
Anschließend wird
der Hut 13 in die Aufnahmewanne 31 eingesetzt und
zur Verdrängung
des Fluids in die obere Fluidkammer 36 von oben mit Druck
beaufschlagt. Dabei wird die Halteklammer 35 nach unten
gebogen, bis sie in passende Aussparungen des Unterteils 33 einrastet
und die Vormontage des Hutes 13 in der Aufnahmewanne 31 beendet
ist. Der Hut 13 wird dann durch die Kraft der Feder 34 von
selbst in seine obere Endstellung gedrückt. Anschließend wird
die vormontierte, den Hut 13 enthaltende Aufnahmewanne 31 von
oben in eine im Boden der Kolbenmulde 9 ausgesparte Ausnehmung 40 eingepresst.
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Im
Unterschied zu den zuvor beschriebenen Kolben 1 weisen
die in den 13 bis 16 dargestellten
Kolben 1 einen Dom 10 auf, der sich nicht selbsttätig verstellt,
sondern durch äußere Einwirkung
verstellbar ist. Der in 13 dargestellte
Kolben 1 weist dazu eine mechanische Verstelleinheit auf,
die einen auf dem Kolbenbolzen 7 geführten, in axialer Richtung
des Kolbens 1 verschiebbaren und auf die Unterseite des
Doms einwir kenden Nocken 41 umfasst, der den Dom 10 im
Betrieb des Motors entgegen der Kraft einer Feder 42 in
seine obere Endstellung drückt
und beim Abstellen des Motors nach unten zurückgezogen wird, woraufhin die
Feder 42 den Dom 10 nach unten drückt. Die
Verschiebung des Nockens 41 kann hydraulisch erfolgen,
zum Beispiel durch den nach dem Start des Motors in einem Ölkanal 44 des
Pleuels 8 anliegenden Öldruck,
sowie ggf. unter Verwendung von Hydraulikelementen, wobei die Abdichtung
zum Brennraum hin wieder über eine
oder mehrere um den Dom umlaufende Dichtungen 43 erfolgt.
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Bei
dem in den 14 bis 16 dargestellten
Kolben 1 umfasst der Kolbenboden 3 eine eingegossene
biegsame Membran 45, die sich unterhalb des Doms 10 durch
eine vorherige Alfinierung oder eine andere geeignete Beschichtung
nicht mit dem aus Aluminiumguss bestehenden Kolbenboden 3 verbindet,
so dass sie in diesem Bereich zum Beispiel durch Zufuhr eines Druckfluids
in den Hohlraum 46 vor dem Start des Motors in axialer
Richtung des Kolbens 1 angehoben werden kann. Bei dem Druckfluid
kann es sich wie zuvor um Motoröl
handeln, das vor dem Start des Motors von geeigneten Hydraulikelementen
durch einen Ölkanal
im Pleuel 8 zwischen den Kolbenboden 3 und die
Membran 45 gedrückt wird,
um die letztere anzuheben, wie in 14 links dargestellt.
Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere für Kolben 1 mit breiteren
und flacheren Mulden 9 sowie mit weniger Hinterschnitt
im Turbulenzring 11 geeignet, wie sie für Nutzfahrzeuge verwendet werden.
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- 1
- Kolben
- 2
- Kolbenschaft
- 3
- Kolbenboden
- 4
- Ringnuten
- 5
- Kolbenringzone
- 6
- Bolzennnaben
- 7
- Kolbenbolzen
- 8
- Pleuel
- 9
- Kolbenmulde
- 10
- Dom
- 11
- Turbulenzring
- 12
- Längsachse
- 13
- Hut
- 14
- Druckbehälter
- 15
- Legierung
- 16
- Oberteil
Druckbehälter
- 17
- Unterteil
Druckbehälter
- 18
- Durchtrittsöffnung
- 19
- Führungsbuchse
- 20
- Stößel
- 21
- Dichtung
- 22
- Haltering
- 23
- Hinterschneidung
- 24
- Druckfeder
- 25
- Halteklammer
- 26
- Durchtrittsöffnung Feder
- 27
- radialer
Schlitz Feder
- 28
- Kolbenring
- 29
- Nut
- 30
- Ausnehmung
Kolbenboden
- 31
- Aufnahmewanne
- 32
- Oberteil
Hut
- 33
- Unterteil
Hut
- 34
- Druckfeder
- 35
- Halteklammer
- 36
- obere
Fluidkammer
- 37
- Drosselbohrung
- 38
- Wand
Unterteil
- 39
- untere
Fluidkammer
- 40
- Ausnehmung
Kolbenboden
- 41
- Nocken
- 42
- Rückstellfeder
- 43
- Dichtung
- 44
- Ölkanal
- 45
- Membran
- 46
- Hohlraum